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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial, ein Herstellungsverfahren für den Vliesstoff und eine Kofferraumabdeckung für ein Fahrzeug, bei der der Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial verwendet wird.
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Vliesstoffe sind Stoffe, die auf eine derartige Weise hergestellt werden, dass verschiedene Fasern, einschließlich Naturfasern, chemischer Fasern, Glasfasern und Metallfasern Stoffbahnen ausbilden und die Stoffbahnen durch physikalische oder chemische Verfahren miteinander verbunden werden. Vliesstoffe werden aufgrund der jüngsten Entwicklungen in der chemischen Industrie und der Massenproduktion von Hochleistungsprodukten zu geringen Kosten in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt.
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Zu den Gebieten, auf denen Vliesstoffe verwendet werden, gehört der Bereich, der Fahrzeuginnenraummaterialien (Türverkleidungen, Dachhimmel, Sitze, usw.) betrifft, wobei hier Innenraummaterialien aus Polyvinylchlorid (PVC), welches eine geringwertige Gestalt und Textur hat, stetig durch Innenraummaterialien mit zahlreichen Funktionalitäten ersetzt werden.
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Darüber hinaus wird auf dem Gebiet der Vliesstoffe ständig geforscht und weiterentwickelt, um eine weiche und luxuriöse Aufmachung wie bei Leder zu erhalten.
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Die obige Beschreibung der verwandten Technik soll lediglich dem besseren Verständnis des allgemeinen Hintergrundes der vorliegenden Erfindung dienen und nicht als der Stand der Technik verstanden werden, der dem Fachmann auf dem Gebiet wohlbekannt ist.
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Verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung sind darauf gerichtet, bereitzustellen: einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial, der durch Vernadeln einer Stoffbahn hergestellt wird, die durch Mischen von Polyethylenterephthalat- (PET) -Stapelfasern und niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern hergestellt wird, ein Herstellungsverfahren für den Vliesstoff sowie eine Kofferraumabdeckung unter Verwendung des Vliesstoffes für ein Fahrzeuginnenraummaterial.
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Verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung sind darauf gerichtet, bereitzustellen: einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial, der hergestellt wird durch Durchführen eines Thermokompressionsformverfahrens, um eine durch einen Vernadelungsvorgang verursachte Dickenabweichung zu verbessern, und Durchführen eines Prägemuster-Formverfahrens auf einer Seite des Vliesstoffes, um die Qualität des Erscheinungsbildes des Vliesstoffes zu verbessern, ein Herstellungsverfahren für den Vliesstoff und eine Kofferraumabdeckung, bei der der Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial verwendet wird.
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Verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung sind darauf gerichtet, ein Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial bereitzustellen. Das Verfahren weist das Ausbilden eines Filzes durch Mischen von niedrigschmelzendes-PET- (niedrigschmelzendes Polyethylenterephthalat) -Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120 bis 140 und 150 bis 170°C und PET-Stapelfasern und das Durchführen eines Thermokompressionsformens des Filzes auf.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Ausbilden des Filzes auf: Ausbilden des Filzes durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 15 bis 25 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht und von PET-Stapelfasern in einer Menge von 75 bis 85 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Ausbilden des Filzes das Ausbilden einer Stoffbahn durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und der PET-Stapelfasern und das Ausbilden des Filzes durch Vernadeln der Stoffbahn auf.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Verfahren ferner das Ausbilden eines Prägemusters auf einer Seite des Filzes auf.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Verfahren ferner das Durchführen eines Bindemittelbeschichtungschrittes durch Imprägnieren einer Seite des Filzes mit einem phosphorhaltigen Flammschutzmittel und einem Acrylbindemittel auf.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Verfahren ferner das Beschichten einer Seite des Filzes mit einem Acrylpolymer auf.
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Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial bereit, der durch Thermokompressionsformen eines Filzes hergestellt ist, wobei der Filz durch Mischen von Polyethylenterephthalat- (PET) -Stapelfasern und niedrigschmelzendes-PET-(niedrigschmelzendes Polyethylenterephthalat) -Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120 bis 140°C und 150 bis 170°C ausgebildet wird.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird der Filz durch Mischen von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 15 bis 25 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht und von PET-Stapelfasern in einer Menge von 75 bis 85 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht ausgebildet.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Filz ein Prägemuster auf einer Seite des Filzes.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der Filz eine aus einem phosphorhaltigen Flammschutzmittel und einem Acrylbindemittel gebildete Bindemittelbeschichtungsschicht auf einer Seite des Filzes auf.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der Filz eine aus einem Acrylpolymer gebildete Druckschicht auf einer Seite des Filzes auf.
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Verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung sind darauf gerichtet, eine Kofferraumabdeckung für ein Kraftfahrzeug bereitzustellen. Die Kofferraumabdeckung weist auf: ein Gehäuse, dessen beide Endabschnitte durch die Fahrzeugkarosserie abgestützt sind und das einen Öffnungsschlitz aufweist, der an einer Seite des Gehäuses ausgebildet ist, eine Wickelrolle, die drehbar in dem Gehäuse vorgesehen ist und elastisch abgestützt ist, um sich in einer Richtung entgegengesetzt zu dem Öffnungsschlitz zu drehen, und einen Vliesstoff, der um die Wickelrolle gewickelt ist, um durch eine äußere Kraft nach außen herausgezogen zu werden, wobei der Vliesstoff durch Thermokompressionsformen eines Filzes hergestellt ist, der durch Mischen von Polyethylenterephthalat- (PET) -Stapelfasern und niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120 bis 140°C und 150 bis 170°C ausgebildet ist.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der Vliesstoff durch Mischen von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 15 bis 25 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht und PET-Stapelfasern in einer Menge von 75 bis 85 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht ausgebildet.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Vliesstoff ein Prägemuster auf einer Seite des Vliesstoffes.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der Vliesstoff eine aus einem phosphorhaltigen Flammschutzmittel und einem Acrylbindemittel gebildete Bindemittelbeschichtungsschicht auf einer Seite des Vliesstoffes auf.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der Vliesstoff auf einer Seite des Vliesstoffes eine aus einem Acrylpolymer gebildete Druckschicht auf.
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Die obigen und weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden mit Hilfe der folgenden ausführlichen Beschreibung deutlicher, wenn sie in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen betrachtet wird.
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In den Zeichnungen zeigen:
- 1 eine Darstellung, die eine Struktur eines Vliesstoffes für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
- 2 eine Ansicht, die einen Zustand zeigt, in welchem eine Kofferraumabdeckung für ein Kraftfahrzeug gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung innerhalb eines Fahrzeugs angeordnet ist,
- 3 eine Ansicht, die eine Struktur einer Kofferraumabdeckung ist für ein Fahrzeug gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt,
- 4 ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- 5 ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- 6 ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und
- 7 eine Ansicht, die eine Vorrichtung zum Messen der Flexibilität zeigt.
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Es wird angemerkt, dass die angehängten Zeichnungen nicht notwendigerweise maßstabsgetreu sind, wobei sie eine etwas vereinfachte Darstellung verschiedener Merkmale darstellen, die die Grundprinzipien der vorliegenden Erfindung erläutern. Die spezifischen Gestaltungsmerkmale der vorliegenden Erfindung, wie sie hier offenbart sind, einschließlich beispielsweise bestimmter Abmessungen, Ausrichtungen, Positionen und Formen werden zum Teil durch die besondere beabsichtigte Anwendung und durch das Nutzungsumfeld bestimmt.
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Die Bezugszeichen in den Figuren beziehen sich auf gleiche oder gleichwertige Teile der vorliegenden Erfindung.
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Nachfolgend wird ausführlich auf verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung Bezug genommen, wobei Beispiele hierfür in den angehängten Zeichnungen erläutert und nachfolgend beschrieben sind. Obgleich die Erfindung in Verbindung mit beispielhaften Ausführungsformen beschrieben ist, wird angemerkt, dass die Erfindung durch die vorliegende Beschreibung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt ist. Im Gegenteil soll die Erfindung nicht nur die beispielhaften Ausführungsformen sondern auch zahlreiche Alternativen, Modifizierungen, Entsprechungen und andere Ausführungsformen miteinschließen, die im Geist und Umfang der Erfindung wie durch die angehängten Ansprüche definiert enthalten sein können.
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Die folgende ausführliche Beschreibung ist vorgesehen, um den Leser dabei zu unterstützen, die Verfahren, Vorrichtungen und/oder Systeme zu verstehen, die hier beschrieben sind. Dementsprechend wird der Fachmann auf dem Gebiet verschiedene Änderungen, Modifizierungen und Entsprechungen der Verfahren, Vorrichtungen und/oder Systeme erkennen, die hier beschrieben sind. Der Ablauf von Verarbeitungsprozessen, die hier beschrieben sind, ist beispielhaft. Die Abfolge von Arbeitsschritten ist jedoch nicht auf die hier dargestellte Offenbarung beschränkt und kann wie auf dem Gebiet bekannt geändert werden, mit Ausnahme von Arbeitsschritten, die notwendigerweise in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen. Darüber hinaus wird auf jeweilige Beschreibungen von bekannten Funktionen und Konstruktionen aus Gründen einer verbesserten Klarheit und Genauigkeit verzichtet.
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Darüber hinaus werden nachfolgend beispielhafte Ausführungsformen mit Bezug auf die angehängten Zeichnungen im Einzelnen beschrieben. Die beispielhaften Ausführungsformen können jedoch in unterschiedlichen Formen ausgeführt sein und sollen nicht als auf die hier dargestellten Ausführungsformen beschränkt betrachtet werden. Diese Ausführungsformen sind vorgesehen, damit die vorliegende Offenbarung genau und vollständig ist, und vermitteln dem Fachmann auf dem Gebiet die beispielhaften Ausführungsformen vollständig. Gleiche Bezugszeichen beziehen sich im gesamten Dokument auf gleiche Elemente.
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Es wird angemerkt, dass wenn die Begriffe erster, zweiter usw. verwendet werden, um verschiedene Elemente zu beschreiben, diese Elemente nicht durch diese Begriffe beschränkt sind. Diese Begriffe werden lediglich verwendet, um ein Element von einem anderen zu unterscheiden. Der Begriff „und/oder“, wie er hier verwendet wird, umfasst jegliche Kombination von einem oder mehreren der jeweils aufgelisteten Elemente.
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Es wird angemerkt, dass wenn ein Element als mit einem anderen Element „verbunden“ bezeichnet wird, es direkt mit dem anderen Element verbunden sein kann, oder dass auch dazwischenliegende Elemente vorhanden sein können. Wenn dagegen ein Element als „direkt“ mit einem anderen Element „verbunden“ bezeichnet wird, gibt es keine dazwischenliegenden Elemente.
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Begriffe, die hier verwendet werden, werden lediglich dazu verwendet, bestimmte Ausführungsformen zu beschreiben, und sollen die vorliegende Erfindung nicht einschränken. Ausdrücke im Singular schließen eine Pluralbedeutung mit ein, es sei denn, der Kontext weist ausdrücklich auf etwas anderes hin.
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Nachfolgend wird im Einzelnen auf die beispielhaften Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung Bezug genommen, wobei Beispiele hierfür in den angehängten Zeichnungen dargestellt sind, wobei sich gleiche Bezugszeichen im gesamten Dokument auf gleiche Elemente beziehen.
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1 ist eine Darstellung, die eine Struktur eines Vliesstoffes 100 für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
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Wie in 1 gezeigt, ist ein Vliesstoff 100 für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß der Ausführungsform mit einem Filz 110 versehen, der durch Mischen von PET- (Polyethylenterephthalat) -Stapelfasern und niedrigschmelzendes-PET (niedrigschmelzendes Polyethylenterephthalat) -Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120 bis 140°C und 150 bis 170°C ausgebildet ist.
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Der Filz 110, der durch Mischen von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und PET-Stapelfasern ausgebildet ist, wird hergestellt durch Ausbilden einer Stoffbahn durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und der PET-Stapelfasern und durch Vernadeln der Stoffbahn.
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Die PET-Stapelfasern können PET-Stapelfasern aufweisen, die einen Schmelzpunkt im Bereich von etwa 250-270°C, vorzugsweise einen Schmelzpunkt von etwa 260°C haben.
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Die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser ist eine niedriger-Schmelzpunkt-PET-Stapelfaser mit einem Schmelzpunkt, der niedriger ist als der Schmelzpunkt einer allgemeinen Stapelfaser. Die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser kann eine PET-Stapelfaser mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120-140°C und eine PET-Stapelfaser mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 150-170°C aufweisen. Zum Beispiel können niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 130°C verwendet werden, können niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160°C verwendet werden oder können niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern verwendet werden, die damit gemischt sind.
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Die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern, die in der Faser enthalten sind, können in einer Menge von 15-25 Gew.-% basierend auf dem Fasergesamtgewicht vorliegen. Wenn der Anteil der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern geringer als 15 Gew.-% ist, wird der Anteil der PET-Stapelfasern relativ hoch, wodurch sich die Qualität des Erscheinungsbildes verschlechtern kann, was eine Verschlechterung der Schärfe und Verformbarkeit des Prägemusters miteinschließt, wobei nur die Flexibilität und die Wärmebeständigkeit des Vliesstoffes 100 hervorragend sind. Darüber hinaus kann es bei diesem Vliesstoff 100 als Fahrzeuginnenraummaterial zu Problemen bezüglich der Lebensdauer kommen.
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Wenn dagegen der Anteil an niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mehr als 25 Gew.-% beträgt, wird der Anteil an niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern relativ hoch und sind somit die Eigenschaften in Bezug auf die Wärmealterungsbeständigkeit und die Feuchtigkeitsalterungsbeständigkeit schwach ausgeprägt. Aus diesem Grund ist diese Faser nicht als Fahrzeuginnenraummaterial geeignet. Darüber hinaus kommt es beim Heißpressverfahren verbreitet zu Aushärtungen aufgrund des Schmelzens von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und verschlechtert sich somit die Flexibilität des Vliesstoffes 100, was dazu führen kann, dass Knitter die Qualität des Erscheinungsbildes deutlich verschlechtern.
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Als nächstes können die PET-Stapelfasern, die in der Faser enthalten sind, in einer Menge von 75 Gew.-% bis 85 Gew.-% basierend auf dem Gesamtgewicht der Faser vorliegen. Wenn der Anteil der PET-Stapelfasern weniger als 75 Gew.-% beträgt, ist der Anteil der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern erhöht, und sind diese, wie oben beschrieben, aufgrund ihrer schlechten Wärmealterungsbeständigkeit und Feuchtigkeitsalterungsbeständigkeit nicht für eine Verwendung als Fahrzeuginnenraummaterial geeignet.
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Wenn dagegen der Anteil der PET-Stapelfasern mehr als 85 Gew.-% beträgt, wird der Anteil der PET-Stapelfasern relativ hoch und verschlechtert sich somit die Qualität des Erscheinungsbildes einschließlich einer Verschlechterung der Schärfe und Verformbarkeit des Prägemusters, während lediglich die Flexibilität und die Wärmebeständigkeit des Vliesstoffes 100 hervorragend sind. Darüber kann es bei diesem Vliesstoff 100 als Fahrzeuginnenraummaterial Probleme bezüglich der Lebensdauer geben.
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Dementsprechend ist es notwendig, das Anteilsverhältnis der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und der PET-Stapelfasern gemäß den zu implementierenden physikalischen Eigenschaften des Produktes entsprechend anzupassen.
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Die Dicke der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser und der PET-Stapelfaser kann unter Berücksichtigung der Verarbeitbarkeit und der Qualität des Erscheinungsbildes entsprechend ausgewählt werden. Die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser und die PET-Stapelfaser können vorzugsweise eine Dicke im Bereich von 1 bis 6 Denier haben. Wenn die Dicke der Faser kleiner als 1 Denier ist, kann die Verarbeitbarkeit bei der Herstellung des Vliesstoffes verringert sein, da die Dicke der Faser zu gering ist. Wenn dagegen die Dicke der Faser größer als 6 Denier ist, können die Haptik und die Qualität des Erscheinungsbildes des Vliesstoffes 100 verschlechtert sein, da die Dicke der Faser zu stark ist. Aus diesem Grund ist eine entsprechende Anpassung der Dicke der Fasern bevorzugt.
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Ein Prägemuster P kann auf einer Oberfläche des Filzes 110 ausgebildet sein. Das Prägemuster P kann durch Pressen des flachen Filzes 110 mit einer Prägeform ausgebildet werden, und das Prägemuster P kann entlang der Form der Prägeform geformt werden. Hier kann die Prägeform auf einer Oberfläche einer Anpresswalze ausgebildet sein, die in einer Vliesstoff-Herstellungsvorrichtung vorgesehen ist. Darüber hinaus ist das Prägemuster P in einer regelmäßigen oder unregelmäßigen Form ausgebildet und kann gemäß der Ausführungsform in einem regelmäßigen Muster oder einem unregelmäßigen Muster ausgebildet sein.
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Das Prägemuster P, das auf einer Seite des Filzes 110 ausgebildet ist, verleiht dem Vliesstoff 100 einen Präge-Effekt, und somit kann die Qualität des Erscheinungsbildes des Filzes 110 verbessert sein. Wenn der Vliesstoff 100 bei einer Kofferraumabdeckung eines Kraftfahrzeugs verwendet wird, kommt es darüber hinaus aufgrund des Prägemusters P zu einem Effekt der Reduzierung von Geräuschen, die durch Reibung zwischen Randabschnitten eines Öffnungsschlitzes eines Kofferraumabdeckungsgehäuses und dem Vliesstoff 100 erzeugt werden.
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Eine Bindemittelbeschichtungsschicht 120 kann auf einer Fläche des Filzes 110 ausgebildet sein, um dem Filz 110 Flammschutz und Formstabilität zu verleihen. Die Bindemittelbeschichtungsschicht 120 kann durch Imprägnieren eines phosphorbasierten Flammschutzmittels und eines Acrylbindemittels mittels eines Schaumbeschichtungsverfahrens ausgebildet sein, wobei jedoch die Bestandteile und das Ausbildungsverfahren der Bindemittelbeschichtungsschicht 120 nicht auf die oben beschriebenen Beispiele beschränkt sind.
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Das Prägemuster P kann auf einer Seite der Bindemittelbeschichtungsschicht 120 ausgebildet sein, und das Prägemuster P kann die gleiche Form wie das Prägemuster P haben, welches auf einer Seite des Filzes 110 ausgebildet ist.
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Eine Druckschicht 130 kann auf der anderen Oberfläche des Filzes 110 ausgebildet sein, um die Verschleißbeständigkeit des Filzes 110 zu verbessern und eine Funktion zum Verhindern einer Kontaminierung sicherzustellen. Die Druckschicht 130 kann eine acrylbasierte Polymerkomponente enthalten, wobei jedoch die Bestandteile der Druckschicht 130 nicht auf die oben beschriebenen Beispiele beschränkt sind.
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Der Vliesstoff 100, der oben beschrieben ist, kann für Teile von Fahrzeuginnenraummaterialien einschließlich Türverkleidungen und Sitze verwendet werden. Als ein Beispiel kann der Vliesstoff 100 für eine Kofferraumabdeckung für ein Kraftfahrzeug verwendet werden. Zur Vereinfachung der Erläuterung wird ein Beispiel beschrieben, bei dem der oben beschriebene Vliesstoff 100 bei einer Kofferraumabdeckung eines Kraftfahrzeugs verwendet wird, und wird ein Verfahren zum Herstellen des Vliesstoffes 100 für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung im Einzelnen beschrieben.
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2 ist eine Ansicht, die einen Zustand zeigt, in dem eine Kofferraumabdeckung 200 für ein Kraftfahrzeug gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung innerhalb eines Fahrzeugs angeordnet ist, und 3 ist eine Ansicht, die eine Struktur der Kofferraumabdeckung 200 für ein Fahrzeug gemäß einer Ausführungsform zeigt.
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Wie in 2 und in 3 gezeigt, ist die Kofferraumabdeckung 200 in einer Abdeckungsführungsnut angeordnet, die in einer Kofferraum-Seitenauskleidung des Fahrzeugs ausgebildet ist, und ist die Kofferraumabdeckung 200 konfiguriert, um einen Kofferraum 301 zu öffnen oder zu schließen, um verschiedene Gegenstände zu bedecken, die im Kofferraum 301 aufbewahrt werden.
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Die Kofferraumabdeckung 200 weist auf: ein Gehäuse 204, welches entgegengesetzte Endabschnitte aufweist, die durch die Fahrzeugkarosserie abgestützt sind, und welches einen Öffnungsschlitz 202 aufweist, der an einer Seite des Gehäuses 204 ausgebildet ist, eine Wickelrolle 206, die drehbar im Gehäuse 204 vorgesehen ist und elastisch abgestützt ist, um sich in einer Richtung entgegengesetzt zu dem Öffnungsschlitz 202 zu drehen, und einen Vliesstoff 100, der um die Wickelrolle 206 herumgewickelt ist, um durch eine äußere Kraft nach außen herausgezogen zu werden. Als Vliesstoff 100 kann der Vliesstoff 100 verwendet werden, der die Struktur hat, wie sie mit Bezugnahme auf die 1 beschrieben ist, und somit wird auf eine Beschreibung der gleichen Teile wie derjenigen in der obigen Beschreibung verzichtet.
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Darüber hinaus kann die Kofferraumabdeckung 200 eine Halterung 208 aufweisen, die an einem Endabschnitt des Vliesstoffes 100 vorgesehen ist, um ein Greifen des Vliesstoffes 100 zu erleichtern und um zu verhindern, dass der Vliesstoff 100 in das Gehäuse 204 gezogen wird.
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Auf der anderen Seite kann eine Geräuschreduzierungsvorrichtung 210 zum Reduzieren von Reibungsgeräuschen, die beim Herausziehen des Vliesstoffes 100 erzeugt werden, am oberen und unteren Endabschnitt des Öffnungsschlitzes 202 ausgebildet sein. Die Geräuschreduzierungsvorrichtung 210 kann aus einem weichen Bürstenelement oder PTFE (Polytetrafluorethylen) basierend auf Fluorharz hergestellt sein. Die Geräuschreduzierungsvorrichtung 210 kann mit einem Gleitelement versehen sein, welches eine Runde bearbeitete Oberfläche hat, die auf einer Oberfläche des Gleitelements ausgebildet ist, um Geräusche zu reduzieren, die erzeugt werden, wenn die Geräuschreduzierungsvorrichtung 210 mit dem Vliesstoff 100 in Kontakt ist.
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Vorangehend wurde die Struktur des Vliesstoffes 100 für ein Fahrzeug und der Kofferraumabdeckung 100, welche aus dem Vliesstoff 100 für ein Fahrzeug gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gebildet ist, beschrieben. Der technische Gedanke der vorliegenden Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt, und der Vliesstoff 100 für ein Fahrzeug kann auch bei anderen Fahrzeuginnenteilen als einer Kofferraumabdeckung 200 für ein Fahrzeug verwendet werden.
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Nachfolgend ist ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen Vliesstoffes 100 für ein Fahrzeug im Einzelnen beschrieben.
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4 ist ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff 100 für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer Ausführungsform.
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Wie in 4 gezeigt, kann ein Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial das Ausbilden eines Filzes durch Mischen von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und PET-Stapelfasern 410 und das Thermokompressionsformen des Filzes 420 aufweisen.
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Das Ausbilden eines Filzes durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und der PET-Stapelfasern umfasst das Ausbilden einer Stoffbahn durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120-140 und 150-170 °C und der PET-Stapelfasern 412, und das Ausbilden des Filzes durch Vernadeln der Stoffbahn 414. Der Vorgang des Vernadelns ist ein Vorgang zum Ausbilden eines unregelmäßigen Gewirrs in einer Stoffstruktur, in der die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und die PET-Stapelfasern quer laminiert sind.
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Die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und die PET-Stapelfasern können so gemischt sein, dass 15-25 Gew.-% der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 75-85 Gew.-% der PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht gemischt werden. Auf die Beschreibung der gleichen Teile wie derjenigen, die in der obigen Beschreibung mit Bezug auf zahlenmäßige Beschränkungen gezeigt sind, wird an dieser Stelle verzichtet, und das Versuchsbeispiel, das die Grundlage der zahlenmäßigen Beschränkung betrifft, wird in der Beschreibung des an späterer Stelle beschriebenen Versuchsbeispiels im Einzelnen beschrieben.
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Anschließend kann ein Schritt des Thermokompressionsformens des Filzes durchgeführt werden. Wenn die Stoffbahn durch Vernadeln ausgebildet ist, kann die Dicke des Filzes aufgrund des Vernadelns variieren. Der Schritt des Thermokompressionsformens des Filzes kann durchgeführt werden, um die Dickenabweichungen des Filzes zu verringern. Der Vliesstoff gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird durch eine Vliesstoff-Herstellungsvorrichtung hergestellt. Die Vliesstoff-Herstellungsvorrichtung kann eine Heizwalze und eine Gummiwalze für das Thermokompressionsformen des Vliesstoffes aufweisen. Dementsprechend wird der Filz durch die Heizwalze und die Gummiwalze der Vliesstoff-Herstellungsvorrichtung thermokompressionsgeformt, was zu einer gleichmäßigen Dicke führt.
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Der Schritt des Thermokompressionsformens des Filzes kann einen Schritt des Ausbildens eines Prägemusters auf einer Oberfläche des Filzes aufweisen. Wenn der Filz thermokompressionsgeformt wird, dann wird der Filz wie oben beschrieben zwischen der Heizwalze und der Gummiwalze hindurchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt kann ein Prägemuster, das im Filz auszubilden ist, auf einer Oberfläche der Gummiwalze ausgebildet sein. Im vorliegenden Fall werden die Prägemuster auf einer Oberfläche des Filzes ausgebildet, während der Filz zwischen der Heizwalze und der Gummiwalze hindurchläuft (420).
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Das Verfahren zum Herstellen des Vliesstoffes für Fahrzeuginnenraummaterialien kann zusätzliche Verfahren zum Ergänzen der physikalischen Eigenschaften des Filzes gemäß der Ausführungsform aufweisen. Nachfolgend werden zusätzliche Vorgänge beschrieben, die wahlweise durchgeführt werden können.
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5 ist ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren eines Vliesstoffes für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform, und 6 ist ein Ablaufdiagramm für ein Herstellungsverfahren eines Vliesstoffes für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform.
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Wie in 5 gezeigt, kann das Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform ferner einen Schritt des Ausbildens einer Bindemittelbeschichtungsschicht auf einer Seite des Filzes 430 aufweisen.
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Der Schritt des Ausbildens der Bindemittelbeschichtungsschicht 430 kann zwischen dem Schritt des Ausbildens des Filzes 410 und dem Schritt des Thermokompressionsformens des Filzes 420 erfolgen.
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Der Schritt des Ausbildens der Bindemittelbeschichtungsschicht kann einen Schritt des Imprägnierens einer Seite des Filzes mit einem phosphorhaltigen Flammschutzmittel und einem Acrylbindemittel in einem Schaumbeschichtungsverfahren aufweisen. Eine derartige Bindemittelbeschichtungsschicht kann dem Filz Flammschutz und Formstabilität verleihen.
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Wie in 6 gezeigt, kann das Herstellungsverfahren für den Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform ferner einen Schritt des Ausbildens einer Druckschicht durch Beschichten der anderen Fläche des Filzes mit einem Acrylpolymer (440) aufweisen. Hier bezieht sich die andere Fläche des Filzes auf eine Fläche des Filzes, die entgegengesetzt zu einer Fläche des Filzes ist, die die Bindemittelbeschichtungsschicht aufweist, die weiter oben mit Bezug auf die 5 beschrieben ist.
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Der Schritt des Beschichtens mit dem Acrylpolymer 440 kann zwischen dem Schritt des Ausbildens des Filzes 410 und dem Schritt des Thermokompressionsformens des Filzes 420 erfolgen.
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Der Schritt des Ausbildens der Druckschicht kann einen Schritt des Beschichtens der anderen Seite des Filzes mit einem Acrylpolymer aufweisen, und die Druckschicht kann dem Filz Abriebfestigkeit und eine Antifäulnisfunktion verleihen.
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Vorangehend wurde das Herstellungsverfahren für einen Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial beschrieben. Das Herstellungsverfahren für den Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial kann den Schritt des Ausbildens der Bindemittelbeschichtungsschicht und den Schritt des Ausbildens der Druckschicht wie oben beschrieben aufweisen, und beide Vorgänge können gemäß der Ausführungsform umfasst sein.
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Um das Verständnis zu erleichtern, werden als nächstes der Schmelzpunkt und die Begrenzung des Gewichtsverhältnisses der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und der PET-Stapelfasern, die beim Herstellungsverfahren für den Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden, unter Bezugnahme auf Versuchsdaten im Einzelnen beschrieben.
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Um den Versuch in Bezug auf die Messung der physikalischen Eigenschaften durchzuführen, wurden Stoffbahnen durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern und der PET-Stapelfasern mit den in [Tabelle1] und [Tabelle2] gezeigten Schmelzpunkten und Anteilsverhältnissen für jedes der Beispiele und Vergleichsbeispiele ausgebildet, wurde die Stoffbahn vernadelt, um Filz auszubilden, und wurde der Filz thermokompressionsgeformt, um eine physikalische Probe zu erzeugen. Im vorliegenden Fall wird der Filz durch die Heizwalze und die Gummiwalze thermokompressionsgeformt und wird ein amorphes Prägemuster auf einer Seite des Filzes ausgebildet, um die Qualität des Erscheinungsbildes des Filzes zu verbessern und die Erzeugung von Geräuschen bei Reibung zu reduzieren.
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Der Schmelzpunkt und das Anteilsverhältnis der Komponenten der physikalischen Proben gemäß [Beispiel 1] bis [Beispiel 6] und [Vergleichsbeispiel 1] bis [Vergleichsbeispiel 9] sind wie folgt:
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[Beispiel 1]
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Filz wurde durch Mischen von 85 Gew.-% PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 260 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 15 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 130°C basierend auf dem Fasergesamtgewicht ausgebildet, und der Filz wurde einem Thermokompressionsformen unterzogen, um physikalische Proben zu erzeugen. Hier haben die PET-Stapelfaser und die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser jeweils eine Faser mit einer 3d-Dicke.
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[Beispiel 2]
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Mit dem Unterschied, dass 80 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 20 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Beispiel 1].
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[Beispiel 3]
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Mit dem Unterschied, dass 75 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 25 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Beispiel 1].
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[Beispiel 4]
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Mit dem Unterschied, dass der Filz mittels PET-Stapelfasern und niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160°C ausgebildet wurde, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Beispiel 1].
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[Beispiel 5]
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Mit dem Unterschied, dass 80 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 20 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Beispiel 1].
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[Beispiel 6]
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Mit dem Unterschied, dass 75 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 25 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Beispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 1]
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Filz wurde ausgebildet durch Mischen von 90 Gew.-% PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 260 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 10 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 110 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht, und der Filz wurde einem Thermokompressionsformen unterzogen, um physikalische Proben zu erzeugen. Hier haben die PET-Stapelfaser und die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser jeweils eine Faser mit einer 3d-Dicke.
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[Vergleichsbeispiel 2]
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Mit dem Unterschied, dass 85 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 15 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 3]
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Mit dem Unterschied, dass 80 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 20 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 4]
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Mit dem Unterschied, dass 75 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 25 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 5]
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Mit dem Unterschied, dass 70 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 30 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 6]
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Mit dem Unterschied, dass 90 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 10 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 150 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 7]
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Mit dem Unterschied, dass 70 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 30 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 150 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 8]
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Mit dem Unterschied, dass der Filz mittels PET-Stapelfasern und niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160 °C ausgebildet wurde, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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[Vergleichsbeispiel 9]
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Mit dem Unterschied, dass 70 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht und 30 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160 °C basierend auf dem Fasergesamtgewicht miteinander gemischt wurden, um einen Filz auszubilden, entspricht dieses Beispiel dem Herstellungsverfahren für die physikalische Probe gemäß dem [Vergleichsbeispiel 1].
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Die Schmelzpunkte und Anteilsverhältnisse der Komponenten der physikalischen Probe gemäß [Beispiel 1] bis [Beispiel 6] und [Vergleichsbeispiel 1] bis [Vergleichsbeispiel 9] sind in der nachfolgenden [Tabelle1] und [Tabelle2] zusammengefasst.
[Tabelle1]
| | Schmelzpunkt der PET-Stapelfasern (°C) | Schmelzpunkt der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern (°C) | Anteilsverhältnis der PET-Stapelfasern (Gew.-%) | Anteilsverhältnis der niedrigschmelzendes-PET -Stapelfasern (Gew.-%) |
| Beispiel 1 | 260 | 130 | 85 | 15 |
| Beispiel 2 | 260 | 130 | 80 | 20 |
| Beispiel 3 | 260 | 130 | 75 | 25 |
| Beispiel 4 | 260 | 160 | 85 | 15 |
| Beispiel 5 | 260 | 160 | 80 | 20 |
| Beispiel 6 | 260 | 160 | 75 | 25 |
[Tabelle 2]
| | Schmelzpun kt der PET-Stapelfasern (°C) | Schmelzpunkt der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern (°C) | Anteilsverhältnis der PET-Stapelfasern (Gew.-%) | Anteilsverhältnis der niedrigschmelzendes-PET -Stapelfasern (Gew.-%) |
| Vergleichsbeispiel 1 | 260 | 110 | 90 | 10 |
| Vergleichsbeispiel 2 | 260 | 110 | 85 | 15 |
| Vergleichsbeispiel 3 | 260 | 110 | 80 | 20 |
| Vergleichsbeispiel 4 | 260 | 110 | 75 | 25 |
| Vergleichsbeispiel 5 | 260 | 110 | 70 | 30 |
| Vergleichsbeispiel 6 | 260 | 150 | 90 | 10 |
| Vergleichsbeispiel 7 | 260 | 150 | 70 | 30 |
| Vergleichsbeispiel 8 | 260 | 160 | 90 | 10 |
| Vergleichsbeispiel 9 | 260 | 160 | 70 | 30 |
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Die physikalischen Eigenschaften der physikalischen Proben gemäß [Beispiel 1] bis [Beispiel 6] und [Vergleichsbeispiel 1] bis [Vergleichsbeispiel 9] wurden mittels der folgenden Verfahren evaluiert.
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Schärfe des Prägemusters
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Die Schärfe des Prägemusters wurde unter Berücksichtigung der Prägetiefe, der Unschärfe der Oberfläche und dergleichen visuell bestimmt.
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Verschleißbeständigkeit
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Ein Teststück mit einem Durchmesser von etwa 150 mm wurde genommen, und ein Loch mit einem Durchmesser von etwa 6 mm wurde in die Mitte des Teststücks gebohrt. Das Teststück als solches wurde auf einem Abrieb-Prüfgerät des TABER-Typs, spezifiziert durch JIS L 1096 (allgemeines Stofftestverfahren), montiert, und die Verschleißbeständigkeit wurde gemäß den Bedingungen der [Tabelle 3] gemessen. Der Verschleiß der Teststückoberfläche nach der Messung ist in der Tabelle 4 gezeigt.
[Tabelle 3]
| Verwendungsstelle | Zustand | Arten von Reibrollen | Last (N(gf)) | Anzahl von Malen (Male) |
| Bogen | Starker Verschleiß | CS-10 | 4,9 (500) | 1000 |
| Verkleidungstyp | Geringerer Verschleiß | CS-10 | 4,9 (500) | 500 |
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In der Tabelle 3 bezieht sich die Last auf das Gewicht, das auf eine Seite aufgebracht wurde, und der Test wurde durch Erhöhen des Gewichts auf beiden Seiten der physikalischen Probe durchgeführt.
[Tabelle 4]
| Stufe | Grad des Verschleißes |
| 5 | Es konnten keine Anzeichen von Verschleiß beobachtet werden. |
| 4 | Die Oberfläche ist leicht fusselig oder es gibt Anzeichen für Verschleiß. |
| 3 | Fusseln sind auf dem Verschleißteil erkennbar oder die Oberfläche ist fusselfrei und das Innere ist frei von Fusseln. |
| 2 | Im Verschleißteil gibt es Fadenbruch und die Fusselbildung ist deutlich. |
| 1 | Die Rückseite ist sichtbar, da die Oberfläche stark verschlissen ist. |
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Flexibilität
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7 ist eine Ansicht, die eine Vorrichtung zum Messen der Flexibilität zeigt. Für eine Messung der Flexibilität wurden fünf Teststücke mit einer Breite von 25 mm und einer Länge von 200 mm verwendet. Anschließend, wie in 7 gezeigt, wurde das Teststück auf eine horizontale Spur mit einer glatten Oberfläche mit einer Neigung von 45° an einem Ende gelegt und wurde das Teststück mit einer Pressplatte gepresst, welche die gleiche Größe wie das Teststück hatte, so dass das Teststück mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 mm/s in Richtung zu der Neigung bewegt wurde. Die Festigkeit wird durch die Bewegungsentfernungs-Skala (Punkt-B-Skala) (mm) der Druckplatte angezeigt, wenn ein Ende des Teststücks die Neigung berührt, und ist als der Durchschnittswert der Messwerte für fünf Teststücke ausgedrückt.
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Wärmebeständigkeit
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Der Vorgang des Aussetzens des Teststücks einer Bedingung von -110°C über 2 Stunden, einer Bedingung von -40°C über 2 Stunden und einer Raumtemperatur über 2 Stunden wird über drei Zyklen wiederholt. Nach dem Test wird das Teststück in Bezug auf Abweichungen im Erscheinungsbild einschließlich Knittern evaluiert.
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Verformungszustand
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Nach dem Herstellen der Kofferraumabdeckung mit den Teststücken gemäß [Beispiel 1] bis [Beispiel 6] und [Vergleichsbeispiel 1] bis [Vergleichsbeispiel 9] wurde der Grad der Verformung des Stoffes an beiden Endabschnitten der Kofferraumabdeckung mit Bezug auf die horizontale Linie des Stoffes gemessen.
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Die Ergebnisse der Messung der physikalischen Eigenschaften der Teststücke, die auf die obige Weise gemessen wurden, sind nachfolgend in [Tabelle 5] bis [Tabelle 10] gezeigt. In [Tabelle 5] bis [Tabelle 10] sind die Ergebnisse dargestellt als ganz hervorragend (⊚), hervorragend (◯), normal (Δ) und schlecht (x), gemäß der Reihenfolge der Überlegenheit der physikalischen Eigenschaften.
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Zunächst sind in [Tabelle 5] bis [Tabelle 7] die Ergebnisse der physikalischen Eigenschaften des Teststücks gemäß dem Gewichtsverhältnis von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Schmelzpunkt von niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern gezeigt.
[Tabelle 5]
| Mischen von niedrigschmelzendem PET mit einem Schmelzpunkt von 110°C |
| Gewichtsverhältnis von niedrigschmelzendem PET | Schärfe des Prägemusters | Verschleißbeständigkeit | Flexibilität | Wärmebeständigkeit | Verformungszustand |
| Vergleichsbeispiel 1 (10 Gew.-%) | ◯ | ◯ (Stufe 4) | ◯ | △ | △ |
| Vergleichsbeispiel 2 (15 | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | ◯ | × | ◯ |
| Gew.-%)) | | | | | |
| Vergleichsbeispiel 3 (20 Gew.-%)) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | Δ | × | ⊚ |
| Vergleichsbeispiel 4 (25 Gew.-%)) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | × | × | ⊚ |
| Vergleichsbeispiel 5 (30 Gew.-%)) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | × | × | ⊚ |
[Tabelle 6]
| Mischen von niedrigschmelzendem PET mit einem Schmelzpunkt von 130 °C |
| Gewichtsverhältnis von niedrigschmelzendem PET | Schärfe des Prägemusters | Verschleißbeständigkeit | Flexibilität | Wärmebeständigkeit | Verformungszustand |
| Vergleichsbeispiel 6 (10 Gew.-%) | Δ | Δ (Stufe 3) | ⊚ | ⊚ | Δ |
| Beispiel 1 (15 Gew.-%) | ◯ | ◯ (Stufe 4) | ◯ | ◯ | ◯ |
| Beispiel 2 (20 Gew.-%) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | ◯ | ◯ | ◯ |
| Beispiel 3 (25 Gew.-%) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | Δ | Δ | ⊚ |
| Vergleichsbeispiel 7 (30 Gew.-%) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | × | × | ⊚ |
[Tabelle 7]
| Mischen von niedrigschmelzendem PET mit einem Schmelzpunkt von 160 °C |
| Gewichtsverhältnis von niedrigschmelzendem PET | Schärfe des Prägemusters | Verschleißbeständigkeit | Flexibilität | Wärmebeständigkeit | Verformungszustand |
| Vergleichsbeispiel 8 (10 Gew.-%) | Δ | × (Stufe 2) | ⊚ | ⊚ | Δ |
| Beispiel 4 (15 Gew.-%) | ◯ | Δ (Stufe 3) | ⊚ | ⊚ | ◯ |
| Beispiel 5 (20 Gew.-%) | ⊚ | ◯ (Stufe 4) | ◯ | ⊚ | ◯ |
| Beispiel 6 (25 Gew.-%) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | ◯ | ◯ | ◯ |
| Vergleichsbeispiel 9 (30 Gew.-%) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | Δ | Δ | ⊚ |
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Bei der Evaluierung des Tests in Bezug auf die physikalischen Eigenschaften wird das Teststück, wenn die Bedingungen der Verschleißbeständigkeit der Teststücke die Bedingung der Stufe 3 erfüllt, als für die Verwendung als ein Fahrzeuginnenraummaterial geeignet evaluiert. Darüber hinaus wird das Teststück als für die Verwendung als Fahrzeuginnenraummaterial geeignet evaluiert, wenn die Bedingung der Wärmebeständigkeit der Teststücke die Bedingung ganz hervorragend (⊚) als wichtigste physikalische Bedingung erfüllt.
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Mit Bezug auf die [Tabelle 5] wurde bestätigt, dass, wenn niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 110 °C verwendet wurden, die Wärmebeständigkeit ungeachtet des Gewichtsverhältnisses des niedrigschmelzenden PET schlechter war. Darüber hinaus wurde wie im Fall des [Vergleichsbeispiels 4] und des [Vergleichsbeispiels 5] bestätigt, dass die Flexibilität auch verringert war, wenn das Gewichtsverhältnis der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern erhöht war.
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Mit Bezug auf die [Tabelle 6] war die Schärfe des auf dem Vliesstoff ausgebildeten Prägemusters verschlechtert und kam es zu Verformungsphänomenen, wenn niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 10 Gew.-% hinzugefügt wurden, wie im [Vergleichsbeispiel 6] gezeigt, wenn niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 130 °C verwendet wurden. Wenn dagegen niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 30 Gew.-% beigefügt wurden, wie im [Vergleichsbeispiel 7] gezeigt, waren die Flexibilität und die Wärmebeständigkeit des Vliesstoffes verschlechtert. Wenn die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 15 Gew.-%, 20 Gew.-% bzw. 25 Gew.-% beigefügt wurden, wie in [Beispiel 1] bis [Beispiel 3] gezeigt, wurde bestätigt, dass ein Vliesstoff mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften bereitgestellt werden kann.
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Bezugnehmend auf die [Tabelle 7] war die Schärfe des auf dem Vliesstoff ausgebildeten Prägemusters verschlechtert und kam es zu Verformungsphänomenen, wenn niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 10 Gew.-% beigefügt wurden, wie in [Vergleichsbeispiel 8] gezeigt, wenn die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt von 160 °C verwendet wurden. Wenn dagegen die niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 30 Gew.-% hinzugefügt wurden, wie in [Vergleichsbeispiel 9], wurde bestätigt, dass die Flexibilität und die Wärmebeständigkeit des Vliesstoffes im Vergleich zu [Beispiel 4] bis [Beispiel 6] relativ verschlechtert waren. Wenn auf der anderen Seite niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern in einer Menge von 15 Gew.-%, 20 Gew.-% bzw. 25 Gew.-% beigefügt wurden, wie in [Beispiel 4] bis [Beispiel 6], wurde bestätigt, dass ein Vliesstoff mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften bereitgestellt werden kann.
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In den folgenden Tabellen 8-10 wurden die Ergebnisse der physikalischen Eigenschaften der in [Tabelle 5] bis [Tabelle 7] gezeigten Beispiele und Vergleichsbeispiele mit denjenigen des niedrigschmelzendes-PET-Stapelfaser-Schmelzpunktes basierend auf dem Gewichtsverhältnis der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern verglichen, und auf die Beschreibung der Eigenschaften der Testergebnisse der gleichen Teile, die in den Testergebnissen der [Tabelle 5] bis [Tabelle 7] gezeigt sind, wird an dieser Stelle verzichtet.
[Tabelle 8]
| 15 Gew.-% niedrigschmelzendes PET |
| Schmelzpunkt von niedrigschmelzendem PET | Schärfe des Prägemusters | Verschleißbeständigkeit | Flexibilität | Wärmebeständigkeit | Verformungszustand |
| Vergleichsbeispiel 2 (110°C) | Δ | ⊚ (Stufe 5) | ◯ | × | ◯ |
| Beispiel 1 (130°C) | ⊚ | ◯ (Stufe 4) | ◯ | ◯ | ◯ |
| Beispiel 4 (160°C) | ◯ | Δ (Stufe 3) | ⊚ | ⊚ | ◯ |
[Tabelle 9]
| 20 Gew.-% niedrigschmelzendes PET |
| Schmelzpunkt von niedrigschmelzendem PET | Schärfe des Prägemusters | Verschleißbeständigkeit | Flexibilität | Wärmebeständigkeit | Verformungszustand |
| Vergleichsbeispiel 3 (110°C) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | Δ | × | ⊚ |
| Beispiel 2 (130°C) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | ◯ | ◯ | ◯ |
| Beispiel 5 (160°C) | ◯ | ◯ (Stufe 4) | ◯ | ⊚ | ◯ |
[Tabelle 10]
| 30 Gew.-% niedrigschmelzendes PET |
| Schmelzpunkt von niedrigschmelzendem PET | Schärfe des Prägemusters | Verschleißbeständigkeit | Flexibilität | Wärmebeständigkeit | Verformungszustand |
| Vergleichsbeispiel 5 (110°C) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | × | × | ⊚ |
| Vergleichsbeispiel 7 (130°C) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | × | × | ⊚ |
| Vergleichsbeispiel 9 (160°C) | ⊚ | ⊚ (Stufe 5) | Δ | Δ | ◯ |
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Als ein Ergebnis des Versuchs wurde herausgefunden, dass ein Vliesstoff für Fahrzeuginnenraummaterialien mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften erzeugt werden kann, wenn der Filz durch Mischen der niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern mit einem Schmelzpunkt im Bereich von 120-140 und 150-170 °C mit PET-Stapelfasern ausgebildet wird, wenn ein Filz durch Mischen von 15-25 Gew.-% niedrigschmelzendes-PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht mit 75-85 Gew.-% PET-Stapelfasern basierend auf dem Fasergesamtgewicht ausgebildet wird.
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Der Vliesstoff, der mittels des Verfahrens zum Herstellen des Vliesstoffes für Fahrzeuginnenraummaterialien wie oben beschrieben hergestellt wird, hat hervorragende physikalische Eigenschaften und kann als Fahrzeuginnenraummaterial zu einer Gewichtsreduzierung beitragen. Der Vliesstoff gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat eine verbesserte Prägemuster-Schärfe, Verschleißbeständigkeit, Flexibilität, Wärmebeständigkeit, antistatische Funktion, Flammenbeständigkeit, Antifäulnisfunktion und die Funktion des Unterdrückens der Ausbildung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), und somit kann der Vliesstoff auf nützliche Art und Weise als Fahrzeuginnenraummaterial verwendet werden.
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Darüber hinaus kann durch die Verwendung der Heizwalze und der Gummiwalze beim Prägeschritt die Dickenabweichung des Filzes selbst geglättet werden und kann das Auftreten eines Glänzens verhindert werden. Da ein unregelmäßiges Prägemuster auf einer Oberfläche des Vliesstoffes ausgebildet ist, kann darüber hinaus die Qualität des Erscheinungsbildes verbessert werden.
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Wie aus der obigen Beschreibung ersichtlich, ist es gemäß dem bereitgestellten Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial, einem Verfahren zum Herstellen des Vliesstoffes und einer Kofferraumabdeckung, bei der der Vliesstoff für ein Fahrzeuginnenraummaterial verwendet wird, möglich, ein dreidimensionales und luxuriöses Erscheinungsbild umzusetzen, wobei die Anforderungen an ein Fahrzeuginnenraummaterial in Bezug auf die physikalischen Eigenschaften wie zum Beispiel Verschleißbeständigkeit, Flexibilität, Wärmebeständigkeit, Flammenschutz, antistatische Funktion, Antifäulnisfunktion und Unterdrückung der Bildung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) erfüllt werden.
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Zum Zweck einer vereinfachten Erläuterung und genauen Definition in den angehängten Ansprüchen werden die Begriffe „oben“, „unten“, „innen“, „außen“, „vorne“, „hinten“, usw. verwendet, um Merkmale der beispielhaften Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Positionen solcher Merkmale zu beschreiben, wie sie aus den Figuren ersichtlich sind.
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Die vorangehende Beschreibung bestimmter beispielgebender Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wurde zum Zweck der Erläuterung und Beschreibung dargestellt. Sie soll weder vollständig sein noch die Erfindung auf die genauen offenbarten Formen beschränken, und zahlreiche Modifizierungen und Variationen sind im Lichte der oben beschriebenen Lehren möglich. Die beispielgebenden Ausführungsformen wurden ausgewählt und beschrieben, um bestimmte Prinzipien der Erfindung und ihre praktische Anwendung zu erläutern, um es so einem Fachmann auf dem Gebiet zu ermöglichen, verschiedene beispielgebende Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sowie verschiedene Alternativen und Modifizierungen davon auszuführen. Es ist beabsichtigt, dass der Umfang der Erfindung durch die hier angehängten Ansprüche und deren Äquivalente definiert wird.