DE102018124160A1 - Verbrennungskraftmaschine mit Ladeluftkühler - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Verbrennungskraftmaschine mit einem Ladeluftkühler.Die erfindungsgemäße Verbrennungskraftmaschine umfasst einen Ladeluftkühler (2) zum Kühlen von Ladeluft, einen Niedertemperaturkreislauf (3), der mit dem Ladeluftkühler (2) zum Kühlen der Ladeluft verbunden ist, und einen Hochtemperaturkreislauf (4), der mit dem Ladeluftkühler (2) zum Wärmen der Ladeluft verbunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Verbrennungskraftmaschine mit einem Ladeluftkühler.
- Die
DE 10 2014 215 630 offenbart eine Verbrennungskraftmaschine mit einem Ladeluftkühler zum Kühlen von für eine Verbrennung bestimmte Ladeluft. Der Ladeluftkühler ist mit einem ersten Kühlkreislauf zum Kühlen der Ladeluft verbunden. Des Weiteren weist die Verbrennungskraftmaschine einen elektrischen Heizkörper auf. Der Heizkörper ist mit dem ersten Kühlkreislauf verbunden, um das sich in diesem befindende Kühlmittel zu heizen. - Die erfindungsgemäße Verbrennungskraftmaschine umfasst einen Ladeluftkühler zum Kühlen von Ladeluft, einen Niedertemperaturkreislauf, der mit dem Ladeluftkühler zum Kühlen der Ladeluft verbunden ist, und einen Hochtemperaturkreislauf, der mit dem Ladeluftkühler zum Wärmen der Ladeluft verbunden ist.
- Auf diese Weise ist es möglich, die Ladeluft nicht nur zu kühlen, sondern auch zu wärmen. Letzteres ist insbesondere vorteilhaft, um bei kalten Umgebungstemperaturen die Ladeluft auf eine Temperatur zu bringen und/oder in einem Temperaturbereich zu halten, der günstig ist im Hinblick auf geringe Emissionen der Verbrennung. Dies spielt insbesondere für die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben eine Rolle. Ein weiterer möglicher Vorteil der Erfindung ist, dass im Gegensatz zu beispielsweise einer elektrischen Heizung ein durch diese benötigter zusätzlicher Energiebedarf nicht nötig ist. Erfindungsgemäß kann die Wärme ausgenutzt werden, die durch die Verbrennung im Motor entsteht. Das im Niedertemperaturkreislauf und Hochtemperaturkreislauf verwendete Kühlmittel ist vorzugsweise Wasser.
- Vorzugsweise umfasst die Verbrennungskraftmaschine ein Ventil, über das der Hochtemperaturkreislauf mit dem Niedertemperaturkreislauf oder mit dem Ladeluftkühler verbunden ist. Über das Ventil lässt sich der Wärmeintrag und somit die Temperatur der durch den Ladeluftkühler tretenden Luft steuern. Vorzugsweise ist eine Regelung vorgehen, die die Ladeluft auf eine Solltemperatur regelt und entsprechend das Ventil steuert.
- Bei der Verbrennungskraftmaschine handelt es sich vorzugsweise um einen direkteinspritzenden Ottomotor. Für diesen ist die beschriebene Ausbildung besonders wirkungsvoll.
- Die abhängigen Ansprüche beschreiben weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
- Im Folgenden werden anhand von Figuren mehrere Ausführungsbeispiele beschrieben. Dabei zeigt
-
1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbrennungskraftmaschine, -
2 eine zweite Ausführungsform in einem ersten Zustand, -
3 die zweite Ausführungsform in einem zweiten Zustand, -
4 eine dritte Ausführungsform, und -
5 eine vierte Ausführungsform. -
1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbrennungskraftmaschine. - Die Verbrennungskraftmaschine
1 umfasst einen Ladeluftkühler2 zum Kühlen von Ladeluft, einen Niedertemperaturkreislauf3 , der mit dem Ladeluftkühler2 zum Kühlen der Ladeluft verbunden ist, und einen Hochtemperaturkreislauf4 , der mit dem Ladeluftkühler2 zum Wärmen der Ladeluft verbunden ist. Die Ladeluft gelangt nach der Temperierung durch den Ladeluftkühler2 über ein Saugrohr11 in einen Motor mit einem Zylinderkopf9 und Zylinderblock8 . - Im Niedertemperaturkreislauf ist eine Pumpe
7 für die Zirkulation eines Kühlmittels, hier Wasser, angeordnet. In diesem Falle ist die Pumpe7 stromaufwärts des Ladeluftkühlers2 angeordnet. Des Weiteren ist im Niedertemperaturkreislauf ein erster Wärmetauscher12 angeordnet, hierein in der Fahrzeugfront angeordneter Wärmeaustauscher, der durch Fahrtwind das Kühlmittel im Niedertemperaturkreislauf kühlt. - Der Hochtemperaturkreislauf
4 ist mit einem Kreislauf10 für die Kühlung des Zylinderblocks8 und des Zylinderkopfs9 verbunden. Eine Pumpe13 sorgt für die Zirkulation des Kühlmittels, hier ebenfalls Wasser. Im Hochtemperaturkreislauf5 ist ein zweiter Wärmetauscher6 angeordnet, hier ein in der Fahrzeugfront angeordneter Wärmeaustauscher, der durch Fahrtwind das Kühlmittel im Hochtemperaturkreislauf kühlt. Der erste und zweite Wärmetauscher können auch integriert sein. Zusätzlich ist ein Öl-Wasser-Wärmeaustauscher14 vorgesehen, der aus dem Zylinderkopf und -block austretendes Kühlmittel, welches über eine Leitung zur Pumpe13 zurückgeführt wird, kühlt. - Die Flussrichtung des Kühlmittels ist in den Figuren mit Pfeilen gekennzeichnet.
- Die Verbrennungskraftmaschine umfasst ein Ventil
5a , über das der Hochtemperaturkreislauf4 mit dem Niedertemperaturkreislauf3 verbunden ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Hochtemperaturkreislauf4 stromaufwärts des zweiten Wärmetauschers6 , stromaufwärts der Pumpe7 und stromabwärts des ersten Wärmetauschers12 mit dem Niedertemperaturkreislauf3 über das Ventil5a verbunden. Dies hat den Vorteil, dass durch den Motor erhitztes Kühlmittel in den Niedertemperaturkreislauf eingespeist werden kann, ohne dass dessen Temperatur durch den zweiten Wärmetauscher6 gesenkt wurde, wodurch eine schnellere Temperatureinstellung und/oder höhere Temperaturen am Ladeluftkühler2 erreichbar sind. Auch wird die Temperatur des Kühlmittels, welches zu einem Innenraumwärmetauscher16 geleitet wird, nicht beeinträchtigt und somit eine mögliche Komforteinschränkung von Fahrzeuginsassen vermieden. - Das Ventil
5a wird vorzugsweise durch ein nicht näher gezeigtes Steuergerät gesteuert. Das Steuergerät ist derart eingerichtet, bei Unterschreiten einer Umgebungsschwellentemperatur, beispielsweise bei 0° Celsius, das Ventil zum Aufheizen der Ladeluft durch den Ladeluftkühler zu öffnen, wenn auch die Kühlmitteltemperatur im Hochtemperaturkreislauf oberhalb einer Kühlmitteltemperaturschwelle, beispielsweise 70°Celsius, liegt. Dies hat den Vorteil, nur dann wärmeres Kühlmittel zuzuführen, wenn damit auch ein Effekt erreicht werden kann. Die Sensorik zu Messung der Temperaturen, sei es direkt oder indirekt, ist dem Fachmann bekannt und in der Figur nicht näher dargestellt. Die Steuerung des Ventils5a ist erfolgt vorteilhafterweise über eine Regelung, wobei die Sollgröße die gewünschte Temperatur der Ladeluft ist, die durch Mischen von Kühlmittel aus dem Niedertemperaturkreis3 und Hochtemperaturkreis4 am Ladeluftkühler2 eingestellt werden soll. Dabei können neben der Umgebungsluft weitere Parameter, insbesondere Betriebsparameter des Motors, berücksichtigt werden. - Stromabwärts des Ladeluftkühlers ist der Niedertemperaturkreislauf mit dem Hochtemperaturkreislauf über ein zweites Ventil
15 verbunden, um Kühlmittel aus dem Niedertemperaturkreis3 in den Hochtemperaturkreislauf zurückführen zu können. - Die
2 und3 zeigen eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbrennungskraftmaschine. In dieser Ausführungsform ist das Ventil5a durch ein Ventil5b ersetzt. In der in2 gezeigten Stellung des Ventils5b sind der Hochtemperatur- und Niedertemperaturkreislauf voneinander getrennt. In der in3 gezeigten Stellung des Ventils5b sind der Hochtemperatur- und Niedertemperaturkreislauf miteinander verbunden: Nach dem Austritt aus dem ersten Wärmetauscher12 wird das Kühlmittel über das Ventil5b dem zweiten Wärmetauscher6 zugeführt, anstatt direkt zum Ladeluftkühler zu gelangen. Auf der anderen Seite ist der Hochtemperaturkreislauf4 nach dem Austritt des Kühlmittels aus dem Zylinderkopf9 und/oder Zylinderblocks8 über das Ventil5b mit dem Ladeluftkühler2 verbunden, hier über die Pumpe7 . Durch Änderung der Stellung des Ventils5b kann die Temperatur des Kühlmittels am Ladeluftkühler2 variiert werden. Das Ventil15 der ersten Ausführungsform kann entfallen. -
4 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbrennungskraftmaschine. Es handelt sich um eine Variante des zweiten Ausführungsbeispiels. Anstatt mit dem zweiten Wärmetauscher6 verbindet das Ventil5b den Niedertemperaturkreislauf mit dem Öl-Wasser-Wärmetauscher14 . -
5 zeigt eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbrennungskraftmaschine. Der Hochtemperaturkreislauf4 ist über ein Ventil5a direkt mit dem Ladeluftkühler verbunden, d.h., das Kühlmittel aus dem Hochtemperaturkreislauf4 wird nicht mit dem Kühlmittel aus dem Niedertemperaturkreislauf3 gemischt. Das Ventil5a verbindet den Hochtemperaturkreislauf mit dem Ladeluftkühler2 an einer Stelle zwischen einem Innenraumwärmetauscher16 und dem Austritt des Kühlmittels aus dem aus dem Zylinderkopf9 und/oder Zylinderblocks8 . Dies hat den Vorteil, dass das Kühlmittel noch eine hohe Temperatur hat. - Betreffs der Steuerung der Ventile und den übrigen Komponenten wird auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen.
- Bei der Verbrennungskraftmaschine handelt es sich um einen direkteinspritzenden Ottomotor. Hier kann durch eine geeignete Temperierung der Ladeluft mit der beschriebenen Anordnung und dem beschriebenen Verfahren auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen eine energieeffiziente Reduzierung von Abgasemissionen umgesetzt werden.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102014215630 [0002]
Claims (8)
- Verbrennungskraftmaschine (1), umfassend einen Ladeluftkühler (2) zum Kühlen von Ladeluft, einen Niedertemperaturkreislauf (3), der mit dem Ladeluftkühler (2) zum Kühlen der Ladeluft verbunden ist, und einen Hochtemperaturkreislauf (4), der mit dem Ladeluftkühler (2) zum Wärmen der Ladeluft verbunden ist.
- Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 1 , umfassend ein Ventil (5a, 5b), über das der Hochtemperaturkreislauf (4) mit dem Niedertemperaturkreislauf (3) oder dem Ladeluftkühler (2) verbunden ist. - Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 1 oder2 , umfassend einen Wärmetauscher (6), der im Hochtemperaturkreislauf (4) angeordnet ist, wobei der Hochtemperaturkreislauf (4) stromaufwärts des Wärmetauschers (6) mit dem Niedertemperaturkreislauf (3) verbunden ist. - Verbrennungskraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine Pumpe (7), die im Niedertemperaturkreislauf (3) vor dem Ladeluftkühler (2) angeordnet ist, wobei der Hochtemperaturkreislauf (4) stromaufwärts der Pumpe (7) mit dem Niedertemperaturkreislauf (3) verbunden ist.
- Verbrennungskraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hochtemperaturkreislauf (4) mit dem Kreislauf (10) für die Kühlung eines Zylinderblocks (8) und/oder Zylinderkopfs (9) der Verbrennungskraftmaschine verbunden ist.
- Verbrennungskraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 2 , umfassend ein Steuergerät zum Steuern des Ventils (5a, 5b), wobei das Steuergerät derart eingerichtet ist, bei Unterschreiten einer Umgebungsschwellentemperatur das Ventil zum Aufheizen der Ladeluft durch den Ladeluftkühler (2) zu öffnen. - Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 6 , wobei das Steuergerät derart eingerichtet ist, das Ventil (5a, 5b) zum Aufheizen der Ladeluft nur zu öffnen, wenn die Kühlmitteltemperatur im Hochtemperaturkreislauf (4) oberhalb einer Kühlmitteltemperaturschwelle liegt. - Verbrennungskraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ausgebildet für ein direkteinspritzendes Brennverfahren, vorzugsweise ein Ottomotor.
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