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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ejektorvorrichtung. Eine Ejektorvorrichtung kann insbesondere eine Strahlpumpe zur Erzeugung eines Unterdrucks und zum Ansaugen oder Absaugen eines Saugmediums sein.
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Ejektoren sind beispielsweise aus der
WO 2011/095790 A1 oder der
WO 2013/017832 A1 bekannt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ejektorvorrichtung bereitzustellen, welche einfach aufgebaut und kostengünstig herstellbar ist und mindestens eine weitere integrierte Funktion aufweist.
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Diese Aufgabe wird durch eine Ejektorvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
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Die erfindungsgemäße Ejektorvorrichtung umfasst einen Grundkörper, welcher Folgendes umfasst:
eine Saugkammer zum Ansaugen eines Saugmediums;
einen Mischkanal zum Mischen eines Treibmediums mit dem Saugmedium;
eine Treibstrahlvorrichtung zum Erzeugen eines längs einer Strahlrichtung aus der Saugkammer heraus und in den Mischkanal hinein gerichteten Treibmediumstrahls.
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Die erfindungsgemäße Ejektorvorrichtung ist insbesondere eine Strahlpumpe zur Erzeugung eines Unterdrucks.
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Mittels der erfindungsgemäßen Ejektorvorrichtung ist insbesondere ein Unterdruck zum Ansaugen und/oder Absaugen eines Saugmediums erzeugbar.
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Nachfolgend wird auf die Funktionen Ansaugen und/oder Absaugen vereinfacht als "Ansaugen" Bezug genommen.
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Die Ejektorvorrichtung kann insbesondere zum Ansaugen von Gas, beispielsweise ölnebelhaltigem Gas, genutzt werden.
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Die Ejektorvorrichtung ist dann insbesondere Bestandteil einer Ölabscheidevorrichtung, welche insbesondere in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zum Einsatz kommt. Die Ejektorvorrichtung ist vorzugsweise stromabwärts einer Abscheideeinheit der Ölabscheidvorrichtung angeordnet, so dass insbesondere ein zu reinigendes ölnebelhaltiges Gas zur Reinigung desselben durch die Abscheideeinheit hindurchsaugbar ist.
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Der Grundkörper der Ejektorvorrichtung umfasst vorzugsweise ein die Saugkammer umgebendes Saugkammerelement.
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Insbesondere ist die Saugkammer als ein Innenraum des Saugkammerelements ausgebildet oder durch den Innenraum des Saugkammerelements gebildet.
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Das Saugkammerelement umfasst vorzugsweise einen im Wesentlichen torusförmigen Innenraum.
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Die Saugkammer ist vorzugsweise im Wesentlichen torusförmig ausgebildet.
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Es kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper alternativ oder ergänzend zu dem Saugkammerelement ein Mischkanalelement umfasst.
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Das Mischkanalelement umgibt vorzugsweise den Mischkanal.
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Insbesondere ist der Mischkanal durch einen Innenraum des Mischkanalelements gebildet oder als ein Innenraum des Mischkanalelements ausgebildet.
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Günstig kann es sein, wenn das Saugkammerelement und das Mischkanalelement voneinander verschiedene Bauteile sind.
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Das Saugkammerelement und das Mischkanalelement sind vorzugsweise voneinander verschiedene und nach der jeweiligen einzelnen Herstellung miteinander verbundene Bauteile, insbesondere Kunststoff-Spritzgussbauteile.
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Sowohl das Saugkammerelement als auch das Mischkanalelement werden vorzugsweise jeweils einstückig in einem einzigen Herstellungsschritt als Kunststoff-Spritzgussbauteil hergestellt.
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Das Saugkammerelement und das Mischkanalelement sind vorzugsweise in einem Flanschbereich miteinander verbunden. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Saugkammerelement und das Mischkanalelement mittels einer Schweißverbindung, einer Schraubverbindung, einer Klemmverbindung und/oder einer Rastverbindung miteinander verbunden sind.
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Vorzugsweise sind das Saugkammerelement und das Mischkanalelement im Flanschbereich gasdicht miteinander verbunden.
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Das Saugkammerelement und das Mischkanalelement sind vorzugsweise derart miteinander verbunden, dass die Saugkammer und der Mischkanal unmittelbar aneinander angrenzen und fluidwirksam miteinander verbunden sind.
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Es kann vorgesehen sein, dass der Mischkanal, insbesondere ein Mischkanalelement des Grundkörpers, Folgendes umfasst:
einen sich verjüngenden Abschnitt, welcher sich längs der Strahlrichtung an die Saugkammer anschließt und welcher eine sich längs der Strahlrichtung kontinuierlich und/oder stetig verkleinernde Innenquerschnittsfläche aufweist, und/oder einen sich erweiternden Abschnitt, welcher sich längs der Strahlrichtung an den sich verjüngenden Abschnitt anschließt und welcher eine sich längs der Strahlrichtung kontinuierlich und/oder stetig vergrößernde Innenquerschnittsfläche aufweist.
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Der sich verjüngende Abschnitt schließt sich vorzugsweise unmittelbar an die Saugkammer an.
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Der sich erweiternde Abschnitt kann sich unmittelbar an den sich verjüngenden Abschnitt anschließen.
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Alternativ hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass zwischen dem sich verjüngenden Abschnitt und dem sich erweiternden Abschnitt ein Zwischenabschnitt vorgesehen ist, welcher eine längs der Strahlrichtung unveränderte Innenquerschnittsfläche aufweist.
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Eine Innenquerschnittsfläche ist insbesondere eine durchströmbare Fläche in einer senkrecht zur Strahlrichtung genommenen Ebene.
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Der Mischkanal umfasst insbesondere einen konvergenten Abschnitt, welcher durch den sich verjüngenden Abschnitt gebildet ist und einen divergenten Abschnitt, welcher durch den sich erweiternden Abschnitt gebildet ist.
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Vorzugsweise ist mittels des Mischkanals eine Lavaldüse gebildet.
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Das Mischkanalelement ist insbesondere ein Lavaldüsenelement.
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Es kann vorgesehen sein, dass ein Saugkammerelement des Grundkörpers ein oder mehrere oder sämtliche der folgenden Komponenten umfasst:
eine Einhausung für die Saugkammer;
einen Saugkanalanschluss;
einen Treibmediumanschluss;
eine Treibstrahlelementaufnahme;
einen Treibmediumkanal insbesondere zur fluidwirksamen Verbindung des Treibmediumanschlusses mit der Treibstrahlelementaufnahme;
einen Flanschabschnitt zum Verbinden des Saugkammerelements mit einem hiervon verschiedenen Mischkanalelement des Grundkörpers.
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Die Saugkammer umgibt vorzugsweise die Treibstrahlelementaufnahme, ein darin angeordnetes Treibstrahlelement und/oder einen Treibmediumkanal im Wesentlichen ringförmig, insbesondere torusförmig oder ringabschnittsförmig, insbesondere torusabschnittsförmig.
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Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Mischkanalelement des Grundkörpers ein oder mehrere oder sämtliche der folgenden Komponenten umfasst:
eine Einhausung für den Mischkanal;
einen Abführanschluss;
einen Flanschabschnitt zum Verbinden des Mischkanalelements mit einem hiervon verschiedenen Saugkammerelement des Grundkörpers.
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Ein Mischkanalelement des Grundkörpers kann insbesondere ein oder mehrere Versteifungsrippen umfassen.
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Günstig kann es sein, wenn ein Saugkammerelement des Grundkörpers ein Einheitsbauteil zur Aufnahme von Treibstrahlelementen unterschiedlicher Art und/oder Größe ist.
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Das Saugkammerelement des Grundkörpers kann ferner ein Einheitsbauteil zur Verbindung mit Mischkanalelementen unterschiedlicher Art und/oder Größe sein.
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Ein Einheitsbauteil ist insbesondere ein universelles Gleichteil, welches für eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere zur Herstellung von Ejektorvorrichtungen unterschiedlicher Dimensionen und/oder Betriebsparameter, verwendbar ist.
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Ein Treibstrahlelement einer Treibstrahlvorrichtung ist vorzugsweise in das Saugkammerelement integriert.
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Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass ein Treibstrahlelement der Treibstrahlvorrichtung durch die Saugkammer hindurchgeführt ist.
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Das Saugkammerelement dient vorzugsweise als Basiselement für die gesamte Ejektorvorrichtung, an welcher alle für die Betriebseigenschaften funktionsrelevanten weiteren Bauteile mittelbar oder unmittelbar festgelegt werden.
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Vorzugsweise stellt das Saugkammerelement zugleich eine Anschlussmöglichkeit für die Zuführung des Treibmediums und/oder eine Anschlussmöglichkeit für das Saugmedium bereit.
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Durch die Verwendung eines als Einheitsbauteil ausgebildeten Saugkammerelements kann insbesondere unter Minimierung von Rüstzeiten und Rüstkosten des Fertigungswerkzeugs ein kostengünstiges Standardbauteil in höheren Stückzahlen gefertigt werden.
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Ein Saugkammerelement und/oder ein Mischkanalelement des Grundkörpers sind vorzugsweise als Kunststoff-Spritzgussbauteile ausgebildet und weisen vorzugsweise eine Hauptentformungsrichtung auf, welche im Wesentlichen parallel zur Strahlrichtung ist.
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Es kann vorgesehen sein, dass der Anschlussstutzen und/oder ein Saugkanalanschluss des Saugkammerelements eine Dichtelementaufnahme zur Aufnahme eines Dichtelements, insbesondere eines O-Rings, umfasst. Die Dichtelementaufnahme kann insbesondere durch eine ringförmige Nut gebildet sein.
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Ferner kann vorgesehen sein, dass der Abführanschluss des Mischkanalelements und/oder ein an dem Abführanschluss festzulegender Abführkanal eine Dichtelementaufnahme zur Aufnahme eines Dichtelements, insbesondere eines O-Rings, umfasst. Die Dichtelementaufnahme kann insbesondere durch eine ringförmige Nut gebildet sein.
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Mittels eines in der Dichtelementaufnahme aufgenommenen Dichtelements kann insbesondere eine zuverlässige Abdichtung im Übergangsbereich zwischen dem Saugkanal und dem Grundkörper der Ejektorvorrichtung und/oder zwischen dem Grundkörper der Ejektorvorrichtung und einem an dem Abführanschluss festgelegten Abführkanal gewährleistet werden.
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Insbesondere dann, wenn die Ejektorvorrichtung besonders leicht und kostengünstig herstellbar sein soll, sind mehrere Bauteile der Ejektorvorrichtung vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gebildet.
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Auch ein Treibstrahlelement der Treibstrahlvorrichtung ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gebildet.
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Unter einem Treibstrahlelement ist in dieser Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen jegliche Art von Strömungselement zu verstehen, mittels welchem ein über den Treibmediumanschluss zugeführtes Treibmedium gerichtet in den Innenraum des Saugkammerelements und/oder des Mischkanalelements abgebbar ist.
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Ein Treibstrahlelement kann dabei insbesondere eine herkömmliche Düse, eine Blende, eine Öffnung, ein Spalt, ein Schlitz, eine Ringöffnung, eine Drossel oder ähnliches sein oder umfassen.
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Es kann vorgesehen sein, dass ein Treibstrahlelement der Treibstrahlvorrichtung aus einem metallischen Material gebildet ist.
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Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement ein metallisches Material, beispielsweise Messing, umfasst oder aus einem metallischen Material, insbesondere Messing, gebildet ist.
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Das Treibstrahlelement ist vorzugsweise aus einem Material gebildet, welches härter und/oder standfester ist als ein Material, aus welchem das Saugkammerelement und/oder das Mischkanalelement gebildet ist.
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Das Treibstrahlelement kann beispielsweise aus einem im Vergleich zu einem Kunststoffmaterial des Saugkammerelements und/oder des Mischkanalelements härteren Kunststoffmaterial gebildet sein. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Saugkammerelement und/oder das Mischkanalelement aus einem spritzgießbaren thermoplastischen Kunststoffmaterial gebildet sind und dass das Treibstrahlelement aus einem insbesondere hochfesten Kunststoffmaterial und/oder PEEK-Material gebildet ist.
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Es kann vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement aus einem keramischen Material gebildet ist oder ein keramisches Material umfasst.
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Das Treibstrahlelement ist vorzugsweise in das Saugkammerelement und/oder in das Mischkanalelement eingebettet.
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Es kann vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement ausschließlich an oder in einer Treibstrahlelementaufnahme des Saugkammerelements angeordnet oder anordenbar ist.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement ausschließlich an oder in dem Mischkanalelement angeordnet oder anordenbar ist. Das Saugkammerelement umfasst dann insbesondere keine Treibstrahlelementaufnahme, sondern vorzugsweise lediglich einen Treibmediumkanal zur Zuführung des Treibmediums zu dem Treibstrahlelement.
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Die Treibstrahlelementaufnahme kann beispielsweise ein Gewindeinsert im Saugkammerelement und/oder im Mischkanalelement sein.
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Ferner kann die Treibstrahlelementaufnahme durch das Saugkammerelement und/oder das Mischkanalelement selbst gebildet sein.
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Das Treibstrahlelement ist vorzugsweise einteilig/einstückig oder mehrteilig/mehrstückig ausgebildet, insbesondere als ein Metalldrehteil.
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Die Treibstrahlelementaufnahme ist vorzugsweise ein aus einem Kunststoffmaterial gebildeter Abschnitt des Saugkammerelements und/oder des Mischkanalelements.
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Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ejektorvorrichtung ein als Kunststoff-Spritzgussbauteil ausgebildetes Saugkammerelement und/oder Mischkanalelement und ein unmittelbar in das Saugkammerelement und/oder das Mischkanalelement eingebettetes Treibstrahlelement umfasst.
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Das Treibstrahlelement ist vorzugsweise ein separates, stabiles und/oder langzeitbeständiges Bauteil, welches eine hohe Dimensionsstabilität sowie ein gutes Präzisions- und Abrasionsverhalten aufweist.
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Vorzugsweise ergibt sich durch direktes Fügen zum Kunststoff eine ausreichende Dichtheitseigenschaft.
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Das Treibstrahlelement kann beispielsweise durch Umspritzen desselben während der Herstellung des Saugkammerelements und/oder des Mischkanalelements in dem Saugkammerelement und/oder dem Mischkanalelement festgelegt werden.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement durch Heißeinbetten in das zuvor fertiggestellte Saugkammerelement und/oder Mischkanalelement in dem Saugkammerelement und/oder dem Mischkanalelement festgelegt wird.
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Zudem kann vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement durch Kalteinpressen in das zuvor fertiggestellte Saugkammerelement und/oder Mischkanalelement in dem Saugkammerelement und/oder dem Mischkanalelement festgelegt wird.
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Die erfindungsgemäße Ejektorvorrichtung umfasst ferner vorzugsweise eine Heizvorrichtung zum Erhitzen des Saugmediums und/oder des Treibmediums.
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Günstig kann es sein, wenn die Heizvorrichtung ein Heizelement umfasst, welches zum Erhitzen des Saugmediums und/oder des Treibmediums von dem Saugmedium und/oder dem Treibmedium anströmbar und/oder umströmbar und/oder durchströmbar ist.
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Insbesondere wird Wärme vorzugsweise durch unmittelbaren Kontakt zwischen dem Heizelement einerseits und dem Saugmedium und/oder dem Treibmedium andererseits von dem Heizelement auf das Saugmedium und/oder das Treibmedium übertragen.
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Es kann vorgesehen sein, dass Wärme zunächst auf das Saugmedium und anschließend mittels des Saugmediums auf das Treibmedium übertragen wird.
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Ferner kann vorgesehen sein, dass Wärme zunächst auf das Treibmedium und anschließend von dem Treibmedium auf das Saugmedium übertragen wird.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass Wärme unmittelbar auf ein Gemisch aus Saugmedium und Treibmedium übertragen wird.
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Vorteilhaft kann es sein, wenn die Heizvorrichtung ein Heizelement umfasst, welches in ein die Saugkammer umgebendes Saugkammerelement integriert ist.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass die Heizvorrichtung ein Heizelement umfasst, welches in ein den Mischkanal umgebendes Mischkanalelement integriert ist.
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Ferner kann vorgesehen sein, dass die Heizvorrichtung ein Heizelement umfasst, welches sowohl in ein die Saugkammer umgebendes Saugkammerelement als auch in ein den Mischkanal umgebendes Mischkanalelement integriert ist.
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Das Heizelement ist insbesondere durch Umspritzen, Einbetten, Einpressen und/oder Einklemmen in das Saugkammerelement und/oder das Mischkanalelement integriert.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Heizvorrichtung ein Heizelement umfasst, welches einen Bestandteil der Treibstrahlvorrichtung bildet.
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Insbesondere kann das Heizelement eine Düse oder Blende oder ein sonstiges Strömungselement der Treibstrahlvorrichtung bilden oder ergänzen.
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Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Heizvorrichtung ein Heizelement umfasst, welches sich bezüglich einer Strahlrichtung des Treibmediums, insbesondere unmittelbar, stromabwärts an die Treibstrahlvorrichtung anschließt.
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Das Heizelement ist dabei vorzugsweise an einem den Mischkanal umgebenden Mischkanalelement angeordnet, insbesondere in ein den Mischkanal umgebendes Mischkanalelement integriert. Vorzugsweise ragt das Heizelement in einen Bereich unmittelbar stromabwärts der Treibstrahlvorrichtung hinein, so dass insbesondere unmittelbar an einem Treibstrahlaustritt der Treibstrahlvorrichtung das Treibmedium erhitzbar ist. Die Treibstrahlvorrichtung ist dabei vorzugsweise in das die Saugkammer umgebende Saugkammerelement integriert.
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Vorteilhaft kann es sein, wenn die Heizvorrichtung eine Heißgaszuführung zum Erhitzen des Saugmediums mittels eines Heißgases umfasst. Die Heißgaszuführung ist vorzugsweise durch die Treibstrahlvorrichtung gebildet. Vorzugsweise bildet das Treibmedium das Heißgas.
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Günstig kann es sein, wenn das Treibmedium als Heißgas zu der Ejektorvorrichtung zugeführt wird.
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Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Treibmedium innerhalb der Treibstrahlvorrichtung erhitzt wird, um letztlich das Heißgas zu bilden.
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Günstig kann es sein, wenn die Heizvorrichtung eine Wärmequelle und ein Kontaktwärmeübertragungselement zur Übertragung von mittels der Wärmequelle bereitgestellter Wärme auf das Saugmedium und/oder das Treibmedium umfasst.
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Das Kontaktwärmeübertragungselement kommt vorzugsweise in unmittelbaren stofflichen Kontakt mit dem Saugmedium und/oder dem Treibmedium.
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Das Kontaktwärmeübertragungselement wird insbesondere von dem Saugmedium und/oder dem Treibmedium angeströmt und/oder umströmt und/oder durchströmt.
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Insbesondere umfasst das Kontaktwärmeübertragungselement vorzugsweise eine Durchströmöffnung, durch welche das Saugmedium und/oder das Treibmedium hindurchströmen kann.
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Die Durchströmöffnung ist vorzugsweise Bestandteil der Treibstrahlvorrichtung oder eine von der Treibstrahlvorrichtung verschiedene Düse, Blende, Drossel oder ein sonstiges Strömungselement.
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Die Heizvorrichtung umfasst vorzugsweise ein Heizelement, welches ein oder mehrere Heizabschnitte, ein oder mehrere Kontaktwärmeübertragungselemente und/oder ein oder mehrere Wärmeleitelemente umfasst.
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Ein Heizabschnitt ist insbesondere ein Bereich des Heizelements, in welchem Wärme erzeugt und/oder in das Heizelement eingebracht wird.
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Vorzugsweise umfasst das Heizelement zwei an einander gegenüberliegenden Enden des Heizelements angeordnete und/oder ausgebildete Kontaktwärmeübertragungselemente.
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Zwischen den beiden Kontaktwärmeübertragungselementen ist insbesondere ein Heizabschnitt zur Zuführung von Wärme zu dem Heizelement vorgesehen.
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Die Kontaktwärmeübertragungselemente sind vorzugsweise mittels jeweils eines Wärmeleitelements mit dem mindestens einen Heizabschnitt verbunden.
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Insbesondere sind ein oder mehrere Wärmeleitelemente durch einen Abschnitt des Heizelements gebildet.
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Ein Kontaktwärmeübertragungselement kann beispielsweise ein hohlzylindrisches, insbesondere hohlkreiszylindrisches, Element sein, welches im Betrieb der Ejektorvorrichtung mit Saugmedium und/oder Treibmedium durchströmt wird.
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Insbesondere kann ein Kontaktwärmeübertragungselement einen Wandungsabschnitt oder eine Wandung des Mischkanals bilden.
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In oder an einem oder mehreren Heizabschnitten des Heizelements ist insbesondere mindestens eine Wärmequelle angeordnet und/oder gebildet.
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Vorzugsweise sind die mindestens eine Wärmequelle und das mindestens eine Kontaktwärmeübertragungselement mittels mindestens eines Wärmeleitelements der Heizvorrichtung thermisch leitend miteinander verbunden.
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Mittels des Wärmeleitelements ist Wärme insbesondere längs einer parallel zur Strahlrichtung des Treibstrahls verlaufenden Richtung, beispielsweise längs oder entgegengesetzt zur Strahlrichtung, von der Wärmequelle zu dem Kontaktwärmeübertragungselement leitbar.
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Vorzugsweise erfolgt keine oder lediglich eine geringe Wärmeübertragung von dem Wärmeleitelement unmittelbar auf das Saugmedium und/oder das Treibmedium.
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Das Leitelement ist vorzugsweise zumindest abschnittsweise innerhalb eines den Mischkanal umgebenden Mantels des Mischkanalelements angeordnet und somit vorzugsweise vor einem unmittelbaren Kontakt mit dem Saugmedium und/oder dem Treibmedium geschützt.
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Ein Kontaktwärmeübertragungselement kann beispielsweise ein Endabschnitt des Heizelements sein.
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Beispielsweise kann ein Endabschnitt des Heizelements abgekantet und/oder umgeformt und/oder mit mindestens einer Durchströmöffnung versehen sein, um das Kontaktwärmeübertragungselement zu bilden.
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Ein oder mehrere Heizelemente, insbesondere ein oder mehrere Heizabschnitte, Kontaktwärmeübertragungselemente und/oder Wärmeleitelemente, sind vorzugsweise aus einem oder mehreren Metallstreifen, insbesondere Metallblechstreifen, gebildet oder als ein Metallstreifen, insbesondere ein Metallblechstreifen, ausgebildet.
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Die Wärmequelle kann beispielsweise eine Widerstandsheizvorrichtung und/oder eine Induktionsvorrichtung umfassen oder durch eine Widerstandsheizvorrichtung und/oder eine Induktionsvorrichtung gebildet sein.
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Eine Widerstandsheizvorrichtung ist insbesondere eine Wärmequelle, bei welcher durch Anlegen eines elektrischen Stroms Wärme erzeugt wird.
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Eine Induktionsvorrichtung ist insbesondere eine Wärmequelle, bei welcher induktiv, insbesondere mittels elektromagnetischer Wellen kontaktlos, Energie auf ein induktiv heizbares Element übertragen wird, um dieses zu erhitzen.
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Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Spule einer Induktionsvorrichtung um ein den Mischkanal umgebendes Mischkanalelement herumgewickelt oder in dieses eingebettet ist.
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Mittels dieser Spule kann insbesondere ein induktiv heizbares Element erhitzt werden.
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Ferner kann vorgesehen sein, dass eine Wärmequelle durch ein Heißgas gebildet ist.
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Heißgas kann insbesondere in unmittelbaren Kontakt mit einem Abschnitt des Heizelements gebracht werden, um das Heizelement zu erhitzen.
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Das Heißgas überträgt seine Wärme dann insbesondere nicht unmittelbar auf das Saugmedium und/oder das Treibmedium, sondern mittels des Heizelements.
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Ein Heizelement der Heizvorrichtung zum Erhitzen des Saugmediums und/oder des Treibmediums bildet vorzugsweise eine den Mischkanal und/oder die Saugkammer begrenzende Wandung oder einen den Mischkanal und/oder die Saugkammer begrenzenden Wandungsabschnitt.
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Ein Heizelement, insbesondere ein Heizabschnitt des Heizelements, ist vorzugsweise durch eine Beschichtung und/oder ein Insert an einer Innenseite des Mischkanalelements und/oder des Saugkammerelements ausgebildet.
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Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass eine Wandung und/oder ein Wandungsabschnitt des die Saugkammer und/oder den Mischkanal begrenzenden Elements mit einer Beschichtung, insbesondere einer elektrisch und/oder magnetisch leitfähigen Beschichtung, versehen ist.
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Die Beschichtung ist beispielsweise ein induktiv heizbares Element und/oder ein widerstandsheizfähiges Element.
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Die Verwendung eines induktiv heizbaren Elements kann vorzugsweise den Vorteil einer reduzierten Strömungsbeeinflussung bieten.
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Das Mischkanalelement und/oder das Saugkammerelement sind vorzugsweise aus einem elektrisch und/oder magnetisch nicht leitfähigen Material gebildet.
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Vorteilhaft kann es sein, wenn ein elektrischer Steckanschluss einer elektrischen Widerstandsheizvorrichtung der Heizvorrichtung und/oder eine Aufnahme für eine elektrische Widerstandsheizvorrichtung der Heizvorrichtung ein Bestandteil eines Mischkanalelements und/oder eines Saugkammerelements der Ejektorvorrichtung ist.
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Beispielsweise kann ein elektrischer Steckanschluss und/oder eine Aufnahme für eine elektrische Widerstandsheizvorrichtung an das Mischkanalelement und/oder das Saugkammerelement angeformt und/oder einstückig mit demselben hergestellt werden, beispielsweise in einem Spritzgießprozess.
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Die vorstehend beschriebene Ejektorvorrichtung eignet sich insbesondere zur Verwendung in oder an einem Verbrennungsmotor.
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Der Verbrennungsmotor weist vorzugsweise einzelne oder mehrere der im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ejektorvorrichtung beschriebenen Merkmale und/oder Vorteile auf.
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Die Ejektorvorrichtung ist vorzugsweise in einem Kanal zur Abführung von Kurbelgehäuseabgas aus einem Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors angeordnet.
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Vorteilhaft kann es sein, wenn der Verbrennungsmotor ein Hubkolbenmotor ist.
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Der Verbrennungsmotor ist insbesondere ein Antriebsmotor eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, beispielsweise eines Personenkraftwagens und/oder Lastkraftwagens.
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Günstig kann es sein, wenn der Verbrennungsmotor eine oder mehrere erfindungsgemäße Ejektorvorrichtungen umfasst.
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Mittels der einen oder der mehreren Ejektorvorrichtungen ist insbesondere Blow-by-Gas ansaugbar und/oder absaugbar, beispielsweise um dieses mittels einer Abscheidevorrichtung zuverlässig von Ölnebel zu befreien.
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Ein Saugkanalanschluss der Ejektorvorrichtung ist vorzugsweise fluidwirksam mit einem Kurbelgehäuseabführanschluss des Verbrennungsmotors verbunden und/oder verbindbar.
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Es kann vorgesehen sein, dass ein Treibmediumanschluss der Ejektorvorrichtung fluidwirksam mit einer Ladeluftleitung einer Turboladervorrichtung und/oder Kompressorvorrichtung des Verbrennungsmotors verbunden oder verbindbar ist, insbesondere stromaufwärts oder stromabwärts eines Ladeluftkühlers des Verbrennungsmotors.
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Die Ladeluftleitung ist insbesondere eine Verdichterableitung, welche stromabwärts eines Verdichters der Turboladervorrichtung und/oder Kompressorvorrichtung des Verbrennungsmotors angeordnet ist.
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Vorteilhaft kann es sein, wenn ein Abführanschluss der Ejektorvorrichtung fluidwirksam mit einer Verdichterzuleitung eines Verdichters einer Turboladervorrichtung und/oder Kompressorvorrichtung des Verbrennungsmotors verbunden ist.
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Bezüglich einer Strömungsrichtung des Saugmediums zwischen dem Kurbelgehäuseabführanschluss einerseits und der Ejektorvorrichtung andererseits ist vorzugsweise eine Abscheidevorrichtung zum Abscheiden von Verunreinigungen aus dem Saugmedium vorgesehen.
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Das Saugmedium ist dann insbesondere Kurbelgehäusegas, beispielsweise Blow-by-Gas, insbesondere bereits von Ölnebel befreites Gas.
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Durch die Verwendung eines oder mehrerer Ejektoren kann vorzugsweise ein Druckverlust in Abscheidevorrichtungen kompensiert und/oder besser genutzt werden.
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Insbesondere bei passiven Abscheidern, beispielsweise Impaktoren, Zyklonen, Impaktor-Vlies-Abscheidern, etc., kann durch die Verwendung einer oder mehrerer Ejektorvorrichtungen vorzugsweise ein optimierter Betrieb ermöglicht werden. Insbesondere können aufgrund des verwendeten Ejektors oder aufgrund der verwendeten Ejektoren höhere Druckverluste in der jeweiligen Abscheidevorrichtung toleriert werden, ohne eine Beeinträchtigung der Funktion des Verbrennungsmotors zu befürchten.
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Mittels einer Heizvorrichtung wird vorzugsweise die Bildung von Kondensat im Frischluftstrang (Frischluftpfad) stromaufwärts eines Turboladers des Verbrennungsmotors vermieden.
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Insbesondere können vorzugsweise Einfrierprobleme, welche durch Entspannen des Treibmediums im Ejektor insbesondere bei Wasser-gesättigtem Blow-by-Gas entstehen können, vermieden werden.
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Die Ejektorvorrichtung ist vorzugsweise in eine Zylinderkopfhaube des Verbrennungsmotors integriert oder integrierbar. Hierdurch können insbesondere zusätzlicher Bauraum sowie Mehrkosten reduziert oder ganz vermieden werden.
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Ferner können dadurch, dass die Ejektorvorrichtung eine Heizvorrichtung umfasst, Bauteilkosten, Montageaufwand und/oder Montagekosten reduziert werden.
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Potentielle Wasseransammlungen, insbesondere Kondensat an einer Einleitstelle, werden vorzugsweise durch hohe Strömungsgeschwindigkeiten im Mischkanal und/oder durch die Treibstrahlvorrichtung aktiv in Richtung des Abführanschlusses und/oder in Richtung des Frischluftstrangs (Zuluftstrangs) des Verbrennungsmotors ausgetragen.
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Die Ejektorvorrichtung bietet insbesondere eine Kombination aus einem Ejektor und einem Heizelement, insbesondere in einem Bauteil.
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Weitere bevorzugte Merkmale und/oder Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.
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In den Zeichnungen zeigen:
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1 eine schematische perspektivische teiltransparente Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Ejektorvorrichtung;
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2 eine schematische Seitenansicht der Ejektorvorrichtung aus 1;
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3 eine schematische Draufsicht auf die Ejektorvorrichtung aus 1 mit Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 3 in 2;
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4 eine schematische Seitenansicht der Ejektorvorrichtung aus 1 mit Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 4 in 2;
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5 eine schematische Draufsicht auf die Ejektorvorrichtung aus 1 mit Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 5 aus 2;
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6 eine schematische teilweise geschnittene Darstellung der Ejektorvorrichtung aus 1;
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7 eine teilweise geschnittene Explosionsdarstellung der Ejektorvorrichtung aus 1;
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8 eine schematische perspektivische Darstellung von Bestandteilen einer Heizvorrichtung der Ejektorvorrichtung aus 1;
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9 eine weitere Darstellung der Heizvorrichtung aus 8 im teilmontierten Zustand;
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10 einen schematischen Schnitt durch die Ejektorvorrichtung aus 1 längs der Linie 10-10 in 3;
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11 einen schematischen Schnitt durch die Ejektorvorrichtung aus 1 längs der Linie 11-11 in 10;
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12 einen schematischen Schnitt durch die Ejektorvorrichtung aus 1 längs der Linie 12-12 in 10;
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13 einen schematischen Schnitt durch die Ejektorvorrichtung aus 1 längs der Linie 13-13 in 10;
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14 einen schematischen Schnitt durch die Ejektorvorrichtung aus 1 längs der Linie 14-14 in 10;
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15 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs XV in 10;
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16 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs XVI in 10;
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17 eine der 10 entsprechende schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Ejektorvorrichtung, bei welcher eine als Induktionsvorrichtung ausgebildete Heizvorrichtung vorgesehen ist; und
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18 eine der 10 entsprechende schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Ejektorvorrichtung, bei welcher ein Heizelement der Heizvorrichtung zugleich ein Treibstrahlelement einer Treibstrahlvorrichtung der Ejektorvorrichtung bildet.
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Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in sämtlichen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
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Eine in den 1 bis 16 dargestellte erste Ausführungsform einer als Ganzes mit 100 bezeichneten Ejektorvorrichtung kommt beispielsweise im Kraftfahrzeugbau zum Einsatz. Die Ejektorvorrichtung 100 dient dabei insbesondere als Saugvorrichtung zum Absaugen oder Ansaugen von ölnebelhaltigem Gas aus einem Kurbelgehäuse eines Verbrennungsmotors 102.
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Die Ejektorvorrichtung 100 ist hierzu insbesondere an einer nicht dargestellten Zylinderkopfhaube des Verbrennungsmotors 102 angeordnet.
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Die Ejektorvorrichtung 100 umfasst eine Saugkammer 104 zur Ansaugung eines Saugmediums, insbesondere ölnebelhaltigem Gas.
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Ferner umfasst die Ejektorvorrichtung 100 einen Mischkanal 106 und eine Treibstrahlvorrichtung 108.
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Mittels der Treibstrahlvorrichtung 108 ist ein Strahl aus einem Treibmedium erzeugbar.
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Dieser Strahl ist aus der Saugkammer 104 heraus und in den Mischkanal 106 richtbar, wodurch sich ein Saugeffekt in der Saugkammer 104 erzeugen lässt.
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Die Saugkammer 104 ist insbesondere im Wesentlichen ringförmig oder torusförmig ausgebildet und umgibt die Treibstrahlvorrichtung 108 im Wesentlichen ringförmig oder torusförmig.
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Die Saugkammer 104 ist insbesondere ein Innenraum 110 eines Saugkammerelements 112.
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Der Mischkanal 106 ist insbesondere ein Innenraum 114 eines Mischkanalelements 116.
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Das Saugkammerelement 112 umfasst ferner einen Treibmediumanschluss 118, über welchen der Treibstrahlvorrichtung 108 Treibmedium zuführbar ist.
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Ferner umfasst das Saugkammerelement 112 vorzugsweise einen Treibmediumkanal 120, mittels welchem das über den Treibmediumanschluss 118 zugeführte Treibmedium einem Treibstrahlelement 122 der Treibstrahlvorrichtung 108 zuführbar ist.
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Das Treibstrahlelement 122 ist insbesondere Bestandteil des Saugkammerelements 112 oder ein in das Saugkammerelement 112 eingebettetes weiteres Bauteil.
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Insbesondere ist das Treibstrahlelement 122 ein metallisches Bauteil, insbesondere aus Messing, welches durch Umspritzen, Heißeinbetten oder Kalteinpressen an oder in dem Saugkammerelement 112 festgelegt ist.
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Das Saugkammerelement 112 bildet dabei insbesondere eine Treibstrahlelementaufnahme 124 zur Aufnahme des Treibstrahlelements 122.
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Das Saugkammerelement 112 bildet vorzugsweise eine Einhausung 126 für die Saugkammer 104.
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In der Einhausung 126 ist vorzugsweise eine Saugöffnung 128 vorgesehen.
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Diese Saugöffnung 128 ist insbesondere Bestandteil eines Saugkanalanschlusses 129 zur Verbindung des Saugkammerelements 112 mit einem Saugkanal.
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Das Saugkammerelement 112 umfasst ferner einen Flanschabschnitt 130 zur Verbindung des Saugkammerelements 112 mit dem Mischkanalelement 116.
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Der Flanschabschnitt 130 ist somit insbesondere ein Verbindungsabschnitt 132.
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Wie insbesondere 2 zu entnehmen ist, umfasst der Saugkanalanschluss 129 des Saugkammerelements 112 vorzugsweise eine Dichtelementaufnahme 134 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Dichtelements.
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Die Dichtelementaufnahme 134 ist insbesondere eine ringförmig Nut 138 an oder in einem in den Saugkanal einzuschiebenden oder auf denselben aufzusetzenden Abschnitt des Saugkanalanschlusses 129.
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Wie beispielsweise 6 zu entnehmen ist, umfasst der Mischkanal 106 einen sich verjüngenden Abschnitt 140, welcher sich insbesondere an die Saugkammer 104 anschließt.
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Zudem umfasst der Mischkanal 106 einen sich erweiternden Abschnitt 142, welcher sich insbesondere an den sich verjüngenden Abschnitt 140 anschließt.
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Zwei einander gegenüberliegende Enden des den Mischkanal 106 bildenden oder umgebenden Mischkanalelements 116 sind einerseits durch einen Flanschabschnitt 130 des Mischkanalelements 116 und andererseits durch einen Abführanschluss 144 des Mischkanalelements 116 gebildet.
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Das Mischkanalelement 116 bildet insbesondere eine Einhausung 146 für den Mischkanal 106.
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Wie insbesondere den 1 bis 3 zu entnehmen ist, umfasst das Mischkanalelement 116 eine oder mehrere Versteifungsrippen 148, welche insbesondere sternförmig von der Einhausung 146 des Mischkanals 106 radial nach außen weg ragen.
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Wie beispielsweise 1 zu entnehmen ist, sind das Saugkammerelement 112 und das Mischkanalelement 116 mit ihren jeweiligen Flanschabschnitten 130 miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt.
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Zur einfachen Bezugnahme und Erläuterung wird nachfolgend anstelle der gesamten Ejektorvorrichtung 100 auf einen Grundkörper 158 der Ejektorvorrichtung 100 Bezug genommen.
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Dieser Grundkörper 158 ist insbesondere gebildet durch das Saugkammerelement 112, das Mischkanalelement 116 und die Treibstrahlvorrichtung 108, insbesondere das Treibstrahlelement 122.
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Gegebenenfalls kann auch das Dichtelement Bestandteil des Grundkörpers 158 oder aber an demselben festgelegt sein.
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Der Grundkörper 158 ist insbesondere wie folgt herstellbar:
Zunächst werden vorzugsweise das Saugkammerelement 112 und das Mischkanalelement 116 als voneinander verschiedene einzelne Spritzguss-Kunststoffbauteile hergestellt.
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Ferner wird das Treibstrahlelement 122 hergestellt, insbesondere durch Formgeben, beispielsweise Drehen, eines Metallteils.
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In einem nächsten Schritt wird das Treibstrahlelement 122 mit dem Saugkammerelement 112 verbunden, beispielsweise durch Heißeinbetten oder Kalteinpressen.
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Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Treibstrahlelement 122 durch Umspritzen desselben mit Kunststoff während der Herstellung des Saugkammerelements 112 an und/oder in dem Saugkammerelement 112 angeordnet wird.
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In einem weiteren Schritt werden das Saugkammerelement 112 und das Mischkanalelement 116 miteinander verbunden.
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Insbesondere werden die beiden Flanschabschnitte 130 des Saugkammerelements 112 und des Mischkanalelements 116 durch Kunststoffschweißen miteinander verschweißt.
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Insbesondere ergibt sich hierbei eine gasdichte Verbindung.
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Schließlich wird vorzugsweise noch ein Dichtelement in der Dichtelementaufnahme 134 angeordnet.
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Wie insbesondere den 7 und 10 zu entnehmen ist, umfasst die Ejektorvorrichtung 100 vorzugsweise eine Heizvorrichtung 200.
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Die Heizvorrichtung 200 dient insbesondere dem Erhitzen des Treibmediums und/oder des Saugmediums.
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Eine solche Heizvorrichtung 200 kann insbesondere hilfreich oder erforderlich sein, um bei unterschiedlichen Betriebszuständen des Verbrennungsmotors 102 ein unerwünschtes Vereisen der Ejektorvorrichtung 100 zu vermeiden.
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Das als Treibmedium zugeführte Medium und/oder das als Saugmedium zugeführte Medium kann abhängig vom Betriebszustand des Verbrennungsmotors 102 insbesondere mit Wasser gesättigt sein.
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Insbesondere durch ein Entspannen des Treibmediums stromabwärts der Treibstrahlvorrichtung 108, insbesondere im sich erweiternden Abschnitt 142 des Mischkanals 106, kann sich eine Abkühlung des Gemisches aus Treibmedium und Saugmedium derart ergeben, dass im Gemisch enthaltenes Wasser kondensiert und eventuell sogar gefriert.
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Im Extremfall kann dies zu einer Funktionsstörung der Ejektovorrichtung 100 führen.
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Mittels der Heizvorrichtung 200 kann vorzugsweise ein zu starkes Abkühlen und somit ein Kondensieren oder sogar Gefrieren verhindert werden.
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Die Heizvorrichtung 200 umfasst hierzu insbesondere eine Wärmequelle 202 zur Bereitstellung und/oder Erzeugung von Wärme.
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Die Wärmequelle 202 ist beispielsweise als eine Widerstandsheizvorrichtung 204 ausgebildet.
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Die Heizvorrichtung 200 umfasst dann insbesondere einen Steckanschluss 206, über welchen die Widerstandsheizvorrichtung 204 mit elektrischem Strom versorgt werden kann, um letztlich die benötigte Wärme zu erzeugen.
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Die Widerstandsheizvorrichtung 204 ist insbesondere unmittelbar und/oder thermisch leitfähig mit einem Heizelement 208 der Heizvorrichtung 200 verbunden.
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Dieses Heizelement 208 sowie die Widerstandsheizvorrichtung 204 sind vorzugsweise an dem Grundkörper 158 der Ejektorvorrichtung 100 festgelegt.
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Insbesondere ist das Heizelement 208 samt der Widerstandsheizvorrichtung 204 in das Mischkanalelement 116 der Ejektorvorrichtung 100 integriert.
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Mittels eines Isolierelements 210 der Heizvorrichtung 200 ist die Widerstandsheizvorrichtung 204 vorzugsweise thermisch gegen das Mischkanalelement 116 und/oder fluidwirksam gegenüber der Umgebung isoliert.
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Mittels eines Abdeckelements 212 und/oder eines Dichtelements 214 der Heizvorrichtung 200 erfolgt vorzugsweise eine weitere thermische, mechanische, fluiddynamische oder sonstige Abdichtung, Kopplung und/oder Aufnahme der Widerstandsheizvorrichtung 204 in dem Mischkanalelement 116.
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Insbesondere sind durch das Isolierelement 210, das Abdeckelement 212 und/oder das Dichtelement 214 zwei Kontaktelemente 216 der Heizvorrichtung 200 ausgehend von der Widerstandsheizvorrichtung 204 nach außen aus dem Mischkanalelement 116 herausgeführt, um letztlich einen elektrischen Strom von außen zu der Widerstandsheizvorrichtung 204 zuführen zu können.
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Der Mischkanal 106 umfasst insbesondere eine Aufnahme 218 für die Widerstandsheizvorrichtung 204 und/oder das Heizelement 208.
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Das Heizelement 208 ist vorzugsweise ein Einlegeelement, welches insbesondere bei der Herstellung des Mischkanalelements 116 mit Kunststoff umspritzt und somit in das Mischkanalelement 116 integriert wird.
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Das Heizelement 208 ist insbesondere ein Blechbiegeprodukt aus einem metallischen Material.
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Vorzugsweise umfasst das Heizelement 208 mehrere Abschnitte, welche funktionell unterschiedlich sind.
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So ist ein Abschnitt des Heizelements 208 der Bereich der Wärmequelle 202, das heißt derjenige Bereich, in welchem die beispielsweise mittels der Widerstandsheizvorrichtung 204 erzeugte Wärme in das Heizelement 208 eingeleitet wird.
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Ein oder mehrere Wärmeleitelemente 220 sind vorzugsweise durch an diese Wärmequelle 202 angrenzende Abschnitte des Heizelements 208 gebildet und dienen dazu, in die Wärmequelle 202 eingeleitete Wärme zu Kontaktwärmeübertragungselementen 222 der Heizvorrichtung 200 weiterzuleiten.
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Ein Kontaktwärmeübertragungselement 222 ist dabei beispielsweise durch einen abgekanteten Abschnitt 224 des Heizelements 208 gebildet.
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Dieses Kontaktwärmeübertragungselement 222 umfasst insbesondere eine Durchströmöffnung 226, durch welche ein Medium zum Erhitzen desselben durchströmen kann.
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Das durch die Durchströmöffnung 226 hindurchströmende Medium kommt dabei insbesondere mit einem Randbereich der Durchströmöffnung 226 in unmittelbaren stofflichen Kontakt, wodurch sich letztlich die Wärmeübertragung auf das Medium ergibt.
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Das als abgekanteter Abschnitt 224 ausgebildete Kontaktwärmeübertragungselement 222 ist insbesondere der Treibstrahlvorrichtung 108 zugewandt angeordnet (siehe 10).
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Das Kontaktwärmeübertragungselement 222 ist dabei insbesondere unmittelbar stromabwärts der Treibstrahlvorrichtung 108 angeordnet.
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Die Begriffe "stromabwärts" und "stromaufwärts" beziehen sich dabei insbesondere auf eine Strahlrichtung 228, in welcher das Treibmedium aus der Treibstrahlvorrichtung 108 heraus und in den Mischkanal 106 hineingerichtet ist.
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Die Durchströmöffnung 226 ist vorzugsweise unmittelbar stromabwärts des Treibstrahlelements 122 der Treibstrahlvorrichtung 108 angeordnet.
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Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das als abgekanteter Abschnitt 224 ausgebildete Kontaktwärmeübertragungselement 222 mit der darin angeordneten Durchströmöffnung 226 selbst das Treibstrahlelement 122 bildet.
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An einem dem abgekanteten Abschnitt 224 abgewandten weiteren Ende des Heizelements 208 ist vorzugsweise ein weiteres Kontaktwärmeübertragungselement 222 angeordnet und/oder ausgebildet.
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Dieses weitere Kontaktwärmeübertragungselement 222 ist insbesondere als ein hohlzylindrischer Abschnitt 230 des Heizelements 208 ausgebildet.
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Dieser hohlzylindrische Abschnitt 230 ist insbesondere durch ringförmiges Zusammenbiegen des bei der Herstellung zunächst flachen Heizelements 208 gebildet.
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Der hohlzylindrische Abschnitt 230 des Heizelements 208 bildet vorzugsweise einen den Mischkanal 106 begrenzenden Wandungsabschnitt 232 einer Wandung 234 des Mischkanals 106.
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In dem Mischkanal 106 geführtes Medium, insbesondere ein Gemisch aus Treibmedium und Saugmedium, kommt vorzugsweise unmittelbar mit dem hohlzylindrischen Abschnitt 230 des Heizelements 208 in Kontakt, wodurch sich eine Wärmeübertragung von dem Heizelement 208 auf das Treibmedium und/oder das Saugmedium ergeben kann.
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Wie insbesondere den 1, 6, 7 und 10 zu entnehmen ist, ist die Heizvorrichtung 200 zumindest abschnittsweise in den Grundkörper 158 des Ejektorvorrichtung 100 integriert.
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Die Ejektorvorrichtung 100 samt der Heizvorrichtung 200 kann somit als ein einzelnes fertigmontiertes Bauteil bei der Herstellung des Verbrennungsmotors 102 bereitgestellt und/oder verbaut werden.
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Eine in 17 dargestellte zweite Ausführungsform einer Ejektorvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in den 1 bis 16 dargestellten ersten Ausführungsform im Wesentlichen dadurch, dass die Heizvorrichtung 200 anstelle einer Widerstandsheizvorrichtung 204 eine Induktionsvorrichtung 236 umfasst.
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Die Induktionsvorrichtung 236 umfasst insbesondere ein induktiv heizbares Heizelement 208, welches beispielsweise entsprechend der in den 1 bis 16 dargestellten ersten Ausführungsform der Ejektorvorrichtung 100 als ein Blechbiegeprodukt ausgebildet und in das Mischkanalelement 116 integriert ist.
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Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, dass die Induktionsvorrichtung 236 eine Beschichtung 238 an einer Innenseite des Mischkanalelements 116 aufweist.
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In jedem Fall bildet das Heizelement 208 bzw. die Beschichtung 238 vorzugsweise einen Wandungsabschnitt 232 der Wandung 234 des Mischkanals 106, um die durch Induktion erzeugte Wärme in dem Heizelement 208 bzw. der Beschichtung 238 durch unmittelbaren stofflichen Kontakt auf das im Mischkanal 106 geführte Gemisch aus Treibmedium und Saugmedium zu übertragen.
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Das Material des Mischkanalelements 116 ist vorzugsweise so gewählt, dass sich dieses nicht induktiv erhitzen lässt.
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Es kann folglich mittels der Induktionsvorrichtung 236 eine einfache und gezielte Wärmezufuhr und/oder Erzeugung in der Ejektorvorrichtung 100 realisiert werden.
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Im Übrigen stimmt die in 17 dargestellte zweite Ausführungsform der Ejektorvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den 1 bis 16 dargestellten ersten Ausführungsform überein, so dass auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
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Eine in 18 dargestellte dritte Ausführungsform einer Ejektorvorrichtung 100 unterscheidet sich von der in den 1 bis 16 dargestellten ersten Ausführungsform im Wesentlichen dadurch, dass das Treibstrahlelement 122 kein separates Bauteil ist, welches in das Saugkammerelement 112 integriert ist.
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Vielmehr grenzt ein Treibmediumkanal 122 der Treibstrahlvorrichtung 108 vorzugsweise unmittelbar an den mit der Durchströmöffnung 226 versehenen abgekanteten Abschnitt 224 des Heizelements 208 an.
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Die Durchströmöffnung 226 bildet somit eine Blende oder Düse, durch welche das Treibmedium längs der Strahlrichtung 228 gerichtet in den Mischkanal 106 eingeleitet wird.
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Das Heizelement 208 bildet somit bei der in 18 dargestellten dritten Ausführungsform der Ejektorvorrichtung 100 das eigentliche Treibstrahlelement 122 der Treibstrahlvorrichtung 108.
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Im Übrigen stimmt die in 18 dargestellte dritte Ausführungsform der Ejektorvorrichtung 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den 1 bis 16 dargestellten ersten Ausführungsform überein, so dass auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2011/095790 A1 [0002]
- WO 2013/017832 A1 [0002]