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Die Erfindung betrifft ein Suspensorium für Sportler mit Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
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Der Mann trägt seinen Penis und seinen Hodensack (inkl. Hoden) üblicherweise in Unterhosen, wobei Penis und Hodensack vorne herabhängen und die Haut dieser beiden Körperteile aneinander und/oder an den Oberschenkeln anliegt. Daher kann es bei sitzenden Tätigkeiten, bspw. im Büro oder Zuhause, oder bei aktiven Tätigkeiten, bspw. beim Radfahren oder dergleichen, zu für den Mann unangenehmen Situationen und bspw. auch zum lästigen Verschieben des Hodensackes kommen. Durch ständigen Druck und ein Aufliegen von Haut auf Haut können insbesondere bei hohen Temperaturen durch Schwitzen unangenehmer Juckreiz und Hauterkrankungen auftreten. Zur Vermeidung dieser Probleme sind unterschiedlichste Vorrichtungen zum Halten und zum Schutz des Penis bekannt.
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Bspw. ist ein entsprechendes Suspensorium aus
DE 203 00 847 U1 bekannt. Damit soll eine Sitzhilfe zur Ruhigstellung und Vermeidung einer Verschiebung des männlichen Hodensackes bei sitzenden Tätigkeiten oder beim Sport geschaffen sein. Hierzu ist ein Beuteltuch vorgesehen, welches an einem oberen Randbereich ein Befestigungsband aufweist, an das im Tragezustand des Suspensoriums ein an einem unteren Randbereich angebrachtes Halteband befestigt werden soll. Allerdings ist bei diesem Suspensorium von Nachteil, dass dieses in der Handhabung aufwändig ist und den Penis einengt. Eine für den Träger angenehme Positionierung und auch eine zuverlässige Ruhigstellung des Penis können insbesondere bei aktiven Tätigkeiten auf Dauer nicht gewährleistet werden. Zum Urinieren ist ein Abnehmen des Suspensoriums vom Körper erforderlich.
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AT 135176 B zeigt ein Suspensorium mit Leinwandstück und Säckchen, welches mittels Bändern an einer Leinwandleiste eines Hemdes befestigt werden kann. In
DE 35 03 888 A1 ist ein Suspensorium beschrieben, welches eine Schutztasche aus dreieckigem Zuschnitt mit wärmeisolierendem Innenfutter aufweist.
WO 89/03664 A1 beschreibt ein Suspensorium für Sportler, bei dem ein Beutel relativ zu einem Hüftgurt einstellbar ist, bspw. mittels Klettverschluss.
AT 641 B zeigt ein Suspensorium, bei welchem an einem Verbandstück eine Federeinlage vorgesehen ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen konstruktiven Mitteln eine insbesondere bei aktiven Tätigkeiten bequeme und zuverlässige Positionierung sowie Ruhigstellung des Penis nebst Hodensack und Hoden zu ermöglichen. Dabei ist es wünschenswert, Hodensack inkl. Hoden möglichst weit oberhalb der Oberschenkel zu lagern, um Irritationen der Hoden zu vermeiden.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Suspensorium mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach zeichnet sich das Suspensorium dadurch aus, dass der Aufnahmebeutel (Haltebeutel für Penis und Hodensack inkl. Hoden) mit bzw. an einem ersten Ende an einem längeneinstellbaren (d.h. auf den Körperumfang einstellbaren) Hüftgurt befestigt ist und dass der Aufnahmebeutel an dem vom ersten Ende abgewandten zweiten Ende eine in ihrem Umfang mittels einer Kordel einstellbare Öffnung aufweist, über die Penis und Hodensack (inkl. Hoden) in den Aufnahmebeutel eingeführt und der Aufnahmebeutel an einem insbesondere proximalen Abschnitt (nah am Körperrumpf) des Penisschaftes befestigt werden kann. Das Befestigen des Aufnahmebeutels kann insbesondere durch Verkleinern der Öffnung („Zuziehen“) mittels der Kordel erfolgen.
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Das vorgeschlagene Suspensorium hat den Vorteil, dass damit insbesondere bei aktiven Tätigkeiten, bspw. beim Sport, eine bequeme und zuverlässige Positionierung sowie Ruhigstellung des Penis nebst Hodensack und Hoden erreicht werden kann. Dies erfolgt dadurch, dass durch Zusammenwirken von Hüftgurt und Aufnahmebeutel Penis und Hodensack (inkl. Hoden) möglichst hoch am Körper positioniert werden, so dass bei Bewegungen, bspw. bei Tretbewegungen durch Fahrradfahren, Berührungen zu den Oberschenkeln verhindert (kein Reiben an den Oberschenkeln) und dadurch Irritationen der Hoden vermieden werden können. Die Fixierung des Suspensoriums am Körper erfolgt mittels Hüftgurt und Befestigung des Aufnahmebeutels am Penisschaft. Das vorliegende Suspensorium ist frei von zwischen den Beinen hindurchgehenden Bändern. Somit sind Bänder im Schambeinfugenbereich vermieden, so dass Irritationen in diesem Bereich und/oder mangelnder Tragekomfort gar nicht erst auftreten.
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Ein Penis wird medizinisch in folgende Abschnitte unterteilt: Peniswurzel (im menschlichen Körper liegend), Penisschaft (vom Körperrumpf weg erstreckender Abschnitt) und Eichel. Wie zuvor bereits erläutert, erfolgt die Befestigung des Aufnahmebeutels durch Verkleinerung (Verengen) der Öffnung mittels der Kordel, bspw. einem Zusammenziehen und einem Festbinden, insbesondere an einem proximalen Abschnitt des Penisschafts, also nahe am Körperrumpf. Die Kordel ist insbesondere in einem sich am zweiten Ende um den Umfang des Aufnahmebeutels erstreckenden Kordelkanal geführt.
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Bei dem vorliegenden Suspensorium handelt es sich insbesondere um ein Leichtsuspensorium bzw. ein Sport-Suspensorium. Dieses hat den Zweck, den Penis mit Hodensack und Hoden zu positionieren und in der vorgenommenen Positionierung zu lagern, und zwar möglichst weit oben, um eine Berührung mit den Oberschenkeln zu vermeiden. Dies ist nicht nur beim Sitzen, sondern auch bei sportlichen Aktivitäten wie Fahrradfahren, Reiten, Rudern, Tanzen oder auch im Automobilrennsport von ganz erheblichem Vorteil. Aus Gründen des Gewichts und zum Erzielen eines geringen Platzbedarfs wird auf einen Schlagschutz verzichtet.
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Das Anlegen des Suspensoriums erfolgt folgendermaßen: Wie bereits ausgeführt, weist der Aufnahmebeutel am zweiten (unteren) Ende eine Öffnung auf, die man mit einer Kordel anpassen, insbesondere verengen, kann. In diese Öffnung führt man den Penis und den Hodensack nebst Hoden ein. Danach wird die Öffnung mittels der Kordel verengt und in dieser Stellung fixiert, wozu bspw. die Enden der Kordel zu einer Schleife zusammengebunden werden können. Zwischen Penisansatz und Aufnahmebeutel sollte insbesondere an der Öffnung noch ein wenig Luft bleiben, z.B. sollte ein kleiner Finger noch zwischen Penisansatz und Aufnahmebeutel passen. Dann klappt man den Hüftgurt und den Aufnahmebeutel nebst Penis, Hodensack und Hoden hoch in Richtung Hüfte, wo man dann den Hüftgurt umlegt und befestigt. Das Suspensorium ist dann fertig angelegt und befindet sich in Tragestellung.
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Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Aufnahmebeutel in einem an den Hüftgurt angrenzenden und in Tragestellung vom Körper abgewandten Bereich (vom Körper abgewandte Seite des Aufnahmebeutels) eine weitere Öffnung aufweisen. Die weitere Öffnung ist insbesondere derart angeordnet und/oder dimensioniert, dass der Penis in Tragestellung des Suspensoriums zumindest abschnittsweise aus dem Suspensorium herausgeführt werden kann. Dadurch ist ein Urinieren bzw. Wasserlassen auch bei angelegtem Suspensorium möglich. Dies erleichtert die Handhabung des Suspensoriums in ganz erheblichem Maße. Zudem erlaubt die weitere Öffnung eine Penisentfaltung bei Spontanerektion. Dadurch können Verletzungen wie bspw. ein Penisbruch vermieden werden. Die weitere Öffnung kann als Schlitz, Kreis, Ellipse, Rechteck, Quadrat oder dergleichen ausgeführt sein. Aus Gründen der Verstärkung ist es von Vorteil, wenn die weitere Öffnung an ihrer Kontur mittels einer Naht vernäht bzw. randvernäht ist.
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In vorteilhafter Weise kann der Aufnahmebeutel fest am Hüftgurt befestigt, insbesondere vernäht, verwebt, verklebt und/oder verschweißt sein. Mit anderen Worten kann der Aufnahmebeutel nicht zerstörungsfrei vom Hüftgurt lösbar ausgebildet sein. Auf diese Weise ist eine konstruktiv einfache und zugleich stabile Lösung mit minimalem Platzbedarf geschaffen.
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Alternativ hierzu kann der Aufnahmebeutel mittels einer Befestigungseinrichtung am Hüftgurt befestigt sein, die derart eingerichtet ist, dass die Position des Aufnahmebeutels relativ zum Hüftgurt einstellbar ist. Bezogen auf die Tragestellung erlaubt dies eine Höheneinstellung des Aufnahmebeutels relativ zum Hüftgurt. Dies erfolgt dadurch, indem der Aufnahmebeutel mit seinem ersten (verschlossenen) Ende relativ zum Hüftgurt in unterschiedlichen Positionen befestigt wird. Dadurch ist eine Anpassung des Suspensoriums an die Penislänge und/oder an die Tragewünsche des Anwenders ermöglicht.
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Im Konkreten kann die Befestigungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass am Hüftgurt sowie am Aufnahmebeutel, insbesondere an dessen ersten Ende, jeweils Ösen befestigt sind oder randvernähte Öffnungen wie z.B. ein Knopfloch eingearbeitet sind, durch die eine weitere Kordel (Höheneinstellungskordel) mäanderartig hin- und hergeführt wird. Zur Sicherung kann die weitere Kordel an ihren Enden verknotet oder zu einer Schleife gebunden werden. Umso stärker die weitere Kordel angezogen wird, desto mehr nähert sich der Aufnahmebeutel mit seinem ersten (verschlossenen) Ende an den Hüftgurt an. Hiermit ist eine kontinuierliche Höheneinstellung ermöglicht.
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Die Befestigungseinrichtung kann auch als eine Haken-Ösen-Verbindung (ähnlich einem BH-Verschluss) ausgebildet sein. Hierzu können am Hüftgurt mehrere Reihen, bspw. zwei Reihen, von Befestigungselementen (Haken oder Ösen) angeordnet sein, so dass die korrespondierenden Befestigungselemente (Ösen oder Haken) am ersten (verschlossenen) Ende des Aufnahmebeutels durch Verbinden mit unterschiedlichen Reihen am Hüftgurt unterschiedlich positioniert werden kann. Bspw. können am Hüftgurt zwei Reihen von Ösen (oftmals auch als „Augen“ bezeichnet) mit jeweils drei Ösen angeordnet sein, wobei eine erste Reihe am oberen Rand des Hüftgurts und eine zweite Reihe am unteren Rand des Hüftgurts angeordnet ist. Am Aufnahmebeutel kann an dessen ersten (verschlossenen) Ende eine Reihe mit drei Haken angeordnet sein, die in die erste Ösenreihe oder die zweite Ösenreihe am Hüftgurt eingehakt werden kann. Hiermit ist eine in der Handhabung einfache gestufte Höheneinstellung ermöglicht.
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In zweckmäßiger Weise kann am Hüftgurt eine Verschlusseinrichtung zum Fixieren einer vorgenommenen Längeneinstellung vorgesehen sein, insbesondere eine Klemmeinrichtung. Damit ist eine in der Handhabung einfache und zuverlässige Längeneinstellung des Hüftgurts ermöglicht. Als Klemmeinrichtung kann eine Verschließe, bspw. eine metallisch ausgebildete Verschließe angewandt werden. Die Verschlusseinrichtung kann auch als eine Steckschnalle bzw. ein Steckverschluss, eine Gürtelschnalle, ein Klappdeckelverschluss oder eine Hebel-/Klemmschnalle ausgebildet sein.
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Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Hüftgurt aus elastischem oder unelastischem Kunstofffaserband, Baumwollband, Köperband oder Gurtband ausgebildet sein. Hiermit lässt sich ein im Umfang fixierter, sicherer Halt erzielen. Bei einem unelastisches Band, bspw. einem unelastischen Gurtband handelt es sich insbesondere um ein Band, bspw. ein Gurtband, mit möglichst geringer Elastizität.
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In vorteilhafter Weise kann der Aufnahmebeutel als Stoffbeutel ausgebildet sein, insbesondere aus Mikrofaser, Seide, Baumwolle oder dergleichen. Hierdurch lässt sich eine leichte, atmungsaktive und platzsparende Ausgestaltung des Aufnahmebeutels realisieren. Zudem lässt sich so eine hautverträgliche Ausgestaltung erreichen. Diese Maßnahmen tragen zu einem hohen Tragekomfort des Suspensoriums bei.
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Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann die Kordel als geflochtene Kordel ausgebildet sein. Auf Grund der größeren Rauigkeit einer geflochtenen Kordel bietet diese einen besseren Halt, so dass das Risiko eines unbeabsichtigten Lösens der Kordel reduziert ist. Dies trägt zu einer zuverlässigen Positionierung sowie Ruhigstellung des Penis nebst Hodensack und Hoden auch bei aktiven Tätigkeiten wie Sport bei.
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Im Konkreten kann an der Kordel ein Kordelstopper vorgesehen sein. Dadurch kann eine in der Handhabung einfache und schnellere Anpassung des Umfangs der Öffnung am zweiten Ende des Aufnahmebeutels erfolgen. Dabei sind beide Enden der Kordel durch den Kordelstopper geführt, so dass hiermit eine Schnelleinstellung ohne Binden der Kordel erfolgen kann.
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In vorteilhafter Weise kann das zweite Ende des Aufnahmebeutels an dem in Tragestellung dem Körper zugewandten Bereich (Rückseite) eine Schnürung ähnlich eines Schnürschuhes aufweisen (Schnürschuhmechanismus). Die Schnürung kann eine vorzugsweise längliche Aussparung aufweisen, wobei beidseitig hierzu Ösen oder vorzugweise randvernähte Öffnungen angebracht sind, durch die mäanderartig eine Kordel geführt ist. Hierdurch lässt sich ein größeres Umfangsspektrum der Öffnung am zweiten Ende des Aufnahmebeutels erreichen, ohne (bspw. über den Umfang des Kordelkanals) viele Falten im Kordelkanal hervorzurufen.
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Zudem kann im Bereich des zweiten Endes des Aufnahmebeutels, insbesondere im Bereich der dem Penisschaft zugewandten Seite des Kordelkanals, zumindest abschnittsweise eine vorzugsweise dünne Silikonschicht aufgetragen werden. Hiermit kann die Griffigkeit zwischen Aufnahmebeutel und Penisschaft erhöht werden. Dies trägt zu einem verbesserten Sitz des Suspensoriums auch bei aktiven Tätigkeiten bei.
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Die Erfindung wird in den Figuren näher erläutert, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente ggf. lediglich einmal mit Bezugszeichen versehen sind. Es zeigen:
- 1 ein Ausführungsbeispiel eines Suspensoriums in einer Vorderansicht (Blick auf die in Tragestellung vom Träger abgewandte (Außen-)Seite),
- 2 das Suspensorium aus 1 in einer Rückansicht (Blick auf die in Tragestellung dem Träger zugewandte (Innen-)Seite),
- 3a,b das Suspensorium aus 1 in Tragestellung, und zwar einmal in Vorderansicht bzw. Körpervorderseite (3a) und einmal in Rückansicht bzw. Körperrückseite (3b),
- 4 eine Ausgestaltung des Suspensoriums aus 1 in einer Vorderansicht, in der zwischen Hüftgurt und Aufnahmebeutel eine Befestigungseinrichtung mit Haken und Ösen bzw. Augen vorgesehen ist,
- 5 eine Ausgestaltung des Suspensoriums aus 1 in einer Vorderansicht, in der zwischen Hüftgurt und Aufnahmebeutel eine Befestigungseinrichtung jeweils mit Ösen in Hüftgurt und Aufnahmebeutel mit einer Höheneinstellungskordel vorgesehen ist,
- 6 eine Ausgestaltung des Suspensoriums aus 1 in einer Rückansicht, wobei das zweite Ende des Aufnahmebeutels mittels eines Schnürschuhmechanismus im Umfang einstellbar ist, und
- 7 den Kordelkanal in der dem Penisschaft zugewandten Seite des Aufnahmebeutels in einer vergrößerten Ansicht.
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1 zeigt ein Suspensorium für Sportler, das insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist, und zwar mit Blick auf dessen in Tragestellung vom Körper abgewandten Bereich 28 (Vorderseite 28). Das Suspensorium 10 weist einen geschlossenen Aufnahmebeutel 12 zur Aufnahme von Penis und Hodensack mit Hoden auf.
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Der Aufnahmebeutel 12 ist mit einem ersten Ende 14 an einem längeneinstellbaren Hüftgurt 16 befestigt. Der Hüftgurt 16 kann auf den Körperumfang der das Suspensorium 10 tragenden Person 18 angepasst werden (siehe 3).
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Der Aufnahmebeutel 12 weist an dem vom ersten Ende 14 abgewandten zweiten Ende 20 eine in ihrem Umfang mittels einer Kordel 22 einstellbare Öffnung 24 auf (siehe 1). Die Kordel 22 ist durch einen Kordelkanal 26 geführt, der sich um den Umfang der Öffnung 24 erstreckt.
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Durch die Öffnung 24 können Penis und Hodensack mit Hoden in den Aufnahmebeutel 12 eingeführt und der Aufnahmebeutel 12 an einem proximalen Abschnitt des Penisschafts (Penisansatz nahe am Körperrumpf) befestigt werden. Hierzu kann die Öffnung 24 durch Zusammenziehen der Kordel 22 verengt und an den Penisschaft und/oder die Tragewünsche der das Suspensorium 10 tragenden Person 18 angepasst werden. Die Enden der Kordel können zu einer Schleife 40 gebunden werden (siehe 2).
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Der Aufnahmebeutel 12 weist in einem an den Hüftgurt 16 angrenzenden und in Tragestellung vom Körper abgewandten Bereich 28 (Vorderseite 28) eine weitere Öffnung 30 auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die weitere Öffnung 30 einen elliptischen Querschnitt auf und ist an ihrer Kontur mittels einer Naht 32 randvernäht. Die weitere Öffnung 30 erlaubt ein Urinieren bzw. Wasserlassen auch ohne Abnehmen des Suspensoriums. Zudem erlaubt die weitere Öffnung 30 eine Penisentfaltung bei Spontanerektion.
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Für eine bessere Passform können am Hüftgurt 16 Nähte 34 vorgesehen sein, die jeweils einen Abschnitt des Hüftgurts 16 derart fixieren, dass sich an diesen Stellen jeweils eine angewinkelte Stellung des Hüftgurts 16 ergibt. Hierzu ergibt sich an den Nähten 34 eine doppelte Lage des Hüftgurts 16, wobei die doppelte Lage bspw. einen dreieckförmigen Querschnitt aufweisen kann.
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Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Aufnahmebeutel 12 fest am Hüftgurt 16 befestigt, und zwar am Hüftgurt 16 vernäht. Dadurch ist der Aufnahmebeutel 12 nicht zerstörungsfrei vom Hüftgurt 16 lösbar.
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Bei den beiden Ausführungsformen aus 4 und 5 kann der Aufnahmebeutel 12 alternativ hierzu mittels einer Befestigungseinrichtung am Hüftgurt befestigt sein, die derart eingerichtet ist, dass die Position des Aufnahmebeutels 12 relativ zum Hüftgurt 16 einstellbar ist. Dadurch ist in Tragestellung des Suspensoriums 10 eine Höheneinstellung des Aufnahmebeutels 12 möglich. Dies kann mittels einer Haken 42 - Ösen 44 - Verbindung (siehe 4) oder mittels Ösen oder randvernähten Öffnungen (siehe 5), wie z.B. einem Knopfloch im Hüftgurt 46, Ösen oder randvernähten Öffnungen wie z.B. einem Knopfloch 48 am ersten Ende 14 des Aufnahmebeutels 12 und einer darin mäanderartig hin- und hergeführten weiteren Kordel (Höheneinstellungskordel 50) gelöst sein, wie oben beschrieben.
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2 zeigt das Suspensorium mit Blick auf den in Tragestellung vom Körper zugewandten Bereich 29 (Rückseite 29). Am Hüftgurt 16 kann an einem Ende 33 eine Verschlusseinrichtung 35 in Form einer Klemmeinrichtung 35 zum Fixieren einer vorgenommenen Längeneinstellung vorgesehen sein. Die Klemmeinrichtung 35 kann als Verschließe 35, insbesondere als metallisch ausgebildete Verschließe 35 ausgebildet sein. Anstelle der Klemmeinrichtung 35 kann auch eine andere Verschlusseinrichtung 35 eingesetzt werden, wie oben beschrieben. An seinem anderen Ende 36 kann der Hüftgurt 16 eine Dreiecksfaltung 38 aufweisen, mittels der ein Einführen des Endes 36 in die Klemmeinrichtung 35 erleichtert wird. Der Hüftgurt 16 kann an der Dreiecksfaltung 38 verklebt oder vernäht sein.
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Der Hüftgurt 16 ist aus unelastischem Gurtband, insbesondere aus unelastischem Baumwollband, ausgebildet. Der Aufnahmebeutel 12 ist als Stoffbeutel 12 ausgebildet, und zwar aus Mikrofaser. Die Kordel 22 ist als geflochtene Kordel 22 ausgebildet (größere Rauigkeit und besserer Halt). Optional kann an der Kordel 22 ein Kordelstopper vorgesehen sein (nicht dargestellt), über den eine Schnelleinstellung erfolgen kann, ohne dass die Enden der Kordel 22 zu einer Schleife 40 gebunden werden müssen.
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6 zeigt eine Ausgestaltung des Suspensoriums 10 mit einer Schnürung (Schnürschuhmechanismus) mit Blick auf den in Tragestellung dem Körper zugewandten Bereich 29 (Rückseite). Dabei ist in den Aufnahmebeutel 12 beginnend vom zweiten Ende 20 in Richtung des ersten Endes 14 eine Aussparung 52 eingebracht, bspw. eine Rechteck- oder eine spitz zulaufende Dreieck- bzw. Trapezaussparung 52, die zu Verstärkungszwecken im Inneren des Aufnahmebeutels 12 mit einer Lasche 54 hinterlegt ist. Die Lasche 54 ist mit dem Aufnahmebeutel 12 über eine Naht 55 verbunden.
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Rechts und links neben der Aussparung 52 befinden sich Ösen oder randvernähte Öffnungen 56, bspw. ein Knopfloch 56, durch die eine Kordel 22 mäanderartig hin- und hergeführt werden kann, dann in die eine Kordelkanalöffnung 27 eingeführt, durch den Kordelkanal 26 einmal hindurch, und am anderen Ende des Kordelkanals 27 wieder ausgeführt wird. Somit kann der Umfang der Öffnung 24 signifikant verengt werden, ohne dass im Bereich des Kordelkanals viele Falten entstehen.
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7 zeigt den Bereich des zweiten Endes 20 des Aufnahmebeutels 12, und zwar den Bereich der dem Penisschaft zugewandten Seite des Kordelkanals 26. Hier kann eine dünne Silikonschicht 58 aufgetragen sein, um die Griffigkeit zwischen Aufnahmebeutel 12 und Penisschaft zu erhöhen.
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Ein Anlegen des Suspensoriums 10 läuft folgendermaßen ab:
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Wie zuvor bereits erläutert, weist der Aufnahmebeutel 12 an seinem zweiten (unteren) Ende 20 die Öffnung 24 auf, die man mittels der Kordel 22 anpassen, insbesondere verengen, kann. In die Öffnung 24 führt man den Penis und den Hodensack nebst Hoden ein. Danach wird die Öffnung 24 mittels der Kordel 22 verengt und in dieser Stellung fixiert, wozu die Enden der Kordel 22 zu einer Schleife 40 zusammengebunden werden können. Zwischen Penisansatz und Aufnahmebeutel 12 sollte an der Öffnung 24 noch ein wenig Luft verbleiben, z.B. sollte dort ein kleiner Finger noch zwischen Penisansatz und Aufnahmebeutel 12 passen. Dann klappt man den Hüftgurt 16 und den Aufnahmebeutel 12 nebst Penis, Hodensack und Hoden hoch in Richtung Hüfte, wo man dann den Hüftgurt 16 umlegt und befestigt. Das Suspensorium 10 ist dann fertig angelegt und befindet sich in Tragestellung (siehe 3).