-
Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Lastverteilerplatte zur Verteilung der Radlasten von Fahrzeugen auf Transporteinrichtungen, insbesondere für den Bahntransport.
-
Gemäß den Verladerichtlinien des Europäischen Eisenbahnverbands sind für Bahntransporte von Straßenfahrzeugen auf Flachwagen maximale Radlasten pro Rad von 5 t zugelassen. Bei Flurförderzeugen reduziert sich der Wert auf max. 3 t pro Rad, max. 10 kg/Quadratzentimeter bei Wagen mit dem Zeichen UIC (siehe Verladerichtlinien des Europäischen Eisenbahnverbands, Band 1, Punkt 2.2).
-
Aus der Patentschrift
DE 30 32 817 C2 ist ein Sicherungselement zur Quersicherung eines Ketten- oder schweren Radfahrzeuges auf einem Eisenbahnwagen, bestehend aus einer im wesentlichen rechteckigen Grundplatte, die ein Auffahrteil entsprechend der Ketten- bzw. Radbreite aufweist, an dessen einem Rand ein die Fahrzeugbewegung begrenzendes Stützteil mit einer steil verlaufenden Begrenzungsfläche vorgesehen ist und an dessen der dem Eisenbahnwagenboden zugewandten Unterseite Vorsprünge angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Eisenbahnwagenboden zugewandte Unterseite des Auffahrteiles großflächig plan ist und als Vorsprünge lediglich einige Stahldome zur Fixierung des Sicherungselementes aufweist und dass das Stützteil konstruktiv allein auf die Begrenzung der Querbewegung des Fahrzeuges ausgelegt ist.
-
Weiter ist aus der Offenlegungsschrift
DE 18 04 976 A ein Sicherungskeil für Transporteinrichtungen, wie Eisenbahnwagen, zur Sicherung einer Last, insbesondere eines Reifen- oder Raupenfahrzeugs auf einem Ladeboden, bekannt, mit einer Grundplatte die mit mindestens einer Auflauffläche versehen ist, welche unter die auflaufende Rundung eines Rades, einer Raupe oder eines Schlittens einer darauf gestellten Last geschoben werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei Auflaufflächen mit verschiedener Neigung aufweist, die mit dem Rücken gegeneinander auf der Grundplatte angebracht sind, und dass die Grundplatte an ihrer Unterseite Stege aufweist und an der Seite, welche die Auflauffläche mit der steilsten Neigung trägt, mit einem Verlängerungsstück versehen ist, das ebenfalls an seiner Unterseite Stege aufweist.
-
Zuletzt ist aus der.europäischen Patentschrift
EP 0 047 222 B1 ein Sicherungselement mit einer Grundplatte und einem Sicherungsanschlag zur Sicherung der Lage von Ketten- und/oder Räderfahrzeugen auf Eisenbahnwagen mit einer Ladefläche aus Holz, bei dem ein Teil der Grundplatte eine Auflage für eine Kette oder ein Rad bildet, deren bzw. dessen Verlagerung in der gesicherten Stellung in eine Richtung durch den Sicherungsanschlag begrenzt ist, bekannt, wobei an der Unterseite der Grundplatte durch das Eigengewicht des zu sichernden Fahrzeuges in die Lauffläche drückbare Spitze Dorne angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne auf einem ersten über die Grundplatte vorstehenden Teil ihrer Länge einen konstanten Querschnitt und auf einem sich hieran anschließenden zweiten Teil ihrer Länge den sich zu einer Spitze verjüngenden Querschnitt aufweisen.
-
Der Nachteil des bekannten Standes der Technik liegt darin, dass die Grundplatten nicht geeignet sind die Radlasten zu verteilen und insbesondere nicht an unterschiedliche Raddurchmesser in Verbindung mit Längssicherungen anpassbar sind.
-
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Lastverteilerplatte vorzustellen, die eine Quersicherung aufweist und Einrichtungen zur Anpassung von Stahldornkeilen an unterschiedliche Raddurchmesser unter Einhaltung maximaler Kontaktflächendrücke.
-
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist im Unteranspruch beschrieben.
-
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Lastverteilerplatte im einsatzfähigen Zustand aufgrund ihrer Größe den Kontaktflächendruck auf die Flachwagen auf maximal 10 kg/cm2 begrenzt. Dabei kann die Größe der Verteilerplatte dadurch entstehen, dass unterschiedlich große Lastverteilerplatten für unterschiedliche Radlasten verwendet werden, die aufgrund ihrer Steifigkeit die Last auf eine größere Fläche wie den Latsch des Reifens verteilen. Weiter kann auch eine elastisch wirkende Lastverteilerplatte ihre Größe verändern und bei zunehmender Radlast den Kontaktflächendruck durch eine zunehmende Auflagefläche vergrößern. In jedem Fall ist die erfindungsgemäße Lastverteilerplatte derart ausgelegt, dass die zu verladenden Fahrzeuge trotz unterschiedlicher Raddurchmesser in Längsrichtung durch Stahldornkeile gesichert werden. Regelmäßig steigt der Raddurchmesser mit zunehmender Radlast, sodass biegesteife Lastverteilerplatten erfindungsgemäße Aussparungen aufweisen und elastisch verformbare Lastverteilerplatten Überhöhungen aufweisen um die Stahldornkeile an die Raddurchmesser anzupassen.
-
Zum besseren Verständnis werden zwei Beispiele für erfindungsgemäße Lastverteilerplatten vorgestellt. Selbstverständlich sind weitere Ausführungsformen der Merkmale des Hauptanspruchs vorstellbar.
-
In einem ersten Beispiel weist eine biegesteife Lastverteilerplatte eine Quersicherung an der Oberseite und Stahldorne an der Unterseite auf. Die Quersicherung kann, zur besseren Handhabung, als Haltegriff ausgeführt sein. Weiter weist die biegesteife Lastverteilerplatte Aussparungen auf, deren Breite mit der von Stahldornkeilen harmonisiert. Durch die Aussparungen sind die Stahldornkeile für die Längssicherung des Fahrzeugs an die Durchmesser der Räder anpassbar. Die biegesteife Lastverteilerplatte reduziert den Kontaktflächendruck des Fahrzeugs durch die Vergrößerung der Aufstandsfläche.
-
In einem zweiten Beispiel weist eine biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte eine Quersicherung an der Oberseite und Stahldorne an der Unterseite auf. Die Quersicherung kann, zur besseren Handhabung, als Haltegriff ausgeführt sein. Weiter weist die biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte Aussparungen auf, deren Breite mit der von Stahldornkeilen harmonisiert. Durch die Aussparungen sind die Stahldornkeile für die Längssicherung des Fahrzeugs an die Durchmesser der Räder anpassbar. Die biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte reduziert den Kontaktflächendruck des Fahrzeugs radlastabhängig durch die lastabhängige Vergrößerung der Aufstandsfläche. Besonders vorteilhaft ist die Anpassung der Stahldornkeile unter die biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte für Fahrzeuge mit geringer Radlast möglich. Ein weiterer Vorteil liegt in der Gewichtsreduzierung einer biegeweichen, vorgespannten Lastverteilerplatte gegenüber einer biegesteifen Lastverteilerplatte.
-
Es zeigt 1 eine biegesteife Lastverteilerplatte in der Draufsicht und der Seitenansicht. Es zeigt 2 eine biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte in der Seitenansicht in einsatzfähigem Zustand mit Stahldornkeilen.
-
Es zeigt 1 eine biegesteife Lastverteilerplatte 1 mit einer Unterseite 2 und einer Oberseite 3. Die Unterseite 2 weist Stahldorne 4 zur formschlüssigen Verbindung der Lastverteilerplatte 1 mit der Transporteinrichtung auf. Die Oberseite 3 weist eine Quersicherung 5 auf, die mit zwei Haltegriffen 6 ausgeführt ist. Außerdem weist die Lastverteilerplatte 1 Aussparungen 7 auf, die durch Stahldornkeile 8 ausfüllbar sind. Die Fläche 9 zwischen den Aussparungen 7 entspricht maximal dem Latsch des Reifens in der Größe einer Radlast von 3 t. Höhere Radlasten werden bei gleichem Raddurchmesser durch die biegesteife Lastverteilerplatte 1 auf eine größere Fläche verteilt. Bei ansteigendem Raddurchmesser werden die Aussparungen 7 nicht mehr vollständig durch die Stahldornkeile 4 zur Längssicherung ausgefüllt.
-
Es zeigt 2 eine biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte 11 mit einer Unterseite 12 und einer Oberseite 13. Die Unterseite 12 weist Stahldorne 14 zur formschlüssigen Verbindung der Lastverteilerplatte 11 mit der Transporteinrichtung auf. Die Oberseite 13 weist eine Quersicherung 15 auf, die mit zwei Haltegriffen 16 ausgeführt ist. Außerdem weist die Lastverteilerplatte 11 Aussparungen 17 auf, die durch Stahldornkeile 18 ausfüllbar sind. Die Fläche 19 zwischen den Aussparungen 7 entspricht maximal dem Latsch des Reifens in der Größe einer Radlast von 3 t. Höhere Radlasten werden bei gleichem Raddurchmesser durch die Einfederung der biegeweichen, vorgespannten Lastverteilerplatte 11 auf eine größere Fläche verteilt. Bei ansteigendem Raddurchmesser werden die Aussparungen 17 nicht mehr vollständig durch die Stahldornkeile 14 zur Längssicherung ausgefüllt.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- biegesteife Lastverteilerplatte
- 2
- Unterseite
- 3
- Oberseite
- 4
- Stahldorn
- 5
- Quersicherung
- 6
- Haltegriffe
- 7
- Aussparungen
- 8
- Stahldornkeile
- 9
- Fläche
- 11
- biegeweiche, vorgespannte Lastverteilerplatte
- 12
- Unterseite
- 13
- Oberseite
- 14
- Stahldorn
- 15
- Quersicherung
- 16
- Haltegriffe
- 17
- Aussparungen
- 18
- Stahldornkeile
- 19
- Fläche