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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Eine integrierte Schaltung wird auf einem Halbleitersubstrat gebildet und umfasst verschiedene Vorrichtungen, wie beispielsweise Transistoren, Dioden und/oder Widerstände, die zu einer Funktionsschaltung miteinander verbunden sind. Insbesondere umfasst die integrierte Schaltung ferner Feldeffekttransistoren, wie beispielsweise Metalloxid-Halbleiter-FETs (MOSFETs) oder Komplementär-MOSFETs, die jeweils eine Gate-Elektrode zum Steuern des Kanalgebiets des entsprechenden FET umfassen. Wenn eine Halbleitervorrichtung, wie beispielsweise ein MOSFET, durch verschiedene Technologieknoten maßstäblich verkleinert wird, werden High-k-Dielektrika und Metall angewandt, um einen Gate-Stapel zu bilden. In einem Verfahren zum Bilden von Metall-Gate-Stapeln für n-Typ-MOS-Transistoren (nMOS) und p-Typ-MOS-Transistoren (pMOS) können indes beim Integrieren der Prozesse und Materialien zu diesem Zweck verschiedene Probleme auftreten. Wenn zum Beispiel ein Füllmetall zum Bilden des Metall-Gates verwendet wird, kann dies zu einer unbeabsichtigten Erhöhung der Schwellenspannung des Transistors führen. Ferner verursacht die Ungleichförmigkeit des Metall-Gates eine Schwankung bei der Vorrichtungsleistung. Somit sind zum Herstellen verschiedener Vorrichtungen in einem selben Substrat Faktoren, wie die Herstellungskosten, die Materialintegration und die Vorrichtungsleistung (wie beispielsweise die Transistorschwellenspannung und der Kontaktwiderstand), alle zu berücksichtigen. Daher ist es wünschenswert, über eine neue Vorrichtungsstruktur und das Verfahren zu deren Herstellung zu verfügen, um den vorhergehenden Sorgen mit erhöhter Schaltungsleistung zu begegnen.
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Stand der Technik zum Gegenstand der Erfindung ist beispielsweise zu finden in den Druckschriften
DE 10 2016 101 112 A1 ,
US 2017 / 0 317 177 A1 ,
US 2006 / 0 261 398 A1 ,
US 2017 / 0 162 575 A1 und
US 2015 / 0 270 177 A1 .
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Figurenliste
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Gesichtspunkte der vorliegenden Offenbarung sind bei der Lektüre der folgenden detaillierten Beschreibung im Zusammenhang mit den begleitenden Figuren am besten verständlich. Es sei betont, dass verschiedene Merkmale gemäß der Standardpraxis in der Branche nicht maßstabsgetreu sind. Tatsächlich kann es sein, dass die Abmessungen der verschiedenen Merkmale der Verständlichkeit der Erörterung halber beliebig vergrößert oder verkleinert wurden.
- 1A ist eine Draufsicht über eine Halbleitervorrichtungsstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Ausführungsform.
- 1B und 1C sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 1A gemäß einigen Ausführungsformen entlang den gestrichelten Linien AA' beziehungsweise BB'.
- 2 und 3 sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 1A gemäß einigen Ausführungsformen entlang den gestrichelten Linien CC' beziehungsweise EE'.
- 4 und 5 sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 1A entlang der gestrichelten Linie DD' gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
- 6 und 7 sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 1A entlang der gestrichelten Linie FF' gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
- 8 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Herstellen der Halbleiterstruktur gemäß einigen Ausführungsformen.
- 9 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Herstellen von Metall-Gate-Stapeln der Halbleiterstruktur gemäß einigen Ausführungsformen.
- 10A ist eine Draufsicht der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Herstellungsstufe.
- 10B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur von 10A, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, entlang der gestrichelten Linie AA'.
- 11-A ist eine Draufansicht der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Herstellungsstufe.
- 11B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur von 11A, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, entlang der gestrichelten Linie AA'.
- 12A, 13A und 14A sind Draufsichten der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in verschiedenen Herstellungsstufen.
- 12B, 13B und 14B sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur entlang der gestrichelten Linie AA', die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in jeweils verschiedenen Herstellungsstufen.
- 12C, 13C und 14C sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur entlang der gestrichelten Linie BB', die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in jeweils verschiedenen Herstellungsstufen.
- 15A ist eine Draufsicht der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Herstellungsstufe.
- 15B und 15C sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 15A gemäß einigen Ausführungsformen entlang den gestrichelten Linien AA' beziehungsweise BB'.
- 16A ist eine Draufsicht der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Herstellungsstufe.
- 16B, 16C, 16D und 16E sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 16A gemäß einigen Ausführungsformen entlang den gestrichelten Linien AA', BB', CC' beziehungsweise DD'.
- 17A ist eine Draufsicht der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Herstellungsstufe.
- 17B und 17C sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 17A gemäß einigen Ausführungsformen entlang den gestrichelten Linien AA' beziehungsweise BB'.
- 18A ist eine Draufsicht der Halbleiterstruktur, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Herstellungsstufe.
- 18B und 18C sind Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur von 18A gemäß einigen Ausführungsformen entlang den gestrichelten Linien AA' beziehungsweise BB'.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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1A ist eine Querschnittsansicht einer Halbleiterstruktur (oder eines Werkstücks) 100, die gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einer Ausführungsform. 1B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 gemäß einigen Ausführungsformen in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linien AA'. 1C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 gemäß einigen Ausführungsformen in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linien BB'. Die Halbleiterstruktur 100 und das Verfahren zu deren Herstellung sind gemeinsam unter Bezugnahme auf 1A bis 1C und andere Figuren beschrieben. In einigen Ausführungsformen ist die Halbleiterstruktur 100 auf aktiven Finnengebieten gebildet und umfasst Fin-Feldefekttransistoren (FinFETs). In einigen Ausführungsformen ist die Halbleiterstruktur 100 auf ebenen aktiven Finnengebieten gebildet und umfasst flache Fin-Feldefekttransistoren (FinFETs). Die Halbleiterstruktur 100 umfasst einen FET mit Dual-Gate-Dielektrikum, der ein n-Typ-, p-Typ-, ein Komplementär-MOSFET sein kann, der sowohl einen n-Typ-FET (nFET) als auch einen p-Typ-FET (pFET) aufweist. Als ein rein veranschaulichendes aber nicht einschränkendes Beispiel ist der FET mit Dual-Gate-Dielektrikum ein nFET.
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Die Halbleiterstruktur 100 umfasst ein Substrat 102. Das Substrat 102 umfasst ein Bulk-Siliziumsubstrat. Alternativ kann das Substrat 102 einen Elementhalbleiter, wie beispielsweise Silizium oder Germanium in einer kristallinen Struktur; einen Verbindungshalbleiter, wie beispielsweise Siliziumgermanium, Siliziumcarbid, Galliumarsenid, Galliumphosphid, Indiumphosphid, Indiumarsenid und/oder Indiumantimonid; oder Kombinationen davon umfassen. Mögliche Substrate 102 umfassen auch ein Silicon-on-Insulator-Substrat (SOI). SOI-Substrate werden unter Verwendung von Separation by Implantation of Oxygen (SIMOX), Waferbonden und/oder anderer zweckmäßiger Verfahren hergestellt.
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Das Substrat 102 umfasst auch verschiedene Isolationsmerkmale, wie beispielsweise die Isolationsmerkmale 104, die auf dem Substrat 102 gebildet sind und verschiedene aktive Gebiete auf dem Substrat 102 definieren, wie beispielsweise die ersten aktiven Gebiete 106 in einem ersten Gebiet 102A und die zweiten aktiven Gebiete 108 in einem zweiten Gebiet 102B. In der vorliegenden Ausführungsform sind die ersten aktiven Gebiete 106 für verschiedene darauf zu bildende nFETs gestaltet; und die zweiten aktiven Gebiete 108 sind für verschiedene darauf zu bildende pFETs gestaltet. Das Isolationsmerkmal 104 verwendet Isolationstechnologie, wie beispielsweise lokale Oxidation von Silizium (Local Oxidation of Silicon - LOCOS) und/oder Shallow-Trench-Isolation (STI), um die verschiedenen aktiven Gebiete zu definieren und elektrisch zu isolieren. Das Isolationsmerkmal 104 umfasst Siliziumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumoxinitrid, andere zweckmäßige dielektrische Materialien oder Kombinationen davon. Das Isolationsmerkmal 104 wird durch irgendeinen zweckmäßigen Prozess gebildet. Als ein Beispiel umfasst das Bilden von STI-Merkmalen einen Lithographieprozess, um einen Abschnitt des Substrats zu belichten, das Ätzen eines Grabens in den belichteten Abschnitt des Substrats (zum Beispiel unter Verwendung eines Trockenätzens und/oder Nassätzens), das Füllen des Grabens (zum Beispiel unter Verwendung eines chemischen Gasphasenabscheidungsprozesses) mit einem oder mehreren dielektrischen Materialien und das Planarisieren des Substrats und Entfernen überschüssiger Abschnitte des/der dielektrischen Materials/Materialien durch einen Polierprozess, wie beispielsweise einen Prozess zum chemisch-mechanischen Polieren (CMP). In einigen Beispielen kann der gefüllte Graben eine mehrschichtige Struktur aufweisen, wie beispielsweise eine thermische Oxid-Auskleidungsschicht und Füllschicht/en aus Siliziumnitrid oder Siliziumoxid.
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Die aktiven Gebiete (wie beispielsweise 106 und 108) sind diejenigen Gebiete mit Halbleiterfläche, in denen verschiedene dotierte Merkmale an einer oder mehreren Vorrichtungen, wie beispielsweise einer Diode, einem Transistor und/oder anderen zweckmäßigen Vorrichtungen gebildet und ausgebildet sind. Die aktiven Gebiete können ein Halbleitermaterial, das demjenigen des Bulk-Halbleitermaterials des Substrats 102 ähnlich ist (wie beispielsweise Silizium), oder unterschiedliches Halbleitermaterial, wie beispielsweise Siliziumgermanium (SiGe), Siliziumcarbid (SiC) oder mehrere Halbleitermaterialschichten (wie beispielsweise abwechselnd Silizium- und Siliziumgermaniumschichten), die durch epitaktisches Wachstum auf dem Substrat 102 gebildet sind, zur Leistungsverbesserung umfassen, wie beispielsweise Verspannungseffekt zur Erhöhung der Trägerbeweglichkeit. Die ersten aktiven Gebiete 106 und die zweiten aktiven Gebiete 108 weisen jeweils eine längliche Form auf, die in die X-Richtung ausgerichtet ist. Die X-Richtung ist orthogonal zur Y-Richtung, wobei sowohl die X- als auch die Y-Richtung die obere Fläche des Substrats 102 definieren. Die obere Fläche weist eine normale Richtung entlang der Z-Richtung auf, die orthogonal zu sowohl der X- als auch der Y-Richtung ist.
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In der vorliegenden Ausführungsform sind die aktiven Gebiete 106 und 108 dreidimensional, wie beispielsweise aktive Finnengebiete, die über dem Substrat 102 extrudiert sind. Die aktiven Finnengebiete werden von dem Substrat 102 extrudiert und stellen eine dreidimensionale Profilbildung für eine wirksamere Kopplung zwischen dem Kanalgebiet (oder einfach als Kanal bezeichnet) und der Gate-Elektrode bereit. Die aktiven Finnengebiete können durch selektives Ätzen zum Vertiefen der Isolationsmerkmale 104 oder selektives epitaktisches Wachstum zum Wachsen aktiver Gebiete mit einem Halbleiter, der der gleiche wie derjenige des Substrats 102 ist, oder einer Kombination davon gebildet werden. Die ersten aktiven Finnengebiete 106 und die zweiten aktiven Finnengebiete 108 werden einfach als erste Finnen 106 beziehungsweise zweite Finnen 108 bezeichnet.
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Die ersten Finnen 106 sind in dem ersten Gebiet 102A angeordnet und sind einem Isolationsmerkmal mit großen Abmessungen benachbart. Somit ist das erste Gebiet 102A ferner in zwei Untergebiete unterteilt: ein Zwischenfinnengebiet 102C und ein Isolationsgebiet 102D. Das Zwischenfinnengebiet 102C und das Isolationsgebiet 102D unterscheiden sich im Wesentlichen in der Strukturdichte und aus diesem Grund im Herstellungsverhalten. In dem Zwischenfinnengebiet 102C sind die ersten Finnen 106 dicht mit kleinen Lücken zwischen den benachbarten Finnen ausgestaltet. Obgleich die Isolationsmerkmale 104 immer noch in den Finnenlücken des Zwischenfinnengebiets vorhanden sind, sind die Abmessungen (wie beispielsweise d1 in 1A) dieser Lücken entlang der Y-Richtung im Wesentlichen kleiner als die Abmessung d2 des Isolationsmerkmals 104 in dem Isolationsmerkmal 102D. In einigen Beispielen ist das Verhältnis d2/d1 größer als 5. In einigen Beispielen ist das Verhältnis d2/d1 größer als 10. In dem Zwischenfinnengebiet 102C ist die Anzahl der ersten Finnen 106 gemäß einigen Ausführungsformen größer als 5.
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Auf ähnliche Weise ist das zweite Gebiet 102A auch in zwei Untergebiete unterteilt: ein Zwischenfinnengebiet 102E und ein Isolationsgebiet 102F. Das Zwischenfinnengebiet 102E und das Isolationsgebiet 102F unterscheiden sich auf eine dem ersten Gebiet 102A ähnliche Weise im Wesentlichen in der Strukturdichte. Insbesondere sind in dem Zwischenfinnengebiet 102E die zweiten Finnen 108 dicht mit kleinen Lücken zwischen den benachbarten Finnen ausgestaltet. Die Abmessungen dieser Lücken entlang der Y-Richtung sind im Wesentlichen kleiner als die Abmessung des Isolationsmerkmals 104 in dem Isolationsgebiet 102F, derart, dass das Verhältnis zwischen diesen zwei Abmessungen gemäß verschiedenen Beispielen größer als 5 oder größer als 10 sein kann. In dem Zwischenfinnengebiet 102E ist die Anzahl der zweiten Finnen 108 gemäß einigen Ausführungsformen größer als 5.
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Das Halbleitersubstrat 102 umfasst ferner verschiedene dotierte Merkmale, wie beispielsweise n-typ-dotierte Wannen, p-typ-dotierte Wannen, Source und Drain, andere dotierte Merkmale oder eine Kombination davon, die ausgestaltet sind, um verschiedene Vorrichtungen oder Bauelemente der Vorrichtungen zu bilden. In der vorliegenden Ausführungsform umfasst das Halbleitersubstrat 102 eine dotierte Wanne 110 eines ersten Typs in dem ersten Gebiet 102A. Die dotierte Wanne 110 ist mit einem p-Typ-Dotierstoff dotiert (und wird daher als p-Wanne bezeichnet). Die p-Wanne 110 ist in den ersten Finnen 106 gebildet. Der Dotierstoff (wie beispielsweise Bor) in der p-Wanne 110 kann durch Ionenimplantation oder eine andere zweckmäßige Technologie in die ersten Finnen 106 eingeführt werden. Zum Beispiel kann die p-Wanne 110 durch ein Verfahren gebildet werden, das das Bilden einer strukturierten Maske mit einer Öffnung auf dem Substrat 102, wobei die Öffnung das Gebiet für die p-Wanne 110 definiert; und das Durchführen einer Ionenimplantation zum Einführen eines p-Typ-Dotierstoffs (wie beispielsweise Bor) in die ersten Finnen 106 unter Verwendung der strukturierten Maske als eine Implantationsmaske umfasst. Die strukturierte Maske kann eine strukturierte Resist-Schicht, die durch Lithographie gebildet ist, oder eine strukturierte harte Maske sein, die durch Abscheidung, einen Lithographieprozess und Ätzen gebildet ist.
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Auf ähnliche Weise kann das Halbleitersubstrat 102 eine dotierte Wanne 111 von einem zweiten Typ in dem zweiten Gebiet 102A umfassen, wobei die Leitfähigkeit des zweiten Typs derjenigen des ersten Typs entgegengesetzt ist. In dem vorliegenden Beispiel ist die dotierte Wanne 111 mit einem n-Typ-Dotierstoff dotiert (und wird daher als eine n-Wanne bezeichnet). Die n-Wanne 111 ist in den zweiten Finnen 108 gebildet. Der Dotierstoff (wie beispielsweise Phosphor) in der n-Wanne 111 kann durch Ionenimplantation oder eine andere zweckmäßige Technologie in die zweiten Finnen 108 eingeführt werden.
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Die Halbleiterstruktur 100 umfasst ferner einen ersten Gate-Stapel 112, der in dem ersten Gebiet 102A angeordnet ist und eine längliche Form aufweist, die in die Y-Richtung ausgerichtet ist. Der erste Gate-Stapel 112 ist auf den ersten Finnen 106 in dem Zwischenfinnengebiet 102C angeordnet und erstreckt sich ununterbrochen von dem Zwischenfinnengebiet 102C zu dem Isolationsgebiet 102D. Der erste Gate-Stapel 112 umfasst eine dielektrische Gate-Schicht und eine darauf gebildete Gate-Elektrode. Ferner weist der erste Gate-Stapel 112 unterschiedliche Strukturen in dem Zwischenfinnengebiet 102C und dem Isolationsgebiet 102D auf, was in der Folge mit weiteren Details beschrieben wird. Der Gate-Spacer 116 kann ferner auf den Seitenwänden des ersten Gate-Stapels 112 gebildet werden. In einigen Beispielen umfasst der Gate-Spacer 116 Siliziumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumoxinitrid, anderes zweckmäßiges dielektrisches Material oder eine Kombination davon. Der Gate-Spacer 116 kann eine mehrschichtige Struktur aufweisen und kann durch Abscheiden von dielektrischem Material und dann anisotropes Ätzen, wie beispielsweise Plasmaätzen, gebildet werden.
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Die Halbleiterstruktur 100 umfasst ferner einen zweiten Gate-Stapel 114, der in dem zweiten Gebiet 102B angeordnet ist, und eine längliche Form aufweist, die in die Y-Richtung ausgerichtet ist. Der zweite Gate-Stapel 114 ist auf den zweiten Finnen 108 in dem Zwischenfinnengebiet 102E angeordnet und erstreckt sich ununterbrochen von dem Zwischenfinnengebiet 102E zu dem Isolationsgebiet 102F. Der zweite Gate-Stapel 114 umfasst eine dielektrische Gate-Schicht und eine darauf gebildete Gate-Elektrode. Der zweite Gate-Stapel 114 unterscheidet sich von dem ersten Gate-Stapel 112. Ferner weist der zweite Gate-Stapel 114 unterschiedliche Strukturen in dem Zwischenfinnengebiet 102E und dem Isolationsgebiet 102F auf. Der Gate-Spacer 116 kann ferner auf den Seitenwänden des zweiten Gate-Stapels 114 gebildet werden. Der erste Gate-Stapel 112 und der zweite Gate-Stapel 114 werden in einem Gate-Last-Prozess gebildet, in dem zuerst Dummy-Gate-Stapel gebildet und dann durch ein Verfahren, das Ätzen, Abscheidung und Polieren umfasst, durch Metall-Gate-Stapel ersetzt werden.
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Der erste Gate-Stapel 112 und der zweite Gate-Stapel 114 werden ferner mit Details unter Bezugnahme auf 2 bis 7 beschrieben, die Querschnittsansichten der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt sind, der gemäß verschiedenen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist. Genauer gesagt, ist 2 eine Querschnittsansicht des ersten Gate-Stapels 112 in dem Isolationsgebiet 102D entlang der gestrichelten Linie CC'; 3 ist eine Querschnittsansicht des zweiten Gate-Stapels 114 in dem Isolationsgebiet 102F entlang der gestrichelten Linie EE'; 4 und 5 sind Querschnittsansichten des ersten Gate-Stapels 112 in dem Zwischenfinnengebiet 102C entlang der gestrichelten Linie DD' in der Lücke zwischen den benachbarten Finnen gemäß verschiedenen Ausführungsformen; und 6 und 7 sind Querschnittsansichten des zweiten Gate-Stapels 114 in dem Zwischenfinnengebiet 102E entlang der gestrichelten Linie FF' in der Lücke zwischen den benachbarten Finnen gemäß verschiedenen Ausführungsformen. Der erste Gate-Stapel 112 und der zweite Gate-Stapel 114 sind in der Folge zum Vergleich parallel beschrieben.
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Der erste Gate-Stapel 112 umfasst ein erstes Segment in dem Isolationsgebiet 102D und ein zweites Segment in dem Zwischenfinnengebiet 102C. Das erste Segment des ersten Gate-Stapels 112 in dem Isolationsgebiet 102D ist in 2 veranschaulicht. Der erste Gate-Stapel 112 in dem ersten Segment umfasst eine dielektrische Gate-Schicht 202 und eine Gate-Elektrode. Die dielektrische Gate-Schicht 202 kann ein dielektrisches Material umfassen, wie beispielsweise Siliziumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumoxinitrid, ein High-k-Dielektrikum. In der vorliegenden Ausführungsform ist die dielektrische Gate-Schicht eine Schicht aus einem High-k-Dielektrikum, wie beispielsweise Metalloxid, Metallnitrid oder Metalloxinitrid. In verschiedenen Beispielen umfasst die Schicht aus High-k-Dielektrikum Metalloxid: ZrO2, Al2O3 und HfO2, das durch ein zweckmäßiges Verfahren gebildet wird, wie beispielsweise metallorganische chemische Gasphasenabscheidung (Metal Organic Chemical Vapor Deposition - MOCVD), physikalische Gasphasenabscheidung (PVD), Atomlagenabscheidung (ALD) oder Molekularstrahlepitaxie (MBE). In einigen Ausführungsformen wird die dielektrische Gate-Schicht 202 in einem High-k-last-Prozess gebildet, derart, dass die dielektrische Schicht U-förmig ist und die Gate-Elektrode von der unteren Fläche und den Seitenwänden umgibt. Die dielektrische Gate-Schicht 202 kann ferner eine Grenzflächenschicht umfassen, die zwischen dem Halbleitersubstrat 102 und dem High-k-Dielektrikum angeordnet ist. Die Grenzflächenschicht umfasst Siliziumoxid, das gemäß einigen Beispielen durch ALD, thermische Oxidation oder UV-Ozon-Oxidation gebildet wird.
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Immer noch unter Bezugnahme auf 2 umfasst die Gate-Elektrode des ersten Gate-Stapels 112 in dem ersten Segment eine erste Tantal-Titannitridschicht 206, eine Titan-Aluminiumnitridschicht 208 und eine zweite Tantal-Titannitridschicht 210 und eine Schicht aus Metall mit niedrigem Widerstand (Low Resistance Metal - LRM) 212, die der Reihe nach gestapelt sind. Die erste Tantal-Titannitridschicht 206, die Titan-Aluminiumnitridschicht 208 und die zweite Tantal-Titanschicht 210 sind alle U-förmig und um die LRM-Schicht 212 gehüllt. Die LRM-Schicht 212 umfasst ein Metall mit niedrigem Widerstand, wie beispielsweise Wolfram, Kupfer, Aluminium, Aluminiumkupferlegierung oder eine andere zweckmäßige Metall/Metall-Legierung mit niedrigem spezifischem Widerstand.
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Der zweite Gate-Stapel 114 umfasst auch ein erstes Segment in dem Isolationsgebiet 102F und ein zweites Segment in dem Zwischenfinnengebiet 102E. Das erste Segment des zweiten Gate-Stapels 114 in dem Isolationsgebiet 102F ist in 3 veranschaulicht. Der zweite Gate-Stapel 114 in dem ersten Segment umfasst eine dielektrische Gate-Schicht 202 und eine Gate-Elektrode. Die dielektrische Gate-Schicht 202 ist derjenigen des ersten Gate-Stapels 112 ähnlich. Zum Beispiel kann die dielektrische Gate-Schicht 202 ein dielektrisches Material umfassen, wie beispielsweise Siliziumoxid, Siliziumnitrid, Siliziumoxinitrid, ein High-k-Dielektrikum. In der vorliegenden Ausführungsform ist die dielektrische Gate-Schicht eine Schicht aus einem High-k-Dielektrikum, wie beispielsweise Metalloxid, Metallnitrid oder Metalloxinitrid, die durch ein zweckmäßiges Verfahren, wie beispielsweise MOCVD, PVD, ALD oder MBE, gebildet ist. In einigen Ausführungsformen kann die dielektrische Gate-Schicht 202 ferner eine Grenzflächenschicht umfassen, die zwischen dem Halbleitersubstrat 102 und dem High-k-Dielektrikum angeordnet ist.
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Immer noch unter Bezugnahme auf 3 umfasst die Gate-Elektrode des zweiten Gate-Stapels 114 in dem ersten Segment eine erste Tantal-Titannitridschicht 206 und eine Titan-Aluminiumnitridschicht 208. Der zweite Gate-Stapel 114 ist indes frei von LRM und ist ferner frei von der zweiten Tantal-Titannitridschicht 210. Die erste Tantal-Titannitridschicht 206 ist U-förmig und wird durch die dielektrische Gate-Schicht 202 umgeben, die in der vorliegenden Ausführungsform auch U-förmig ist. Ferner ist die Titan-Aluminiumnitridschicht 208 mit einem Leerraum (auch als Luftspalt bezeichnet) 310 gebildet, der darin definiert ist. Der erste Gate-Stapel 112 und der zweite Gate-Stapel 114 unterscheiden sich voneinander beim Vergleich des entsprechenden ersten Segments innerhalb des Isolationsgebiets, wie vorhergehend beschrieben.
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Die ersten und zweiten Gate-Stapel in den entsprechenden Zwischenfinnengebieten weisen auch unterschiedliche Strukturen auf und sind in der Folge unter Bezugnahme auf 4 und 5 beschrieben. Die entsprechende Struktur ist in 4 veranschaulicht, wenn die Anzahl der ersten Finnen 106 innerhalb des Zwischenfinnengebiets 102C größer als 5 ist; und ist in 5 veranschaulicht, wenn die Anzahl der ersten Finnen 106 innerhalb des Zwischenfinnengebiets 102D gleich 2 ist. Das zweite Segment des ersten Gate-Stapels 112 in dem Zwischenfinnengebiet 102C unterscheidet sich von dem ersten Segment.
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Unter Bezugnahme auf 4 umfasst das zweite Segment des ersten Gate-Stapels 112 in dem Zwischenfinnengebiet 102C die dielektrische Gate-Schicht 202, die derjenigen des ersten Segments ähnlich ist. Zum Beispiel umfasst die dielektrische Gate-Schicht 202 eine Schicht aus einem High-k-Dielektrikum, wie beispielsweise Metalloxid, Metallnitrid oder Metalloxinitrid. Die Gate-Elektrode des ersten Gate-Stapels 112 in dem zweiten Segment umfasst die erste Tantal-Titannitridschicht 206, die Titan-Aluminiumnitridschicht 208 und die zweite Tantal-Titannitridschicht 210. Die Gate-Elektrode des ersten Gate-Stapels 112 in dem zweiten Segment umschließt indes einen oder mehrere weitere Leerräume, wie beispielsweise die Leerräume 402 und 404. Wenn die Anzahl von Finnen in dem Zwischenfinnengebiet 102C größer als 5 ist, ist das zweite Segment frei von dem LRM.
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Das zweite Segment weist in der X-Richtung ein schmales Mittelstück auf, während das erste Segment im Wesentlichen vertikale Seitenwände aufweist. Sämtliches von dem Vorhergehenden betrifft das Verfahren zur Herstellung des Gate-Stapels und den damit verbundenen Loading-Effekt. Das zweite Segment des ersten Gate-Stapels 112 innerhalb des Zwischenfinnengebiets 102C erstreckt sich auf unterschiedlichen Ebenen über unterschiedliche Abmessungen entlang der X-Richtung. Insbesondere erstreckt sich das zweite Segment über eine erste Abmessung a1 an der oberen Fläche des ersten Gate-Stapels 112; eine zweite Abmessung a2 als die schmalste (oder Mindestabmessung) an einer bestimmten Ebene; eine dritte Abmessung a3 in der Mitte des ersten Gate-Stapels 112; und eine vierte Abmessung a4 an der unteren Fläche des ersten Gate-Stapels 112. Die Mindestabmessung a2 befindet sich an der Ebene, die im Wesentlichen mit der oberen Fläche der ersten Finnen 106 übereinstimmt oder ihnen im Wesentlichen nahe ist. Es sei erwähnt, dass die obere Fläche der ersten Finnen 106 sich über der oberen Fläche der Isolationsmerkmale 104 befindet, wobei der vertikale Höhenunterschied als Finnenhöhe H bezeichnet wird, wie in 1B veranschaulicht. Unter den vorhergehenden Abmessungen gilt a4>a3>a1>a2. In einigen Ausführungsformen ist ein erstes Verhältnis von a1/a2 größer als 1,1; ein zweites Verhältnis von a3/a2 ist größer als 1,2; und ein drittes Verhältnis von a4/a2 ist größer als 1,4.
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Wenn die Anzahl der ersten Finnen 106 gleich 2 ist, ist das erste Segment des ersten Gate-Stapels 112 innerhalb des Zwischenfinnengebiets 102D etwas unterschiedlich, wie in 5 veranschaulicht. Die Gate-Elektrode des ersten Gate-Stapels 112 in dem zweiten Segment weist immer noch ein ähnliches schmales Mittelstück auf und umfasst die erste Tantal-Titannitridschicht 206, die Titan-Aluminiumnitridschicht 208, die zweite Tantal-Titannitridschicht 210 und auch die zweite LRM-Schicht 212. Da der Leerraum 502 indes innerhalb der zweiten Tantal-Titannitridschicht 210 gebildet ist, ist die LRM-Schicht 212 nur über dem Leerraum 502 angeordnet und deckt den Leerraum 502 ab.
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Das zweite Segment des zweiten Gate-Stapels 114 in dem Zwischenfinnengebiet 102E wird unter Bezugnahme auf 6 beschrieben, wenn die Anzahl von Finnen in dem Zwischenfinnengebiet 102E gleich 2 ist, und unter Bezugnahme auf 7 beschrieben, wenn die Anzahl von Finnen in dem Zwischenfinnengebiet 102E größer als 5 ist. Unter Bezugnahme auf 7 umfasst das zweite Segment des zweiten Gate-Stapels 114 in dem Zwischenfinnengebiet 102E die dielektrische Gate-Schicht 202, die derjenigen des ersten Segments ähnlich ist. Zum Beispiel umfasst die dielektrische Gate-Schicht 202 eine Schicht aus einem High-k-Dielektrikum, wie beispielsweise Metalloxid, Metallnitrid oder Metalloxinitrid. Die Gate-Elektrode des zweiten Gate-Stapels 114 in dem zweiten Segment umfasst die erste Tantal-Titannitridschicht 206 und die Titan-Aluminiumnitridschicht 208; ist frei von der zweiten Tantal-Titannitridschicht 210 und der LRM-Schicht 212; und umschließt einen oder mehrere Leerräume, wie beispielsweise einen Leerraum 702, der eine Größe aufweist, die größer als diejenige des Leerraums 310 ist.
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Wenn die Anzahl von Finnen in dem Zwischenfinnengebiet 102E gleich 2 ist, ist die Größe des Leerraums 602 kleiner als diejenige des Leerraums 702 aber größer als diejenige des Leerraums 310. Das zweite Segment des zweiten Gate-Stapels 114 in dem Zwischenfinnengebiet 102E weist indes ein schmales Mittelstück (wie in 6 und 7 veranschaulicht) in der X-Richtung auf, während das erste Segment auf eine dem ersten Gate-Stapel 112 ähnliche Weise im Wesentlichen vertikale Seitenwände aufweist.
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Erneut unter Bezugnahme auf 1A bis 1C umfasst die Halbleiterstruktur 100 ein Kanalgebiet 124, das auf den ersten Finnen 106 gebildet ist, und unter dem ersten Gate-Stapel 112 liegt. Der Kanal 124 kann durch Ionenimplantation für die richtige Schwellenspannung oder andere Parameter abgestimmt werden. Der Kanal 124 weist einen Typ von Dotierstoff (p-Typ), der gleich demjenigen der p-Wanne 110 ist, aber in Abhängigkeit von der Anwendung und der Vorrichtungsspezifikation mit einer höheren Dotierstoffkonzentration auf.
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Die Halbleiterstruktur 100 umfasst Source/Drain-Merkmale (S/D) (oder einfach als Source und Drain bezeichnet) 126, die auf den ersten Finnen 106 auf entgegengesetzten Seiten des ersten Gate-Stapels 112 gebildet sind. Die S/D-Merkmale 126 sind mit n-Typ-Dotierstoff (wie beispielsweise Phosphor) dotiert. Die S/D-Merkmale 126 können durch Ionenimplantation und/oder Diffusion gebildet werden. Andere Verarbeitungsschritte können ferner zum Bilden der S/D-Merkmale eingeschlossen werden. Zum Beispiel kann ein Prozess zum schnellen thermischen Tempern (Rapid Thermal Annealing - RTA) verwendet werden, um den implantierten Dotierstoff zu aktivieren. Die S/D-Merkmale können verschiedene Dotierungsprofile aufweisen, die durch Implantation in mehreren Schritten gebildet werden. Zum Beispiel können zusätzliche Dotierungsmerkmale, wie beispielsweise leicht dotierte Drain-Gebiete (LDD) oder doppelt diffundierte Drain-Gebiete (DDD), eingeschlossen werden. Auch können die S/D-Merkmale 126 unterschiedliche Strukturen, wie beispielsweise erhöhte, vertiefte oder verspannte, aufweisen. Zum Beispiel kann die Bildung der S/D-Merkmale ein Ätzen zum Vertiefen der Source- und Drain-Gebiete; epitaktischen Wachstum zum Bilden epitaktischer S/D-Merkmale mit Dotierung vor Ort; und ein Tempern zur Aktivierung umfassen. Der Kanal 124 ist zwischen den S/D-Merkmalen 126 angeordnet.
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Die Halbleiterstruktur 100 umfasst ein Kanalgebiet 132, das auf den zweiten Finnen 108 definiert ist und unter dem zweiten Gate-Stapel 114 liegt. Der Kanal 132 kann durch Ionenimplantation für die richtige Schwellenspannung oder andere Parameter abgestimmt werden. Der Kanal 132 weist einen Typ von Dotierstoff (n-Typ), der gleich demjenigen der n-Wanne 111 ist, aber in Abhängigkeit von der Anwendung und der Vorrichtungsspezifikation mit einer höheren Dotierstoffkonzentration auf.
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Die Halbleiterstruktur 100 umfasst S/D-Merkmale 134, die auf den zweiten Finnen 108 auf entgegengesetzten Seiten des zweiten Gate-Stapels 114 gebildet sind. Die S/D-Merkmale 134 sind mit p-Typ-Dotierstoff (wie beispielsweise Bor) dotiert. Die S/D-Merkmale 134 können durch Ionenimplantation und/oder Diffusion gebildet werden. Andere Verarbeitungsschritte, wie beispielsweise RTA, können ferner zum Bilden der S/D-Merkmale eingeschlossen werden. Die S/D-Merkmale können verschiedene Dotierungsprofile aufweisen, die durch Implantation in mehreren Schritten gebildet werden, wie beispielsweise LDD oder DDD. Auch können die S/D-Merkmale 134 unterschiedliche Strukturen, wie beispielsweise durch ein ähnliches Verfahren zum Bilden der S/D-Merkmale 126 erhöhte, vertiefte oder verspannte, aufweisen. Der Kanal 132 ist zwischen den S/D-Merkmalen 134 angeordnet.
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In der vorliegenden Ausführungsform sind die S/D-Merkmale ein/e epitaktische/s Source und Drain. Die epitaktischen S/D-Merkmale können durch selektives epitaktisches Wachstum für den Verspannungseffekt mit verbesserter Trägermobilität und Vorrichtungsleistung gebildet werden. Die S/D-Merkmale werden durch ein oder mehrere epitaktische Wachstumsschritte (epitaktischer Prozess) gebildet, wodurch Silizium-Merkmale (Si), Siliziumgermanium-Merkmale (SiGe), Siliziumcarbid-Merkmale (SiC) und/oder andere zweckmäßige Halbleitermerkmale in einem kristallinen Zustand auf den Finnen innerhalb der Source- und Drain-Gebiete gewachsen werden (wie beispielsweise durch eine strukturierte harte Maske definiert).
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Die Halbleiterstruktur 100 kann ferner andere Merkmale umfassen, wie beispielsweise eine Zusammenschaltungsstruktur, die ferner Metallleitungen von mehreren Metallschichten umfasst, um horizontale elektrische Verbindungen bereitzustellen; Kontakte zum Bereitstellen vertikaler Verbindungen von dem Substrat zu den Metallleitungen; und Durchkontaktierungen zum Bereitstellen vertikaler Verbindungen zwischen Metallleitungen in benachbarten Metallschichten. Die Kontakte umfassen Kontakte zu Source und Drain und Gate-Kontakt zur Gate-Elektrode. Insbesondere ist der Gate-Kontakt zum ersten Gate-Stapel 112 ausgestaltet, um an dem ersten Segment des ersten Gate-Stapels 112 innerhalb des Isolationsgebiets 102C zu landen.
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Der Kanal 124, die S/D-Merkmale 126 und der erste Gate-Stapel 112 sind ausgestaltet, um einen nFET in dem ersten Gebiet 102A zu bilden. Der Kanal 132, die S/D-Merkmale 134 und der zweite Gate-Stapel 114 sind ausgestaltet, um einen pFET in dem zweiten Gebiet 102B zu bilden. Aufgrund der Strukturen des nFET und pFET weist jedes Gate eine Austrittsarbeit, die mit der entsprechenden Gate-Elektrode abgestimmt ist, und eine Schwellenspannung auf, die für verbesserte Vorrichtungsleistung verringert ist. Ferner umfasst der erste Gate-Stapel 112, wie beispielsweise der Gate-Stapel des nFET, das erste Segment innerhalb des Isolationsgebiets 102D mit einer Struktur, die sich von dem zweiten Segment innerhalb des Zwischenfinnengebiets 102C unterscheidet. Das erste Segment umfasst das LRM, während das zweite Segment frei von dem LRM ist. Wenn der Gate-Kontakt angeordnet ist und auf dem ersten Segment des ersten Gate-Stapels 112 in dem Isolationsgebiet 102D landet, wird der Kontaktwiderstand zwischen der Gate-Elektrode und dem Gate-Kontakt im Wesentlichen verringert. Das zweite Segment des ersten Gate-Stapels 112 ist auf den ersten Finnen 106 angeordnet und liegt über dem Kanalgebiet des entsprechenden nFET, wobei die Austrittsarbeit der Gate-Elektrode eine Auswirkung auf die Schwellenspannung des entsprechenden nFET aufweisen wird. Ohne das LRM in dem zweiten Segment ist die Schwellenspannung des entsprechenden nFET verringert. Wenn zum Beispiel Wolfram in dem LRM als das Füllmetall verwendet wird, weist es auch darin aufgenommenes Fluor auf. Fluor erhöht die Schwellenspannung. Die Schwellenspannung wird verringert, wenn Wolfram oder allgemein LRM von dem zweiten Segment beseitigt wird. Daher werden beim ersten Gate-Stapel 112 für nFET mit entsprechenden Strukturen für das erste Segment mit LRM in dem Isolationsgebiet 102D und das zweite Segment ohne LRM im Zwischenfinnengebiet 102C sowohl die Schwellenspannung als auch der Gate-Kontaktwiderstand verringert, was zur Erhöhung der Vorrichtungsleistung führt. Auf ähnliche Weise ist der zweite Gate-Stapel 114 für pFET auch mit verbesserter Vorrichtungsleistung gestaltet.
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8 ist ein Ablaufdiagramm des Verfahrens 800 zum Herstellen der Halbleiterstruktur 100, die einen nFET mit dem ersten Gate-Stapel 112 und einen pFET mit dem zweiten Gate-Stapel 114 von entsprechenden Strukturen in den Isolationsgebieten und den Zwischenfinnengebieten aufweist. Das Verfahren 800 ist unter Bezugnahme auf 8 und andere Figuren beschrieben. Da eine detaillierte Beschreibung unter Bezugnahme auf die 1A bis 1C und 2 bis 7 bereitgestellt ist, wird diese in der Folge nicht noch einmal wiederholt.
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Unter Bezugnahme auf Block 802 von 8 und 10A bis 10B umfasst das Verfahren 800 einen Arbeitsvorgang zum Bilden von Isolationsmerkmalen 104 in dem Halbleitersubstrat 102, wodurch ein erstes aktives Gebiet 1002 in dem ersten Gebiet 102 und ein zweites aktives Gebiet 1004 in dem zweiten Gebiet 102B gebildet wird. 10A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; und 10B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 entlang der gestrichelten Linie AA'. In dem ersten Gebiet 102A sind die ersten aktiven Gebiete 1002 innerhalb eines Zwischenfinnengebiets 102C mit einem benachbarten Isolationsgebiet 102D ausgestaltet. Auf ähnliche Weise sind in dem zweiten Gebiet 102B die zweiten aktiven Gebiete 1004 innerhalb eines Zwischenfinnengebiets 102E mit einem benachbarten Isolationsgebiet 102F ausgestaltet. Die Bildung der Isolationsmerkmale kann das Bilden einer strukturierten Maske durch Lithographie; das Ätzen des Substrats 102 durch die Öffnungen der strukturierten Maske, um Gräben zu bilden; das Füllen des Grabens mit einem oder mehreren dielektrischen Materialien; und das Durchführen eines CMP-Prozesses umfassen. Die strukturierte Maske umfasst Öffnungen zum Definieren der Gebiete für die Isolationsmerkmale 104. Die strukturierte Maskenschicht kann eine weiche Maske (wie beispielsweise eine Photoresist-Schicht) oder eine harte Maske (wie beispielsweise Siliziumoxid, Siliziumnitrid oder eine Kombination davon) sein. Die Bildung der strukturierten harten Maske kann das Abscheiden einer harten Maskenschicht, das Bilden einer strukturierten Resist-Schicht durch einen Lithographieprozess, der ferner das Aufschleudern einer Resist-Schicht umfasst, das Durchführen eines Belichtungsprozesses, das Entwickeln der belichteten Resist-Schicht, das Ätzen der harten Maske durch die Öffnungen der strukturierten Resist-Schicht und das Entfernen der strukturierten Resist-Schicht durch Nassablösung oder Plasmaätzen umfassen.
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Unter Bezugnahme auf den Block 804 von 8 und 11A bis 11B umfasst das Verfahren 800 ferner einen Arbeitsvorgang zum Bilden von ersten aktiven Finnengebieten (einfach als erste Finnen bezeichnet) 106 und zweiten aktiven Finnengebieten (einfach als zweite Finnen bezeichnet) 108, die über den Isolationsmerkmalen 104 extrudiert werden. 11A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; und 11B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 entlang der gestrichelten Linien AA'. Diese aktiven Finnengebiete werden gemeinsam auch als eine Finnenstruktur bezeichnet. In einigen Ausführungsformen kann die Finnenstruktur durch selektives Ätzen zum Vertiefen der Isolationsmerkmale 104 gebildet werden. In einigen Ausführungsformen kann die Finnenstruktur durch selektives epitaktisches Wachstum an den aktiven Gebieten mit einem oder mehreren Halbleitermaterialien gebildet werden. In noch einigen anderen Ausführungsformen kann die Finnenstruktur durch ein hybrides Verfahren gebildet werden, das sowohl selektives Ätzen zum Vertiefen als auch selektives epitaktisches Wachstum aufweist. Die Finnenstruktur kann eine längliche Form aufweisen, die entlang der X-Richtung ausgerichtet ist. Das epitaktisch gewachsene Halbleitermaterial kann Silizium, Germanium, Siliziumgermanium, Siliziumkarbid oder ein anderes zweckmäßiges Halbleitermaterial umfassen. Der selektive Ätzprozesses kann Nassätzen, Trockenätzen, anderes zweckmäßiges Ätzen oder eine Kombination davon umfassen.
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Erneut unter Bezugnahme auf Block 806 von 8 und 11A bis 11B kann das Verfahren 800 einen Arbeitsvorgang zum Bilden von dotierten Wannen umfassen, wie beispielsweise einer dotierten Wanne 110 auf den ersten Finnen 106 innerhalb des ersten Gebiets 102A und einer dotierten Wanne 111 auf den zweiten Finnen 108 innerhalb des zweiten Gebiets 102B. In der vorliegenden Ausführungsform ist die dotierte Wanne 110 eine p-typ-dotierte Wanne (p-Wanne), wo der p-Typ-Dotierstoff (wie beispielsweise Bor) durch eine zweckmäßige Technologie, wie beispielsweise Ionenimplantation, in die ersten 106 Finnen eingeführt wird; und die dotierte Wanne 111 ist eine n-typ-dotierte Wanne (n-Wanne), wo der n-Typ-Dotierstoff (wie beispielsweise Phosphor) durch eine zweckmäßige Technologie in die zweiten 106 Finnen eingeführt wird.
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Unter Bezugnahme auf Block 808 von 8 und 12A bis 12C wird das Verfahren 800 mit einem Arbeitsvorgang fortgesetzt, um den Dummy-Gate-Stapel auf dem Substrat 102 zu bilden, wie beispielsweise den/die ersten Dummy-Gate-Stapel 1202 in dem ersten Gebiet 102A und den/die zweiten Dummy-Gate-Stapel 1204 in dem zweiten Gebiet 102B. 12A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 12B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linie AA'; und 12C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linie BB', die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist. Die Dummy-Gate-Stapel 1202 und 1204 können eine dielektrische Gate-Schicht, wie beispielsweise Siliziumoxid, ein High-k-Dielektrikum anderes zweckmäßiges dielektrisches Material oder eine Kombination davon umfassen. Die Dummy-Gate-Stapel 1202 und 1204 umfassen auch die Gate-Elektrode aus irgendeinem zweckmäßigen leitfähigen Material, wie beispielsweise dotiertem Polysilizium. Die Dummy-Gate-Stapel 1202 und 1204 werden durch Abscheidungen und Strukturierungsprozesse gebildet, die ferner einen Lithographieprozess und Ätzen umfassen. In der vorliegenden Ausführungsform umfasst das Verfahren zum Bilden der Dummy-Gate-Stapel das Bilden einer thermischen Oxidschicht auf den Finnen durch thermische Oxidation; das Abscheiden einer Polysiliziumschicht durch CVD; das Bilden einer strukturierten Maskenschicht 1202 durch einen Photolithographieprozess; und das Durchführen eines Ätzprozesses an den abgeschiedenen Dummy-Gate-Materialien. Die strukturierte Maske umfasst Öffnungen zum Definieren der Gebiete für die ersten und zweiten Dummy-Gate-Stapel. Die strukturierte Maskenschicht 1202 kann eine weiche Maske (wie beispielsweise eine Photoresist-Schicht) oder eine harte Maske (wie beispielsweise Siliziumoxid, Siliziumnitrid oder eine Kombination davon) sein, die mit ähnlichen Prozessen zum Bilden der harten Maske für die Isolationsmerkmale 104 während des Arbeitsvorgangs 802 gebildet werden.
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Während des Arbeitsvorgangs 808 wird der Gate-Spacer 116 auch auf Seitenwänden der Dummy-Gate-Stapel (1202 und 1204) gebildet. Der Gate-Spacer 116 umfasst ein oder mehrere dielektrische Materialien, wie beispielsweise Siliziumoxid oder Siliziumnitrid. Die Bildung des Gate-Spacers 116 kann das Abscheiden von einer oder mehreren Schichten aus dielektrischem Material auf den Dummy-Gate-Stapeln; und das Durchzuführen eines anisotropen Ätzprozesses an der Schicht aus dielektrischem Material umfassen. In einigen Beispielen umfasst der anisotrope Ätzprozesses Trockenätzen unter Verwendung eines zweckmäßigen Ätzmittels.
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Unter Bezugnahme auf Block 810 von 8 und 13A bis 13C umfasst das Verfahren 800 einen Arbeitsvorgang zum Bilden verschiedener S/D-Merkmale, wie beispielsweise der S/D-Merkmale 126 in dem ersten Gebiet 102A und der S/D-Merkmale 134 in dem zweiten Gebiet 102B. 13A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 13B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linie AA'; und 13C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linie BB', die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist. Die S/D-Merkmale 126 sind durch den Kanal 124, der unter dem Gate-Stapel 1202 liegt, zwischengelegt. Die S/D-Merkmale 126 sind mit einem n-Typ-Dotierstoff, wie beispielsweise Phosphor, dotiert. Der Kanal 124 ist mit einem p-Typ-Dotierstoff, wie beispielsweise Bor, dotiert. Auf ähnliche Weise sind die S/D-Merkmale 134 durch den Kanal 132, der unter dem Gate-Stapel 1204 liegt, zwischengelegt. Die S/D-Merkmale 134 sind mit einem p-Typ-Dotierstoff, wie beispielsweise Bor, dotiert. Der Kanal 132 ist mit einem n-Typ-Dotierstoff, wie beispielsweise Phosphor, dotiert. Die S/D-Merkmale werden durch mehrere Schritte gebildet und zwei Typen von Source- und Drain-Merkmalen werden getrennt gebildet.
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In einigen Ausführungsformen sind die Source und der Drain ein/e epitaktische/s Source und Drain. Die/der epitaktische/n Source und Drain können durch selektives epitaktisches Wachstum für den Verspannungseffekt mit verbesserter Trägermobilität und Vorrichtungsleistung gebildet werden. Die/der Source und Drain werden durch ein oder mehrere epitaktische Wachstumsschritte (epitaktischer Prozess) gebildet, wodurch Silizium-Merkmale (Si) Siliziumgermanium-Merkmale (SiGe), Siliziumcarbid-Merkmale (SiC) und/oder andere zweckmäßige Halbleitermerkmale in einem kristallinen Zustand innerhalb der Source- und Drain-Gebiete gewachsen werden (wie beispielsweise durch eine strukturierte harte Maske definiert). In einer alternativen Ausführungsform wird ein Ätzprozess angewandt, um Abschnitte des ersten aktiven Gebiets 106 vor dem epitaktischen Wachstum innerhalb der Source- und Drain-Gebiete zu vertiefen. Der Ätzprozesses kann auch dielektrisches Material entfernen, das auf den Source/Drain-Gebieten, wie beispielsweise bei der Bildung der Gate-Seitenwandmerkmale, abgeschieden wird. Zweckmäßige Epitaxieprozesse umfassen CVD-Abscheidungstechnologien (z. B. Gasphasenepitaxie (Vapor-Phase Epitaxy - VPE) und/oder Ultrahochvakuum-Gasphasenabscheidung (UHV-CVD), Molekularstrahlepitaxie und/oder andere zweckmäßige Prozesse. Die Source- und Drain-Merkmale können während des Epitaxieprozesses vor Ort durch Einführen von Dotierstoffspezies, wie beispielsweise n-Typ-Dotierstoffen (z. B. Phosphor oder Arsen) für die S/D-Merkmale 126 oder p-Typ-Dotierstoffen (z. B. Bor oder BF2) für die S/D-Merkmale 134 dotiert werden. Wenn die Source und der Drain nicht vor Ort dotiert werden, wird ein Implantationsprozess (d. h. ein Übergangsimplantationsprozess) durchgeführt, um den entsprechenden Dotierstoff in die Source und den Drain einzuführen. In einigen anderen Ausführungsformen werden die/der erhöhte/n Source und Drain durch epitaktisches Wachstum mit mehr als einer Halbleitermaterialschicht gebildet. Zum Beispiel wird eine Siliziumgermaniumschicht epitaktisch auf den ersten Finnen 106 gewachsen, um die S/D-Merkmale 126 zu bilden; und eine Siliziumschicht oder ein Siliziumkarbid wird epitaktisch auf den zweiten Finnen 108 gewachsen, um die S/D-Merkmale 134 zu bilden.
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Unter Bezugnahme auf Block 812 von 8 und 13A bis 13C umfasst das Verfahren 800 einen Arbeitsvorgang zum Bilden einer dielektrischen Zwischenschicht (Inter-Layer Dielectric - ILD) 136 auf der Halbleiterstruktur 100. Die ILD-Schicht 136 umfasst ein oder mehrere dielektrische Materialien, um Isolationsfunktionen für verschiedene Vorrichtungsbauelemente bereitzustellen. Die ILD-Schicht 136 umfasst ein dielektrisches Material, wie beispielsweise Siliziumoxid, ein Low-k-Dielektrikum, anderes zweckmäßiges dielektrisches Material oder eine Kombination davon. In einigen Beispielen umfasst das Low-k-Dielektrikum Fluorsilikatglas (FSG), mit Kohlenstoff dotiertes Siliziumoxid, Xerogel, Aerogel, amorphen fluorierten Kohlenstoff, Parylene, BCB (Bis-Benzocyclobutene), SiLK (Dow Chemical, Midland, Michigan), Polyimid und/oder andere zweckmäßige dielektrische Materialien mit einer Dielektrizitätskonstante, die im Wesentlichen niedriger ist als diejenige des thermischen Siliziumoxids. Die Bildung der ILD-Schicht 136 umfasst zum Beispiel Abscheidung und CMP. Die Abscheidung kann Aufschleudern, CVD, eine andere zweckmäßige Abscheidungstechnologie oder eine Kombination davon umfassen. Der CMP-Prozess kann auf der harten Maske 1202 unter Verwendung der harten Maske als Polierstoppschicht gestoppt werden und dann wird die harte Maske durch Ätzen entfernt. Alternativ wird auch die harte Maske 1202 durch CMP entfernt. Nach dem CMP werden die Dummy-Gate-Stapel durch die ILD-Schicht 136 aufgedeckt.
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Unter Bezugnahme auf Block 814 von 8 und 14A bis 14C umfasst das Verfahren 800 einen Arbeitsvorgang zum Bilden von Metall-Gate-Stapeln 112 und 114 zum Ersetzen der Dummy-Gate-Stapel 1202 beziehungsweise 1204. 14A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 14B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linie AA'; und 14C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt entlang der gestrichelten Linie BB', die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist. Die Bildung der Metall-Gate-Stapel umfasst Ätzen, Abscheidung und CMP. Detailliertere Beschreibungen werden unter Bezugnahme auf 9 als ein Ablaufdiagramm des Verfahrens 814 bereitgestellt.
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Unter Bezugnahme auf den Block 902 von 9 und 15A bis 15C beginnt das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Durchführen eines ersten Ätzprozesses zum Entfernen der Dummy-Gate-Stapel 1202 und 1204, was die Gate-Gräben 1502 und 1504 ergibt. 15A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 15B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt in dem Isolationsgebiet entlang der gestrichelten Linie AA'; und 15C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100, die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einem Abschnitt in dem Zwischenfinnengebiet entlang der gestrichelten Linie BB'. Der erste Ätzprozess umfasst einen oder mehrere Ätzschritte mit einem zweckmäßigen Ätzmittel und kann Trockenätzen, Nassätzen oder eine Kombination davon umfassen. Zum Beispiel kann das Nassätzen Fluorwasserstoffsäure oder eine Ammoniak-Wasserstoffperoxid-Wasser-Mischung verwenden, die eine Lösung ist, die NH4OH, H2O2 und H2O umfasst. Mit dem Ätz-Loading-Effekt weisen die Segmente eines Dummy-Gate-Stapels in dem entsprechenden Isolationsgebiet und Zwischenfinnengebiet unterschiedliche Ätzeigenschaften auf. Zum Beispiel weist unter Bezugnahme auf den ersten Dummy-Gate-Stapel 1202 das Segment des Dummy-Gate-Stapels 1202 in dem Zwischenfinnengebiet 102C aufgrund des hohen unebenen Profils in dem Zwischenfinnengebiet 102C der entsprechende Abschnitt des Gate-Grabens 1502 in dem Zwischenfinnengebiet 102C ein unebenes Profil und ein schmales Mittelstück auf, wie in 15C veranschaulicht, während der Abschnitt des Gate-Grabens 1502 in dem Isolationsgebiet 102D ein im Wesentlichen vertikales Profil aufweist, wie in 15B veranschaulicht. In dem zweiten Gebiet 102B umfasst/umfassen der/die Gate-Graben/Gräben 1504 auch zwei Abschnitte in dem Isolationsgebiet 102F beziehungsweise dem Zwischenfinnengebiet 102E mit ähnlichen Strukturen.
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Nach der Bildung der Gate-Gräben 1502 und 1504 kann eine dielektrische Gate-Schicht 202 in den Gate-Gräben durch Abscheidung gebildet werden, wie in 16A bis 16E veranschaulicht. 16A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 16B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt in dem Isolationsgebiet 102D entlang der gestrichelten Linie AA'; 16C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt in dem Zwischenfinnengebiet 102C entlang der gestrichelten Linie BB'; 16D ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt in dem Isolationsgebiet 102F entlang der gestrichelten Linie CC'; und 16E ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100, die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einem Abschnitt in dem Zwischenfinnengebiet 102E entlang der gestrichelten Linie DD'. Die dielektrische Gate-Schicht 202 kann eine High-k-Dielektrikumschicht umfassen oder kann zusätzlich eine Grenzflächenschicht, wie beispielsweise eine Siliziumoxidschicht, umfassen. Die dielektrische Gate-Schicht 202 kann durch eine zweckmäßige Technologie, die ALD, MOCVD, PVD, MBE einschließt, eine andere zweckmäßige Technologie oder eine Kombination davon gebildet werden. In der vorliegenden Ausführungsform wird die dielektrische Gate-Schicht 202 in einem High-k-last-Prozess gebildet und die dielektrische Gate-Schicht 202 ist in den Gate-Gräben 1502 beziehungsweise 1504 U-förmig.
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Unter Bezugnahme auf Block 904 von 9 und 16A bis 16C wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Abscheiden einer ersten Tantal-Titannitridschicht 206 in den Gate-Gräben 1502 und 1504 durch ein zweckmäßiges Verfahren, wie beispielsweise PVD oder eine andere zweckmäßige Abscheidungstechnologie, fortgesetzt.
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Unter Bezugnahme auf den Block 906 von 9 und 16A bis 16E wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Abscheiden der Titan-Aluminiumnitridschicht 208 in den Gate-Gräben 1502 und 1504 durch ein zweckmäßiges Verfahren, wie beispielsweise PVD oder irgendeine andere zweckmäßige Abscheidungstechnologie, fortgesetzt. Der Arbeitsvorgang 906 ist gestaltet, um die Gräben 1502 und 1504 im Wesentlichen zu füllen. Es sei erwähnt, dass verschiedene Materialschichten auf der ILD-Schicht 136 abgeschieden werden können, obgleich 16B bis 16E dies nicht zeigen. Nach dem Arbeitsvorgang 906 wird der Gate-Zwischenstapel 1602 in dem ersten Gebiet 102A gebildet und der Gate-Stapel 114 wird in dem zweiten Gebiet 102B gebildet. In der vorliegenden Ausführungsform umfasst der Gate-Zwischenstapel 1602 einen Luftspalt, der in der Titan-Aluminiumnitridschicht 208 gebildet ist, wie beispielsweise den Luftspalt 402 in dem Isolationsgebiet 102D, der durch das schmale Mittelstücksprofil und die Tatsache verursacht wird, dass die Abscheidung vor dem vollständigen Füllen des Gate-Grabens abgeschlossen wird. Auf ähnliche Weise umfasst auch der zweite Gate-Stapel 114 einen Luftspalt 310 in dem Isolationsgebiet 102F und kann ferner einen Luftspalt 602 in dem Zwischenfinnengebiet 102E umfassen.
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Unter Bezugnahme auf Block 908 von 9 und 17A bis 17C wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Bilden einer strukturierten Maskenschicht 1702 fortgesetzt, die das zweite Gebiet 102B abdeckt und das erste Gebiet 102A freilegt. 17A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 17B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt in dem Isolationsgebiet 102D entlang der gestrichelten Linie AA'; und 17C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100, die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einem Abschnitt in dem Zwischenfinnengebiet 102C entlang der gestrichelten Linie BB'. Die strukturierte Maskenschicht 1702 kann eine weiche Maske, wie beispielsweise eine strukturierte Resist-Schicht, die durch einen Lithographieprozess gebildet ist; oder eine strukturierte harte Maskenschicht sein, wie beispielsweise eine strukturierte Siliziumnitridschicht, die durch einen Lithographieprozess und Ätzen gebildet wird.
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Unter Bezugnahme auf Block 910 von 9 und 17A bis 17C wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Durchführen eines zweiten Ätzprozesses an der Halbleiterstruktur in dem ersten Gebiet 102A fortgesetzt, während das zweite Gebiet 102B durch die strukturierte Maskenschicht 1702 geschützt wird. Der zweite Ätzprozess kann Nassätzen, Trockenätzen oder eine andere zweckmäßige Ätztechnologie mit einem richtigen Ätzmittel zum partiellen Entfernen der Titan-Aluminiumnitridschicht 208 von dem Zwischen-Gate-Stapel 1602 in dem ersten Gebiet 102A umfassen, was einen Graben 1704 in dem Isolationsgebiet 102D und einen Graben 1706 in dem Zwischenfinnengebiet 102C ergibt. Die strukturierte Maske 1702 kann nach dem zweiten Ätzprozess entfernt werden oder kann in einer späteren Herstellungsstufe entfernt werden, da die anschließenden Abscheidungen keine Auswirkungen auf den zweiten Gate-Stapel 114 haben werden, da er bereits gefüllt ist.
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Unter Bezugnahme auf Block 912 von 9 und 18A bis 18C wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Abscheiden einer zweiten Tantal-Titannitridschicht 210 in den Gräben 1704 und 1706 durch ein zweckmäßiges Verfahren, wie beispielsweise PVD oder eine andere zweckmäßige Abscheidungstechnologie, fortgesetzt. 18A ist eine Draufsicht über die Halbleiterstruktur 100; 18B ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100 in einem Abschnitt in dem Isolationsgebiet 102D entlang der gestrichelten Linie AA'; und 18C ist eine Querschnittsansicht der Halbleiterstruktur 100, die gemäß einigen Gesichtspunkten der vorliegenden Offenbarung konstruiert ist, in einem Abschnitt in dem Zwischenfinnengebiet 102C entlang der gestrichelten Linie BB'.
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Unter Bezugnahme auf Block 914 von 9 und 18A bis 18C wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Abscheiden einer LRM-Schicht 212 in dem ersten Gebiet 102A durch ein zweckmäßiges Verfahren, wie beispielsweise PVD oder eine andere zweckmäßige Abscheidungstechnologie, fortgesetzt. In einigen Ausführungsformen umfasst die LRM-Schicht 212 Wolfram, Kupfer, Aluminium, Aluminium-Kupfer-Legierung oder eine Kombination davon. Die LRM-Schicht 212 füllt das Segment des ersten Gate-Stapels 112 in der Isolation 102D vollständig und füllt das Segment des ersten Gate-Stapels 112 in dem Zwischenfinnengebiet 102C im Wesentlichen, was einen Leerraum 404 auf dem oberen Abschnitt zur Folge haben kann.
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Unter Bezugnahme auf Block 916 von 9 und 18A bis 18C wird das Verfahren 814 mit einem Arbeitsvorgang zum Durchführen eines CMP-Prozesses zum Entfernen der überschüssigen Abschnitte der abgeschiedenen Materialien und Planarisieren der oberen Fläche der Halbleiterstruktur 100 fortgesetzt. Der CMP-Prozess entfernt die abgeschiedenen Materialien auf der ILD-Schicht 136 vollständig. Die strukturierte Maskenschicht 1702 kann zusätzlich durch den CMP-Prozess entfernt werden oder kann alternativ durch einen anderen Ätzprozess entfernt werden, wenn die strukturierte Maskenschicht 1702 nicht vorhergehend entfernt wird. So werden sowohl der erste Metall-Gate-Stapel 112 als auch der zweite Metall-Gate-Stapel 114 mit entsprechenden Strukturen gebildet, wie vorhergehend beschrieben.
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Nun unter Bezugnahme auf 8 kann das Verfahren 800 zusätzlich andere Arbeitsvorgänge vor, während oder nach den vorhergehend beschriebenen Arbeitsvorgängen umfassen. Zum Beispiel kann das Verfahren 800 einen Arbeitsvorgang 816 zum Bilden einer Zusammenschaltungsstruktur zum Koppeln verschiedener Merkmale des nFET, pFET und verschiedener anderer Vorrichtungen in eine integrierte Schaltung umfassen. Die Zusammenschaltungsstruktur umfasst mehrere Metallschichten mit Metallleitungen zur horizontalen Verbindung und umfasst ferner Durchkontaktierungsmerkmale zur vertikalen Verbindung zwischen benachbarten Metallschichten. Die Zusammenschaltungsstruktur umfasst ferner (ein) dielektrische/s Material/ien, wie beispielsweise die ILD, um Isolationsfunktionen für verschiedene darin eingebettete leitfähige Merkmale bereitzustellen. In dem vorliegenden Beispiel zur Veranschaulichung kann die Zusammenschaltungsstruktur durch eine zweckmäßige Technologie, wie beispielsweise einen Single-Damascene-Prozess, Dual-Damascene-Prozess oder einen anderen zweckmäßigen Prozess, gebildet werden. Verschiedene leitfähige Merkmale (Kontaktmerkmale, Durchkontaktierungsmerkmale und Metallleitungen) können Kupfer, Aluminium, Wolfram, Silizid, andere zweckmäßige leitfähige Materialien oder Kombinationen davon umfassen. Die ILD kann Siliziumoxid, ein Low-k-Dielektrikum, anderes zweckmäßiges dielektrisches Material oder eine Kombination davon umfassen. Die ILD kann mehrere Schichten umfassen, von denen jede ferner eine Ätzstoppschicht (wie beispielsweise Siliziumnitrid) umfasst, um Ätzselektivität bereitzustellen. Verschiedene leitfähige Merkmale können ferner Auskleidungsschichten, wie beispielsweise Titannitrid und Titan, umfassen, um eine Barriere zur Verhinderung von Zwischendiffusion, Adhäsion oder anderer Materialintegrationseffekte bereitzustellen.
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Die vorliegende Offenbarung stellt eine Halbleiterstruktur, die nFET und pFET mit entsprechender Gate-Struktur aufweist, und ein Verfahren zu deren Herstellung bereit. Insbesondere weist der Gate-Stapel für die nFETs ein erstes Segment in dem Isolationsgebiet und ein zweites Segment in dem Zwischenfinnengebiet auf, wobei das erste Segment ein LRM umfasst, während das zweite Segment frei von dem LRM ist. Wenn der Gate-Kontakt angeordnet ist und auf dem ersten Segment des nFET-Gates landet, wird der Kontaktwiderstand zwischen der Gate-Elektrode und dem Gate-Kontakt im Wesentlichen verringert. Das zweite Segment des nFET-Gates ist auf den Finnen angeordnet und liegt über dem Kanalgebiet des entsprechenden nFET, wobei die Austrittsarbeit der Metallzusammensetzungen der Gate-Elektrode eine Auswirkung auf die Schwellenspannung des entsprechenden nFET aufweisen wird. Ohne das LRM in dem zweiten Segment ist die Schwellenspannung des entsprechenden nFET verringert. Diese Strukturen des nFET-Gates verringern sowohl die Schwellenspannung als auch den Kontaktwiderstand, wodurch die Vorrichtungsleistung verbessert wird. Ferner sind die/das offenbarte Struktur und Verfahren mit modernen Technologien mit kleineren Merkmalsgrößen, wie beispielsweise der modernen 7nm-Technologie kompatibel.
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So stellt die vorliegende Erfindung eine Halbleiterstruktur gemäß einigen Ausführungsformen bereit. Die Halbleiterstruktur umfasst ein Halbleitersubstrat, das ein erstes Gebiet und ein zweites Gebiet aufweist, das dem ersten Gebiet benachbart ist; erste Finnen, die auf dem Halbleitersubstrat innerhalb des ersten Gebiets gebildet sind; ein erstes Shallow Trench Isolation (STI) Merkmal, das auf dem Halbleitersubstrat innerhalb des zweiten Gebiets angeordnet ist; und einen ersten Gate-Stapel, der ein erstes Segment, das direkt auf den Finnen innerhalb des ersten Gebiets angeordnet ist, und ein zweites Segment umfasst, das sich innerhalb des zweiten Gebiets zum ersten STI-Merkmal erstreckt. Das zweite Segment des ersten Gate-Stapels umfasst eine Schicht aus Metall mit niedrigem Widerstand (Low Resistance Metal - LRM), eine erste Tantal-Titannitridschicht, eine Titan-Aluminiumnitridschicht und eine zweite Tantal-Titannitridschicht, die der Reihe nach gestapelt sind. Das erste Segment des ersten Gate-Stapels innerhalb des ersten Gebiets ist frei von der LRM-Schicht.
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Die vorliegende Erfindung stellt eine Halbleiterstruktur gemäß einigen Ausführungsformen bereit. Die Halbleiterstruktur umfasst ein Halbleitersubstrat, das ein erstes Gebiet und ein zweites Gebiet aufweist; erste Finnen, die auf dem Halbleitersubstrat innerhalb des ersten Gebiets angeordnet sind, und zweite Finnen, die auf dem Halbleitersubstrat innerhalb des zweiten Gebiets angeordnet sind; einen ersten Gate-Stapel, der direkt auf den ersten Finnen angeordnet ist, wobei der erste Gate-Stapel der Reihe nach ein Metall mit niedrigem Widerstand (Low Resistance Metal - LRM), eine erste Tantal-Titannitridschicht, eine Titan-Aluminiumnitridschicht und eine zweite Tantal-Titannitridschicht umfasst; und einen zweiten Gate-Stapel, der direkt auf den zweiten Finnen angeordnet ist, wobei der zweite Gate-Stapel frei von dem LRM ist und die erste Tantal-Titannitridschicht und die Titan-Aluminiumnitridschicht umfasst, wobei das LRM mindestens eines von Wolfram, Kupfer, Aluminium und Kupfer-Aluminium-Legierung umfasst.
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Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren gemäß einigen Ausführungsformen bereit. Das Verfahren umfasst das Bilden von Isolationsmerkmalen in einem Halbleitersubstrat, das Definieren erster Finnen in einem ersten Gebiet und zweiter Finnen in einem zweiten Gebiet; das Bilden eines ersten Dummy-Gate-Stapels auf den ersten Finnen und eines zweiten Dummy-Gate-Stapels auf den zweiten Finnen; das Abscheiden einer dielektrischen Zwischenschicht (Inter-Layer Dielectric - ILD) auf dem Substrat; das Entfernen der ersten und zweiten Dummy-Gate-Stapel durch einen Ätzprozess, was einen ersten Gate-Graben und einen zweiten Gate-Graben in der ILD-Schicht ergibt; das Abscheiden einer ersten Tantal-Titannitridschicht in den ersten und zweiten Gate-Gräben; das Abscheiden einer Titan-Aluminiumnitridschicht auf der ersten Tantal-Titannitridschicht, um den ersten und den zweiten Gate-Graben zu füllen; das Bilden einer strukturierten Maske zum Abdecken des zweiten Gebiets und Aufdecken des ersten Gebiets; das Durchführen eines Ätzprozesses auf der Titan-Aluminiumnitridschicht in dem ersten Gate-Graben; das Abscheiden einer zweiten Tantal-Titannitridschicht in dem ersten Gate-Graben; und das Füllen eines Metalls mit niedrigem Widerstand in dem ersten Gate-Graben.