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DE102017006302B4 - Blendschutzvorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Blendschutzvorrichtung - Google Patents

Blendschutzvorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Blendschutzvorrichtung Download PDF

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DE102017006302B4
DE102017006302B4 DE102017006302.8A DE102017006302A DE102017006302B4 DE 102017006302 B4 DE102017006302 B4 DE 102017006302B4 DE 102017006302 A DE102017006302 A DE 102017006302A DE 102017006302 B4 DE102017006302 B4 DE 102017006302B4
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Andreas Roth
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Audi AG
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Audi AG
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    • B60J3/00Antiglare equipment associated with windows or windscreens; Sun visors for vehicles
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Blendschutzvorrichtung (2) für ein Kraftfahrzeug (4) mit mindestens einem Blendschutzmittel (6), das von einer Freigabestellung, in der das Blendschutzmittel (6) ein direktes Einfallen von Licht (10) einer außerhalb des Fahrzeugs angeordneten Lichtquelle in Richtung eines Augenbereichs eines Fahrzeuginsassen freigibt, in mindestens eine Blendschutzstellung überführbar ist, in der das Blendschutzmittel (6) den Augenbereich des Fahrzeuginsassen zumindest teilweise abschattet, mit mindestens einem Sensormittel (8), durch das das Einfallen von Licht (10) in Richtung des Augenbereichs des Fahrzeuginsassen erfassbar ist, mit mindestens einer Antriebseinheit (12), durch die das mindestens eine Blendschutzmittel (6) von der Freigabestellung in die mindestens eine Blendschutzstellung überführbar ist und mit mindestens einer Steuereinrichtung (14), der das mindestens eine Sensormittel (8) funktional zuordenbar oder zugeordnet sind und durch die die Antriebseinheit (12) ansteuerbar ist, wobei das Blendschutzmittel (6) durch die Antriebseinheit (12) von einer ersten Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel (6) zwischen Fahrzeuginsasse und einer Frontscheibe (16) des Kraftfahrzeugs (4) angeordnet ist, in mindestens eine zweite Blendschutzstellung überführbar ist, in der das Blendschutzmittel (6) zwischen Fahrzeuginsasse und einer Seitenscheibe (18) des Kraftfahrzeugs (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuereinrichtung (14) eine elektronische Sitzverstellung (26) des Kraftfahrzeugs funktional zugeordnet ist, wobei die Sitzverstellung (26) zumindest beim Überführen des Blendschutzmittels (6) von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt von der Steuereinrichtung (14) ansteuerbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Blendschutzvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mit mindestens einem Blendschutzmittel, das von einer Freigabestellung, in der das Blendschutzmittel ein direktes Einfallen von Licht einer, insbesondere außerhalb des Fahrzeugs angeordneten, Lichtquelle in Richtung eines Augenbereichs eines Fahrzeuginsassen freigibt, in mindestens eine Blendschutzstellung überführbar ist, in der das Blendschutzmittel den Augenbereich des Fahrzeuginsassen zumindest teilweise abschattet, mit mindestens einem Sensormittel, durch das das Einfallen von Licht in Richtung des Augenbereichs des Fahrzeuginsassen erfassbar ist, mit mindestens einer Antriebseinheit, durch die das mindestens eine Blendschutzmittel von der Freigabestellung in die mindestens eine Blendschutzstellung überführbar ist und mit mindestens einer Steuereinrichtung, der das mindestens eine Sensormittel funktional zuordenbar oder zugeordnet sind und durch die die Antriebseinheit ansteuerbar ist sowie ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen Blendschutzvorrichtung.
  • Blendschutzvorrichtungen sind beispielsweise bei Kraftfahrzeugen bekannt. Diese dienen dazu, den Augenbereich eines Fahrzeuginsassen vor von außen einfallendem Licht, das bei hoher Lichtintensität den Fahrzeuginsassen blenden kann, durch Abschatten zu schützen.
  • Bekannte Blendschutzvorrichtungen umfassen beispielsweise ein plattenartiges Blendschutzmittel, das an einer Fahrzeugdecke befestigt ist und das durch den Fahrzeuginsassen manuell von der Freigabestellung in die Blendschutzstellung geklappt werden kann. Ferner kann bei derartigen Blendschutzvorrichtungen das Blendschutzmittel durch den Fahrzeuginsassen manuell von einem Bereich der Frontscheibe zu einem Bereich der Seitenscheibe geschwenkt werden.
  • Darüber hinaus sind Blendschutzvorrichtungen bekannt, bei denen das Blendschutzmittel durch eine Antriebseinheit von der Freigabestellung in die Blendschutzstellung automatisch überführt wird, wenn ein Sensormittel das Einfallen von Licht einer erhöhten Lichtintensität erfasst. Bei diesen Blendschutzvorrichtungen ist jeweils einer Fahrzeugscheibe jeweils ein Blendschutzmittel zugeordnet.
  • Eine gattungsgemäße Blendschutzvorrichtung ist bekannt aus US 2011 / 0 098 894 A1 .
  • Die KR 10 2009 0 026 548 A beschreibt eine Sonnenblende zum gleichzeitigen Abschirmen von Licht von vorne und von der Seite.
  • Eine weitere Sonnenblende ist aus der US 2005 / 0 236 864 A1 bekannt.
  • Die US 2004 / 0 119 313 A1 zeigt eine automatische Sonnenblende.
  • Eine Aufgabe eines Ausführungsbeispiels der Erfindung ist, eine Blendschutzvorrichtung sowie ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen Blendschutzvorrichtung vorzuschlagen, die automatisch betreibbar ist und die kompakt baut.
  • Diese Aufgabe wird bei einer eingangs genannten Blendschutzvorrichtung dadurch gelöst, dass das Blendschutzmittel durch die Antriebseinheit von einer ersten Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel zwischen Fahrzeuginsasse und einer Frontscheibe des Kraftfahrzeugs angeordnet ist, in mindestens eine zweite Blendschutzstellung überführbar ist, in der das Blendschutzmittel zwischen Fahrzeuginsasse und einer Seitenscheibe des Kraftfahrzeugs angeordnet ist.
  • Dadurch, dass das Blendschutzmittel durch die Antriebseinheit von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung überführbar ist, kann ein und das selbe Blendschutzmittel sowohl im Bereich der Frontscheibe, als auch im Bereich der Seitenscheibe verwendet werden.
  • Hierdurch lässt sich die Blendschutzvorrichtung bauteilreduziert ausbilden und effizient nutzen.
  • Dadurch, dass das Blendschutzmittel durch die Antriebseinheit von der Freigabestellung in die Blendschutzstellung überführt wird, ist die Blendschutzvorrichtung automatisch betreibbar.
  • Die Lichtquelle kann außerhalb des Fahrzeugs angeordnet sein. Die Lichtquelle kann eine natürliche Lichtquelle, wie Feuer oder ein Himmelskörpers, beispielsweise die Sonne, oder eine künstliche Lichtquelle, wie Scheinwerfer eines entgegenkommenden Fahrzeugs, umfassen.
  • Das Blendschutzmittel kann beispielsweise am Fahrzeugdach, an einer Seitenwand oder an einer der Säulen des Kraftfahrzeugs angeordnet sein. Die Blendschutzvorrichtung kann eine oder mehrere Blendschutzmittel umfassen. Beispielsweise kann jedem Fahrzeuginsassen ein Blendschutzmittel zugeordnet sein.
  • Wenn die Blendschutzvorrichtung mehrere Blendschutzmittel umfasst, erweist es sich als vorteilhaft, wenn jedem Blendschutzmittel jeweils eine Antriebseinheit zugeordnet ist. Darüber hinaus ist es denkbar, dass jedem Blendschutzmittel eine Steuereinrichtung und ein Sensormittel zugeordnet ist. Allerdings erweist es sich als vorteilhaft, wenn mehreren Blendschutzmitteln einer Blendschutzvorrichtung eine gemeinsame Steuereinrichtung und ein gemeinsames Sensormittel zugeordnet sind.
  • Das Blendschutzmittel kann grundsätzlich beliebig ausgebildet sein, sofern es die Funktion erfüllt, den Augenbereich des Fahrzeuginsassen in der Blendschutzstellung abzuschatten. Das Blendschutzmittel lässt sich einfach und kostengünstig herstellen, wenn das Blendschutzmittel einen plattenförmigen Körper umfasst.
  • Darüber hinaus erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Blendschutzvorrichtung mindestens ein Lagermittel umfasst, durch das das Blendschutzmittel von der Freigabestellung in die erste Blendschutzstellung drehbar antreibbar gelagert ist und durch das das Blendschutzmittel von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und zurück schwenkbar antreibbar gelagert ist.
  • Solchenfalls kann das Lagermittel mindestens zwei Achsen umfassen, durch die das Blendschutzmittel drehbar ist oder eine eine korrespondierende Anzahl von Freiheitsgraden aufweisende Kinematik umfassen.
  • Eine erste Achse des Lagermittels, um die das Blendschutzmittel beim Überführen von der Freigabestellung in die erste Blendschutzstellung drehbar ist, kann im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung und parallel zu einem Fahrzeugboden erstreckt sein. Eine zweite Achse, um die das Blendschutzmittel von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung überführbar ist, kann im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung und senkrecht zu einem Fahrzeugboden verlaufen.
  • Das Sensormittel der Blendschutzvorrichtung kann einen beliebigen lichtempfindlichen Sensor umfassen, mit dem die Lichtintensität und die Einstrahlrichtung erfassbar ist. Die Blendschutzvorrichtung lässt sich kompakt und bauteilreduziert ausbilden, wenn das mindestens eine Sensormittel eine Kamera des Kraftfahrzeugs umfasst.
  • Die Kamera des Kraftfahrzeugs kann beispielsweise in Fahrtrichtung ausgerichtet sein. Sie kann darüber hinaus in einem Innenspiegel des Kraftfahrzeugs angeordnet sein und mehrere unterschiedliche Funktionen erfüllen. Beispielsweise kann das Sensormittel auch einer Scheibenwischanlage der Frontscheibe zugeordnet sein.
  • Die Blendschutzvorrichtung kann mehrere Sensormittel umfassen, die jeweils in unterschiedliche Richtungen hin ausgerichtet sind. So kann beispielsweise ein weiteres Sensormittel vorgesehen sein, das in Richtung Seitenscheibe des Kraftfahrzeugs ausgerichtet ist. Die Blendschutzvorrichtung ist jedoch mit einem einzigen Sensormittel betreibbar, wenn die Steuereinrichtung mindestens ein Navigationsmittel, wie GPS, Bewegungsmesser, inertiales Navigationssystem, etc., umfasst oder wenn der Steuereinrichtung mindestens ein Navigationsmittel funktional zuordenbar oder zugeordnet ist.
  • Dadurch, dass die Steuereinrichtung mindestens ein Navigationsmittel umfasst oder mindestens ein Navigationsmittel der Steuereinrichtung funktional zugeordnet ist, können über die Steuereinrichtung Richtungsänderungen des Kraftfahrzeugs erfasst werden. Hierdurch ist eine Einfallrichtung des Lichts durch die Steuereinrichtung berechenbar, nachdem die Einstrahlrichtung erstmals durch das Sensormittel erfasst wurde. Hierdurch kann die Blendschutzvorrichtung mit nur einem Sensormittel betrieben werden und stets die Einstrahlrichtung des Lichts ermittelt werden.
  • Darüber hinaus ist der Steuereinrichtung eine elektronische Sitzverstellung des Fahrzeugs funktional zugeordnet, wobei die Sitzverstellung zumindest beim Überführen des Blendschutzmittels von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt von der Steuereinrichtung ansteuerbar ist.
  • Dadurch, dass der Steuereinrichtung die elektronische Sitzverstellung des Fahrzeugs funktional zugeordnet ist, kann der Fahrzeugsitz, insbesondere das Rückenteil oder das Kopfteil des Fahrzeugsitzes, beim Überführen des Blendschutzmittels von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung derart bewegt werden, dass das Blendschutzmittel nicht mit dem Fahrzeuginsassen kollidiert. Entsprechend kann die elektronische Sitzverstellung nach Abschluss des Überführens des Blendschutzmittel von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung oder umgekehrt wieder in die ursprüngliche Ausgangslage zurückbewegt werden.
  • Darüber hinaus wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer Blendschutzvorrichtung mit mindestens einem der zuvor genannten Merkmale, die mindestens ein Blendschutzmittel, ein Sensormittel, eine Antriebseinheit und eine Steuereinrichtung umfasst und das nachfolgende Schritte aufweist:
    1. a. Erfassen eines Einfallens von Licht in Richtung auf einen Augenbereich eines Fahrzeuginsassen durch das mindestens eine Sensormittel, wobei zumindest eine Lichtintensität und eine Einfallrichtung des Lichts erfasst werden, sowie Erzeugen eines das Erfasste charakterisierenden Sensorsignals;
    2. b. Auswerten des Sensorsignals des Sensormittels durch die Steuereinrichtung und Ermitteln, ob das Sensorsignal des Sensormittels mindestens einen vorgegebenen oder vorgebbaren Schwellenwert für die Lichtintensität erreicht oder überschreitet und/oder ob der Augenbereich des Fahrzeuginsassen durch das Blendschutzmittel abschattbar ist;
    3. c. Berechnen und Erzeugen eines Steuersignals für die Antriebseinheit, in Abhängigkeit der Einfallrichtung des Lichts, zum Überführen des Blendschutzmittels in eine Blendschutzstellung, bei der die Lichtintensität im Augenbereich des Fahrzeuginsassen bezüglich der durch das Sensormittel gemessenen Lichtintensität reduziert ist, wenn der Schwellenwert erreicht oder überschritten ist und der Augenbereich des Fahrzeuginsassen abschattbar ist, und Zuführen des Steuersignals an die Antriebseinheit; und
    4. d. Überführen des Blendschutzmittels durch die Antriebseinheit in Abhängigkeit des Steuersignals in eine Blendschutzstellung, die in Abhängigkeit der Einstrahlrichtung des Lichts mindestens eine erste Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel zwischen dem Augenbereich des Fahrzeuginsassen und einer Frontscheibe des Kraftfahrzeugs angeordnet ist, oder mindestens eine zweite Blendschutzstellung umfasst, in der das Blendschutzmittel zwischen dem Augenbereich des Fahrzeuginsassen und einer Seitenscheibe des Kraftfahrzeugs angeordnet ist.
  • Das Erfassen der Lichtintensität im Augenbereich des Fahrzeuginsassen durch das mindestens eine Sensormittel kann unmittelbar oder mittelbar erfolgen. Beispielsweise kann das Sensormittel im oder am Augenbereich des Fahrzeuginsassen angeordnet sein. Darüber hinaus kann das Sensormittel in Richtung Augenbereich des Fahrzeuginsassen ausgerichtet sein und die im Augenbereich des Fahrzeuginsassen reflektierte Strahlung erfassen und hierdurch die Lichtintensität des vom Augenbereich reflektierten Lichts bestimmen. Ferner kann das erste Sensormittel beispielsweise eine Kamera umfassen, die in Fahrtrichtung ausgerichtet ist. Die solchenfalls erfasste Lichtintensität und Einfallrichtung des Lichts, kann durch die Steuereinrichtung für den Augenbereich des Fahrzeuginsassen berechnet werden.
  • Dadurch, dass ein Schwellenwert für die Lichtintensität vorgegeben oder vorgebbar ist wird vermieden, dass die Blendschutzvorrichtung auch bei geringer Lichtintensität den Augenbereich des Fahrzeuginsassen abschattet. Dadurch, dass durch die Steuereinrichtung ermittelt wird, ob der Augenbereich des Fahrzeuginsassen durch das Blendschutzmittel abschaltbar ist, kann ein unnötiges Überführen des Blendschutzmittels in den Fällen vermieden werden, in denen das Blendschutzmittel aufgrund der Einstrahlrichtung des Lichts für den Augenbereich des Fahrzeuginsassen keinen Schutz bieten kann.
  • Der Schwellenwert für die Lichtintensität, der in der Steuereinrichtung vorgebbar oder vorgegeben sein kann, kann manuell oder automatisch hinterlegt werden.
  • Beispielsweise ist es denkbar, dass der Fahrzeuginsasse durch einfaches manuelles Zurückführen des Blendschutzmittels von der Blendschutzstellung in die Freigabestellung den Schwellenwert für die Lichtintensität erhöht. Die Steuereinrichtung erkennt solchenfalls, dass der Fahrzeuginsasse die Lichtintensität als nicht blendend empfindet. Umgekehrt ist es denkbar, dass ein manuelles Überführen des Blendschutzmittels aus der Freigabestellung in die Blendschutzstellung zu einem Reduzieren des Schwellenwerts führt.
  • Darüber hinaus erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Verfahren nachfolgende weitere Schritte umfasst:
    1. a. Erfassen der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels durch die Steuereinrichtung und/oder durch die Antriebseinheit;
    2. b. Auswerten der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels durch die Steuereinrichtung; und
    3. c. Berechnen und Erzeugen des Steuersignals in Abhängigkeit der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels und Zuführen des Steuersignals an die Antriebseinheit.
  • Durch das Erfassen der Lage und der Ausrichtung des Blendschutzmittels ist die abschattende Wirkung des Blendschutzmittels in Abhängigkeit der Einstrahlrichtung des Lichts berechenbar. Dieses kann im Zuge des Berechnens und Erzeugens des Steuersignals in Abhängigkeit der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels eine Abschattwirkung erwirkt werden.
  • Bei einer Weiterbildung des Verfahrens weisen sich nachfolgende zusätzliche Verfahrensschritte als vorteilhaft:
    • a. Erfassen von Fahrzeugdaten eines Navigationsmittels, insbesondere von Navigationsdaten, durch die Steuereinrichtung;
    • b. Auswerten der Fahrzeugdaten durch die Steuereinrichtung.
  • Durch das Erfassen der Fahrzeugdaten, insbesondere von Navigationsdaten, ist es der Steuereinrichtung ermöglicht, Bewegungen des Fahrzeugs im Raum zu erfassen. Hierdurch kann die Steuereinrichtung nachdem diese die Lichtintensität und Einstrahlrichtung durch das mindestens eine Sensormittel erfasst hat, die Einstrahlrichtung und Lichtintensität berechnen, ohne auf Daten des mindestens einen Sensormittels oder auf Daten von weiteren Sensormitteln zurückgreifen zu müssen.
  • Hierbei erweist es sich insbesondere als vorteilhaft, wenn die Fahrzeugdaten eine Änderung der Fahrtrichtung umfassen. Schließlich erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Verfahren nachfolgende weitere Schritte umfasst:
    1. a. Berechnen eines Weges des Blendschutzmittels durch den Fahrzeuginnenraum beim Überführen des Blendschutzmittels von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt und Erfassen einer möglichen Kollision des Blendschutzmittels beim Überführen mit dem Fahrzeuginsassen durch die Steuereinrichtung;
    2. b. Berechnen eines Ausweichmanövers einer elektronischen Sitzverstellung des Kraftfahrzeugs durch die Steuereinrichtung, wenn eine Kollision des Blendschutzmittels beim Überführen des Blendschutzmittels von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt mit dem Fahrzeuginsassen erfasst ist;
    3. c. Ansteuern der elektronischen Sitzverstellung des Kraftfahrzeugs durch die Steuereinrichtung zum Durchführen des Ausweichmanövers der elektronischen Sitzverstellung zumindest beim Überführen des Blendschutzmittels von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt.
  • Hierdurch ist es ermöglicht, eine Kollision des Blendschutzmittels beim Überführen von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung zu vermeiden, indem eine elektronische Sitzverstellung durch die Steuereinrichtung berechnet und angesteuert wird, wodurch ein Sitz derart dem Blendschutzmittel ausweicht, dass eine Kollision zwischen Fahrzeuginsasse und Blendschutzmittel verhindert ist.
  • Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Patentansprüchen, aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Blendschutzvorrichtung sowie des Verfahrens zum Betreiben der Blendschutzvorrichtung.
  • In der Zeichnung zeigt:
    • 1 Eine Draufsicht auf eine Blendschutzvorrichtung für ein Kraftfahrzeug;
    • 2 Ein schematisches Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens;
    • 3 Ein schematisches Ablaufdiagramm des Verfahrens gemäß 2 mit zusätzlichen Verfahrensschritten;
    • 4 Ein schematisches Ablaufdiagramm des Verfahrens gemäß 2 mit zusätzlichen Verfahrensschritten;
    • 5 Ein schematisches Ablaufdiagramm des Verfahrens gemäß 2 mit zusätzlichen Verfahrensschritten.
  • 1 zeige eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 versehene Blendschutzvorrichtung für ein Kraftfahrzeug 4. Die Blendschutzvorrichtung 2 umfasst ein Blendschutzmittel 6, das bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel in einer Blendschutzstellung angeordnet ist. In dieser Blendschutzstellung schattet das Blendschutzmittel 6 einen Augenbereich eines Fahrzeuginsassen zumindest teilweise ab. Die Blendschutzvorrichtung 2 umfasst darüber hinaus ein Sensormittel 8, durch das Einfallen von Licht 10 in Richtung auf den Augenbereich des Fahrzeuginsassen erfassbar ist.
  • Um das Blendschutzmittel 6 von einer Freigabestellung, in der das Blendschutzmittel 6 ein direktes Einfallen von Licht 10 einer, insbesondere außerhalb des Kraftfahrzeugs 4 angeordneten Lichtquelle, in Richtung des Augenbereichs des Fahrzeuginsassen freigibt, in die Blendschutzstellung zu überführen umfasst die Blendschutzvorrichtung 2 eine Antriebseinheit 12.
  • Um das Blendschutzmittel 6 automatisch in Abhängigkeit der durch das Sensormittel 8 erfassten Daten von der Freigabestellung in die Blendschutzstellung überführen zu können, umfasst die Blendschutzvorrichtung 2 eine Steuereinrichtung 14, der das mindestens eine Sensormittel 8 funktional zugeordnet ist und durch die die Antriebseinheit 12 ansteuerbar ist.
  • 1 zeigt das Blendschutzmittel 6 in einer ersten Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel 6 zwischen dem Fahrzeuginsasssen und einer Frontscheibe 16 des Kraftfahrzeugs 4 angeordnet ist. Das Blendschutzmittel 6 kann darüber hinaus in mindestens einer zweiten Blendschutzstellung angeordnet werden und durch die Antriebseinheit 12 beispielsweise von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung überführt werden, in der das Blendschutzmittel 6 zwischen dem Fahrzeuginsassen und einer Seitenscheibe 18 des Kraftfahrzeugs 4 angeordnet ist.
  • Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst das Blendschutzmittel 6 einen plattenförmigen Körper. Dieser ist durch ein Lagermittel 20 antreibbar gelagert, wodurch das Blendschutzmittel 6 von der Freigabestellung in die erste Blendschutzstellung drehbar gelagert ist und von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung schwenkbar gelagert ist.
  • Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst das Sensormittel 8 eine Kamera des Kraftfahrzeugs 4, die in einem Innenspiegel 22 des Kraftfahrzeugs 4 angeordnet ist. Darüber hinaus umfasst die Blendschutzvorrichtung 2 ein Navigationsmittel 24 das der Steuereinrichtung 14 funktional zugeordnet ist.
  • Schließlich umfasst die Blendschutzvorrichtung 2 eine elektronische Sitzverstellung 26, die ebenfalls der Steuereinrichtung 14 funktional zugeordnet ist und die durch die Steuereinrichtung 14 zumindest beim Überführen des Blendschutzmittels 6 von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und zurück, ansteuerbar ist.
  • Anhand der 2 bis 5 wird das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten der Blendschutzvorrichtung 2 gemäß 1 näher erläutert.
  • 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Verfahrens zum Betreiben einer Blendschutzvorrichtung 2, die die gemäß 1 offenbarten Komponenten umfasst. In einem ersten Schritt 100 wird ein Einfallen von Licht 10 in Richtung auf den Augenbereich des Fahrzeuginsassen durch das Sensormittel 8 erfasst. Hierbei erfasst das Sensormittel 8 zumindest die Lichtintensität und die Einfallrichtung des Lichts 10. Im gleichen Schritt 100 wird aus dem erfassten, insbesondere der erfassten Lichtintensität und der Einfallrichtung des Lichts 10, ein charakterisierendes Sensorsignal erzeugt.
  • In einem daran anschließenden Schritt 101 wird das Sensorsignal des Sensormittels 8 durch die Steuereinrichtung 14 ausgewertet und ermittelt, ob das Sensorsignal des Sensormittels 8 mindestens einen vorgegebenen oder vorgebbaren Schwellenwert für die Lichtintensität des Lichts erreicht oder überschreitet und/oder ob der Augenbereich des Fahrzeuginsassen durch das Blendschutzmittel 6 abschattbar ist.
  • Wenn diese beiden Bedingungen erfüllt sind, wird in einem nachfolgenden Schritt 102 ein Steuersignal durch die Steuereinrichtung 14 berechnet und erzeugt, durch das die Antriebseinheit 12, in Abhängigkeit der Einfallrichtung des Lichts, zum Überführen des Blendschutzmittels 6 in eine Blendschutzstellung ansteuerbar ist.
  • In einem nachfolgenden Schritt 103 wird das Blendschutzmittel 6 durch die Antriebseinheit 12 in Abhängigkeit des Steuersignals in eine Blendschutzstellung überführt. In Abhängigkeit der Einstrahlrichtung des Lichts 10 umfasst die Blendschutzstellung zumindest eine erste Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel 6 zwischen dem Augenbereich des Fahrzeuginsassen und der Frontscheibe 16 angeordnet ist oder mindestens in einer zweiten Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel 6 zwischen dem Augenbereich des Fahrzeuginsassen und der Seitenscheibe 18 des Kraftfahrzeugs 4 angeordnet ist.
  • 3 zeigt das Verfahren gemäß 2, bei dem das Berechnen und Erzeugen des Steuersignals gemäß Schritt 103 nicht nur auf den durch das Sensormittel 8 erfassten Daten erfolgt, sondern auch Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels 6 Berücksichtigung finden. So wird in einem parallel verlaufenden Schritt 100' die Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels 6 durch die Steuereinrichtung 14 oder durch die Antriebseinheit 12 erfasst. In einem nachfolgenden Schritt 101' wird die Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittel 6 durch die Steuereinrichtung 14ausgewertet.
  • In einem daran anschließenden Schritt 102', der auf dem Verfahrensschritt 102 gemäß 2 aufbaut und zusätzlich die Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels 6 zum Berechnen und Erzeugen des Steuersignals mit in Abhängigkeit nimmt.
  • 4 zeigt eine weitere Variante des Verfahrens gemäß 2, bei der das Erzeugen des Steuersignals gemäß Schritt 102 oder 102' zusätzlich in Abhängigkeit von Fahrzeugdaten erzeugt wird. Diesem voran gehen in einem Schritt 100" ein Erfassen von Fahrzeugdaten des Navigationsmittels 24 durch die Steuereinrichtung 14 und das Auswerten der Fahrzeugdaten durch die Steuereinrichtung 14 in einem Schritt 101".
  • In dem nachfolgenden Schritt 102", der auf dem Verfahrensschritt 102 gemäß 2 aufbaut und ggf. die Ergänzung des Verfahrensschritts 102' gemäß 3 mit umfasst, wird das Steuersignal zusätzlich in Abhängigkeit der Fahrzeugdaten berechnet und erzeugt.
  • Die Fahrzeugdaten können beispielsweise Navigationsdaten umfassen und somit eine Richtungsänderung für die Steuereinrichtung 14 erfassbar machen.
  • 5 zeigt weitere Verfahrensschritte, die parallel zum Verfahren gemäß 2 laufen können und zumindest im Verfahrensschritt 103 gemäß 2 mit diesen ablaufen.
  • In einem ersten Verfahrensschritt 104 wird der Weg des Blendschutzmittels 6 berechnet, indem das Blendschutzmittel 6 beim Überführen von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt durch en Fahrzeuginnenraum nimmt. Hierbei wird erfasst, ob eine Kollision des Blendschutzmittels 6 mit dem Fahrzeuginsassen beim Überführen von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung oder umgekehrt möglich ist.
  • In einem nachfolgenden Schritt 105 wird durch die Steuereinrichtung 14 ein Ausweichmanöver der elektronischen Sitzverstellung 26 berechnet, durch die eine Kollision des Fahrzeuginsassen mit dem Blendschutzmittel 6 vermeidbar ist.
  • Gemeinsam im Schritt 103, also wenn das Blendschutzmittel 6 durch die Antriebseinheit 12 von einer Blendschutzstellung in die andere Blendschutzstellung überführt wird, wird die elektronische Sitzverstellung 26 durch die Steuereinrichtung 14 angesteuert und führt das Ausweichmanöver der elektronischen Sitzverstellung 26 durch.
  • Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie in der Zeichnung offenbarten Merkmale der Erfindung, können sowohl einzeln, als auch in jeder beliebigen Kombination in der Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
  • Bezugszeichenliste
  • 2
    Blendschutzvorrichtung
    4
    Kraftfahrzeug
    6
    Blendschutzmittel
    8
    Sensormittel
    10
    Licht
    12
    Antriebseinheit
    14
    Steuereinrichtung
    16
    Frontscheibe
    18
    Seitenscheibe
    20
    Lagermittel
    22
    Innenspiegel
    24
    Navigationsmittel
    26
    elektronische Sitzverstellung
    100105
    Verfahrensschritte

Claims (9)

  1. Blendschutzvorrichtung (2) für ein Kraftfahrzeug (4) mit mindestens einem Blendschutzmittel (6), das von einer Freigabestellung, in der das Blendschutzmittel (6) ein direktes Einfallen von Licht (10) einer außerhalb des Fahrzeugs angeordneten Lichtquelle in Richtung eines Augenbereichs eines Fahrzeuginsassen freigibt, in mindestens eine Blendschutzstellung überführbar ist, in der das Blendschutzmittel (6) den Augenbereich des Fahrzeuginsassen zumindest teilweise abschattet, mit mindestens einem Sensormittel (8), durch das das Einfallen von Licht (10) in Richtung des Augenbereichs des Fahrzeuginsassen erfassbar ist, mit mindestens einer Antriebseinheit (12), durch die das mindestens eine Blendschutzmittel (6) von der Freigabestellung in die mindestens eine Blendschutzstellung überführbar ist und mit mindestens einer Steuereinrichtung (14), der das mindestens eine Sensormittel (8) funktional zuordenbar oder zugeordnet sind und durch die die Antriebseinheit (12) ansteuerbar ist, wobei das Blendschutzmittel (6) durch die Antriebseinheit (12) von einer ersten Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel (6) zwischen Fahrzeuginsasse und einer Frontscheibe (16) des Kraftfahrzeugs (4) angeordnet ist, in mindestens eine zweite Blendschutzstellung überführbar ist, in der das Blendschutzmittel (6) zwischen Fahrzeuginsasse und einer Seitenscheibe (18) des Kraftfahrzeugs (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuereinrichtung (14) eine elektronische Sitzverstellung (26) des Kraftfahrzeugs funktional zugeordnet ist, wobei die Sitzverstellung (26) zumindest beim Überführen des Blendschutzmittels (6) von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt von der Steuereinrichtung (14) ansteuerbar ist.
  2. Blendschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendschutzmittel (6) einen plattenförmigen Körper umfasst.
  3. Blendschutzvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens ein Lagermittel (20), durch das das Blendschutzmittel (6) von der Freigabestellung in die erste Blendschutzstellung drehbar antreibbar gelagert ist und durch das das Blendschutzmittel (6) von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und zurück schwenkbar antreibbar gelagert ist.
  4. Blendschutzvorrichtung (2) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sensormittel (8) eine Kamera des Kraftfahrzeugs (4) umfasst.
  5. Blendschutzvorrichtung (2) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (14) mindestens ein Navigationsmittel (24), wie GPS, Bewegungsmesser, inertiales Navigationssystem, etc., umfasst oder dass der Steuereinrichtung (14) mindestens ein Navigationsmittel (24) funktional zuordenbar oder zugeordnet ist.
  6. Verfahren zum Betreiben einer Blendschutzvorrichtung (2) für ein Kraftfahrzeug (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die mindestens ein Blendschutzmittel (6), ein Sensormittel (8), eine Antriebseinheit (12) und eine Steuereinrichtung (14) umfasst, mit den Schritten: a. Erfassen eines Einfallens von Licht (10) in Richtung auf einen Augenbereich eines Fahrzeuginsassen durch das mindestens eine Sensormittel (8), wobei zumindest eine Lichtintensität und eine Einfallrichtung des Lichts (10) erfasst werden, sowie Erzeugen eines das Erfasste charakterisierenden Sensorsignals; b. Auswerten des Sensorsignals des Sensormittels (8) durch die Steuereinrichtung (14) und Ermitteln, ob das Sensorsignal des Sensormittels (8) mindestens einen vorgegebenen oder vorgebbaren Schwellenwert für die Lichtintensität erreicht oder überschreitet und/oder ob der Augenbereich des Fahrzeuginsassen durch das Blendschutzmittel (6) abschattbar ist; c. Berechnen und Erzeugen eines Steuersignals für die Antriebseinheit (12), in Abhängigkeit der Einfallrichtung des Lichts (10), zum Überführen des Blendschutzmittels (6) in eine Blendschutzstellung, bei der die Lichtintensität im Augenbereich des Fahrzeuginsassen bezüglich der durch das Sensormittel (8) gemessenen Lichtintensität reduziert ist, wenn der Schwellenwert erreicht oder überschritten ist und der Augenbereich des Fahrzeuginsassen abschattbar ist, und Zuführen des Steuersignals an die Antriebseinheit (12); und d. Überführen des Blendschutzmittels (2) durch die Antriebseinheit (12) in Abhängigkeit des Steuersignals in eine Blendschutzstellung, die in Abhängigkeit der Einstrahlrichtung des Lichts (10) mindestens eine erste Blendschutzstellung, in der das Blendschutzmittel (6) zwischen dem Augenbereich des Fahrzeuginsassen und einer Frontscheibe (16) des Kraftfahrzeugs (4) angeordnet ist, oder mindestens eine zweite Blendschutzstellung umfasst, in der das Blendschutzmittel (6) zwischen dem Augenbereich des Fahrzeuginsassen und einer Seitenscheibe (18) des Kraftfahrzeugs (4) angeordnet ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die Schritte: a. Erfassen der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels (6) durch die Steuereinrichtung (14) und/oder durch die Antriebseinheit (12); b. Auswerten der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels (6) durch die Steuereinrichtung (14); und c. Berechnen und Erzeugen des Steuersignals in Abhängigkeit der Lage und Ausrichtung des Blendschutzmittels (6) und Zuführen des Steuersignals an die Antriebseinheit (12).
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, gekennzeichnet durch die Schritte: a. Erfassen von Fahrzeugdaten eines Navigationsmittels (24) durch die Steuereinrichtung (14); b. Auswerten der Fahrzeugdaten durch die Steuereinrichtung (14); und c. Berechnen und Erzeugen des Steuersignals in Abhängigkeit der Fahrzeugdaten und Zuführen des Steuersignals an die Antriebseinheit (12).
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch a. Berechnen eines Weges des Blendschutzmittels (6) durch den Fahrzeuginnenraum beim Überführen des Blendschutzmittels (6) von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt und Erfassen einer möglichen Kollision des Blendschutzmittels (6) beim Überführen mit dem Fahrzeuginsassen durch die Steuereinrichtung (14); b. Berechnen eines Ausweichmanövers der elektronischen Sitzverstellung (26) des Kraftfahrzeugs (4) durch die Steuereinrichtung (14), wenn eine Kollision des Blendschutzmittels (6) beim Überführen des Blendschutzmittels (6) von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt mit dem Fahrzeuginsassen erfasst ist; c. Ansteuern der elektronischen Sitzverstellung (26) des Kraftfahrzeugs (4) durch die Steuereinrichtung (14) zum Durchführen des Ausweichmanövers der elektronischen Sitzverstellung (26) zumindest beim Überführen des Blendschutzmittels (6) von der ersten Blendschutzstellung in die zweite Blendschutzstellung und umgekehrt.
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