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DE102018102932A1 - Gebogene Glas- oder Glaskeramik-Scheibe und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Gebogene Glas- oder Glaskeramik-Scheibe und Verfahren zu deren Herstellung Download PDF

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DE102018102932A1
DE102018102932A1 DE102018102932.2A DE102018102932A DE102018102932A1 DE 102018102932 A1 DE102018102932 A1 DE 102018102932A1 DE 102018102932 A DE102018102932 A DE 102018102932A DE 102018102932 A1 DE102018102932 A1 DE 102018102932A1
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DE
Germany
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glass
pane
ceramic
bent portion
curvature
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Application number
DE102018102932.2A
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English (en)
Inventor
Markus Vollmer
Hubertus Bader
Gregor Arnold
Manuel Waloschek
Thomas Kraus
Fritz Schröder
Oliver Mühlke
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Schott AG
Original Assignee
Schott AG
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Publication date
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Priority to JP2020542803A priority patent/JP7379349B2/ja
Priority to PCT/EP2019/053029 priority patent/WO2019154922A1/de
Priority to EP19704592.5A priority patent/EP3749619A1/de
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    • C03B23/025Re-forming glass sheets by bending by gravity
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Abstract

Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1), insbesondere als Sichtscheibe für einen Kaminofen, wobei die Glaskeramik-Scheibe (1) mindestens einen einfach gebogenen Abschnitt (3) aufweist, an den sich zwei ebene Flächen (5, 7) anschließen, die aufgrund der Verbindung über den gebogenen Abschnitt (3) zueinander einen Winkel von höchstens 150°, vorzugsweise höchstens 120°, besonders bevorzugt höchstens 100° einschließen, wobei die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) eine Dicke von mindestens 2 Millimetern aufweist, und wobei im gebogenen Abschnitt (3) Schwankungen der Krümmung entlang der Oberfläche in azimuthaler Richtung des gebogenen Abschnitts (3) in einem Längenbereich von einer Länge entsprechend der Dicke der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe bis zu einem Viertel der Bogenlänge des gebogenen Abschnitts (3) eine Amplitude von maximal 0,005 mm-1 aufweisen.

Description

  • Die Erfindung betrifft allgemein Glas- oder Glaskeramik-Scheiben, die mit mindestens einer Biegung oder Wölbung versehen sind. Solche Scheiben werden beispielsweise als Sichtscheiben für Kaminöfen oder für Haushaltsgeräte eingesetzt.
  • Die Verwendung von Glaskeramik-Scheiben als Sichtscheibe für Kaminöfen ist hinreichend bekannt. Um die räumliche Sicht in den Kaminofen zu erhöhen werden seit langem rundgebogene oder winklig gebogene Kaminsichtscheiben eingesetzt. Die rundgebogenen Kaminsichtscheiben können durch sogenanntes Schwerkraftsenken hergestellt werden. Für winklig gebogene Scheiben gibt es spezielle gasbetriebene Biegemaschinen.
  • Ausgangsmaterial für beide genannten Verfahren sind sogenannte Grünglasscheiben in Plattenform. Grüngläser sind Vorläufergläser der Glaskeramiken, die in einem Keramisierungsprozess dann in Glaskeramik-Scheiben umgewandelt werden. Die Umwandlung von Vorläufergläsern in Glaskeramiken kann parallel zum Umformprozess oder nach dem Umformen in einem eigenen Prozessschritt erfolgen. Eine Umwandlung parallel zum Umformen wird beim Schwerkraftsenken eingesetzt. Hier wird ausgenutzt, dass die Gläser bei der Umwandlung auf eine Temperatur gebracht werden, bei welcher die Gläser auch hinreichend weich für eine Umformung sind. Wird eine Biegemaschine eingesetzt, geht der Biegeschritt als separater Verfahrens schritt der Keramisierung voraus.
  • Der Umformprozess des Schwerkraftsenkens wird im Allgemeinen und für große Biegewinkel im speziellen, anschaulich in der DE10102576 B4 erläutert. Kennzeichnend für dieses Verfahren ist das Aufwärmen des Glases zusammen mit dem Biegewerkzeug in Kammer- oder Tunnelöfen, die entweder elektrisch oder mit Gas beheizt werden. Bei diesem Verfahren wird die gesamte Glasfläche gleichmäßig erwärmt und gebogen. Dieses Verfahren wird eingesetzt, wenn zum Beispiel das gebogene Teil einen Abschnitt aus einem Zylinder darstellen soll.
  • Da sich das Ausgangsglas bei den Umformungstemperaturen sehr schnell in Glaskeramik umwandelt und dann von einem sehr weichen Zustand sehr schnell in einen sehr festen Zustand übergeht, ist es ab einer bestimmten hohen Viskosität nicht mehr verformbar. Aus diesem Grund steht für das Schwerkraftsenken von Glaskeramikgrünglas nur ein sehr eingeschränkter Temperatur-/Zeitbereich zur Verfügung. Mit der Einschränkung der damit erreichbaren Viskosität geht im Allgemeinen eine Einschränkung der erreichbaren Biegeradien einher. Generell kann man sagen, dass mit diesem Verfahren, bei Glasdicken von 4mm-5mm ohne zusätzliche äußere Kräfte Radien kleiner als 200 mm schwierig zu erreichen sind. Sollen mit diesem Verfahren kleinere Radien gefertigt werden, müssen die Umformungen durch äußere Kräfte unterstützt werden.
  • Eine solche Umformung ist in der DE 10 2009 012 018 A1 beschrieben. Mit diesem Verfahren lassen sich Biegeradien zwischen 30 mm und 200 mm im Schwerkraftsenkverfahren erreichen. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass die Biegewerkzeuge relativ aufwändig und wenig variabel bezüglich einer Änderung der gewünschten Radien sind.
  • Ein alternatives Verfahren zum oben beschriebenen Schwerkraftsenken ist das Umformen in einer Biegemaschine mit gasbetriebenen Brennern. Hier wird durch das schnelle Einbringen hoher Energiemengen ein Erweichen des Grünglases vor der Umwandlung erreicht. Ein solches Biegeverfahren ist aus der JP4111408 B2 und der DE 100 39 027 C1 bekannt.
  • Die JP 4111408 B2 beschreibt im Speziellen eine mit Gasbrennern betriebene Biegemaschine wie sie im Prinzip bereits aus der US 2 176 999 A bekannt ist. Das Umformen umfasst die drei Schritte Vorwärmen in einem Kammer- oder Tunnelofen, lokales Erhitzen mittels zweier Gasbrenner von beiden Seiten der Glasoberfläche und abschließend ein Entspannungsprozess, der wiederum in einem Tunnel- oder Kammerofen geschieht. Ohne weitere Hilfsmittel stellen sich an einer solchen Biegeanlage während des Prozesses typischerweise Biegeradien von etwa 7 bis 10 mm für eine 4 mm dicke Scheibe und einen Biegewinkel von 90° ein. Bei dickeren oder dünneren Scheiben ändern sich die typischen Biegeradien entsprechend. Die Radien sind mit diesem einfachen Verfahren ohne weitere Hilfsmittel nur sehr eingeschränkt veränderbar. Sie hängen von den Temperaturen, den Viskositäten der Grüngläser, den Aufheizgeometrien, den Aufheizzeiten und den Materialdicken der Grüngläser ab. Da Temperaturen nicht uneingeschränkt erhöht und damit einhergehend die Viskositäten des Vorläuferglases nicht beliebig erniedrigt werden können und bei Grüngläsern für Glaskeramiken eine Zeitbegrenzung durch die Umwandlung in diesen Temperatur-Zeitprozessen in Glaskeramiken in Erscheinung tritt, sind den erreichbaren Biegeradien in den üblichen Verfahren enge Grenzen gesetzt.
  • Nach der DE 10039027 C1 wird das Grünglas in einem Ofen vorgewärmt und dann durch eine lokale Erhitzung mittels Gasbrenner von einer Seite in einem Ofen soweit erwärmt, dass es umgeformt werden kann. Dieses Verfahren hat einige Nachteile; es werden teure Formen benötigt, es ist langsam, da immer nur ein Biegeteil im Ofen aufgewärmt, umgeformt und entspannt wird. Ebenso ist auch die einseitige Erhitzung mit Gasbrennern nachteilig. Es hat sich gezeigt, dass sowohl die erforderliche Energiedichte um ein Umformen vor der Keramisierung zu erreichen als auch die kurze notwendige Aufheizdauer mit einer einseitigen Erhitzung mittels Gasbrenner nur schwer zu erreichen ist.
  • Dazu können zwei Brennerleisten zu beiden Seiten der Glasscheibe für winklig umgeformte Produkte mit einem Verfahren, wie es in der JP4111408 B2 beschrieben ist, eingesetzt werden. In der FR 2726350 A1 wird dieser Prozess des Biegens von Glaskeramiken mittels Gasbrennern inklusive der benötigten Vor- und Nach-Temperöfen anschaulich beschrieben.
  • Ein weiteres generelles Problem beim Herstellen gebogener Glasflächen besteht darin, dass die Krafteinwirkung beim Umformen im Allgemeinen zu unerwünschten Unebenheiten der Oberfläche führt. Diese können deutlich sichtbar sein, da sie auf der Glasoberfläche eine Brechkraft aufweisen, die bei der Durchsicht zu optischen Verzerrungen führt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verzerrungsarme Durchsicht durch eine umgeformte Glas- oder Glaskeramik-Scheibe zu erzielen. Auch soll eine hohe Formtreue auch bei großen Biegeradien gegeben sein.
  • Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Demgemäß sieht die Erfindung eine Glas- oder Glaskeramik-Scheibe, insbesondere als Sichtscheibe für einen Kaminofen vor, wobei die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe mindestens einen einfach gebogenen, beziehungsweise einachsig gebogenen Abschnitt aufweist, an den sich zwei ebene Flächen anschließen, die aufgrund der Verbindung über den gebogenen Abschnitt zueinander einen Winkel von höchstens 150°, vorzugsweise höchstens 120°, besonders bevorzugt höchstens 100° einschließen, wobei im gebogenen Abschnitt Schwankungen der Krümmung entlang der Oberfläche in azimuthaler Richtung des gebogenen Abschnitts, beziehungsweise in Richtung senkrecht zur Krümmungsachse, also in Richtung entlang eines Pfades von einer ebenen Fläche über den gebogenen Abschnitt hinweg zur anderen ebenen Fläche in einem Längenbereich von einer Länge entsprechend der Dicke der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe bis zu einem Viertel der Bogenlänge des gebogenen Abschnitts eine Amplitude von maximal 0,005 mm-1 aufweisen. Schwankungen der Krümmung in diesem Längenbereich und oberhalb des genannten Grenzwerts von 0,005 mm-1 erweisen sich als optisch besonders auffällig in Bezug auf eine Verzerrung der Durchsicht, sowie der Spiegelung unter flachen Betrachtungswinkeln. Gemäß einer anderen Ausführungsform sind die Schwankungen von maximal 0,005 mm-1 in einem Längenbereich von 2 bis 30 mm unterdrückt. Oberhalb von einem Viertel der Bogenlänge des gebogenen Abschnitts und/oder oberhalb von 30 Millimetern können Abweichungen der Krümmung vom Sollverlauf als langwellige Verzerrungen betrachtet werden, deren Brechkraft und damit deren Einfluss auf die Durchsicht nur gering ist.
  • Das Verfahren ist besonders für Glas- oder Glaskeramik-Scheiben mit einer Dicke von mindestens 2 Millimetern geeignet. Dies unter anderem im Hinblick auf das oben beschriebene Verfahren des Schwerkraftsenkens und die damit verbundenen Nachteile,
  • Um die Oberflächen für die Bestimmung der Krümmung abzutasten, kann eine dem Fachmann bekannte Koordinatenmessmaschine mit Tastkopf verwendet werden.
  • Die lokale Krümmung κ an einer Messstrecke auf der Oberfläche der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe ist dabei gegeben durch: κ = | f ' ' ( 1 + f ' 2 ) 3 / 2 |
    Figure DE102018102932A1_0001
  • Dabei bezeichnet f den Verlauf der Messstrecke, beziehungsweise die Funktion, welche den Verlauf der Messstrecke beschreibt. Die erste Ableitung f' und die zweite Ableitung f" sind örtliche Ableitungen des Verlaufs dieser Messstrecke. Die Krümmung κ stellt den inversen Krümmungsradius R der Oberfläche dar: κ = R-1
  • Als ebene Flächen werden die Abschnitte der einstückigen Scheibe erachtet, die nur noch sehr geringe Krümmungswerte aufweisen. Insbesondere ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Krümmung des gebogenen Abschnitts an dessen Übergängen zu den ebenen Flächen auf einen Wert kleiner als 0,0025 mm-1 absinkt. Dies ist von Vorteil, da auf den ebenen Teilen der Scheibe sich auch noch geringe Krümmungswerte, etwa durch großflächigere Verformungen deutlich bemerkbar machen. Zwar findet keine nennenswerte Verzerrung durch eine Brechung an einer solchen Verformung mehr statt, allerdings können die Verformungen Lichtreflexe an der Scheibe verzerren und auf diese Weise sichtbar werden.
  • Eine derartige Glas- oder Glaskeramik-Scheibe kann mit einem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt werden, bei welchem allgemein die Aufheizung und im Anschluss die Umformung nicht gleichzeitig über den gesamten Umformbereich durchgeführt, wird. Vielmehr wird die Aufheizung und Umformung kontinuierlich in zeitlicher Abfolge längs des Bogenmaßes durchfahren.
  • Das Verfahren zur Umformung einer Glasscheibe und Herstellung einer Glas- oder Glaskeramik-Scheibe gemäß der Erfindung sieht vor, eine Glasscheibe mit einer Dicke von mindestens 2 Millimetern bereitzustellen, einen sich von einer Kante bis zur gegenüberliegenden Kante der Glasscheibe erstreckenden Streifen zu erwärmen, bis dieser erweicht, die Glasscheibe dann am erwärmten und erweichten Streifen zu biegen, so dass am erwärmten Streifen eine einfach, beziehungsweise einachsig gebogene Krümmung entsteht und die an den Streifen angrenzenden ebenen Flächen zueinander geneigt sind, wobei der Streifen unter Verbreiterung des aufgeheizten Bereichs der Glasscheibe quer zu dessen Längsrichtung über die Glasscheibe bewegt wird, während die Neigung der ebenen Flächen zueinander vergrößert und der gebogene Abschnitt verbreitert wird, bis die zwei ebenen Flächen zueinander einen Winkel von höchstens 150°, vorzugsweise höchstens 120°, besonders bevorzugt höchstens 100° einschließen.
  • Für den gebogenen Abschnitt ist ein mittlerer Krümmungsradius bevorzugt, der im Bereich von 15 bis 100 Millimetern liegt. Diese Werte entsprechen mittleren Krümmungen im Bereich von 0,0667 mm-1 bis 0,01 mm-1. Diese Werte beziehen sich auf die Seite der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe, auf welcher der gebogene Abschnitt konkav gewölbt ist.
  • Besonders bevorzugt ist der einfach gekrümmte, beziehungsweise einfach gebogene Abschnitt zylindrisch gebogen. Eine solche zylindrische Biegung ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren leicht herstellbar und erleichtert auch die Montage eines Rahmens zur Halterung der Scheibe. Bei einem zylindrisch gebogenen Abschnitt ist die Krümmung entlang des gebogenen Abschnitts im Idealfall konstant, entsprechend dem idealerweise gleichbleibenden Krümmungsradius.
  • Die Erfindung inklusive des besonderen Verfahrens zur Herstellung der gebogenen Glas- oder Glaskeramik-Scheiben wird nachfolgend genauer anhand der beigeschlossenen Figuren erläutert. Es zeigen:
    • 1 eine Skizze einer gebogenen Glasscheibe mit Darstellung des Biegeradius der neutralen Faser,
    • 2 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
    • 3 und 4 in Seitenansicht die Vorrichtung zu Beginn und nach Beendigung des Umformprozesses,
    • 5 eine umgeformte Glasscheibe,
    • 6 Diagramme der Temperaturverteilung an den Oberflächen und der Glasmitte beim Biegen der Scheibe,
    • 7 eine in eine Form für die Keramisierung eingelegte Glasscheibe.
    • 8, 9 und 10 Verläufe der Krümmung von Glaskeramik-Scheiben entlang des gebogenen Abschnitts mit einem Biegeradius von 54 mm,
    • 11 den Verlauf der Krümmung einer GlaskeramikScheibe mit einem Biegeradius von 70 mm,
    • 12 den Verlauf der Krümmung einer Glaskeramik-Scheibe mit einem Biegeradius von 95 mm,
    • 13 einen Kaminofen mit einer Glas- oder Glaskeramik-Scheibe,
    • 14 eine Tür eines Heißaggregats.
    • 15 eine weitere Ausführungsform einer Tür eines Heißaggregats, und
    • 16 eine Glas- oder Glaskeramik-Scheibe mit zwei gebogenen Abschnitten.
  • Das Biegen von Glas mit Hilfe von Linien-Gasbrennern, die auf beiden Seiten der Glasoberfläche angeordnet sind, ist bekannt. Auch für das Biegen von Glaskeramikgrünglas ist dieses Verfahren bekannt und erprobt. Abhängig von der Beflammbreite, die bei Linienbrennern typischerweise bei etwa 10-20 mm liegt, ergibt sich das Bogenmaß des umzuformenden Bereichs. Der dabei entstehende Biegeradius kann unter Verweis auf die in 1 dargestellte Skizze einer umgeformten Glasscheibe folgendermaßen berechnet werden: R ( NF ) = ( BM 180 ) / ( π W ) .
    Figure DE102018102932A1_0002
  • Dabei bezeichnet R(NF) den Biegeradius der neutralen Faser, BM das Bogenmaß der neutralen Faser im umgeformten Bereich und W den Öffnungswinkel des umgeformten Bereichs.
  • Unter der Annahme, dass die Energiedichte über die Beheizungsbreiten, etwa eine Beflamm- oder Bestrahlungsbreite konstant ist, kann hierbei näherungsweise die Beflammbreite mit dem Bogenmaß gleichgesetzt werden. Je nach Beheizungsdauer, Temperaturprofil eines Brenners oder eines Heizstrahls und der Heizleistungkann es jedoch auf Grund der Wärmeleitung zu leichten Abweichungen kommen.
  • Demnach käme man bei einer typischen effektiven Beheizungsbreite von 12 mm, einem Öffnungswinkel von 90° und einer Glasdicke von 4 mm auf einen Biegeradius der neutralen Faser von circa 7,6 mm. Unter effektiver Beheizungsbreite wird hierbei der Bereich auf der Scheibe angenommen, in dem die Leistungsdichte größer 80% beträgt. In diesem Leistungsdichtebereich wird das Glas schnell genug so weit erwärmt, dass es ohne beginnende Keramisierung verformbar wird. Die über die Aufheizbreite, beziehungsweise im Streifen 8 gemittelte effektive Flächenleistung liegt gemäß einer Weiterbildung der Erfindung bei mindestens 10 W/cm2. Die effektive Flächenleistung bezeichnet dabei die tatsächlich im Glas deponierte Wärmeenergie pro Zeiteinheit. Vorzugsweise liegt die gemittelte effektive Flächenleistung in einem Bereich von 20 W/cm2 bis 1000 W/cm2. Bei Gasbrennern liegt die effektive Flächenleistung eher höher als bei der Verwendung eines Lasers, wie etwa eines CO2-Lasers. Vorzugsweise werden aber mit beiden genannten Heizquellen Leistungen im genannten Bereich von 20 W/cm2 bis 1000 W/cm2 bereitgestellt. Bei Gasbrennern ist die Flächenleistung auf Grund von Verlustleistungen und unscharfem Beflammungsbereich höher, die effektive Flächenleistung sollte aber in dem oben genannten Bereich liegen. Die effektive Heizleistung kann weiterhin abhängig von der Glasdicke, der Biegelinienlänge, beziehungsweise der Breite des gebogenen Abschnitts, der Breite des Aufheizstreifens und der Leistung der Heizquelle, wie etwa der Laserleistung gewählt werden.
  • Werden größere Radien benötigt, könnte versucht werden, eine entsprechend breite Heizquelle einzusetzen um den umzuformenden Bereich gleichmäßig auf eine zum Biegen ausreichende Temperatur zu bringen. Hierbei gibt es allerdings Grenzen, da bei sehr breiten Brennern die Abgase aus dem inneren Beheizungsbereich durch den äußeren Bereich entweichen müssen, was zu Inhomogenitäten der Termperaturverteilung im Aufheizbereich und damit zu Wellenbildung im Biegebereich führt..
  • 2 zeigt eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in schematischer Ansicht. Die Glasscheibe 1 wird an einem Ende mittels einer Halteeinrichtung 17 fixiert. Eine bevorzugte Ausführungsform einer Halteeinrichtung 17 umfasst einen Vakuumtisch, an welchen die Glasscheibe mit einer ihrer Seiten 9, 10 festgesaugt wird. Bei dem dargestellten Beispiel ist die Glasscheibe 1 mit ihrer Seite 10 auf die Halteeinrichtung 17 aufgelegt und festgehalten.
  • Mittels einer oder mehreren Heizeinrichtungen wird nun ein sich von einer Kante 12 der Glasscheibe 1 bis zur gegenüberliegenden Kante 13 erstreckender streifenförmiger Abschnitt, beziehungsweise ein Streifen 8 erwärmt, bis dieser erweicht. Bei dem dargestellten Beispiel sind zwei gegenüberliegende Heizeinrichtungen 19, 20 vorgesehen, so dass der Streifen 8 auf beiden Seiten 9, 10 der Glasscheibe 1 schnell erwärmt werden kann.
  • Ist die Glasscheibe 1 so weit erwärmt, dass das Glas erweicht, wird die Glasscheibe 1 dann am erwärmten und erweichten Streifen 8 gebogen, indem die Glasscheibe 1 mit den Greifern gegenüber dem mit der Halteeinrichtung 17 festgehaltenen Abschnitt bewegt wird. Auf diese Weise entsteht am erwärmten Streifen 8 eine einfach, beziehungsweise einachsig gebogene Krümmung. Die an den Streifen 8 angrenzenden ebenen Flächen 5, 7 werden dadurch zueinander geneigt.
  • Einen genaueren Verfahrensablauf zeigen die 3 und 4.
  • Hierzu starten, wie in 3 gezeigt, die Heizeinrichtungen 19, 20 am Anfang des vorgesehenen Umformbereichs 16. Nach einer kurzen Verweilzeit von 0-5 Sekunden ist ein Streifen 8 hinreichend erwärmt, um verformbar zu sein. Spätestens dann beginnen die Heizeinrichtungen 19, 20 mit einer Querfahrt in Richtung des Endes des Umformbereichs 16. Dadurch wird, da der erwärmte Streifen 8 durch Bewegen der Heizeinrichtungen 19, 20 entlang der Scheibe bewegt wird, der insgesamt erwärmte Bereich verbreitert, bis er mindestens den Umformbereich 16 einnimmt. Während der Bewegung der Heizeinrichtungen 19, 20 wird die Neigung der ebenen Flächen 5, 7 zueinander vergrößert, indem die eine ebene Fläche über den erwärmten und erweichten Streifen 8 gegenüber der anderen ebenen Fläche gebogen wird. Gleichzeitig verbreitert sich dementsprechend auch der gebogene Abschnitt. Dies wird fortgeführt, bis die zwei ebenen Flächen 5, 7 zueinander einen Winkel α von vorzugsweise höchstens 150°, insbesondere höchstens 120°, besonders bevorzugt höchstens 100° einschließen.
  • Die fertig gebogene Glasscheibe 1 mit dem zwischen den beiden ebenen Flächen oder Abschnitten 5, 7 eingeschlossenen Winkel α zeigt 5. Es ist dem Fachmann ersichtlich, dass es auf die Relativbewegung zwischen der Glasscheibe 1 und der oder den Heizeinrichtungen 19, 20 ankommt. Daher ist es auch möglich, die Heizeinrichtungen 19, 20 festzuhalten und die Glasscheibe 1 zu bewegen. Der Ablauf wie dargestellt ist allerdings einfacher zu realisieren, da in diesem Fall die Biegebewegung nicht zusätzlich mit einer Translation gekoppelt werden muss. Es ist daher allgemein in bevorzugter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, dass die Glasscheibe festgehalten wird, während die zumindest eine Heizeinrichtung 19, 20 während des Biegens über die Glasscheibe 1 geführt wird.
  • Als Heizeinrichtungen können wie dargestellt Laser verwendet werden. Da das Aufheizen und Biegen erfindungsgemäß sequentiell entlang des zu verformenden Umformbereichs 16 erfolgt, muss auch nicht der gesamte Umformbereich 16 gleichzeitig bis zur Erweichung des Glases aufgeheizt werden. Daher ist die erforderliche Heizleistung beim erfindungsgemäßen Verfahren auch vergleichsweise geringer. Dies macht den Einsatz eines Lasers als Heizeinrichtung besonders geeignet. Um den gesamten Streifen 8 zu erwärmen, kann der Laserstrahl beispielsweise mittels eines Galvanoscanners über das Glas geführt werden. Der Laserstrahl deponiert vorzugsweise eine effektive Flächenleistung von mindestens 10 W/cm2 , besonders bevorzug in einem Bereich von 20 W/cm2 bis 1000 W/cm2.
  • Es ist aber auch möglich, alternativ oder zusätzlich einen Brenner als Heizeinrichtung 19, 20 einzusetzen. Ein geeigneter Brenner kann zur streifenförmigen Erhitzung des Glases eine Reihe nebeneinanderliegender Brennerdüsen oder auch eine Schlitzdüse aufweisen.
  • Damit die Umformung am Anfang des Umformbereichs beginnen kann, weist die Glasscheibe 1 an dieser Stelle über die gesamte Dicke eine für die Umformung ausreichend niedrige Viskosität auf. Die Verformbarkeit wird dabei durch die niedrigste Temperatur über die Glasdicke in der Glasmitte bestimmt.
  • Um dies zu veranschaulichen, zeigt 6 Diagramme (a) bis (f) aus einer Simulation. Die Simulation wurde unter der Annahme erstellt, dass Gasbrenner zum Aufheizen verwendet werden. Die Diagramme zeigen einen zeitlichen Ablauf der Glastemperaturen an der Oberseite (Kurve 30), der Unterseite (Kurve 32) und der Glasmitte (Kurve 32). Die abgelaufene Zeit ist jeweils in den Diagrammen angegeben. Die Simulation beginnt bei einer Startzeit von 10 Sekunden (Diagramm (a)) Die Abszissenachse der Diagramme beschreibt den Verfahrweg der Heizeinrichtung (0 mm = Anfang Umformbereich; 90 mm = Ende Umformbereich). Auf der Ordinatenachse ist die Temperatur aufgetragen. Zu Beginn des Aufheizvorgangs ist die Glasplatte gleichmäßig auf ca. 600°C vorgewärmt. Nach 2,5 s Heizzeit (Diagram (b)) haben die Ober- und Unterseite ihre Maximaltemperatur erreicht. Die Heizeinrichtung beginnt nun mit der Querfahrt entlang des Umformbereichs. Wie man sehen kann, ist die Mittentemperatur zu diesem Zeitpunkt erst bei knapp über 700°C, was für eine Umformung noch nicht ausreicht. Im weiteren Verlauf wandert die Temperaturspitze mit der fortschreitenden Heizeinrichtung quer über den umzuformenden Bereich. Nach etwa 5 s hat die Glasmitte am Anfang des Umformbereichs 900°C überschritten (Diagramm (c)). Nun kann mit der Umformung an dieser Stelle begonnen werden. In Abhängigkeit der Mittentemperatur kann nun die Umformung der Brennerbewegung mit einem Abstand folgen. Der erwärmte und erweichte Streifen 8 befindet sich demgemäß nicht notwendigerweise direkt gegenüber der oder den Heizeinrichtungen, sondern kann auch entgegen der Bewegungsrichtung verlagert sein.
  • Um aus der erfindungsgemäß geformten Glasscheibe 1, wie sie beispielsweise 5 zeigt, eine entsprechende Glaskeramik-Scheibe herzustellen, wird die Glasscheibe 1 in Weiterbildung der Erfindung in eine Form 25 mit zwei zueinander gewinkelten Auflageflächen 50, 70 eingelegt, so dass die Glasscheibe 1 mit ihren ebenen Flächen 5, 7 auf den Auflageflächen 50, 75 aufliegt und mit der Form 25 zusammen durch einen Keramisierungsofen geführt, wobei sich das Glas der Glasscheibe 1 in eine Glaskeramik umwandelt. Eine solche Form mit einer eingelegten Glasscheibe 1 zeigt 7. Wie dargestellt kann die Form 25 aus mehreren Formteilen 250, 251, 252 zusammengesetzt sein. Insbesondere können separate Formteile als Auflage jeweils für die ebenen Flächen 5, 7 und den gebogenen Abschnitt 3 der Glasscheibe vorgesehen sein.
  • Obwohl das Glas beim Keramisieren weich wird, erhalten sich Schwankungen in der Krümmung der Oberfläche auch nach der Keramisierung. Dies gilt insbesondere für den gebogenen Abschnitt 3. Daher gilt das erfindungsgemäße Merkmal, dass Schwankungen der Krümmung entlang der Oberfläche in azimuthaler Richtung des gebogenen Abschnitts 3 in einem Längenbereich von einer Länge entsprechend der Dicke der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe bis zu einem Viertel der Bogenlänge des gebogenen Abschnitts 3 eine Amplitude von maximal 0,005 mm-1 aufweisen, sowohl für Glasscheiben, als auch für Glaskeramik-Scheiben, die anschließend keramisiert wurden.
  • Dies wird anhand der 8, 9 und 10 verdeutlicht. Diese Figuren zeigen Verläufe der Krümmung von Glaskeramik-Scheiben 1 über den gebogenen Abschnitt 3 hinweg. Um die Krümmung zu bestimmen, wird die Oberfläche der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 mit einem Tastkopf abgetastet. Dabei werden Messstrecken abgefahren, die von einer ebenen Fläche 5 über den gebogenen Abschnitt 3 hinweg bis in die andere ebene Fläche 7 hineinreichen. In 5 sind drei solche Messstrecken 35, 36 ,37 eingezeichnet. Zwei der Messstrecken 35 und 37 verlaufen parallel und in der Nähe der Kanten der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1, eine weitere Messstrecke 36 dazwischen in der Mitte der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1. 8 zeigt den Verlauf der Krümmung entlang einer Messstrecke 35, 9 den Verlauf entlang der mittigen Messstrecke 36 und 10 den Verlauf entlang der Messstrecke 37 an der gegenüberliegenden Kante der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1. Jedes der Diagramme enthält zwei mit „A“ und „B“ bezeichnete Graphen. Die mit „A“ bezeichneten Graphen stellen jeweils Krümmungswerte von erfindungsgemäß gebogenen und anschließend keramisierten Glasscheiben dar. Bei den mit „B“ bezeichneten Graphen handelt es sich um Glaskeramik-Scheiben gemäß WO 2010/102858 A1 , die in eine Form eingelegt wurden, deren Formteile zu Beginn der Keramisierung bei Erweichung des Glases geklappt wurde, so dass wie auch bei einer erfindungsgemäßen Glas- oder Glaskeramik-Scheibe eine entsprechende Form mit zwei ebenen Flächen und einem gebogenen Abschnitt erhalten wird. Die Umformung und Keramisierung entspricht dem in der WO 2010/102858 A1 beschriebenen Verfahren. Auf der Abszisse ist die Bogenlänge der Messstrecke aufgetragen.
  • Die vermessenen Glaskeramik-Scheiben wurden mit einem Biegeradius des gebogenen Abschnitts von 52 mm hergestellt. Dabei bezieht sich der Biegeradius auf die Mitte der Scheibe, beziehungsweise die neutrale Faser, wie bereits anhand von 1 erläutert wurde.
  • Alle Graphen zeigen ein mehr oder weniger stufenförmiges Profil. Dabei ist in den Bereichen, in denen der Tastkopf die ebenen Flächen 5, 7 abtastet, die Krümmung klein. Am Übergang zum gebogenen Abschnitt 3 springt die Krümmung auf einen höheren Wert. Allen Graphen „A“ ist dabei gemeinsam, dass die Krümmung auf einem nur gering schwankenden Wert bleibt. Die im Wesentlichen konstante Krümmung zeigt, dass der gebogene Abschnitt 3 zylindrisch gebogen ist, der Biegeradius also im gebogenen Abschnitt 3 gleich bleibt.
  • Die ebenen Flächen 5, 7 weisen keine wesentlichen Krümmungswerte auf. Wie anhand der 8 bis 10 zu entnehmen ist, liegt die Krümmung in den ebenen Flächen neben den Übergängen zum gebogenen Abschnitt 3 bei durchweg kleiner als 0,0025 mm-1.
  • Weiterhin liegen die Krümmungswerte bei den erfindungsgemäß hergestellten Glaskeramik-Scheiben 1 bei allen drei Graphen zwischen 0,015 und 0,020 mm-1. Damit liegt die Schwankung der Krümmung entlang der Oberfläche in azimuthaler Richtung des gebogenen Abschnitts (3), also auch entlang der Messstrecken 35, 36 ,37 nicht nur in einem Längenbereich von einer Länge entsprechend der Dicke der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe bis zu einem Viertel der Bogenlänge des gebogenen Abschnitts (3), sondern abgesehen von den Übergängen auf der gesamten Länge des gebogenen Abschnitts bei weniger als 0,005 mm-1. Demgegenüber weisen die Graphen „B“ kurzwellige Schwankungen der Krümmung auf. So zeigen alle Graphen „B“ der 8, 9, 10 eine deutliche Schwankung bei einer Bogenlänge um etwa 325 mm. Insbesondere solche Schwankungen in einem in einem Längenbereich von 2 bis 30 mm, die bei einer erfindungsgemäßen Glaskeramik-Scheibe nicht vorhanden oder kleiner als 0,005 mm-1 sind, können aufgrund von Linseneffekten störend wirken.
  • Die mittlere Krümmung von etwa 0,0175 mm-1 liegt im bevorzugten Anwendungsbereich der Erfindung mit Krümmungen im Bereich von 0,0667 mm-1 bis 0,01 mm-1, gemessen wie auch im Beispiel der 8 bis 10 auf der Seite der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1, auf welcher der gebogene Abschnitt 3 konkav gewölbt ist.
  • Der Krümmungsradius bei einer Krümmung von 0,0175 mm-1 beträgt 1/0,0175 mm-1 = 57,1 mm. Dies ist etwas mehr, als der nominale Krümmungsradius an der Außenseite von 54 mm,
  • 11 und 12 zeigen zwei weitere Beispiele des Krümmungsverlaufs an erfindungsgemäßen Glaskeramik-Scheiben. Die Beispiele zeigen insbesondere, dass die Erfindung auch für große Biegeradien des gebogenen Abschnitts 3 geeignet ist. Die Glaskeramik-Scheibe 1 der 11 weist einen Biegeradius von 70 mm, die Scheibe des Beispiels der 12 einen Biegeradius von 95 mm auf. Wie ersichtlich sind die Schwankungen noch geringer als bei den Beispielen der 8 bis 10. Im Graph der 11 gibt es zwar bei etwa 330 mm Bogenlänge eine einzelne deutliche Schwankung mit kurzer Periode, diese ist allerdings nicht in der Glasoberfläche vorhanden, sondern durch eine Oberflächenverunreinigung verursacht. Die Schwankung bei 270 mm in 12 ist wiederum ein messtechnisches Artefakt.
  • Ein Anwendungsgebiet für die Erfindung ist die Verwendung der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe für eine Tür, insbesondere eine Tür eines Kaminofens oder allgemeiner eines Heißaggregats. Die Tür kann mit einer erfindungsgemäßen gewinkelten Scheibe eine Ecke des Heißaggregats bilden. Als Material für die Scheibe kommt sowohl Glaskeramik, als auch Glas, wie beispielsweise ein Borosilikatglas in Frage.
  • 13 zeigt zur Verdeutlichung ein solches Heißaggregat in Form eines Kaminofens 11 mit einer Tür 40. Wie dargestellt bildet die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 eine Verglasung der Tür 40, wobei die Verglasung um eine Kante 42 des Korpus 41 des Kaminofens 11 herumreicht. Dabei wird die Kante 42 durch den gebogenen Abschnitt 3 fortgesetzt.
  • Die Erfindung hat dabei nicht alleine ästhetische Effekte durch die Vermeidung von Verzerrungen aufgrund von Brechung oder Reflexion von Lichtquellen an kurzwelligen Krümmungsschwankungen der Oberfläche. Durch den gleichmäßigen Krümmungsverlauf ergibt sich auch eine erhöhte Festigkeit bei bestimmten dynamischen Belastungen. Diese kommen beim Schließen einer solchen Tür zum Tragen. Beim Anschlagen der Tür 40 wird besonders der gebogene Abschnitt dynamisch stark belastet. Die Belastung entsteht, da bei der Rotation der Tür um eine der parallel zum gebogenen Abschnitt laufenden Kanten die an die Kante anschließende ebene Fläche in einer Schwenkbewegung geführt wird, während die andere ebene Fläche eine tangentiale Bewegung oder wenigstens eine Bewegung mit tangentialer Komponente ausführt. Beim Anschlag der Tür entstehen dadurch im gebogenen Abschnitt aufeinandertreffende Momente unterschiedlicher Richtung. Wird die Tür heftig zugeschlagen, kann es dadurch zum Bruch der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 im gebogenen Abschnitt kommen. Es hat sich überraschend gezeigt, dass eine erfindungsgemäß gebogenen Glas- oder Glaskeramik-Scheibe eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber derartigen Belastungen aufweist. Allgemein, ohne Beschränkung auf die dargestellten Beispiele sieht die Erfindung daher auch eine Tür 40 eines Heißaggregats vor, wie sie beispielhaft in 14 dargestellt ist. Die Tür 40 mit einer erfindungsgemäßen Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 umfasst eine Halterung 44 zur schwenkbaren Befestigung der Tür 40 am Gerät (wie etwa dem in 13 gezeigten Kaminofen 11) derart, dass die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 beim Öffnen und Schließen der Tür an einer ihrer entlang des gebogenen Abschnitts 3, insbesondere parallel zu diesem gebogenen Abschnitt 3 verlaufenden Querkanten 14, 15 geschwenkt wird. Zum Schwenken können insbesondere wie in 14 dargestellt, Scharniere 46 verwendet werden.
  • Die Halterung 44 umfasst in einer bevorzugten Ausführungsform zwei Leisten 48, 49, welche die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 an ihren Längskanten 12, 13 halten. Aus Gründen einer einfachen Montage und eines ansprechenden, schlanken Designs ist es weiterhin wünschenswert, wenn die Querkante 15 der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 wie in 14 gezeigt auf der Außenseite freiliegt, beziehungsweise nicht gehaltert ist. Anders als in der Figur dargestellt kann sich dabei auch eine Leiste der Halterung 44 entlang der Querkante 15 erstrecken, wobei die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 dann aber an dieser Leiste nicht befestigt ist, oder die Tür umfasst einen umlaufenden Rahmen, wobei die Scheibe aber nicht umlaufend gehalten ist. Gerade in dem in 14 illustrierten Fall mit nicht gehalterter Querkante 15 tritt allerdings das oben erläuterter Problem in verschärfter Form auf, dass beim Schließen und Anschlagen der Tür 40 der gebogene Abschnitt besonders mechanisch belastet wird. Die an die Querkante 15 angrenzende Fläche übt durch die Trägheitskräfte beim abrupten Abbremsen am Anschlag ein Moment entlang der Längskanten 12, 13 aus, welches am gebogenen Abschnitt 3 abgefangen werden muss. Das Moment wird dadurch verstärkt, dass es nicht teilweise von der Halterung 44 an der von der durch die Scharniere 46 definierten Schwenkachse 50 entfernten Querkante 15 aufgenommen wird. Gerade in einer solchen Konfiguration bietet also auch das erfindungsgemäße Verfahren zum Biegen der Glasscheibe 1 und die damit hergestellte Glas- oder Glaskeramik-Scheibe mit den genannten erhöhten Festigkeiten besondere Vorteile.
  • Allgemein, ohne Beschränkung auf das spezielle in 14 gezeigte Beispiel ist in einer Weiterbildung der Erfindung daher auch eine Tür 40 mit einer erfindungsgemäßen Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 und einer Halterung 44 zur schwenkbaren Befestigung der Tür 40 vorgesehen, mit welcher die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 schwenkbar gehaltert ist, wobei die von der Schwenkachse 50 der Halterung 44 entfernte Querkante 15 der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 nicht mit der Halterung 44 gehaltert ist.
  • 15 zeigt im Querschnitt an der Kante mit der schwenkbaren Halterung 44 eine solche Ausführungsform einer Tür 40. Bei dieser Ausführungsform ist ein umlaufender Rahmen 52 als Bestandteil der Halterung 44 vorgesehen. Die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 wird mittels der hier L-förmig ausgeführten Leisten 48, 49 gegen eine zwischen Scheibe und Rahmen 52 verlegte Dichtung 54 gepresst und so gehaltert. Da die Leisten 48, 49 nur an den oberen und unteren Kanten der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 verlaufen, ist auch hier die von der Schwenkachse 50 der Halterung 44 entfernte Querkante 15 der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 nicht mit der Halterung 44 gehaltert. Die Anordnung gemäß 15 ist rein beispielhaft. Um die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 am Rahmen 52 zu befestigen, sind eine Vielzahl anderer Anordnungen möglich. Eine weitere Anordnung, die ebenfalls bevorzugt ist, sieht vor, die Scheibe auf der anderen Seite des Rahmens 52 zu haltern, so dass die konkav gewölbte Seite des gebogenen Abschnitts zum Rahmen 52 zeigt.
  • Bei den bisher erläuterten Ausführungsbeispielen war ein einzelner gekrümmter Abschnitt 3 vorgesehen. Es ist hier aber ohne aufwändige Biegeformen auch möglich, mehrere gekrümmte Abschnitte vorzusehen. Eine solche Ausführungsform zeigt 16. Allgemein, ohne Beschränkung auf das spezielle dargestellte Beispiel sieht die Erfindung hierzu also in Weiterbildung vor, dass die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 zwei gebogene Abschnitte 3, 4 mit einer dazwischenliegenden ebenen Fläche 6 aufweist. Anders als in 16 gezeigt, können die gebogenen Abschnitte 3, 4 auch gegenläufig gebogen sein.
  • Es ist dem Fachmann ersichtlich, dass die Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Vielmehr ergeben sich im Rahmen der Ansprüche vielfältige Variationen. So ist die in 14 dargestellte Halterung lediglich beispielhaft. Denkbar wäre unter anderem auch, eine Halterung vorzusehen, die keine Leisten entlang der Längskanten 12, 13 aufweist, sondern rahmenlos ausgeführt ist und lediglich an der Scheibe 1 befestigte Scharniere umfasst. Die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe kann weiterhin auch in Türen oder Sichtfenstern eingesetzt werden, die nicht für Heißaggregate vorgesehen sind. Allgemein kann eine erfindungsgemäße Glas- oder Glaskeramik-Scheibe nicht nur als Scheibe eines Kaminofens oder eines Backofens, bevorzugt als Scheibe einer Tür eines Kaminofens oder Backofens, sondern auch als Innenauskleidung, insbesondere Innenauskleidung eines Heißaggregats, als Abdeckelement, als Kochtisch oder Kochfläche, insbesondere mit einer integrierten Spritzschutzwand, als Außenverkleidung von Kamin- oder Heizgeräten sowie als Außenverkleidung im Allgemeinen, sowie als Fassadenelement. verwendet werden.
  • Bezugszeichenliste
  • Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1
    gebogener Abschnitt 3, 4
    ebene Fläche 5, 6, 7
    erwärmter Streifen 8
    Seiten von 1 9, 10
    Kaminofen 11
    Kanten von 1 12, 13
    Querkanten von 1 14, 15
    Umformbereich 16
    Halteeinrichtung 17
    Heizeinrichtung 19, 20
    Greifer 22
    Form 25
    Auflagefläche von 25 27, 29
    Glastemperatur an Oberseite 30
    Glastemperatur in der Mitte 31
    Glastemperatur an Unterseite 32
    Messstrecke 35, 36, 37
    Tür 40
    Korpus von 11 41
    Kante von 41 42
    Halterung 44
    Scharnier 46
    Leiste 48, 49
    Schwenkachse 50
    Rahmen 52
    Dichtung 54
    Formteile 250, 251, 252
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (14)

  1. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1), insbesondere als Sichtscheibe für einen Kaminofen, wobei die Glaskeramik-Scheibe (1) einen einfach gebogenen Abschnitt (3) aufweist, an den sich zwei ebene Flächen (5, 7) anschließen, die aufgrund der Verbindung über den gebogenen Abschnitt (3) zueinander einen Winkel von höchstens 150°, vorzugsweise höchstens 120°, besonders bevorzugt höchstens 100° einschließen, wobei im gebogenen Abschnitt (3) Schwankungen der Krümmung entlang der Oberfläche in azimuthaler Richtung des gebogenen Abschnitts (3) in einem Längenbereich von einer Länge entsprechend der Dicke der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe bis zu einem Viertel der Bogenlänge des gebogenen Abschnitts (3) eine Amplitude von maximal 0,005 mm-1 aufweisen.
  2. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schwankungen der Krümmung in einem Längenbereich von 2 bis 30 mm im gebogenen Abschnitt (3) kleiner als 0,005 mm-1 betragen.
  3. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) eine Dicke von mindestens 2 Millimetern aufweist.
  4. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gebogene Abschnitt (3) einen mittleren Krümmungsradius im Bereich von 15 bis 100 Millimetern, entsprechend einer Krümmung im Bereich von 0,0667 mm-1 bis 0,01 mm-1 aufweist, gemessen auf der Seite (9) der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1), auf welcher der gebogene Abschnitt (3) konkav gewölbt ist.
  5. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung des gebogenen Abschnitts (3) an dessen Übergängen zu den ebenen Flächen auf einen Wert kleiner als 0,0025 mm-1 absinkt.
  6. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe gemäß einem der vorstehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gebogene Abschnitt (3) zylindrisch gebogen ist.
  7. Glas- oder Glaskeramik-Scheibe gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei gebogene Abschnitte (3, 4) mit einer dazwischenliegenden ebenen Fläche (6).
  8. Verfahren zur Umformung einer Glasscheibe (1) bei welchem eine Glasscheibe mit einer Dicke von mindestens 2 Millimetern bereitgestellt, und ein sich von einer Kante (12) der Glasscheibe (1) bis zur gegenüberliegenden Kante (13) erstreckenden Streifen (8) erwärmt wird, bis dieser erweicht, wobei die Glasscheibe dann am erwärmten und erweichten Streifen (8) gebogen wird, so dass am erwärmten Streifen eine einfach, beziehungsweise einachsig gebogene Krümmung entsteht und die an den Streifen angrenzenden ebenen Flächen (5, 7) zueinander geneigt sind, wobei der Streifen (8) unter Verbreiterung des aufgeheizten Bereichs der Glasscheibe (1) quer zu dessen Längsrichtung über die Glasscheibe (1) bewegt wird, während die Neigung der ebenen Flächen (5, 7) zueinander vergrößert und der gebogene Abschnitt verbreitert wird, bis die zwei ebenen Flächen (5, 7) zueinander einen Winkel von höchstens 150°, vorzugsweise höchstens 120°, besonders bevorzugt höchstens 100° einschließen.
  9. Verfahren gemäß dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasscheibe (1) festgehalten wird, während die zumindest eine Heizeinrichtung (19, 20) während des Biegens über die Glasscheibe (1) geführt wird.
  10. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei aus der Glasscheibe eine Glaskeramik-Scheibe hergestellt wird, indem die Glasscheibe (1) in eine Form (25) mit zwei zueinander gewinkelten Auflageflächen eingelegt, so dass die Glasscheibe 1 mit ihren ebenen Flächen (5, 7) auf den Auflageflächen (27, 29) aufliegt und mit der Form zusammen durch einen Keramisierungsofen geführt, wobei sich das Glas der Glasscheibe (1) in eine Glaskeramik umwandelt.
  11. Tür (40) für ein Heißaggregat, mit einer Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer Halterung (44) zur schwenkbaren Befestigung der Tür (40) am Heißaggregat derart, dass die Glas- oder Glaskeramik-Scheibe 1 beim Öffnen und Schließen der Tür an einer ihrer entlang des gebogenen Abschnitts (3), insbesondere parallel zu diesem gebogenen Abschnitt (3) verlaufenden Querkanten (14, 15) geschwenkt wird.
  12. Tür (40) gemäß dem vorstehenden Anspruch, wobei die von der Schwenkachse (50) der Halterung (44) entfernte Querkante (15) der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) nicht mit der Halterung (44) gehaltert ist.
  13. Kaminofen (11) mit einer Tür (40), wobei die Tür eine Verglasung mit einer Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß Anspruch 1 aufweist, wobei die Verglasung um eine Kante (42) des Korpus (41) des Kaminofens (11) herumreicht und wobei die Kante (42) durch den gebogenen Abschnitt (3) der Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) fortgesetzt wird.
  14. Verwendung einer Glas- oder Glaskeramik-Scheibe (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 als Scheibe eines Kaminofens oder eines Backofens, bevorzugt als Scheibe einer Tür eines Kaminofens oder Backofens, als Innenauskleidung, insbesondere Innenauskleidung eines Heißaggregats, als Abdeckelement, als Kochtisch oder Kochfläche, insbesondere mit einer integrierten Spritzschutzwand, als Außenverkleidung von Kamin- oder Heizgeräten sowie als Außenverkleidung im Allgemeinen, als Fassadenelement.
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