DE102017009332A1 - Elektromagnetisch betätigbare Bremsanordnung und Verfahren zur Inbetriebnahme oder Wartung einer elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung - Google Patents
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Abstract
Elektromagnetisch betätigbare Bremsanordnung und Verfahren zur Inbetriebnahme oder Wartung einer elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung miteiner Spule, welche einen Magnetkörper aufweist,einer Ankerscheibe,ein erster und ein zweiter Bremsbelagträger, die jeweils axial beidseitig mit jeweils einem Bremsbelag versehen sind,einer Zwischenscheibe undeinem Bremslagerschild, zu welchem eine Welle drehbar gelagert ist,wobei die Ankerscheibe und die Zwischenscheibe jeweils drehfest mit dem Bremslagerschild verbunden sind aber axial bewegbar angeordnet sind,wobei der erste und der zweite Bremsbelagträger axial verschiebbar auf der Welle angeordnet und in Umfangsrichtung mit der Welle drehfest verbunden ist,wobei der erste Bremsbelagträger axial zwischen Ankerscheibe und Zwischenscheibe angeordnet ist,wobei der zweite Bremsbelagträger axial zwischen Bremslagerschild und Zwischenscheibe angeordnet ist,wobei ein Federelement zwischen der Zwischenscheibe und dem Bremslagerschild angeordnet ist,wobei eine Schraube in eine insbesondere axial gerichtete Gewindebohrung des Bremslagerschildes eingeschraubt ist und die Zwischenscheibe axial begrenzt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine elektromagnetisch betätigbare Bremsanordnung und Verfahren zur Inbetriebnahme oder Wartung einer elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung.
- Es ist allgemein bekannt, dass eine Bremsanordnung elektromagnetisch betätigbar ist, indem eine Spule bestrombar ist und somit eine Ankerscheibe
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren weiterzubilden, wobei
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung nach den in Anspruch
1 und Verfahren zur Inbetriebnahme oder Wartung einer elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung nach Anspruch12 angegebenen Merkmalen gelöst. - Wichtige Merkmale der Erfindung bei der elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung sind, dass sie mit
- - einer Spule, welche einen Magnetkörper aufweist,
- - einer Ankerscheibe,
- - ein erster und ein zweiter Bremsbelagträger, die jeweils axial beidseitig mit jeweils einem Bremsbelag versehen sind,
- - einer Zwischenscheibe und
- - einem Bremslagerschild, zu welchem eine Welle drehbar gelagert ist,
- Von Vorteil ist dabei, dass durch die axiale Begrenzung der Zwischenscheibe das Arbeitsspiel der Ankerscheibe und der Zwischenscheibe gleichmäßig aufteilbar ist. Denn je nach Tiefe des Einschraubens der Schraube in das Bremslagerschild wird mittels des direkt oder indirekt auf die Zwischenscheibe drückenden Schraubenkopfes der Schraube das Arbeitsspiel der Ankerscheibe begrenzt und somit das Arbeitsspiel abhängig von der Abnutzung der Bremsbeläge einstellbar.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist mittels des Schraubenkopfes der Schraube die Zwischenscheibe axial begrenzt,
insbesondere wobei axial zwischen dem Schraubenkopf der Schraube und der Zwischenscheibe eine Lochscheibe angeordnet ist, welche am Schraubenkopf anliegt und als Anschlag für die Zwischenscheibe fungiert. Von Vorteil ist dabei, dass eine axiale Begrenzung in einfacher Weise mittels Schraube mit Schraubenkopf herstellbar ist. - Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die in die Gewindebohrung des Bremslagerschilds zumindest teilweise eingeschraubte Schraube mittels einer am Bremslagerschild anliegenden Kontermutter insbesondere am Bremslagerschild gehalten, wobei der zweite Endbereich des Federelements an einer Scheibe aufliegt, welche vom Federelement auf die Kontermutter gedrückt gehalten ist. Von Vorteil ist dabei, dass die Schraube in einfacher Weise mit dem Bremslagerschild verbindbar ist. Das Bremslagerschild ist vorzugsweise aus Stahl gefertigt und somit eine Gewindebohrung in einfacher Weise einbringbar. Außerdem weist das Bremslagerschild eine fein bearbeitete Lageraufnahme auf, so dass ein Lager, wie Wälzlager aufnehmbar ist, welches die abzubremsende Welle drehbar lagert. Ein weiteres Lager der Welle ist in einem mit dem Bremslagerschild direkt oder indirekt verbundenen Gehäuseteil vorsehbar.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Zwischenscheibe eine stufenförmige Ausnehmung, insbesondere also Stufenbohrung, auf, durch welche die Schraube hindurchgeführt ist,
wobei das Federelement gegen eine Stufe mit seinem ersten Endbereich drückt,
insbesondere wobei der Durchmesser, insbesondere Bohrungsdurchmesser, der stufenförmigen Ausnehmung mit zunehmendem Abstand vom Bremslagerschild monoton abnimmt. Von Vorteil ist dabei, dass die stufenförmige Ausführung ermöglicht, dass die Schraube durch den engsten Durchmesser hindurchführbar ist und das Federelement an einer Stufe der stufenförmigen Ausführung abstützbar ist, weil das Federelement auf die Schraube aufgesteckt ist und somit einen größeren Durchmesser aufweist. - Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Ankerscheibe bei Bestromung der Spule zum Magnetkörper hin gezogen, wobei die von einem weiteren Federelement erzeugte Federkraft überwunden wird,
wobei das weitere Federelement auf die Ankerscheibe drückt und am Magnetkörper abgestützt ist,
insbesondere so dass bei Nichtbestromung der Spule die Ankerscheibe vom Magnetkörper weg gedrückt wird auf den Bremsbelag eines Bremsbelagträgers. Von Vorteil ist dabei, dass bei Ausfall des Stromes die Bremse einfällt und somit eine erhöhte Sicherheit erreicht ist. Denn das weitere Federelement drückt im stromlosen Fall die Ankerscheibe vom Magnetkörper weg auf den ersten Bremsbelagträger, so dass die Ankerscheibe in Reibkontakt kommt mit einem Bremsbelag dieses ersten Bremsbelagträgers. Der erste Bremsbelagträger wird dabei axial auf die Zwischenscheibe gedrückt und diese wiederum auf den zweiten Bremsbelagträger, so dass die Zwischenscheibe in Reibkontakt kommt mit dem ihr zugewandten Bremsbelag des zweiten Bremsbelagträgers. Der zweite Bremsbelagträger wird dabei mit seinem anderen Bremsbelag auf die am Bremslagerschild ausgebildete Bremsfläche gedrückt, so dass auch hier ein Reibkontakt entsteht. Auf diese Weise sind also vier Reibkontakte bewirkt und ein entsprechend großes Bremsmoment erzeugbar. - Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Schraube radial beabstandet von dem ersten Bremsbelagträger und/oder von dem zweiten Bremsbelagträger. Von Vorteil ist dabei, dass die Schraube auf größerem Radialabstand zur Drehachse der Welle angeordnet ist und somit radial außerhalb der Bremsbelagträger. Auf diese Weise ist die axiale Bewegbarkeit und somit die Funktionsweise der Bremse ungestört von der Schraube.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist ein Abdichtband dicht verbunden mit dem Bremsbelagträger und dem Magnetkörper,
wobei im vom Abdichtband, dem Bremsbelagträger und dem Magnetkörper begrenzten Raumbereich die Ankerscheibe, der erste und der zweite Bremsbelagträger sowie die Zwischenscheibe angeordnet sind. Von Vorteil ist dabei, dass die Bremsanordnung abgedichtet gegenüber der Umwelt ausgeführt ist, also in hoher Schutzart ausführbar ist. - Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Abdichtband radial beabstandet von der Schraube, vom Bremsbelagträger, von dem ersten und dem zweiten Bremsbelagträger sowie von der Zwischenscheibe. Von Vorteil ist dabei, dass das Abdichtband die Funktionsweise der Bremse nicht stört und bei Abnutzung der Bremsbeläge und Veränderung des Arbeitsluftspaltes elastisch anpassbar ist.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Spulenwicklung der Spule in einer ringförmigen Vertiefung, insbesondere Ringnut-förmigen, des Magnetkörpers angeordnet, wobei die Ringachse die Drehachse der Welle ist. Von Vorteil ist dabei, dass der von der Spule erzeugte Magnetfluss durch den Magnetkörper geleitet wird und bei zum Magnetkörper hin gezogener Ankerscheibe geschlossen wird über die Ankerscheibe.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung überlappt der von dem Schraubenkopf der Schraube überdeckte axiale Bereich mit dem vom ersten Bremsbelagträger zusammen mit seinen Bremsbelägen überdeckten axialen Bereich.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung überlappt der von dem Federelement überdeckte axiale Bereich mit dem vom zweiten Bremsbelagträger zusammen mit seinen Bremsbelägen überdeckten axialen Bereich und mit dem von der Zwischenscheibe überdeckten axialen Bereich.
- Wichtige Merkmale bei dem Verfahren zur Inbetriebnahme oder Wartung einer elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung, insbesondere nach oben genannter Bremsanordnung, sind, dass
die Bremsanordnung eine drehfest mit einem Magnetkörper der Bremsanordnung verbundene aber axial bewegbar angeordnet Ankerscheibe aufweist,
wobei die Bremsanordnung eine drehfest mit einem Magnetkörper der Bremsanordnung verbundene aber axial bewegbar angeordnete Zwischenscheibe aufweist,
wobei axial zwischen Ankerscheibe und Zwischenscheibe ein erster Bremsbelagträger angeordnet ist,
wobei axial zwischen einem Bremslagerschild und der Zwischenscheibe ein zweiter Bremsbelagträger angeordnet ist,
wobei der Abstand zwischen Bremslagerschild und Magnetkörper mittels Beabstandungsmitteln vorgegeben wird,
wobei in einem ersten Verfahrensschritt bei eingefallener Bremse, also im stromlosen Zustand der Spule, der Arbeitsluftspalt der Ankerscheibe eingestellt wird
in einem nachfolgenden zweiten Verfahrensschritt die Bremse gelüftet wird, also die Spule bestromt wird, so dass die Ankerscheibe zum Magnetkörper hin angezogen wird,
in einem weiter nachfolgenden dritten Schritt dann in dem gelüfteten Zustand der Bremse das axiale Spiel der Zwischenscheibe begrenzt wird auf den vorzugsweise den halben Wert des eingestellten Arbeitsluftspaltes,
insbesondere durch entsprechend tiefes Einschraubens einer Schraube in eine Gewindebohrung des Bremslagerschildes, insbesondere wobei die Schraube nach Beendigung des Einschraubens durch eine Kontermutter fixiert wird. - Von Vorteil ist dabei, dass ein einfaches Aufteilen der axialen Arbeitsbereiche der Zwischenscheibe und der Ankerscheibe zu gleichen Teilen ermöglicht ist.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird beim dritten Verfahrensschritt die Zwischenscheibe mit einem Werkzeug zum Bremslagerschild hin gedrückt wird und das dabei mögliche maximale Spiel zwischen Zwischenscheibe und Bremsbelag des ersten Bremsbelagträgers eingestellt wird. Von Vorteil ist dabei, dass eine präzise Einstellung des axialen Arbeitsbereichs ermöglicht ist.
- Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.
- Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:
- In der
1 ist der Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Bremsanordnung gezeigt. - Dabei sind zwei Bremsbelagträger
2 jeweils axial beidseitig mit Bremsbelägen3 versehen. - Eine abzubremsende Welle, insbesondere Rotorwelle eines Elektromotors, ist drehbar gelagert zum Bremslagerschild
1 hin. Die Bremsbelagträger2 sind drehfest aber axial verschiebbar mit der Rotorwelle verbunden. Vorzugsweise weist die Rotorwelle hierzu eine Außenverzahnung auf oder ist mit einem eine Außenverzahnung aufweisenden Teil drehfest verbunden, wobei die Bremsbelagträger2 jeweils eine Innenverzahnung aufweisen, mit welcher die Bremsbelagträger2 jeweils auf die Außenverzahnung aufgeschoben sind, so dass die jeweilige Innenverzahnung und die Außenverzahnung jeweils im Eingriff stehen. - Die Drehachse der Welle definiert die axiale Richtung.
- Eine Ankerscheibe
5 ist drehfest aber axial verschiebbar mit dem Bremslagerschild1 verbunden. - Eine Zwischenscheibe
4 ist drehfest aber axial verschiebbar mit dem Bremslagerschild1 verbunden. - Die Bremsanordnung weist einen bestrombaren Elektromagneten auf, wobei die Spule des Elektromagneten in einer ringförmigen Ausnehmung eines Magnetkörpers
7 angeordnet ist. Der Magnetkörper7 weist die ringförmige Ausnehmung derart auf, dass die Ringachse parallel zur axialen Richtung ausgerichtet ist. Bei Bestromung der Spule wird die Ankerscheibe5 zum Magnetkörper7 hin gezogen, so dass die Ankerscheibe5 als magnetischer Rückschluss fungiert. Das von der Spule erzeugte Magnetfeld wird also im Magnetkörper7 geführt und von dort über die Ankerscheibe5 zurück in den Magnetkörper7 . - Das Bremslagerschild
1 und der Magnetkörper7 sind voneinander beabstandet und fest verbunden. Die Ankerscheibe5 , die Bremsbelagträger2 und die Zwischenscheibe4 sind axial zwischen ist zwischen Bremslagerschild1 und Magnetkörper7 angeordnet. - Auf der vom Magnetkörper
7 axial abgewandten Seite der Ankerscheibe5 ist ein erster der Bremsbelagträger2 mit seinen Bremsbelägen3 angeordnet. - Auf der von der Ankerscheibe
5 axial abgewandten Seite des ersten Bremsbelagträgers2 ist die Zwischenscheibe 4angeordnet. - Auf der von dem ersten Bremsbelagträger
2 abgewandten Seite der Zwischenscheibe4 ist ein zweiter der Bremsbelagträger2 mit seinen Bremsbelägen3 angeordnet. - Ein in der
1 nicht gezeigtes Federelement drückt die Ankerscheibe5 vom Magnetkörper7 weg. Somit muss die Ankerscheibe5 bei Bestromung der Spule die von dem nicht gezeigten Federelement erzeugte Federkraft überwinden und wird dann zum Magnetkörper7 hin gezogen. Dadurch verschwindet der Arbeitsluftspalt6 zwischen Magnetkörper7 und Ankerscheibe5 . - Dabei wird dann auch axiales Spiel für den zwischen Ankerscheibe
5 und Zwischenscheibe4 angeordneten, ersten Bremsbelagträger2 bewirkt, so dass der zuvor vorhandene Reibschluss zwischen den Bremsbelägen3 des ersten Bremsbelagträgers2 und der Ankerscheibe5 sowie Zwischenscheibe4 geöffnet wird. - Die Zwischenscheibe
4 wird axial begrenzt durch eine Lochscheibe9 , welche auf der vom Bremslagerschild1 axial abgewandten Seite der Zwischenscheibe4 angeordnet ist. - Eine durch die Lochscheibe
9 und die Zwischenscheibe4 durchgehende Schraube13 ist in eine im Bremslagerschild eingebrachte, axial gerichtete Gewindebohrung eingeschraubt - Der Schraubenkopf der Schraube
13 ist auf der von der Zwischenscheibe4 axial abgewandten Seite der Lochscheibe9 angeordnet. Somit begrenzt der Schraubenkopf den Abstand der Lochscheibe9 vom Bremslagerschild1 auf einen maximalen Wert. - Ein Federelement
14 drückt auf die Zwischenscheibe4 , wobei sie am Bremslagerschild1 zumindest indirekt abgestützt ist. Hierbei stützt sie sich an einer Scheibe11 ab, welche auf diese Weise auf eine Kontermutter12 gedrückt wird, die wiederum am Bremslagerschild angedrückt ist. - Dabei weist die Zwischenscheibe
4 eine Ausnehmung auf, die zum Bremslagerschild1 hin geöffnet ist und das Federelement14 zumindest teilweise aufnimmt. - Das Federelement drückt auf eine Stufe der als gestufte Bohrung ausgeführten Ausnehmung auf das Bremslagerschild
1 , wobei die Schraube13 durch die engste Stelle der Stufenbohrung hindurchgeführt ist, das Federelement14 jedoch auf die Stufe drückt. - Der Magnetkörper
7 ist aus ferromagnetischem Stahlguss gefertigt. - Wenn nun die Spule nicht bestromt wird, wird die Ankerscheibe
5 von dem in1 nicht gezeigten, am Magnetkörper7 abgestützten Federelement14 weggedrückt von dem Magnetkörper7 . Somit drückt dann die Ankerscheibe5 auf den Bremsbelag3 des ersten Belagträgers2 , der wiederum mit seinem anderen Bremsbelag3 auf die Zwischenscheibe4 drückt, welche somit axial in Richtung zum Bremslagerschild1 hin verschoben wird und auf den Bremsbelag3 des zweiten Bremsbelagträgers2 drückt, welcher mit seinem anderen Bremsbelag3 auf die am Bremslagerschild1 ausgebildete Bremsfläche gedrückt wird. Die Bremsfläche ist dabei ein fein bearbeiteter Oberflächenbereich des Bremsbelagträgers1 . - Das Federelement
14 ist auf die Schraube13 aufgesteckt und beide sind zusammen auf größerem Radialabstand von der Drehachse der Welle angeordnet als der größte Radialabstand des zweiten Bremsbelagträgers2 samt Bremsbelägen3 beträgt. - Zur Umgebung hin ist ein in Umfangsrichtung vollständig umlaufendes Abdichtband
8 vorgesehen. Das Abdichtband8 ist auf größerem Radialabstand angeordnet als der größte Radialabstand der Ankerscheibe5 , der Zwischenscheibe4 , des ersten Bremsbelagträgers2 oder zweiten Bremsbelagträgers2 beträgt. - Da mittels der Schraube der maximale Abstand zwischen Zwischenscheibe
4 und Bremslagerschild1 vorgebbar ist, ist somit der Arbeitsluftspalt der Zwischenscheibe4 vorgebbar. - Bei Wartung oder Inbetriebnahme der Bremsanordnung werden die Arbeitsluftspalte eingestellt.
- In einem ersten Verfahrensschritt wird bei eingefallener Bremse, also im stromlosen Zustand der Spule, der Arbeitsluftspalt
6 der Ankerscheibe5 eingestellt, also der Abstand zwischen Ankerscheibe5 und Magnetkörper7 . Hierzu werden Beabstandungselemente, wie Verbindungsbolzen, welche zwischen Magnetkörper und Bremslagerschild1 angeordnet sind, entsprechend justiert. Somit ist dann das gesamte Spiel, welches den Bremsbelagträgern2 , der Ankerscheibe5 und der Zwischenscheibe4 zwischen Magnetkörper7 und Bremslagerschild1 zur Verfügung steht, vorgegeben. - In einem zweiten Verfahrensschritt wird die Bremse die Bremse gelüftet, also die Spule bestromt, so dass die Ankerscheibe
5 zum Magnetkörper7 hin angezogen wird. - In einem dritten Schritt wird dann in diesem gelüfteten Zustand der Bremse das axiale Spiel der Zwischenscheibe begrenzt auf den vorzugsweise den halben Wert des eingestellten Arbeitsluftspaltes
6 . Hierzu kann beispielsweise die Zwischenscheibe mit einem Werkzeug zum Bremslagerschild1 hin gedrückt werden und das dabei mögliche maximale Spiel zwischen Zwischenscheibe4 und Bremsbelag3 des ersten Bremsbelagträgers2 eingestellt werden. - Somit haben dann beide Bremsbelagträger
2 dasselbe axiale Spiel. - Der Schraubenkopf der Schraube
13 ist gegenüber dem Gewindeabschnitt, welcher in das Bremslagerschild1 zumindest teilweise eingeschraubt ist, verbreitert ausgeführt. Er steht somit hervor und bildet eine Stufe gegenüber die Scheibe9 anstellbar ist. Die Scheibe9 vermindert die Pressung auf die Zwischenscheibe4 . Aber auch ohne Scheibe9 , die noch weiter verbreitert ist als der Schraubenkopf, würde der Schraubenkopf die engste Stelle der stufenförmigen Ausnehmung der Zwischenscheibe4 abdecken. Die Zwischenscheibe ist aus Stahl ausführbar. - Die Bremsbelagträger
2 sind vorzugsweise aus Aluminium ausgeführt. Das Bremslagerschild1 ist aus Stahl oder Aluminium ausführbar. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Bremslagerschild
- 2
- Bremsbelagträger
- 3
- Bremsbelag
- 4
- Zwischenscheibe
- 5
- Ankerscheibe
- 6
- Arbeitsluftspalt
- 7
- Magnetkörper
- 8
- Abdichtband
- 9
- Lochscheibe
- 10
- Ausnehmung
- 11
- Scheibe
- 12
- Kontermutter
- 13
- Schraube
- 14
- Federelement
wobei der erste und der zweite Bremsbelagträger axial verschiebbar auf der Welle angeordnet und in Umfangsrichtung mit der Welle drehfest verbunden ist,
wobei der erste Bremsbelagträger axial zwischen Ankerscheibe und Zwischenscheibe angeordnet ist,
wobei der zweite Bremsbelagträger axial zwischen Bremslagerschild und Zwischenscheibe angeordnet ist,
wobei ein Federelement zwischen der Zwischenscheibe und dem Bremslagerschild angeordnet ist,
wobei eine Schraube in eine insbesondere axial gerichtete Gewindebohrung des Bremslagerschildes eingeschraubt ist und die Zwischenscheibe axial begrenzt,
insbesondere wobei das Federelement mit seinem ersten Endbereich auf die Zwischenscheibe drückt und mit seinem anderen Endbereich direkt oder indirekt am Bremslagerschild abgestützt ist.
Claims (13)
- Elektromagnetisch betätigbare Bremsanordnung mit - einer Spule, welche einen Magnetkörper aufweist, - einer Ankerscheibe, - ein erster und ein zweiter Bremsbelagträger, die jeweils axial beidseitig mit jeweils einem Bremsbelag versehen sind, - einer Zwischenscheibe und - einem Bremslagerschild, zu welchem eine Welle drehbar gelagert ist, wobei die Ankerscheibe und die Zwischenscheibe jeweils drehfest mit dem Bremslagerschild verbunden sind aber axial bewegbar angeordnet sind, wobei der erste und der zweite Bremsbelagträger in Umfangsrichtung mit der Welle drehfest verbunden ist und axial verschiebbar auf der Welle angeordnet, wobei der erste Bremsbelagträger axial zwischen Ankerscheibe und Zwischenscheibe angeordnet ist, wobei der zweite Bremsbelagträger axial zwischen Bremslagerschild und Zwischenscheibe angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement zwischen der Zwischenscheibe und dem Bremslagerschild angeordnet ist, wobei eine Schraube in eine insbesondere axial gerichtete Gewindebohrung des Bremslagerschildes zumindest teilweise eingeschraubt ist und die Zwischenscheibe axial begrenzt, insbesondere mittels eines breiter als der Gewindeabschnitt der Schraube ausgeführten Schraubenkopfes der Schraube, insbesondere wobei die Schraube den maximalen Abstand der Zwischenscheibe zum Bremslagerschild begrenzt, insbesondere wobei das Federelement mit seinem ersten Endbereich auf die Zwischenscheibe drückt und mit seinem anderen Endbereich direkt oder indirekt am Bremslagerschild abgestützt ist.
- Bremsanordnung nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Schraubenkopfes der Schraube die Zwischenscheibe axial begrenzt ist, insbesondere wobei axial zwischen dem Schraubenkopf der Schraube und der Zwischenscheibe eine Lochscheibe angeordnet ist, welche am Schraubenkopf anliegt und als Anschlag für die Zwischenscheibe fungiert. - Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Gewindebohrung des Bremslagerschilds zumindest teilweise eingeschraubte Schraube mittels einer am Bremslagerschild anliegenden Kontermutter insbesondere am Bremslagerschild gehalten ist, wobei der zweite Endbereich des Federelements an einer Scheibe aufliegt, welche vom Federelement auf die Kontermutter gedrückt gehalten ist.
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenscheibe eine stufenförmige Ausnehmung, insbesondere also Stufenbohrung, aufweist, durch welche die Schraube hindurchgeführt ist, wobei das Federelement gegen eine Stufe mit seinem ersten Endbereich drückt, insbesondere wobei der Durchmesser, insbesondere Bohrungsdurchmesser, der stufenförmigen Ausnehmung mit zunehmendem Abstand vom Bremslagerschild monoton abnimmt..
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerscheibe bei Bestromung der Spule zum Magnetkörper hin gezogen wird, wobei die von einem weiteren Federelement erzeugte Federkraft überwunden wird, wobei das weitere Federelement auf die Ankerscheibe drückt und am Magnetkörper abgestützt ist, insbesondere so dass bei Nichtbestromung der Spule die Ankerscheibe vom Magnetkörper weg gedrückt wird auf den Bremsbelag eines Bremsbelagträgers..
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube radial beabstandet ist von dem ersten Bremsbelagträger und/oder von dem zweiten Bremsbelagträger.
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abdichtband dicht verbunden ist mit dem Bremsbelagträger und dem Magnetkörper, wobei im vom Abdichtband, dem Bremsbelagträger und dem Magnetkörper begrenzten Raumbereich die Ankerscheibe, der erste und der zweite Bremsbelagträger sowie die Zwischenscheibe angeordnet sind.
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtband radial beabstandet ist von der Schraube, vom Bremsbelagträger, von dem ersten und dem zweiten Bremsbelagträger sowie von der Zwischenscheibe.
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenwicklung der Spule in einer ringförmigen Vertiefung, insbesondere Ringnut-förmigen, des Magnetkörpers angeordnet ist, wobei die Ringachse die Drehachse der Welle ist.
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Schraubenkopf der Schraube überdeckte axiale Bereich überlappt mit dem vom ersten Bremsbelagträger zusammen mit seinen Bremsbelägen überdeckten axialen Bereich.
- Bremsanordnung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Federelement (14) überdeckte axiale Bereich überlappt mit dem vom zweiten Bremsbelagträger zusammen mit seinen Bremsbelägen überdeckten axialen Bereich und mit dem von der Zwischenscheibe überdeckten axialen Bereich.
- Verfahren zur Inbetriebnahme oder Wartung einer elektromagnetisch betätigbaren Bremsanordnung, insbesondere nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Bremsanordnung eine drehfest mit einem Magnetkörper der Bremsanordnung verbundene aber axial bewegbar angeordnet Ankerscheibe aufweist, wobei die Bremsanordnung eine drehfest mit einem Magnetkörper der Bremsanordnung verbundene aber axial bewegbar angeordnete Zwischenscheibe aufweist, wobei axial zwischen Ankerscheibe und Zwischenscheibe ein erster Bremsbelagträger angeordnet ist, wobei axial zwischen einem Bremslagerschild und der Zwischenscheibe ein zweiter Bremsbelagträger angeordnet ist, wobei der Abstand zwischen Bremslagerschild und Magnetkörper mittels Beabstandungsmitteln vorgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt bei eingefallener Bremse, also im stromlosen Zustand der Spule, der Arbeitsluftspalt (6) der Ankerscheibe (5) eingestellt wird in einem nachfolgenden zweiten Verfahrensschritt die Bremse gelüftet wird, also die Spule bestromt wird, so dass die Ankerscheibe (5) zum Magnetkörper (7) hin angezogen wird, in einem weiter nachfolgenden dritten Schritt dann in dem gelüfteten Zustand der Bremse das axiale Spiel der Zwischenscheibe begrenzt wird auf den vorzugsweise den halben Wert des eingestellten Arbeitsluftspaltes (6), insbesondere durch entsprechend tiefes Einschraubens einer Schraube in eine Gewindebohrung des Bremslagerschildes, insbesondere wobei die Schraube nach Beendigung des Einschraubens durch eine Kontermutter fixiert wird.
- Verfahren nach
Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet, dass beim dritten Verfahrensschritt die Zwischenscheibe mit einem Werkzeug zum Bremslagerschild hin gedrückt wird und das dabei mögliche maximale Spiel zwischen Zwischenscheibe und Bremsbelag des ersten Bremsbelagträgers eingestellt wird.
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