-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Montieren einer Brennkraftmaschine, die eine Kurbelwelle und wenigstens eine Nockenwelle aufweist, wobei die Kurbelwelle und die Nockenwelle über eine Zugmitteltriebanordnung miteinander wirkverbunden werden, die einen mit der Kurbelwelle wirkverbundenen Kurbelwellenzugmitteltrieb und einen mit der Nockenwelle wirkverbundenen Nockenwellenzugmitteltrieb aufweist, wobei der Kurbelwellenzugmitteltrieb und der Nockenwellenzugmitteltrieb über eine Zwischenwelle miteinander wirkverbunden werden. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Brennkraftmaschine.
-
Die Zugmitteltriebanordnung ist Bestandteil der Brennkraftmaschine. Die Brennkraftmaschine weist weiterhin die Kurbelwelle und die wenigstens eine Nockenwelle auf. Die Zugmitteltriebanordnung dient dazu, die Kurbelwelle mit der Nockenwelle in Wirkverbindung zu setzen, sodass die Nockenwelle von der Kurbelwelle antreibbar ist beziehungsweise während eines Betriebs der Brennkraftmaschine angetrieben wird. Die Kurbelwelle dient dabei insbesondere dem Umsetzen einer translatorischen Bewegung wenigstens eines Kolbens der Brennkraftmaschine in eine rotatorische Bewegung. Die Nockenwelle dient dem Betätigen wenigstens eines Gaswechselventiles der Brennkraftmaschine. Die Nockenwelle weist zu diesem Zweck beispielsweise zumindest einen Nocken auf, der über eine Nockenexzentrizität verfügt. Bei einer Drehbewegung der Nockenwelle betätigt der Nocken beziehungsweise dessen Nockenexzentrizität periodisch das Gaswechselventil.
-
Vorzugsweise sind selbstständig mehrere Gaswechselventile vorgesehen, beispielsweise wenigstens ein Einlassgaswechselventil und wenigstens ein Auslassgaswechselventil pro Zylinder der Brennkraftmaschine. Die Nockenwelle weist folglich eine entsprechende Anzahl an Nocken auf, insbesondere ist jedem Gaswechselventil ein derartiger Nocken zugeordnet. Es kann auch vorgesehen sein, dass mehrere Nockenwellen vorliegen, beispielsweise eine Einlassnockenwelle und eine Auslassnockenwelle. Die Einlassnockenwelle dient in diesem Fall dem Betätigen von Einlassgaswechselventilen, die Auslassnockenwelle dem Betätigen von Auslassgaswechselventilen.
-
Wie bereits erwähnt, wird die Wirkverbindung zwischen der Kurbelwelle und der Nockenwelle über die Zugmitteltriebanordnung hergestellt. Diese ist mehrstufig, insbesondere zweistufig, aufgebaut und weist insoweit den Kurbelwellenzugmitteltrieb und den Nockenwellenzugmitteltrieb auf. Der Kurbelwellenzugmitteltrieb ist mit der Nockenwelle wirkverbindbar beziehungsweise wirkverbunden. Gleichzeitig ist der Nockenwellenzugmitteltrieb mit der Nockenwelle wirkverbindbar beziehungsweise wirkverbunden. Beispielsweise weist die Kurbelwelle ein Kurbelwellenrad auf, welches Bestandteil des Kurbelwellenzugmitteltriebs ist und auf dem ein Kurbelwellenzugmittel abläuft. Analog hierzu kann die Nockenwelle ein Nockenwellenrad aufweisen, das Bestandteil des Nockenwellenzugmitteltriebs ist. Ein Nockenwellenzugmittel des Nockenwellenzugmitteltriebs kann auf dem Nockenwellenrad ablaufen.
-
Sowohl der Kurbelwellenzugmitteltrieb als auch der Nockenwellenzugmitteltrieb weisen jeweils ein Zugmittel auf. Das Zugmittel kann grundsätzlich beliebig ausgestaltet sein, beispielsweise als Riemen oder als Kette. Sowohl der Kurbelwellenzugmitteltrieb als auch der Nockenwellenzugmitteltrieb können jeweils beispielsweise als kraftschlüssiger Zugmitteltrieb oder als formschlüssiger Zugmitteltrieb vorliegen. Der Kurbelwellenzugmitteltrieb und der Nockenwellenzugmitteltrieb sind über die Zwischenwelle miteinander wirkverbunden. Das bedeutet, dass die Wirkverbindung zwischen der Kurbelwelle und der Nockenwelle vorzugsweise ausschließlich über diese gemeinsame Zwischenwelle vorliegt. Die Zwischenwelle koppelt den Nockenwellenzugmitteltrieb derart mit dem Kurbelwellenzugmitteltrieb, dass zwischen ihnen ein Drehmoment übertragbar ist.
-
Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
DE 42 00 509 A1 bekannt. Diese betrifft eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine mit mindestens einem Auslassventil und einem Einlassventil pro Zylinder, bei welcher zur Ventilbetätigung eine Einlassnockenwelle und eine Auslassnockenwelle vorgesehen sind. Beide Nockenwellen werden von einer Zwischenwelle mit gesonderten Kettentrieben angetrieben. Die Zwischenwelle wird von der Kurbelwelle ebenfalls mit einem Kettentrieb angetrieben. Auf die Kettentriebe wirken Spannvorrichtungen ein, die quer zu den Kettentrieben so verschiebbar sind, dass sie zur Änderung der Ventilsteuerzeiten die relativen Drehlagen der beiden Nockenwellen zueinander und zur Kurbelwelle verändern.
-
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Montieren einer Brennkraftmaschine vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile aufweist, insbesondere ein einfaches Einstellen der Steuerzeiten der Gaswechselventile der Brennkraftmaschine ermöglicht.
-
Dies wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Montieren einer Brennkraftmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass zum Einstellen von Steuerzeiten von mittels der Nockenwelle ansteuerbaren Gaswechselventilen der Brennkraftmaschine die Zwischenwelle achsparallel verlagert wird.
-
Bei dem Montieren der Brennkraftmaschine ist es notwendig, die Steuerzeiten der Gaswechselventile auf Sollwerte gezielt einzustellen, um eine ordnungsgemäße Funktion der Brennkraftmaschine sicherzustellen. Die Steuerzeiten können aufgrund von Bauteiltoleranzen für unterschiedliche Brennkraftmaschinen verschieden sein. Zum Einstellen der Steuerzeiten ist es notwendig, die relativen Drehlagen der Kurbelwelle und der wenigstens einen Nockenwelle zueinander zu verändern. Dies kann durch ein Verdrehen von Teilrädern auf der Zwischenwelle erfolgen, wobei auf einem der Teilräder das Kurbelwellenzugmittel und auf einem anderen der Teilräder das Nockenwellenzugmittel abläuft. Nach dem Einstellen der Steuerzeiten durch das Verdrehen der Teilräder gegeneinander werden sie mit der Zwischenwelle starr verbunden. Eine derartige Vorgehensweise weist jedoch vergleichsweise viele Freiheitsgrade auf und macht insbesondere auch ein Festsetzen der Zwischenwelle notwendig.
-
Aus diesem Grund ist es erfindungsgemäß vorgesehen, das Einstellen der Steuerzeit durch ein Verlagern der Zwischenwelle selbst vorzunehmen, nämlich einem achsparallelen Verlagern der Zwischenwelle. Die Zwischenwelle ist um eine Drehachse drehbar gelagert, nämlich beispielsweise an einem Gehäuse der Brennkraftmaschine, insbesondere an einem Zylinderkurbelgehäuse der Brennkraftmaschine. Unter dem achsparallelen Verlagern der Zwischenwelle ist nun zu verstehen, dass die Zwischenwelle von einer ersten Stellung, welche auch als Ausgangsstellung bezeichnet werden kann, in eine zweite Stelle derart verlagert wird, dass die Drehachse der Zwischenwelle in der ersten Stellung parallel zu der Drehachse der Zwischenwelle in der zweiten Stellung ist.
-
Das achsparallele Verlagern der Zwischenwelle erfordert insoweit grundsätzlich, dass die Drehachse der Zwischenwelle in den beiden Stellungen, nämlich der ersten Stellung der zweiten Stellung, dieselbe Ausrichtung aufweist. Besonders bevorzugt verbleibt die Drehachse der Zwischenwelle während des Verlagerns grundsätzlich parallel zu der Drehachse in der ersten Stellung, sodass sich also die Ausrichtung der Drehachse auch während des Verlagerns nicht ändert, sondern vielmehr gleichbleibt.
-
Bevorzugt ist die Zugmitteltriebanordnung derart ausgestaltet, dass eine gedachte erste Gerade, welche die Drehachse der Zwischenwelle und die Drehachse des Kurbelwellenrads schneidet, und eine zweite gedachte Gerade, die die Drehachse der Zwischenwelle und die Drehachse des Nockenwellenrads schneidet, gegeneinander angewinkelt sind, also miteinander einen Winkel einschließen, der größer ist als 0° und kleiner als 180°. Beispielsweise beträgt der Winkel mindestens 90°, mindestens 120° oder mindestens 150°, ist in jedem Fall jedoch kleiner als 180°. Ein derartiger Winkel zwischen den beiden Geraden ermöglicht ein besonders effektives Einstellen der Steuerzeiten auf die beschriebene Art und Weise.
-
Im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass über ein Kurbelwellenzugmittel ein mit der Kurbelwelle drehfest gekoppeltes Kurbelwellenrad und ein mit der Zwischenwelle drehfest gekoppeltes erstes Zwischenrad und über ein Nockenwellenzugmittel ein mit der Nockenwelle drehfest gekoppeltes Nockenwellenrad und ein mit der Zwischenwelle drehfest gekoppeltes zweites Zwischenrad wirkverbunden werden. Eine derartige Ausgestaltung ist einfach zu realisieren und zudem während der Montage einfach zu handhaben, weil keine bestimmte Drehwinkelstellung der beiden Zwischenräder bezüglich der Zwischenwelle eingestellt werden muss.
-
Der Kurbelwellenzugmitteltrieb weist insoweit das Kurbelwellenrad und das erste Zwischenrad auf. Das Kurbelwellenrad ist drehfest mit der Kurbelwelle verbunden, vorzugsweise unmittelbar und/oder permanent. Das erste Zwischenrad ist hingegen drehfest mit der Zwischenwelle gekoppelt, vorzugsweise sitzt es unmittelbar auf dieser auf. Das erste Zwischenrad weist insoweit dieselbe Drehachse auf wie die Zwischenwelle und ist über die Zwischenwelle drehbar gelagert, insbesondere an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine. Vorzugsweise ist das erste Zwischenrad unmittelbar und/oder permanent mit der Zwischenwelle gekoppelt.
-
Analog hierzu verfügt der Nockenwellenzugmitteltrieb über das Nockenwellenrad und das zweite Zwischenrad. Das Nockenwellenrad ist mit der Nockenwelle drehfest verbunden, insbesondere unmittelbar und/oder permanent. Beispielsweise weist das Nockenwellenrad dieselbe Drehachse auf wie die Nockenwelle. Das zweite Zwischenrad ist analog zu dem ersten Zwischenrad mit der Zwischenwelle drehfest verbunden, beispielsweise sitzt es auf dieser auf. Das zweite Zwischenrad ist um eine Drehachse drehbar gelagert, welche mit der Drehachse der Zwischenwelle zusammenfällt. Insbesondere ist das zweite Zwischenrad über die Zwischenwelle drehbar gelagert, nämlich insbesondere an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine. Auch das zweite Zwischenrad ist bevorzugt unmittelbar und/oder permanent mit der Zwischenwelle gekoppelt.
-
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Verlagern der Zwischenwelle derart erfolgt, dass sich ein Drehwinkel des Nockenwellenrads um eine größere Drehwinkeldifferenz ändert als ein Drehwinkel der Zwischenwelle. Durch das achsparallele Verlagern der Zwischenwelle drehen sich sowohl das Nockenwellenrad als auch die Zwischenwelle um ihre jeweilige Drehachse. Mithin verändern sich der Drehwinkel des Nockenwellenrads und der Drehwinkel der Zwischenwelle, jeweils um eine bestimmte Drehwinkeldifferenz. Die Drehwinkeldifferenz liegt zwischen dem Drehwinkel des jeweiligen Rads in der ersten Stellung der Zwischenwelle und dem Drehwinkel des jeweiligen Rads für die zweite Stellung der Zwischenwelle vor.
-
Das Verlagern der Zwischenwelle erfolgt nun derart, dass die Drehwinkeldifferenz, um welche sich der Drehwinkel des Nockenwellenrads verändert, größer ist als die Drehwinkeldifferenz, um welche sich der Drehwinkel der Zwischenwelle ändert. Hierzu wird insbesondere das Verlagern der Zwischenwelle in eine geeignete Richtung beziehungsweise entlang einer geeigneten Verlagerungsbahn vorgenommen. Hierdurch wird das Einstellen der Steuerzeiten besonders effektiv.
-
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Verlagern der Zwischenwelle entlang einer Verlagerungsbahn erfolgt. Die Verlagerungsbahn kann grundsätzlich beliebig ausgestaltet sein, beispielsweise ist sie wenigstens bereichsweise oder durchgehend gerade oder wenigstens bereichsweise oder durchgehend gekrümmt. Im Falle der gekrümmten Verlagerungsbahn weist diese besonders bevorzugt eine konstante Krümmung auf. Es kann jedoch auch eine sich entlang der Verlagerungsbahn verändernde, insbesondere stetig verändernde Krümmung realisiert sein.
-
Eine bevorzugte weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Verlagerungsbahn wenigstens abschnittsweise, insbesondere durchgehend, gerade ist. Auf eine derartige Ausbildung der Verlagerungsbahn wurde vorstehend bereits hingewiesen.
-
Zusätzlich oder alternativ kann die Verlagerungsbahn wenigstens abschnittsweise, insbesondere durchgehend, gekrümmt sein. Auch dies wurde vorstehend bereits erwähnt. Die gekrümmte Ausgestaltung der Verlagerungsbahn, insbesondere die durchgehend gekrümmte Ausgestaltung der Verlagerungsbahn, hat den Vorteil, dass die Drehwinkeldifferenz für den Drehwinkel des Nockenwellenrads wesentlich größer ist als für den Drehwinkel der Zwischenwelle.
-
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Krümmung der Verlagerungsbahn konstant ist, sodass die Verlagerungsbahn oder ein gekrümmter Bereich der Verlagerungsbahn als Kreisbahn vorliegt.
-
Ist die Verlagerungsbahn durchgehend gekrümmt, so liegt sie mit der konstanten Krümmung als Kreisbahn vor. Im Falle der lediglich abschnittsweise gekrümmten Verlagerungsbahn, ist der gekrümmte Bereich als Kreisbahn ausgestaltet, wohingegen wenigstens ein weiterer Bereich gerade ist oder mit einer anderen Krümmung gekrümmt ist.
-
Eine bevorzugte weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass ein Mittelpunkt der Kreisbahn auf einer Drehachse des Kurbelwellenrads liegt oder in Überdeckung mit einem der Zwischenräder vorliegt. Besonders bevorzugt ist eine derartige Anordnung des Mittelpunkts eine durchgehend gekrümmte Verlagerungsbahn, nämlich bevorzugt mit durchgehend konstanter Krümmung. Besonders bevorzugt erfolgt das Verlagern um die Drehachse des Kurbelwellenrads herum, bei gleichbleibendem Abstand zu dieser. Das bedeutet, dass der Mittelpunkt der Kreisbahn auf der Drehachse des Kurbelwellenrads liegt beziehungsweise von dieser geschnitten wird.
-
Alternativ kann der Mittelpunkt der Kreisbahn in Überdeckung mit einem der Zwischenräder vorliegen. Hierbei ist die Krümmung der Kreisbahn wesentlich stärker als für den vorstehend beschriebenen Fall, dass der Mittelpunkt der Kreisbahn auf der Drehachse des Kurbelwellenrads liegt. Entsprechend ist die Drehwinkeldifferenz, um welche sich der Drehwinkel des Nockenwellenrads bei dem Verlagern der Zwischenwelle ändert, kleiner. Insgesamt ist somit die Verlagerung der Zwischenwelle um die Drehachse des Kurbelwellenrads herum zu bevorzugen.
-
Schließlich kann im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass das Verlagern der Zwischenwelle durch Drehen eines Exzenters bewirkt wird, der um eine Exzenterdrehachse drehbar gelagert ist und an dem die Zwischenwelle um eine von der Exzenterdrehachse beabstandete Zwischenwellendrehachse drehbar gelagert ist. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere vorgesehen, falls der Mittelpunkt der Kreisbahn, entlang welcher die Zwischenwelle achsparallel verlagert werden soll, in Überdeckung mit einem der Zwischenräder vorliegt. Der Exzenter ist um die Exzenterdrehachse drehbar gelagert, beispielsweise an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine beziehungsweise dem Zylinderkurbelgehäuse. Die Zwischenwelle ist hingegen an dem Exzenter drehbar gelagert, wobei die Drehachse der Zwischenwelle beabstandet von der Exzenterdrehachse vorliegt. Insbesondere verlaufen die Exzenterdrehachse und die Zwischenwellendrehachse parallel zueinander. Die Verwendung des Exzenters ermöglich eine besonders einfach durchzuführende Einstellung der Steuerzeiten. Nach dem Einstellen der Steuerzeiten wird der Exzenter festgesetzt, insbesondere permanent.
-
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Brennkraftmaschine, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens gemäß den vorstehenden Ausführungen, mit einer Kurbelwelle und wenigstens einer Nockenwelle, wobei die Kurbelwelle und die Nockenwelle über eine Zugmitteltriebanordnung miteinander wirkverbunden sind, die einen mit der Kurbelwelle wirkverbundenen Kurbelwellenzugmitteltrieb und einen mit der Nockenwelle wirkverbundenen Nockenwellenzugmitteltrieb aufweist, wobei der Kurbelwellenzugmitteltrieb und der Nockenwellenzugmitteltrieb über eine Zwischenwelle miteinander wirkverbunden sind. Dabei ist vorgesehen, dass zur Einstellung von Steuerzeiten von mittels der Nockenwelle ansteuerbaren Gaswechselventilen der Brennkraftmaschine die Zwischenwelle achsparallel verlagerbar ist.
-
Auf die Vorteile einer derartigen Ausgestaltung der Brennkraftmaschine beziehungsweise einer derartigen Vorgehensweise wurde bereits hingewiesen. Sowohl die Brennkraftmaschine als auch das Verfahren zum Montieren derselben können gemäß den vorstehenden Ausführungen weitergebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.
-
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:
- 1 eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine mit einer Zugmitteltriebanordnung, die über einen Kurbelwellenzugmitteltrieb und einen Nockenwellenzugmitteltrieb verfügt,
- 2 eine Detaildarstellung eines Bereichs der Zugmitteltriebanordnung,
- 3 eine weitere Detaildarstellung der Zugmitteltriebanordnung,
- 4 eine Detaildarstellung eines Bereichs der Zugmitteltriebanordnung in einer ersten Ausführungsform, sowie
- 5 eine Detaildarstellung eines Bereichs der Zugmitteltriebanordnung in einer zweiten Ausführungsform.
-
Die 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine 1 mit einer lediglich angedeuteten Kurbelwelle 2 sowie wenigstens einer Nockenwelle 3, welche ebenfalls lediglich angedeutet ist. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Nockenwellen 3 vorgesehen. Nachfolgend wird lediglich auf eine der Nockenwellen 3 eingegangen, die Ausführungen sind jedoch stets auf beide Nockenwellen 3 übertragbar. Mit der Kurbelwelle 2 ist ein Kurbelwellenrad 4 gekoppelt, vorzugsweise starr. Bevorzugt sind die Kurbelwelle 2 und das Kurbelwellenrad 4 um dieselbe Drehachse 5 drehbar gelagert. Mit der Nockenwelle 3 ist ein Nockenwellenrad 6 gekoppelt, vorzugsweise ebenfalls permanent. Auch die Nockenwelle 3 und das Nockenwellenrad 6 sind bevorzugt um dieselbe Drehachse 7 drehbar gelagert.
-
Die Kurbelwelle 3 und die Nockenwelle 3 sind über eine Zugmitteltriebanordnung 8 miteinander wirkverbunden. Die Zugmitteltriebanordnung 8 verfügt über einen Kurbelwellenzugmitteltrieb 9 und einen Nockenwellenzugmitteltrieb 10. Der Kurbelwellenzugmitteltrieb 8 weist neben dem Kurbelwellenrad 4 ein erstes Zwischenrad 11 und der Nockenwellentrieb 10 zusätzlich zu dem Nockenwellenrad 6 ein zweites Zwischenrad 12 auf. Die beiden Zwischenräder 11 und 12 sind um eine gemeinsame Drehachse 13 drehbar gelagert und über eine Zwischenwelle 14 miteinander verbunden. Die Zwischenwelle kann separat von den Zwischenrädern 11 und 12 vorliegen oder integriert mit diesen oder wenigstens einem der Zwischenräder 11 und 12 ausgestaltet sein. Die Zwischenwelle 14 ist ebenfalls um die Drehachse 13 drehbar gelagert. Bevorzugt sind die beiden Zwischenräder 11 und 12 über die Zwischenwelle 14 um die Drehachse 13 gelagert, nämlich insbesondere an einem hier nicht dargestellten Gehäuse der Brennkraftmaschine 1.
-
Das Kurbelwellenrad 4 und das erste Zwischenrad 11 sind mittels eines Kurbelwellenzugmittels 15 des Kurbelwellenzugmitteltriebs 9 miteinander verbunden, das Nockenwellenrad 6 und das zweite Zwischenrad 12 über ein Nockenwellenzugmittel 16 des Nockenwellenzugmitteltriebs 10. Insgesamt ist somit die Kurbelwelle 2 über das Kurbelwellenzugmittel 15 mit der Zwischenwelle 14 und diese über das Nockenwellenzugmittel 16 mit der Nockenwelle 3 gekoppelt, sodass insgesamt eine Wirkverbindung zwischen der Kurbelwelle 2 Nockenwelle 3 mittels der Zugmitteltriebanordnung 8 hergestellt ist. Über die Zugmitteltriebanordnung 8 ist insoweit die Nockenwelle 3 von der Kurbelwelle 2 antreibbar. Lediglich angedeutet ist ein Zugmittelspanner 17, mittels welchem das Nockenwellenzugmittel 16 gespannt werden kann.
-
Es ist erkennbar, dass die beiden Zwischenräder 11 und 12 und entsprechend die Zwischenwelle 14 in zwei unterschiedlichen Stellungen dargestellt sind, welche unterschiedliche Ausrichtungen von Zugtrumen 18 und 19 des Kurbelwellenzugmittel 15 und des Nockenwellenzugmittels 16 bewirken. Es ist vorgesehen, dass die Zwischenwelle 14 zum Einstellen von Steuerzeiten von mittels der Nockenwelle 3 ansteuerbaren Gaswechselventilen der Brennkraftmaschine 1 achsparallel verlagerbar ist und zum Einstellen der Steuerzeiten achsparallel verlagert wird.
-
Die 2 zeigt eine Detaildarstellung eines Bereichs der Brennkraftmaschine 1, wobei das Nockenwellenrad 6 erkennbar ist. Gezeigt ist eine Drehwinkeldifferenz β, die aus einer beispielhaften Verlagerung der Zwischenwelle 14 entlang einer hier nicht dargestellt Verlagerungsbahn 20 resultiert.
-
Die 3 zeigt eine weitere Detaildarstellung eines Bereichs der Brennkraftmaschine, wobei die Zwischenwelle 14 in einer Stellung angedeutet ist, welche aus ihrer Verlagerung entlang der Verlagerungsbahn 20 resultiert. Die Zwischenräder 11 und 12 sind hingegen jeweils in einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung dargestellt, wobei eine der Stellungen vor der Verlagerung der Zwischenwelle 14 und eine andere der Stellungen nach der Verlagerung der Zwischenwelle 14 vorliegt.
-
Angedeutet ist ebenfalls eine Drehwinkeldifferenz α, um welche sich ein Drehwinkel der Zwischenwelle 14 aufgrund der Verlagerung der Zwischenwelle 14 ändert. Es ist erkennbar, dass die Drehwinkeldifferenz α kleiner ist als die Drehwinkeldifferenz β. Entsprechend ist der Einfluss der Verlagerung der Zwischenwelle 14 entlang der Verlagerungsbahn 20 auf den Drehwinkel des Nockenwellenrads 6 größer als auf den Drehwinkel der Zwischenwelle 14.
-
Die 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Bereichs der Brennkraftmaschine 1, wobei rein beispielhaft die Verlagerungsbahn 20 dargestellt ist. Diese verläuft durchgehend gekrümmt, insbesondere verläuft sie entlang einer Kreisbahn. Die Verlagerungsbahn 20 liegt insoweit als Kreisbahnabschnitt vor. Es wird deutlich, dass die Verlagerungsbahn 20 ihren Mittelpunkt auf der Drehachse des Kurbelwellenrads 4 aufweist. Die Verlagerung der Zwischenwelle 14 erfolgt insoweit kreisförmig um diese Drehachse 5.
-
Die 5 zeigt eine weitere Detaildarstellung eines Bereichs der Brennkraftmaschine 1, wobei die Verlagerung der Zwischenwelle 14 beziehungsweise ihrer Drehachse mittels eines Exzenters 21 erfolgt, welcher um eine Exzenterdrehachse 22 drehbar gelagert ist, insbesondere an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine 1. Die Zwischenwelle 14 und mithin die Zwischenräder 11 und 12 sind um die Drehachse 13 drehbar an dem Exzenter 21 gelagert. Bei einer Drehbewegung des Exzenters 21 um die Exzenterdrehachse 22 erfolgt eine Verlagerung der Zwischenwelle 14 entlang der Verlagerungsbahn 20.
-
Auf die beschriebene Art und Weise beziehungsweise mit einer derartigen Ausgestaltung der Brennkraftmaschine 1 kann auf besonders einfache Art und Weise das Einstellen der Steuerzeiten der Gaswechselventile Brennkraftmaschine 1 vorgenommen werden. Insbesondere ist es nicht notwendig, Mittel zum Festsetzen der Zwischenwelle 14 vorzusehen.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-