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Diese Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrades. Genauer gesagt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine hydraulische Fahrrad-Betätigungsvorrichtung, die einen hydraulischen Vorratsbehälter aufweist.
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In jüngster Zeit wurden kleine Fahrzeuge, insbesondere Fahrräder, mit hydraulischen Betätigungssystemen wie zum Beispiel einer hydraulischen Bremsanlage ausgestattet. Die hydraulischen Betätigungssysteme für ein Fahrrad verfügen typischerweise über eine hydraulische Betätigungs(Bedien-)vorrichtung, die über einen Hydraulikschlauch mit einer hydraulisch betätigten Vorrichtung verbunden ist. Die hydraulisch betätigte Vorrichtung wird durch Hydraulikflüssigkeit, die durch den Hydraulikschlauch strömt, in Abhängigkeit von einer Betätigung der hydraulischen Betätigungsvorrichtung hydraulisch betätigt. Beispielsweise wird bei einer hydraulischen Bremsanlage ein Bremssattel (das heißt die hydraulisch betätigte Vorrichtung) durch Hydraulikflüssigkeit, die durch den Hydraulikschlauch strömt, als Reaktion auf die Betätigung eines Bremshebels der hydraulischen Betätigungsvorrichtung hydraulisch betätigt. Insbesondere zwingt die Betätigung des Bremshebels Hydraulikflüssigkeit durch den Hydraulikschlauch zum Bremssattel hin. Die Hydraulikflüssigkeit bewegt dann einen oder mehrere Kolben, damit die Bremsbeläge an eine Bremsscheibe, die an einer Nabe eines Fahrradrades befestigt ist, gepresst werden.
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Im Allgemeinen bezieht sich die vorliegende Offenbarung auf verschiedene Merkmale einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads. Kleine Fahrzeuge im Sinne dieser Anmeldung beziehen sich auf elektrische und nicht-elektrische Fahrzeuge unbeachtlich der Anzahl ihrer Räder, jedoch nicht auf Vierradfahrzeuge mit einem internen Verbrennungsmotor als Antriebsquelle für die Räder oder Vierradfahrzeuge, die eine Genehmigung für den Betrieb auf öffentlichen Straßen benötigen.
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Gemäß einem Merkmal ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads bereitgestellt, in der ein einen hydraulischen Vorratsbehälter aufweist so positioniert ist, dass eine kompakte Anordnung bereitgestellt wird.
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In Anbetracht des Standes der Technik und gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads bereitgestellt, die im Wesentlichen ein Basisteil, ein Bedienteil, einen Kolben, eine Lenkerbefestigungsstruktur und einen hydraulischen Vorratsbehälter aufweist. Das Basisteil weist einen Zylinder mit einer Zylinderbohrung auf. Das Bedienteil ist um eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Basisteil verbunden. Der Kolben ist beweglich in der Zylinderbohrung angeordnet und mit dem Bedienteil operativ verbunden, um den Kolben in der Zylinderbohrung zu bewegen. Die Lenkerbefestigungsstruktur ist mit dem Basisteil gekoppelt. Die Lenkerbefestigungsstruktur definiert einen Lenkeranordnungsbereich. Der hydraulische Vorratsbehälter weist eine mit der Zylinderbohrung verbundene hydraulische Vorratskammer auf. Der hydraulische Vorratsbehälter überlappt zumindest teilweise den Lenkeranordnungsbereich gesehen in einer Schwenkachsenrichtung parallel zu der Schwenkachse des Bedienteils.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil des hydraulischen Bedienteils mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads bereitgestellt, die im Wesentlichen ein Basisteil, eine Lenkerbefestigungsstruktur, eine Zylinderbohrung, ein Bedienteil und einen Kolben aufweist. Die Lenkerbefestigungsstruktur ist mit dem Basisteil gekoppelt. Die Zylinderbohrung ist auf dem Basisteil bereitgestellt. Das Bedienteil ist um eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Basisteil verbunden. Der Kolben ist beweglich in der Zylinderbohrung angeordnet und mit dem Bedienteil wirkverbunden, um den Kolben in der Zylinderbohrung zu bewegen. Der Kolben überlappt zumindest teilweise die Lenkerbefestigungsstruktur gesehen einer ersten senkrechten Richtung senkrecht zu der Schwenkachse des Bedienteils.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil der hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt derart hergerichtet, dass die Zylinderbohrung eine Zylinderachse definiert, und sich der hydraulische Vorratsbehälter entlang eine Längsachse erstreckt und zumindest teileweise die Zylinderbohrung überlappt gesehen in einer Schwenkachsenrichtung parallel zu der Schwenkachse des Bedienteils. Die Längsachse ist abgewinkelt mit Bezug zu der Zylinderachse in einem Beriech von 3 bis 25 Grad gesehen in der Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem dritten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil des hydraulischen Bedienteils mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis dritten Aspekte derart hergerichtet, dass die Zylinderbohrung eine Zylinderachse definiert, die nicht senkrecht zu einer Lenkerachse des Lenkeranordnungsbereichs ist gesehen in der Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem vierten Aspekt ist es möglich, ein relativ kompaktes Profil beizubehalten.
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Gemäß einem fünften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem vierten Aspekt derart hergerichtet, dass die Zylinderachse nicht parallel zu der Lenkerachse des Lenkeranordnungsbereichs ist gesehen in der Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem fünften Aspekt ist es möglich, Bauraum zwischen dem Lanker und dem Zylinder bereitzustellen, so dass neben dem Griffabschnitt des Lenkers zusätzliche Komponenten befestigt werden können.
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Gemäß einem sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem vierten oder fünften Aspekt derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratsbehälter sich entlang einer Längsachse erstreckt, die nicht senkrecht zu der Lenkerachse des Lenkeranordnungsbereichs ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem sechsten Aspekt ist es möglich, den hydraulischen Vorratsbehälter in einer kompakten Art und Weise anzuordnen.
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Gemäß einem siebten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem sechsten Aspekt derart hergerichtet, dass die Längsachse nicht parallel zu der Lenkerachse des Lenkeranordnungsbereichs ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem siebten Aspekt ist es möglich, Bauraum zwischen dem Lenker und dem hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen, so dass neben dem Griffabschnitt des Lenkers zusätzliche Komponenten befestigt werden können.
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Gemäß einem achten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads bereitgestellt, die im Wesentlichen ein Basisteil, eine Lenkerbefestigungsstruktur, eine Zylinderbohrung, ein Bedienteil, einen Kolben und einen hydraulischen Vorratsbehälter aufweist. Die Lenkerbefestigungsstruktur ist mit dem Basisteil gekoppelt. Die Lenkerbefestigungsstruktur definiert einen Lenkeranordnungsbereich, der sich entlang der Lenkerachse erstreckt. Die Zylinderbohrung ist auf dem Basisteil bereitgestellt und weist eine Zylinderachse auf, die nicht senkrecht zur Lenkerachse ist. Das Bedienteil ist um eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Basisteil verbunden. Der Kolben ist beweglich in der Zylinderbohrung angeordnet und mit dem Bedienteil wirkverbunden, um den Kolben in der Zylinderbohrung zu bewegen. Der hydraulische Vorratsbehälter erstreckt sich entlang der Zylinderbohrung. Der hydraulische Vorratsbehälter weist einen nahe der Lenkachse liegenden Endabschnitt auf. Ein Abstand zwischen dem Endabschnitt und der Lenkerachse gesehen in Schwenkachsenrichtung und parallel zu der Schwenkachse des Bedienteils ist gleich oder kleiner als 12 Millimeter.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem achten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil der hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem neunten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis achten Aspekte derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratsbehälter mit Bezug zu dem Lenkeranordnungsbereich versetzt ist gesehen in einer zweiten senkrechten Richtung senkrecht zu der Schwenkachse des Bedienteils.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem neunten Aspekt ist es möglich, Bauraum zwischen dem Lenker und dem hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen, so dass neben dem Griffabschnitt des Lenkers zusätzliche Komponenten befestigt werden können.
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Gemäß einem zehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis neunten Aspekte derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratsbehälter einen Deckelöffnung, die eine maximale Breite definiert, und eine Vorratsbohrung, die sich von der Deckelöffnung erstreckt, aufweist, wobei die Vorratsbohrung eine maximale Tiefe definiert, die größer ist als die maximale Breite.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem zehnten Aspekt ist es möglich, einen kompakten hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen.
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Gemäß einem elften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis zehnten Aspekte derart hergerichtet, dass die Vorratsbohrung eine zylindrische Gestaltungsform aufweist.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem elften Aspekt ist es möglich, die Vorratsbohrung einfach herzustellen.
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Gemäß einem zwölften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis elften Aspekte derart hergerichtet, dass die Schwenkachse des Bedienteils derart angeordnet ist, dass das Bedienteil den Kolben in der Zylinderbohrung von einer nicht-betätigten in einer betätigte Position drückt, wenn der Bedienteil um die Schwenkachse herum betätigt wird
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem zwölften Aspekt ist es möglich, den Kolben durch Nutzung des Bedienteils einfach betätigen zu können.
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Gemäß einem dreizehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis zwölften Aspekte derart hergerichtet, dass das Bedienteil einen Hebel beinhaltet.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreizehnten Aspekt ist es möglich, den Bedienteil vom Lenker aus einfach zu betätigen.
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Gemäß einem vierzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis dreizehnten Aspekte derart hergerichtet, dass der Zylinder eine Druckkammer mit einem Bauraum zwischen dem Kolben und einem Flüssigkeitsauslassanschluss des Zylinders definiert, und der hydraulische Vorratstank ist teilweise auf einer ersten Seite der Lenkerbefestigungsstruktur angeordnet, während die Zylinderdruckkammer auf einer zweiten Seite der Lenkerbefestigungsstruktur angeordnet ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreizehnten Aspekt ist es möglich, den Zylinder und den hydraulischen Vorratsbehälter in Bezug zu der Lenkerbefestigungsstruktur in kompakter Art und Weise anzuordnen.
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Gemäß einem fünfzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis vierzehnten Aspekte weiterhin ein Vorspannelement auf, dass in der Zylinderbohrung angeordnet ist und den Kolben in eine nichtbetätigte Position vorspannt.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem fünfzehnten Aspekt ist es möglich sicherzustellen, dass der Kolben nach einer Betätigung wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrt.
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Gemäß einem sechszehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis fünfzehnten Aspekte derart hergerichtet, dass die Lenkerbefestigungsstruktur einen ersten Klemmteil und einen zweiten Klemmteil beinhaltet. Der erste Klemmteil ist drehgelenkig mit dem zweiten Klemmteil verbunden.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem sechszehnten Aspekt ist es möglich, die hydraulische Betätigungsvorrichtung auf einfache Art und Weise am Lenker zu befestigen.
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Gemäß einem siebtzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis sechszehnten Aspekte derart hergerichtet, dass die Zylinderbohrung eine Zylinderachse aufweist, die von einer Lenkerachse im Lenkeranordnungsbereich in einer Betätigungsrichtung des Kolbens abweicht.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem siebzehnten Aspekt ist es möglich, einen Bauraum zwischen dem Lenker und dem hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen, so dass zusätzliche Komponenten neben dem Griffabschnitt des Lenkers befestigt werden können.
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Gemäß einem achtzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der ersten bis siebzehnten Aspekte weiterhin ein Entlüftungsventil auf, das flüssigkeitsleitend mit der hydraulischen Flüssigkeitskammer des hydraulischen Vorratsbehälters verbunden ist.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem achtzehnten Aspekt ist es möglich, Luft aus dem hydraulischen Vorratstank zu entfernen.
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Gemäß einem neunzehnten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem achtzehnten Aspekt derart hergerichtet, dass das Entlüftungsventil auf einer ersten Seite der Lenkerbefestigungsanordnung während der hydraulische Vorratsbehälter teilweise auf einer zweiten Seite der Lenkerbefestigungsanordnung angeordnet ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem neunzehnten Aspekt ist es möglich, einen kompakten hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen.
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Gemäß einem zwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads bereitgestellt, die im Wesentlichen ein Basisteil, ein Bedienteil, einen Kolben, eine Lenkerbefestigungsstruktur und einen hydraulischen Vorratsbehälter aufweist. Das Basisteil weist einen Zylinder mit einer Zylinderbohrung auf. Das Bedienteil ist um eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Basisteil verbunden. Der Kolben ist beweglich in der Zylinderbohrung angeordnet und mit dem Bedienteil wirkverbunden, um den Kolben in der Zylinderbohrung zu bewegen. Die Lenkerbefestigungsstruktur ist mit dem Basisteil gekoppelt. Die Lenkerbefestigungsstruktur definiert einen Lenkeranordnungsbereich. Der hydraulische Vorratsbehälter weist eine mit der Zylinderbohrung verbundene hydraulische Vorratskammer auf. Der Zylinder definiert eine hydraulische Druckkammer mit einem Bauraum zwischen dem Kolben und einem Flüssigkeitsauslassanschluss des Zylinders. Der hydraulische Vorratsbehälter ist teilweise auf einer ersten Seite der Lenkerbefestigungsstruktur angeordnet während die hydraulische Druckkammer auf einer zweiten Seite der Lenkerbefestigungsstruktur angeordnet ist gesehen in einer Schwenkachsenrichtung parallel zu der Schwenkachse des Bedienteils.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem zwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil der hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem einundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung für ein kleines Fahrzeug einschließlich eines Fahrrads bereitgestellt, die im Wesentlichen ein Basisteil, ein Bedienteil, einen Kolben, eine Lenkerbefestigungsstruktur, einen hydraulischen Vorratsbehälter und ein Entlüftungsventil aufweist. Das Basisteil weist einen Zylinder mit einer Zylinderbohrung auf. Das Bedienteil ist um eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Basisteil verbunden. Der Kolben ist beweglich in der Zylinderbohrung angeordnet und mit dem Bedienteil wirkverbunden, um den Kolben in der Zylinderbohrung zu bewegen. Die Lenkerbefestigungsstruktur ist mit dem Basisteil gekoppelt. Die Lenkerbefestigungsstruktur definiert einen Lenkeranordnungsbereich. Der hydraulische Vorratsbehälter weist eine mit der Zylinderbohrung verbundene hydraulische Vorratskammer auf. Das Entlüftungsventil ist flüssigkeitsleitend mit der hydraulischen Flüssigkeitskammer des hydraulischen Vorratsbehälters verbunden. Das Entlüftungsventil ist auf einer ersten Seite der Lenkerbefestigungsstruktur angeordnet während der hydraulische Vorratsbehälter teilweise auf einer zweiten Seite der Lenkerbefestigungsstruktur angeordnet gesehen in einer Schwenkachsenrichtung parallel zu der Schwenkachse des Bedienteils.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem einundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter mit einem Entlüftungsventil zum Entfernen der Luft aus dem hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil der hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem zweiundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem zwanzigsten oder einundzwanzigsten Aspekt derart hergerichtet, dass die Zylinderbohrung eine Zylinderachse definiert, und der hydraulische Vorratsbehälter sich entlang einer Längsachse erstreckt und zumindest teilweise die Zylinderbohrung überlappt gesehen in einer Schwenkachsenrichtung parallel zu der Schwenkachse des Betätigungsbauteils. Die Längsachse ist angewinkelt mit Bezug zu der Zylinderachse in einem Bereich von 3 bis 25 Grad gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem zweiundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil der hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen.
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Gemäß einem dreiundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis zweiundzwanzigsten Aspekte derart hergerichtet, dass die Zylinderbohrung eine Zylinderachse aufweist, die nicht senkrecht zu einer Lenkerachse im Lenkeranordnungsbereich ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreiundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, ein relativ kompaktes Profil beizubehalten.
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Gemäß einem vierundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreiundzwanzigsten Aspekt derart hergerichtet, dass die Zylinderachse nicht parallel zu der Lenkerachse im Lenkeranordnungsbereich ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem vierundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen Bauraum zwischen dem Lenker und dem Zylinder bereitzustellen, so dass zusätzliche Komponenten neben dem Griffabschnitt des Lenkers befestigt werden können.
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Gemäß einem fünfundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreiundzwanzigsten oder vierundzwanzigsten Aspekt derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratsbehälter sich entlang einer Längsachse erstreckt die nicht senkrecht zu der Lenkerachse im Lenkeranordnungsbereich ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem fünfundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, den hydraulischen Vorratsbehälter in einer kompakten Art und Weise anzuordnen.
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Gemäß einem sechsundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß dem fünfundzwanzigsten Aspekt derart hergerichtet, dass die Längsachse nicht parallel zu der Lenkerachse im Lenkeranordnungsbereich ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem sechsundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen Bauraum zwischen dem Lenker und dem hydraulischen Vorratstank bereitzustellen, so dass zusätzliche Komponenten neben dem Griffabschnitt des Lenkers befestigt werden können.
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Gemäß einem siebenundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis sechsundzwanzigsten Aspekte derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratstank einen nahe der Lenkachse liegenden Endabschnitt aufweist. Ein Abstand zwischen dem Endabschnitt und der Lenkerachse gesehen in Schwenkachsenrichtung und parallel zu der Schwenkachse des Bedienteils ist gleich oder kleiner als 12 Millimeter.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem siebensundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen hydraulischen Vorratstank bereitzustellen, während gleichzeitig ein relativ kompaktes Profil der hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit Bezug zu dem Lenker beibehalten wird. Dadurch ist es möglich, für eine einfachere Betätigung des Bedienteils die Schwenkachse näher an dem Lenker anzuordnen
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Gemäß einem achtundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis siebensundzwanzigsten Aspekte derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratsbehälter mit Bezug zu dem Lenkeranordnungsbereich versetzt ist gesehen in einer zweiten senkrechten Richtung senkrecht zu der Schwenkachse des Bedienteils.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem achtundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen Bauraum zwischen dem Lenker und dem hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen, so dass neben dem Griffabschnitt des Lenkers zusätzliche Komponenten befestigt werden können.
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Gemäß einem neunundzwanzigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis achtundzwanzigsten Aspekte derart hergerichtet, dass der hydraulische Vorratsbehälter eine Deckelöffnung, die eine maximale Breite definiert, und eine Vorratsbohrung, die sich von der Deckelöffnung erstreckt, aufweist, wobei die Vorratsbohrung eine maximale Tiefe definiert, die größer ist als die maximale Breite.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem neunundzwanzigsten Aspekt ist es möglich, einen kompakten hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen.
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Gemäß einem dreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis neunundzwanzigsten Aspekte derart hergerichtet, dass die Vorratsbohrung eine zylindrische Gestaltungsform aufweist.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreißigsten Aspekt ist es möglich, die Vorratsbohrung einfach herzustellen.
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Gemäß einem einunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis dreißigsten Aspekte derart hergerichtet, dass die Schwenkachse des Bedienteils derart angeordnet ist, dass das Bedienteil den Kolben in der Zylinderbohrung von einer nicht-betätigten in einer betätigte Position drückt, wenn der Bedienteil um die Schwenkachse herum betätigt wird
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem einunddreißigsten Aspekt ist es möglich, den Kolben durch Nutzung des Bedienteils einfach betätigen zu können.
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Gemäß einem zweiunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis einunddreißigsten Aspekte derart hergerichtet, dass das Bedienteil einen Hebel beinhaltet.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem zweiunddreißigsten Aspekt ist es möglich, den Bedienteil vom Lenker aus einfach zu betätigen.
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Gemäß einem dreiunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis zweiunddreißigsten Aspekte weiterhin ein Vorspannelement auf, das in der Zylinderbohrung angeordnet ist und den Kolben in eine nichtbetätigte Position vorspannt.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem dreiunddreißigsten Aspekt ist es möglich sicherzustellen, dass der Kolben nach einer Betätigung wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrt.
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Gemäß einem vierunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis dreiunddreißigsten Aspekte derart hergerichtet, dass die Lenkerbefestigungsstruktur einen ersten Klemmteil und einen zweiten Klemmteil beinhaltet. Der erste Klemmteil ist drehgelenkig mit dem zweiten Klemmteil verbunden.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem vierunddreißigsten Aspekt ist es möglich, die hydraulische Betätigungsvorrichtung auf einfache Art und Weise am Lenker zu befestigen.
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Gemäß einem fünfunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis vierunddreißigsten Aspekte derart hergerichtet, dass die Zylinderbohrung eine Zylinderachse aufweist, die von einer Lenkerachse im Lenkeranordnungsbereich in einer Betätigungsrichtung des Kolbens abweicht.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem fünfunddreißigsten Aspekt ist es möglich, einen Bauraum zwischen dem Lenker und dem hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen, so dass zusätzliche Komponenten neben dem Griffabschnitt des Lenkers befestigt werden können.
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Gemäß einem sechsunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis fünfunddreißigsten Aspekte weiterhin ein Entlüftungsventil auf, das flüssigkeitsleitend mit der hydraulischen Flüssigkeitskammer des hydraulischen Vorratsbehälters verbunden ist.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem sechsunddreißigsten Aspekt ist es möglich, Luft aus dem hydraulischen Vorratstank zu entfernen.
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Gemäß einem siebenunddreißigsten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung gemäß einem der zwanzigsten bis sechsunddreißigsten Aspekte derart hergerichtet, dass das Entlüftungsventil auf einer ersten Seite der Lenkerbefestigungsanordnung angeordnet ist während der hydraulische Vorratsbehälter teilweise auf einer zweiten Seite der Lenkerbefestigungsanordnung angeordnet ist gesehen in Schwenkachsenrichtung.
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Mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß dem siebenunddreißigsten Aspekt ist es möglich, einen kompakten hydraulischen Vorratsbehälter bereitzustellen.
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Auch andere Gegenstände, Merkmale, Aspekte und Vorteile der offenbarten hydraulischen Betätigungsvorrichtung werden dem Fachmann aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung ersichtlich, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen eine Ausführungsform der hydraulischen Betätigungsvorrichtung offenbart.
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Bezugnehmend nun auf die beigefügten Zeichnungen, die Teil der ursprünglichen Offenbarung bilden:
- 1 ist eine Draufsicht auf einen Teil eines Lenkers, der mit einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform ausgestattet ist;
- 2 ist eine Ansicht von unten auf den in 1 dargestellten Teil des Lenkers und der Betätigungsvorrichtung;
- 3 ist eine vergrößerte äußere Seitenansicht der in 1 und 2 dargestellten Betätigungsvorrichtung, bei welcher der Lenker im Querschnitt dargestellt ist;
- 4 ist eine Querschnittsansicht der in 1 bis 3 dargestellten Betätigungsvorrichtung ist, die entlang einer Schnittebene senkrecht zu einer Schwenkachse des Bremsbetätigungselements (Hebel) verläuft und durch eine Zylinderachse einer im Basisteil vorgesehenen Zylinderbohrung verläuft;
- 5 ist eine zu 4 ähnliche Querschnittsansicht der in 1 bis 4 dargestellten Betätigungsvorrichtung, bei der jedoch das Bremsbetätigungselements (Hebel) in eine betätigte Stellung gebracht wurde;
- 6 ist eine hintere Seitenansicht der in 1 bis 5 dargestellten Betätigungsvorrichtung; und
- 7 ist eine Querschnittsansicht der in 1 bis 6 dargestellten Betätigungsvorrichtung, die entlang einer Schnittebene parallel zur Schwenkachse des Bremsbetätigungselementes (Hebel) durch die Zylinderachse der im Basisteil vorgesehenen Zylinderbohrung geführt wird.
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Innerhalb der Beschreibung der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung bezeichnen Referenzziffern entsprechende oder identische Elemente in den verschiedenen Zeichnungen.
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Zunächst ist in Bezug auf die 1 und 2 eine Betätigungsvorrichtung 10 gemäß einer anschaulichen Ausführungsform dargestellt. Die Betätigungsvorrichtung 10 ist hier eine fahrradhydraulische Betätigungsvorrichtung. Im Einzelnen ist die Betätigungsvorrichtung 10 eine fahrradhydraulische Bremsbetätigungsvorrichtung zur Betätigung einer hydraulisch betätigten Vorrichtung. Nachfolgend wird die Betätigungsvorrichtung 10 auf die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 bezogen, da die abgebildete Ausführung der Betätigungsvorrichtung 10 zum Betrieb einer hydraulisch betätigten Vorrichtung verwendet wird. Die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 ist an einem Fahrrad montiert, von dem nur ein Teil eines Lenkers H abgebildet ist. Fahrräder mit dieser Art von Lenker sind als lenkergesteuerte Fahrzeuge bekannt. Die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 ist über einen Hydraulikschlauch 14 mit der hydraulisch betätigten Vorrichtung (nicht abgebildet) verbunden. Wie in den 1 und 2 dargestellt, ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 eine rechtsseitige hydraulische Bremsbetätigungsvorrichtung, die von der rechten Hand des Fahrers betätigt wird, um die hydraulische Betätigungsvorrichtung wie zum Beispiel einen Scheibenbremssattel zu betätigen. Für den Fachmann im Fahrradbereich wird deutlich, dass die Konfiguration der hydraulischen Betätigungsvorrichtung 10 an eine linke hydraulische Bremsbetätigungsvorrichtung angepasst werden kann, die von der linken Hand des Fahrers bedient wird. Die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 kann auch mit anderen Fahrradkomponenten als einem Scheibenbremssattel verwendet werden.
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Die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 besteht aus einem Basisteil 20, einer Lenkerbefestigungsstruktur 22 und einem Bedienteil 24. In der abgebildeten Ausführung ist die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 am Lenker (Fahrradlenker) H durch die Lenkerbefestigungsstruktur 22 befestigt. Die Lenkerbefestigungsstruktur 22 ist mit dem Basisteil 20 gekoppelt. Die Lenkerbefestigungsstruktur 22 definiert einen Lenkeranordnungsbereich A, der einen Lenkeraufnahmebereich B aufweist (1 und 2). Das Basisteil 20 enthält ein Auflagewiderlager 26, das so angeordnet ist, dass es eine Außenfläche OS des Lenkers H berührt, wenn sich die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 im eingebauten Zustand befindet. Insbesondere hat das Auflagewiderlager 26 eine gekrümmte Auflagefläche 26a (3), die im eingebauten Zustand der Betätigungsvorrichtung 10 die Außenfläche OS des Lenkers H berührt.
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In der abgebildeten Ausführungsform ist das Bedienteil 24 um eine Schwenkachse P schwenkbar mit dem Basisteil 20 gekoppelt. Wie in 2 dargestellt, ist die Schwenkachse P in Bezug auf die Lenkerbefestigungsstruktur 22 so angeordnet, dass ein Winkel α1 mit einem Bereich von vierzig Grad bis fünfundsechzig Grad, gemessen zwischen einer Lenkerachse X1 und einer Verbindungslinie zwischen der Schwenkachse P und einem Mittelpunkt C des Lenkeraufnahmebereichs B, in einer Schwenkachsenrichtung D1 gesehen, die parallel zur Schwenkachse P verläuft, definiert wird. Die Schwenkachsenrichtung D1 ist in den 1, 2, 4 und 5 mit dem Symbol „⊗“ dargestellt. Vorzugsweise ist der Bereich des Winkels α1 dreiundfünfzig Grad bis achtundfünfzig Grad. In der dargestellten Ausführungsform beträgt der Winkel α1 ungefähr 55 Grad. Außerdem ist die Schwenkachse P von der Lenkerachse X1 um einen Abstand L1 mit einem Bereich von fünfundzwanzig Millimetern bis vierzig Millimetern, gemessen in einer Richtung D2, die senkrecht zur Lenkerachse X1 verläuft und in der Schwenkachsenrichtung D1 gesehen, die parallel zur Schwenkachse P verläuft, beabstandet. Die Richtung D2 ist in den 6 und 7 mit dem Symbol „⊗“ dargestellt. Auch die Richtung D2 stellt eine erste senkrechte Richtung D2 dar, da die Richtung D2 senkrecht zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 ist. In der dargestellten Ausführungsform ist die erste senkrechte Richtung D2 sowohl zur Schwenkachse P als auch zur Lenkerachse X1 senkrecht. Vorzugsweise liegt der Bereich des Abstandes L1 bei dreißig Millimetern bis achtunddreißig Millimetern. In der dargestellten Ausführungsform beträgt der Abstand L1 etwa vierunddreißig bis fünfunddreißig Millimeter.
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Wie in 2 zu sehen ist, ist das Auflagewiderlager 26 in einer Lenkerachsenrichtung D3, die parallel zu einer Lenkerachse X1 ist, um eine axiale Breite W1 mit einem Bereich von zehn Millimetern bis dreißig Millimetern vom Lenkeraufnahmebereich B der Lenkerbefestigungsstruktur 22 beabstandet. In der abgebildeten Ausführungsform bildet die Lenkerachsenrichtung D3 eine zweite senkrechte Richtung D3, da die Lenkerachsenrichtung D3 senkrecht zur Schwenkachse P steht. Der Lenkeraufnahmebereich B der Lenkerbefestigungsstruktur 22 hat eine axiale Breite W2 mit einem Bereich von zehn Millimetern bis fünfundzwanzig Millimetern, gemessen in Lenkerachsenrichtung D3. Andererseits hat das Auflagewiderlager 26 eine axiale Breite W3 in einem Bereich von drei Millimetern bis acht Millimetern, gemessen in Lenkerachsenrichtung D3. Somit ist die axiale Breite W3 des Auflagewiderlagers 26 kleiner als die axiale Breite W2 des Lenkeraufnahmebereichs B der Lenkerbefestigungsstruktur 22. In der dargestellten Ausführungsform beträgt die axiale Breite W2 etwa sechzehn Millimeter. In der dargestellten Ausführungsform beträgt die axiale Breite W3 etwa fünf Millimeter.
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Der Lenkeranordnungsbereich A der Lenkerbefestigungsstruktur 22 hat ein Längenmaß, das einem Längenmaß des Lenkers H in axialer Richtung und einem Breitenmaß entspricht, das dem Durchmesser des Lenkers H entspricht. Der Lenkeraufnahmebereich A erstreckt sich entlang der Lenkerachse X1. Die Lenkerachse X1 erstreckt sich in Längsrichtung entlang des Lenkers H zwischen den gegenüberliegenden Enden des Lenkers H. Somit fällt der Lenkeranordnungsbereich A mit dem Lenker H im Befestigungszustand zusammen.
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In der in 3 dargestellten Ausführungsform besteht die Lenkerbefestigungsstruktur 22 aus einem ersten Klemmteil 30 und einem zweiten Klemmteil 32. Genauer gesagt weist die Lenkerbefestigungsstruktur 22 einen Lenkerklemmteil mit dem ersten Klemmteil 30 und dem zweiten Klemmteil 32 auf. Das erste Klemmteil 30 ist schwenkbar mit dem zweiten Klemmteil 32 verbunden. Im Einzelnen hat das erste Klemmteil 30 ein erstes Ende, das am Basisteil 20 befestigt ist, und ein zweites Ende, das mit dem zweiten Klemmteil 32 durch einen Drehzapfen 34 gelenkig verbunden ist. Das zweite Klemmteil 32 hat ein erstes Ende, das durch einen Befestigungsbolzen 36 lösbar mit dem ersten Klemmteil 30 verbunden ist und ein zweites Ende, das durch den Drehzapfen 34 gelenkig mit dem ersten Klemmteil 30 verbunden ist. Durch Anziehen des Befestigungsbolzens 36 werden die ersten Enden des ersten und zweiten Klemmteils 30 und 32 zusammengeschoben, um das erste und zweite Klemmteil 30 und 32 um den Lenker H zu spannen.
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Wie in den 1, 2, 4 und 5 dargestellt, enthält das Bedienteil 24 einen Hebel 38. Dabei wird der Hebel 38 hier relativ zum Basisteil 20 durch einen Drehzapfen 40 aus einer (unbetätigten) Ruhestellung (1, 2 und 4) in eine Betriebsstellung (5) geschwenkt. Der Drehzapfen 40 definiert die Schwenkachse P. Dabei enthält das Bedienteil 24 hier zusätzlich ein Betätigungsteil 42 und ein Reichweitenverstellteil 44. Das Betätigungsteil 42 ist über den Drehzapfen 40 relativ zum Basisteil 20 schwenkbar gelagert. Das Betätigungsteil 42 ist über das Reichweitenverstellteil 44 mit dem Hebel 38 verstellbar gekoppelt, so dass der Hebel 38 gegenüber dem Betätigungsteil 42 drehbar ist. Das Reichweitenverstellteil 44 ist einstellbar, um die Relativposition des Hebels 38 zum Betätigungsteil 42 zu verändern. Mit anderen Worten, das Reichweitenverstellteil 44 ist verstellbar, um eine Ruheposition oder unbetätigte Position des Hebels 38 relativ zum Basisteil 20 zu verändern. Da die Mechanismen der Reichweitenanpassung bekannt und optional sind, wird hier nicht näher auf den Reichweitenverstellteil 44 eingegangen.
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Die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 besteht weiterhin aus einer Zylinderbohrung 46 und einem Kolben 48. Die Zylinderbohrung 46 ist am Basisteil 20 vorgesehen. Im Einzelnen enthält das Basisteil 20 einen Zylinder 50 mit der Zylinderbohrung 46. Mit anderen Worten, der Zylinder 50 definiert die Zylinderbohrung 46. Wie in den 4 und 5 dargestellt, definieren die Lenkerbefestigungsstruktur 22, das Basisteil 20 (der Zylinder 50) und das Auflagewiderlager 26 einen Spalt G zwischen dem Basisteil 20 (dem Zylinder 50) und dem Lenker H in Schwenkachsenrichtung D1, wenn sich die Betätigungsvorrichtung 10 im eingebauten Zustand befindet. Der Spalt G verengt sich in Lenkerachsenrichtung D3, da sich der Spalt G von der Lenkerbefestigungsstruktur 22 zum Auflagewiderlager 26 hin erstreckt.
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Der Zylinder 50 definiert eine hydraulische Druckkammer 50a mit einem Raum zwischen dem Kolben 48 und einem Flüssigkeitsauslass 52 des Zylinders 50. Wie in 4 dargestellt, ist die hydraulische Druckkammer 50a vollständig gegenüberliegend der Schwenkachse P in Bezug auf die Lenkerbefestigungsstruktur 22 angeordnet. Die Schwenkachse P des Bedienteils 24 ist so angeordnet, dass das Bedienteil 24 den Kolben 48 innerhalb der Zylinderbohrung 46 aus einer nicht betätigten Stellung (4) in eine betätigte Stellung (5) schiebt, wenn das Bedienteil 24 um die Schwenkachse P betätigt wird.
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Der Kolben 48 ist beweglich in der Zylinderbohrung 46 angeordnet. Das Bedienteil 24 ist mit dem Kolben 48 gekoppelt, um den Kolben 48 innerhalb der Zylinderbohrung 46 zu bewegen. Die Zylinderbohrung 46 definiert eine Zylinderachse X2. Damit bewegt sich der Kolben 48 linear entlang der Zylinderachse X2. Die Zylinderachse X2 ist hier also die zentrale Zylinderachse, die sich in Bewegungsrichtung des Kolbens 48 innerhalb der Zylinderbohrung 46 erstreckt. Wie in den 1, 2 und 4 zu sehen ist, steht die Zylinderachse X2 nicht senkrecht zur Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereichs A in der Schwenkachsenrichtung D1, die parallel zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 ist. Wie in den 1 bis 4 zu sehen ist, ist die Zylinderachse X2 außerdem nicht parallel zur Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereichs A in Schwenkachsenrichtung D1. Die Zylinderachse X2 weicht von der Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereichs A in einer Betätigungsrichtung des Kolbens 48 (das heißt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach links) ab. Insbesondere, wie in den 1 und 2 dargestellt, weicht die Zylinderachse X2 von der Lenkerachse X1 ab und bildet in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen einen spitzen Winkel α2 mit der Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereiches A. Vorzugsweise liegt der spitze Winkel α2 in einem Bereich von fünf Grad bis fünfundzwanzig Grad. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der spitze Winkel α2 etwa fünfzehn Grad. Weiterhin ist die Zylinderachse X2 in Richtung D2 gesehen parallel zur Lenkerachse X1. Weiterhin ist die Zylinderachse X2 von der Lenkerachse X1 in Lenkerachsenrichtung D3 versetzt.
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Das Bedienteil 24 enthält außerdem eine Schub- oder Pleuelstange 54, die den Hebel 38 und das Betätigungsteil 42 mit dem Kolben 48 in Wirkverbindung bringt. So wird beispielsweise das Bedienteil 24 mit dem Kolben 48 gekoppelt, um den Kolben 48 innerhalb der Zylinderbohrung 46 zu bewegen. Der Kolben 48 enthält vorzugsweise einen ersten Dichtring 56A und einen zweiten Dichtring 56B. Der erste und zweite Dichtring 56A und 56B stehen in Gleitkontakt mit der Zylinderbohrung 46. Der erste Dichtring 56A ist vom zweiten Dichtring 56B entlang der Zylinderachse X2 der Zylinderbohrung 46 beabstandet. Die ersten und zweiten Dichtringe 56A und 56B sind vorzugsweise elastomere O-Ringe (zum Beispiel aus Gummi), die jeweils ein gleichmäßiges Querschnittsprofil aufweisen. Wie in 6 zu sehen ist, überlappt der Kolben 48 zumindest teilweise die Lenkerbefestigungsstruktur 22 in der ersten senkrechten Richtung D2 gesehen, die senkrecht zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 steht. In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel ist die erste senkrechte Richtung D2 sowohl zur Schwenkachse P als auch zur Lenkerachse X1 senkrecht.
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Wie in den 4 und 7 dargestellt, besteht die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 weiterhin aus einem Vorspannelement 58, das in der Zylinderbohrung 46 angeordnet ist und den Kolben 48 in eine unbetätigte Stellung vorspannt. Dabei ist das Vorspannelement 58 hier eine Schraubenfeder, die den Kolben 48 in die unbetätigte (Ausgangs- oder Ruhestellung) vorspannt. Das Vorspannelement 58 spannt auch das Bedienteil 24 in seine Ruhestellung (das heißt, keine äußere Kraft wirkt auf den Hebel 38), wie in den 4 und 7 dargestellt. So komprimiert der Kolben 48 das Vorspannelement 58, während sich der Kolben 48 in der Zylinderbohrung 46 als Reaktion auf eine Betätigung des Hebels 38 des Bedienteils 24 bewegt.
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Auch in dem abgebildeten Ausführungsbeispiel weist die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 einen hydraulischen Vorratsbehälter 60 auf. Das Basisteil 20 umfasst insbesondere den hydraulischen Vorratsbehälter 60, der mit dem Zylinder 50 in Fluidverbindung steht. Der hydraulische Vorratsbehälter 60 erstreckt sich entlang der Zylinderbohrung 46. Wie in 3 dargestellt, ist der hydraulische Vorratsbehälter 60 gegenüber dem Lenkeranordnungsbereich A in Lenkerachsenrichtung D3 entlang der Lenkerachse X1, die senkrecht zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 steht, versetzt. In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel ist die zweite senkrechte Richtung (die Lenkerachsenrichtung) D3 senkrecht zur Schwenkachse P und parallel zur Lenkerachse X1. Wie in den 4 und 5 dargestellt, überlappt der hydraulische Vorratsbehälter 60 zumindest teilweise den Lenkeranordnungsbereich A in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen, der parallel zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 liegt.
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In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der hydraulische Vorratsbehälter 60 entlang einer Längsachse X3. Der hydraulische Vorratsbehälter 60 überlappt zumindest teilweise die Zylinderbohrung 46 in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen, die parallel zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 liegt. Wie in 1 zu sehen ist, ist die Längsachse X3 gegenüber der Zylinderachse X2 in Richtung der Schwenkachse D1 gesehen in einem Bereich von drei Grad bis fünfundzwanzig Grad geneigt. Mit anderen Worten, ein Winkel α3 zwischen der Zylinderachse X2 und der Längsachse X3 in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen liegt in einem Bereich von drei Grad bis fünfundzwanzig Grad. In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel α3 etwa fünf Grad. Außerdem steht die Längsachse X3, wie in 1 dargestellt, nicht senkrecht zur Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereichs A in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen. Auch ist die Längsachse X3 nicht parallel zur Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereichs A in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen. Wie in 6 dargestellt, ist die Längsachse X3 in Richtung D2 gesehen gegenüber der Zylinderachse X2 in einem Bereich von fünf Grad bis fünfundzwanzig Grad geneigt. Mit anderen Worten, ein Winkel α4 in Richtung D2 gesehen zwischen der Zylinderachse X2 und der Längsachse X3 liegt in einem Bereich von fünf Grad bis fünfundzwanzig Grad. In der abgebildeten Ausführungsform beträgt der Winkel α4 etwa zehn Grad.
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Wie in 7 zu sehen ist, besitzt der hydraulische Vorratsbehälter 60 eine Hydraulikflüssigkeitskammer 62, die mit der Zylinderbohrung 46 fluidisch verbunden ist. Hier wird die Hydraulikflüssigkeit in der Hydraulikflüssigkeitskammer 62 über einen ersten Fluidanschluss 64 der Zylinderbohrung 46 zugeführt. Der erste Fluidanschluss 64 öffnet sich zur Zylinderbohrung 46 innerhalb eines Kolbenhubs des Kolbens 48. Die Hydraulikflüssigkeitskammer 62 ist außerdem über einen zweiten Fluidanschluss 66, der sich zwischen dem ersten und zweiten Dichtring 56A und 56B zur Zylinderbohrung 46 öffnet, mit der Zylinderbohrung 46 fluidisch verbunden. Die Hydraulikflüssigkeitskammer 62 bildet einen Hydraulikbehälter. Der Hydraulikbehälter erstreckt sich entlang der Längsachse X3, die nicht senkrecht zur Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereiches A in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen ist. Auch die Längsachse X3 des Hydraulikbehälters ist nicht parallel zur Lenkerachse X1 des Lenkeranordnungsbereichs A in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen.
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Wie in 7 zu sehen ist, enthält der hydraulische Vorratsbehälter 60 eine Membran 68, die zumindest teilweise die Hydraulikflüssigkeitskammer 62 und eine Luftkammer 70 definiert. Hier ist der hydraulische Vorratsbehälter 60 mit dem Basisteil 20 einstückig ausgebildet. Auf diese Weise wird die Hydraulikflüssigkeitskammer 62 teilweise durch das Basisteil 20 definiert. Der hydraulische Vorratsbehälter 60 hat eine Deckelöffnung 60a, die eine maximale Breite W definiert (3) und eine von der Deckelöffnung 60a ausgehende Vorratsbohrung 60b. Die Vorratsbohrung 60b definiert eine maximale Tiefe D (6), die größer ist als die maximale Breite W. Die Vorratsbohrung 60b hat eine zylindrische Form. Der hier verwendete Begriff „zylindrische Form“ umfasst auch eine polygonale Form. Hier ist der transversale Querschnitt der Speicherbohrung 60b kreisförmig. Der transversale Querschnitt der Speicherbohrung 60b kann jedoch polygonal, wie ein Achteck oder ein Rechteck, sein. Die Deckelöffnung 60a wird durch einen in der Deckelöffnung 60a angeordneten Stopfen 72 verschlossen. Der Stopfen 72 hält auch die Membran 68 im Hydrauliktank 60. Vorzugsweise hat der Stopfen 72 eine Belüftung 72a, welche die Luftkammer 70 fluidisch mit der Außenseite verbindet.
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Wie in den 1, 2 und 4 dargestellt, hat der hydraulische Vorratsbehälter 60 einen Endabschnitt 74, der der Lenkerachse X1 am nächsten liegt. Ein Abstand L2 zwischen dem Endabschnitt 74 und der Lenkerachse X1 in Schwenkachsenrichtung D1 gesehen, die parallel zur Schwenkachse P des Bedienteils 24 liegt, ist gleich oder kleiner als zwölf Millimeter. Vorzugsweise ist der Abstand L2 gleich oder kleiner als neun Millimeter. In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand L2 etwa sechs Millimeter. Vorzugsweise ist der Abstand L2 gleich oder größer als 0 mm. Der Abstand L2 kann jedoch minus (negativ) sein. Mit anderen Worten, der Endabschnitt 74 kann über die Lenkerachse X1 hinausgehend in Bezug auf die Schwenkachse P angeordnet werden. Außerdem ist der hydraulische Vorratsbehälter 60 (1), wie in 4 dargestellt, teilweise auf einer ersten Seite S1 der Lenkerbefestigungsstruktur 22 angeordnet, während die hydraulische Druckkammer 50a in Richtung D1 gesehen auf einer zweiten Seite S2 der Lenkerbefestigungsstruktur 22 angeordnet ist.
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Wie in den 1, 4 und 7 dargestellt, besteht die hydraulische Betätigungsvorrichtung 10 weiterhin aus einem Entlüftungsventil 80, das mit der Hydraulikflüssigkeitskammer 62 des hydraulischen Vorratsbehälters 60 fluidisch verbunden ist. Das Entlüftungsventil 80 enthält hier eine Gewindeöffnung 82 und eine Entlüftungsschraube 84, die in die Gewindeöffnung 82 eingeschraubt wird. Wie in 4 dargestellt, befindet sich das Entlüftungsventil 80 auf der ersten Seite S1 der Lenkerbefestigung 22, während der hydraulische Vorratsbehälter 60 (1) teilweise auf der zweiten Seite S2 der Lenkerbefestigungsstruktur 22 in Schwenkachsenrichtung D1 angeordnet ist.
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Wie hier verwendet, beziehen sich die folgenden Richtungsbegriffe „Rahmenseite“, „Nichtrahmenseite“, „vorwärts“, „rückwärts“, „vorne“, „hinten“, „oben“, „unten“, „oberhalb“, „unterhalb“, „aufwärts“, „abwärts“, „nach oben“, „nach unten“, „Oberseite“, „Unterseite“, „seitlich“, „vertikal“, „horizontal“, „senkrecht“ und „transversal“ sowie alle anderen ähnlichen Richtungsbegriffe auf die Richtungen eines Fahrrades (eines kleinen Fahrzeugs) in aufrechter Sitzposition und ausgestattet mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung. Dementsprechend sind diese Richtungsbegriffe, wie sie zur Beschreibung der hydraulischen Betätigungsvorrichtung verwendet werden, relativ zu einem Fahrrad (einem kleinen Fahrzeug) in aufrechter Fahrposition auf einer horizontalen Fläche zu interpretieren, das mit der hydraulischen Betätigungsvorrichtung ausgestattet ist. Die Begriffe „links“ und „rechts“ werden verwendet, um das „rechts“ zu bezeichnen, wenn von der Rückseite des Fahrrads aus gesehen auf die rechte Seite des Fahrrads Bezug genommen wird, und das „links“, wenn auf die linke Seite Bezug genommen wird.
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Während zur Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung nur ausgewählte Ausführungsbeispiele gewählt wurden, wird dem Fachmann aus dieser Offenbarung ersichtlich, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen hierin vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, abzuweichen. Beispielsweise können, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, die Größe, Form, Lage oder Ausrichtung der verschiedenen Komponenten nach Bedarf und/oder Wunsch geändert werden, sofern die Änderungen ihre beabsichtigte Funktion nicht wesentlich beeinträchtigen. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, können Bauteile, die direkt miteinander verbunden sind oder sich berühren, Zwischenstrukturen aufweisen, sofern die Änderungen die beabsichtigte Funktion nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Funktionen eines Elements können von zweien ausgeführt werden und umgekehrt, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Strukturen und Funktionen eines Bauteils können in ein anderes Bauteil übernommen werden. Es ist nicht notwendig, dass alle Vorteile gleichzeitig in einer bestimmten Ausführungsform vorhanden sind. Jedes Merkmal, das aus dem Stand der Technik einzigartig ist, allein oder in Kombination mit anderen Merkmalen, sollte auch als separate Beschreibung weiterer Erfindungen des Anmelders angesehen werden, einschließlich der strukturellen und/oder funktionalen Konzepte, die durch dieses Merkmal bzw. diese Merkmale verkörpert werden. Die vorstehenden Beschreibungen der Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung dienen daher nur der Veranschaulichung und nicht der Einschränkung der Erfindung im Sinne der beigefügten Ansprüche und ihrer Äquivalente.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Betätigungsvorrichtung
- 14
- Schlauch
- 20
- Basisteil
- 22
- Lenkerbefestigungsstruktur
- 24
- Bedienteil
- 26
- Auflagewiderlager
- 26a
- gekrümmte Auflagefläche
- 30
- erstes Klemmteil
- 32
- zweites Klemmteil
- 34
- Drehzapfen
- 36
- Befestigungsbolzen
- 38
- Hebel
- 40
- Drehzapfen
- 42
- Betätigungsteil
- 44
- Reichweiteneinstellteil
- 46
- Zylinderbohrung
- 48
- Kolben
- 50
- Zylinder
- 50a
- hydraulische Druckkammer
- 52
- Flüssigkeitsauslass
- 54
- Schub- oder Pleuelstange
- 56A
- erster Dichtring
- 56B
- zweiter Dichtring
- 58
- Vorspannelement
- 60
- hydraulischer Vorratsbehälter
- 60a
- Deckelöffnung
- 60b
- Vorratsbohrung
- 62
- Hydraulikflüssigkeitskammer
- 64
- erster Fluidanschluss
- 66
- zweiter Fluidanschluss
- 68
- Membran
- 70
- Luftkammer
- 72
- Stopfen
- 72a
- Belüftung
- 74
- Endabschnitt
- 80
- Entlüftungsventil
- 82
- Gewindeöffnung
- 84
- Entlüftungsschraube
- α1, α2, α3, α4
- Winkel
- A
- Bereich der Lenkeranordnung
- D
- maximale Tiefe
- D1
- Schwenkachsenrichtung
- D2
- erste senkrechte Richtung
- D3
- Lenkerachsrichtung / dritte senkrechte Richtung
- G
- Spalt
- H
- Lenker
- L1, L2
- Abstand
- OS
- Außenseite
- P
- Schwenkachse
- S1
- erste Seite
- S2
- zweite Seite
- W
- maximale Breite
- W1, W2, W3
- axiale Breite
- X1
- Lenkerachse
- X2
- Zylinderachse
- X3
- Längsachse