DE102018005129B4 - Vorrichtung zum Zuführen von Patronen zu einer Feuerwaffe - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung (10), die zum Zuführen von Patronen (13) zu einer Feuerwaffe (100) mit Magazinschacht (116), insbesondere zum Zuführen von Patronen (13) zu einem Patronenlager (116) einer Feuerwaffe (100) mit Magazinschacht (116), ausgebildet ist, aufweisend:einen Patronengurt (12), der zur Aufnahme von Patronen (13) ausgebildet ist,eine Patronengurt-Antriebsvorrichtung (15), die ausgebildet ist, um den Patronengurt (12) in eine Antriebsrichtung fortzubewegen,eine Patronen-Ladevorrichtung (18) zur Aufnahme jeweils wenigstens einer Patrone (13) von dem Patronengurt (12), die zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) zu der Feuerwaffe (100), insbesondere zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) zu dem Patronenlager (116) der Feuerwaffe (100) und zu einer wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Magazinschacht (116) der Feuerwaffe (100) ausgebildet ist, undeine Patronen-Zuffuhrvorrichtung (40) zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) vom Patronengurt (12) zu der Patronen-Ladevorrichtung (18), wobei die Patronengurt-Antriebsvorrichtung (15) eine Trommel (14), die mit dem Patronengurt (12) in Eingriff steht oder in Eingriff bringbar ist, sowie einen mit der Trommel (14) in Wirkeingriff stehenden Antrieb (120) aufweist, der die Trommel (14) in die Antriebsrichtung fortbewegt, wobeidie Patronen-Zuffuhrvorrichtung zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) vom Patronengurt (12) zu der Patronen-Ladevorrichtung (18) eine Patronenfördervorrichtung, nämlich einen Schieber (42) aufweist, der die jeweilige Patrone (13) von dem Patronengurt (12) in die Patronen-Ladevorrichtung (18) verbringt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die zum Zuführen von Patronen zu einer Feuerwaffe ausgebildet ist, gemäß Patentanspruch 1 sowie eine Feuerwaffe gemäß Patentanspruch 8.
- Feuerwaffen, die zur Abgabe einer schnellen Schussfolge vorgesehen sind, werden, wie beispielsweise Maschinengewehre, oftmals mit einem Gurt mit Patronen versorgt. Hierzu wird der Gurt mit Patronen versehen, in das Maschinengewehr eingelegt und dann Position für Position durch die Waffe gezogen, wobei die jeweilige Patrone vom Gurt in ein Patronenlager des Maschinengewehrs verbracht und dann abgefeuert wird.
- Andere Waffen, insbesondere Waffen, die am Mann mitgeführt werden, werden in der Regel über ein Magazin mit Patronen versorgt. Die Kapazität im Magazin ist aber in hohem Maße begrenzt, so dass häufige Magazinwechsel erforderlich sind, wenn eine hohe Schussfolge über einen längeren Zeitraum abgegeben werden soll.
- Demnach muß, je nach geplantem Einsatz, eine Waffe mit einer geeigneten Vorrichtung, die zum Zuführen von Patronen ausgebildet ist, ausgewählt werden. Dies verringert die Flexibilität des Waffenträgers und bedingt oftmals das Mitführen mehr als einer Waffe. Der Großteil der gebräuchlichen Waffen wird mittels eines Magazins mit Patronen versorgt.
- Aus der
ist eine Zuführvorrichtung für Patronen, die auf einem Gurt angeordenet sind, zur Zufuhr von Patronen zu einem Gewehr bekannt.US 2015/0300761 A1 - Aus der
US 3 507 186 A ist ferner ein Magazin für selbsttätige Feuerwaffen, welches im wesentlichen aus einem mit einen offenen Mündungsstück versehenen Kasten besteht, welcher an der Feuerwaffe anzubringen ist, bekannt, wobei das Magazin geeignet zur Unterbringung von gegurteten Patronen gestaltet ist und wobei das offene Mündungsstück Mittel zur Führung desPatronengurtes und Mittel zur Verhinderung seiner Rückbewegung aufweist. - Demnach ist es ausgehend vom vorstehend beschriebenen Stand der Technik Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung, die zum Zuführen von Patronen ausgebildet ist anzugeben, die der Mahrzahl von Waffen, nämlich den Waffen, die mit einer in hohem Maße begrenzten Patronenkapazität behaftet sind, im Bedarfsfall eine höhere Menge Patronen in kurzer Zeit zuführen kann, als dies im Stand der Technik möglich ist. Eine entsprechende Feuerwaffe soll ebenfalls angegeben werden.
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung, die zum Zuführen von Patronen zu einer Feuerwaffe, insbesondere zum Zuführen von Patronen zu einem Patronenlager einer Feuerwaffe ausgebildet ist, mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
- Die Aufgabenlösung erfolgt demnach durch eine Vorrichtung, die zum Zuführen von Patronen zu einer Feuerwaffe mit Magazinschacht, insbesondere zum Zuführen von Patronen zu einem Patronenlager einer Feuerwaffe mit Magazinschacht, ausgebildet ist, aufweisend:
- - einen Patronengurt, der zur Aufnahme von Patronen ausgebildet ist,
- - eine Patronengurt-Antriebsvorrichtung, die ausgebildet ist, um den Patronengurt in eine Antriebsrichtung fortzubewegen,
- - eine Patronen-Ladevorrichtung zur Aufnahme jeweils wenigstens einer Patrone von dem Patronengurt, die zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone zu der Feuerwaffe, insbesondere zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone zu dem Patronenlager der Feuerwaffe und zu einer wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Magazinschacht der Feuerwaffe ausgebildet ist, und
- - eine Patronen-Zuffuhrvorrichtung zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone vom Patronengurt zu der Patronen-Ladevorrichtung, wobei
- - die Patronengurt-Antriebsvorrichtung eine Trommel, die mit dem Patronengurt in Eingriff steht oder in Eingriff bringbar ist, sowie einen mit der Trommel in Wirkeingriff stehenden Antrieb aufweist, der die Trommel in die Antriebsrichtung fortbewegt, wobei
- - die Patronen-Zuffuhrvorrichtung zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone vom Patronengurt zu der Patronen-Ladevorrichtung eine Patronenfördervorrichtung, nämlich einen Schieber aufweist, der die jeweilige Patrone von dem Patronengurt in die Patronen-Ladevorrichtung verbringt.
- Dadurch ist eine zuverlässige Beschickung der Waffe mit einer hohen Anzahl von Patronen in kurzer Zeit ohne Magazinwechsel und dergleichen möglich.
- Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
- Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen anhand einer möglichen Ausführungsform als Beispiel beschrieben. In den Zeichnungen, ist als
-
1 eine Schnittansicht einer möglichen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; -
2 eine Ansicht einer Patronengurt-Antriebsvorrichtung und einer Patronen-Zuffuhrvorrichtung; und -
3 eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Feuerwaffe -
1 zeigt, wie obenstehend erwähnt ist, eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung10 in einer schematischen Darstellung (Schnittansicht). - Die Vorrichtung
10 , die zum Zuführen von Patronen13 zu einer Feuerwaffe100 mit Magazinschacht114 , insbesondere zum Zuführen von Patronen13 zu einem Patronenlager116 einer Feuerwaffe100 mit Magazinschacht114 , ausgebildet ist, weist einen Patronengurt12 , der zur Aufnahme von Patronen13 ausgebildet ist, auf. Die Vorrichtung weist ferner eine Patronengurt-Antriebsvorrichtung15 auf, die wiederum eine Trommel14 aufweist, die ausgebildet ist, um den Patronengurt12 in eine Antriebsrichtung, die durch einen Pfeil16 angedeutet ist, fortzubewegen. Die Trommel14 steht mit dem Patronengurt12 in Eingriff, um einen Transport desselben in der Antriebsrichtung sicherzustellen. Dazu weist die Vorrichtung10 einen mit der Trommel14 in Wirkeingriff stehenden Antrieb118 auf, der die Trommel14 in die Antriebsrichtung fortbewegt. Der Antrieb weist in der beschriebenen Ausführungsform einen Motor120 , insbesondere Elektromotor auf. - Die Vorrichtung
10 weist ferner eine Patronen-Ladevorrichtung18 zur Aufnahme jeweils wenigstens einer Patrone13 von dem Patronengurt12 , die zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone13 zu der Feuerwaffe100 , insbesondere zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone13 zu dem Patronenlager116 der Feuerwaffe100 und zu einer wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Magazinschacht114 der Feuerwaffe100 ausgebildet ist, auf. - Die Patronen-Ladevorrichtung
18 weist ein Gehäuse20 auf, das mit einem viereckigen Querschnitt ausgebildet ist und das vier Seiten (nur zwei davon sind in der1 dargestellt, diese weisen Seitenwände20 und22 auf) und eine Unterseite24 und eine Oberseite26 aufweist, wobei das Gehäuse20 wenigstens zur teilweisen Aufnahme in dem Magazinschacht114 der Feuerwaffe100 (Verriegelungsnocken28 ) ausgebildet ist. Das Gehäuse20 weist vier Seitenwände (wie vorstehend erwähnt sind nur zwei davon als20 und22 in1 dargestellt) auf. In der Seitenwand22 ist eine Öffnung30 angeordnet, die zum Zuführen von Patronen13 von dem Patronengurt12 in das Innere des Gehäuses20 dient und an der Oberseite, eine weitere Öffnung zum Abgeben der Patronen aufweist. - Die Patronen-Ladevorrichtung
18 weist ferner eine im Gehäuse20 angeordnete Patronenauflage32 , insbesondere Patronenaufnahme auf, die zur Abstützung oder Aufnahme wenigstens einer Patrone13 von dem Patronengurt12 ausgebildet ist und in einer Patronen-Förderrichtung (angedeutet durch Pfeil34 ) von einer Aufnahmestellung der Patronenauflage32 , in der diese positioniert ist, um eine Patrone von dem Patronengurt12 aufzunehmen, zu einer Abgabestellung der Patronenauflage32 , in der diese zur Abgabe der Patrone an die Feuerwaffe100 ausgebildet ist, beweglich angeordnet ist. - Zur Bewegung von der Aufnahmestellung in die Abgabestellung weist die Patronen-Ladevorrichtung
18 ein elastisches Element in Form einer Feder36 auf, die mit der Unterseite24 (Unterseitenwand) und der Patronenauflage32 in Wirkeingriff steht, oder in alternativen Ausführungsformen einen Antrieb, insbesondere Elektromotor auf. Es ist auch eine Kombination von Feder32 und Antrieb denkbar, wobei der Antrieb dann insbesondere der Bewegung von der Abgabestellung in die Aufnahmestellung dient. In der vorliegend beschriebenen Ausführungsform erfolgt die Bewegung von der Abgabestellung in die Aufnahmestellung durch einen Magneten (Elektromagnet38 ) - Zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone
13 vom Patronengurt12 zu der Patronen-Ladevorrichtung18 weist die Vorrichtung10 eine Patronen-Zuffuhrvorrichtung40 auf. Diese weist einen Schieber42 auf, der die jeweilige Patrone13 von dem Patronengurt12 in die Patronen-Ladevorrichtung18 verbringt. Dieser Vorgang ist durch einen Pfeil44 angedeutet. Der Schieber42 wird durch den Antrieb angetrieben, der auch dem Antrieb der Trommel14 dient. In alternativen Ausführungsformen ist auch ein separater Antrieb hierfür denkbar. - Der Gedanke der Erfindung umfasst auch eine entsprechende Feuerwaffe
100 mit einer vorstehend beschriebenen Vorrichtung10 . Die Feuerwaffe100 weist den obenstehend bereits erwähnten Magazinschacht114 auf, in dem die Vorrichtung an der Feuerwaffe100 angebracht bzw. befestigt ist. Die Feuerwaffe weist ferner einen Lauf102 , eine Abzugsvorrichtung104 , eine Buchse (Steckeraufnahme) bzw. eine elektrische Verbindung106 , sowie eine Vorrichtung zur Einstellung der Kadenz110 und eine Sicherungsvorrichtung112 auf. Mittels der elektrischen Verbindung106 kann die Feuerwaffe100 mit einem Feuerleitrechner108 verbunden werden, der insbesondere in einem Betrieb der Feuerwaffe100 auf einer Lafette oder dgl. zur Steuerung derselben herangezogen wird. - Obwohl die Erfindung anhand einer Ausführungsform mit einer festen Merkmalskombination beschrieben wird, umfasst sie jedoch auch die denkbaren weiteren vorteilhaften Merkmalskombinationen, wie sie insbesondere aber nicht erschöpfend durch die Unteransprüche angegeben sind. Sämtliche in den Anmeldeunterlagen angegebenen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Claims (8)
- Vorrichtung (10), die zum Zuführen von Patronen (13) zu einer Feuerwaffe (100) mit Magazinschacht (116), insbesondere zum Zuführen von Patronen (13) zu einem Patronenlager (116) einer Feuerwaffe (100) mit Magazinschacht (116), ausgebildet ist, aufweisend: einen Patronengurt (12), der zur Aufnahme von Patronen (13) ausgebildet ist, eine Patronengurt-Antriebsvorrichtung (15), die ausgebildet ist, um den Patronengurt (12) in eine Antriebsrichtung fortzubewegen, eine Patronen-Ladevorrichtung (18) zur Aufnahme jeweils wenigstens einer Patrone (13) von dem Patronengurt (12), die zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) zu der Feuerwaffe (100), insbesondere zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) zu dem Patronenlager (116) der Feuerwaffe (100) und zu einer wenigstens teilweisen Aufnahme in dem Magazinschacht (116) der Feuerwaffe (100) ausgebildet ist, und eine Patronen-Zuffuhrvorrichtung (40) zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) vom Patronengurt (12) zu der Patronen-Ladevorrichtung (18), wobei die Patronengurt-Antriebsvorrichtung (15) eine Trommel (14), die mit dem Patronengurt (12) in Eingriff steht oder in Eingriff bringbar ist, sowie einen mit der Trommel (14) in Wirkeingriff stehenden Antrieb (120) aufweist, der die Trommel (14) in die Antriebsrichtung fortbewegt, wobei die Patronen-Zuffuhrvorrichtung zum Zuführen der jeweils wenigstens einen Patrone (13) vom Patronengurt (12) zu der Patronen-Ladevorrichtung (18) eine Patronenfördervorrichtung, nämlich einen Schieber (42) aufweist, der die jeweilige Patrone (13) von dem Patronengurt (12) in die Patronen-Ladevorrichtung (18) verbringt.
- Vorrichtung (10) nach
Anspruch 1 , wobei der Antrieb (120) einen Motor, insbesondere Elektromotor (118) aufweist. - Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Patronen-Ladevorrichtung (18) ein Gehäuse (20) aufweist, das insbesondere mit einem viereckigen Querschnitt ausgebildet ist und das insbesondere vier Seiten und eine Unterseite und eine Oberseite aufweist, wobei das Gehäuse (20) wenigstens teilweise zur Aufnahme in einem Magazinschacht der Feuerwaffe ausgebildet ist.
- Vorrichtung (10) nach
Anspruch 3 , wobei das Gehäuse (20) Seitenwände und an wenigstens einer ersten Seite eine Öffnung (30), insbesondere Aussparung in der zugeordneten Seitenwand aufweist, die zum Zuführen von Patronen (13) von dem Patronengurt (12) in das Innere des Gehäuses dient und an einer weiteren Seite, insbesondere der Oberseite, eine weitere Öffnung zum Abgeben der Patronen (13) aufweist. - Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Patronen-Ladevorrichtung (18) eine Patronenauflage (32), insbesondere Patronenaufnahme aufweist, die zur Abstützung oder Aufnahme wenigstens einer Patrone (13) von dem Patronengurt (12) ausgebildet ist und in einer Patronen-Förderrichtung von einer Aufnahmestellung der Patronenauflage (32) zu einer Abgabestellung der Patronenauflage (32) beweglich angeordnet ist.
- Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Patronen-Ladevorrichtung (18) ein elastisches Element (36) oder einen Antrieb, insbesondere Elektromotor aufweist.
- Vorrichtung (10) nach
Anspruch 6 , insbesondere wenn dieser vonAnspruch 5 abhängig ist, wobei das elastische Element (36) oder der Antrieb mit einer/der Patronenauflage in Wirkeingriff steht. - Feuerwaffe (100) mit einer Vorrichtung (10) gemäß einem der
Ansprüche 1 bis7 .
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