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Die vorliegende Erfindung betrifft eine einfach veränderliche Pose zum Angeln gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und einer Pose als Set gemäß Anspruch 10.
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Beim Angeln wird üblicherweise eine Pose verwendet, die jeweils abhängig von einer Angeltiefe und einem Gewicht eines Hakens und eines Köders in einem Auftrieb durch ein Gewicht und/oder ein Volumen angepasst oder ausgewählt wird. Die Pose weist dabei bevorzugt einen röhrenförmigen Schaft auf, durch den innen eine Angelschnur gleitet, die am äußeren Ende den Haken aufweist. Die Pose wird oft auch als Schwimmer oder Schwimmkörper oder als Tucke bezeichnet, der Schaft wird oft auch als Antenne bezeichnet. Da oft je nach Wind- und Wetterlage bevorzugt in unterschiedlichen Tiefen gefischt wird und die Wind- und Wetterlage umschlagen kann, ist das Gewicht und der Auftrieb der Pose dann jeweils anzupassen.
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Aus der
DE 100 33 275 A1 ist eine Pose bekannt, die aus einem Oberteil und einem Unterteil besteht, die auf und zugeschraubt werden können und die im Inneren ein Zusatzgewicht halten oder zwischen denen verschiedene Zwischenelemente gehalten werden können. So kann die Pose insgesamt hinsichtlich dem Auftrieb und dem Gewicht eingestellt werden. Bevorzugt hält eine Feder ein in der Pose innen angeordnetes Gewicht in seiner Lage, um keine Erschütterungen im Wasser zu erzeugen. Dabei ist jedoch bei jedem Wechsel der Zwischenelemente die Angelschnur abzuschneiden und durch das Zwischenelemente zu fädeln und dann wieder mit dem Haken zu verbinden, was zeitaufwendig und mühsam ist. Ein Zwischenstück mit einer Beleuchtung wird auch vorgeschlagen.
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Aus der
US 5 105 576 A ist eine Pose bekannt, die an der Angelschnur durch eine obere und eine untere Kappe gehalten wird, die verschiedene Zwischenelemente dazwischen halten können und durch die die Angelschnur durchläuft, ohne an der oberen und unteren Kappe festgeklemmt zu werden. Ein Austausch des Zwischenelements ist dabei einfach vorzunehmen, die Anordnung und mechanische Ausführung ist jedoch kompliziert und anfällig, dass sich die Angelschnur verheddert und sich beginnt an der Pose festzuklemmen.
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Aus der
DE 25 15 204 A1 ist eine Pose bekannt, die aus verschiedenen Teilen oder Zwischenelementen mit unterschiedlichen Längen, Gewichten du Volumina zusammengesetzt werden kann, um so das gewünschte Gesamtgewicht, Gesamtvolumen und den Auftrieb zu erzeugen. Auch hierbei ist es für den Angler umständlich, die Angelschnur bei einem Austausch eines Zwischenelements zunächst abschneiden und dann wieder mit dem Haken verbinden zu müssen.
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Die Aufgabe der Erfindung, um die Nachteile aus dem Stand der Technik zu beseitigen, besteht daher in der Bereitstellung einer Pose, die insbesondere in einem Gewicht und Volumen eingestellt werden kann, ohne dabei die Angelschnur abschneiden zu müssen.
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Die vorstehende Aufgabe wird von einer Pose gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Erfindungsgemäß wird eine Pose zum Angeln mit einer Angelschnur 5 mit einem Haken 9 vorgestellt, die folgendes umfasst:
- ein Oberteil 1 mit einem Schaft 4, die zusammen entlang einer Längsachse verlaufen, wobei der Schaft 4 starr mit dem Oberteil 1 verbunden und röhrenförmig ausgebildet ist, um darin die Angelschnur 5 gleiten zu lassen, und wobei das Oberteil 1 zu einem unteren Ende hin, das dem Haken 9 zugewandt ist, ein erstes Verbindungselement 3 aufweist;
- ein Unterteil 2, das entlang der Längsachse innen röhrenförmig ausgebildet ist und nach oben zum Oberteil 1 hin ein zweites Verbindungselement 6 aufweist, wobei das zweite Verbindungselement 6 ausgebildet ist, wiederholt manuell mit dem ersten Verbindungselement 3 verbunden und wieder gelöst werden zu können, wobei sich das Unterteil 2 in einem mit dem Oberteil 1 verbundenen Zustand auf der Seite des Hakens 9 befindet;
- wobei die Pose dadurch gekennzeichnet ist, dass
- das Unterteil 2 seitlich orthogonal zur Längsrichtung einen Schlitz 7 aufweist, der bis zu einem Inneren des röhrenförmigen Unterteils 2 hineinragt, um die Angelschnur 5 in das Innere hindurch leiten zu können.
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Durch den Schlitz kann einfach eine Angelschnur gezogen werden, so dass sich das Unterteil einfach vom Oberteil und von der Angelschnur lösen und austauschen lässt.
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Dadurch lässt sich eines von einer Reihe von Unterteilen schnell aussuchen und mit dem Oberteil verbinden, ohne dass dabei die Angelschnur durchschnitten und umständlich, wie beim Stand der Technik, durch das Unterteil gefädelt und wieder mit dem Haken verbunden zu werden braucht.
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Indem die Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Verbindungselement im verbundenen Zustand bevorzugt wackelfrei und starr ausgebildet ist, werden die Fische durch eine Bewegung im Wasser auch nicht gestört oder vertrieben.
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Bevorzugt ist die Verbindung als Bajonett-Verbindung ausgeführt, die einfach und schnell gelöst und verbunden werden kann.
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Weitere Vorteile werden aus der detaillierten Beschreibung ersichtlich.
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Bevorzugte Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung sind in nachfolgenden Zeichnungen und in einer detaillierten Beschreibung dargestellt, sie sollen aber die vorliegende Erfindung nicht ausschließlich darauf begrenzen.
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Es zeigen
- 1 in einer Seitenansicht eine bevorzugt Ausführungsform einer Pose, umfassend einen Oberteil mit röhrenförmigem Schaft, durch den eine Angelschnur gleitet, und einen Unterteil, der einen Schlitz aufweist und im Wesentlichen rotationssymmetrisch um eine Längsachse herum ausgebildet ist, die mit der Angelschnur zusammenfällt, wobei das Oberteil und das Unterteil getrennt voneinander sind;
- 2 die Pose aus 1 in einer Seitenansicht, wobei das Unterteil auf das Oberteil aufgeschoben und damit verbunden ist; unten ist an der Angelschnur ein Karabiner und ein Haken angebunden;
- 3 das Unterteil der Pose aus 1 in einer Ansicht von oben auf eine Verbindungsschnittstelle, wobei der Schlitz, der in ein Inneres des Unterteils ragt, gut zu erkennen ist;
- 4 eine andere bevorzugte Ausführungsform des Unterteils der Pose in einer Ansicht von oben auf die Verbindungsschnittstelle, wobei das Unterteil zudem eine Aussparung aufweist, die zur Verbindungsstelle und zum Oberteil hin offen ist;
- 5 die Pose mit dem Unterteil aus 4 in einer Seitenansicht, wobei das Unterteil entlang der Längsachse geschnitten dargestellt ist, wobei die Aussparung zu erkennen ist in die ein Leuchtmittel hineingesteckt werden kann, das zwischen dem Oberteil und dem Unterteil gezeichnet ist.
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Detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pose zum Angeln mit einer Angelschnur 5 mit einem Haken 9, die Folgendes umfasst:
- ein Oberteil 1 mit einem Schaft 4, die zusammen entlang einer Längsachse verlaufen, wobei der Schaft 4 starr mit dem Oberteil 1 verbunden und röhrenförmig ausgebildet ist, um darin die Angelschnur 5 gleiten zu lassen, und wobei das Oberteil 1 zu einem unteren Ende hin, das dem Haken 9 zugewandt ist, ein erstes Verbindungselement 3 aufweist;
- ein Unterteil 2, das entlang der Längsachse innen röhrenförmig ausgebildet ist und nach oben zum Oberteil 1 hin ein zweites Verbindungselement 6 aufweist, wobei das zweite Verbindungselement 6 ausgebildet ist, wiederholt manuell mit dem ersten Verbindungselement 3 verbunden und wieder gelöst werden zu können, wobei sich das Unterteil 2 in einem mit dem Oberteil 1 verbundenen Zustand auf der Seite des Hakens 9 befindet;
- wobei erfindungsgemäß das Unterteil 2 seitlich orthogonal zur Längsrichtung einen Schlitz 7 aufweist, der bis zu einem Inneren des röhrenförmigen Unterteils 2 hineinragt, um die Angelschnur 5 in das Innere hindurch leiten zu können.
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1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen Pose in einer Seitenansicht. Im Unterteil 2 ist der Schlitz 7 zu erkennen, durch den seitlich von außen die Angelschnur in einen strichliert angedeuteten inneren Kanal geleitet werden kann, in den dann ein zweiter unterer Teil des Schafts 4 bei einem Zusammenstecken und Verbinden des Oberteils 1 mit dem Unterteil 2 hineinragt. Ebenfalls strichliert ist im Unterteil 2 das zweite Verbindungselement 6 zu erkennen, die mit dem ersten Verbindungselement 3 korrespondiert und in dieser Ausführung bevorzugt als Bajonett-Verbindung ausgeführt ist. Die Längsachse verläuft im Wesentlichen entlang einem geradlinigen, gestreckten Abschnitt der Angelschnur 5. In 1 sind das Oberteil 1 und das Unterteil 2 in einem nicht miteinander verbundenen und etwas auseinandergezogenen Zustand dargestellt, wie das Unterteil 2 auch in die Angelschnur 5 seitlich hineingeschoben wird, um dann in Längsrichtung ineinandergeschoben und bevorzugt verschraubt zu werden.
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Die Bezeichnungen „unten“, „oben“, „Unterteil“ und „Oberteil“ sind generell so gemeint, wie in den 1-5 dargestellt, wobei der Haken 9 am unteren Ende der Angelschnur 5 angeordnet ist und der Angler die Angelschnur 5 an einem oberen Ende hält.
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2 zeigt das Unterteil 2 der bevorzugten Ausführungsform gemäß 1 in einer Ansicht von oben auf die Verbindungsschnittstelle zum Oberteil 1 hin gesehen. Deutlich erkennt man darin den Schlitz 7, durch den die Angelschnur 5 zum inneren Kanal hin geschoben werden kann, durch den dann bei einem Verbinden mit dem Oberteil 1 der untere zweite Teil des Schafts 4 gesteckt wird.
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Bevorzugt ist der Schaft 4 nach oben zum Angler hin mit einer ersten Überlänge antennenförmig herausstehend ausgebildet, um bei einem Schwimmen auf einer Wasseroberfläche ein Anbeißen eines Fischs erkennen zu können.
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Bevorzugt ist der Schaft 4 vom Oberteil 1 aus nach unten zum Unterteil 2 hin mit einer zweiten Überlänge herausstehend ausgebildet, um im verbundenen Zustand in das Unterteil 2 einzutauchen. Dabei ist die zweite Überlänge bevorzugt zumindest so lange wie eine Höhe des Unterteils 2, um zu verhindern, dass die Angelschnur 5 im Schlitz 7 verfangen könnte. Bevorzugt ist die zweite Überlänge länger als die Höhe des Unterteils 2, um noch mehr Sicherheit gegen ein Verheddern der Angelschnur 5 im Schlitz 7 herzustellen.
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Bevorzugt bilden das erste Verbindungselement 3 und das zweite Verbindungselement 6 eine zusammen korrespondierende Verbindung, die eine von folgenden ist: eine Bajonett-Verbindung, eine Luer-Lock-Verbindung, eine Schraubgewindeverbindung, eine Magnetverbindung. Alternativ kann die Verbindung auch eine Steckverbindung sein, die über seitlich über das Oberteil 1 und Unterteil 2 aufschiebbare elastische Bänder oder Gummibänder oder durch Magnete zusammengehalten wird. Andere alternative Verbindungen sind ebenso denkbar.
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Bevorzugt ist die Verbindung eine starre Verbindung, die das Oberteil 1 und das Unterteil 2 wackelfrei verbindet.
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Bevorzugt besteht das Oberteil 1 im Wesentlichen aus einem Kunststoff oder einem Kunststoffgemisch und/oder aus einem Metall oder einer Metalllegierung. Bevorzugt besteht das Unterteil 2 im Wesentlichen aus einem Kunststoff oder einem Kunststoffgemisch und/oder aus einem Metall oder einer Metalllegierung. Andre Materialien oder Verbundmaterialien oder kombiniert zusammengesetzte Materialien aus einem oder mehreren Kunststoffen und/oder Metallen für das Oberteil 1 und/oder das Unterteil 2 sind ebenso denkbar. Dabei können auch Metallteile beispielsweise aus Blei oder anderen bevorzugt nichtrostenden Metallen in die Pose zur Beschwerung oder Stabilisierung eingebracht sein oder werden. Gemische können natürlich auch verwendet werden. Bevorzugt sind das Oberteil 1 und/oder das Unterteil 2 transparent ausgebildet, um dabei beispielsweise ein Leuchtmittel 11 hindurchscheinen lassen zu können.
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Bevorzugt hat ein erstes Unterteil 2 ein erstes Gewicht und ein erstes Volumen, um dabei einen ersten Auftrieb zu erzeugen. Ein anderes zweites Unterteil 2 hat dabei ein zweites Gewicht und ein zweites Volumen, um einen zweiten Auftrieb zu erzeugen, der anders als der erste Auftrieb ist. So können beispielsweise eine Reihe von unterschiedlich schweren und voluminösen Unterteilen 2 hergestellt und dem Angler bereitgestellt werden. Der kann dann je nach gewünschtem Auftrieb oder einer gewünschten Schwere zum Weitwerfen eines der Unterteile 2 auswählen und mit dem Oberteil 1 einfach und unkompliziert verbinden. Bevorzugt ist das erste Unterteil 2 und das zweite Unterteil 2 gegeneinander austauschbar.
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Bevorzugt erzeugt das erste Unterteil 2 den ersten Auftrieb und hält dabei die Pose über Wasser, wohingegen das zweite Unterteil 2 den zweiten Auftrieb erzeugt und dabei die Pose unter Wasser gehen lässt.
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Bevorzugt können das Unterteil 2 aus einer Reihe von Unterteilen 2 mit verschiedenem Gewicht und/oder Volumen ausgewählt werden, um die jeweilige Pose vom Angler dabei entsprechend verschiedenartig in einem Auftrieb zu einem Schwimmen oder Untergehen einstellen zu können.
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Bevorzugt wird ein Set aus mindestens einem Oberteil 1 und einer Vielzahl von Unterteilen 2 bereitgestellt, wobei die Vielzahl der Unterteile 2 jeweils mit dem Oberteil 1 kombiniert werden können und dabei jeweils einen unterschiedlichen Auftrieb der Pose erzeugen und/oder ein unterschiedliches Gewicht ergeben.
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4 und 5 zeigen eine weitere, bevorzugte Ausführungsform der Pose, wobei im Unterteil 2 eine Aussparung 10 ausgebildet ist, um in einem offenen Zustand, in dem das Oberteil 1 vom Unterteil 2 gelöst ist, nach außen offen zu sein, um darin ein Leuchtmittel 11 einsetzen zu können. Im verbunden Zustand des Oberteils 1 mit dem Unterteil 2 ist die Aussparung 10 verschlossen, um das Leuchtmittel 11 darin zu halten. Alternativ oder zusätzlich könnte auch das Oberteil 1 die Aussparung 10 enthalten. Bevorzugt umfasst das Oberteil 1 die Aussparung 10 für das Leuchtmittel 11.
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Wenn bevorzugt sowohl das Oberteil 1 als auch das Unterteil 2 jeweils die Aussparung 10 oder jeweils einen Teil davon umfassen, weist bevorzugt das Oberteil 1 oder das Unterteil 2 eine um die Längsachse kreissegmentförmige Nut auf, in der das Leuchtmittel 11 bei einem Drehen der Teile 1,2 gegeneinander sich teils befindet und sich darin um die Längsachse entsprechend bewegen kann, damit die Teile 1,2 gegeneinander verdrehbar bleiben. Alternativ kann auch eines der Teile des Oberteils 1 und des Unterteils 2 innen gänzlich zylindrisch ausgehöht sein, um die Drehbewegung der Teile ausführen zu können. Bevorzugt sind das Oberteil 1 und das Unterteil 2 dicht miteinander verschließbar.
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Bevorzugt ist das Leuchtmittel 11 wasserfest und wasserunempfindlich. Bevorzugt ist das Leuchtmittel 11 ein LED Leuchtmittel, ein lumineszierendes Leuchtstäbchen oder ein chemisches Leuchtstäbchen. Andere Leuchtmittel (11) sind natürlich ebenso denkbar. Bevorzugt strahlt das Leuchtmittel 11 ein Licht mit einer vorbestimmten Wellenlänge oder mit einem vorbestimmten Lichtspektrum aus, auf das die Fische besonders gut reagieren oder aber sich nicht stören lassen.
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Weitere mögliche Ausbildungsformen sind in den folgenden Ansprüchen beschrieben. Insbesondere können auch die verschiedenen Merkmale der oben beschriebenen Ausführungsformen miteinander kombiniert werden, soweit sie sich nicht technisch ausschließen.
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Die In den Ansprüchen genannten Bezugszeichen dienen nur der besseren Verständlichkeit und beschränken die Ansprüche in keiner Weise auf die in den Figuren dargestellten Formen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Oberteil
- 2
- Unterteil
- 3
- erstes Verbindungselement
- 4
- Schaft
- 5
- Angelschnur
- 6
- zweites Verbindungselement
- 7
- Schlitz
- 8
- Karabiner
- 9
- Haken
- 10
- Aussparung
- 11
- Leuchtmittel