DE102017003086A1 - Batteriegehäuse und Verfahren zur Montage eines solchen Batteriegeäuses - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Batteriegehäuse (1), umfassend – eine Gehäusewanne (2), und – einen Gehäusedeckel (3), welcher zum Verschließen der Gehäusewanne (2) ausgebildet ist. Erfindungsgemäß weisen mindestens zwei sich gegenüberliegende Seitenwände (2.2) der Gehäusewanne (2) jeweils eine Mehrzahl von Ausformungen (2.2.1) auf, die axial von einer einem Gehäuseboden (2.1) abgewandten und zur Auflage des Gehäusedeckels (3) vorgesehenen Auflagefläche der Seitenwand (2.2) abragen und in Richtung einer Längsausdehnung (s) der Auflagefläche zueinander beabstandet sind, wobei – die Ausformungen (2.2.1) jeweils einer Innenseite der Gehäusewanne (2) zugewandt eine sich in die Längsausdehnung (s) der Auflagefläche erstreckende Nut (2.2.1.1) aufweisen, – mindestens zwei sich gegenüberliegende Kanten des Gehäusedeckels (3) mit den Ausformungen (2.2.1) korrespondierende Aussparungen (3.1) aufweisen, – in einem verschlossenen Zustand der Gehäusewanne (2) jeweils ein zwischen zwei Aussparungen (3.1) angeordneter Abschnitt (3.2) des Gehäusedeckels (3) in einer Nut (2.2.1.1) angeordnet ist und – der Gehäusedeckel (3) in den Randbereichen der Aussparungen (3.1) mit der jeweiligen Seitenwand (2.2) kraftschlüssig verbunden ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Montage eines solchen Batteriegehäuses (1).
Description
- Die Erfindung betrifft ein Batteriegehäuse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Montage eines solchen Batteriegehäuses.
- Aus der
CN 104134764 A ist ein Batteriegehäuse bekannt, bei dem zum Verschließen des Batteriegehäuses ein Gehäusedeckel auf eine Gehäusewanne aufgesetzt und anschließend seitlich verschoben, insbesondere in die Gehäusewanne eingeschoben, wird. - Des Weiteren ist aus der
EP 0 828 411 A1 ein Abschirmgehäuse für im Innern angeordnete elektrische Bauelemente mit einer durch einen Deckel verschlossenen Gehäuseöffnung, die einen umlaufenden, nach innen abgewinkelten Gehäuserand aufweist, bekannt. Dabei untergreifen durch Aussparungen gebildete, nach außen ragende Zungen des Deckels nach innen ragende Vorsprünge des Gehäuserandes. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Batteriegehäuse sowie ein verbessertes Verfahren zur Montage eines solchen Batteriegehäuses anzugeben.
- Hinsichtlich des Batteriegehäuses wird die Aufgabe erfindungsgemäß mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Hinsichtlich des Verfahrens wird die Aufgabe erfindungsgemäß mit den in Anspruch 4 angegebenen Merkmalen gelöst.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Ein Batteriegehäuse umfasst eine Gehäusewanne und einen Gehäusedeckel, welcher zum Verschließen der Gehäusewanne ausgebildet ist. Das Batteriegehäuse ist beispielsweise zur Aufnahme einer elektrischen Batterie, z. B. einer Traktionsbatterie für ein Fahrzeug, ausgebildet.
- Erfindungsgemäß weisen mindestens zwei sich gegenüberliegende Seitenwände der Gehäusewanne jeweils eine Mehrzahl von Ausformungen auf, die axial von einer einem Gehäuseboden abgewandten und zur Auflage des Gehäusedeckels vorgesehenen Auflagefläche der Seitenwand abragen und in Richtung einer Längsausdehnung der Auflagefläche zueinander beabstandet sind. Die Längsausdehnung der Auflagefläche verläuft hierbei in Richtung einer Längsausdehnung der entsprechenden Seitenwand, insbesondere in Richtung einer Längsausdehnung einer dem Gehäuseboden abgewandten Kante der Seitenwand. Die Ausformungen weisen jeweils einer Innenseite der Gehäusewanne zugewandt eine sich in Längsausdehnung der Auflagefläche erstreckende Nut auf, wobei mindestens zwei sich gegenüberliegende Kanten des Gehäusedeckels mit den Ausformungen korrespondierende Aussparungen aufweisen, wobei in einem verschlossenen Zustand der Gehäusewanne jeweils ein zwischen zwei Aussparungen angeordneter Abschnitt des Gehäusedeckels in einer Nut angeordnet ist und wobei der Gehäusedeckel in den Randbereichen der Aussparungen mit der jeweiligen Seitenwand kraftschlüssig verbunden ist.
- Das derart ausgebildete Batteriegehäuse ermöglicht ein schnelles und möglichst zerstörungsfreies Öffnen und Schließen der Gehäusewanne, so dass Service- und Reparaturarbeiten sowie eine Refabrikation einer im Batteriegehäuse aufgenommenen elektrischen Batterie gegenüber dem Stand der Technik schneller und effizienter durchführbar sind. Des Weiteren wird eine Anzahl erforderlicher Verbindungen, z. B. Schraubverbindungen, zum kraftschlüssigen Verbinden des Gehäusedeckels mit der Gehäusewanne reduziert. Ferner ermöglicht das erfindungsgemäße Batteriegehäuse eine gegenüber konventionellen Batteriegehäusen flexiblere Gestaltung einer Deckeloberfläche, welche beispielsweise mit einzelnen Verprägungen versehen werden kann.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
- Dabei zeigen:
-
1 schematisch eine Draufsicht auf einen Ausschnitt eines Batteriegehäuse mit einer Gehäusewanne und einem Gehäusedeckel vor einem Verschließen der Gehäusewanne, -
2 schematisch eine Draufsicht auf den Ausschnitt gemäß1 nach dem Verschließen der Gehäusewanne, -
3 schematisch eine Schnittdarstellung des Ausschnitts gemäß2 und -
4 schematisch eine weitere Schnittdarstellung des Ausschnitts gemäß2 . - Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
-
1 zeigt einen Ausschnitt aus einem Batteriegehäuse1 mit einer Gehäusewanne2 und einem Gehäusedeckel3 vor einem Verschließen der Gehäusewanne2 mit dem Gehäusedeckel3 . Das Batteriegehäuse1 ist beispielsweise zur Aufnahme einer elektrischen Batterie, z. B. eine Traktionsbatterie eines Fahrzeugs, vorgesehen. - Die Gehäusewanne
2 umfasst einen Gehäuseboden2.1 und rechtwinklig dazu angeordnete Seitenwände2.2 , wobei jeweils zwei Seitenwände2.2 sich gegenüberliegend angeordnet sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein Abschnitt einer Seitenwand2.2 dargestellt. - Die Seitenwände
2.2 sind beispielsweise aus Metall gefertigt und bilden jeweils mit einer dem Gehäuseboden2.1 abgewandten Kante eine Auflagefläche für den Gehäusedeckel3 . Eine Längsausdehnung s der Auflagefläche verläuft jeweils parallel zu einer Längsausdehnung der entsprechenden Seitenwand2.2 . Für ein sicheres Auflegen des Gehäusedeckels3 auf die Auflageflächen weisen die Seitenwände2.2 jeweils eine bestimmte Materialdicke d auf. - Des Weiteren umfassen mindestens zwei der Seitenwände
2.2 , insbesondere zwei sich gegenüberliegende Seitenwände2.2 , jeweils eine Mehrzahl von Ausformungen2.2.1 , die axial von der jeweiligen Auflagefläche der Seitenwand2.2 abragen und in Richtung der Längsausdehnung s der Auflagefläche zueinander beabstandet sind. Die Ausformungen2.2.1 weisen beispielsweise einen viereckigen, z. B. rechteckigen oder quadratischen, Umfangsverlauf auf und sind einteilig mit der jeweiligen Seitenwand2.2 ausgebildet. Alternativ können die Ausformungen2.2.1 auch als separate Komponenten hergestellt und kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig mit der jeweiligen Auflagefläche verbunden werden. Wie in1 zu erkennen ist, erstrecken sich die Ausformungen2.2.1 nicht vollständig, sondern nur teilweise über eine Materialdicke d der Seitenwand2.2 . - Die Ausformungen
2.2.1 weisen jeweils innenseitig, d. h. einer Innenseite der Gehäusewanne2 zugewandt, eine Nut2.2.1.1 auf (siehe3 ), welche sich parallel zur Längsausdehnung s der Auflagefläche der jeweiligen Seitenwände2.2 erstrecken. Die Ausformungen2.2.1 mit den Nuten2.2.1.1 dienen einem vereinfachten und zerstörungsfreien Verschließen und Öffnen der Gehäusewanne2 mit dem Gehäusedeckel3 . Der Gehäusedeckel3 weist dazu einen mit den Auflageflächen korrespondierenden Umfangsverlauf auf. Insbesondere weisen mindestens zwei sich gegenüberliegende Kanten des Gehäusedeckels3 mit den Ausformungen2.2.1 korrespondierende Aussparungen3.1 auf, die durch Abschnitte3.2 zueinander beabstandet sind. - In
1 ist ein Zustand des Batteriegehäuses1 gezeigt, in welchem die Gehäusewanne2 nicht vollständig mittels des Gehäusedeckels3 verschlossen ist. Der Gehäusedeckel3 ist hierbei derart auf den Auflageflächen der Seitenwände2.2 angeordnet, dass die Aussparungen3.1 die Ausformungen2.2.1 formschlüssig umgreifen. Gegenüberliegende Kanten des Gehäusedeckels3 , welche nicht die Aussparungen3.1 umfassen, sind dabei nicht fluchtend mit den entsprechenden Auflageflächen angeordnet. D. h., der Gehäusedeckel3 ist versetzt zur Gehäusewanne2 angeordnet, so dass eine Kante des Gehäusedeckels3 sowie Abschnitte der angrenzenden Kanten über die Gehäusewanne2 hinausragen. - Zum vollständigen Verschließen der Gehäusewanne
2 wird der Gehäusedeckel3 in eine Schubrichtung x relativ zur Gehäusewanne2 verschoben, bis die Abschnitte3.2 zwischen den Aussparungen3.1 vollständig in jeweils eine der Nuten2.2.1.1 eingreifen, wie es2 zeigt. Ein vollständiges Verschieben des Gehäusedeckels3 relativ zur Gehäusewanne2 über dessen komplette Abmessungen, wie es aus dem sogenannten Schubladenprinzip bekannt ist, ist hierbei nicht erforderlich. - Zusätzlich zu den zwei sich gegenüberliegenden Seitenwänden
2.2 kann eine an diese Seitenwände2.2 angrenzende Seitenwand2.2 , insbesondere eine Stirnseitenwand (nicht dargestellt), ebenfalls die beschriebenen Ausformungen2.2.1 mit den Nuten2.2.1.1 aufweisen. Der Gehäusedeckel3 weist dann an einer dritten Kante korrespondierende Aussparungen3.1 und Abschnitte3.2 auf. -
2 zeigt dabei schematisch eine Draufsicht auf den Ausschnitt gemäß1 nach dem vollständigen Verschließen der Gehäusewanne2 mittels des Gehäusedeckels3 . - Sind die Abschnitte
3.2 des Gehäusedeckels3 in den Nuten2.2.1.1 angeordnet, wird der Gehäusedeckel3 zusätzlich in jeweils einem Randbereich der Aussparungen3.1 mit den Seitenwänden2.2 , insbesondere im Bereich der Auflagefläche, kraftschlüssig mittels eines Befestigungselements4 verbunden. Beispielsweise wird der Gehäusedeckel3 zusätzlich mit den Seitenwänden2.2 verschraubt. Ferner wird zwischen dem Gehäusedeckel3 und der Auflageflächen jeweils ein Dichtelement5 angeordnet. Beispielsweise sind die Dichtelemente5 jeweils aus einem elastischen Kunststoffmaterial, wie z. B. Silikon, gebildet. -
3 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung, insbesondere einen Längsschnitt, des Ausschnitts gemäß2 im Bereich einer Ausformung2.2.1 . - Wie zu erkennen ist, greift der Abschnitt
3.2 des Gehäusedeckels3 in die Nut2.2.1.1 ein und wird zusätzlich mittels Anordnung eines Spannelements6 verspannt. Anstelle des Spannelements6 kann der Abschnitt3.2 auch mit der Nut2.2.1.1 verschweißt werden, z. B. mittels Kaltschweißen. -
4 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung, insbesondere einen Längsschnitt, des Ausschnitts gemäß2 im Bereich einer Aussparung3.1 . - Wie zu erkennen ist, ist der Gehäusedeckel
3 im Bereich der Aussparung3.1 mit der Seitenwand2.2 mittels des Befestigungselements4 , hierbei eine Schraube, kraftschlüssig verbunden. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- CN 104134764 A [0002]
- EP 0828411 A1 [0003]
Claims (4)
- Batteriegehäuse (
1 ), umfassend – eine Gehäusewanne (2 ) und – einen Gehäusedeckel (3 ), welcher zum Verschließen der Gehäusewanne (2 ) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei sich gegenüberliegende Seitenwände (2.2 ) der Gehäusewanne (2 ) jeweils eine Mehrzahl von Ausformungen (2.2.1 ) aufweisen, die axial von einer einem Gehäuseboden (2.1 ) abgewandten und zur Auflage des Gehäusedeckels (3 ) vorgesehenen Auflagefläche der Seitenwand (2.2 ) abragen und in Richtung einer Längsausdehnung (s) der Auflagefläche zueinander beabstandet sind, wobei – die Ausformungen (2.2.1 ) jeweils einer Innenseite der Gehäusewanne (2 ) zugewandt eine sich in die Längsausdehnung (s) der Auflagefläche erstreckende Nut (2.2.1.1 ) aufweisen, – mindestens zwei sich gegenüberliegende Kanten des Gehäusedeckels (3 ) mit den Ausformungen (2.2.1 ) korrespondierende Aussparungen (3.1 ) aufweisen, – in einem verschlossenen Zustand der Gehäusewanne (2 ) jeweils ein zwischen zwei Aussparungen (3.1 ) angeordneter Abschnitt (3.2 ) des Gehäusedeckels (3 ) in einer Nut (2.2.1.1 ) angeordnet ist und – der Gehäusedeckel (3 ) in den Randbereichen der Aussparungen (3.1 ) mit der jeweiligen Seitenwand (2.2 ) kraftschlüssig verbunden ist. - Batteriegehäuse (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen dem Gehäusedeckel (3 ) und der Auflagefläche der Seitenwand (2.2 ) ein Dichtelement (5 ) angeordnet ist. - Batteriegehäuse (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Nuten (2.2.1.1 ) jeweils zusätzlich zu dem Abschnitt (3.2 ) ein Spannelement (6 ) angeordnet ist. - Verfahren zur Montage eines Batteriegehäuses (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zum Verschließen der Gehäusewanne (2 ) – der Gehäusedeckel (3 ) auf den Auflageflächen der Seitenwände (2.2 ) derart angeordnet wird, dass die Aussparungen (3.1 ) die Ausformungen (2.2.1 ) formschlüssig umgreifen, – der Gehäusedeckel (3 ) in Richtung der Längsausdehnung (s) der Auflagefläche relativ zur Gehäusewanne (2 ) verschoben wird, bis die Abschnitte (3.2 ) zwischen den Aussparungen (3.1 ) vollständig in jeweils eine Nut (2.2.1 ) eingreifen und der Gehäusedeckel (3 ) fluchtend zur Gehäusewanne (2 ) angeordnet ist, und – der Gehäusedeckel (3 ) in den Randbereichen der Aussparungen (3.1 ) mit der jeweiligen Seitenwand (2.2 ) kraftschlüssig verbunden wird.
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|---|
| EP0828411A1 (de) | 1996-09-06 | 1998-03-11 | Philips Patentverwaltung GmbH | Abschirmgehäuse für elektronische Bauelemente |
| CN104134764A (zh) | 2014-08-05 | 2014-11-05 | 浙江长兴金太阳电源有限公司 | 一种高容量动力电池专用壳体 |
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2017
- 2017-03-31 DE DE102017003086.3A patent/DE102017003086A1/de not_active Withdrawn
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|---|---|---|---|---|
| EP0828411A1 (de) | 1996-09-06 | 1998-03-11 | Philips Patentverwaltung GmbH | Abschirmgehäuse für elektronische Bauelemente |
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