DE102018007188B4 - Gleitschleifkörper - Google Patents
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Abstract
Gleitschleifkörper (1) mit zwei sich zuspitzenden Abschnitten (2), die einem Basisquerschnitt (4) gekrümmt oder gekrümmt und helixförmig entspringen, wobei die Geometrie des Basisquerschnitts (4) gekrümmte Flanken aufweist, wobei der mittlere Basisquerschnitt am größten ist und sich der Querschnitt zu den Spitzen der Abschnitte (2) hin linear oder exponentiell verkleinert.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Gleitschleifkörper mit zwei sich zuspitzenden Abschnitten, die mit zwei helixförmigen Krümmungen überlagert sind und einem diesen verbindenden Basisquerschnitt entspringen. Dieser besteht vorzugsweise aus einer Art ungleichem Dreieck, kann aber auch rund, elliptisch, quadratisch sein oder aus einer anderen Geometrie bestehen.
- Ein derartiger Gleitschleifkörper ist aus der
DE 10 2006 047 442 B3 undDE 25 380 53 A1 vorbekannt. Diese Druckschriften beschreiben kegelförmige bzw. pyramidale Schleifkörper, die jeweils einen Spitzenabschnitt besitzen, dem eine Basisfläche gegenüberliegt. Die Basisfläche bildet jeweils den flächengrößten Durchmesser. Kegelstumpfförmige Schleifkörper werden von derDE 27 35 399 A1 offenbart. DieEP 05 23 624 A2 beschreibt anhand eines im Wesentlichen kegelstumpfförmigen Gleitschleifkörpers dessen Zusammensetzung. Der Basisquerschnitt eines dort beschriebenen Gleitschleifkörpers hat eine Zylinderform. - Die
US 2,947,124 A beschreibt verschieden gestaltete, u.a. auch prismatisch geformte Gleitschleifkörper. - Zum Gleitschleifen von komplexen und präzisen Werkstücken mit tiefen Taschen bzw. Sacklöchern werden Gleitschleifkörper benötigt, die klein bzw. die so gestaltet sind, dass sie die zu bearbeitende Werkstückoberfläche gleichmäßig erreichen, ohne zu verklemmen. Ferner sollten die Schleifkörper so geformt sein, dass eine Siebtrennung möglich ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die glättungsbildenden Schleifkörper anwendungstechnisch zu verbessern. Insbesondere soll die Klemmneigung deutlich reduziert und eine sehr gleichmäßige Bearbeitung über komplexe Werkstückoberflächen gewährleistet werden.
- Gelöst wird die Aufgabe durch einen Gleitschleifkörper mit den Merkmalen nach Patentanspruch 1. Die weiteren Ansprüche beinhalten bevorzugte Ausgestaltungen und Anwendungen.
- Zunächst und im Wesentlichen ist vorgesehen, dass zwei zugespitzte Abschnitte einem größeren Mittelquerschnitt gerade oder gekrümmt entspringen. Dadurch entsteht ein bevorzugt symmetrisch sichelförmiger Schleifkörper. Der mittlere Basisquerschnitt ist am größten und wird vorzugsweise durch eine Art Dreieck gebildet, wobei die zwei kürzeren Schenkel nach außen und der lange Schenkel nach innen gekrümmt sind. Es sind auch beliebige andere Geometrien für den Basisquerschnitt verwendbar wie z.B. Kreis, Ellipse, Rechteck, Quadrat, Vieleck mit geraden oder gekrümmten Flanken mit und ohne Abrundung, Stern, Winkel.... Zu den Spitzen hin verkleinert sich der Querschnitt linear oder exponentiell. Jede Zuspitzung kann zusätzlich von jeweils einer Helix überlagert werden, die aus dem Basisquerschnitt entspringt. Der Übergang der beiden Helices im Basisquerschnitt kann mit einem Radius verrundet sein. Der Werkstoff des Gleitschleifkörpers kann abhängig vom Anwendungsfall mehr oder weniger abrasiv sein. Es kann sich um ein Compound Material handeln. Der Werkstoff kann ein keramischer Werkstoff sein. Es ist aber auch möglich, dass Hartstoffteilchen in einer Kunstharzmasse, beispielsweise in Polyestermasse oder in einer Epoxydharzmasse oder dergleichen, eingebettet sind. Für bestimmte Anwendungen ist auch eine Ausführung aus Metall, z.B. Stahl oder Edelstahl, denkbar. Es sind auch Ausführungen in verschiedenen Kunststoffen und organischen Materialien möglich. Die Größe des Gleitschleifkörpers kann entsprechend dem Anwendungsfall angepasst werden. Die Größe und Ausprägung des Grundquerschnittes, die Länge und Abrundung der Zuspitzungen sowie die Steigung und Durchmesser der Helix kann den Anwendungen ebenfalls angepasst werden. Je nach Ausführung kann diese Geometrieform für verschiedene Oberflächenbehandlungsverfahren eingesetzt werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen
-
1 die Vorderansicht des Gleitschleifkörpers; -
2 die Seitenansicht des Gleitschleifkörpers; -
3 die Draufsicht des Gleitschleifkörpers, und -
4 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in1 - Der Gleitschleifkörper
1 des Ausführungsbeispiels besitzt zwei zugespitzte Abschnitte2 , die einem größeren Mittelquerschnitt4 helixförmig entspringen. Dadurch entsteht ein symmetrisch sichelförmiger Schleifkörper1 . Der mittlere Basisquerschnitt4 ist am größten und wird durch eine Art Dreieck5 gebildet, wobei die zwei kürzeren Schenkel6 nach außen und der lange Schenkel7 nach innen gekrümmt sind. Zu den Spitzen2 hin verkleinert sich der Querschnitt exponentiell. Jede Zuspitzung2 wird zusätzlich von jeweils einer Helix3 überlagert, die aus dem Basisquerschnitt4 entspringt. Der Übergang der beiden Helices3 im Basisquerschnitt4 ist mit einem Radius9 verrundet. Vom Querschnitt aus schrauben sich die zwei Zuspitzungen2 helixförmig jeweils von der konkaven Seite7 weg. - Der Schleifkörper
1 kann aus einem keramischen Werkstoff sein. Er kann aber auch Hartstoffteilchen, insbesondere abrasive Keramikteilchen aufweisen, die in einer Kunststoffmatrix gebunden sind. Für bestimmte Anwendungen ist auch eine Ausführung aus Metall, z.B. Stahl oder Edelstahl, denkbar. - Die Größe des Gleitschleifkörpers
1 entspricht etwa der Größe der bereits bekannten Schleifkörpergeometrien, kann aber entsprechend dem Anwendungsfall circa 50% größer gewählt werden. Die Größe und Ausprägung des Grundquerschnittes, die Länge und Abrundung der Zuspitzungen sowie die Steigung und Durchmesser der Helix kann den Anwendungen ebenfalls angepasst werden.
Claims (7)
- Gleitschleifkörper (1) mit zwei sich zuspitzenden Abschnitten (2), die einem Basisquerschnitt (4) gekrümmt oder gekrümmt und helixförmig entspringen, wobei die Geometrie des Basisquerschnitts (4) gekrümmte Flanken aufweist, wobei der mittlere Basisquerschnitt am größten ist und sich der Querschnitt zu den Spitzen der Abschnitte (2) hin linear oder exponentiell verkleinert.
- Gleitschleifkörper nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die helixförmigen Krümmungen (3)symmetrisch aus dem Basisquerschnitt (4) ragen. - Gleitschleifkörper nach
Anspruch 1 oder2 , dadurch gekennzeichnet, dass die helixförmigen Krümmungen (3) im Bereich des Basisquerschnitts (4) mit einem Radius verrundet sind. - Gleitschleifkörper nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Basisquerschnitt (4) ein Dreieck bildet, bei dem die beiden kürzeren Schenkel (6) nach außen und der lange Schenkel (7) nach innen gekrümmt sind. - Gleitschleifkörper nach
Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet, dass der Basisquerschnitt (4) an den Ecken (8) abgerundet ist. - Gleitschleifkörper nach einem der
Ansprüche 1 bis4 , dadurch gekennzeichnet, dass der Spitzenabschnitt (2) abgerundet ist. - Gleitschleifkörper nach einem der
Ansprüche 1 bis6 , dadurch gekennzeichnet, dass er an andere bekannte Anwendungen angepasst ist, etwa als Strahl- oder Schleifkorn beziehungsweise als Polier-, Trocknungs- und Reinigungshilfsmittel.
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