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STAND DER TECHNIK DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Wälzlager mit einem zweiteiligen Käfig.
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2. Beschreibung des Standes der Technik
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Ein Käfig, der Wälzkörper hält, die zwischen einem Innenring und einem Außenring eines Wälzlagers vorgesehen sind, ist als ein sogenannter vollständig umhüllender Käfig bekannt (siehe beispielsweise die japanische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer 2009-168110 (
JP 2009-168110 A ). Beispielsweise weist, wie in
7 und
8 dargestellt, ein vollständig umhüllender Käfig
114 ein Paar von kreisförmige Ringabschnitten
115 und eine Mehrzahl von Käfigstäben
116 auf, welche die kreisförmigen Ringabschnitte
115 miteinander verbinden. Taschen
117, die entsprechende Wälzkörper
113 halten, entsprechen jeweils einem Raum zwischen den kreisförmigen Ringabschnitten
115 und zwischen einem Paar der Käfigstäbe
116, die in Umfangsrichtung zueinander benachbart sind.
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Der in 8 dargestellte Käfig 114 ist ein zweiteiliger Käfig, der durch Verbinden eines Paares von Teilungsstücken 121a, 121b gebildet ist, die wie kreisförmige Ringe geformt sind. Das Teilungsstück 121a weist einen der kreisförmigen Ringabschnitte 115 und Teilungskäfigstäbe 122a auf, die sich von dem kreisförmigen Ringabschnitt in Axialrichtung 115 erstrecken. Das Teilungsstück 121b weist den anderen der kreisförmigen Ringabschnitte 115 und Teilungskäfigstäbe 122b auf, die sich von dem kreisförmigen Ringabschnitt 115 in Axialrichtung erstrecken. Jeder der Teilungskäfigstäbe 122a ist mit den entsprechenden gegenüberliegenden Teilungskäfigstab 122b verbunden, um den entsprechenden Käfigstab 116 zu bilden. Die Teilungskäfigstäbe 122a, 122b sind durch Verriegeln eines vorstehender Abschnitts 124 miteinander verbunden, der an jedem der Teilungsstücke 121a, 121b ausgebildet ist, in einem verriegelten vertieften Abschnitt 131, der in dem zusammenpassenden Teilungsstück 121b, 121a ausgebildet ist.
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Die in 7 und 8 dargestellten Teilungsstücke des zweiteiligen Käfigs werden durch ein in den 9A und 9B dargestellten Prozess in ein Wälzlager montiert. Wie in 9A dargestellt, wird mit dem ersten Teilungsstück 121a, das zwischen einem Innenring 111 und einem Außenring 112 eingeführt ist, das zweite Teilungsstück 121b in Axialrichtung näher zum ersten Teilungsstück 121a bewegt, um den vorstehenden Abschnitt 124 in Eingriff mit dem verriegelten vertieften Abschnitt 131 zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt wird, wie in 9B dargestellt, das zweite Teilungsstück 121b in Radialrichtung nach innen geneigt, so dass einem Verriegelungsabschnitt 126, der an einer Spitze des vorstehenden Abschnitts 124 ausgebildet ist, ermöglicht wird, durch eine radiale Innenseite in Bezug auf das erste Teilungsstück 121a zu gehen.
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Wenn jedoch das zweite Teilungsstück 121b wie oben beschrieben geneigt wird, kann eine innere Umfangsfläche des zweiten Teilungsstücks 121b auf eine Grenze 111c zwischen einer Laufbahn 111a und einem Schulterabschnitt 111b des Innenrings 111 störend einwirken, um das Teilungsstück 121b zu beschädigen. Ein Abschnitt des zweiten Teilungsstücks 121b, der auf die Grenze 111c störend einwirkt, befindet sich nahe dem langgestreckten vorstehenden Abschnitt 124, wodurch die Festigkeit des vorstehenden Abschnitts 124 verringert wird. Das wird nicht bevorzugt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wälzlager bereitzustellen, das eine Vermeidung einer störenden Einwirkung eines zweiteiligen Käfigs auf einem Lagerring ermöglicht, wenn der zweiteilige Käfig in das Wälzlager montiert wird.
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Ein Wälzlager weist bei einem Aspekt der Erfindung ein Paar von Lagerringen auf, die derart angeordnet sind, dass sie in Radialrichtung einander gegenüberliegen, eine Mehrzahl von Wälzkörpern, die zwischen den Lagerringen eingefügt sind, und einen Käfig mit einem Paar von kreisförmiger Ringabschnitten und eine Mehrzahl von Käfigstäben, welche die kreisförmigen Ringabschnitte miteinander verbinden, wobei der Käfig Taschen aufweist, die jeweils zwischen den kreisförmigen Ringabschnitten und zwischen den Käfigstäben in Umfangsrichtung benachbart zueinander ausgebildet sind, so dass die entsprechende Wälzkörper aufgenommen sind. Der Käfig ist durch Verbinden eines Paares eines ersten und eines zweiten Teilungsstücks gebildet, in das der Käfig in Axialrichtung unterteilt ist. Zumindest das erste Teilungsstück ist mit einem vorstehenden Abschnitt vorgesehen, der sich in Axialrichtung des Wälzlagers hin zu dem zweiten Teilungsstück erstreckt und einen Verriegelungsabschnitt aufweist, der an einer Spitze des vorstehenden Abschnitts ausgebildet ist, wobei der Verriegelungsabschnitt hin zu einer von einer radialen Innenseite und einer radialen Außenseite vorsteht. Das zweite Teilungsstück ist mit einem verriegelten vertieften Abschnitt vorgesehen, in dem der Verriegelungsabschnitt verriegelt ist. An einer Umfangsfläche des ersten Teilungsstücks, die sich auf der anderen der radialen Innenseite und der radialen Außenseite befindet, ein Vermeidungsvertiefungsabschnitt ausgebildet ist, der eine Vermeidung von störender Einwirkung der Umfangsfläche des ersten Teilungsstücks mit dem Lagerring ermöglicht, der sich auf der anderen Seite der radialen Innenseite und der radialen Außenseite befindet, wenn das erste Teilungsstück zu der anderen der radialen Innenseite und der radialen Außenseite hin angestellt bzw. geneigt wird, um den Verriegelungsabschnitt in dem verriegelten vertieften Abschnitt zu verriegeln.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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Die vorstehenden und weiteren Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Bezug auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich, in denen gleiche Bezugszeichen verwendet werden, um gleiche Elemente darzustellen und wobei:
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1 eine Schnittansicht eines Wälzlagers gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels ist;
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2 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Käfig des Wälzlagers darstellt;
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3 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Teil eines Teilungsstücks des Käfigs darstellt;
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4 ein Diagramm eines zerlegten Paares von Teilungsstücken von einer radialen Innenseite aus gesehen ist;
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5A und 5B Schnittansichten des Wälzlagers sind, die ein Prozess zum Verbinden der Teilungsstücke darstellen;
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6A und 6B Schnittansichten eines Wälzlagers gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels sind;
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7 eine Schnittansicht ist, die ein Wälzlager gemäß dem Stand der Technik darstellt;
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8 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Käfig des Wälzlagers gemäß dem Stand der Technik darstellt; und
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9A und 9B Schnittansichten des Wälzlagers gemäß dem Stand der Technik sind, die einen Prozess zum Verbinden eines Paares von Teilungsstücken des Käfigs darstellen.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. 1 ist eine Schnittansicht eines Wälzlagers gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels. Ein Wälzlager 10 weist einen Innenring 11, einen Außenring 12, eine Mehrzahl von Wälzkörpern 13 und einen Käfig 14 auf. Die Wälzkörper 13 sind zwischen dem Innenring 11 und dem Außenring 12 eingefügt. Der Käfig 14 hält die Wälzkörper 13. Die Wälzkörper 13 in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind Kugeln, und das Wälzlager 10 ist ein Rillenkugellager. In der nachfolgenden Beschreibung kann eine Seite, die in Axialrichtung näher an einer Mitte O liegt, nachfolgend als axiale Innenseite bezeichnet werden, und eine Seite, die in Axialrichtung weiter von der Mitte O entfernt liegt, kann nachfolgend als eine axiale Außenseite bezeichnet werden.
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Eine Laufbahn 11a, entlang derer die Kugeln 13 rollen, ist auf einer äußeren Umfangsfläche des Innenrings 11 ausgebildet. Die Laufbahn 11a weist einen Querschnitt auf, der im Allgemeinen wie ein vertiefter Kreisbogen ausgebildet ist. Schulterabschnitte 11b sind in Axialrichtung an gegenüberliegenden Seiten der Laufbahn 11a ausgebildet. Eine Laufbahn 12a, entlang derer die Kugeln 13 rollen, ist auf einer inneren Umfangsfläche des Außenrings 12 ausgebildet. Die Laufbahn 12a weist einen Querschnitt auf, der im Allgemeinen wie ein vertiefter Kreisbogen ausgebildet ist. Schulterabschnitte 12b sind in Axialrichtung an gegenüberliegenden Seiten der Laufbahn 12a ausgebildet.
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2 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Käfig des Wälzlagers darstellt. Wie in 1 und 2 dargestellt, weist der Käfig 14 ein Paar kreisförmige Ringabschnitte 15 und eine Mehrzahl von Käfigstäben 16 auf. Die kreisförmigen Ringabschnitte 15 sind in Axialrichtung an gegenüberliegenden Seiten der Kugeln 13 positioniert. Die Käfigstäbe 16 verbinden die kreisförmigen Ringabschnitte 15 miteinander. Taschen 17, welche die jeweiligen Kugeln 13 halten, entsprechen jeweils einem Raum zwischen den kreisförmigen Ringabschnitten 15 und zwischen den in Umfangsrichtung benachbarten Käfigstäben 16. Der Käfig 14 ist von einem vollständig umhüllenden Typ, der die Kugeln 13 in Axialrichtung an deren gegenüberliegenden Seiten hält. Jede der Taschen 17 ist in Radialrichtung betrachtet wie ein Kreis geformt. Eine innere Fläche der Tasche 17 ist wie eine vertiefte gekrümmte Fläche geformt, die sich entlang einer Fläche einer Kugel erstreckt, die einen Radius aufweist, der etwas größer als der Radius jeder Kugeln 13 an deren äußeren Umfangsfläche ist. Somit wird zwischen der Tasche 17 und der äußeren Umfangsfläche der Kugel 13 ein geringer Zwischenraum gebildet. Die Tasche 17 kann in Radialrichtung betrachtet wie ein Viereck geformt sein, so dass die Kugel 13 mit jeder der vier Seiten der Tasche 17 in Kontakt kommen kann.
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Der Käfig 14 weist ein Paar eines ersten und eines zweiten Teilungsstücks 21a, 21b auf, in die der Käfig 14 in Axialrichtung unterteilt ist. Mit anderen Worten ist der Einzelkäfig 14 durch miteinander Verbinden der Teilungsstücke 21a, 21b ausgebildet. Die Teilungsstücke 21a, 21b sind aus Harz hergestellt und durch Spritzgießen ausgebildet. Das Teilungsstück 21a weist einen der kreisförmigen Ringabschnitte 15 und die Teilungskäfigstäbe 22a auf. Das Teilungsstück 21b weist den anderen der kreisförmigen Ringabschnitte 15 und die Teilungskäfigstäbe 22b auf. Die Teilungskäfigstäbe 22a, 22b erstrecken sich von den entsprechenden kreisförmigen Ringabschnitten 15, 15 zu den jeweiligen zusammenpassenden Teilungsstücken 21b, 21a hin. Jeder der Teilungskäfigstäbe 22a, 22b bildet etwa eine Hälfte der entsprechenden Käfigstäbe 16 aus. Die Teilungsstücke 21a, 21b sind derart ausgebildet, dass sie die gleiche Form aufweisen. Der Käfig 14 wird dadurch ausgebildet, dass die Teilungsstücke 21a, 21b derart platziert werden, dass sie gegeneinander verdreht sind und die Teilungskäfigstäbe 22a, 22b in einen angrenzenden Kontakt gebracht werden, um die Teilungskäfigstäbe 22a, 22b miteinander zu verbinden.
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3 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Teil des ersten Teilungsstücks 21a des Käfigs 14 darstellt. 4 stellt einen Teil der zerlegten Teilungsstücke von einer radialen Innenseite aus betrachtet dar. Das zweite Teilungsstück 21b weist genau die gleiche Struktur wie das erste Teilungsstück 21a auf, das in 3 dargestellt ist, mit der Ausnahme, dass das zweite Teilungsstück 21b in Axialrichtung die entgegengesetzte Orientierung aufweist. Wie in den 2 bis 4 dargestellt, sind an den Flächen der Spitzen 22a1, 22b1 der Teilungskäfigstäbe 22a, 22b der Teilungsstücke 21a, 21b vorstehende Abschnitte 24 vorgesehen, die sich zu den jeweiligen zusammenpassenden Teilungsstücken 21b, 21a hin erstrecken. Die vorstehenden Abschnitte 24 sind an radialen Innenseiten der Spitzenflächen 22a1, 22b1 der Teilungskäfigstäbe 22a, 22b vorgesehen, so dass jeder vorstehende Abschnitt 24 beidseitig bezogen auf eine Mitte C in Umfangsrichtung liegt. Die vorstehenden Abschnitte 24 der Teilungsstücke 21a, 21b erreichen die axial äußeren Endflächen 21b1, 21a1 der zusammenpassenden Teilungsstücke 21b, 21a (siehe 2). Eine radial innere Seitenfläche 24a jeder der vorstehenden Abschnitte 24 bildet einen Teil einer inneren Umfangsfläche 21a2, 21b2 des entsprechenden Teilungsstücks 21a, 21b.
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Jeder vorstehende Abschnitt 24 weist einen Hauptkörperabschnitt 25 auf, der im Wesentlichen wie ein Stab ausgebildet ist, und einen Verriegelungsabschnitt 26, der an einem Spitzenabschnitt des Hauptkörperabschnitts 25 vorgesehen ist. Der Hauptkörperabschnitt 25 ist wie ein viereckiges Prisma mit einem im Allgemeinen viereckigen Querschnitt geformt. Der Verriegelungsabschnitt 26 weist im Wesentlichen die gleiche Umfangsbreite wie der Hauptkörperabschnitt 25 und eine größere radiale Höhe als der Hauptkörperabschnitt 25 auf. Der Verriegelungsabschnitt 26 ist bündig mit einer radialen inneren Fläche des Hauptkörperabschnitts 25 und steht von einer radial äußeren Fläche 25a nach außen des Hauptkörperabschnitts 25 vor. Die radial äußere Fläche 26a des Verriegelungsabschnitts 26 ist als eine schräge Fläche mit einer radialen Höhe ausgebildet, die zu einer Spitzenseite des vorstehenden Abschnitts 24 hin abnimmt. Eine axial innere Seitenfläche 26b des Verriegelungsabschnitts 26, d. h. eine Stufenfläche 26b zwischen dem Verriegelungsabschnitt 26 und dem Hauptkörperabschnitt 25, dient als Verriegelungsfläche, die mit einer nachstehend beschriebenen Verriegelungsnut in Eingriff steht.
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Verriegelungsnuten (verriegelte vertiefte Abschnitte) 31, die sich axial erstrecken, sind in den inneren Umfangsflächen der Teilungsstücke 21a, 21b ausgebildet. Die Verriegelungsnuten 31 sind in den Spitzenflächen 22a1, 22b1 (axial innere Endflächen) der Teilungskäfigstäbe 22a, 22b und in axial äußeren Endflächen 21a1, 21b1 der Teilungsstücke 21a, 21b offen. Die Verriegelungsnut 31 des Teilungskäfigstabs 22a befindet sich gegenüber dem entsprechenden vorstehenden Abschnitt 24 in Bezug zu der Mitte C der Spitzenflächen 22a1 in Umfangsrichtung. Die Verriegelungsnut 31 des Teilungskäfigstabs 22a befindet sich gegenüber dem entsprechenden vorstehenden Abschnitt 24 in Bezug zu der Mitte C der Spitzenflächen 22b1 in Umfangsrichtung. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel befindet sich jeder vorstehende Abschnitt 24 in Umfangsrichtung angrenzend an die entsprechende Verriegelungsnut 31 über die Mitte C.
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Wie in 1 dargestellt, weist jede der Verriegelungsnuten 31 einen flachen Rillenabschnitt 32, der an einer axial Innenseite des Käfigs 14 angeordnet ist, und einen tiefen Rillenabschnitt 33 auf, der an einer axialen Außenseite des Käfigs 14 angeordnet ist. Der Hauptkörperabschnitt 25 des vorstehenden Abschnitts 24 wird in den flachen Rillenabschnitt 32 eingeführt und der Verriegelungsabschnitt 26 wird in den tiefen Rillenabschnitt 33 eingeführt. Der flache Rillenabschnitt 32 weist eine Umfangsrillenbreite und eine radiale Rillentiefe auf, die im Wesentlichen gleich oder etwas größer als eine Umfangsbreite und eine radiale Höhe des jeweiligen Hauptkörperabschnitts 25 sind. Der flache Rillenabschnitt 32 weist im Wesentlichen die gleiche axiale Länge wie der Hauptkörperabschnitt 25 auf.
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Der tiefe Rillenabschnitt 33 weist die gleiche Rillenbreite wie der flache Rillenabschnitt 32 auf und ist tiefer ausgebildet als der flache Rillenabschnitt 32. Der tiefe Rillenabschnitt 33 ist derart ausgebildet, dass er eine Rillenbreite und eine Rillentiefe aufweist, die im Wesentlichen gleich oder etwas größer als eine Breite bzw. eine Höhe des jeweiligen Verriegelungsabschnitts 26 ist. Der tiefe Rillenabschnitt 33 weist im Wesentlichen die gleiche axiale Länge wie der Verriegelungsabschnitt 26 auf. Daher ist der vorstehende Abschnitt 24, wenn er in die Verriegelungsnut 31 eingefügt wird, innerhalb der Verriegelungsnut 31 aufgenommen. In diesem Zustand gelangt die Verriegelungsfläche 26b des Verriegelungsabschnitts 26 in angrenzenden Kontakt mit der Stufenfläche 34 zwischen dem flachen Rillenabschnitt 32 und dem tiefen Rillenabschnitt 33, wobei der Verriegelungsabschnitt 26 in der Verriegelungsnut 31 verriegelt. Folglich sind die Teilungsstücke 21a, 21b miteinander verbunden, ohne dass sie in Axialrichtung voneinander getrennt sind.
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Wie in den 1 bis 4 dargestellt, weist eine innere Umfangsfläche des Käfigs 14 vertiefte Bereiche 41, die in Radialrichtung vertieft sind, und vorstehende Bereiche 42 auf, die in Radialrichtung relativ zu den vertieften Bereichen 41 vorstehen. Die vertieften Bereiche 41 sind auf einer axialen Innenseite des Käfigs 14 ausgebildet. Die vorstehenden Bereiche 42 sind auf einer axialen Außenseite des Käfigs 14 ausgebildet. Die Stufenabschnitte 43 sind jeweils zwischen dem entsprechenden vertieften Bereich 41 und dem entsprechenden vorstehenden Bereich 42 ausgebildet. Die Stufenabschnitte 43 sind entlang der Umfangsrichtung ausgebildet.
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Jeder der vorstehenden Bereiche 42 ist auf einer inneren Umfangsfläche des kreisförmigen Ringabschnitts 15 und auf einer inneren Umfangsfläche eines axial äußeren Teils des Käfigstabs 16 ausgebildet. Jeder der vertieften Bereiche 41 ist zwischen den axial gegenüberliegenden vorstehenden Bereichen 42 und an der inneren Umfangsfläche des Käfigstabs 16 ausgebildet. Die gesamte innere Umfangsfläche 24a jedes vorstehenden Abschnitts 24 ist im Wesentlichen bündig mit dem entsprechenden vertieften Bereich 41. Somit ist ein Spitzenabschnitt des vorstehenden Abschnitts 24 in dem zusammenpassenden vorstehenden Bereich 42 vertieft.
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Jeder der Stufenabschnitte 43 ist als eine schräge Fläche ausgebildet, die eine Tiefe aufweist, die sich graduell von dem entsprechenden vorstehenden Bereich 42 zu dem entsprechenden vertieften Bereich 41 hin ändert. Somit ändert sich der Abschnitt jedes der Teilungsstücke 21a, 21b allmählich von dem vorstehenden Bereich 42 zu dem vertieften Bereich 41 hin. Der vertiefte Bereich 41 in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wirkt als ein Vermeidungsvertiefungsabschnitt, der dazu bestimmt ist, eine störende Einwirkung des Käfigs 14 auf den Lagerring (Innenring 11) zu vermeiden, wenn der Käfig 14 in das Wälzlager 10 montiert wird. Der Vermeidungsvertiefungsabschnitt wird nachfolgend spezifisch beschrieben.
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5A und 5B sind Schnittansichten des Wälzlagers, die einen Prozess zum miteinander Verbinden der Teilungsstücke 21a, 21b darstellen. Der Käfig 14 wird in das Wälzlager 10 montiert, wobei die Wälzkörper 13 zwischen dem Innenring 11 und dem Außenring 12 eingefügt sind. Zuerst wird, wie in 5A dargestellt, das erste Teilungsstück 21a zwischen dem Innenring 11 und dem Außenring 12 eingeführt und das zweite Teilungsstück 21b wird in Axialrichtung näher an das erste Teilungsstück 21a bewegt. In diesem Zustand wirkt der Verriegelungsabschnitt 26 jedes vorstehenden Abschnitts 24 des zweiten Teilungsstücks 21b auf die Spitzenfläche 22a1 jedes Teilungskäfigstabes 22a des ersten Teilungsstücks 21a störend ein. Somit wird, wie in 5B dargestellt, die vorstehende Abschnitt 24 Seite des zweiten Teilungsstücks 21b geneigt, indem es in Radialrichtung nach innen elastisch verformt wird, so dass jeder Verriegelungsabschnitt 26 auf dem flachen Rillenabschnitt 32 der entsprechenden Verriegelungsnut 31 angeordnet ist. In diesem Zustand wird das zweite Teilungsstück 21b in das erste Teilungsstück 21a geschoben. Anschließend verlagert sich der Verriegelungsabschnitt 26 von dem flachen Rillenabschnitt 32 zu dem tiefen Rillenabschnitt 33. Das Teilungsstück 21b kehrt elastisch zurück, um den Verriegelungsabschnitt 26 in den tiefen Rillenabschnitt 33 einzuführen, um den Verriegelungsabschnitt 26 auf der Stufenfläche 34 zu verriegeln.
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Wie in 5B dargestellt, befindet sich, wenn das Teilungsstück 21b geneigt wird, die innere Umfangsfläche des Teilungsstücks 21b am nächsten zu der Grenze 11c zwischen der Laufbahn 11a und dem Schulterabschnitt 11b in dem Innenring 11. Im Stand der Technik kann die innere Umfangsfläche des Teilungsstücks 121b auf die Grenze 111c des Innenrings 111 störend einwirken, um das Teilungsstück 121b zu beschädigen, wie in 9B dargestellt. Im Gegensatz dazu sind bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die vertieften Bereiche (Vermeidungsvertiefungsabschnitte) 41 auf der inneren Umfangsfläche des Teilungsstücks 21b ausgebildet, wodurch die störende Einwirkung der inneren Umfangsfläche des Teilungsstücks 21b auf die Grenze 11c vermieden wird. Dies verhindert, dass die Festigkeit der vorstehenden Abschnitte 24 durch die Ausführung der Montage des Käfigs 14 in das Wälzlager reduziert wird, wodurch es ermöglicht wird, dass die Teilungsstücke 21a, 21b fest miteinander verbunden werden. Die vertieften Bereiche (Vermeidungsvertiefungsabschnitte) 41 wirken auch als Ölwannen, in denen Schmiermittel gelagert ist und vorteilhafterweise dazu dient, die Laufbahn 11a zu schmieren.
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Nun werden Größenverhältnisse zwischen dem vorstehenden Bereich 42 und dem vertieften Bereich 41 beschrieben. Wie in 5A dargestellt, ist, bevor das zweite Teilungsstück 21b geneigt wird, ein Durchmesser D2 des vertieften Bereichs 41 größer als ein Durchmesser D1 des vorstehenden Bereichs 42. Eine Hälfte δ der Differenz zwischen den Durchmessern D1 und D2, d. h. der Differenz δ zwischen dem Radius des vertieften Bereichs 41 und dem Radius des vorstehenden Bereichs 42, wird wie folgt ausgedrückt. δ = (D2 – D1)/2 (1)
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Wenn andererseits das zweite Teilungsstück 21b maximal geneigt wird, d. h. wenn der Verriegelungsabschnitt 26 des vorstehenden Abschnitts 24 auf dem flachen Rillenabschnitt 32 der Verriegelungsnut 31 angeordnet ist, weist der vertiefte Bereich 41 einen Durchmesser D2' an einer Position B auf, an welcher der vertiefte Bereich 41 der Grenze 11c zugewandt ist und der vorstehende Bereich 42 weist einen Durchmesser D1' an einer Position A auf, an welcher der vorstehende Bereich 42 den kleinsten Bohrungsdurchmesser aufweist, wird wie folgt ausgedrückt. D2' = D2 – 2ΔB (2) D1' = D1 – 2ΔA (3)
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Die maximale radiale Verformung des Teilungsstücks 21b an der Position A ist mit ΔA bezeichnet. Die maximale radiale Verformung des Teilungsstücks 21b an der Position B wird mit ΔB bezeichnet.
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Wenn eine durch den Ausdruck (4) ausgedrückte Beziehung durch D1' und D2' erfüllt ist, kann vermieden werden, dass die innere Umfangsfläche des Teilungsstücks 21b auf die Grenze 11c des Innenrings 11 störend einwirkt. D2' > D1' (4)
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Eine durch den Ausdruck (5) ausgedrückte Beziehung kann unter Verwendung der oben beschriebenen Ausdrücke (1) bis (4) erhalten werden. δ > ΔB – ΔA (5)
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Wenn daher folgendes eingestellt wird, so dass die maximale radiale Verformung ΔA an der Position A und die maximale radiale Verformung ΔB an der Position B die durch den Ausdruck (5) ausgedrückte Beziehung erfüllen: die axialen Breiten des vertieften Bereichs 41 und des vorstehenden Bereichs 42, die Größe der Differenz δ zwischen den Radien des vertieften Bereichs 41 und dem vorstehenden Bereich 42, die Höhe des Verriegelungsabschnitts 26 und dergleichen, kann dann das zweite Teilungsstück 21b mit dem ersten Teilungsstück 21a ohne störende Einwirkung mit dem inneren Ring 2 verbunden werden. In dem ersten Teilungsstück 21a haben der vertiefte Bereich 41 und der vorstehende Bereich 42 eine ähnliche Beziehung.
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Die axialen Breiten des vorstehenden Bereichs 42 und des vertieften Bereichs 41 können derart eingestellt werden, dass unmittelbar nach dem Anordnen des Verriegelungsabschnitts 26 auf den flachen Rillenabschnitt 32 des Verriegelungsnut 31, der Stufenabschnitt 43, der die Grenze zwischen dem vertieften Bereich 41 und dem vorstehenden Bereich 42 ist, in Radialrichtung außerhalb des Schulterabschnitts 11b angeordnet wird, wie in 5B dargestellt.
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6A und 6B sind Schnittansichten des Wälzlagers 10 gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die vorstehenden Abschnitte 24 und die Verriegelungsnuten 31 auf radialen Außenseiten der Teilungsstücke 21a, 21b ausgebildet. Auf den äußeren Umfangsflächen der Teilungsstücke 21a, 21b sind die vorstehenden Bereiche 42 und die vertieften Bereiche (Vermeidungsvertiefungsabschnitte) 41 ausgebildet. Daher wird bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel, wenn das zweite Teilungsstück 21b mit dem ersten Teilungsstück 21a verbunden wird, die vorstehende Abschnitt 24 Seite des zweiten Teilungsstücks 21b in Radialrichtung nach außen geneigt, so dass jeder Verriegelungsabschnitt 26 auf den flachen Rillenabschnitt 32 der entsprechenden Verriegelungsnut 31 angeordnet ist. Dann kann vermieden werden, dass das zweite Teilungsstück 21b auf eine Grenze 12c zwischen der Laufbahn 12a und dem Schulterabschnitt 12b des Außenrings 12 störend einwirkt.
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In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel kann, wie dies bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist, die Höhe des Verriegelungsabschnitts 26 und dergleichen derart eingestellt werden, dass die durch den Ausdruck (5) ausgedrückte Beziehung durch die maximale radiale Verformung ΔA an der Position A und die maximale radiale Verformung ΔB an der Position B erfüllt ist.
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Die Erfindung ist nicht auf die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausgestaltung der Erfindung kann im Umfang der in den Ansprüchen aufgeführten Erfindung variiert werden. Zum Beispiel sind bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen die vorstehenden Abschnitte 24 und die Verriegelungsnuten 31 in beiden Teilungsstücken 21a, 21b ausgebildet. Jedoch können die vorstehenden Abschnitte 24 ausschließlich auf einem der Teilungsstücke 21a, 21b ausgebildet sein, und die Verriegelungsnuten 31 können ausschließlich in dem anderen der Teilungsstücke 21a, 21b ausgebildet sein. In jedem der Teilungsstücke 21a, 21b kann einer der vorstehenden Abschnitte 24 und die Verriegelungsnut 31 ausschließlich in jedem der Teilungskäfigstäbe 22a, 22b ausgebildet sein.
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Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der verriegelte vertiefte Abschnitt, in dem der vorstehende Abschnitt 24 verriegelt ist, die Verriegelungsnut 31, die an den axial gegenüberliegenden Enden jedes der Teilungsstücke 21a, 21b offen ist. Der verriegelte vertiefte Abschnitt kann jedoch einfach vertieft sein. Der Verriegelungsabschnitt 26 des vorstehenden Abschnitts 24 kann ausschließlich in den verriegelten vertieften Abschnitt eingeführt werden.
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Der Vermeidungsvertiefungsabschnitt kann teilweise ausschließlich an einer Position ausgebildet sein, in welcher der Vermeidungsvertiefungsabschnitt der Grenze 11c, 12c des Innenrings 11 oder des Außenrings 12 zugewandt ist. Die innere Umfangsfläche 24a an dem Spitzenabschnitt des vorstehenden Abschnitts 24 kann in Radialrichtung vorstehen, so dass sie mit dem vorstehenden Bereich 42 bündig ist. Die Teilungsstücke 21a, 21b müssen nicht unbedingt derart ausgebildet sein, dass sie die gleiche Form haben (dieselben Komponenten sind). Zum Beispiel können die Käfigstäbe 16 des Käfigs 14 ausschließlich in dem ersten Teilungsstück ausgebildet sein, und das zweite Teilungsstück kann durch ausschließliche Verwendung des kreisförmigen Ringabschnitts 15 konfiguriert sein.
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Bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele sind die Wälzkörper 13 Kugeln. Die Wälzkörper 13 können jedoch Rollen sein. Das heißt, das Wälzlager 10 kann ein Rollenlager sein. Das Wälzlager 10 kann von einem anderen Typ sein, bei dem der Käfig 14 die beiden Teilungsstücke 21a, 21b aufweist.
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Das Wälzlager in der Erfindung ermöglicht die Vermeidung von störender Einwirkung auf einen Lagerring, wenn ein zweiteiliger Käfig montiert wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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