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Die Erfindung betrifft eine Bedieneinrichtung für Druckmaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine solche Vorrichtung dient dazu, den Druckprozess und die Funktionen an einer Offsetdruckmaschine von einem Bildschirmterminal aus zu steuern.
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Bei bekannten Vorrichtungen liefert der Bildschirm Informationen und bestätigt die eingegebenen Kommandos. Über das Bildschirmterminal lassen sich für den Fall der Rollenverarbeitung Ausschießschemata eingeben. Auf dem Bildschirm ist ein Diagramm der Plattenpositionen darstellbar. Die Eingabe erfolgt von Hand am Steuerpult. Weiterhin ist ein Abtastgerät zur Gewinnung von Voreinstelldaten für Farbdosierelemente neben dem Bildschirmterminal mit der zentralen Steuereinheit verbunden. Außerdem kann die Passereinstellung bezogen auf die einzelnen Druckseiten am Steuerpult unter Zuhilfenahme des Bildschirms korrigiert werden.
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Hierzu wird in der
DE 27 28 738 B2 eine Einrichtung zur Kontrolle und Regelung der Farbgebung an Druckmaschinen beschrieben, zu der eine Bedieneinheit, bestehend aus einer Tastatur mit leuchtenden Bedienelementen und einer Digitalanzeige gehört und die in Kombination mit einer Serie von Leuchtdiodenreihen arbeitet. Je nach Anzeige der Leuchtdiodenreihen oder der Digitalanzeige wird die Bedienung irgendeiner Taste der Bedieneinrichtung notwendig.
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Der komplexe Aufbau und die vielfältigen Funktionen der ganzen Einrichtung erfordern aber sehr viel Übersicht und Einfühlungsvermögen vom Bedienungspersonal. Wenn auch Fehlbedienungen durch eine Schaltlogik vermindert werden können, ist es doch von Nachteil, dass das Bedienungspersonal gezwungen ist, sich dauernd neu zwischen Anzeigen und Eingaben zu orientieren.
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Bei einem Fernverstellsystem zur Steuerung der Druckbilderzeugung an Druckmaschinen gemäß
DE 31 00451 A1 ist an einem zentralen Bedienpult ein Basisoperationssystem mit Bedien-, Anzeigeelement und Ansteuereinheit für die Farbzonenfernverstellung angeordnet, dem auch die Verstelleinheiten für die Duktorantriebe und die gesamte Registerverstellung zugeordnet werden können. Für alle Operationen sind Umschaltungen notwendig, um den Arbeitsbereich festzulegen. So ergibt sich auch hier wieder eine Vielzahl von Bedienungselementen, die Übersicht erfordern und zu dem vom Bauaufwand her sehr komplex werden. Die Bedienung ist zwar zentralisiert, muss aber durch gezielte Vorauswahl beeinflusst werden. Ebenso ist die Steuerung der Farbzonenfernverstellung für die einzelnen Dosierelemente noch vom zentralen Bedienpult getrennt.
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Eine Verbesserung ergibt sich aus der
DE 32 20 622 C2 , die eine Vorrichtung zur Steuerung der Farbführung beschreibt. An einem Bildschirm zur Steuerung ist die ganze Bildschirmoberfläche von einer druckempfindlichen, durchsichtigen Schicht überdeckt, die zur Auslösung von Steuersignalen mit der Steuereinheit verbunden ist. Innerhalb des Rasters der Schicht sind Eingabefelder vorgesehen, deren Funktion nach einem Maschinenplan bestimmbar ist, so dass Farbwerke oder Druckwerke innerhalb des Maschinenplans anwählbar sind. Auf dem Bildschirm werden in Verbindung mit dem Maschinenplan Störungsmeldungen angezeigt.
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In DE-Z: Regelungstechnische Praxis 1979, Heft 1, S. 10-16 ist die Gestaltung von Grafikbildern für Farbsichtgeräte in Prozesswarten abgehandelt, wozu Gesichtspunkte zur Darstellung einer Prozess-Anlagen-Struktur, von Zuständen der Aggregate, von Verfahrensfließbildern mit eingeblendeten aktualisierten Prozessgrößen und über verwendete Farbkodierung vorgestellt werden. Ein berührempfindlicher Bildschirm geht aus der
US 42 30 967 hervor.
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Aus
DE 10 2014 116 011 A1 ist eine Bedieneinrichtung in einem Bediensystem einer Druckmaschine bekannt, das sicherheitstechnisch und ergonomisch verbessert wird. Dazu werden der Bedienoberfläche Bedienelemente zur Verschiebung von Anzeige- und / Bedienelementen zugeordnet. Weiterhin werden sicherheitsrelevanten Bedienelementen Abdeckelemente zugeordnet, die den Zugriff auf die Bedienelemente freigeben oder sperren.
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Aus
DE 10 2013 206 806 A1 ist ein Verfahren zum Bedienen einer Druckmaschine, ein computerlesbares Speichermedium und eine Bedieneinrichtung einer Druckmaschine bekannt, die eine berührungsempfindliche Anzeigeeinrichtung aufweist. Dort wird eine erste Übersichtsanzeige anzeigt und in Reaktion auf eine Bedienhandlung wird der Inhalt so verändert, dass eine erste Menge von Symbolen angezeigt wird. Bei Berührung eines Elements im Vorratsbereich der Anzeigeeinrichtung wird ein Symbol aus der ersten Menge selektiert und in einen Positionierungsbereichs der Anzeigeeinrichtung verschoben. Benutzt werden hierbei ein computerlesbares Speichermedium und eine Bedieneinrichtung einer Druckmaschine.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiterzubilden, dass die Einstellung, Überwachung und Steuerung in Druckmaschinen in ihrer Anordnung zur Führung des Bedienungspersonals so weiterentwickelt wird, dass das die Bediensicherheit in Verbindung mit der Bedienergonomie spürbar verbessert wird.
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Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.-Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Das Bediensystem der Steuerungseinrichtung für Druckmaschinen wird in Verbindung mit berührungsempfindlichen Monitoren erstellt.
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Erfindungsgemäß ist eine Einrichtung zur Bedienung der Steuerungseinrichtung in einer Druckmaschine, der ein Steuerpult zugeordnet ist, vorgesehen. An dem Steuerpult ist für die Bedienung wenigstens ein Anzeigebildschirm mit berührungsempfindlicher Bildschirmoberfläche (Touch-Monitor) vorgesehen. In Verbindung mit der berührungsempfindlichen Bildschirmoberfläche ist eine Bedienoberfläche (Bildschirmmaske) mit Anzeige- und Bedienelementen einer Steuerungseinrichtung der Druckmaschine anzeigbar, so dass die Druckmaschine damit bedienbar ist. Räumlich getrennt von der Bedienoberfläche ist auf der Bildschirmoberfläche eine Sidebar (balkenförmiger Bedienbereich) zur Aufnahme von funktionell übergeordneten Anzeige-/Auswahlelementen entlang wenigstens einer Seitenkante des Anzeigebildschirms vorgesehen.
In der Sidebar sind Bedienelemente für die Auswahl und Anzeige von Bildschirmoberflächen in Programmebenen der Steuerungseinrichtung vorgesehen. In der Bedienoberfläche und/oder der Sidebar sind direkt oder indirekt Steuerungselemente angeordnet, mit deren Hilfe anzeigbare und auswählbare Bedienelemente innerhalb des Bediensystems verschiebbar sind.
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Vorteilhaft sind in der Sidebar Bedienelemente zur Auswahl und Anzeige von Funktionsdarstellungen zur Bedienung der Druckmaschine innerhalb von voneinander verschiedenen Programmebenen für die Ansteuerung von auf Funktionsbereiche der Druckmaschine bezogenen Bedienbereichen vorgesehen. In der Bedienoberfläche sind dazu Bedienelemente für Funktionen vorgesehen, die ausgehend von einer übergeordneten Steuerungshierarchie in der Sidebar zusammengefasst angeordnet sind.
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Vorteilhaft ist dabei in der Sidebar wenigstens ein Bedienelement zur Auswahl und Anzeige einer Programmebene für die bedienerspezifische Auswahl von Bedienfunktionen auf der Bedienoberfläche vorgesehen.
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Vorteilhaft ist weiterhin in der Sidebar wenigstens ein Bedienelement zur Auswahl und Anzeige einer Programmebene für die Bedienung einer Druckmaschine im Einrichte- und/oder Produktionsbetrieb vorgesehen, wobei eine Bedienoberfläche mittels der die bedienerspezifischen Auswahl von Bedienfunktionen enthaltende auf einem Touch-Bildschirm dargestellt vorgesehen ist.
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Vorteilhaft ist zur Auswahl und Anzeige der die bedienerspezifische Auswahl von Bedienfunktionen der Druckmaschine enthaltenden auf einem Touch-Bildschirm dargestellten Bedienoberfläche mittels eines Bedienelements für Favoriten eine Programmebene für die Einstellung der Druckmaschine anwählbar. Zur Anzeige und Auswahl von für die Maschinenbedienung verfügbaren Bedienfunktionen ein die verfügbaren Bedienfunktionen repräsentierender Satz von Bedienelementen in einem Auswahlfeld darstellbar vorgesehen.
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Vorteilhaft ist weiterhin zur Auswahl von zur Maschinenbedienung verfügbaren Bedienfunktionen der die verfügbaren Bedienfunktionen repräsentierende Satz von Bedienelementen in einem Auswahlfeld über wenigstens ein dem Auswahlfeld zugeordnetes Listenfeld nach Funktionsbereich und/oder Funktionsgruppen gesteuert darstellbar.
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Vorteilhaft ist zur gezielten Auswahl von den für die Maschinenbedienung verfügbaren Bedienfunktionen eine beeinflussbare Anzahl von Bedienelementen aus einem Auswahlfeld gesteuert in eine Vorschaufeld verschiebbar vorgesehen.
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Vorteilhaft ist, dass die nach Auswahl zur Maschinenbedienung als Bedienelemente aus einem Auswahlfeld gesteuert in eine Vorschaufeld verschobenen Bedienfunktionen in dem Vorschaufeld nach den Bedienelementen zugeordneten Funktionskennungen in Funktionsgruppen zusammengefasst darstellbar sind und dass die Benennung der Funktionsgruppen gruppiert dargestellt wird.
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Vorteilhaft ist, dass die Benennung der Funktionsgruppen und/oder der Bedienelemente automatisch aus übergeordneten Funktionsbezeichnungen abgeleitet oder individuell anpassbar ist.
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Vorteilhaft ist weiterhin, dass zugeordnet zu Funktionsgruppen und/oder Bedienelemente Statusanzeigen und/oder Schemadarstellungen der Druckmaschine oder deren Aggregate aus einem allgemeinen in einen individuell gestaltbaren Bereich verschiebbar vorgesehen sind.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
- 1A, 1B eine erste zugrundeliegende Bedienoberfläche,
- 2A, 2B eine zweite zugrundeliegende Bedienoberfläche,
- 3 eine allgemeine Bedienoberfläche in einer Programmebene für einen Produktionsprozess,
- 4 eine erfindungsgemäße Bedienoberfläche in einer Programmebene für Favoriten,
- 5 eine erfindungsgemäße Bedienoberfläche für eine beispielhafte Zusammenfassung von Favoriten,
- 6 eine Bedienoberfläche für eine Programmebene zur Durchführung von Einstellungen an der Druckmaschine,
- 7 eine Bedienoberfläche für eine Einstellung von Favoriten im Vorbereitungszustand,
- 8 eine Bedienoberfläche für eine Einstellung von Favoriten nach Durchführung einer Favoritenauswahl und
- 9 eine erfindungsgemäße Bedienoberfläche für eine beispielhafte Zusammenfassung von Favoriten
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Am Bedienungsleitstand von Steuerungseinrichtungen an Druckmaschinen werden vielfach zur Bedienung von Maschinenfunktionen berührungssensitive Bedienmonitore (Touch- Monitore) eingesetzt, um die Bedienung einfach, intuitiv und schnell umsetzbar gestalten zu können.
In einer der Erfindung zugrundeliegenden Einrichtung für die Bedienung einer Maschinensteuerung einer Druckmaschine werden gemäß den 1A, 1B, 2A und 2B in eine Bedienoberfläche einer Steuerungseinrichtung für Druckmaschinen neben den funktionsbezogenen Schaltelementen, die zur Navigation in der Maschinensteuerung dienen, noch spezielle Schaltelemente integriert, die der Verbesserung der Bedienergonomie dienen.
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Auf einem Bedienmonitor ist eine Bedienoberfläche 1 des Steuerungseinrichtung jeweils mit einer an sich bekannten seitlichen Navigationsbar / Navigationsleiste versehen, die als Sidebar 2 bezeichnet wird. Über Schaltelemente in der Sidebar 2 wird auf der obersten Ebene der Funktionshierarchie navigiert und er Inhalt der Bedienoberfläche 1 bestimmt. Standardmäßig ist die Sidebar 2 auf der rechten Bildschirmseite angeordnet. In bestimmten Bediensituationen oder bestimmte Bediengewohnheiten kann es sinnvoller sein, die Sidebar 2 auf der linken Bildschirmseite anzuordnen. Aus diesem Grund wurde in die Sidebar 2 selbst im unteren Bereich ein zusätzliches Schaltelement integriert, das der Verlagerung der Sidebar 2 auf dem Bedienmonitor dient, so dass ein einfacher und schneller Wechsel der Lage der Sidebar 2 vom rechten Bildschirmrand auf die gegenüberliegende linke Seite des Bedienmonitors und umgekehrt ermöglicht wird.
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Weiterhin kann eine Steuerungseinrichtung für eine Druckmaschine bei Bedarf mit zwei Touch-Monitoren ausgestattet sein, wobei jeder Touch-Monitor eine jeweils mit spezifischen Inhalten versehene Bedienoberfläche 1.1 und 1.2 aufweist. Die beiden Touch-Monitore können dabei in einer Zuordnung zu einem Bedienpult derart übereinander angeordnet sein, dass ein erster Touch-Monitor in geringer Entfernung und leichter Schräglage vor dem Bedienplatz an der Vorderseite des Bedienpults angeordnet ist. Der zweite Touch-Monitor kann mit seiner Unterkante an die Oberkante des ersten Touch-Monitors anschließend parallel zu dem ersten Touch-Monitor und oberhalb von dem ersten Touch-Monitor in einer vorzugswese steileren Schräglage angeordnet sein.
Die am Bedienleitstand und dessen Bedienpult zur Verfügung stehenden Funktionen sind in den Bedienoberflächen 1.1 und 1.2 auf den oberen und den unteren Touch-Monitor aufgeteilt.
In der Bedienoberfläche 1.1 des oberen Touch-Monitors (siehe 2A) können Inhalte der Steuerungseinrichtung, etwas betreffend die Maschinensteuerung, eine Inline-Messanlage oder ein Fernwartungssystem, angezeigt und bedient werden. In der Bedienoberfläche 1.2 auf dem unteren Touch-Monitor (siehe 2A) kann eine Steuerung zur Bedienung von Maschinenfunktionen beim Rüsten der Druckmaschine angezeigt und über die Touch-Oberfläche bedient werden.
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Die Bedienung des oberen Touch-Monitors kann über die Dauer eines Bedienprozesses ergonomisch ungünstig sein, daher wird vorgeschlagen, dass in die Sidebar 2 wie weiter oben ausführt ebenfalls im unteren Bereich ein Schaltelement integriert wird, das einen einfachen Austausch der Bedienoberflächen 1.1 und 1.2 zwischen dem oberen und dem unteren Touch-Monitor ermöglicht (siehe 2B). Dies kann dann erfolgen, wenn Einrichtungs-, Kontroll- oder Wartungsvorgänge ablaufen, die eine ständige Bedienung der Inhalte der standardmäßig dem oberen Touch-Monitor zugeordneten Inhalte erfordern.
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Erfindungsgemäß sollen jedoch weitere Verbesserungen für die Arbeit am Bedienleitstand durch die Einführung einer Favoritenfunktion für die Zusammenstellung von Bedienfunktionen erreicht werden.
Die erfindungsgemäße Funktion kann mit verschiedenen Begriffen wie benutzerdefinierte Toolbox oder Favoriten-Toolbox bezeichnet werden. Im Folgenden wird auf einer Programmebene der Begriff Favoriten als geeignet angesehen. Folgende Grundbegriffe werden in der Beschreibung verwendet:
- 1. Ansicht: Rechteckiger Teilbereich des Bildschirms, in dem Informationen angezeigt werden und/oder Eingaben möglich sind. (allgemein auch: Widget)
- 2. Bedienoberfläche = Bildschirmmaske (Anwendung): Eine von einer Anwendung (Maschinensteuerung, Farbfernsteuerung, System zentraler Bedienfunktionen, etc.) bereit gestellte Ansicht. (allgemein: Tool)
- 3. Funktion: Bedienoption, der in der Regel eine Bildschirmmaske zugeordnet ist. Das Aus-führen der Funktion oder des Wechsels in die Bildschirmmaske erfolgt meist durch das Tippen auf eine zugehörige Schaltfläche.
- 4. Programmebene: Oberste Navigationsebene, der eine Bildschirmmaske mit ggf. einer Ansicht und mehreren gruppierten Schaltflächen von Funktionen zugeordnet ist. (allgemein auch: Workbench)
- 5. Schaltelement: Über Touch-Monitor bedienbare oder per Maus anklickbare Tasten oder sonstige Elemente innerhalb der Bildschirmmasken.
- 6. Übersichtsdarstellung: Darstellung aller Bildschirmmasken und Funktionen des Leitstands als Schalt-flächen. Sie dient dazu, sich einen Überblick über die verfügbaren Funktionen zu verschaffen oder auch eine bestimmte Funktion zu suchen und anzuwählen. (allgemein auch: Sitemap)
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Die Funktionen und Ansichten des Maschinenleitstands werden dem Benutzer in einem Navigationssystem zur Steuerung einer Druckmaschine über eine Übersichtsdarstellung und einzelnen Programmebenen zur Verfügung gestellt. Während die Übersichtsdarstellung alle Funktionen anbietet, werden in den Programmebenen nur ausgewählte Funktionen und Ansichten angeboten.
Innerhalb der Übersichtsdarstellung und der Programmebenen sind die Funktionen in Gruppen angeordnet. Der Funktionsumfang, die Anordnung, die Gruppierung und die Beschriftung der Gruppen und Schaltflächen der Funktionen sind fest vorgegeben und können nicht vom Benutzer geändert werden. Tippt der Benutzer auf eine solche Schaltfläche, wird in die zur Funktion gehörende Bildschirmmaske gewechselt.
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Eine Übersichtsdarstellung ist hier als Bedienoberfläche nicht gezeigt. In der Übersichtsdarstellung werden zu verschiedenen in der Steuerung angebotenen Programmebenen neben Schaltflächen der Funktionen auch spezielle Ansichten oder Ansichtselemente angezeigt, wie etwa eine Darstellung einer Druckmaschine in einer Programmebene für einen ausgewählten Funktionsumfang.
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In 3 ist zur Erläuterung der Darstellung einer so genannten Programmebene eine Darstellung einer Bedienoberfläche 1 in einem Programmbereich mit einem Funktionsumfang für die Bedienung eines Produktionsprozesses gezeigt.
Hierbei sind einer Übersichtsdarstellung 3 für eine zu bedienende Druckmaschine verschiedene Darstellungen von Bedienelementen in Funktionsgruppen 4.1 bis 4.6 zu Bedienfunktionen zugeordnet, welche während der Druckproduktion benötigt werden.
Eine erste Funktionsgruppe 4.1 betrifft hier die Bedienung des Arbeitsgangs z.B. durch Einschalten.
Eine weitere Funktionsgruppe 4.2 betrifft die Bedienung bei Einstellungen in Bezug auf den Bedruckstoff und zur Anpassung der Bogenführung.
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Eine weitere Funktionsgruppe 4.3 betrifft die Bedienung bei Einstellungen zum Register der gedruckten Bedruckstoffe während des Druckbetriebs.
Eine weitere Funktionsgruppe 4.4 betrifft die Bedienung bei der Beeinflussung von Maschineneinstellungen der Druckmaschine.
Eine weitere Funktionsgruppe 4.5 betrifft die Bedienung bei Einstellungen zum Färben, Feuchten und Lackieren.
Eine weitere Funktionsgruppe 4.6 betrifft die Bedienung bei Einstellungen zum Einrichten und Steuern von Aggregaten an der Druckmaschine.
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In einer weiteren Funktionsgruppe 4.7 ist eine Reihe von Bedienelementen für Grundfunktionen der Druckmaschine angeordnet.
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Mit einer zusätzlichen Programmebene Favoriten soll dem Benutzer die Möglichkeit eröffnet werden, sich einen an seinen individuellen Arbeitsgewohnheiten orientierten Umfang an Funktionen und Anzeigen in einer speziellen Programmebene zusammenzustellen.
Weiterhin sollen in diesem Zusammenhang Funktionen vom Benutzer auch zu neu zu definierenden Gruppen zusammengefasst werden können. Diese können dann etwa an intern vorgegebene Arbeitsabläufe angepasst werden.
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In 4 ist eine Beispieldarstellung für eine Programmebene Favoriten gezeigt. Dort sind in verschiedenen Bereichen Funktionssteuerelemente aus den Funktionsbereichen der Druckmaschine zugeordneten Auswahlbereichen 5.1 bis 5.6 zu den Themen Vorbereitung, Einstellungen, Produktion, Farbregelung und Aggregate dargestellt. Die dort gezeigten Funktionssteuerelemente können für eine spezifische Zusammenstellung ausgewählt werden.
In einem weiteren Bereich 4.7 zur Darstellung von allgemeinen Funktionssteuerelementen für Maschinenfunktionen sind in diesem Fall die vorhandenen Auswahlmöglichkeiten angegraut dargestellt und daher nicht auswählbar. Diese Maschinenfunktionen können beispielsweise in einer oder mehreren Bildschirmmasken ständig vorgehalten werden.
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In einer Programmebene für Favoriten ergeben sich verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten. Grundsätzlich ist die Programmebene für Favoriten ist eine eigenständige Programmebene, die sich an der Funktionalität der Favoriten orientiert und für die der Benutzer die in diesem Bereich befindlichen Funktionen und Ansichten eigenständig auswählen, nach Bedarf zusammenstellen und zusätzlich noch gruppieren kann.
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Zur Funktionsanwahl der Programmebene für Favoriten ist eine spezielle Schaltfläche 6 in einer Sidebar 2 der Bedienoberfläche 1 vorgesehen.
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In 5 ist in diesem Zusammenhang eine Bedienoberfläche 1 in der Programmebene zur Darstellung von für die Bedienung ausgewählten Favoriten mit einer beispielhaften Belegung durch spezifische Bedienfunktionen 7.1 bis 7.4 aus dem Bereich Farbregelung dargestellt.
Hierbei sind ebenso beispielhaft als Favorit ausgewählte weitere Bedienfunktionen 7.5 und 7.6 gezeigt, die im gegenwärtigen Zustand der Maschinenbedienung nicht anwählbar ist, da sie angegraut angezeigt wird. Diese Blockierung der Auswahl wird in den Steuerungsalgorithmen der Druckmaschine hinterlegt, so dass die zusätzlichen Bedienfunktionen nur in einem weiteren von dem gegenwärtigen unterschiedenen Zustand der Maschinenbedienung zur Auswahl freigegeben werden.
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Grundsätzlich gilt in diesem Zusammenhang, dass Funktionen, die prinzipiell an der oder jeder Druckmaschine vorhanden sind, die aber in einem jeweilig spezifischen Maschinenzustand aktuell nicht verfügbar sind bzw. verfügbar gemacht werden dürfen, in einer ausgegrauten Darstellung angezeigt werden. Diese Bedienfunktionen sind dann nicht bedienbar.
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Der Programmebene für die Favoriten ist ein eigener Bedienbereich zugeordnet. Für die Zusammenstellung von Funktionen innerhalb dieser Programmebene ist eine für die Favoritenauswahl vorgesehene Bildschirmmaske ausgebildet. Die Auswahl dieser Bedienoberfläche erfolgt über eine Bildschirmmaske der Funktionen für diejenigen Favoriten, deren Bedienschaltflächen in einer Programmebene für Einstellungen aufzufinden ist. Die Anwahl der Bedienung der Auswahl von Funktionen für Favoriten erfolgt gemäß 6 in der Programmebene für Einstellungen mittels des Auswahlelements 9. Die Anwahl der Einstellungen erfolgt wiederum über ein Auswahlelement 8 in der Sidebar 2.
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In 7 ist eine Bedienoberfläche 1 für eine Programmebene Einstellungen dargestellt. Die Bedienoberfläche 1 dieser Funktion teilt sich in zwei Abschnitte auf:
- 1. Es ist ein Auswahlfeld 10 mit aktuell verfügbaren Bedienelementen 13.1 bis 13.6, sowie diesen zugeordnet zwei aufklappbaren Auswahllisten 11 zur Filterung der hinterlegten Bedienfunktionen dargestellt.
- 2. Ein Vorschaufeld 12, welches eine verkleinerte Vorschau der späteren Bedienoberfläche 1 der Programmebene „Favoriten“ zeigt, in der eine ggf. größere aber begrenzbare Anzahl von Schaltflächen platziert werden kann.
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In 7 ist eine Bedienoberfläche 1 mit einem leeren Vorschaufeld 12 für Favoritenfunktionen dargestellt.
Die Bedienelemente 13.1 bis 13.6 der Funktionen im Auswahlfeld werden über zwei Auswahllisten 11 gefiltert. Die linke Auswahlliste 11 zeigt die verfügbaren Programmebenen an. In der rechten Auswahlliste 11 werden die Gruppen der jeweiligen links gewählten Programmebene angezeigt.
In dem Auswahlfeld 10 unter den Auswahllisten 11 werden die noch nicht in der Vorschau platzierten Schaltflächen der Gruppe angezeigt. Müssen mehr Schaltflächen angezeigt werden als Platz vorhanden ist, wird ein Schiebebalken eingeblendet.
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Die Menge und Sortierung der verfügbaren Programmebenen, Gruppen und Funktionen entspricht der Anzeige dieser Elemente in einer grundsätzlichen Übersichtsdarstellung für die Bedienmöglichkeiten der Druckmaschine.
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Bedienelemente 13.1 bis 13.6, die bereits im Vorschaufeld 12 platziert sind, werden nicht mehr im Auswahlfeld 10 angezeigt.
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Bedienelemente (hier nicht gezeigt) von Funktionen, die prinzipiell an der Maschine vorhanden sind, aber temporär nicht verfügbar sind werden sowohl im Auswahlfeld wie auch im Vorschaufeld angezeigt. In der Programmebene „Favoriten“ sind die Schaltflächen dann aber gesperrt.
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Mittels einer Drag-and-drop-Funktion durch Markieren mit einer Mausfunktion und festhalten des angewählten Bedienelementes über die Maustaste können die Bedienelemente 13.1 bis 13.6 aus dem Auswahlfeld 10 in das Vorschaufeld 12 gezogen werden. Mögliche Positionen werden in einem Raster werden beim Ziehen farbig hinterlegt angezeigt. Wird ein Bedienelement 13.1 bis 13.6 über dem Vorschaufeld 12 mittels Freigabe über die Maustaste losgelassen, platziert sich die Schaltfläche im entsprechenden Feld (in 7 links).
Befand sich dort bereits eine Schaltfläche, wird diese aus der Vorschau entfernt.
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Bereits platzierte Bedienelemente 13.1 bis 13.6 können durch Ziehen aus dem Vorschaufenster 12 heraus aus diesem entfernt werden.
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In 8 ist eine Bedienoberfläche 1 mit einem mittels Bedienelementen 13.1 bis 13.7 in Zuordnungen zu Funktionsgruppen 14.1 bis 14.3 für Favoritenfunktionen gefüllten Vorschaufeld 12 gezeigt.
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Werden Bedienelemente 13.1 bis 13.7, die mit einem gleichen Überschriftentext in Bezug auf ihren Funktionszusammenhang versehen sind, nebeneinander oder übereinander platziert, so bilden diese automatisch gemeinsam eine Gruppe bzw. Funktionsgruppe 14.1 bis 14.3.
Das bedeutet, dass sich bei nebeneinanderliegenden Bedienelementen 13.1 bis 13.7 die Überschrift bis über die Bedienelemente rechts davon ausdehnt (in 7: Funktionsgruppe in der Mitte). Bei übereinanderliegenden Schaltflächen entfällt die Überschrift bei den unteren Schaltflächen (in 8: Funktionsgruppe auf der rechten Seite).
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Eine Funktionsgruppe wird rechts und links durch graue Linien von anderen Bedienelementen 13.1 bis 13.7 oder Funktionsgruppen 14.1 bis 14.3 abgegrenzt.
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Zur besseren individuellen Gliederung können Überschriftstexte geändert werden. Um eine Überschrift zu ändern, muss auf die Überschrift bzw. auf die Fläche, die die Überschrift einnehmen würde geklickt werden.
Zur Individualisierung der Bedienoberflächen jedes Bedieners ist vorgesehen, eine Einstellungsmaske mit einem Überschriftendialog bereitzustellen, der hier aber nicht gezeigt wird. Dort erscheint ein Dialog, in dem die Überschriften der Bedienelemente und/oder Funktionsgruppen geändert werden können.
Je nachdem welche Position ein Bedienelement innerhalb einer Funktionsgruppe hat, kann dann zwischen zwei Optionen gewählt werden:
- a) Die Überschrift nur für eine Funktion ändern.
- b) Die Überschrift für eine ganze Funktionsgruppe ändern.
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Während des Bediendialogs wird ggf. mittels Hinweistexten davor gewarnt, dass durch derartige Umbenennungen der Zusammenhalt der Darstellung einer Funktionsgruppe aufgelöst werden kann.
Daher kann es vorkommen, dass dann wenn eine Überschrift nur für eine Schaltfläche geändert wird, dass eine Funktionsgruppe in verschiedene kleinere Funktionsgruppen oder einzeln positionierte Bedienelemente aufgeteilt wird.
Eine versehentliche Änderung hingegen kann rückgängig gemacht werden, indem dem Bedienelement wieder die alte Überschrift gegeben wird.
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Bisher können vom Benutzer nur die Schaltflächen von Funktionen in der Programmebene „Favoriten“ angeordnet werden.
Es ist auch möglich, spezielle Ansichten wie das Maschinensymbol und andere Statusanzeigen in der Programmebene „Favoriten“ anordnen zu können.
Diese Ansichten können dann ggf. (anders als die Schaltflächen) innerhalb des Rasters auch in ihrer Größe geändert werden.
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In der aktuellen Implementierung gibt es nur eine Programmebene „Favoriten.
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Es ist vorgesehen, dass sich jeder einzelne Bediener eine individuelle Programmebene „Favoriten“ anlegen kann. Mit der Anmeldung des Bedieners am Leitstandsystem der Druckmaschine kann danach auch eine selbsttätige Umschaltung der Bedienoberfläche 1 auf die jeweilige individuelle Programmebene „Favoriten“ dieses Bedieners erfolgen. Die Zuordnung zum Bediener wird mittels eines Anzeige-/ Auswahlelementes 15 in der Sidebar 2 dargestellt und bedienbar gemacht.
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In 9 ist eine Programmebene für Favoritenfunktionen mit einer beispielhaften Belegung für eine individuelle Funktionsauswahl gezeigt.
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Hierbei sind in einer Funktionsgruppe 14.1 Funktionen zu einer Funktionalität Bedruckstoff zusammengefasst. Vorgesehen sind hier als Favoriten die Bedienelemente 13.1 für Bedruckstoffeinstellungen und 13.2 für eine Auftragstasche.
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Weiterhin sind in einer Funktionsgruppe 14.2 Funktionen zu einer Funktionalität Anleger zusammengefasst. Vorgesehen sind hier als Favoriten die Bedienelemente 13.3 für eine Anlage und 13.4 für einen Anleger.
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Hierbei sind in einer Funktionsgruppe 14.3 Funktionen zu einer Funktionalität Produktion zusammengefasst. Vorgesehen sind hier als Favoriten die Bedienelemente 13.5 für Automatikfunktionen, 13.6 für Maschineneinstellfunktionen, 13.7 für Luft, 13.8 für Färben, Feuchten, Lack und 13.9 für Register.
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Weiterhin sind in einer Funktionsgruppe 14.4 Funktionen zu einer Funktionalität Ausleger zusammengefasst. Vorgesehen sind hier als Favoriten die Bedienelemente 13.10 für einen Ausleger und 13.11 für einen Bestäuber.
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Schließlich sind noch in einer Funktionsgruppe 14.4 Funktionen zu einer Funktionalität Einstellungen zusammengefasst. Vorgesehen sind hier als Favoriten die Bedienelemente 13.12 für DZW (Druckzylinder-Waschvorrichtung), 13.13 für GTW (Gummituch-Waschvorrichtung), 13.14 für FWW (Farbwerkswaschvorrichtung), 13.15 für APL, 13.16 für Einlaufen, 13.17 für Waschmittel und 13.18 für Farbschieberkorrekturen .
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Diese spezifische Zusammenstellung von Bedienelementen 13.1 bis 13.18 ist auf der Bedienoberfläche 1 nach dem Auswahlelement 15 in der Sidebar 2 dem Bediener „Stefan's“ zugeordnet
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Bedienoberfläche
- 1.1 - 1.2
- Bedienoberfläche
- 2
- Sidebar
- 4.1 - 4.7
- Funktionsgruppen
- 5.1 - 5.6
- Funktionsgruppen
- 6
- Auswahltaste Favoriten
- 7.1 - 7.4
- ausgewählte Bedienfunktionen
- 8
- Auswahlelement Einstellungen
- 9
- Auswahlelement Favoriten
- 10
- Auswahlfeld
- 11
- Auswahllisten zur Filterung
- 12
- Vorschaufeld
- 13.1 - 13.18
- als Favoriten auswählbare / ausgewählte Bedienelemente
- 14.1 - 14.5
- im Favoritenbereich gebildete Funktionsgruppen
- 15
- Anzeige-/Auswahlelement für individuelle Favoritendarstellung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 2728738 B2 [0004]
- DE 3100451 A1 [0006]
- DE 3220622 C2 [0007]
- US 4230967 [0008]
- DE 102014116011 A1 [0009]
- DE 102013206806 A1 [0010]