[go: up one dir, main page]

DE102017217876B4 - Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers Download PDF

Info

Publication number
DE102017217876B4
DE102017217876B4 DE102017217876.0A DE102017217876A DE102017217876B4 DE 102017217876 B4 DE102017217876 B4 DE 102017217876B4 DE 102017217876 A DE102017217876 A DE 102017217876A DE 102017217876 B4 DE102017217876 B4 DE 102017217876B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
user
detected
signal
situation
information
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE102017217876.0A
Other languages
English (en)
Other versions
DE102017217876A1 (de
Inventor
Alexander Häfele
Alexander Stohr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Friedrichshafen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZF Friedrichshafen AG filed Critical ZF Friedrichshafen AG
Priority to DE102017217876.0A priority Critical patent/DE102017217876B4/de
Publication of DE102017217876A1 publication Critical patent/DE102017217876A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102017217876B4 publication Critical patent/DE102017217876B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Images

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04WWIRELESS COMMUNICATION NETWORKS
    • H04W4/00Services specially adapted for wireless communication networks; Facilities therefor
    • H04W4/02Services making use of location information
    • H04W4/029Location-based management or tracking services
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B21/00Alarms responsive to a single specified undesired or abnormal condition and not otherwise provided for
    • G08B21/02Alarms for ensuring the safety of persons
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B7/00Signalling systems according to more than one of groups G08B3/00 - G08B6/00; Personal calling systems according to more than one of groups G08B3/00 - G08B6/00
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B7/00Signalling systems according to more than one of groups G08B3/00 - G08B6/00; Personal calling systems according to more than one of groups G08B3/00 - G08B6/00
    • G08B7/06Signalling systems according to more than one of groups G08B3/00 - G08B6/00; Personal calling systems according to more than one of groups G08B3/00 - G08B6/00 using electric transmission, e.g. involving audible and visible signalling through the use of sound and light sources
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/005Traffic control systems for road vehicles including pedestrian guidance indicator
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/16Anti-collision systems
    • G08G1/166Anti-collision systems for active traffic, e.g. moving vehicles, pedestrians, bikes
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04WWIRELESS COMMUNICATION NETWORKS
    • H04W4/00Services specially adapted for wireless communication networks; Facilities therefor
    • H04W4/30Services specially adapted for particular environments, situations or purposes
    • H04W4/40Services specially adapted for particular environments, situations or purposes for vehicles, e.g. vehicle-to-pedestrians [V2P]
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04WWIRELESS COMMUNICATION NETWORKS
    • H04W4/00Services specially adapted for wireless communication networks; Facilities therefor
    • H04W4/90Services for handling of emergency or hazardous situations, e.g. earthquake and tsunami warning systems [ETWS]

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)
  • Navigation (AREA)

Abstract

Bereitgestellt wird eine Vorrichtung zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers, wobei die Vorrichtung zumindest ein Positionserfassungssystem, das dazu eingerichtet ist, die Position des Nutzers zu erfassen, eine Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen, eine Auswerteeinrichtung und eine Anzeigeeinheit aufweist. Die Auswerteeinrichtung ist dazu eingerichtet, von dem Positionserfassungssystem und der Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen erhaltene Daten auszuwerten, zu einem Anzeigesignal verarbeiten und an die Anzeigeeinheit weiterzuleiten, die dazu eingerichtet ist, dem Nutzer durch ein räumlich selektives Signal Informationen über seine Umgebung mitzuteilen. Ferner wird ein Verfahren bereitgestellt zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers, wobei basierend auf erfassten Umgebungsinformationen dem Nutzer durch ein räumlich selektives Signal Informationen über seine Umgebung mitgeteilt werden.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers.
  • In vielen Situationen können tragbare Geräte zur Überwachung von Vitalfunktionen des eigenen Körpers oder zur Bereitstellung von Informationen eingesetzt werden, z.B. um Nachrichten zu übermitteln, Karten anzuzeigen oder vor Gefahren in der unmittelbaren Umgebung zu warnen. Beispielsweise ist aus der deutschen Patentanmeldung DE102015219511 A1 eine Vorrichtung bekannt, die bei Gefahrensituationen einen Notruf absetzt. Aus der deutschen Patentanmeldung DE102012206522 A1 ist ferner eine tragbare Vorrichtung für einen Fußgänger bekannt, die ein Warnsignal ausgibt, wenn sich ein Elektrofahrzeug dem Fußgänger nähert.
  • Weiterer Stand der Technik ist beispielsweise aus den US Patentanmeldungen US 2014 / 0 300 466 A1 , US 2017 / 0076 617 A1 , US 2016 / 0 321 880 A1 , sowie US 2015 / 0 228 066 A1, und der PCT-Anmeldung WO 2017 / 079 389 A1, oder den deutschen Patentanmeldungen DE 10 2015 015 917 A1 , DE 10 2014 219 148 A1 , und DE 10 2014 110 958 A1 oder DE 10 2016 208 695 A1 . Außerdem ist in dem deutschen Gebrauchsmuster DE 20 2016 002 778 U1 oder dem deutschen Patent DE 11 2015 000 123 T5 weiterer Stand der Technik veröffentlicht.
  • In den US Patentanmeldungen US 2014 / 0 180 568 A1 , US 2010 / 0 253 541 A1 , US 2016 / 0 253 892 A1, sowie dem US-Patent US 6 744 370 B1 ist weiterer Stand der Technik veröffentlicht.
  • Alle bereits bekannten Vorrichtungen können sich mit einem Netzwerk verbinden, Daten mit anderen Geräten oder sogar Fahrzeugen und tragbaren Vorrichtungen oder mobilen Endgeräten austauschen. Ferner haben alle diese Vorrichtungen gemeinsam, dass sie von einem Nutzer, z.B. einem Fußgänger, am Körper getragen werden und den Nutzer durch optische oder/und haptische Rückmeldung, z.B. Vibration, oder akustische Signalgebung vor einer Gefahr warnen können.
  • Allerdings sind die bisher bekannten Vorrichtungen noch optimierbar. Deshalb ist es eine Aufgabe dieser Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung bereitzustellen, durch welche eine noch bessere Warnung vor Gefahren und damit Vermeidung von Gefahren ermöglicht wird, indem das Raumgefühl des Nutzers verbessert wird.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Bereitgestellt wird eine Vorrichtung zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers, wobei die Vorrichtung zumindest ein Positionserfassungssystem, das dazu eingerichtet ist, die Position des Nutzers zu erfassen, eine Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen, eine Auswerteeinrichtung und eine Anzeigeeinheit aufweist. Die Auswerteeinrichtung ist dazu eingerichtet, von dem Positionserfassungssystem und der Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen erhaltene Daten auszuwerten, zu einem Anzeigesignal verarbeiten und an die Anzeigeeinheit weiterzuleiten. Die Anzeigeeinheit ist dazu eingerichtet, dem Nutzer durch ein räumlich selektives Signal Informationen über seine Umgebung mitzuteilen.
  • Somit kann das Raumgefühl des Nutzers durch eine einzige Vorrichtung verbessert werden, indem eine räumlich selektive Anzeige von Informationen erfolgt. Diese Informationen können sowohl Gefahrensituationen sein als auch z.B. eine Navigationshilfe.
  • Die Ausgabe des Signals erfolgt akustisch oder haptisch oder optisch oder in Kombination in Abhängigkeit des Nutzers und der erfassten Umgebungsinformation.
  • Durch die variable Gestaltung der Vorrichtung können auf den Nutzer abgestimmte Signale ausgegeben werden. Dabei kann sowohl der Nutzer von einer in der Vorrichtung bereitgestellten Nutzererfassungseinheit erfasst werden. Dann kann die Signalgebung basierend auf für den erfassten Nutzer hinterlegten oder gelernten Daten erfolgen. Auch kann aufgrund des Verhaltens des Nutzers, welches durch einen in der Vorrichtung, z.B. in der Nutzererfassungseinheit, implementierten Algorithmus zur Verhaltensanalyse bestimmt wird, gelernt werden, welche Art von Signal dieser bevorzugt. Auch kann der Nutzer die Art des Signals manuell selbst einstellen. Die erfasste Umgebungsinformation wird über die Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen bestimmt. Als Signal kann eine Vibration, ein Summton in Verbindung mit einer Vibration, eine optische Anzeige, z.B. mittels Pfeilen oder auch einem Blinken auf einem gerade betrachteten Display in die Richtung der Gefahr, auch farblich unterschiedlich abhängig von der Einstufung der Gefahr z.B. gelb oder rot, erfolgen.
  • In einer Ausführung dient die Vorrichtung zur Erfassung und Darstellung von Gefahrensituationen für einen Nutzer, wobei die erfassten Umgebungsinformationen derart verarbeitet werden, dass eine Bestimmung erfolgt, ob eine Gefahrensituation für den Nutzer vorliegt, und wenn bestimmt wurde, dass eine Gefahrensituation für den Nutzer vorliegt, der Nutzer von der Vorrichtung durch Ausgabe des räumlich selektiven Signals über die erfasste Gefahrensituation informiert wird, indem zumindest die Richtung, in der sich die erfasste Gefahrensituation befindet, angezeigt wird.
  • Durch die Bereitstellung der Information, aus welcher Richtung mit einer Gefahrensituation zu rechnen ist, kann einerseits die Verkehrssicherheit des Nutzers erhöht werden, als auch die Reaktionszeit auf die Gefahr. Somit können Unfälle besser vermieden werden.
  • In einer Ausführung erfolgt in der Auswerteeinrichtung eine Klassifizierung der erfassten Gefahrensituation und/oder des Nutzers abhängig von erfassten oder bekannten Daten, und das Signal wird abhängig von der erfassten Klassifizierung ausgegeben.
  • So können z.B. eine als eher unaufmerksam eingestufte Person oder ein schnell fahrender Radfahrer mit einer deutlicheren Warnung, z.B. durch Kombination mehrerer Warnsignale, auf eine Gefahr aufmerksam gemacht werden. Dies kann auch abhängig von der erfassten Verkehrssituation erfolgen, z.B. ob erfasst wurde, dass sich ein schnelles Fahrzeug nähert und der Nutzer ohne Reaktion auf Kollisionskurs wäre.
  • In einer Ausführung ist eine Gefahrensituation eine Kollision des Nutzers, welcher die Vorrichtung nutzt, mit zumindest einem externen System, wobei das zumindest eine externe System ein statisches oder bewegliches oder bewegtes Hindernis ist.
  • Somit können nicht nur Fahrzeuge als potentielle Gefahrensituation eingestuft werden, sondern auch andere Personen oder Hindernisse wie Masten oder Pfeiler. Dies ist dann hilfreich, wenn ein Hindernis vom Nutzer in einer bestimmten Situation nicht wahrgenommen wird, z.B. wenn er konzentriert auf sein Mobiltelefon blickt und damit die Umgebung nicht bewusst wahrnimmt.
  • Die Vorrichtung kann sowohl in einem Fahrzeug wie einem Automobil, Bus oder LKW eingesetzt werden, als auch bei Motorrädern, Fahrrädern und anderen Fortbewegungsmitteln oder statischen Einrichtungen wie Ampelanlagen, Seitenbegrenzungen von Straßen etc. Hier können bereits vorhandene Systeme wie LIDAR-Sensoren oder RADAR-Sensoren, Kameras, Ultraschall-Sensoren und entsprechende Arrays eingesetzt werden, um eine Gefahrensituation zu erfassen und an die Vorrichtung weiterzugeben. Zur Kommunikation mit externen Systemen weist die Vorrichtung dann vorteilhafterweise eine Kommunikationseinrichtung auf. Einrichtungen, welche bisher nicht mit Sensorik oder Kommunikationsmöglichkeiten ausgestattet sind, können nachgerüstet werden. Alternativ können für dauerhafte Hindernisse z.B. look-up-Tabellen hinterlegt sein. Die Vorrichtung kann dann basierend auf der erfassten Position des Nutzers eine Warnung ausgeben. Alternativ kann die Vorrichtung mit entsprechender Sensorik ausgestattet sein oder über andere Geräte Informationen zu potentiellen Hindernissen bzw. Gefahren erhalten und Informationen an andere Geräte oder ein zentrales System weitergeben.
  • In einer Ausführung ist die Vorrichtung eine tragbare Vorrichtung und weist mehrere Mittel zur Abgabe des Signals auf, welche sich an Positionen befinden, die dazu geeignet sind, ein selektives räumliches Signal in zwei oder mehr Richtungen auszugeben.
  • Somit kann abhängig von der Richtung, in welcher sich z.B. eine Gefahrensituation bezogen auf die Position der Person bzw. des Nutzers befindet, ein räumlich selektives Signal z.B. als Meldeimpuls oder Dauersignal, ausgegeben werden. Auch kann so eine Navigationshilfe realisiert werden. Durch Anbringen der Vorrichtung direkt am Nutzer kann ein optimaler Platz oder mehrere optimale Plätze für die Vorrichtung gewählt werden, so dass eine für den entsprechenden Nutzer optimale Darstellung des Signals erfolgen kann.
  • Die Vorrichtung ist eine tragbare Vorrichtung und ist als ein umlaufendes Band gebildet, das um einen äußeren Umfang eines Nutzers reicht. Dafür sind vor allem Brustkorb, Kopf, Hals, Handgelenk, einer oder mehrere Bereiche eines oder beider Beine oder Arme geeignet.
  • In einer Ausführung ist die Vorrichtung eine tragbare Vorrichtung und ist als ein Kleidungsstück gebildet. Durch Einarbeiten der Vorrichtung bzw. von Teilen davon kann die Vorrichtung praktisch unsichtbar getragen und genutzt werden.
  • In einer Ausführung ist die Vorrichtung eine tragbare Vorrichtung und ist aus mehreren Teilelementen gebildet, welche auf die Haut des Nutzers oder auf ein Kleidungsstück aufbringbar sind. Dies kann z.B. durch Kleben, Binden, Einstecken oder Anstecken geschehen.
  • In einer Ausführung ist die Vorrichtung in eine weitere Vorrichtung zumindest teilweise integriert, umfassend eine Uhr oder ein Armband.
  • In einer (nicht beanspruchten) Ausführung ist die Vorrichtung in eine weitere Vorrichtung zumindest teilweise integriert, umfassend ein Fahrzeug oder ein tragbares Gerät, ein Mobiltelefon, ein Multimediagerät.
  • Durch Anbringen der Vorrichtung direkt am Nutzer kann ein schneller und direkter Einfluss auf diesen erfolgen. Ferner kann die Vorrichtung in einer bereits vorhandenen und genutzten Vorrichtung wie einer Uhr, z.B. einer Smart Watch, integriert sein. Außerdem kann die Vorrichtung so im Prinzip unsichtbar getragen werden und damit auch ein Handicap des Nutzers verborgen werden.
  • Erfindungsgemäß werden mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers verwendet. Eine gegenseitige Verkoppelung und/oder Synergie der einzelnen Vorrichtungen ist dabei möglich. Vorteilhafterweise werden Vorrichtungen gleicher oder verschiedener Art zugleich betrieben. Die Verwendung von mehreren Vorrichtungen erspart mögliche manuelle Modus-Wechsel-Operationen und ebenso ist ein Ablegen/Anziehen nicht erforderlich.
  • Bereitgestellt wird ferner ein Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers, wobei basierend auf erfassten Umgebungsinformationen dem Nutzer durch ein räumlich selektives Signal Informationen über seine Umgebung mitgeteilt werden.
  • In einer Ausführung dient das Verfahren zur Erfassung und Darstellung von Gefahrensituationen für einen Nutzer, wobei in einem ersten Schritt die erfassten Umgebungsinformationen derart verarbeitet werden, dass eine Bestimmung erfolgt, ob eine Gefahrensituation für den Nutzer vorliegt, und wenn bestimmt wurde, dass eine Gefahrensituation für den Nutzer vorliegt, in einem zweiten Schritt der Nutzer von der Vorrichtung durch Ausgabe zumindest des räumlich selektiven Signals über die erfasste Gefahrensituation informiert wird, indem zumindest die Richtung, in der sich die erfasste Gefahrensituation befindet, angezeigt wird.
  • Für das Verfahren ergeben sich dieselben Vorteile wie für die Anordnung.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungsgemäße Einzelheiten zeigt, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung verwirklicht sein.
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend näher erläutert.
    • 1 zeigt eine schematische Übersicht eines Anwendungsfalls der Vorrichtung gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
    • 2 zeigt ein Ablaufdiagramm des Verfahrens gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
  • Die vorgeschlagene Vorrichtung ist insbesondere für Fußgänger, Radfahrer und andere verletzliche Verkehrsteilnehmern hilfreich, da diese bei einer nicht erkannten Gefahr und einem damit verbundenen Unfall, z.B. mit einem Fahrzeug, größeren Schaden nehmen können.
  • Die menschliche Wahrnehmung ist aufgrund unterschiedlichster Ereignisse oder aktueller Gegebenheiten oft eingeschränkt. Gängige Feedback-Systeme haben ebenso Einschränkungen. Beispielsweise benötigt eine Sprachausgabe Zeit, Lichtsignale auf Displays erfordern das Abwenden des Blicks, Einrichtungen, die über Vibrationen kommunizieren, sind oft sehr unspezifisch und teils durch Kleidung hindurch nur großflächig realisierbar sowie an größere Objekte gebunden.
  • Ziel der Erfindung ist es deshalb, ein verbessertes Raumgefühl für einen Nutzer zu erreichen, so dass sowohl eine erhöhte Sicherheit z.B. im Straßenverkehr als auch verbesserte Funktionen wie Navigation etc. realisiert werden können. Nachfolgend wird der Nutzer in der Regel als Person beschrieben, wobei als Person z.B. Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ggf. auch Tiere oder andere quasi-intelligente Systeme bezeichnet werden. Diese nehmen an einem Szenario teil, z.B. Straßenverkehr, Fußgängerzone, komplexes Gebäude, oder sind an einem stationären Arbeitsplatz wie einer Leitwarte oder einem Führungsstand oder PC.
  • Die vorgeschlagene Vorrichtung ermöglicht es, dass eine Person auch im Fall, dass sie sich gerade mit einer anderen Aufgabe beschäftigt, auf ein Ereignis aufmerksam gemacht wird, das ihre Aufmerksamkeit erfordert. Dies kann z.B. ein eingehender Anruf, eine E-Mail, ein herannahendes, möglicherweise gefährliches Objekt, ein stationäres Hindernis, ein Hinweis auf die Anzeige von einem Messgerät, eine Uhr oder ein Terminkalender sein, allgemein also das gesamte reale oder virtuelle Umfeld der Person.
  • Die Vorrichtung meldet dem Nutzer eine solche Situation über ein räumlich selektives Signal als Meldeimpuls oder Dauersignal, z.B. als haptisches und/oder optisches und/oder akustisches Signal wie etwa ein Summer mit Kontakt zur Person. Auch kann abhängig von der Anwendung eine Anordnung von Schallgebern vorgesehen sein, welche das Signal berührungslos übermitteln.
  • Das räumlich selektive Signal ist dabei derart ausgebildet, dass der Nutzer eine Zuordnung des Signals in einer Raumrichtung auf mindestens einer Ebene vornehmen kann. Das heißt, dass dem Nutzer aufgrund der Art und der räumlichen Information des Signals schneller als bei herkömmlichen Signalen die Richtung klar ist, aus der das Ereignis kommt, auf das er aufmerksam gemacht werden soll. Somit kann eine schnellere Reaktionszeit, vor allem bei Gefahrensituationen, erzielt werden.
  • Die Vorrichtung kann dabei in unterschiedlichster Art und Weise konstruiert sein, wie nachfolgend beschrieben.
  • Die Vorrichtung kann z.B. als ein elastisches oder fixes Band aus einer Vielzahl von Signalgebern, z.B. kleinen Impulsgebern, z.B. Summern, bestehen. Dieses Band kann weitgehend direkt auf der Haut über dem Brustkorb oder am Hals, oder an einem oder beiden Oberschenkeln, oder am Handgelenk getragen werden. Das Band ist dabei Prinzip bedingt umlaufend, ohne dass die gesamte Länge zwingend mit den Signalgebern bedeckt sein muss.
  • Alternativ zu einem Band kann ein Kleidungsstück verwendet werden, z.B. ein Hemd oder ein anderes flächiges Trägerobjekt, wobei die Gestaltung und Anordnung der Signalgeber dabei weitgehend frei wählbar ist.
  • Alternativ kann das Band oder ein flächiges Trägerobjekt oder auch die einzelnen Elemente der Signalgeber z.B. auf die Haut oder ein Kleidungsstück aufgeklebt werden. Ebenso ist die Einarbeitung in eine Oberbekleidung wie Jacke, Hemd, Pullover oder Hose möglich.
  • Als alternativen Signalgeber kann ein (Ultra-)Schall-Array verwendet werden, das z.B. in einem Fahrzeug vorgesehen ist und den Nutzer berührungslos erreicht. Zur Nutzung von berührungslosen Signalgebern ist vorteilhafterweise eine weitgehend störfreie Umgebung nötig, damit der Nutzer das Signal einwandfrei zuordnen kann.
  • Durch die vorgeschlagene Vorrichtung ist es einem Nutzer möglich, ihn betreffende Ereignisse, z.B. statische oder mobile Hindernisse, in ihrer Raumrichtung schnell zu erfassen und gegebenenfalls darauf schneller zu reagieren.
  • Die Art und Position der Ereignisse wie Hindernisse wird in einer Ausführung über vorhandene und mit der Vorrichtung koppelbare Sensoren, z.B. Lidar-Rundum-Sensoren oder Radar-Sensoren, oder durch das X2Safe-System der ZF Friedrichshafen AG, oder Kamera-Daten, oder durch Ultraschall-Ortung oder durch Übertragung von Informationen über externe Datenübermittlung bereitgestellt. Alternativ kann die Vorrichtung selbst über eine entsprechende Sensorik verfügen. Somit kann eine Vielzahl von Merkmalen des Ereignisses wie Richtung, Entfernung, Typ, Geschwindigkeit, Gefährdungs-Abschätzung, etc., abhängig von den durch die Sensoren etc. erhaltenen Umgebungsinformationen übermittelt und verarbeitet werden.
  • Der Person ist es damit möglich, für sie gerade nicht mit den Augen wahrnehmbare Objekte auf anderem Wege zu erkennen und Reaktionen darauf zu zeigen, wenn nötig.
  • Anwendungsfälle sind z.B. das Betrachten von Mobiltelefon-Geräten und Warnung vor Hindernissen in Laufrichtung wie anderen Verkehrsteilnehmern oder Masten. Auch ist eine Warnung beim Fahren von Fahrzeugen möglich, z.B. wenn ein Blick in eine Richtung erfolgt, z.B. in eine Vorrangstraße, aber sich aus der anderen Richtung eine Gefahr nähert.
  • Das System ermöglicht es also dem Nutzer ein im Vergleich zum Normalzustand erweitertes Raumgefühl zu erhalten. Dabei kann eine Priorisierung oder Klassifizierung von potentiell gefährlichen Situationen erfolgen. Dies kann über einen lernenden Algorithmus, über Auswerten von Daten, über Empfangen von externen Daten bzw. Informationen erfolgen.
  • Das heißt, dass zur Erfassung von Ereignissen und auch zu einer optionalen Priorisierung z.B. von Gefahren, die erweiterten Möglichkeiten von Vernetzung wie Car2X, X2X, X2Safe etc. und Sensorik wie LIDAR, welcher eine 360°-Sicht ermöglicht, RADAR, welcher eine Fernsicht und Nachtsicht ermöglicht, sowie anderer vorhandener Mittel zur Erfassung von Umgebungsinformationen, verwendet werden können. Die dort erfassten Informationen werden dann an die Vorrichtung weitergegeben, so dass sie verarbeitet werden können und die Signalgeber ein entsprechendes Signal ausgeben können. Somit können die sensitiven Fähigkeiten des Nutzers in sehr großem Umfang direkt abgebildet werden. Dies kann auch derart erfolgen, dass dessen primäre Wahrnehmungsorgane wie z.B. Augen oder Ohren nicht zusätzlich belegt und damit belastet werden.
  • Die Vorrichtung kann als tragbare Vorrichtung gebildet sein und in bestehende andere Vorrichtungen wie Smart Watches, sowie (nicht beansprucht) Mobiltelefone, Musikabspielgeräte etc. integriert werden bzw. dort integriert sein. Auch können weitere Funktionen wie Health-Measurement, also Messungen von Puls, Blutdruck, Körpertemperatur, Muskelaktivitäten, Haut-Leitwert, Feuchte, etc. integriert werden. Durch zumindest teilweises Integrieren der Vorrichtung in andere Vorrichtungen, z.B. ein Fahrzeug oder ein tragbares Gerät, umfassend Uhr, Mobiltelefon, Multimediagerät, Armband, können bereits vorhandene Ausgabemedien genutzt werden, um die Informationen über das Ereignis auch räumlich gesteuert auszugeben. Beispielsweise kann über ein Musikabspielgerät ein akustisches Signal in einem der Ohren ausgegeben werden. Ein Mobiltelefon kann ein optisches Signal, z.B. einen Pfeil, in Verbindung mit einer Vibration zur Erlangung der Aufmerksamkeit des Nutzers ausgeben (nicht beansprucht). Im Fahrzeug kann im Navigationssystem ein Pfeil in Verbindung mit einer akustischen Warnung oder einer Vibration des Lenkrads oder des Sitzes auf der Seite der Gefahr ausgegeben werden, oder es kann über einen Ultraschall-Array eine berührungslose Signalgebung erfolgen (nicht beansprucht). Eine Uhr oder ein am Körper getragenes Band zur Kontrolle der Körperfunktionen kann über eine Vibration Signale weitergeben.
  • Eine weitere Funktion kann sein, dass die Signalgebung abhängig von der erfassten Art der Gefahr erfolgt. So kann bei einer als größer eingestuften Gefahr ein anderes Signal, z.B. eine Kombination aus mehreren Signalen oder eine stärkere Vibration, als bei einer als geringer eingestuften Gefahr erfolgen. Durch unterschiedliche Signalgebung kann der Nutzer noch weiter sensibilisiert werden.
  • Eine weitere Funktion kann sein, dass die Vorrichtung zur Weitergabe von Navigations-Infos verwendet wird, d.h. dass eine Führung auf dem Weg zum Ziel z.B. durch einen Hinweis auf Abbiegepunkte und eine neue Richtung über die Signalgeber erfolgen kann.
  • Die Vorrichtung kann zur Ausführung ihrer Aufgabe zumindest eine Kommunikationseinrichtung aufweisen, durch welche die Vorrichtung mit mindestens einer weiteren Kommunikationseinrichtung eines externen Systems kommunizieren kann. So können Informationen über Ereignisse wie Hindernisse etc. an die Vorrichtung weitergegeben werden, wie oben beschrieben. Alternativ kann die Vorrichtung selbst über entsprechende Sensorik verfügen, so dass keine Kommunikation mit einem externen System nötig ist.
  • Außerdem weist die Vorrichtung ein Positionserfassungssystem auf, durch welches die aktuelle Position des Nutzers erfasst werden kann. Das Positionserfassungssystem erfasst vorteilhafterweise die Position des Nutzers direkt, z.B. über GPS. Die Vorrichtung weist ferner eine Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen auf. Diese Aufgabe kann auch gleichzeitig das Positionserfassungssystem übernehmen. Ferner weist die Vorrichtung eine Auswerteeinrichtung auf, die von der Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen und dem Positionserfassungssystem, sowie von der gegebenenfalls vorhandenen Kommunikationseinrichtung, erhaltene Daten auswertet. Dabei wird ausgewertet, ob Ereignisse wie Hindernisse in der unmittelbaren Umgebung des Nutzers sind und diesen gefährden können. Auch kann eine Priorisierung, d.h. Klassifizierung in Gefährdungsstufen, der erfassten Ereignisse erfolgen. Der Nutzer kann abhängig von der Gefährdungsstufe entsprechend deutlich gewarnt werden oder es erfolgt lediglich ein Hinweis. So können z.B. Situationen, in denen eine Kollision mit einem Fahrzeug erfasst wird, wenn der Nutzer seine Richtung nicht ändert oder stehen bleibt, als wichtiger eingestuft und mit einem deutlicheren Signal versehen werden, als ein Kollidieren mit einem Pappkarton.
  • Ferner weist die Vorrichtung eine Anzeigeeinheit auf, die das räumlich selektive Signal ausgibt. Die Anzeigeeinheit kann in unterschiedlichster Art und Weise ausgebildet sein, z.B. als umlaufendes Band, das am Körper des Nutzers befestigt ist und in vorgegebenen Abständen Signalgeber aufweist. Grundsätzlich können die Signalgeber als haptische und/oder akustische und/oder optische Signalgeber gebildet sein.
  • In der in 1 (nicht maßstäblich) gezeigten vorteilhaften Ausführung sind die Signalgeber 11, 12 der Vorrichtung 1 als vibrierende Signalgeber, welche sich an der rechten Seite 11 und an der linken Seite 12 des Nutzers 100 befinden, gebildet. Diese zeigen dem Nutzer 100, der sich hier auf sein Mobiltelefon 2 konzentriert und die Umgebung nicht beachtet, an, dass eine Gefahr 3, in diesem Fall ein Fahrzeug, von einer bestimmten Seite auf ihn zukommt. Dies geschieht, indem der Signalgeber auf der Seite, in deren Richtung sich die Gefahr 3 befindet, vibriert 110. In diesem Fall vibriert der rechte Signalgeber 11. Die Vorrichtung 1 ist hier also als tragbare Vorrichtung 1 ausgebildet, welche vorteilhafterweise unter der Kleidung getragen wird. Diese Vorrichtung kann mit dem externen System, welches hier ein Fahrzeug 3 darstellt, über eine Kommunikationseirichtung mit der entsprechenden Kommunikationseinrichtung des Fahrzeugs 3 kommunizieren (in 1 mit K bezeichnet) und Bewegungsdaten davon erhalten. Auch kann die Vorrichtung 1, genauer das Positionsbestimmungssystem, die Position des Nutzers 100 bestimmen und je nach Ausführung auch dessen weiteren Weg vorhersagen. Ferner kann basierend auf den von Fahrzeug 3 erhaltenen Daten und auch den Umgebungsinformationen, also z.B. dass sich der Nutzer 100 einer stark befahrenen Straße nähert etc., auch eine Klassifizierung der Gefahr bzw. des Hindernisses 3 vorgenommen werden. Die Daten werden in der Auswerteeinheit ausgewertet, wie oben bereits beschrieben.
  • Die tragbare Vorrichtung kann als ein umlaufendes Band gebildet sein, das nicht nur um den Brustkorb einer Person reicht, wie in 1 gezeigt, sondern auch um den Kopf z.B. als Stirnband, Hut, Mütze, Kappe etc., um den Hals, das Handgelenk, einen oder mehrere Bereiche eines oder beider Beine oder Arme.
  • Die Vorrichtung kann auch als ein Kleidungsstück gebildet sein, wie oben beschrieben. Durch Einarbeiten der Vorrichtung bzw. von Teilen davon kann die Vorrichtung praktisch unsichtbar getragen und genutzt werden.
  • Die Vorrichtung kann auch aus mehreren Teilelementen gebildet sein, um an unterschiedlichen Positionen am Nutzer 100 angeordnet zu werden. Diese Teilelemente sind auf die Haut der Person oder ein Kleidungsstück aufbringbar, z.B. durch Kleben, Binden, Einstecken, Anstecken.
  • Wie in 2 schematisch dargestellt verarbeitet die vorgeschlagene Vorrichtung in einem ersten Schritt S1 die erfassten Umgebungsinformationen und bestimmt, ob ein Ereignis, das für den Nutzer relevant ist, vorhanden ist oder in nächster Zeit vorhanden sein wird/könnte. In einem zweiten Schritt S2 werden dem Nutzer durch ein räumlich selektives Signal Informationen über seine Umgebung, genauer das für ihn relevante Ereignis, mitgeteilt. Ein relevantes Ereignis kann eine Gefahrensituation sein, oder eine bevorstehende Aktion, z.B. eine Mitteilung, dass ein Abbiegen in eine andere Straße nötig ist, wenn die Vorrichtung zur Navigation eingesetzt wird.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird in einem Zwischenschritt vor dem zweiten Schritt S2 bestimmt, ob eine Gefahrensituation für den Nutzer vorliegt. Und wenn bestimmt wurde, dass eine Gefahrensituation für den Nutzer vorliegt, erfolgt in dem zweiten Schritt S2 eine Ausgabe des zumindest einen räumlich selektiven Signals, indem zumindest die Richtung, in der sich die erfasste Gefahrensituation befindet, angezeigt wird. In der beschriebenen vorteilhaften Ausgestaltung wird über die erfasste Gefahrensituation informiert, indem ein Signalgeber 11 auf der entsprechenden Seite (hier rechts) ein Signal, z.B. eine Vibration, ein Summen, einen Ton oder eine Kombination daraus ausgibt. Die Ausgabe des Signals erfolgt wie oben beschrieben in unterschiedlicher Art und Weise, je nach Nutzer und Situation, vorteilhafterweise über zumindest eine haptische Signalgebung.
  • Bezugszeichenliste
  • 100
    Nutzer
    1
    Vorrichtung
    11, 12
    rechter/linker Signalgeber
    110
    Vibration
    K
    Kommunikation
    2
    Mobiltelefon
    3
    Hindernis

Claims (9)

  1. Vorrichtung (1) zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers (100), wobei die Vorrichtung (1) zumindest eine Nutzererfassungseinheit, die dazu eingerichtet ist, den Nutzer zu erfassen, ein Positionserfassungssystem, das dazu eingerichtet ist, die Position des Nutzers (100) zu erfassen, eine Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen, eine Auswerteeinrichtung und eine Anzeigeeinheit aufweist, wobei die Auswerteeinrichtung dazu eingerichtet ist, von dem Positionserfassungssystem und der Einrichtung zur Erfassung von Umgebungsinformationen erhaltene Daten auszuwerten, zu einem Anzeigesignal zu verarbeiten und an die Anzeigeeinheit weiterzuleiten, die dazu eingerichtet ist, dem Nutzer (100) durch ein räumlich selektives Signal (11; 12) Informationen über seine Umgebung mitzuteilen, wobei die Ausgabe des Signals akustisch oder haptisch oder optisch oder in Kombination in Abhängigkeit des Nutzers (100) und der erfassten Umgebungsinformation erfolgt, wobei die Vorrichtung (1) aufgrund des Verhaltens des Nutzers, welches durch einen in die Vorrichtung (1) implementierten Algorithmus zur Verhaltensanalyse bestimmbar ist, gelernt hat, welche Art von Signal dieser bevorzugt, wobei die Anzeigeeinheit eine mit dem Körper des Nutzers verbundene Anzeigeeinheit ist und in vorgegebenen Abständen angeordnete Signalgeber aufweist, und wobei die Vorrichtung (1) eine tragbare Vorrichtung ist und als ein umlaufendes Band gebildet ist, das um einen äußeren Umfang eines Nutzers (100) reicht, umfassend Brustkorb, Kopf, Hals, Handgelenk, einen oder mehrere Bereiche eines Beins oder Arms.
  2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei die Vorrichtung (1) zur Erfassung und Darstellung von Gefahrensituationen für einen Nutzer (100) dient, wobei die erfassten Umgebungsinformationen derart verarbeitet werden, dass eine Bestimmung erfolgt, ob eine Gefahrensituation für den Nutzer (100) vorliegt, und wenn bestimmt wurde, dass eine Gefahrensituation für den Nutzer (100) vorliegt, der Nutzer (100) von der Vorrichtung (1) durch Ausgabe des räumlich selektiven Signals über die erfasste Gefahrensituation informiert wird, indem zumindest die Richtung, in der sich die erfasste Gefahrensituation befindet, angezeigt wird.
  3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei eine Klassifizierung der erfassten Gefahrensituation und/oder des Nutzers (100) abhängig von erfassten oder bekannten Daten erfolgt, und das Signal abhängig von der erfassten Klassifizierung ausgegeben wird.
  4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, wobei eine Gefahrensituation eine Kollision des Nutzers (100) ist, welcher die Vorrichtung (1) nutzt, mit zumindest einem externen System (3), wobei das zumindest eine externe System ein statisches oder bewegliches oder bewegtes Hindernis ist.
  5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung (1) eine tragbare Vorrichtung ist und aus mehreren Teilelementen gebildet ist, welche auf die Haut des Nutzers (100) oder ein Kleidungsstück aufbringbar sind, umfassend Kleben, Binden, Einstecken, Anstecken.
  6. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung (1) in eine weitere Vorrichtung zumindest teilweise integriert ist, umfassend eine Uhr oder ein Armband.
  7. Verwendung von Vorrichtungen (1) jeweils nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers (100).
  8. Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers (100) mittels einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Nutzer und dessen Position sowie Umgebungsinformationen erfasst und ausgewertet werden, und basierend auf den erfassten Umgebungsinformationen (S1) dem Nutzer (100) durch ein räumlich selektives Signal Informationen über seine Umgebung mitgeteilt werden (S2), wobei die Ausgabe des Signals über eine mit dem Körper des Nutzers verbundene Anzeigeeinheit akustisch oder haptisch oder optisch oder in Kombination in Abhängigkeit des Nutzers (100) und der erfassten Umgebungsinformation erfolgt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Verfahren zur Erfassung und Darstellung von Gefahrensituationen für einen Nutzer (100) dient, wobei in einem ersten Schritt (S1) die erfassten Umgebungsinformationen derart verarbeitet werden, dass eine Bestimmung erfolgt, ob eine Gefahrensituation für den Nutzer (100) vorliegt, und wenn bestimmt wurde, dass eine Gefahrensituation für den Nutzer (100) vorliegt, in einem zweiten Schritt (S2) der Nutzer (100) durch Ausgabe zumindest des räumlich selektiven Signals über die erfasste Gefahrensituation informiert wird, indem zumindest die Richtung, in der sich die erfasste Gefahrensituation befindet, angezeigt wird.
DE102017217876.0A 2017-10-09 2017-10-09 Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers Expired - Fee Related DE102017217876B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102017217876.0A DE102017217876B4 (de) 2017-10-09 2017-10-09 Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102017217876.0A DE102017217876B4 (de) 2017-10-09 2017-10-09 Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102017217876A1 DE102017217876A1 (de) 2019-04-11
DE102017217876B4 true DE102017217876B4 (de) 2019-05-16

Family

ID=65816826

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102017217876.0A Expired - Fee Related DE102017217876B4 (de) 2017-10-09 2017-10-09 Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102017217876B4 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102020213084A1 (de) 2020-10-16 2022-04-21 Ford Global Technologies, Llc System und Verfahren zum Erhöhen der Sicherheit von Verkehrsteilnehmern ohne eigenes Kraftfahrzeug

Citations (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6744370B1 (en) 1998-05-18 2004-06-01 Inseat Solutions, Llc Vibro-tactile alert and massaging system having directionally oriented stimuli
US20100253541A1 (en) 2009-04-02 2010-10-07 Gm Global Technology Operations, Inc. Traffic infrastructure indicator on head-up display
DE102012206522A1 (de) 2012-04-20 2013-10-24 Robert Bosch Gmbh Vorrichtung zum Signalisieren eines heranfahrenden Elektrofahrzeuges
US20140180568A1 (en) 2011-08-10 2014-06-26 Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha Drive assist apparatus
US20140300466A1 (en) 2013-04-04 2014-10-09 Samsung Electronics Co., Ltd. Apparatus and method for preventing accident in portable terminal
DE102014110958A1 (de) 2013-08-02 2015-04-16 Honda Motor Co., Ltd. Fahrzeug-Fußgänger-Kommunikationssystem und Verfahren
US20150228066A1 (en) * 2014-02-10 2015-08-13 Michael Scot Farb Rear Encroaching Vehicle Monitoring And Alerting System
DE102014219148A1 (de) 2014-09-23 2016-03-24 Robert Bosch Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen eines Bewegungsmodells eines Straßenverkehrsteilnehmers
DE112015000123T5 (de) 2014-04-10 2016-06-16 Suzuki Motor Corporation System zum Teilen von Informationen zwischen Fußgängern und einem Fahrer
DE202016002778U1 (de) 2016-05-01 2016-07-13 Oliver Potthoff Vorrichtung aus Wellen-Sende-/Empfangssystem zur Sichtbarmachung von Außenweltgefahren auf dem Smartphone, Handy, Tablet, Tablet-PC, Virtual-Reality-Brille oder Smartwatch
US20160253892A1 (en) * 2015-02-27 2016-09-01 Elwha Llc Device having a sensor for sensing an object and a communicator for coupling the sensor to a determiner for determining whether a subject may collide with the object
US20160321880A1 (en) 2015-04-28 2016-11-03 Immersion Corporation Systems And Methods For Tactile Guidance
US20170076617A1 (en) 2015-09-10 2017-03-16 Christopher Schupp Method and system for pilot target aircraft and target obstacle alertness and awareness
DE102015219511A1 (de) 2015-10-08 2017-04-13 Zf Friedrichshafen Ag Tragbare Vorrichtung
WO2017079389A1 (en) * 2015-11-04 2017-05-11 Honeywell International Inc. System and method for hazardous voltage detection in all directions using intelligent sensors integrated into an article of safety clothing
DE102015015917A1 (de) 2015-12-09 2017-06-14 TEC EPM GmbH Methode zur automatischen Fluchtwegempfehlung bei Austritt von schädlichen Gasen
DE102016208695A1 (de) 2016-05-20 2017-11-23 Siemens Schweiz Ag Verfahren und Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen

Patent Citations (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6744370B1 (en) 1998-05-18 2004-06-01 Inseat Solutions, Llc Vibro-tactile alert and massaging system having directionally oriented stimuli
US20100253541A1 (en) 2009-04-02 2010-10-07 Gm Global Technology Operations, Inc. Traffic infrastructure indicator on head-up display
US20140180568A1 (en) 2011-08-10 2014-06-26 Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha Drive assist apparatus
DE102012206522A1 (de) 2012-04-20 2013-10-24 Robert Bosch Gmbh Vorrichtung zum Signalisieren eines heranfahrenden Elektrofahrzeuges
US20140300466A1 (en) 2013-04-04 2014-10-09 Samsung Electronics Co., Ltd. Apparatus and method for preventing accident in portable terminal
DE102014110958A1 (de) 2013-08-02 2015-04-16 Honda Motor Co., Ltd. Fahrzeug-Fußgänger-Kommunikationssystem und Verfahren
US20150228066A1 (en) * 2014-02-10 2015-08-13 Michael Scot Farb Rear Encroaching Vehicle Monitoring And Alerting System
DE112015000123T5 (de) 2014-04-10 2016-06-16 Suzuki Motor Corporation System zum Teilen von Informationen zwischen Fußgängern und einem Fahrer
DE102014219148A1 (de) 2014-09-23 2016-03-24 Robert Bosch Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen eines Bewegungsmodells eines Straßenverkehrsteilnehmers
US20160253892A1 (en) * 2015-02-27 2016-09-01 Elwha Llc Device having a sensor for sensing an object and a communicator for coupling the sensor to a determiner for determining whether a subject may collide with the object
US20160321880A1 (en) 2015-04-28 2016-11-03 Immersion Corporation Systems And Methods For Tactile Guidance
US20170076617A1 (en) 2015-09-10 2017-03-16 Christopher Schupp Method and system for pilot target aircraft and target obstacle alertness and awareness
DE102015219511A1 (de) 2015-10-08 2017-04-13 Zf Friedrichshafen Ag Tragbare Vorrichtung
WO2017079389A1 (en) * 2015-11-04 2017-05-11 Honeywell International Inc. System and method for hazardous voltage detection in all directions using intelligent sensors integrated into an article of safety clothing
DE102015015917A1 (de) 2015-12-09 2017-06-14 TEC EPM GmbH Methode zur automatischen Fluchtwegempfehlung bei Austritt von schädlichen Gasen
DE202016002778U1 (de) 2016-05-01 2016-07-13 Oliver Potthoff Vorrichtung aus Wellen-Sende-/Empfangssystem zur Sichtbarmachung von Außenweltgefahren auf dem Smartphone, Handy, Tablet, Tablet-PC, Virtual-Reality-Brille oder Smartwatch
DE102016208695A1 (de) 2016-05-20 2017-11-23 Siemens Schweiz Ag Verfahren und Anordnung zur Ausgabe von Warnmeldungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102020213084A1 (de) 2020-10-16 2022-04-21 Ford Global Technologies, Llc System und Verfahren zum Erhöhen der Sicherheit von Verkehrsteilnehmern ohne eigenes Kraftfahrzeug

Also Published As

Publication number Publication date
DE102017217876A1 (de) 2019-04-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102017110283B4 (de) Steuern von funktionen und ausgaben von autonomen fahrzeugen auf der grundlage einer position und aufmerksamkeit von insassen
EP2713983B1 (de) Orientierungshilfe für personen mit eingeschränktem sehvermögen
DE112015002948B4 (de) Vorrichtung zum erfassen eines fahrunvermögenzustands eines fahrers
DE102015219511B4 (de) Tragbare Vorrichtung
DE102013207223A1 (de) Verfahren zur Erkennung von nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern
DE102018117578B4 (de) Luftfahrzeug, kommunikationsendgerät, kommunikationssystem und programm
DE112016002832T5 (de) Sicherheitssysteme und -verfahren für autonome Fahrzeuge
DE112015000502T5 (de) Detektion von abnormalen Verhalten in einem Fahrzeug
DE102015200206A1 (de) Informationsmeldesystem, sendevorrichtung und empfangsvorrichtung
DE102015116280A1 (de) Fahrzeuginformation-Präsentationseinrichtung
DE102012213466A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Überwachen eines Fahrzeuginsassens
DE102015200584A1 (de) Überwachungsvorrichtung zum Überwachen eines toten Winkels bei einem Motorrad
DE102015223248A1 (de) Verfahren für ein Fahrerassistenzsystem
DE102017111468A1 (de) Fahrzeugsystem und Verfahren zum Bestimmen, ob ein Fahrzeuginsasse ein fahrzeugexternes Objekt wahrgenommen hat
DE112021008463T5 (de) Verkehrssicherheit-Unterstützungssystem und Verkehrssicherheit-Unterstützungsverfahren
WO2015000693A1 (de) Einblendung von kollisionswarnungen auf einem head-mounted display
DE102017217876B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Verbesserung des Raumgefühls eines Nutzers
DE102017215008A1 (de) Verfahren sowie System zum Schutz einer Person vor einer Gefahr
DE102017203785A1 (de) Überwachungssystem
DE102017002204A1 (de) Verfahren zum Betrieb eines Fahrerassistenzsystems
DE102013013869B4 (de) Verfahren zum Betrieb eines Fahrerassistenzsystems zur Warnung vor zu großer Ablenkung und Kraftfahrzeug
DE102014213020A1 (de) Übernahmeaufforderung bei hochautomatisierter Fahrt auf Datenbrille
DE102013210738A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Warnen einer eine elektronische und/oder mechanische Mobilitätshilfe verwendenden Person
DE102019215762A1 (de) Anordnung und Verfahren zum vernetzten Fahren
DE102023002801A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Unterstützung der Identifizierung ungeschützter Verkehrsteilnehmer

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed
R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee