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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Seilführungsbauteil für ein Endoskop mit zumindest einem Seilzug zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung, und auf ein Endoskop mit zumindest einem Seilzug.
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Es ist ein Endoskop bekannt, das eine Steuereinheit, einen Endoskopschaft, einen Endoskopkopf und einen Abwinkelungsabschnitt aufweist. Der Abwinkelungsabschnitt ist z.B. zwischen dem Endoskopschaft und dem Endoskopkopf angeordnet und dient zur Abwinkelung des Endoskopkopfes. Zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung im Endoskop werden Seilzüge verwendet, die an der proximalen Seite der Steuereinheit durch z.B. einen Joystick betätigt werden.
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Diese Seilzüge erstrecken sich durch das Endoskop in axialer Richtung. Die Seilzüge sind dabei zwischen einem Seilzugverankerungspunkt an der distalen Seite und dem genannten Joystick gespannt.
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Im Laufe der Zeit kann die Spannung der Seilzüge im Endoskop nachlassen. Wenn bei einem Endoskop die Seilzüge zum Steuern eines Abwinkelungsabschnittes locker geworden sind, kann es passieren, dass die erwünschte Auslenkbewegung nicht durch die Betätigung des Joysticks erreicht wird.
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Ein Nachspannen der Seilzüge kann dann das gewünschte Verhältnis zwischen erwünschter Auslenkbewegung und tatsächlich bewirkter Betätigung des Joysticks wieder herstellen.
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Schwieriger wird die Situation, wenn die Spannung mehrerer Seilzüge unterschiedlich nachgelassen hat. Dies kann z.B. dann auftreten, wenn ein Endoskop längere Zeit mit zusammengerolltem Endoskopschaft (Endoskopschlauch) aufbewahrt wird. Dann kann es sein, dass die Seilzüge im zusammengerollten Endoskopschaft unterschiedlich stark belastet sind, und ein im Laufe der Zeit unterschiedlich starkes Nachlassen der Spannung aufzeigen. Anders ausgedrückt, ein Seilzug kann eine andere Spannungsänderung gegenüber dem ursprünglich gespannten Zustand aufweisen als ein anderer (z.B. benachbarter) Seilzug. In einem solchen Fall wird ein Nachspannen der Seilzüge sehr kompliziert.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Maßnahmen zu treffen, um ein eventuelles Nachspannen von Seilzügen in einem Endoskop zu verbessern.
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Die
EP 0 165 718 A2 offenbart ein Endoskop, bei dem Steuerkabel für einen Abwinkelungsabschnitt an einer Längsachse eines Einführrohrs geführt werden. Die Steuerkabel gehen mittels einem Abzweigungsblock zu einem Umfangsabschnitt am Abwinkelungsabschnitt über. Der Abzweigungsblock führt die Steuerkabel.
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Diese Aufgabe ist durch ein Seilführungsbauteil mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Ein alternatives Seilführungsbauteil ist in Anspruch 6 aufgezeigt. Ein Endoskop ist in Anspruch 10 aufgezeigt. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Die Erfindung betrifft somit ein Seilführungsbauteil für ein Endoskop mit zumindest einem Seilzug zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung. Im Seilführungsbauteil geht eine Seilzugführung des zumindest einen Seilzugs von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung über.
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Mit einem solchen Seilführungsbauteil kann an einem geeigneten Ort entlang eines Endoskops ein Übergang von einer axial mittigen Führung von Seilzügen zu einer von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung bewirkt werden. Somit ist über einen vorbestimmten Bereich im Endoskop eine axial mittige Anordnung von Seilzügen anwendbar. Axial mittig angeordnete Seilzüge unterliegen vorteilhafter Weise einer sehr geringen Spannung, wenn das Endoskop aufgerollt wird.
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Das Seilführungsbauteil kann ein Seilführungsinnenteil aufweisen, das zumindest einen Seilführungskanal für einen Seilzug an seiner Außenumfangsfläche hat, wobei der Seilführungskanal von einer proximalen axial mittigen Position des Seilführungsinnenteils zu einer distalen von der axialen Mittelachse beabstandeten Position des Seilführungsinnenteils übergeht. Somit kann der Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs in einem spezifisch dafür vorgesehenen Bauteil verwirklicht werden, das an einer geeigneten Stelle im Endoskop angeordnet werden kann.
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Im Seilführungsbauteil kann das Seilführungsinnenteil einen von der proximalen Seite zur distalen Seite zunehmenden Außendurchmesser haben. Der Seilführungskanal kann an der radial äußeren Seite offen sein. Das Seilführungsbauteil kann des Weiteren ein Seilführungsaußenteil aufweisen. Das Seilführungsaußenteil kann einen Innenraum haben, in den das Seilführungsinnenteil einführbar ist. Das Seilführungsaußenteil kann ein Seilführungsaußenteil-Axialführungselement für eine formschlüssige Führung des Seilführungsinnenteils in axialer Richtung des Seilführungsaußenteils aufweisen. Ferner kann das Seilführungsinnenteil an seinem Außenumfang ein an die Form des Seilführungsaußenteil-Axialführungselements angepasstes Seilführungsinnenteil-Axialführungselement aufweisen. Somit kann ein Seilführungsbauteil verwendet werden, bei dem der Seilführungskanal zwischen dem Seilführungsinnenteil und dem Seilführungsaußenteil angeordnet ist. Das Seilführungsbauteil hat einen Aufbau, der es ermöglicht, auf sehr kurzer axialer Distanz den Übergang der axial mittigen zur von der axialen Mittelachse beabstandeten Seilzugführung zu verwirklichen.
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Durch geeignetes Gestalten der Länge des Seilführungsbauteils kann die axiale Länge bestimmt werden, die im Endoskop für den Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs benötigt wird.
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Zudem kann das Seilführungsaußenteil-Axialführungselement eine sich in axialer Richtung erstreckende Wand haben. Die Wand kann eine radial innere Führungsfläche aufweisen, an der das Seilführungsinnenteil-Axialführungselement geführt wird; und die Wand kann eine radial äußere Fläche aufweisen, die ein Lumen für einen Arbeitskanal, einen Fluidkanal oder ein Signalkabelkanal ausbildet. Somit können im Seilführungsbauteil auch die für das Endoskop benötigten Lumen platzsparend untergebracht werden, ohne die Seilführung zu beeinflussen.
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Das Seilführungsbauteil kann aufweisen: einen Seilführungsring, an dessen Innenumfangsfläche zumindest ein Seilzug angeordnet ist; und ein Seilführungselement mit einem zentrales Lumen auf der Mittelachse des Seilführungselements zum Führen des zumindest einen Seilzugs. Die Innenumfangsfläche des Seilführungsrings liegt an einer von der axialen Mittelachse des Seilführungsrings beabstandeten Position. Somit findet der Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs zwischen dem Seilführungselement mit dem zentrales Lumen und dem Seilführungsring statt. Die axiale Länge, die im Endoskop für den Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs benötigt wird, wird durch den Abstand zwischen dem Seilführungselement mit dem zentrales Lumen und dem Seilführungsring definiert.
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Das Seilführungsbauteil kann ein Schlauchelement haben mit zumindest einem sich axial entlang des Schlauchelements erstreckenden radialen Schlitz für einen Seilzug; wobei das Schlauchelement zwischen dem Seilführungsring und dem Seilführungselement angeordnet ist. Die Länge des Schlauchelements definiert hierbei die axiale Länge, die im Endoskop für den Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs benötigt wird. Im radialen Schlitz verläuft der Seilzug.
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Das Schlauchelement kann beabstandet vom radialen Schlitz zumindest ein sich axial entlang des Schlauchelements erstreckendes Lumen aufweisen. Somit können auch hier die für das Endoskop benötigten Lumen platzsparend untergebracht werden, ohne die Seilführung zu beeinflussen.
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Der Seilführungsring ist an der distalen Seite eines Abwinkelungsabschnittes (Biegeabschnitt) anordenbar, der durch das Schlauchelement gebildet werden kann, und das Seilführungselement ist in einem Endoskopschaft anordenbar.
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Die Erfindung betrifft ferner Endoskop mit einer Steuereinheit; einem Endoskopschaft; einem Endoskopkopf; und einem Abwinkelungsabschnitt zwischen dem Endoskopschaft und dem Endoskopkopf zur Abwinkelung des Endoskopkopfes, wobei zumindest ein Seilzug zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung im Endoskop sich in axialer Richtung des Endoskops erstreckend angeordnet ist. Der zumindest eine Seilzug zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung ist im Endoskop axial mittig geführt.
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Bei einem solchen Endoskop unterliegen die axial mittig angeordneten Seilzüge keiner oder nur einer sehr geringen Spannung, wenn das Endoskop aufgerollt wird.
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Der Endoskopschaft kann ein zentrales Lumen auf der Mittelachse des Endoskopschafts zum Führen des zumindest einen Seilzugs aufweisen. Der Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs kann an einem beliebigen Ort zwischen dem Endoskopschaft und dem Endoskopkopf positioniert sein.
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Am Abwinkelungsabschnitt kann der zumindest eine Seilzug beabstandet von der axialen Mittelachse des Endoskopkopfes angeordnet sein. Der Übergang der Seilzugführung von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung des Seilzugs kann somit an einem beliebigen Ort zwischen dem Endoskopschaft und dem Abwinkelungsabschnitt positioniert sein.
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Am Endoskopkopf kann der zumindest eine Seilzug im Bereich des Außenumfangs des Endoskopkopfes angeordnet sein.
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Im Endoskop kann ein Bereich vorgesehen sein, in dem die Seilzugführung des zumindest einen Seilzugs von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung übergeht. Die Anordnung dieses Bereiches im Endoskop kann geeignet gewählt werden. Eine weit an der distalen Seite vorgesehene Positionierung dieses Bereiches sorgt für eine sehr lange mittige Führung des Seilzugs. Eine maximale Länge einer mittigen Führung des Seilzugs wird durch die Erfindung ermöglicht.
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Der Seilzugübergang von der axial mittigen Führung zu der von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung kann zwischen dem Abwinkelungsabschnitt und dem Endoskopschaft angeordnet sein.
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Ein solches Endoskop kann das vorstehend erläuterte Seilführungsbauteil aufweisen.
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Die vorstehend erläuterten Aspekte der vorliegenden Erfindung können geeignet kombiniert werden.
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Figurenliste
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- 1 zeigt eine Seitenansicht eines distalen Abschnittes eines Seilführungsbauteils eines ersten Ausführungsbeispiels.
- 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des distalen Abschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des distalen Abschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des distalen Abschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 5 zeigt eine perspektivische Ansicht des distalen Abschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Zwischenabschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 7 zeigt eine perspektivische Ansicht des Zwischenabschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 8 zeigt eine Vorderansicht des Zwischenabschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 9 zeigt eine perspektivische Ansicht eines proximalen Abschnittes eines Seilführungsbauteils eines ersten Ausführungsbeispiels.
- 10 zeigt eine perspektivische Ansicht des proximalen Abschnittes des Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 11 zeigt eine perspektivische Ansicht des gesamten Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 12 zeigt eine perspektivische Ansicht des gesamten Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
- 13 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Seilführungsbauteils eines zweiten Ausführungsbeispiels im auseinandergebauten Zustand.
- 14 zeigt eine perspektivische Ansicht des Seilführungsbauteils des zweiten Ausführungsbeispiels im zusammengebauten Zustand.
- 15 zeigt eine perspektivische Schnittansicht des Seilführungsbauteils des zweiten Ausführungsbeispiels im zusammengebauten Zustand.
- 16 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht eines Teils eines Endoskops, bei dem das Seilführungsbauteil des zweiten Ausführungsbeispiels eingebaut ist.
- 17 zeigt eine Querschnittsansicht eines Biegeabschnittes des zweiten Ausführungsbeispiels.
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Nachstehend ist die vorliegende Erfindung detailliert unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben.
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Ausführungsbeispiel 1
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Zunächst ist unter Bezugnahme auf die 1 bis 12 ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Im ersten Ausführungsbeispiel weist ein erfindungsgemäßes Seilführungsbauteil 1 einen distalen Abschnitt 11, einen Zwischenabschnitt 12 und einen proximalen Abschnitt 13 auf.
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Die 1 bis 5 zeigen den distalen Abschnitt 11 des Seilführungsbauteils 1 des ersten Ausführungsbeispiels.
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Der distale Abschnitt 11 ist durch einen Ring 11A gebildet, der aus Metall oder Kunststoff hergestellt ist und eine Innenumfangsfläche 11C aufweist. Die Größe des Ringes 11A ist so bemessen, dass seine Außenumfangsfläche ungefähr den Außendurchmesser eines Endoskops hat, bei dem das erfindungsgemäße Seilführungsbauteil angewendet wird. Der Ring 11A bildet einen Seilführungsring im Sinne der Erfindung.
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An der Innenumfangsfläche 11C sind Seilenden 11Ba eines Zugseils 11B in direktem Kontakt zur Innenumfangsfläche 11C angeordnet. Das Zugseil 11B bildet einen Seilzug zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung. Als „Seilzug“ ist hierbei z.B. ein Seil oder Draht zu verstehen, der in der Lage ist, zwischen einem Seilzugverankerungspunkt an einer distalen Seite und eines Seilzugsteuerelements (z.B. ein Joystick) an einer proximalen Seite gespannt zu werden, um eine Auslenkbewegung des Seilzugsteuerelements zum Seilzugverankerungspunkt als Zugbewegung (Zugkraft) oder Drückbewegung zu übertragen. Das Material des Seilzugs ist hierbei nicht eingeschränkt.
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Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind an der Innenumfangsfläche 11C Seilenden 11Ba von drei Zugseilen 11B angebracht. Somit sind an der Innenumfangsfläche 11C drei Seilenden 11Ba vorgesehen.
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Die Seilenden 11Ba können an der Innenumfangsfläche 11C angelötet, angeklebt, eingepresst oder auf andere geeignete Weise befestigt sein.
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An der Innenumfangsfläche 11C können die Seilenden 11Ba so angeordnet sein, dass die Abstände der Seilenden 11Ba zueinander ungleichmäßig sind, wie dies in 2 gezeigt ist. Genauer gesagt ist hier ein in 2 linkes Seilende 11Ba zu den beiden in 2 rechten Seilenden 11Ba weiter beabstandet als die beiden rechten Seilenden 11Ba zueinander.
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Alternativ können die Seilenden 11Ba an der Innenumfangsfläche 11C so angeordnet sein, dass die Abstände der Seilenden 11Ba zueinander gleich (unter 120 Grad versetzt) sind.
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Der Ring 11A kann an der distalen Seite eines Endoskopkopfkörpers angeordnet werden. Der Ring 11A kann dabei mit dem Endoskopkopfkörper einstückig ausgebildet sein. Alternativ kann der Ring 11A vom Endoskopkopfkörper separat an der distalen Seite des Endoskopkopfkörpers vorgesehen sein.
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Die 6 bis 8 zeigen den Zwischenabschnitt 12 des Seilführungsbauteils 1 des ersten Ausführungsbeispiels.
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Der Zwischenabschnitt 12 ist zylinderartig ausgebildet und hat über seine axiale Länge einen gleichbleibenden Außendurchmesser, der dem Außendurchmesser eines Endoskops entsprechen kann. Insbesondere kann ein elastischer Biegeabschnitt eines Endoskops den Zwischenabschnitt 12 ausbilden. Somit ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Zwischenabschnitt 12 aus einem elastischen Material gebildet.
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Der Zwischenabschnitt 12 weist in seinem Inneren einen Seilzugkanal 12A, ein erstes Lumen 12B, ein zweites Lumen 12C und ein drittes Lumen 12D auf, die den Zwischenabschnitt 12 in axialer Richtung durchlaufen.
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Der Seilzugkanal 12A ist durch drei sich radial erstreckende Schlitze gebildet, die sich von einer gemeinsamen Achse in radialer Richtung erstrecken, siehe 8. Anders ausgedrückt sind - unter Betrachtung im Querschnitt - die drei sich radial erstreckenden Schlitze an ihrem radial inneren Ende miteinander verbunden. Die gemeinsame Achse der drei sich radial erstreckenden Schlitze ist exzentrisch zur Achse des Zwischenabschnitts 12. Ferner sind die radialen Abmessungen aller drei sich radial erstreckenden Schlitze im Seilzugkanal 12A so gewählt, dass der in 8 rechte, sich radial erstreckende Schlitz ein längeres Radialmaß hat als die beiden linken sich radial erstreckenden Schlitze. Der in 8 rechte, sich radial erstreckende Schlitz ist für das in 2 links gezeigte Zugseil 11B vorgesehen. Die Form des Seilzugkanals 12A ist somit an die Anordnung der Zugseile 11B am Ring 11A des distalen Abschnittes 11 angepasst.
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Der Zwischenabschnitt 12 bildet ein Schlauchelement mit drei sich axial entlang des Schlauchelements erstreckenden radialen Schlitzen für die Zugseile 11B.
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Die Form des Seilzugkanals 12A ist über die gesamte axiale Länge des Seilzugkanals 12A gleich, siehe 7, in der der Zwischenabschnitt 12 als durchsichtiger Körper dargestellt ist, um den Aufbau des Zwischenabschnitts 12 zu demonstrieren. Genauer gesagt ist die Querschnittsform des Zwischenabschnitts 12 ist über die gesamte axiale Länge des Zwischenabschnitts 12 gleich.
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Das erste Lumen 12B, das zweite Lumen 12C und das dritte Lumen 12D haben jeweils eine kreisartige Form im Querschnitt und bilden einen Kamerakabelkanal, einen Arbeitskanal und einen Fluidkanal aus. Die Lumen 12B, 12C und 12D sind beabstandet zueinander und zum Seilzugkanal 12A. Insbesondere ist im Querschnitt ein jedes der Lumen 12B, 12C und 12D benachbart zu einem der sich radial erstreckenden Schlitze des Seilzugkanals 12A angeordnet. Ferner ist jedes der Lumen 12B, 12C und 12D so angeordnet, dass es zwischen zwei der drei sich axial erstreckenden Radialschlitze des Seilzugkanals 12A sandwichartig angeordnet ist.
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Die 9 und 10 zeigen den proximalen Abschnitt 13 des Seilführungsbauteils 1 des ersten Ausführungsbeispiels.
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Der proximale Abschnitt 13 ist zylinderartig ausgebildet und hat über seine axiale Länge einen gleichbleibenden Außendurchmesser, der dem Außendurchmesser eines Endoskops entsprechen kann. Insbesondere kann ein gesamter Endoskopschlauch oder zumindest ein distaler Endabschnitt eines Endoskopschlauches den proximalen Abschnitt 13 ausbilden. Somit ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der proximale Abschnitt 13 aus einem elastischen Material gebildet. Es ist anzumerken, dass der Zwischenabschnitt 12 eine höhere Elastizität als der proximale Abschnitt 13 hat.
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Der proximale Abschnitt 13 weist in seinem Inneren einen Seilzugkanal 13A, ein erstes Lumen 13B, ein zweites Lumen 13C und ein drittes Lumen 13D auf, die den proximalen Abschnitt 13 in axialer Richtung durchlaufen.
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Der Seilzugkanal 13A ist im proximalen Abschnitt 13 zentrisch angeordnet. Anders ausgedrückt, ist der Seilzugkanal 13A entlang der Achse des proximalen Abschnittes 13 vorgesehen. Der Seilzugkanal 13A hat eine lichte Weite, die so groß ist, dass sie den vorgesehenen Zugseilen, hier also den drei Zugseilen 11B ausreichend Raum bietet. Anders ausgedrückt ist der Seilzugkanal 13A so groß, dass der Seilzugkanal 13A den in ihm anzuordnenden Zugseilen unter Berücksichtigung des Bewegungsfreiraums der Zugseile ausreichend Raum bietet.
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Der proximale Abschnitt 13 bildet ein Seilführungselement mit einem zentralen Lumen auf der Mittelachse des Seilführungselements zum Führen der Zugseile. Der Seilzugkanal 13A bildet das zentrale Lumen.
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Das erste Lumen 13B, das zweite Lumen 13C und das dritte Lumen 13D haben jeweils eine kreisartige Form im Querschnitt und bilden einen Kamerakabelkanal, einen Arbeitskanal und einen Fluidkanal aus. Die Lumen 13B, 13C und 13D sind beabstandet zueinander und umgeben den zentrischen Seilzugkanal 13A. Die Lumen 13B, 13C und 13D bilden jeweils eine Verlängerung zu den genannten Lumen 12B, 12C und 12D des Zwischenabschnittes 12.
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Die Querschnittsform des proximalen Abschnittes 13 ist über die gesamte axiale Länge des proximalen Abschnittes 13 gleich, siehe 10, in der der proximale Abschnitt 13 als durchsichtiger Körper dargestellt ist, um den Aufbau des proximalen Abschnittes 13 zu demonstrieren.
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Die 11 und 12 zeigen den Zusammenbau des gesamten Seilführungsbauteils des ersten Ausführungsbeispiels.
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Die Zugseile 11B werden in den Seilzugkanal 12A des Zwischenabschnittes 12 eingeführt, durchlaufen den Seilzugkanal 12A des Zwischenabschnittes 12 und werden in den Seilzugkanal 13A des proximalen Abschnitten 13 eingeführt und durchlaufen den proximalen Abschnitt 13 bis zu einem nicht gezeigten Steuerelement. In zusammengebauten Zustand ist der Zwischenabschnitt 12 zwischen dem distalen Abschnitt 11 und dem proximalen Abschnitt 13 angeordnet, wie dies in 11 gezeigt ist.
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Hierbei verläuft in distaler Richtung der radiale Ort des jeweiligen Zugseils 11B von einer radial inneren Position am distalen Ende des zentrischen Seilzugkanals 13A des proximalen Abschnittes 13 zu einer radial äußeren Position am Ring 11A.
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Von einer axial mittigen Führung am proximalen Abschnitt 13 wird das jeweilige Zugseil 11B zu einer von der axialen Mittelachse beabstandeten Führung am Ring 11A geleitet.
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Der Zwischenabschnitt 12 wirkt als ein Distanzstück zwischen dem proximalen Abschnitt 13 und dem Ring 11A. Die Länge des Zwischenabschnittes 12 beeinflusst somit den Steigungswinkel des jeweiligen Zugseils 11B vom proximalen Abschnitt 13 zum Ring 11A. Anders formuliert, bringt eine Verkürzung des Zwischenabschnittes 12 einen steileren Steigungswinkel des jeweiligen Zugseils 11B vom proximalen Abschnitt 13 zum Ring 11A mit sich. Andererseits bewirkt ein langer Zwischenabschnitt 12 einen flachen Steigungswinkel des jeweiligen Zugseils 11B vom proximalen Abschnitt 13 zum Ring 11A.
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Das Seilführungsbauteil des ersten Ausführungsbeispiels kann an einem Endoskop angewendet werden, das eine Steuereinheit, einen Endoskopschaft, einen Endoskopkopf und einen Abwinkelungsabschnitt zwischen dem Endoskopschaft und dem Endoskopkopf zur Abwinkelung des Endoskopkopfes aufweist. In diesem Endoskop sind die drei Zugseile 11B zur Betätigung einer Endoskopkopfauslenkung im Endoskop sich in axialer Richtung des Endoskops erstreckend angeordnet. Der Ring 11 kann an der distalen Seite des Endoskopkopfes angeordnet sein. Der Zwischenabschnitt 12 kann als Abwinkelungsabschnitt fungieren. Der proximale Abschnitt 13 kann den Endoskopschaft oder Endoskopschlauch bilden.
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In einem solchen Endoskop werden die drei Zugseile 11B im Endoskopschaft oder Endoskopschlauch im Endoskop axial mittig geführt. Erst in distaler Richtung gesehen kurz vor dem Endoskopkopf verlassen die Zugseile 11B die axial mittige Führung und wenden sich radial nach außen zum Ring 11 am Endoskopkopf.
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Da die Zugseile 11B im Endoskop sich axial mittig befinden, unterliegen sie selbst im zusammengerollten Zustand des Endoskops keiner oder lediglich einer geringfügigen Spannung.
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In einem herkömmlichen Fall, bei dem Zugseile im Endoskop außermittig geführt sind, werden die Zugseile im zusammengerollten Endoskopschaft unterschiedlich stark gespannt. Im zusammengerollten Endoskopschaft wird ein weiter außen liegendes Zugseil stärker gespannt als ein weiter innen liegendes Zugseil.
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Im Gegensatz dazu werden in der vorliegenden Erfindung die Zugseile im zusammengerolltem Endoskopschaft annähernd gleich stark gespannt, da sie zentrisch im Endoskop nahe beieinander liegen. Somit wird, falls die Zugseile ein im Laufe der Zeit ein gewisses Nachlassen der Spannung aufzeigen, ein Nachspannen der Zugseile einfach.
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Ausführungsbeispiel 2
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Nachstehend ist unter Bezugnahme auf die 13 bis 17 ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Im ersten Ausführungsbeispiel erfolgt der Übergang von der mittigen zur außermittigen Führung der Zugseile zwischen dem proximalen Abschnitt 13 und dem distalen Abschnitt 11 (genauer gesagt dem Ring 11A). Im vorliegenden zweiten Ausführungsbeispiel hingegen erfolgt der Übergang von der mittigen zur außermittigen Führung der Zugseile an einem speziell gestalteten Formaufbau eines Seilführungsbauteils 101.
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Dieses Seilführungsbauteil 101 des zweiten Ausführungsbeispiels besteht aus einem Seilführungsinnenteil 110 und einem Seilführungsaußenteil 120. Das Seilführungsaußenteil 120 hat einen Innenraum, in den das Seilführungsinnenteil 110 einführbar ist.
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Das Seilführungsinnenteil 110 hat einen kegelartigen Aufbau mit einem von der proximalen Seite zur distalen Seite zunehmenden Außendurchmesser. Das Seilführungsinnenteil 110 hat an seiner Außenumfangsfläche einen als Nut ausgebildeten Seilführungskanal 112. Der als Nut ausgebildeten Seilführungskanal 112 ist somit an der radial äußeren Seite des Seilführungsinnenteils 110 offen. Der Seilführungskanal 112 erstreckt sich in axialer Richtung des Seilführungsinnenteils 110. Dabei verläuft der Seilführungskanal 112 am Außenumfang so, dass er von einer proximalen axial mittigen Position des Seilführungsinnenteils 110 zu einer distalen von der axialen Mittelachse beabstandeten Position des Seilführungsinnenteils 110 übergeht, wie dies in 13 gezeigt ist. An der von der axialen Mittelachse beabstandeten Position des Seilführungsinnenteils 110, d.h., am distalen Endabschnitt des Seilführungsinnenteils 110 verläuft der Seilführungskanal 112 in distaler Richtung an einem Außenumfangsabschnitt 116 des Seilführungsinnenteils 110. Der Seilführungskanal 112 steigt somit von der proximalen Seite, an der der Seilführungskanal 112 im Bereich der Mittelachse des Seilführungsinnenteils 110 angeordnet ist, radial nach außen in Richtung zur distalen Seite an.
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Das Seilführungsinnenteil 110 hat im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Seilführungskanäle 112, die am Umfang des Seilführungsinnenteils 110 gleichmäßig, d.h. beabstandet um 120°, verteilt sind.
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Das Seilführungsinnenteil 110 weist ferner drei axiale Nuten 114 am Außenumfang auf, die sich gerade in axialer Richtung erstrecken. Die drei Nuten 114 und die drei Seilführungskanäle 112 sind am Außenumfang des Seilführungsinnenteils 110 abwechselnd angeordnet. Anders ausgedrückt sind die Nuten 114 und die Seilführungskanäle 112 am Außenumfang sandwichartig so angeordnet, dass immer eine Nut 114 zwischen zwei Seilführungskanälen 112 ist, und ein Seilführungskanal 112 zwischen zwei Nuten 114 vorgesehen ist.
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Die Nuten 114 bilden am Seilführungsinnenteil 110 ein Axialführungselement für das nachstehend beschriebene Seilführungsaußenteil 120, d.h. ein Seilführungsinnenteil-Axialführungselement.
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Das Seilführungsaußenteil 120 hat einen hülsenartigen Aufbau. Anders ausgedrückt bildet das Seilführungsaußenteil 120 einen Zylinder mit einer Außenumfangsfläche 126. Im Inneren des Seilführungsaußenteils 120 ist ein Hohlraum 121 vorgesehen, in den das Seilführungsinnenteil 110 einführbar ist. Der Hohlraum 121 verjüngt sich in proximaler Richtung und ist an die Außenform des Seilführungsinnenteils 110 angepasst.
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Genauer gesagt grenzt der Hohlraum 121 an eine sich axial erstreckende zylinderartige Wand 122. Die zylinderartige Wand 122 bildet eine Außenwand eines Lumen 124, das sich in axialer Richtung des Seilführungsaußenteils 120 erstreckt.
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Im Seilführungsaußenteil 120 sind drei zylinderartige Wände 122, die am Umfang des Seilführungsaußenteils 120 vorgesehen sind, gleichmäßig d.h. beabstandet um 120° vorgesehen, wie dies in 13 gezeigt ist. Somit sind im Seilführungsaußenteil 120 drei Lumen 124 vorgesehen, z.B. je ein Lumen 124 für einen Arbeitskanal, einen Fluidkanal und einen Kamerakabelkanal.
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Das Seilführungsaußenteil 120 besitzt somit jeweils ein Gegenstück zu dem jeweiligen Seilführungskanal 112 des Seilführungsinnenteils 110. Wie dies aus 15 entnehmbar ist, verlaufen die Seilführungskanälen 112 im zusammengebauten Seilführungsbauteil 101 von der distalen Seite zur proximalen Seite so, dass sie von einer axial mittigen Führung zu einer axial von der Mitte radial nach außen versetzten Führung übergehen. Der Übergang von der axial mittigen Führung zu der axial von der Mitte radial nach außen versetzten Führung erfolgt dabei vorzugsweise in einer ungefähren S-Form, siehe 15. Am Seilführungsaußenteil 120 tritt der jeweilige Seilführungskanal 112 an einem Ausschnitt 127 an der Außenumfangsfläche 126 radial nach außen heraus, um sich dann in distaler Richtung parallel zur Achse des zusammengebauten Seilführungsbauteils 101 zu erstrecken, siehe 14.
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16 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht eines Abschnitts eines Endoskops, bei dem das Seilführungsbauteil des zweiten Ausführungsbeispiels eingebaut ist.
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Dieses Endoskop hat einen Endoskopschaft (Endoskopschlauch) 130 mit einem axial mittigen Seilführungskanal 131 für Zugseile 109. Der Endoskopschaft 130 ist von einem Geflecht 140 umgeben, das wiederum von einem Mantel 150 umgeben ist.
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Die im Endoskopschaft 130 mittig, d.h. im Bereich der Mittelachse des Endoskopschafts 130 geführten Zugseile 109, erstrecken sich in distaler Richtung vom Endoskopschaft 130 in das Seilführungsbauteil 101. Im Seilführungsbauteil 101 erfolgt in distaler Richtung gesehen der Übergang von der axial mittigen Führung zu der axial von der Mitte radial nach außen versetzten Führung der Zugseile 109. Distal vom Seilführungsbauteil 101 ist Biegeabschnitt 108 angeordnet.
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Der Biegeabschnitt 108 hat an seiner Außenumfangsfläche sich in axialer Richtung erstreckende Zugseillumen 108A, in denen die Zugseile 109 vorgesehen sind, und axiale Lumen für andere Zwecke.
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17 zeigt eine Querschnittsansicht des Biegeabschnittes 108. Insbesondere sind als die genannten Lumen hier ein Lumen 124A für einen Arbeitskanal, ein Lumen 124B für einen Fluidkanal und ein Lumen 124C für ein Kamerakabel gezeigt. Jedes der Lumen 124A, 124B und 124C ist so angeordnet, dass es zwischen zwei der drei sich axial erstreckenden Zugseillumen 108A sandwichartig angeordnet ist.
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Auch in dem Endoskop dieses Ausführungsbeispiels werden die drei Zugseile 109 im Endoskopschaft oder Endoskopschlauch im Endoskop axial mittig geführt. Erst in distaler Richtung gesehen kurz vor dem Biegeabschnitt 108 verlassen die Zugseile 109 im Seilführungsbauteil 101 die axial mittige Führung und wenden sich radial nach außen zum weiteren axialen Verlauf in distaler Richtung.
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Da die Zugseile 109 im Endoskop sich axial mittig befinden, unterliegen sie selbst im zusammengerollten Zustand des Endoskops keiner oder lediglich einer geringfügigen Spannung. Somit wird auch hier, falls die Zugseile ein im Laufe der Zeit ein gewisses Nachlassen der Spannung aufzeigen, ein Nachspannen der Zugseile einfach.
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Alternativen
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In Ausführungsbeispiel 1 ist der Zwischenabschnitt 12 zwischen dem distalen Abschnitt 11 (dem Ring) und dem proximalen Abschnitt 13 angeordnet, wobei das Zugseil durch den Innenraum des Zwischenabschnittes 12, der durch den Seilzugkanal 12A gebildet ist, läuft. In einer Alternative kann der Zwischenabschnitt 12 weggelassen werden und zwischen dem distalen Abschnitt 11 (dem Ring) und dem proximalen Abschnitt 13 kann ein Abstandselement angeordnet werden. Das Abstandselement muss keinen speziellen Seilzugkanal aufweisen, kann aber die Lumen 12B - 12D haben. In einer weiteren Alternative kann zwischen dem distalen Abschnitt 11 und dem proximalen Abschnitt 13 ein Abstandselement angeordnet werden, dass weder einen Seilzugkanal noch Lumen hat. Für die Lumen 12B - 12D können von diesem Abstandselement separates Rohrelemente verwendet werden, die zwischen dem jeweiligen Lumen am distalen Abschnitt 11 und dem jeweiligen Lumen am proximalen Abschnitt 13 angeordnet sind.
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Im ersten und zweiten Ausführungsbeispiel weist das Seilführungsbauteil drei Lumen auf. Die Zahl der Lumen ist jedoch nicht beschränkt. Es können null Lumen, ein Lumen, zwei Lumen oder vier oder mehr Lumen sich axial erstreckend vorgesehen sein. Auch die Art der Lumen ist nicht eingeschränkt. Die Lumen können auch für andere Verwendungen als die angegebenen genutzt werden.
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Im ersten und zweiten Ausführungsbeispiel weist das jeweilige Seilführungsbauteil drei Zugseile auf. Die Zahl der Zugseile ist jedoch nicht beschränkt. Es kann nur ein Zugseil oder es können zwei Zugseile oder vier oder mehr Zugseile vorgesehen sein.
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In Ausführungsbeispiel 1 ist die gemeinsame Achse der drei sich radial erstreckenden Schlitze ist exzentrisch zur Achse des Zwischenabschnitts 12. Wenn eine alternative Ausführungsform gewählt wird, bei der am distalen Abschnitt 11 die Seilenden 11Ba an der Innenumfangsfläche 11C so angeordnet sind, dass die Abstände der Seilenden 11Ba zueinander gleich (unter 120 Grad versetzt) sind, kann die gemeinsame Achse der drei sich radial erstreckenden Schlitze deckungsgleich zur Achse des Zwischenabschnitts 12 sein. In diesem Fall können die radialen Abmessungen aller drei sich radial erstreckenden Schlitze im Seilzugkanal 12A gleich sein.
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In den Ausführungsbeispielen sind im Endoskop zumindest im Endoskopschaft die Zugseile mittig, d.h. im Bereich der Mittelachse des Endoskops geführt. Der Übergang von der mittigen Führung der Zugseile zur exzentrischen Führung (oder Anbindung) der Zugseile wird durch das Seilführungsbauteil bewerkstelligt. Das Seilführungsbauteil ist an der distalen Seite des Endoskopkopfes oder des Biegeabschnittes angeordnet. Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt. Das Seilführungsbauteil kann an einem beliebigen Ort entlang der Seilführung entlang des Endoskops angeordnet sein. Bereits ein kurzes Wegstück mittig geführter Zugseile im Endoskop sorgt für eine gewisse vorteilhafte geringe Spannung der Zugseile für diesen Bereich des Endoskops.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht nur bei einem flexiblen Endoskop sondern auch bei einem starren Endoskop anwendbar. Das Prinzip der vorliegenden Erfindung kann auf alle Endoskoparten angewendet werden.
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Die erörterten Alternativen sind geeignet kombinierbar.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Seilführungsbauteil
- 11
- distaler Abschnitt
- 11A
- Ring
- 11B
- Zugseil
- 11Ba
- Seilende
- 11C
- Innenumfangsfläche
- 12
- Zwischenabschnitt
- 12A
- Seilzugkanal
- 12B
- Lumen
- 12C
- Lumen
- 12D
- Lumen
- 13
- proximaler Abschnitt
- 13A
- Seilzugkanal
- 13B
- Lumen
- 13C
- Lumen
- 13D
- Lumen
- 101
- Seilführungsbauteil
- 108
- Biegeabschnitt
- 108A
- Zugseillumen
- 109
- Zugseil
- 110
- Innenteil
- 112
- Seilführungskanal, Nut
- 114
- radialer Ausschnitt
- 116
- Außenumfangsfläche
- 120
- Außenteil
- 122
- Lumenaußenwandfläche
- 124
- Lumeninnenwandfläche
- 126
- Außenumfangsfläche
- 127
- Wandausschnitt
- 130
- Endoskopschaft
- 131
- Seilführungskanal
- 140
- Geflecht
- 150
- Mantel