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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine elektronische Vorrichtung, ein Verfahren zum Steuern einer elektronischen Vorrichtung, sowie ein Speichermedium, die effektiv verwendbar sind, um eine durch eine ungewollte Berührung auf ein berührungsempfindliches Paneel bzw. Touch-Panel verursachte Operation zu verhindern.
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Beschreibung des Standes der Technik
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In den vergangenen Jahren hat ein berührungsempfindliches Paneel bzw. ein Touch-Panel als eine von Eingabevorrichtungen Bekanntheit erlangt und Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Verschiedene Verfahren, wie etwa das Widerstandsfilmverfahren, das kapazitive Verfahren und das optische Verfahren, sind als ein Erfassungsverfahren für das Touch-Panel verfügbar. Insbesondere sind bezüglich mobiler Geräte, wie etwa Smartphones, digitale Videokameras und digitale Fotokameras, Modelle, die jeweils mit dem Touch-Panel ausgestattet sind, weit verbreitet in Gebrauch, aufgrund deren Bequemlichkeit, dass diese intuitiv bedient werden, während ein Operations- bzw. Bedienbildschirm und ein Bildgebungsbildschirm angezeigt werden. Weiterhin, während Bildschirme der mobilen Geräte immer größer und größer werden, ermöglicht die Installation des Touch-Panels, dass ein für Knöpfe erforderlicher Raum reduziert wird, was einen großen Vorzug mit sich bringt.
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Andererseits sind einige Modelle unter den Digitalkameras und den digitalen Fotokameras auf eine solche Weise konfiguriert, dass ein Nutzer ein Bild aufnimmt, während eine Beschaffenheit des Bildes durch Blicken in einen optischen Sucher oder einen elektronischen Bildsucher bestätigt wird. Jedoch kann bei einer solchen mit dem Sucher ausgestatteten Kamera ein Teil des Gesichts des Nutzers (eine Nase oder dergleichen) eine Anzeigeoberfläche einer hinteren Anzeige berühren, wenn der Nutzer das Bild aufnimmt, während in den Sucher gesehen wird. Wenn ein Teil des Gesichts die hintere Anzeige berührt, wo eine Touch-Panel-Operation über annähernd eine gesamte Oberfläche zulässig ist, kann die Kamera eine Operation als Antwort auf eine ungewollte Bedienung durchführen.
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Um diesem Problem zu begegnen, diskutiert die japanische Patentanmeldungsveröffentlichung
JP 2009 - 260 681 A ein Verfahren, bei dem der Nutzer Informationen über ein Auge des Nutzers, der in den Sucher blickt, vorregistriert, und eine Region auf dem Touch-Panel, wo eine Eingabe zulässig ist, wird gemäß diesen registrierten Informationen zugelassen. Es wird angenommen, dass dieses Verfahren der Kamera ermöglicht, eine ungewollte Bedienung durch Außerkraftsetzen bzw. Invalidieren einer Berührungseingabe auf eine Region außerhalb der Region, in der die Eingabe zulässig ist, zu verhindern. Jedoch führt die in der japanischen Patentanmeldungsveröffentlichung
JP 2009 - 260 681 A diskutierte herkömmliche Technologie zu einer Einschränkung der Region auf dem Touch-Panel, wo die Eingabe zulässig ist, was ein Problem des Reduzierens der Gebrauchstauglichkeit mit sich zieht.
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Ferner zeigt die
US 2013 / 0 201 160 A1 eine Informationsverarbeitungsvorrichtung, die eine Erfassungseinheit, die so konfiguriert ist, dass sie einen Berührungspunkt auf einem Berührungsfeld erfasst, der von einem Benutzer berührt wird, eine Bestimmungseinheit, die so konfiguriert ist, dass sie in einem Fall, in dem die Erfassungseinheit eine Vielzahl von berührten Berührungspunkten erfasst, bestimmt, ob ein Berührungspunkt, der sich von einem vorherigen Zustand unter der Vielzahl von Berührungspunkten nicht geändert hat, gültig ist, und eine Erkennungseinheit umfasst, die so konfiguriert ist, dass sie Informationen bezüglich des Berührungspunkts, der von der Bestimmungseinheit als gültig bestimmt wurde, als Eingabeinformationen erkennt. Außerdem bezieht sich die
US 2011 / 0 249 165 A1 auf ein Bildaufnahmegerät, bei dem die Lichtemissionsleuchtdichte einer Anzeigeeinheit reduziert oder die Anzeige auf der Anzeigeeinheit ausgeschaltet wird, wenn ein Annäherungssensor für Augen einen sich nähernden Gegenstand erkennt. Wenn der Augennäherungssensor kein sich näherndes Objekt erfasst hat, werden Anzeigeobjekte des ersten Typs, die zugewiesene Funktionen als Reaktion auf Berührungsvorgänge ausführen, weiter vom Augennäherungssensor entfernt auf einer Anzeigefläche der Anzeigeeinheit angezeigt als Anzeigeobjekte des zweiten Typs, die selbst bei Berührung keine zugewiesenen Funktionen ausführen. Wenn eine Berührung eines der Anzeigeobjekte des ersten Typs erfasst wird, wird eine dem Anzeigeobjekt des ersten Typs zugewiesene Funktion ausgeführt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einer elektronischen Vorrichtung zu ermöglichen, die aus der ungewollten Berührung herrührende Operation zu verhindern, ohne den Eingabereich auf dem Touch-Panel einzuschränken.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine elektronische Vorrichtung nach Anspruch 1, ein Verfahren zum Steuern einer elektronischen Vorrichtung nach Anspruch 18, ein Programm nach Anspruch 20 und ein computerlesbares Speichermedium nach Anspruch 21 gelöst. Weitere Merkmale und vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gezeigt.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst eine elektronische Vorrichtung eine Erfassungseinheit, die konfiguriert ist, um Berühroperationen auf einer Vielzahl von Positionen auf einem Touch-Panel zu erfassen, eine Einstelleinheit, die konfiguriert ist, um, als eine gültige Operation, eine Berühroperation einzustellen, bei der eine Bewegung, die eine vorbestimmte Bedingung erfüllt, unter der Vielzahl von durch die Erfassungseinheit erfassten Berühroperationen aufgetreten ist, und um, als eine ungültige Operation, eine andere Berühroperation einzustellen, die zusammen mit der als die gültige Operation eingestellten Berühroperation erfasst wird, eine Steuerungseinheit, die konfiguriert ist, um eine Verarbeitung gemäß der als die gültige Operation durch die Einstelleinheit eingestellte Berühroperation durchzuführen, ohne eine Verarbeitung gemäß der als die ungültige Operation durch die Einstelleinheit eingestellte Berühroperation durchzuführen, und eine Erfassungseinheit, die konfiguriert ist, um eine Nähe eines Objekts zu dem Touch-Panel zu erfassen, wobei die Einstelleinheit die durch die Erfassungseinheit erfasste Berühroperation als die gültige Operation oder die ungültige Operation einstellt, wenn die Nähe des Objekts durch die Erfassungseinheit erfasst wird.
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Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung von exemplarischen Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen ersichtlich.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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- Die 1A und 1B veranschaulichen jeweils ein Beispiel einer Konfiguration eines äußeren Erscheinungsbilds einer Digitalkamera gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel.
- 2 ist eine Blockdarstellung, die ein Beispiel einer internen Konfiguration der Digitalkamera gemäß dem exemplarischen Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
- 3 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Beispiel einer Verarbeitungsprozedur zum Bewegen eines Autofokus-(AF-)Rahmens auf der Digitalkamera gemäß dem exemplarischen Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
- Die 4A bis 4F veranschaulichen eine Beziehung zwischen einer Berührung und einer Operation des Bewegens des AF-Rahmens.
- Die 5A bis 5F veranschaulichen Beispiele von Einstellbildschirmen, die auf einer internen Sucheranzeigeeinheit angezeigt werden.
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BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Nachstehend wird ein exemplarisches Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung detailliert mit Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen beschrieben.
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Es sei angemerkt, dass das nachfolgende exemplarische Ausführungsbeispiel lediglich ein Beispiel zum Implementieren der vorliegenden Erfindung ist und angemessen in Abhängigkeit von individuellen Konstruktionen und verschiedenen Bedingungen von Vorrichtungen, an denen die vorliegende Erfindung angewendet wird, modifiziert oder geändert werden kann. Daher ist die vorliegende Erfindung in keiner Weise auf das nachfolgende exemplarische Ausführungsbeispiel eingeschränkt.
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In der nachfolgenden Beschreibung wird das exemplarische Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
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Die 1A und 1B veranschaulichen ein Beispiel einer Konfiguration eines äußeren Erscheinungsbildes einer Digitalkamera 100 gemäß dem gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel. 1A ist eine perspektivische Ansicht einer Frontseite der Digitalkamera 100 und 1B ist eine perspektivische Ansicht einer Rückseite der Digitalkamera 100.
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In den 1A und 1B zeigt eine auf der Rückseite der Digitalkamera 100 bereitgestellte Anzeigeeinheit 28 ein Bild und verschiedene Arten von Informationen an. Eine sich extern des Suchers befindliche Anzeigeeinheit 43, die auf der Oberseite der Digitalkamera 100 bereitgestellt ist, zeigt Informationen an, die verschiedene Einstellwerte der Digitalkamera 100 angeben, wie etwa eine Verschlusszeit und eine Blende.
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Ein Auslöser 61 wird eine Bedien- bzw. Operationseinheit zum Ausgeben einer Anweisung zum Aufnehmen eines Bildes. Ein Modusauswahlschalter 60 ist eine Operationseinheit zum Umschalten verschiedener Arten von Modi. Eine Anschlussabdeckung 40 ist eine Abdeckung, die ein (nicht veranschaulichtes) Verbindungselement für ein Verbindungskabel oder dergleichen, das ein zu einer externen Vorrichtung führendes Verbindungskabel und die Digitalkamera miteinander verbindet, schützt. Ein elektronisches Hauptwahlrad 71 ist ein rotierendes Operationselement und ein Nutzer kann beispielsweise die Einstellwerte wie etwa die Verschlusszeit und die Blende durch Drehen dieses elektronischen Hauptwahlrades 71 ändern.
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Ein EIN-Schalter 72 ist ein Operationselement zum Umschalten der Energieversorgung der Digitalkamera 100 auf EIN oder AUS. Ein elektronisches Nebenauswahlrad 73 ist ein rotierendes Operationselement und ein Operationselement beispielsweise zum Bewegen eines Auswahlrahmens und zum Bildvorrücken. Eine Kreuz-Taste 74 ist eine Vierwegetaste umfassend einen oberen Abschnitt, einen unteren Abschnitt, einen linken Abschnitt und einen rechten Abschnitt, die individuell gedrückt werden können und ermöglicht dem Nutzer, eine Operation gemäß dem gedrückten Abschnitt der Kreuz-Taste 74 durchzuführen.
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Ein AUSWAHL-Knopf 75 ist ein Druckknopf und wird hauptsächlich beispielsweise dafür verwendet, um ein ausgewähltes Element zu bestimmen. Ein Live-View-(LV-) bzw. Echtzeitansicht-Knopf 76 ist ein Knopf zum Umschalten eines Live-Views (nachstehend als LV bezeichnet) auf EIN oder AUS in einem Menü-Knopf und wird verwendet, um die Digitalkamera 100 anzuweisen, eine Aufnahme (ein Aufzeichnen) eines Videos bzw. Bewegtbildes in einem Bewegtbildaufnahmemodus zu starten oder zu stoppen.
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Ein Vergrößerungsknopf 77 ist ein Operationsknopf zum Umschalten eines Vergrößerungsmodus auf EIN oder AUS in einer Live-View-Anzeige in einem Bildaufnahmemodus und zum Ändern eines Vergrößerungsverhältnisses in dem Vergrößerungsmodus. Der Vergrößerungsknopf 77 fungiert als ein Vergrößerungsknopf zum Vergrößern eines Wiedergabebildes und zum Erhöhen des Vergrößerungsverhältnisses in einem Wiedergabemodus. Ein Verringerungsknopf 78 ist ein Knopf zum Reduzieren des Vergrößerungsverhältnisses des vergrößerten Wiedergabebildes zum Reduzieren der Größe des angezeigten Bildes. Ein Wiedergabeknopf 79 ist ein Operationsknopf zum Umschalten des Bildaufnahmemodus und des Wiedergabemodus. Ein Drücken des Wiedergabeknopfs 79, während sich die Digitalkamera 100 im Bildaufnahmemodus befindet, bewirkt die Digitalkamera 100, auf den Wiedergabemodus umzuschalten, und ermöglicht der Digitalkamera, ein Bild bezüglich der neuesten Bilddaten unter Bilddatenelementen, die auf einem Aufzeichnungsmedium 200 gespeichert sind, auf der Anzeigeeinheit 28 anzuzeigen.
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Ein Schnellrückschwingspiegel 12 wird über ein nicht veranschaulichtes Stellglied gemäß einer Anweisung von einer Systemsteuerungseinheit 50 nach oben und nach unten geklappt. Ein Kommunikationsanschluss 10 ist ein Kommunikationsanschluss, der für die Digitalkamera 100 verwendet wird, um mit einer abnehmbar anbringbaren Linsen- bzw. Objektiveinheit zu kommunizieren. Ein Sucher 16 ist ein Sucher, der konfiguriert ist, dass in diesen hineingesehen wird, was dazu dient, einen Fokus und eine Beschaffenheit eines optischen Bildes eines Subjekts, das über die Objekteinheit bezogen wird, die später beschrieben wird, durch Betrachten eines Fokussierbildschirms, der später beschrieben wird, zu bestätigen. Eine Augenzugriffserfassungseinheit (nicht veranschaulicht), die nachstehend beschrieben wird, ist im Sucher 16 eingebaut und es kann erfasst werden, ob ein Zugriff eines Auges vorliegt. Eine Abdeckung 202 ist eine Abdeckung eines Schlitzes, in dem das Aufzeichnungsmedium 200 untergebracht ist. Ein Griffabschnitt 90 ist ein Halteabschnitt, der derart geformt ist, um dem Nutzer zu ermöglichen, diesen einfach mit dessen rechter Hand greifen zu können, wenn die Digitalkamera 100 mit der Absicht, ein Bild aufzunehmen, gehalten wird.
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2 ist eine Blockdarstellung, die ein Beispiel einer internen Konfiguration der Digitalkamera 100 gemäß dem gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
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In 2 ist eine Objektiveinheit 150 eine Linseneinheit mit einer austauschbaren Abbildungslinse.
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Eine Linse 103 ist typischerweise aus einer Vielzahl von Linsen gebildet, jedoch ist lediglich eine Linse in 2 zum Zwecke der Vereinfachung veranschaulicht. Ein Kommunikationsanschluss 6 ist ein Kommunikationsanschluss, der für die Objektiveinheit 150 verwendet wird, um mit der Seite der Digitalkamera 100 zu kommunizieren, und ein Kommunikationsanschluss 10 ist ein Kommunikationsanschluss, der für die Digitalkamera 100 verwendet wird, um mit der Seite der Objektiveinheit 150 zu kommunizieren. Die Objekteinheit 150 bewirkt die Digitalkamera 100, durch Kommunizieren mit der Systemsteuerungseinheit 50 über diese Kommunikationsanschlüsse 6 und 10 zu fokussieren, eine Blende 1 über eine Blendenansteuerschaltung 2 durch eine intern bereitgestellte Linsensystemsteuerschaltung 4 zu steuern und eine Position der Linse 103 über eine Autofokus-(AF-)Ansteuerschaltung 3 zu verschieben.
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Ein automatischer Belichtungs-(AE-)Sensor 17 misst das Licht, um die Luminanz des Subjekts, die über die Objektiveinheit 150 bezogen wird, zu erfassen. Eine Fokuserfassungseinheit 11 gibt Unschärfeausmaßinformationen an die Systemsteuerungseinheit 50 aus. Die Systemsteuerungseinheit 50 steuert die Objekteinheit 150 basierend auf den eingegebenen Unschärfeausmaßinformationen, um eine Phasendifferenz AF auszuführen.
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Der Schnellrückschwingspiegel 12 (nachstehend als der Spiegel 12 bezeichnet) wird durch das nicht veranschaulichte Stellglied gemäß der Anweisung von der Systemsteuerungseinheit 50 zu dem Zeitpunkt einer Belichtung, beim Einfangen eines Bildes des Live-Views und Aufnehmen eines Videos bzw. Bewegtbildes nach oben und nach unten geklappt. Der Spiegel 12 ist ein Spiegel zum Umschalten eines von der Linse 103 eintretenden Lichtstroms zwischen der Seite eines Suchers 16 und der Seite einer Bildgebungseinheit 22. Der Spiegel 12 ist derart angebracht, um den Lichtstrom zu reflektieren, um den Lichtstrom in normalen Zeiten zu dem Sucher 16 zu führen. Wenn jedoch das Bild aufgenommen oder der Live-View angezeigt wird, klappt der Spiegel 12 hoch, um den Lichtstrom zu der Bildgebungseinheit 22 zu führen, wobei dieser aus dem Lichtfluss zurückgezogen wird (Spiegelvorauslösung). Ferner ist der Spiegel 12 an einer Mittelposition von diesem als ein Halbspiegel konfiguriert, um dem Licht zu ermöglichen, teilweise durch diesen hindurchzutreten, und ermöglicht dem Lichtstrom, teilweise durch diesen hindurchzutreten, um auf die Fokuserfassungseinheit 11 zum Erfassen eines Fokus aufzutreffen.
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Der Nutzer, der ein Bild aufnimmt, kann den Fokus und die Beschaffenheit des optischen Bildes des Subjekts, das über die Objektiveinheit 150 bezogen wird, durch Betrachten eines Fokussierbildschirms 13 über ein Pentagonprisma 14 und den Sucher 16 bestätigen.
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Ein Verschluss 101 ist ein Schlitzverschluss, der dazu fähig ist, eine Belichtungszeitperiode der Bildgebungseinheit 22 unter der Steuerung durch die Systemsteuerungseinheit 50 frei zu steuern. Die Bildgebungseinheit 22 ist ein Bildsensor, der beispielsweise durch eine ladungsgekoppelte Vorrichtung (CCD) oder ein Komplementär-Metalloxid-Halbleiter-(CMOS-)Element verkörpert ist, die das optische Bild in ein elektrisches Signal wandeln. Ein Analog-zu-Digital-(A/D-) Wandler 23 wandelt eine analoge Signalausgabe von der Bildgebungseinheit 22 in ein digitales Signal um.
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Eine Bildverarbeitungseinheit 24 führt eine vorbestimmte Pixelinterpolation, eine Größenanpassungsverarbeitung wie etwa eine Reduktion, sowie eine Farbkonvertierungsverarbeitung bezüglich der Daten von dem A/D-Wandler 23 oder Daten von einer Speichersteuerungseinheit 15 durch. Weiterhin führt die Bildverarbeitungseinheit 24 eine vorbestimmte Berechnungsverarbeitung unter Verwendung der durch Aufnehmen des Bildes bezogenen Bilddaten durch und die Systemsteuerungseinheit 50 steuert die Belichtung und Abstandsmessung basierend auf einem bezogenen Ergebnis der Berechnung. Basierend auf dieser Steuerung führt die Digitalkamera 100 eine AF-Verarbeitung, eine AE-Verarbeitung und eine Blitzvorabauslösungs- (hier nachstehend als elektronischer Blitz (EF) bezeichnet) Verarbeitung über das „Through-The-Lens“-(TTL-)Verfahren durch. Die Bildverarbeitungseinheit 24 führt weiterhin eine vorbestimmte Berechnungsverarbeitung unter Verwendung der durch Aufnehmen des Bildes bezogenen Bilddaten durch und die Digitalkamera 100 führt ebenso eine automatische Weißabgleich-(AWB-) Verarbeitung des TTL-Verfahrens basierend auf einem bezogenen Ergebnis der Berechnung durch.
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Die Ausgabedaten von dem A/D-Wandler 23 werden über die Bildverarbeitungseinheit 24 und die Speichersteuerungseinheit 15 in einen Systemspeicher 52 geschrieben, oder werden direkt über die Speichersteuerungseinheit 15 in den Systemspeicher 52 geschrieben. Der Systemspeicher 52 speichert die durch die Bildgebungseinheit 22 und durch den A/D-Wandler 23 in die digitalen Daten gewandelten Bilddaten sowie auf der Anzeigeeinheit 28 anzuzeigende Bilddaten. Ein Speicher 32 weist eine ausreichende Speicherkapazität auf, um eine vorbestimmte Anzahl von Elementen von Fotodaten oder Bewegtbild- bzw. Videodaten sowie Audiodaten, die für eine vorbestimmte Zeitperiode reichen, zu speichern.
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Ferner dient der Speicher 32 ebenso als ein Speicher für die Bildanzeige (ein Videospeicher). Ein Digital-zu-Analog-(D/A-)Wandler 19 wandelt die Daten für die Bildanzeige, die in dem Speicher 32 gespeichert wurden, in ein analoges Signal und führt die umgewandelten Daten der Anzeigeeinheit 28 zu. Auf diese Weise werden die Bilddaten für die Anzeige, die in den Speicher 32 geschrieben werden, durch die Anzeigeeinheit 28 über den D/A-Wandler 19 angezeigt. Die Anzeigeeinheit 28 präsentiert eine Anzeige gemäß dem analogen Signal von dem D/A-Wandler 19 auf einer Anzeigevorrichtung wie etwa einer Flüssigkristallanzeige (LCD). Die Digitalkamera 100 kann eine Funktion als einen elektronischen Bildsucher bereitstellen und eine „Through-The-Lens“-Bildanzeige (eine Live-View-Anzeige) realisieren, indem das digitale Signal, das zunächst von dem analogen Signal durch den A/D-Wandler 23 gewandelt und anschließend in dem Speicher 23 gespeichert wurde, der Wandlung in das analoge Signal durch den D/A-Wandler 19, der sequentiellen Übertragung zu der Anzeigeeinheit 28 und der Präsentation der Anzeige unterzogen wird.
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Ein auf einer sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigtes Anzeigeelement kann zusammen mit dem optischen Bild des Subjekts über einen Augenteilabschnitt des Suchers 16 visuell bestätigt werden. Ein Rahmen, der einen Fokussierpunkt angibt, bezüglich dessen der Autofokus gegenwärtig ausgeführt wird (ein AF-Rahmen), ein Symbol, das einen Einstellungszustand der Kamera 100 angibt und dergleichen werden auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 über eine Ansteuerschaltung der sucherinternen Anzeigeeinheit 42 angezeigt. Der Nutzer kann eine Cursorposition, die den ausgewählten AF-Rahmen angibt, bewegen und einen Punkt, auf den der Nutzer fokussieren will, während in den Sucher 16 hineingesehen wird, durch Bedienen der Operations- bzw. Bedieneinheit 70 ändern. Weiterhin werden die Informationen, die die verschiedenen Einstellwerte der Digitalkamera 100 angeben, wie etwa die Belichtungszeit und die Blende, auf der sucherexternen Anzeigeeinheit 43 über eine Ansteuerschaltung der sucherexternen Anzeigeeinheit 44 angezeigt.
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Ein nichtvolatiler Speicher 56 ist ein elektrisch löschbarer und beschreibbarer Speicher und beispielsweise wird ein elektrisch löschbarer programmierbarer Lesespeicher (EEPROM) als der nichtvolatile Speicher 56 verwendet. Der nichtvolatile Speicher 56 speichert eine Konstante, ein Programm und dergleichen für eine Operation der Systemsteuerungseinheit 50. Das hier beschriebene Programm bezieht sich auf ein Programm zum Durchführen von verschiedenen Arten von Abläufen, die nachstehend bezüglich des gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiels beschrieben werden.
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Die Systemsteuerungseinheit 50 steuert die gesamte Digitalkamera 100. Die Systemsteuerungseinheit 50 realisiert jede Verarbeitungsprozedur im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel, das nachstehend beschrieben wird, durch Ausführen des vorstehend beschriebenen in dem nichtvolatilen Speicher 56 aufgezeichneten Programms. Der Systemspeicher 52 ist beispielsweise ein Schreib-Lese-Speicher (RAM) und die Konstante und eine Variable für die Operation der Systemsteuerungseinheit 50, das aus dem nichtvolatilen Speicher 56 ausgelesene Programm und dergleichen werden in den Systemspeicher 52 geladen. Ferner führt die Systemsteuerungseinheit 50 ebenso eine Anzeigesteuerung durch Steuern des Speichers 32, des D/A-Wandlers 19, der Anzeigeeinheit 28 und dergleichen durch. Ein Systemzeitgeber 53 ist eine Zeitmesseinheit, die eine Zeitperiode zum Gebrauch bei verschiedenen Arten von Steuerungen sowie eine Zeit einer eingebauten Uhr misst.
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Der Modusauswahlschalter 60, ein erster Auslöser 62, ein zweiter Auslöser 64 und die Bedieneinheit 70 sind Operationseinheiten zum Eingeben verschiedener Arten von Operationsanweisungen in die Systemsteuerungseinheit 50.
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Der Modusauswahlschalter 60 ist ein Schalter zum Umschalten eines Operationsmodus der Systemsteuerungseinheit 50 auf einen Standbild- bzw. Fotoaufnahmemodus, den Bewegtbild- bzw. Videoaufnahmemodus, den Wiedergabemodus und dergleichen. Modi umfassend den Fotoaufnahmemodus umfassen einen automatischen Bildaufnahmemodus, einen automatischen Szenenbestimmungsmodus, einen manuellen Modus, einen Blendenprioritätsmodus (ein Blendenwert-(Av-)Modus) und einen Belichtungsdauerprioritätsmodus (ein Zeitwert-(Tv-) Modus). Weiterhin umfassen die Modi, die in dem Fotoaufnahmemodus enthalten sind, verschiedene Arten von Szenenmodi, wobei jeder davon einer Bildgebungseinstellung entspricht, die für jede Bildgebungsszene vorbereitet ist, einen Programm-AE-Modus, einen benutzerdefinierten Modus und dergleichen. Der Nutzer kann direkt den Operationsmodus auf einen Beliebigen dieser Modi, die in dem Menüknopf enthalten sind, unter Verwendung des Modusauswahlschalters 60 umschalten. Alternativ kann der Nutzer zunächst die Digitalkamera 100 unter Verwendung des Modusauswahlschalters 60 auf den Menüknopf umschalten und anschließend den Operationsmodus auf einen Beliebigen dieser Modi, die in dem Menüknopf enthalten sind, unter Verwendung eines anderen Bedienelements anschließend umschalten. Gleichermaßen kann der Videoaufnahmemodus ebenso eine Vielzahl von Modi umfassen.
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Der erste Auslöser 62 wird auf halbem Wege bei einer Betätigung des Auslöserknopfs 61, der an der Digitalkamera 100 bereitgestellt ist, eingeschaltet, d. h. nach einem halben Herunterdrücken des Auslöserknopfs 61 (eine Anweisung zum Vorbereiten einer Bildaufnahme), und erzeugt ein erstes Verschlussschaltsignal SW1. Als Antwort auf das erste Verschlussschaltsignal SW1 startet die Systemsteuerungseinheit 50 eine Operation wie etwa die AF-Verarbeitung, die AE-Verarbeitung, die AWB-Verarbeitung und die EF-(Blitzvorabauslösungs-)Verarbeitung.
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Der zweite Auslöser 64 wird nach Vollenden der Operation des Auslöserknopfs 61, d. h. nach einem vollständigen Herabdrücken des Auslöserknopfs 61 (eine Anweisung zum Aufnehmen des Bildes) eingeschaltet und erzeugt ein zweites Verschlussschaltsignal SW2. Als Antwort auf das zweite Verschlussschaltsignal SW2 startet die Systemsteuerungseinheit 50 eine Serie von Bildgebungsverarbeitungsoperationen vom Auslesen des Signals von der Bildgebungseinheit 22 zum Schreiben der Bilddaten in das Aufzeichnungsmedium 200.
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Die individuellen Bedienelemente der Bedieneinheit 70 sind angemessen Funktionen für jede Szene und Arbeit als verschiedene Arten von funktionalen Knöpfen zugewiesen, beispielsweise durch Ausführen einer Operation des Auswählens von verschiedenen funktionalen Symbolen, die auf der Anzeigeeinheit 28 angezeigt werden. Beispiele der funktionalen Knöpfe umfassen einen Beenden-Knopf, einen Zurück-Knopf, einen Bildsprung-Knopf, einen Sprung-Knopf, einen Tiefenschärfevorschauknopf und einen Attributänderungsknopf. Wenn beispielsweise der Menüknopf herabgedrückt wird, wird ein Menübildschirm, wo verschiedene Arten von Einstellungen eingestellt werden können, auf der Anzeigeeinheit 28 angezeigt. Der Nutzer kann intuitiv die verschiedenen Arten von Einstellungen durch Verwenden des auf der Anzeigeeinheit 28 angezeigten Menübildschirms, der Aufwärts-, Abwärts-, Links- und Rechts-Kreuz-Taste 74 und des EINSTELLEN-Knopfs 75 durchführen.
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Die Bedieneinheit 70 besteht aus verschiedenen Arten von Bedienelementen als eine Eingabeeinheit, die eine Operation von dem Nutzer empfängt. Ferner umfasst die Bedieneinheit 70 zumindest den elektronischen Hauptdrehknopf 71, den EIN-Schalter 72, den elektronischen Nebendrehknopf 73, die Kreuz-Taste 74, den EINSTELLEN-Knopf 75, den LV-Knopf 76, den Vergrößerungsknopf 77, den Verkleinerungsknopf 78 und den Wiedergabeknopf 79, die in den 1A und 1B veranschaulicht sind.
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Ein berührungsempfindliches Paneel bzw. ein Touch-Panel 27, das eine Berührung auf die Anzeigeeinheit 28 erfassen kann, ist integral mit der Anzeigeeinheit 28 separat von der Bedieneinheit 70 konfiguriert. Beispielsweise ist das Touch-Panel 27 auf eine solche Weise konfiguriert, dass eine Lichttransmittanz von dieser nicht die Anzeige auf der Anzeigeeinheit 28 stört, und ist auf einer oberen Schicht einer Anzeigeoberfläche der Anzeigeeinheit 28 montiert. Ferner sind eine Eingabekoordinate auf dem Touch-Panel 27 und eine Anzeigekoordinate auf der Anzeigeeinheit 28 miteinander verknüpft. Diese Konfiguration kann eine graphische Nutzerschnittstelle (GUI) bilden, die wirkt, als ob der Nutzer direkt einen auf der Anzeigeeinheit 28 angezeigten Bildschirm bedienen kann.
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Das Touch-Panel 27 benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 über Koordinaten einer Position der erfassten Berührung über die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26. Die Systemsteuerungseinheit 50 kann die folgenden Berühroperationen auf das Touch-Panel 27 oder die nachfolgenden Zustände des Touch-Panels 27 über die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 erfassen.
- * Ein Finger oder dergleichen, der das Touch-Panel 27 noch nicht berührt hat, berührt nun das Touch-Panel 27. Mit anderen Worten wird die Berührung gestartet (nachstehend als eine Aufsetzberührung bezeichnet).
- * Das Touch-Panel 27 befindet sich in einem durch den Finger oder dergleichen berührten Zustand (nachstehend als Berührung-EIN bezeichnet).
- * Der Finger oder dergleichen wird bewegt, während dieser in Berührung mit dem Touch-Panel 27 verbleibt (nachstehend als eine Berührbewegung bezeichnet).
- * Der Finger oder dergleichen, der das Touch-Panel 27 berührt hat, wird von dem Touch-Panel 27 abgehoben. Mit anderen Worten wird die Berührung beendet (nachstehend als ein Lösen der Aufsetzberührung bezeichnet).
- * Das Touch-Panel 27 befindet sich in einem Zustand, in dem keine Berührung vorliegt (nachstehend als Berührung-AUS bezeichnet).
- * Das Touch-Panel 27 befindet sich in einem Zustand, in dem eine Berührung durch den Finger oder dergleichen als eine Aufsetzberührung über einen vorbestimmten oder größeren Bereich erfolgt (nachstehend als Großes-Objekt-Erfassung bezeichnet).
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Wenn die Aufsetzberührung erfasst wird, wird gleichzeitig ebenso ein ‚Berührung-EIN‘ erfasst. Nach der Aufsetzberührung fährt die Erfassung des Berührung-EIN normalerweise solange fort, wie das Lösen der Aufsetzberührung nicht erfasst wird. Wenn die Berührungsbewegung erfasst wird, befindet sich das Touch-Panel 27 ebenso in dem Zustand, dass Berührung-EIN erfasst wird. Auch wenn das Berührung-EIN erfasst wird, wird die Berührungsbewegung nicht erfasst, wenn nicht die Position der Berührung bewegt wird. Nach der Erfassung des Lösens der Aufsetzberührung von sämtlichen Finger(n) oder dergleichen, der/die sich in Berührung mit dem Touch-Panel 27 befunden hat/haben, geht das Touch-Panel 27 in Berührung-AUS über.
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Die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 kann jeder einer Vielzahl von Berührungen, bei denen die Aufsetzberührung erfasst wird, eine Identifikationsnummer zuweisen. Beispielsweise weist die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Nummer chronologisch der Berührung zu, bei der die Aufsetzberührung neu erfasst wird, ausgehend von einer niedrigsten Nummer unter nicht zugewiesenen Nummern. Jedoch kann die Reihenfolge der chronologisch zugewiesenen Nummern eine Beliebige einer aufsteigenden Reihenfolge oder einer absteigenden Reihenfolge sein. Die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 weist die gleiche Identifikationsnummer den Berührungen zu, während das Berührung-EIN beibehalten wird. Ob die erfasste Berührung eine Berührung ist, während das Berührung-EIN beibehalten wird, wird basierend darauf bestimmt, ob Koordinaten einer Position einer in einem nächsten Rahmen erfassten Berührung sich innerhalb eines vorbestimmten Bereichs von Koordinaten einer Position einer in einem vorhergehenden Rahmen erfassten Berührung befinden und die Identifikationsnummer aufweisen, die bereits zugewiesen wurde. Wenn sich die Koordinaten innerhalb des vorbestimmten Bereichs befinden, wird die Berührung bestimmt, die Berührung entsprechend der gleichen Identifikationsnummer zu sein. Diese Identifikationsnummer ermöglicht ein Bestimmen der Aufsetzberührung, des Berührung-EIN, der Berührungsbewegung, des Lösens der Aufsetzberührung und des Berührung-AUS. Die Steuerung des Zuweisens der Identifikationsnummer zu jeder der Vielzahl von Berührungen, bei denen die Aufsetzberührung erfasst wird, wird unter der Annahme beschrieben, dass die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 diese Steuerung durchführt, jedoch kann die Digitalkamera 100 auf eine solche Weise konfiguriert sein, dass die Systemsteuerungseinheit 50 diese Steuerung durchführt.
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Die Systemsteuerungseinheit 50 wird bezüglich dieser Operationen und Zustände, sowie der Koordinaten der Position der Berührung über einen internen Bus benachrichtigt, nachdem diese mit der Identifikationsnummer verknüpft wurden. Die Systemsteuerungseinheit 50 bestimmt eine Art einer Operation, die auf dem Touch-Panel 27 durchgeführt wurde, basierend auf diesen Informationen, über die die Systemsteuerungseinheit 50 benachrichtigt wird. Die Systemsteuerungseinheit 50 kann ebenso ein Bewegungsausmaß, eine Bewegungsgeschwindigkeit und eine Bewegungsrichtung des Fingers oder dergleichen, der sich auf dem Touch-Panel 27 bewegt hat, basierend auf einer Änderung der Koordinaten der Position bestimmen. Ferner kann die Systemsteuerungseinheit 50 bestimmen, ob die Berührungsbewegung um ein vorbestimmtes oder größeres Bewegungsausmaß oder bei einer vorbestimmten oder höheren Bewegungsgeschwindigkeit durchgeführt wurde. Weiterhin ist definiert, dass ein Strich gezeichnet wird, wenn das Lösen der Aufsetzberührung durchgeführt wird, nachdem die Berührungsbewegung auf eine vorbestimmte Weise nach der Aufsetzberührung auf dem Touch-Panel 27 durchgeführt wird. Eine Operation des schnellen Zeichnens des Strichs wird als ein Schnippen bezeichnet. Das Schnippen ist eine Operation des zügigen Bewegens des Fingers nur um eine bestimmte Distanz, während der Finger in Berührung mit dem Touch-Panel 27 verbleibt, und des Lösens des Fingers von dem Touch-Panel 27 direkt anschließend. Mit anderen Worten ist das Schnippen eine Operation des schnellen Gleitens des Fingers auf dem Touch-Panel 27, als ob mit dem Finger auf dem Touch-Panel 27 geschnippt wird. Dass das Schnippen durchgeführt wird, kann bestimmt werden, wenn die Berührungsbewegung, die um eine vorbestimmte oder längere Distanz bei einer vorbestimmten oder höheren Geschwindigkeit durchgeführt wird, erfasst wird und direkt anschließend das Lösen der Aufsetzberührung erfasst wird.
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Weiterhin kann die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 ein Gebiet einer Berührungseingaberegion, wo die Aufsetzberührung erfasst wird, berechnen. Insbesondere kann die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 das berührte Gebiet durch Berechnen der Anzahl von Sensoren auf dem Touch-Panel 27, die einen vorbestimmten effektiven Schwellenwert zum Erfassen der Berührung übersteigen, erfassen. Die Systemsteuerungseinheit 50 wird über das erfasste berührte Gebiet benachrichtigt, nachdem das berührte Gebiet mit den Koordinaten der Position und der Identifikationsnummer der Berührung verknüpft wurde.
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Das Touch-Panel 27 kann durch Anwenden eines beliebigen Typs eines Touch-Panels aus Touch-Panels basierend auf verschiedenen Verfahren wie etwa dem Widerstandsfilmverfahren, dem kapazitiven Verfahren, Oberflächenakustikwellenverfahren, dem Infrarotverfahren, dem elektromagnetischen Induktionsverfahren, dem Bilderkennungsverfahren und dem optischen Sensorverfahren verkörpert sein. Abhängig von dem Verfahren, basierend auf dem das Touch-Panel 27 konfiguriert ist, kann wie die Berührung erfasst wird aus einem Verfahren ausgewählt werden, das erfasst, dass die Berührung eingegeben wird, wenn das Touch-Panel 27 tatsächlich berührt wird, sowie einem Verfahren, das erfasst, dass die Berührung eingegeben, wenn der Finger oder dergleichen lediglich das Touch-Panel 27 annähert, und das Touch-Panel 27 kann durch Anwenden eines beliebigen Verfahrens aus diesen verkörpert werden.
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Eine Energieversorgungssteuerungseinheit 80 umfasst eine Batterieerfassungsschaltung, einen Gleichstrom-zu-Gleichstrom-(DC-DC-)Wandler, einen Umschaltkreis, der einen Block, dem Energie zuzuführen ist, umschaltet, und dergleichen.
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Die Energieversorgungssteuerungseinheit 80 erfasst, ob eine Batterie montiert ist, einen Typ der Batterie und einen verbleibenden Batteriestand. Ferner steuert die Energieversorgungssteuerungseinheit 80 den DC-DC-Konverter basierend auf einem Ergebnis der Erfassung und einer Anweisung von der Systemsteuerungseinheit 50, und führt jeder der Einheiten umfassend das Aufzeichnungsmedium 200 eine benötigte Spannung für eine benötigte Zeitperiode zu.
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Eine Energieversorgungseinheit 30 umfasst eine primäre Batterie wie etwa eine alkalische Batterie und eine Lithium-(Li-)Batterie, eine sekundäre Batterie wie etwa eine Nickelcadmium-(NiCd-)Batterie, eine Nickelmetallhybrid-(NiMH-)Batterie und eine Li-Batterie, einen Wechselstrom-(AC-)Adapter und dergleichen. Eine Aufzeichnungsmediumschnittstelle (I/F) 18 ist eine Schnittstelle mit dem Aufzeichnungsmedium 200, wie etwa eine Speicherkarte und eine Festplatte. Das Aufzeichnungsmedium 200 ist ein Aufzeichnungsmedium zum Aufzeichnen der aufgenommenen Bilddaten, wie etwa eine Speicherkarte, und ist aus einem Halbleiterspeicher, einer magnetischen Scheibe, oder dergleichen gebildet.
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Eine Kommunikationseinheit 54 ist drahtlos oder über ein Kabel für eine verdrahtete Verbindung verbunden und überträgt und empfängt ein Videosignal und ein Audiosignal. Die Kommunikationseinheit 54 kann ebenso mit einem Drahtlosnahbereichsnetzwerk (LAN) und dem Internet verbunden sein. Weiterhin kann die Kommunikationseinheit 54 die aus der Bildgebung durch die Bildgebungseinheit 22 (umfassend das Through-the-Lens-Bild) bezogenen Bilddaten sowie die in dem Aufzeichnungsmedium 200 aufgezeichneten Bilddaten übertragen, und kann Bilddaten oder andere verschiedene Arten von Informationen von einer externen Vorrichtung empfangen.
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Die Augenzugriffserfassungseinheit 55 umfasst einen Infrarotemitter und eine Lichtaufnahmeschaltung und erfasst, ob sich ein Objekt in der Nähe zu einer vorbestimmten Position befindet, durch Abstrahlen von Infrarotlicht in konstanten Intervallen und Messen einer von dem Objekt reflektierten Lichtmenge. Diese Erfassung ermöglicht der Systemsteuerungseinheit 50 zu bestimmen, ob der Nutzer dessen Auge näher an den Sucher 16 heranbringt.
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Nun wird ein Verfahren zum Steuern der Digitalkamera 100 gemäß dem gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel mit Bezugnahme auf die 3 und 4A bis 4F beschrieben. In dem gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel wird dieses Steuerungsverfahren unter Bezugnahme auf eine Prozedur beschrieben, in der der Nutzer die Cursorposition, die den auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigten AF-Rahmen über das auf der Anzeigeeinheit 28 installierte Touch-Panel 27 bewegt, während in den Sucher 16 der Digitalkamera 100 hineingesehen wird.
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3 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Beispiel einer Verarbeitungsprozedur zum Bewegen des AF-Rahmens in der Digitalkamera 100 gemäß dem gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Die Systemsteuerungseinheit 50 entwickelt das in dem nichtvolatilen Speicher 56 gespeicherte Programm in den Systemspeicher 52 und führt das entwickelte Programm aus, durch das jeder Prozess in dem in 3 veranschaulichten Ablaufdiagramm realisiert wird.
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Zunächst, in Schritt S301, erfasst die Augenzugriffserfassungseinheit 55, ob sich das Objekt in der Nähe zu der vorbestimmten Position befindet, und benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis der Erfassung. Die Systemsteuerungseinheit 50 empfängt dieses Ergebnis der Erfassung und bestimmt, ob der Nutzer dessen Auge näher an den Sucher 16 heranbringt. Wenn bestimmt wird, dass das Auge des Nutzers näher an den Sucher 16 herangebracht wird (JA in Schritt S301), fährt die Verarbeitung mit Schritt S302 fort.
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Als Nächstes, in Schritt S302, schaltet die Systemsteuerungseinheit 50 den Operationsmodus der Digitalkamera 100 auf einen AF-Rahmenauswahlmodus um. Anschließend steuert die Systemsteuerungseinheit 50 die Ansteuerschaltung der sucherinternen Anzeigeeinheit 52 an, um den AF-Rahmen auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 anzuzeigen. Wenn eine Anzeige auf der Anzeigeeinheit 28 zu dem Zeitpunkt, bei dem der Zugriff des Auges erfasst wird, fortdauert, kann die Anzeige auf der Anzeigeeinheit 28 ausgeschaltet werden. Nach Abschließen des Prozesses in Schritt S302 fährt die Verarbeitung mit Schritt S303 fort.
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Als Nächstes, in Schritt S303, benachrichtigt die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis einer Erfassung einer Aufsetzberührung. Die Systemsteuerungseinheit 50 empfängt die Erfassungsbenachrichtigung und bestimmt, ob eine Aufsetzberührung durchgeführt wurde. Wenn bestimmt wird, dass eine Aufsetzberührung durchgeführt wurde (JA in Schritt S303), fährt die Verarbeitung mit Schritt S304 fort.
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Als Nächstes, in Schritt S304, weist die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 eine Identifikationsnummer einer Berührung zu, bei der die Aufsetzberührung erfasst wird. Die Identifikationsnummern werden ausgehend von der niedrigsten Nummer chronologisch in der Reihenfolge, dass die Berührungen erfasst werden, zugewiesen. Die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 über Koordinaten einer Position der Berührung entsprechend der zugewiesenen Identifikationsnummer. Nach Abschluss des Prozesses in Schritt S304 fährt die Verarbeitung mit Schritt S305 fort.
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Als Nächstes, in Schritt S305, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, ob eine Berührung vorliegt, die bereits bestimmt wurde, eine gültige Operation aus Berührungen, bei denen jeweils eine Berührung-EIN durchgeführt wird, zu sein. Wenn ein Ergebnis dieser Bestimmung angibt, dass eine Berührung vorliegt, die bereits bestimmt wurde, die gültige Operation zu sein (JA in Schritt S305), fährt die Verarbeitung mit Schritt S308 fort. Wenn keine Berührung vorliegt, die bereits bestimmt wurde, die gültige Operation zu sein (NEIN in Schritt S305), fährt die Verarbeitung mit Schritt S306 fort.
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In Schritt S306 bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, ob ein Bewegungsausmaß, um das eine Berührung, die noch nicht bestimmt wurde, die gültige Operation oder eine ungültige Operation zu sein, in eine vorbestimmte Zeitperiode bewegt wird, ein erster Schwellenwert TH1 oder größer und ein zweiter Schwellenwert TH2 oder kleiner ist. Wenn ein Ergebnis dieser Bestimmung angibt, dass das Bewegungsausmaß der erste Schwellenwert TH1 oder größer und der zweite Schwellenwert TH2 oder kleiner ist (JA in Schritt S306), fährt die Verarbeitung mit Schritt S307 fort. Wenn das Bewegungsausmaß kleiner ist als der erste Schwellenwert TH1 oder größer ist als der zweite Schwellenwert TH2 (NEIN in Schritt S306), fährt die Verarbeitung mit Schritt S310 fort. Wenn weiterhin keine Berührung vorliegt, die noch nicht bestimmt wurde, die gültige Operation oder die ungültige Operation zu sein, fährt die Verarbeitung ebenso mit Schritt S310 fort.
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In Schritt S307 bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass die Berührung, deren Bewegungsausmaß in Schritt S306 als wahr bestimmt wurde, die gültige Operation ist. Weiterhin assoziiert die Systemsteuerungseinheit 50 ein Markierungszeichen bzw. Flag einer gültigen Operation, das die gültige Operation angibt, mit der Identifikationsnummer und speichert dies in den Systemspeicher 52. Nach Abschluss des Schritts S307 fährt die Verarbeitung mit Schritt S308 fort.
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Als Nächstes, in Schritt S308, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass jede der verbleibenden Berührung(en), bei denen das Berührung-EIN durchgeführt wird, ausgenommen der Berührung, die als die gültige Operation bestimmt wurde, die ungültige(n) Operation(en) ist/sind. Ferner assoziiert die Systemsteuerungseinheit 50 ein Markierungszeichen bzw. Flag einer ungültigen Operation, das die ungültige Operation angibt, mit der Identifikationsnummer und speichert dies in den Systemspeicher 52.
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Als Nächstes, in Schritt S309, führt die Systemsteuerungseinheit 50 eine Verarbeitung zum Bewegen der Cursorposition, die den auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigten ausgewählten AF-Rahmen angibt, gemäß der Berührungsbewegung der als die gültige Operation bestimmten Berührung durch. Zu diesem Zeitpunkt wird eine Verarbeitung gemäß der als die ungültige Operation bestimmten Berühroperation nicht durchgeführt.
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Andererseits, in Schritt S310, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, ob die Bestimmung darüber, ob die Berührung die gültige Operation oder die ungültige Operation ist, bezüglich aller Berührungen, bei denen jeweils die Aufsetzberührung erfasst wird, abgeschlossen ist. Wenn die Bestimmung darüber, ob die Berührung die gültige Operation oder die ungültige Operation ist, bezüglich aller Berührungen abgeschlossen ist (JA in Schritt S310), fährt die Verarbeitung mit Schritt 311 fort. Wenn andererseits eine Berührung vorliegt, bezüglich der noch nicht bestimmt wurde, ob die Berührung die gültige Operation oder die ungültige Operation ist (NEIN in Schritt S310), kehrt die Verarbeitung zu Schritt S306 zurück, in dem die Systemsteuerungseinheit 50 die Bestimmung bezüglich der unbestimmten Berührung durchführt.
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In Schritt S311 erfasst die Augenzugriffserfassungseinheit 55, ob sich das an der vorbestimmten Position befindliche Objekt von dieser entfernt hat, und benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis der Erfassung. Die Systemsteuerungseinheit 50 empfängt das Ergebnis der Erfassung und bestimmt, ob der Nutzer dessen Auge von dem Sucher 16 löst. Wenn ein Ergebnis der Bestimmung angibt, dass der Nutzer dessen Auge von dem Sucher löst (JA in Schritt S311), wird der gegenwärtige Verarbeitungsablauf beendet. Wenn andererseits der Nutzer nicht dessen Auge von dem Sucher 16 löst (NEIN in Schritt S311), fährt die Verarbeitung mit Schritt S312 fort.
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In Schritt S312 benachrichtigt die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis einer Erfassung eines Lösens einer Aufsetzberührung. Anschließend empfängt die Systemsteuerungseinheit 50 die Benachrichtigung von der Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 und bestimmt, ob ein Lösen der Aufsetzberührung erfasst wird. Wenn ein Ergebnis der Bestimmung angibt, dass ein Lösen der Aufsetzberührung erfasst wird (JA in Schritt S312), fährt die Verarbeitung mit Schritt S313 fort. Wenn kein Lösen der Aufsetzberührung erfasst wird (NEIN in Schritt S312), fährt die Verarbeitung mit Schritt S314 fort.
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In Schritt S313 löscht die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die der Berührung, bei der das Lösen der Aufsetzberührung erfasst wird, zugewiesene Identifikationsnummer und benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 darüber. Anschließend löscht die Systemsteuerungseinheit 50 das Flag einer gültigen Operation oder das Flag einer ungültigen Operation, das in dem Systemspeicher 52 verknüpft mit der Identifikationsnummer bezüglich der Berührung, bei der das Aufheben der Aufsetzberührung erfasst wird, gespeichert ist. Nach Vollenden des Schritts S313 fährt die Verarbeitung mit Schritt S314 fort.
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Als Nächstes, in Schritt S314, benachrichtigt die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis einer Erfassung einer zusätzlichen Aufsetzberührung. Anschließend empfängt die Systemsteuerungseinheit 50 die Benachrichtigung von der Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 und bestimmt, ob eine zusätzliche Aufsetzberührung erfasst wird. Wenn ein Ergebnis dieser Bestimmung angibt, dass eine zusätzliche Aufsetzberührung erfasst wird (JA in Schritt S314), fährt die Verarbeitung mit Schritt S315 fort. Wenn keine zusätzliche Aufsetzberührung erfasst wird (NEIN in Schritt S314), fährt die Verarbeitung mit Schritt S305 fort.
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In Schritt S315 weist die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 eine Identifikationsnummer einer Berührung zu, bei der die Aufsetzberührung zusätzlich in Schritt S314 erfasst wurde. Anschließend benachrichtigt die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Systemsteuerungseinheit 50 über die zugewiesene Identifikationsnummer und die Koordinaten einer Position der Berührung. Nach Abschluss des Schritts S315 fährt die Verarbeitung mit Schritt S305 fort.
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Als Nächstes wird eine Beziehung zwischen der Berührung und der Operation des Bewegens des AF-Rahmens, die in der in 3 veranschaulichten Verarbeitungsprozedur durchgeführt wird, mit Bezugnahme auf die 4A bis 4F beschrieben. 4A veranschaulicht die Beziehung zwischen der Berührung und der Operation des Bewegens des AF-Rahmens und veranschaulicht, dass sich die Nase des Nutzers in Berührung mit der Anzeigeeinheit 28 befindet. Im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel ist das Touch-Panel 27 über die gesamte Oberfläche der Anzeigeeinheit 28 angebracht. Weiterhin, in 4A, ist die sucherinterne Anzeigeeinheit 41 im Sucher 16 oberhalb der Digitalkamera 100 als eine vergrößerte Ansicht veranschaulicht.
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In dem in 4A veranschaulichten Beispiel werden 35 Punkte eines AF-Rahmens in der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigt und der Nutzer kann einen beliebigen Punkt mit der Berühroperation auswählen. In 4A wird ein Cursor 410, der den ausgewählten AF-Rahmen angibt, durch eine dicke Linie ausgedrückt. In 4A gibt eine Berührung 421 eine berührte Position an, wo eine Berührung eines Teils (der Nase oder dergleichen) eines Gesichts 401 des Nutzers auf das Touch-Panel 27 erfasst wird. Andererseits gibt eine Berührung 422 eine berührte Position an, wo ein Daumen 402 einer rechten Hand des Nutzers das Touch-Panel 27 berührt. Bezüglich jedem von diesen benachrichtigt die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Systemsteuerungseinheit 50 über baryzentrische Koordinaten der berührten Position als die Koordinaten der Position der Berührung.
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Wenn der Zugriff des Auges in Schritt S301 erfasst wird (JA in Schritt S301), schaltet die Digitalkamera 100 in Schritt S302 auf den AF-Rahmenauswahlmodus um. In einem Fall, in dem die Digitalkamera 100 zuerst auf den AF-Rahmenauswahlmodus umschaltet, nachdem diese eingeschaltet wird, wird ein zentraler AF-Rahmen in einem ausgewählten Zustand wie in 4A veranschaulicht eingestellt. Wenn die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 eine Aufsetzberührung von jeder der Berührungen 421 und 422 in Schritt S303 erfasst (JA in Schritt S303), wird die Systemsteuerungseinheit 50 über das Ergebnis der Erfassung benachrichtigt. In Schritt S304 weist die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 Identifikationsnummern 1 und 2 den Berührungen 421 bzw. 422 zu. Die Identifikationsnummern werden sequentiell zugewiesen, ausgehend von der niedrigsten Nummer chronologisch in der Reihenfolge, in der die Aufsetzberührung erfasst wird. In 4A befindet sich das Touch-Panel 27 in einem Zustand, dass keine Aufsetzbewegung bezüglich der Berührungen 421 und 422 erfasst wird, und keine Berühroperation vorliegt, die bereits als die gültige Operation bestimmt wurde. Daher bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50 in Schritt S305, dass keine gültige Berührung vorliegt (NEIN in Schritt S305), sodass die Verarbeitung mit Schritt S306 fortfährt.
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4B veranschaulicht, dass der Nutzer den Daumen 402 der rechten Hand auf dem Touch-Panel 27 von dem in 4A veranschaulichten Zustand nach rechts bewegt, und eine Berührungsbewegung der Berührung 422 wird erfasst. Zur Vereinfachung der Veranschaulichung sind das Gesicht 401 des Nutzers, der Daumen 402 der rechten Hand, die Kontur der Digitalkamera 100 und der Sucher 16 in der Illustration von 4B weggelassen. In Schritt S306 erfasst die Systemsteuerungseinheit 50, dass ein Bewegungsausmaß, um das die Berührung 422 in der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, der vorbestimmte erste Schwellenwert TH1 oder größer und der vorbestimmte zweite Schwellenwert TH2 oder kleiner ist (JA in Schritt S306). Als Nächstes, in Schritt S307, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass die Berührung 422 die gültige Operation ist, verknüpft die Identifikationsnummer 2 und das Flag einer gültigen Operation miteinander und speichert dies im Systemspeicher 52. Dieses Speichern bewirkt, dass die Berührung 422 kontinuierlich als die gültige Operation bestimmt wird, während das Berührung-EIN von dieser beibehalten wird. Andererseits führt der gegenwärtige Fall zu einer Wiederholung der Prozesse in den Schritten S306 und S310, bis die Berührungsbewegung der Berührung 422 erfasst wird.
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Andererseits, in Schritt S308, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass die Berührung 421 die ungültige Operation ist, verknüpft die Identifikationsnummer 1 und das Flag einer ungültigen Operation miteinander und speichert dies im Systemspeicher 52. Dieses Speichern bewirkt, dass die Berührung 421 kontinuierlich als die ungültige Operation bestimmt wird, während das Berührung-EIN von dieser beibehalten wird.
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Weiterhin, in Schritt S309, steuert die Systemsteuerungseinheit 50 die Anzeige auf eine solche Weise, dass der Cursor 410, der den ausgewählten AF-Rahmen angibt, der auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigt wird, gemäß der Bewegungsrichtung und dem Bewegungsausmaß der Position der Berührung 422 bewegt wird. Zu diesem Zeitpunkt gleichen sich die Bewegungsrichtung des Cursors 410, der den ausgewählten AF-Rahmen angibt, und die Bewegungsrichtung der Position der Berührung 422, die als die gültige Operation bestimmt wird, einander, und die Bewegungsausmaße von diesen befinden sich in einer proportionalen Beziehung miteinander.
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Weiterhin befinden sich im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel die Koordinaten der Position auf dem Touch-Panel 27, wo sich die Berührung 422 befindet, die als die gültige Operation bestimmt wurde, und die Koordinaten der Position auf der sucherinternen Flüssigkristallanzeigeeinheit 21, wo sich der Cursor 410 befindet, in einer relativen Positionsbeziehung miteinander. Mit anderen Worten ändert sich die Position des Cursors 410 nicht gemäß der Position der Aufsetzberührung der Berührung 422, sondern die Bewegungsrichtung und das Bewegungsausmaß des Cursors 410 von der gegenwärtigen Position werden gemäß der Bewegungsrichtung und dem Bewegungsausmaß der Berührung 422, die basierend auf der Position der Aufsetzberührung definiert werden, bestimmt.
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4C veranschaulicht, dass der Nutzer das Gesicht 401 auf dem Touch-Panel 27 aus dem in 4B veranschaulichten Zustand nach rechts bewegt, und eine Berührungsbewegung der Berührung 421 wird erfasst. Ferner wird keine Berührungsbewegung der Berührung 422 erfasst. Zu diesem Zeitpunkt, weil die Berührung 421 in Schritt S308 bestimmt wurde, die ungültige Operation zu sein, wird der Cursor 410, der den ausgewählten AF-Rahmen angibt, nicht bewegt. Andererseits, weil die Berührung 422 in Schritt S307 bestimmt wurde, die gültige Operation zu sein, wird die Berührung 422 kontinuierlich als die gültige Operation bestimmt, während das Berührung-EIN von dieser beibehalten wird, auch wenn ein Zustand vorliegt, in dem die Berührungsbewegung gestoppt wird, wie in 4C veranschaulicht ist.
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4D veranschaulicht, dass der Nutzer den Daumen 402 der rechten Hand von dem Touch-Panel 27 aus dem in 4C veranschaulichten Zustand abhebt, und ein Aufheben der Aufsetzberührung der Berührung 422 wird erfasst. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Touch-Panel 27 in einem Zustand, dass die Bewegungsberührung der Berührung 421 fortdauert. In Schritt S312 benachrichtigt die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis der Erfassung des Aufhebens der Aufsetzbewegung der Berührung 422 (JA in Schritt S312). Anschließend, in Schritt S313, löscht die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die der Berührung 422 zugewiesene Identifikationsnummer 2. Zu diesem Zeitpunkt verbleibt die Identifikationsnummer der Berührung 421 unverändert von der Identifikationsnummer 1. Ferner bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass das Aufheben der Aufsetzberührung erfasst wird, und löscht das im Systemspeicher 52 verknüpft mit der Identifikationsnummer 2 gespeicherte Flag einer gültigen Operation. Andererseits, weil das verknüpft mit der Identifikationsnummer 1 gespeicherte Flag einer ungültigen Operation nicht gelöscht wird, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass die Berührungsbewegung der Berührung 421 die ungültige Operation ist, und bewegt den Cursor 410, den ausgewählten AF-Rahmen angibt, nicht.
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Weiterhin, in Schritt S305, liegt keine Berührung mehr vor, die bereits als die gültige Operation bestimmt wurde (NEIN in Schritt S305), sodass die Verarbeitung mit Schritt S306 fortfährt. Anschließend, in Schritt S306, liegt keine Berührung vor, die noch nicht als die gültige Operation oder die ungültige Operation bestimmt wurde (NEIN in Schritt S306), sodass dieser Fall zu einer Wiederholung der Verarbeitung mit der Verarbeitung, die mit Schritt S311 über Schritt S310 fortfährt, führt (JA in Schritt S310).
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4E veranschaulicht einen Zustand, in dem der Nutzer das Touch-Panel 27 mit dem Daumen 402 der rechten Hand wiederum aus dem in 4D veranschaulichten Zustand berührt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Touch-Panel 27 in dem Zustand, dass die Berührungsbewegung der Berührung 421 erfasst wird. Die Berührung mit dem Daumen 402 der rechten Hand, die in 4E veranschaulicht ist, wird als eine Berührung 423 bezeichnet, um eine Unterscheidung von der in den 4A bis 4C veranschaulichten Berührung 422 zu unterscheiden. Zu diesem Zeitpunkt, in Schritt S314, erfasst das Touch-Panel 27 eine zusätzliche Aufsetzberührung und benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 darüber (JA in Schritt S314). Als Nächstes, in Schritt S315, weist die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 eine Identifikationsnummer der erfassten Berührung 423 zu. In diesem Fall wird die Identifikationsnummer 2 der Berührung 423 zugewiesen, weil die Identifikationsnummer 2, die die niedrigste Nummer ist, nun verfügbar ist. Die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 benachrichtigt die Systemsteuerungseinheit 50 über die zugewiesene Identifikationsnummer und die Koordinaten einer Position der Berührung 423. Anschließend fährt die Verarbeitung mit Schritt S305 fort.
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In Schritt S305 liegt keine Berührung vor, die bereits als die gültige Operation bestimmt wurde (NEIN in Schritt S305), sodass die Verarbeitung mit Schritt S306 fortfährt. In Schritt S306 bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, ob das Bewegungsausmaß, um das die Berührung in der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, der erste Schwellenwert TH1 oder größer und der zweite Schwellenwert TH2 oder kleiner bezüglich der Berührung 423 ist, die noch nicht bestimmt wurde, die gültige Operation oder die ungültige Operation zu sein. Die Berührung 421 wurde bereits bestimmt, die ungültige Operation zu sein, sodass das Bewegungsausmaß dafür nicht Gegenstand der Bestimmung ist. Daher, in dem in 4E veranschaulichten Zustand, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass die Berührungsbewegung der Berührung 421 die ungültige Operation ist, und bewegt den Cursor 410, der den ausgewählten AF-Rahmen angibt, nicht. Ferner wird in dem in 4E veranschaulichten Zustand keine Berührungsbewegung der Berührung 423 erfasst (NEIN in Schritt S306), sodass die Verarbeitung von Schritt S306 zu Schritt S310 fortfährt. Anschließend führt der vorliegende Fall zu einer Wiederholung der Prozesse in den Schritten S306 und S310 (NEIN in Schritt S310), bis eine Berührungsbewegung der Berührung 423 erfasst wird.
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4F veranschaulicht, dass der Nutzer den Daumen 402 der rechten Hand auf dem Touch-Panel 27 aus dem in 4E veranschaulichten Zustand nach oben bewegt, und eine Berührungsbewegung der Berührung 423 wird erfasst. In Schritt S306 erfasst die Systemsteuerungseinheit 50, dass ein Bewegungsausmaß, um das die Berührung 423 in der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, der erste Schwellenwert TH1 oder größer und der zweite Schwellenwert TH2 oder kleiner ist (JA in Schritt S306). Als Nächstes, in Schritt S307, bestimmt die Systemsteuerungseinheit 50, dass die Berührung 423 die gültige Operation ist, verknüpft die Identifikationsnummer 2 und das Flag einer gültigen Operation miteinander und speichert dies im Systemspeicher 52. Andererseits wurde die Berührung 421 bereits bestimmt, die ungültige Operation zu sein. In Schritt S309 steuert die Systemsteuerungseinheit 50 die Anzeige auf eine solche Weise, dass der Cursor 410, der den ausgewählten AF-Rahmen angibt, der auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigt wird, gemäß der Bewegungsrichtung und dem Bewegungsausmaß der Position der Berührung 423 bewegt wird. Auf diese Weise kann gemäß dem gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel die Digitalkamera 100 einen Bedien- bzw. Operationsfehler verhindern, der von einer Berührung herrührt, die aus einer versehentlichen Berührung eines Teils des Gesichts des Nutzers (der Nase oder dergleichen) auf die Anzeigeoberfläche der Anzeigeeinheit 28 resultiert, wenn der Nutzer das Bild aufnimmt, während in den Sucher 16 gesehen wird. Beispielsweise wird die Position des Cursors 410, der den AF-Rahmen angibt, gemäß dem Bewegungsausmaß der Position der Berührung, die als die gültige Operation bestimmt wurde, bewegt. Daher wird die Bewegung des Cursors 410 nicht nur durch die Erfassung der Aufsetzberührung ausgelöst. Dieser Mechanismus kann einen Bedien- bzw. Operationsfehler verhindern, der aus einer unerwarteten und ungewollten Aufsetzberührung herrührt.
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Weiterhin wird im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel nur die erste Berühroperation, die um das vorbestimmte Bewegungsausmaß in der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, bestimmt, die gültige Operation zu sein, und eine andere Operation als diese wird bestimmt, die ungültige Operation zu sein. Dieser Mechanismus kann einen Bedien- bzw. Operationsfehler verhindern, der von einer ungewollten Berührung herrührt, die aufgetreten ist, während eine gewollte Berührungsbewegungsoperation andauert. Zusätzlich weist im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 die Identifikationsnummer jeder Berührung, in der die Aufsetzberührung erfasst wird, zu, was eine Verwaltung der gültigen Operation und der ungültigen Operation erleichtern kann. Die Identifikationsnummer und das Ergebnis der Bestimmung bezüglich dessen, ob die Berührung die gültige Operation oder die ungültige Operation ist, werden im Systemspeicher 52 in Verbindung miteinander verwaltet, was ermöglicht, dass die Bestimmung beibehalten wird, solange die Erfassung des Berührung-EIN fortdauert.
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Auch wenn das Bewegungsausmaß, um das die Berührung, die als die gültige Operation bestimmt wird, einmal in der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, unter das vorbestimmte Bewegungsausmaß wählt, wie beispielswiese in 4C veranschaulicht ist, wird die Einrichtung des Flags einer gültigen Operation beibehalten, sodass diese Berührung kontinuierlich bestimmt werden kann, die gültige Operation zu sein. Weiterhin, auch wenn das Aufheben der Aufsetzberührung bezüglich der als die gültige Operation bestimmten Berührung durchgeführt wird, wie beispielsweise in 4D veranschaulicht ist, kann die Einrichtung des Flags einer ungültigen Operation für die als die ungültige Operation bestimmte Berührung beibehalten werden, sodass diese Berührung kontinuierlich bestimmt werden kann, die ungültige Operation zu sein. Daher kann die aus der unbeabsichtigten Berührung herrührende Operation kontinuierlich verhindert werden. Ferner ist das gegenwärtige exemplarische Ausführungsbeispiel bezüglich der Tatsache wirksam, dass, auch wenn die zusätzliche Aufsetzberührung auftritt, bezüglich dessen, ob die Berührung die gültige Operation oder die ungültige Operation ist, nur bezüglich der zusätzlich erfassten Berührung bestimmt werden muss, ohne dass diese Bestimmung bezüglich der Berührung durchgeführt werden muss, zu der die Identifikationsnummer zugewiesen ist. Während die aus der ungewollten Berührung herrührende Operation auf diese Weise verhindert werden kann, kann die um das Bewegungsausmaß bewegte Berührung, die ermöglicht, dass diese Berührung als die von dem Nutzer gewollte Operation bestimmt wird, angemessen erfasst werden. Weiterhin kann die Berühroperation über die gesamte Oberfläche des Touch-Panels 27 empfangen werden, ohne die Region einzuschränken, wo die Berührung erfassbar ist, was dem Nutzer ermöglicht, eine komfortable Bedienung zu erfahren. Ferner ist das gegenwärtige exemplarische Ausführungsbeispiel durch dessen gute Benutzerfreundlichkeit charakterisiert, weil die Erfassung des Zugriffs des Auges als die Bedingung zum Umschalten auf den AF-Rahmenauswahlmodus verwendet wird, und dies ermöglicht, dass der Modus geändert wird, ohne ein Umschalten über eine andere Bedieneinheit durchzuführen.
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Bezüglich der Steuerung durch die Systemsteuerungseinheit 50 kann diese eine einzelne Hardwarevorrichtung durchführen, oder eine Vielzahl von Hardwarevorrichtungen kann die Steuerung des gesamten Geräts durch Aufteilen der Verarbeitung unter diesen realisieren. Weiterhin wurde im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel die Bedingung zum Bestimmen der gültigen Operation derart beschrieben, dass diese eine Bedingung ist, dass die Berührung als die gültige Operation bestimmt wird, wenn die Berührung um das vorbestimmte Bewegungsausmaß der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, jedoch kann die Bewegungsgeschwindigkeit der Position der Berührung als die Bestimmungsbedingung verwendet werden. Durch Einstellen der Bedingung zum Bestimmen der gültigen Operation auf eine solche Weise, dass die Berührung als die gültige Operation bestimmt wird, wenn die Bewegungsgeschwindigkeit von dieser eine vorbestimmte Bewegungsgeschwindigkeit übersteigt, kann eine nur um ein kleines Bewegungsausmaß bewegte Berühroperation wie etwa die Schnipp- bzw. Wischoperation bestimmt werden, die gültige Operation zu sein.
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Weiterhin kann das Gebiet, das durch den Finger oder dergleichen, der das Berührung-EIN durchführt, berührt wird, als die Bedingung zum Bestimmen der gültigen Operation hinzugefügt werden. Wie in den 4A bis 4F veranschaulicht ist, ist das berührte Gebiet bzw. die berührte Fläche, die aus der Berührung eines Teils des Gesichts oder dergleichen erfasst wird, größer als das berührte Gebiet bzw. die berührte Fläche von der Berührung des Fingers. In diesem Fall ist die Digitalkamera 100 auf eine solche Weise konfiguriert, dass die Systemsteuerungseinheit 50 über ein Ergebnis einer Berechnung des berührten Gebiets durch die Touch-Panel-Steuerungseinheit 26 benachrichtigt wird, und die Systemsteuerungseinheit 50 bestimmt, ob das berührte Gebiet ein vorbestimmter Wert oder kleiner ist. Mit anderen Worten ist die Bedingung zum Bestimmen der gültigen Operation auf eine solche Weise eingestellt, dass eine um ein Bewegungsausmaß oder bei einer Bewegungsgeschwindigkeit bewegte Berührung, die die vorbestimmte Bedingung erfüllt und ebenso über ein berührtes Gebiet des vorbestimmten Werts oder kleiner durchgeführt wird, bestimmt, die gültige Operation zu sein. Ein Einstellen der Bedingung auf diese Weise kann weiterhin effektiv eine falsche Erfassung aufgrund der Berührung des Gesichts oder dergleichen auf das Touch-Panel 27 verhindert.
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Weiterhin wurde im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel die gemäß der Berühroperation durchgeführte Verarbeitung als die Operation des Auswählens des AF-Rahmens beschrieben, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf ein solches exemplarisches Ausführungsbeispiel beschränkt und kann auf jede Art von Operation angewendet werden. Beispielsweise kann die vorliegende Erfindung bei einer Operation des Änderns einer Einstellung einer anderen Bildgebungsbedingung der Digitalkamera 100 angewendet werden.
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Die 5A bis 5F veranschaulichen Beispiele von Einstellbildschirmen, die auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigt werden. Die in den 5A bis 5F veranschaulichten Beispiele werden unter der Annahme beschrieben, dass die Digitalkamera 100 konfiguriert ist, um dazu fähig zu sein, verschiedene graphische Anzeigen zu präsentieren, während diese auf das optische Bild auf der transparenten sucherinternen Anzeigeeinheit 41 überlagert werden, als Beispiel.
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5A veranschaulicht ein Beispiel eines Bildschirms, wo der Blendeneinstellwert, der auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigt wird, durch eine Operation auf das Touch-Panel 27 geändert wird. Nach Erfassen der Aufsetzberührung nach Erfassen des Zugriffs des Auges schaltet die Digitalkamera 100 auf einen Modus des Änderns des Blendeneinstellwerts und eine bandähnliche Skala, die die Blendeneinstellwerte angibt, wird angezeigt, während diese auf dem optischen Bild überlagert wird. Skalenmarkierungen werden entsprechend Blendeneinstellwerten gekennzeichnet und eine gesamte Anzeige eines bandartigen Abschnitts 501 kann nach links und rechts gemäß dem Bewegungsausmaß der Position der als die gültige Operation bestimmten Berührung verschoben werden. Ferner wird der gegenwärtig eingestellte Blendenwert durch eine Skalenmarkierung angegeben, die mit einem dicken Rahmen an einem Zentrum des bandartigen Abschnitts 501 umgeben ist, und der gegenwärtig eingestellte Blendenwert wird oberhalb des bandartigen Abschnitts 501 als ein nummerischer Wert angezeigt. In diesem Fall kann eine ungewollte Operation durch eine ähnliche Verarbeitung wie jene, die in 3 veranschaulicht ist, durch Einstellen eines Bewegungsausmaßes innerhalb eines vorbestimmten Bereichs, der sich in der linken und rechten Richtung erstreckt, als die Bedingung zum Bestimmen der gültigen Operation verhindert werden.
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Gleichermaßen veranschaulichen die 5B bis 5D Anzeigebeispiele von Bildschirmen, wo die Belichtungsdauer, ein Einstellwert einer „International Standards Organization (ISO)“-Empfindlichkeit bzw. ein Belichtungseinstellwert eingestellt werden. Gleichermaßen dem in 5A veranschaulichten Beispiel können die Einstellwerte durch Scrollen bzw. Verschieben von auf bandartigen Abschnitten 502 bis 504 angezeigten Skalen jeweils nach links und rechts gemäß dem Bewegungsausmaß der Position der als die gültige Operation bestimmten Berührung geändert werden. Weiterhin, gleichermaßen dem in 5A veranschaulichten Beispiel, kann eine ungewollte Operation durch eine ähnliche Verarbeitung wie in 3 durch ein Einstellen eines Bedingungsausmaßes innerhalb eines vorbestimmten Bereichs, der sich in der linken und rechten Richtung aufspannt, als die Bedingung zum Bestimmen der gültigen Operation verhindert werden.
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Weiterhin veranschaulicht 5E ein Beispiel eines Bildschirms, wo ein auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigter WB-Einstellwert mit einer Operation auf das Touch-Panel 27 geändert wird. In 5E repräsentieren B, A, G und M Blau, Bernsteinfarben, Grün bzw. Magentafarben. Ein durch einen dicken Rahmen angegebener Cursor 510 an einem Zentrum in einem Rahmen 505 kann gemäß dem Bewegungsausmaß der Position der als die gültige Operation bestimmten Berührung bewegt werden. Dabei kann der WB-Einstellwert in den entsprechenden Richtungen der Farben durch Bewegen des Cursors 510 in den entsprechenden Richtungen der B-, A-, G- und M-Achsen geändert werden.
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Weiterhin veranschaulicht 5F ein Beispiel eines Bildschirms, wo das auf der sucherinternen Anzeigeeinheit 41 angezeigte Bild mit einer Operation auf das Touch-Panel 27 geändert wird. Ein als eine Bildgruppe 506 angegebener Abschnitt drückt eine graphische Anzeige aus, wo Vorschaubilder eines nach dem anderen aufgereiht sind, während sich diese überlappen, und ein an einem Zentrum angezeigtes Bild kann wiedergegeben werden. Das Anzeigebild kann durch Scrollen bzw. Verschieben der Bilder gemäß dem Bewegungsausmaß der Position der als die gültige Operation bestimmten Berührung ausgewählt werden. Das gegenwärtige exemplarische Ausführungsbeispiel ist wirksam beim Ermöglichen des Nutzers, komfortabel die Bildgebungseinstellung zu ändern, durch Verhindern einer von einem Berührfehler herrührenden Operation, die der Nutzer durch Durchführen der Berühroperation machen kann, während auf diese Weise in den Sucher 16 hineingesehen wird.
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Während die Beispiele, in denen die Bildgebungseinstellung und das Wiedergabebild geändert werden, vorstehend beschrieben wurden, kann das gegenwärtige exemplarische Ausführungsbeispiel bei der Änderung anderer verschiedener Einstellungen angewendet werden. Im gegenwärtigen exemplarischen Ausführungsbeispiel wird angenommen, dass der Sucher 16 als ein optischer Sucher (ein optischer Bildsucher (OVF)) konfiguriert ist, kann jedoch als ein Flüssigkristall- oder organisch elektrolumineszenter (EL) elektronischer Bildsucher (EVF) konfiguriert sein. In diesem Fall kann das gegenwärtige exemplarische Ausführungsbeispiel den Vorzug des Ermöglichens des Nutzers bieten, das aufgenommene Bild zu bestätigen, bei dem die Bildgebungseinstellung als das Through-The-Lens-Bild (das Live-View-Bild) im Sucher 16 angewendet wird, zusätzlich dazu, dass es möglich ist, eine hochauflösende graphische Anzeige zu präsentieren.
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Weiterhin wurde die vorliegende Erfindung detailliert basierend auf der Digitalkamera 100 als ein exemplarisches Ausführungsbeispiel von dieser beschrieben, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf ein solches spezifisches exemplarisches Ausführungsbeispiel beschränkt und umfasst ebenso verschiedene Ausführungsbeispiele innerhalb des Bereichs, der nicht von dem Umfang und Geist der vorliegenden Erfindung abweicht. Die vorliegende Erfindung kann bei jedem Typ von elektronischen Geräten angewendet werden, solange das elektronische Gerät eine Berührungserfassungseinheit umfasst, die dazu fähig ist, Berühroperationen an einer Vielzahl von Abschnitten auf dem Touch-Panel zu erfassen. Beispielsweise kann die vorliegende Erfindung an einer Anzeigevorrichtung wie etwa einer Bildanzeige angewendet werden. In diesem Fall kann eine Anzeigefarbe auf einem Anzeigebildschirm mit einer Operation auf den in 5E veranschaulichten Bildschirm angepasst werden, und ein Anzeigebild kann mit einer Operation auf den in 5F veranschaulichten Bildschirm geändert werden. Beispielsweise kann die vorliegende Erfindung an einer Audiovorrichtung angewendet werden, wie etwa einem Musikabspielgerät. In diesem Fall kann die Audiovorrichtung konfiguriert sein, eine Wiedergabeaudiolautstärke gemäß dem Bewegungsausmaß zu ändern. Ferner kann die vorliegende Erfindung an einem Personal Computer, einem Personal Digital Assistant (PDA), einem Mobiltelefon, einem mit einer Anzeige ausgestatteten Drucker, einem digitalen Fotorahmen, einer Spielkonsole, einem elektronischen Buchlesegerät und dergleichen angewendet werden. In allen der Ausführungsbeispielen kann die vorliegende Erfindung den Effekt des Verhinderns einer ungewollten Operation, die von einer Berührung eines Teils einer Hand, eines Körpers, oder dergleichen auf der Berührungserfassungseinheit herrührt, erlangen, was dem Nutzer ermöglicht, eine komfortable Touch-Bedienung bzw. Operation zu erfahren.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die von der ungewollten Berührung herrührende Operation verhindert werden, ohne den Eingabebereich auf dem Touch-Panel einzuschränken.
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Ausführungsbeispiel(e) der vorliegenden Erfindung kann/können ebenso durch einen Computer eines Systems oder einer Vorrichtung, die computerausführbare Anweisungen (z. B. ein oder mehrere Programme), die auf einem Speichermedium aufgezeichnet sind (das ebenso vollständiger als „nichttransitorisches computerlesbares Speichermedium“ bezeichnet werden kann), ausliest und ausführt, , um die Funktionen von einem oder mehreren der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel(e) durchzuführen, und/oder die eine oder mehrere Schaltungen (z. B. anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC)) zum Durchführen der Funktionen von einem oder mehreren der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel(e) umfasst, sowie durch ein Verfahren, das durch den Computer des Systems oder der Vorrichtung durch beispielsweise Auslesen und Ausführen der computerausführbaren Anweisungen von dem Speichermedium durchgeführt wird, um die Funktionen von einem oder mehreren der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel(e) durchzuführen, und/oder durch Steuern der einen oder mehreren Schaltungen, um die Funktionen des einen oder mehreren der vorstehend beschriebenen Ausführungsbespiel(e) durchzuführen, realisiert werden. Der Computer kann einen oder mehrere Prozessoren (z. B. zentrale Verarbeitungseinheit (CPU), Mikroverarbeitungseinheit (MPU)) aufweisen, und kann ein Netzwerk von separaten Computern oder separaten Prozessoren umfassen, um die computerausführbaren Anweisungen auszulesen und auszuführen. Die computerausführbaren Anweisungen können dem Computer beispielsweise von einem Netzwerk oder dem Speichermedium bereitgestellt werden. Das Speichermedium kann beispielsweise eine oder mehrere Festplatten, Schreib-Lese-Speicher (RAM), Lesespeicher (ROM), einen Speicher von verteilten Rechnersystemen, eine optische Diskette (wie etwa eine Compact-Disk (CD), Digital Versatile Disk (DVD) oder Blu-ray Disk (BD)™), eine Flash-Speichervorrichtung, eine Speicherkarte und dergleichen umfassen.
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Während die vorliegende Erfindung mit Bezugnahme auf exemplarische Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, sollte verstanden sein, dass die Erfindung nicht auf die offenbarten exemplarischen Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist. Der Umfang der nachfolgenden Patentansprüche ist gemäß der breitesten Interpretation zu gewähren, um alle solche Modifikationen und äquivalente Strukturen und Funktionen zu umfassen.
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Eine elektronische Vorrichtung bestimmt, dass nur eine erste Berühroperation, die um ein vorbestimmtes Bewegungsausmaß in einer vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, eine gültige Operation ist, und bestimmt, dass eine andere Berühroperation eine ungültige Operation ist, wenn ein Nutzer ein Bild aufnimmt, während in einen Sucher hineingesehen wird. Dabei, auch wenn ein Bewegungsausmaß, um das die als die gültige Operation bestimmte Berührung in der vorbestimmten Zeitperiode bewegt wird, unter das vorbestimmte Bewegungsausmaß fällt, bestimmt die elektronische Vorrichtung kontinuierlich, dass diese Berührung die gültige Operation ist. Auch wenn ein Aufheben einer Aufsetzberührung bezüglich der als die gültige Operation bestimmten Berührung durchgeführt wird, bestimmt die elektronische Vorrichtung kontinuierlich, dass die als ungültige Operation bestimmte Berührung die ungültige Operation ist.