DE102018006010B4 - Ladeluftkühler - Google Patents
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Abstract
Vorgeschlagen wird ein Ladeluftkühler (1) für eine Brennkraftmaschine (2) in V-Anordnung mit einer Kühlermatrix (4), mit einem die Kühlermatrix (4) umgebenden Gehäuse (5) und mit einer vertikalen Zuführung der Ladeluft (LL) zur Kühlermatrix (4). Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlermatrix (4) einen A-seitigen Block (9A) zur Kühlung der Ladeluft (LL) für eine A-seitige Zylinderbank (3A), einen B-seitigen Block (9B) zur Kühlung der Ladeluft (LL) für eine B-seitigen Zylinderbank (3B) und eine in vertikaler Richtung verlaufende Gasse (10) zur Beabstandung der beiden Blöcke (9A, 9B) umfasst, wobei eine Umlenkung der Ladeluft (LL) innerhalb des Ladekühlers (1) in horizontale Richtung erfolgt und die gekühlte Ladeluft (LL) durch Übertrittsfenster (15A, 15B) in den Seitenwänden (7A, 7B) des Gehäuses (5) austritt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Ladeluftkühler für eine Brennkraftmaschine in V-Anordnung mit einer Kühlermatrix, mit einem die Kühlermatrix umgebenden Gehäuse und mit einer vertikalen Zuführung der Ladeluft zur Kühlermatrix.
- Aus der
DE 10 2011 075 617 A1 ist ein Ladeluftkühler für eine Brennkraftmaschine in V-Anordnung bekannt. Angeordnet ist dieser im Zylinder-V, also auf der Oberseite der Brennkraftmaschine. Die heiße Ladeluft durchströmt in vertikaler Richtung sequentiell zuerst den Ladeluftkühler und danach einen Anschlusskasten. Im Anschlusskasten wiederum wird die gekühlte Ladeluft in einen ersten und zweiten Volumenstrom aufgeteilt, welche einer A-seitigen Zylinderbank und einer B-seitigen Zylinderbank zugeführt werden. In der Praxis hat es sich nun gezeigt, dass sich, aufgrund der Anströmung des Anschlusskastens mit der gekühlten Ladeluft, Kondensat an der kalten Wand des Anschlusskastens niederschlagen und Korrosion bewirken kann. - Aus der ist ebenfalls ein Ladeluftkühler für eine Brennkraftmaschine bekannt, bei dem die Ladeluft in vertikaler Richtung einen ersten Ladeluftkühler durchströmt und danach am Gehäusedeckel in einen A-seitigen und B-seitigen Volumenstrom aufgeteilt wird. Der A-seitige Volumenstrom durchströmt anschließend einen zweiten Ladeluftkühler, welcher am Gehäuseausgang angeordnet ist. Für den B-seitigen Volumenstrom gilt dies in angepasster Weise. Ein nahezu identischen Aufbau mit einer zweistufigen Ladeluftkühlung ist auch aus der
bekannt.US 9 664 152 B2 - Schließlich zeigt noch die
EP 1 433 936 A1 einen Ladeluftkühler mit einer zentralen Gasse und einem A-seitigen Ladeluftkühler und einem B-seitigen Ladeluftkühler. Die von der Aufladeeinheit verdichtete Ladeluft durchströmt zuerst die zentrale Gasse und wird dann über einen Deckel in den A-seitigen und den B-seitigen Volumenstrom aufgeteilt, welche danach in horizontaler Richtung den A-seitigen bzw. den B-seitigen Ladeluftkühler durchströmen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die thermische Abstimmung des Ladeluftkühlers zu verbessern.
- Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale von Anspruch 1. Die Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen dargestellt.
- Die Erfindung schlägt also einen Ladeluftkühler vor, bei dem die Kühlermatrix in zwei Blöcke aufgeteilt ist und zwischen den beiden Blöcken eine Gasse ausgebildet ist. Im weiteren Text werden die beiden Blöcke als A-seitiger Block und als B-seitiger Block bezeichnet. Der A-seitige Block dient zur Kühlung der Ladeluft für die A-seitige Zylinderbank und der B-seitige Block dient zur Kühlung der Ladeluft für die B-seitige Zylinderbank. Die Gasse besitzt hierbei eine doppelte Funktionalität. Zum einen wird die ungekühlte, also heiße, Ladeluft in vertikal Richtung durch die Kühlermatrix geführt und zum anderen werden der A-seitige und der B-seitige Block beabstandet. Innerhalb der Kühlermatrix wird die Ladeluft aus vertikaler Richtung kommend in horizontaler Richtung umgelenkt. Der Austritt der gekühlten Ladeluft erfolgt mittels mehrerer Übertrittfenster in den Seitenwänden des Ladeluftkühlers. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass horizontal verlaufende Schottwände vorgesehen sind, über welche die Anströmflächen des A-seitigen Blocks und des B-seitigen Blocks vorgebbar sind.
- Indem die Umlenkung der Ladeluft bereits im Ladeluftkühler erfolgt, kann der luftführende Anschlusskasten entfallen. Neben der sich hieraus ergebenden Kostenreduktion ist die Bauhöhenverringerung von Vorteil. Aufgrund des nicht mehr erforderlichen Anschlusskastens verringern sich die Bauteiloberfläche und die Bauteilmasse des Ladeluftpfads, woraus wiederum ein schnelleres Ansprechverhalten bei Änderung der Ladelufttemperatur resultiert. Über die Gasse in der Kühlermatrix kann die ungekühlte, heiße Ladeluft in vertikaler Richtung die Kühlermatrix druckverlustarm durchströmen und sich kontinuierlich auf den A-seitigen und B-seitigen Block verteilen. Durch die Ladeluftführung über die Gasse wird ebenfalls bewirkt, dass nur ungekühlte Ladeluft auf einen oberen Deckel des Ladeluftkühlers trifft, wodurch einer Kondensatbildung wirksam vorgebeugt wird.
- In der einzigen Figur ist ein Ladeluftkühler
1 gemäß der Erfindung dargestellt. Über den Ladeluftkühler1 wird die heiße LadeluftLL , welche zum Beispiel vom Verdichter eines Abgasturboladers verdichtet wurde, gekühlt. Angeordnet ist der Ladeluftkühler1 auf der Oberseite einer Brennkraftmaschine2 in V-Anordnung. Bei einer Brennkraftmaschine in V-Anordnung entspricht die A-Seite der linken Seite und die B-Seite der rechten Seite von der Kraftabnahmeseite aus gesehen. Die Kraftabnahmeseite wiederum ist diejenige Seite, an der zum Beispiel ein Getriebe angeflanscht wird. Die Darstellung in der Figur entspricht insofern einer Ansicht auf den Ladeluftkühler1 von der Kraftabnahmeseite aus gesehen. In der Figur sind die Komponenten auf der A-Seite mit dem IndexA gekennzeichnet. Die Komponenten der B-Seite sind mit dem IndexB entsprechend gekennzeichnet. Über den Ladeluftkühler1 wird die gekühlte Ladeluft einer A-seitigen Zylinderbank3A und einer B-seitigen Zylinderbank3B zugeführt. Der Ladeluftkühler1 umfasst eine Kühlermatrix4 und ein Gehäuse5 . Letzteres wiederum komplettiert sich aus einer Bodenplatte6 , zwei Seitenwänden7A /7B und einem Deckel8 . In der Figur sind die Bodenplatte6 und die Seitenwände7A /7B einstückig ausgeführt. Die Kühlermatrix4 umfasst einen A-seitigen Block9A , einen B-seitigen Block9B und eine Gasse10 . Befestigt ist die Kühlermatrix4 innerhalb des Gehäuses5 über Schottwände11 , die Bodenplatte6 und den Deckel8 . Die Schottwand11 wiederum kann als gesondertes Bauteil oder als integraler Bestandteil des Deckels8 bzw. der Bodenplatte6 ausgeführt sein. In der Figur ist die Schottwand11 als gesondertes Bauteil ausgeführt, welches lösbar am Deckel8 bzw. der Bodenplatte6 befestigt ist. - Die Anordnung besitzt folgende Funktionalität: Die ungekühlte, also heiße Ladeluft
LL , wird von einem Abgasturbolader kommend über einen Rohrstutzen12 dem Ladeluftkühler1 in vertikaler Richtung zugeführt. Im Ladeluftkühler1 teilt sich die LadeluftLL in einen ersten VolumenstromV1 und in einen zweiten VolumenstromV2 auf. Der erste VolumenstromV1 wiederum teilt sich auf in einen A-seitigen ersten VolumenstromV1A und einen B-seitigen ersten VolumenstromV1B . Der A-seitige erste VolumenstromV1A durchströmt in vertikaler Richtung unmittelbar den A-seitigen Block9A und wird in diesem in horizontaler Richtung umgelenkt. Definiert wird der A-seitige erste VolumenstromV1A über eine untere Anströmfläche13A des A-seitigen Blocks9A . Die untere Anströmfläche13A entspricht dem Überstand des A-seitigen Blocks9A über die Schottwand11 . Für den B-seitigen Block9B gilt dies in analoger Weise, das heißt, der B-seitige erste VolumenstromV1B durchströmt über eine untere Anströmfläche13B den B-seitigen Block9B und wird in horizontaler Richtung umgelenkt. Der zweite VolumenstromV2 durchströmt die Gasse10 . In der Gasse10 teilt sich der zweite VolumenstromV2 in zwei TeilvoluminaV2A/V2B und einen dritten VolumenstromV3 auf. Die beiden TeilvoluminaV2A/V2B durchströmen in horizontaler Richtung den A-seitigen Block9A bzw. den B-seitigen Block9B . Der dritte VolumenstromV3 der heißen LadeluftLL wird auf den Deckel8 geführt. Über den Deckel8 wiederum wird dieser in horizontaler Richtung umgelenkt und durchströmt dann über eine obere Anströmfläche14A den A-seitigen Block9A bzw. über eine obere Anströmfläche14B den B-seitigen Block9B . Definiert wird die obere Anströmfläche14A durch den Überstand des A-seitigen Blocks9A über die Schottwand11 . Die obere Anströmfläche14B wird durch den Überstand des B-seitigen Blocks9B und der Schottwand11 festgelegt. Nach Kühlung der Ladeluft im A-seitigen Block9A strömt diese durch das Übertrittsfenster15A und via einer Rohrleitung16A zur A-seitigen Zylinderbank3A . Für die B-Seite gilt dies in analoger Weise. In der Figur ist mit dem Bezugszeichen17 ein Vorkühler dargestellt. Über diesen kann ergänzend die Kühlleistung und die thermische Abstimmung nochmals angepasst werden. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Ladeluftkühler
- 2
- Brennkraftmaschine
- 3A,B
- Zylinderbank
- 4
- Kühlermatrix
- 5
- Gehäuse
- 6
- Bodenplatte
- 7A, B
- Seitenwand
- 8
- Deckel
- 9A, B
- Block
- 10
- Gasse
- 11
- Schottwand
- 12
- Rohrstutzen
- 13A, B
- Anströmfläche, unten
- 14A, B
- Anströmfläche, oben
- 15A, B
- Übertrittsfenster
- 16A, B
- Rohrleitung
- 17
- Vorkühler
- LL
- Ladeluft
Claims (2)
- Ladeluftkühler (1) für eine Brennkraftmaschine (2) in V-Anordnung mit einer Kühlermatrix (4), mit einem die Kühlermatrix (4) umgebenden Gehäuse (5) und mit einer vertikalen Zuführung der Ladeluft (LL) zur Kühlermatrix (4), wobei die Kühlermatrix (4) einen A-seitigen Block (9A) zur Kühlung der Ladeluft (LL) für eine A-seitige Zylinderbank (3A), einen B-seitigen Block (9B) zur Kühlung der Ladeluft (LL) für eine B-seitigen Zylinderbank (3B) und eine in vertikaler Richtung verlaufende Gasse (10) zur Beabstandung der beiden Blöcke (9A, 9B) umfasst, wobei eine Umlenkung der Ladeluft (LL) innerhalb des Ladeluftkühlers (1) in horizontale Richtung erfolgt und die gekühlte Ladeluft (LL) durch Übertrittsfenster (15A, 15B) in den Seitenwänden (7A, 7B) des Gehäuses (5) austritt, dadurch gekennzeichnet, dass Anströmflächen (13A, 14A) des A-seitigen Blocks (9A) und Anströmflächen (13B, 14B) des B-seitigen Blocks (9B) über jeweils eine horizontal verlaufende Schottwand (11) vorgebbar sind.
- Ladeluftkühler (1) nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in der vertikalen Zuführung ergänzend ein Vorkühler (17) angeordnet ist.
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2019
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