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TECHNISCHES GEBIET
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Die Offenbarung betrifft allgemein Verfahren, Systeme und Vorrichtungen zum automatisierten Fahren oder zur Unterstützung eines Fahrers und betrifft insbesondere Verfahren, Systeme und Vorrichtungen zur Bestimmung der Fahrerarbeitslastvorhersage als Funktion einer Fahrroute oder eines Pfads.
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STAND DER TECHNIK
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Automobile stellen einen signifikanten Teil des Transports für kommerzielle, behördliche und private Entitäten bereit. Aufgrund der hohen Kosten und des hohen Werts von Automobilen und der potentiellen Verletzungen von Passagieren und Fahrern ist Fahrersicherheit und Vermeidung von Kollisionen oder Unfällen äußerst wichtig. In einigen Fällen können in spezifischen Bereichen oder Abschnitten von Straßen aufgrund von Straßenentwurf, Umgebungsfaktoren oder anderen Faktoren, durch die das Fahren an diesen Orten schwieriger und/oder gefährlicher wird, höhere Unfallraten auftreten.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Nicht einschränkende und nicht erschöpfende Implementierungen der vorliegenden Offenbarung werden mit Bezug auf die folgenden Figuren beschrieben, in denen sich gleiche Bezugszahlen in den verschiedenen Ansichten durchweg auf gleiche Teile beziehen, sofern es nicht anders angegeben wird. Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Hinblick auf die folgende Beschreibung und beigefügten Zeichnungen besser verständlich. Es zeigen:
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1 eine schematische Blockdarstellung einer Implementierung eines Systems zur Verringerung einer Fahrerarbeitslast;
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2 eine Straßenkarte mit einer beispielhaften Fahrroute;
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3 eine Straßenkarte mit einer anderen beispielhaften Fahrroute;
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4 eine schematische Blockdarstellung von beispielhaften Komponenten einer Arbeitslastkomponente gemäß einer Implementierung;
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5 eine schematische Blockdarstellung eines Verfahrens zum Verringern einer Arbeitslast eines Fahrers oder eines automatisierten Fahrsystems gemäß einer Implementierung;
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6 eine schematische Blockdarstellung eines anderen Verfahrens zum Verringern einer Arbeitslast eines Fahrers oder eines automatisierten Fahrsystems gemäß einer Implementierung; und
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7 eine schematische Blockdarstellung eines anderen Verfahrens zum Verringern einer Arbeitslast eines Fahrers oder eines automatisierten Fahrsystems gemäß einer Implementierung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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In einigen Fällen sind Unfälle oder Beinahe-Unfälle das Ergebnis von Fahrerarbeitslast oder den Anforderungen an die Aufmerksamkeit eines Fahrers. Selbst wenn die Arbeitslast eines Fahrers nicht hoch genug ist, um zu gefährlichem Fahren zu führen, führt hohe Arbeitslast eines Fahrers dazu, dass der Fahrer erschöpft oder auf aufgeregte Weise an einem Ziel ankommt. In einigen Situationen kann es somit wünschenswert sein, Fahrerarbeitslast vorherzusagen. Die vorliegende Offenbarung stellt Systeme, Verfahren und Einrichtungen bereit, mit denen eine Fahrerarbeitslast auf einem infrage kommenden Pfad vorhergesagt werden kann. Die vorhergesagte Fahrerarbeitslast kann ein skalarer Wert sein oder kann einen Ortsbezug aufweisen. Der Prädiktor kann arbeiten, indem ein infrage kommender Pfad mit einem Modell der Fahrerarbeitslast simuliert wird.
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Beispielsweise kann ein Routingalgorithmus die Fahrerarbeitslast in die Kosten jedes Pfads aufnehmen. Pfade mit hoher Arbeitslast oder insgesamt hohen Kosten können vermieden werden, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass hohe Anforderungen an den Fahrer gestellt werden. Bei einer Ausführungsform kann ein Fahrer auf der Basis einer Zeit, Distanz und/oder Arbeitslast eines aktuellen Pfads zu einem alternativen Pfad umgeroutet werden. Als ein anderes Beispiel kann ein Fahrzeug-Infotainmentsystem Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Fahrers auf der Basis erwarteter Arbeitslast begrenzen. Mit der Vorhersage kann man Anforderungen, die durch das Infotainmentsystem an den Fahrer gestellt werden, begrenzen. Zum Beispiel kann das System vermeiden, die Aufmerksamkeit des Fahrers mit einem Hinweis zu ersuchen, wenn es glaubt, dass der Fahrer dabei ist, eine schwierige Abbiegung durchzuführen oder sich auf die Autobahn einzufädeln.
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Wenn während einer Fahrt eine bestimmte momentane Schätzung der Fahrerarbeitslast verfügbar ist, kann sie gemessen und in einer Karte gespeichert werden. Zum Beispiel können die Kartendaten oder eine Fahrhistorie aktualisiert werden, um die vom Fahrer erfahrene Arbeitslast einzubinden. Mit der Karte von Fahrerarbeitslasten kann ein personalisierter Fahrerarbeitslastprädiktor gebildet werden oder sie kann auf einem Server als ein Cloud-Dienst für mehrere Fahrzeuge aggregiert werden. Bei einer Ausführungsform kann man mit einer Karte von Fahrerarbeitslasten ein Fahrerarbeitslastmodell verbessern, wodurch die Vorhersageleistung verbessert wird.
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Die Fahrerarbeitslast kann eine komplexe Funktion einer Anzahl von Faktoren sein. Viele dieser Faktoren sind selbst Funktionen des Fahrzeugpfads, wie etwa Abbiegungen, Verlangsamungsereignisse, Geschwindigkeit, Verkehr, Sonneneinstrahlung (z.B. Richtung und Winkel der Sonne auf einem Fahrzeug), Straßentyp, Spurwechsel und dergleichen. Viele dieser Faktoren über einen Fahrzeugpfad können aus der Geometrie oder Metadatenschichten einer Karte gefolgert werden. Andere Faktoren können erst aus anderen Informationen fertig verfügbar sein, wie etwa aus einer Fahrhistorie, aggregierten Daten von einer großen Anzahl von Fahrern oder Unfällen oder anderen Informationen.
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In der vorliegenden Offenbarung wird auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen, die einen Teil hiervon bilden und die zur Veranschaulichung spezifische Implementierungen zeigen, in denen die Offenbarung ausgeübt werden kann. Es versteht sich, dass andere Implementierungen benutzt und strukturelle Änderungen vorgenommen werden können, ohne vom Schutzumfang der vorliegenden Offenbarung abzuweichen. Erwähnungen in der Beschreibung von "eine Ausführungsform", "eine beispielhafte Ausführungsform" usw. geben an, dass die beschriebene Ausführungsform ein bestimmtes Merkmal, eine bestimmte Struktur oder ein bestimmtes Charakteristikum umfassen kann, aber nicht unbedingt jede Ausführungsform das bestimmte Merkmal, die bestimmte Struktur oder das bestimmte Charakteristikum umfasst. Außerdem beziehen sich solche Phrasen nicht unbedingt auf dieselbe Ausführungsform. Wenn ferner ein bestimmtes Merkmal, eine bestimmte Struktur oder ein bestimmtes Charakteristikum in Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben wird, versteht sich, dass es innerhalb des Wissens von Fachleuten liegt, ein solches Merkmal, eine solche Struktur oder ein solches Charakteristikum in Verbindung mit anderen Ausführungsformen zu bewirken, gleichgültig, ob sie explizit beschrieben werden oder nicht.
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Implementierungen der Systeme, Einrichtungen und Verfahren, die hier offenbart werden, können einen Spezial- oder Vielzweck-Computer umfassen oder benutzen, der Computerhardware umfasst, wie etwa zum Beispiel einen oder mehrere Prozessoren und Systemspeicher, wie nachfolgend ausführlicher besprochen wird. Implementierungen innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Offenbarung können auch physische und andere computerlesbare Medien zum Tragen oder Speichern von computerausführbaren Anweisungen und/oder Datenstrukturen umfassen. Solche computerlesbaren Medien können beliebige verfügbare Medien sein, auf die ein Vielzweck- oder Spezial-Computersystem zugreifen kann. Computerlesbare Medien, die computerausführbare Anweisungen speichern, sind Computerspeichermedien(-vorrichtungen). Computerlesbare Medien, die computerausführbare Anweisungen tragen, sind Übertragungsmedien. Als Beispiel und nicht als Beschränkung können Implementierungen der Offenbarung somit mindestens zwei unterschiedliche verschiedene Arten von computerlesbaren Medien umfassen: Computerspeichermedien(-vorrichtungen) und Übertragungsmedien.
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Computerspeichermedien(-vorrichtungen) umfassen RAM, ROM, EEPROM, CD-ROM, Halbleiterlaufwerke ("SSD") (z.B. auf der Basis von RAM), Flash-Speicher, Phasenänderungsspeicher ("PCM"), andere Arten von Speicher, andere optische Datenträgerspeicherung, magnetische Datenträgerspeicherung oder andere magnetische Speichereinrichtungen oder ein beliebiges anderes Medium, mit dem man gewünschte Programmcodemittel in Form von computerausführbaren Anweisungen oder Datenstrukturen speichern kann und auf die ein Vielzweck- oder ein Spezial-Computer zugreifen kann.
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Eine Implementierung der Einrichtungen, Systeme und Verfahren, die hier offenbart werden, kann über ein Computernetzwerk kommunizieren. Ein "Netzwerk" ist als eine oder mehrere Datenverbindungen definiert, die den Transport elektronischer Daten zwischen Computersystemen und/oder -modulen und/oder anderen elektronischen Einrichtungen ermöglichen. Wenn Informationen über ein Netzwerk oder eine andere Kommunikationsverbindung (entweder fest verdrahtet, drahtlos oder eine Kombination von fest verdrahtet oder drahtlos) zu einem Computer transferiert oder geleitet werden, sieht der Computer die Verbindung ordnungsgemäß als Übertragungsmedium an. Übertragungsmedien können ein Netzwerk und/oder Datenverbindungen umfassen, mit denen gewünschte Programmcodemittel in Form von computerausführbaren Anweisungen oder Datenstrukturen getragen werden können und auf die ein Vielzweck- oder Spezial-Computer zugreifen kann. Kombinationen des Obigen sollten auch in den Schutzumfang computerlesbarer Medien aufgenommen werden.
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Computerausführbare Anweisungen umfassen zum Beispiel Anweisungen und Daten, die, wenn sie in einem Prozessor ausgeführt werden, bewirken, dass ein Vielzweck-Computer, Spezial-Computer oder eine Spezial-Verarbeitungseinrichtung eine bestimmte Funktion oder Gruppe von Funktionen ausführt. Die computerausführbaren Anweisungen können zum Beispiel Binärdateien, Anweisungen in Zwischenformat, wie etwa Assemblersprache, oder sogar Quellcode sein. Obwohl der Gegenstand in für strukturelle Merkmale und/oder Verfahrensschritte spezifischer Sprache beschrieben wurde, versteht sich, dass der in den angefügten Ansprüchen definierte Gegenstand nicht unbedingt auf die oben beschriebenen Merkmale oder Schritte beschränkt ist. Stattdessen werden die beschriebenen Merkmale oder Schritte als beispielhafte Formen für die Implementierung der Ansprüche offenbart.
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Für Fachleute ist erkennbar, dass die Offenbarung in Netzwerk-Datenverarbeitungsumgebungen mit vielen Arten von Computersystemkonfigurationen ausgeübt werden kann, darunter Armaturenbrettcomputer, Personal Computer, Desktop-Computer, Laptop-Computer, Nachrichtenprozessoren, in der Hand gehaltene Einrichtungen, Mehrprozessorsysteme, auf Mikroprozessoren basierende oder programmierbare Verbraucherelektronik, Netzwerk-PCs, Minicomputer, Zentralrechner, Mobiltelefone, PDAs, Tablets, Pager, Router, Switches, verschiedene Speichereinrichtungen und dergleichen. Die Offenbarung kann auch in verteilten Systemumgebungen ausgeübt werden, in denen lokale und entfernte Computersysteme, die (entweder durch fest verdrahtete Datenverbindungen, drahtlose Datenverbindungen oder durch eine Kombination fest verdrahteter und drahtloser Datenverbindungen) durch ein Netzwerk verbunden sind, beide Aufgaben ausführen. In einer verteilten Systemumgebung können sich Programmmodule sowohl in lokalen als auch in entfernten Speicher-Speicherungseinrichtungen befinden.
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Hier beschriebene Funktionen können ferner gegebenenfalls in einer oder mehreren von Hardware, Software, Firmware, digitalen Komponenten oder analogen Komponenten ausgeführt werden. Zum Beispiel können eine oder mehrere anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) dafür programmiert werden, eines oder mehrere der hier beschriebenen Systeme und eine oder mehrere der hier beschriebenen Prozeduren auszuführen. Bestimmte Ausdrücke werden im Verlauf der folgenden Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet, um sich auf bestimmte Systemkomponenten zu beziehen. Wie für Fachleute erkennbar ist, können Komponenten mit verschiedenen Namen bezeichnet werden. Die vorliegende Schrift beabsichtigt nicht, zwischen Komponenten zu unterscheiden, die sich bezüglich des Namens, aber nicht der Funktion, unterscheiden.
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Nunmehr mit Bezug auf die Figuren zeigt 1 ein System 100 zur Unterstützung eines menschlichen Fahrers oder automatisierten Fahrsystems, das ein Navigationssystem 102 umfasst. Mit dem Navigationssystem 102 kann man Fahrrouten und Fahrpfade bestimmen und/oder einem menschlichen Fahrer oder automatisierten Fahrsystem etappenweise Anweisungen zur Ankunft an einem gewünschten oder vorhergesagten Ziel bereitstellen. Zum Beispiel kann ein menschlicher Fahrer über eine visuelle, Audio- oder andere Schnittstelle zur Kommunikation mit dem menschlichen Fahrer über Navigationsanweisungen oder Routen benachrichtigt werden. Bei automatisierten Fahrsystemen können dem automatisierten Fahrsystem elektronische Nachrichten oder Signale zugeführt werden, um einem definierten Pfad zu folgen. Das Navigationssystem 102 umfasst eine Arbeitslastkomponente 104, mit der man eine geschätzte oder tatsächliche Arbeitslast für einen Benutzer auf einem gegebenen Pfad bestimmen kann. Die Arbeitslastkomponente 104 kann auch eine alternative Route bereitstellen, wenn ein gegebener Pfad Arbeitslast oder Kosten aufweist, die die der alternativen Route übersteigen.
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Das System 100 umfasst auch ein globales Positionsbestimmungssystem (GPS) 106 oder ein anderes Positionsbestimmungssystem zur Bestimmung eines aktuellen Orts des Fahrzeugs. Das System 100 kann zum Beispiel als Teil eines Fahrzeugs selbst enthalten sein. Das System 100 kann einen Datenspeicher 108 zum Speichern relevanter oder nützlicher Daten für Navigation und Sicherheit umfassen, wie etwa eine Fahrhistorie, Kartendaten oder andere Daten. Das System 100 kann auch einen Sendeempfänger 110 zur drahtlosen Kommunikation mit einem Mobil- oder Drahtlosnetzwerk, anderen Fahrzeugen, Infrastruktur oder einem beliebigen anderen Kommunikationssystem umfassen. Das System 100 kann auch eine oder mehrere Anzeigen 112, Lautsprecher 114 oder andere Einrichtungen umfassen, so dass Benachrichtigungen für einen menschlichen Fahrer oder Passagier bereitgestellt werden können. Die Anzeige 112 kann eine Heads-Up-Anzeige, eine Armaturenbrettanzeige oder einen Armaturenbrettindikator, einen Anzeigebildschirm oder einen beliebigen anderen visuellen Indikator umfassen, die ein Fahrer oder Passagier eines Fahrzeugs sehen kann. Die Lautsprecher 114 können einen oder mehrere Lautsprecher eines Tonsystems eines Fahrzeugs umfassen oder können einen speziell der Fahrerbenachrichtigung gewidmeten Lautsprecher umfassen.
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Es versteht sich, dass die Ausführungsform von 1 lediglich als Beispiel gegeben wird. Andere Ausführungsformen können weniger oder zusätzliche Komponenten umfassen, ohne vom Schutzumfang der Offenbarung abzuweichen. Zum Beispiel können einige Systeme 100 Fahrzeugsteuersysteme umfassen, um automatisiertes Fahren, Kollisionsvermeidung oder andere Funktionen bereitzustellen. Zum Beispiel kann man mit Sensoren wie Radar, Ultraschall, LIDAR (Light Ranging and Detection), Kameras oder anderen Sensoren eine Umgebung um das Fahrzeug beobachten und Beschleunigung, Bremsen, Lenken oder andere Fahraspekte des Fahrzeugs steuern. Außerdem können dargestellte Komponenten ohne Beschränkung kombiniert oder in anderen Komponenten enthalten sein. Zum Beispiel kann die Arbeitslastkomponente 104 von dem Navigationssystem 102 getrennt sein und der Datenspeicher 108 kann als Teil des Navigationssystems 102 und/oder Teil der Arbeitslastkomponente 104 enthalten sein.
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Das GPS-System 106 ist eine Ausführungsform eines Positionsbestimmungssystems, das auf der Basis von Satelliten- oder Funksendemastsignalen einen geografischen Ort des Fahrzeugs bereitstellen kann. GPS-Systeme 106 sind wohl bekannt und in der Technik vielfach verfügbar.
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Der Datenspeicher 108 speichert Kartendaten, eine Fahrhistorie und andere Daten, die andere Navigationsdaten, Einstellungen oder Betriebsanweisungen für das automatisierte Navigationssystem 102 umfassen können. Die Kartendaten können Ortsdaten wie GPS-Ortsdaten für Straßen, Parkplätze, Parkhäuser oder andere Orte umfassen, an denen ein Fahrzeug gefahren oder geparkt werden kann. Zum Beispiel können die Ortsdaten für Straßen Ortsdaten für spezifische Spuren umfassen, wie etwa Spurrichtung, zusammenlaufende Spuren, Landstraßen- oder Autobahnspuren, Ausfahrtspuren oder eine beliebige andere Spur oder Umleitung einer Straße. Die Kartendaten können auch Ortsdaten für Pfade, unbefestigte Straßen oder andere Straßen oder Pfade, auf denen ein Landfahrzeug fahren kann, umfassen.
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Die Fahrhistorie (oder Fahrthistorie) kann Ortsdaten für vergangene Fahrten oder Parkorte des Fahrzeugs umfassen. Zum Beispiel kann die Fahrhistorie GPS-Ortsdaten für die vorherigen unternommenen Fahrten oder Pfade umfassen. Als anderes Beispiel kann die Fahrhistorie Distanz- oder Relativer-Ort-Daten mit Bezug auf Spurlinien, Schilder, Straßenrandlinien oder andere Objekte oder Merkmale auf oder in der Nähe von Straßen umfassen. Die Distanz- oder Relativer-Ort-Daten können auf der Basis von GPS-Daten, Radardaten, LIDAR-Daten, Kameradaten oder anderen Sensordaten bestimmt werden, die während der vorherigen oder vergangenen durch das Fahrzeug unternommenen Fahrten gesammelt werden. Bei einer Ausführungsform ist das Navigationssystem 102 ausgelegt zum Protokollieren von Fahrdaten in dem Datenspeicher 108 für und auf jeglichen Ausflügen oder Fahrten, die das Fahrzeug unternimmt.
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Der Sendeempfänger 110 ist ausgelegt zum Senden und Empfangen von Signalen von einer oder mehreren anderen Daten- oder Signalquellen. Der Sendeempfänger 110 kann ein oder mehrere Funkgeräte umfassen, die dafür ausgelegt sind, gemäß vielfältigen Kommunikationsstandards und/oder unter Verwendung vielfältiger verschiedener Frequenzen zu kommunizieren. Zum Beispiel kann der Sendeempfänger 110 Signale zu oder von anderen Fahrzeugen senden oder empfangen. Das Empfangen von Signalen von einem anderen Fahrzeug wird hier als Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (V2V) bezeichnet. Bei einer Ausführungsform kann man mit dem Sendeempfänger 110 auch Informationen zu anderen Fahrzeugen senden, um ihnen potentiell beim Finden von Fahrzeugen oder Objekten zu helfen. Während der V2V-Kommunikation kann der Sendeempfänger 110 Informationen von anderen Fahrzeugen über ihre Orte, anderen Verkehr, Unfälle, Straßenzustände oder andere Daten empfangen, die dem Navigationssystem dabei helfen können, genau oder sicher zu navigieren.
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Bei einer Ausführungsform kann man mit dem Sendeempfänger 110 Daten über Fahrerarbeitslasten für spezifische Straßen oder Bereiche von Straßen senden oder empfangen. Zum Beispiel kann der Sendeempfänger 110 Informationen über Fahrerarbeitslast für Teile eines aktuellen oder wahrscheinlichen Pfads eines Fahrzeugs herunterladen. Ähnlich kann der Sendeempfänger 110 Arbeitslastinformationen für einen oder mehrere alternative Pfade oder Teile alternativer Pfade empfangen. Bei einer Ausführungsform kann man mit dem Sendeempfänger 110 Kommunikation zwischen dem System 100 und einem Mobilnetz, dem Internet, einem entfernten Server oder einem beliebigen anderen Netzwerk oder beliebigen anderen Einrichtungen bereitstellen.
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Bei einer Ausführungsform ist die Arbeitslastkomponente 104 ausgelegt zum Bestimmen einer Arbeitslast für einen spezifischen Pfad oder Teil eines spezifischen Pfads. Mit der Arbeitslast kann man den spezifischen Pfad mit anderen Pfaden vergleichen und/oder einen optimalen Pfad bestimmen, der Distanz, gefahrene Zeit, Fahrerarbeitslast oder andere Faktoren ausgleicht. Die Arbeitslastkomponente 104 kann die Arbeitslast auf der Basis einer Karte oder Fahrhistorie, die in dem Datenspeicher 108 gespeichert ist, oder auf der Basis von Informationen, die über den Sendeempfänger 110 von einem entfernten Server oder Cloud-Dienst empfangen werden, bestimmen.
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2–3 sind Linienzeichnungen einer beispielhaften Straßenkarte 200 und beispielhafter Fahrrouten, die durch ein Navigationssystem 102 oder eine Arbeitslastkomponente 104 ausgewählt werden können. In 2 ist eine erste Route 204 (als fette Linie gezeigt) zwischen einer Position des Fahrzeugs 202 und einem Ziel 206 dargestellt. Die erste Route 204 verläuft durch ein Segment 208 hoher Arbeitslast, das hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit eines menschlichen oder automatisierten Fahrers stellen kann. Zum Beispiel kann die Arbeitslastkomponente 104 bestimmen, dass das Segment 208 hoher Arbeitslast eine Arbeitslast aufweist, die einen Schwellenwert übersteigt (z.B. einen Schwellenwert für einen aktuellen Fahrer oder für Fahrer allgemein). 3 zeigt eine (als fette Linie gezeigte) zweite Route 302 zwischen der Position des Fahrzeugs 202 und dem Ziel 206. Die zweite Route 302 vermeidet das Segment 208 hoher Arbeitslast, um am Ziel 206 anzukommen.
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Gemäß einer Ausführungsform kann die Arbeitslastkomponente 104 die zwei verschiedenen Routen vergleichen, um eine Route mit der niedrigsten maximalen Arbeitslast auszuwählen oder um eine Route mit niedrigsten Kosten auszuwählen. Die Kosten einer Route können nicht nur auf der Arbeitslast eines oder mehrerer Segmente, sondern auch auf einer Gesamtdistanz basieren. Zum Beispiel kann die zweite Route 302 eine längere Distanz oder Fahrzeit als die erste Route 202 aufweisen, kann aber immer noch abhängig davon, dass sie niedrigere Fahrerarbeitslasten für ihre verschiedenen Segmente aufweist, niedrigere Kosten aufweisen.
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4 ist eine schematische Blockdarstellung von Komponenten einer Arbeitslastkomponente 104 gemäß einer Ausführungsform. Die Arbeitslastkomponente 104 umfasst eine Routenkomponente 402, eine Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404, eine Benachrichtigungskomponente 406, eine Hinweiskomponente 408 und eine Aktuelle-Arbeitslast-Komponente 410. Die Komponenten 402–410 werden nur zur Veranschaulichung dargestellt und müssen nicht in allen Ausführungsformen enthalten sein. Tatsächlich können einige Ausführungsformen nur eine oder eine beliebige Kombination von zwei oder mehr der Komponenten 402–410 umfassen. Einige der Komponenten 402–410 können sich außerhalb der Arbeitslastkomponente 104 befinden, wie etwa in dem Navigationssystem 102 oder an einer anderen Stelle.
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Die Routenkomponente 402 ist ausgelegt zum Bestimmen einer Route oder einer potentiellen Route, worauf ein Fahrzeug navigieren kann. Bei einer Ausführungsform kann die Routenkomponente 402 mehrere mögliche Routen zu einem spezifischen Ziel identifizieren. Bei einer Ausführungsform kann die Routenkomponente 402 eine oder mehrere Routen von einer anderen Komponente oder einem anderen System empfangen. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 eine oder mehrere Routen von einem Navigationssystem empfangen, wie etwa dem Navigationssystem 102 von 1.
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Bei einer Ausführungsform ist die Routenkomponente 402 ausgelegt zum Bestimmen einer wahrscheinlichen Route für das Fahrzeug. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 eine wahrscheinliche Route basierend auf einer Fahrhistorie, Anweisungen von einem Fahrer, Informationen von einem Navigationssystem oder dergleichen bestimmen. Bei einer Ausführungsform bestimmt die Routenkomponente 402 eine wahrscheinliche Route eines Fahrzeugs durch Identifizieren eines wahrscheinlichen Ziels für ein spezifisches Fahrzeug oder den Fahrer zu einem spezifischen Zeitpunkt. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 ein wahrscheinliches Ziel auf der Basis einer Tageszeit und/oder eines Datums und/oder eines Wochentags und/oder eines eingeplanten Termins in einem Kalender und/oder einer Fahrhistorie für das Fahrzeug und/oder einer Fahrhistorie für einen Fahrer und/oder einer Fahrhistorie eines Passagiers identifizieren. Bei einer Ausführungsform kann die Routenkomponente 402 einen aktuellen Tag, ein Datum und eine Uhrzeit mit einem Kalender oder einer Fahrhistorie vergleichen, um zu bestimmen, wohin das Fahrzeug (und ein Fahrer oder Passagier) unterwegs ist. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 bestimmen, dass ein Fahrer auf dem Weg zur Arbeit ist, weil es ein Morgen an einem Wochentag ist und eine Fahrhistorie angibt, dass der Fahrer Wochentag-morgens gewöhnlich zur Arbeit fährt. Bei einer Ausführungsform kann die Routenkomponente 402 eine zum Fahren zu dem wahrscheinlichen Ziel am häufigsten verwendete Route als die wahrscheinliche Route identifizieren.
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Bei einer Ausführungsform ist die Routenkomponente 402 ausgelegt zum Modifizieren einer Route zur Erzeugung einer alternativen Route. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 ein Segment höchster Arbeitslast auf einer aktuellen Route mit einem Segment höchster Arbeitslast einer alternativen Route vergleichen und eine vom Fahrzeug gefahrene Route von der aktuellen Route auf die alternative Route modifizieren, wenn das Segment höchster Arbeitslast der alternativen Route eine niedrigere Arbeitslast als das Segment höchster Arbeitslast der aktuellen Route aufweist. Die Arbeitslastwerte von einem oder mehreren Segmenten können aus der Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 berechnet oder empfangen werden, die später ausführlich besprochen wird. Als ein weiteres Beispiel kann die Routenkomponente 402 bestimmen, dass ein oder mehrere Segmente einer aktuellen Route (oder wahrscheinlichen Route) einen Schwellen-Arbeitslastwert übersteigen, und kann die aktuelle oder wahrscheinliche Route modifizieren, um dieses eine oder diese mehreren Segmente zu vermeiden. Der Schwellen-Arbeitslastwert kann durch Kalibratoren abgestimmt werden, so dass die Segmente höchster Arbeitslast identifiziert und potentiell vermieden werden können. Durch Vermeidung der Segmente höchster Arbeitslast kann, selbst wenn die Fahrzeit vergrößert wird, die Sicherheit vergrößert werden oder ein Fahrer kann während des Fahrens weniger gestresst oder angespannt sein.
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Bei einer Ausführungsform ist die Routenkomponente 402 ausgelegt zum Auswählen einer Route niedrigster Kosten aus mehreren verfügbaren Routen. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 auf der Basis von Arbeitslastwerten für ein oder mehrere Segmente der Routen sowie der Längen (bezüglich Zeit oder Distanz) der Routen und/oder des einen oder der mehreren Segmente Kosten einer Route bestimmen. Bei einer Ausführungsform vergrößern sich die Routenkosten proportional mit der Routenlänge und vergrößern sich auch proportional mit Routenaufmerksamkeitsanforderungen (z.B. Arbeitslast). Bei einer Ausführungsform kann eine Route mit einer niedrigen Gesamtarbeitslast, aber einer langen Distanz, niedrigere Kosten als eine andere Route mit einer kurzen Distanz, aber höheren Arbeitslast, aufweisen. Bei einer Ausführungsform wählt die Routenkomponente 402 eine Route niedrigster Kosten aus mehreren verfügbaren Routen aus. Wenn bei einer Ausführungsform eine Route bereits ausgewählt wurde (z.B. durch einen Fahrer) oder wenn bestimmt wird, dass ein Fahrer eine wahrscheinliche Route zu einem Ziel nimmt, kann die Routenkomponente 402 die aktuelle Route modifizieren oder eine alternative Route auswählen, die eine Arbeitslast aufweist, die niedriger als die aktuelle oder wahrscheinliche Route ist.
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Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 ist ausgelegt zum Bestimmen einer Arbeitslast für eine Route, bevor die Route von einem Fahrzeug gefahren wird. Zum Beispiel kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 Arbeitslasten für ein oder mehrere Segmente einer Route vorhersagen, bevor das Fahrzeug an diesen Segmenten der Route ankommt. Vorhersage der Arbeitslast kann beim Planen von Routen vergrößerte Intelligenz erlauben, weil Arbeitslasten antizipiert und Bereiche hoher Arbeitslast völlig vermieden werden können, wenn es möglich oder notwendig ist. Bei einer Ausführungsform kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 Arbeitslastwerte für jedes Segment einer Route und/oder einen Arbeitslastwert für eine Gesamtroute bestimmen.
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Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 kann eine Arbeitslast auf der Basis vielfältiger Faktoren bestimmen oder berechnen. Beispielhafte Faktoren wären Informationen über Abbiegungen wie eine Anzahl von Abbiegungen, die Anwesenheit von Linksabbiegungen, eine Anzahl von Linksabbiegungen, der Winkel von Abbiegungen, die Menge an Verkehr an einer oder mehreren Abbiegungen, die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Ampel an einer oder mehreren Abbiegungen, eine Anzahl sich kreuzender Straßen (z.B. 3-fach-Kreuzung, 4-fach-Kreuzung, 5- oder mehrfach-Kreuzungen) oder beliebige andere Informationen über Abbiegungen oder Kreuzungen. Zum Beispiel können 5-fach-Kreuzungen eine höhere Arbeitslast (höhere Anforderungen an die Aufmerksamkeit von Fahrern) als eine 3-fach- oder 4-fach-Kreuzung aufweisen. Ähnlich können Linksabbiegungen auf Straßen in den USA ohne Ampel problematischer sein als Rechtsabbiegungen oder Linksabbiegungen mit einer Ampel. Ein zusätzlicher Faktor wären Spurwechsel auf der Route. Zum Beispiel kann das Einfädeln in eine Fahrbahn oder das Verlassen dieser höhere Arbeitslasten für einen Fahrer verursachen, weil der während Spurwechseln, Ausfahrten und Einfädelungen nach anderen Fahrzeugen Ausschau halten muss. Außerdem kann eine erforderliche Distanz, in der Spuren zu wechseln sind, auch eine Arbeitslast vergrößern. Wenn sich zum Beispiel ein Fahrer mehrmals in eine Straße einfädeln und Spuren wechseln muss, um eine Abbiegung oder eine Ausfahrt in nur einer kurzen Distanz durchzuführen, kann dies dem Fahrer eine große Arbeitslast auferlegen.
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Zu weiteren beispielhaften Faktoren beim Berechnen einer Arbeitslast gehört die Anwesenheit von Verlangsamungsereignissen. Verlangsamungsereignisse können die Anwesenheit von Kreuzungen mit Stoppschildern, Ampeln oder mit Routen, die Abbiegen an einer Kreuzung erfordern, umfassen. Eine größere Anzahl von Verlangsamungsereignissen kann zu höherer Arbeitslast führen, da der Fahrer mehr Zeit mit Verlangsamung, Beschleunigung, Vermeidung anderer beschleunigender/sich verlangsamender Fahrzeuge oder dergleichen verbringen muss. Zu anderen beispielhaften Faktoren gehören Geschwindigkeit oder Geschwindigkeitsbeschränkungen auf einer Straße. Niedrigere Geschwindigkeitsbeschränkungen können zu niedrigerer Arbeitslast aufgrund verringerter erforderlicher Reaktionszeiten durch Fahrer führen. In einigen Situationen können höhere Geschwindigkeitsbeschränkungen zu niedrigeren Arbeitslasten führen, weil Straßen mit hoher Geschwindigkeitsbeschränkung tendenziell weniger Haltestellen, Auffahrten, kreuzende Straßen oder andere Straßenmerkmale aufweisen, die erhöhte Aufmerksamkeit durch einen Fahrer erfordern können. Bei einer Ausführungsform wäre ein Faktor beim Berechnen einer Arbeitslast ein Straßentyp, wie etwa eine Bundesstraße, eine Landstraße, eine Straße in der Wildnis, eine Autobahn, ein Highway, ein Freeway, in Wohngebieten, in Gewerbegebieten oder eine andere Straßenklassifikation. Zum Beispiel kann jedem Straßentyp ein spezifischer Arbeitslastwert oder -bereich zugewiesen werden, so dass Straßen in Wohngebieten vermieden werden, wenn ein Freeway verfügbar ist.
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Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 kann eine Arbeitslast auf der Basis von Verkehr berechnen. Zum Beispiel kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 basierend auf einer Fahrhistorie, einer Karte, einer Tageszeit oder Online-Ressourcen bestimmen, dass ein spezifischer Bereich hohen oder niedrigen Verkehr aufweist. Bei einer Ausführungsform kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 Bereichen mit höherem Verkehr höhere Arbeitslastwerte zuweisen und Arbeitslastwerte für Bereiche mit niedrigerem Verkehr reduzieren. Außerdem kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 Arbeitslast auf der Basis von Umgebungsbedingungen berechnen, darunter Sonneneinstrahlung, Wetter, Tageszeit oder andere Faktoren. Zum Beispiel kann eine Arbeitslast für genau denselben Ort auf der Basis der Tageszeit oder Fahrtrichtung variieren, weil die Sonne die Sichtverhältnisse erschweren kann. Ähnlich können Abbiegungen in die Sonne hohe Arbeitslast verursachen, da ein Fahrer sich platziert, eine Sonnenblende herunterzieht oder anderweitig auf die Sonne reagieren muss.
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Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 kann diese Faktoren auf der Basis einer elektronischen Karte, einer Fahrhistorie, einer Uhr, eines entfernten Servers oder einer beliebigen anderen Quelle bestimmen. Zum Beispiel kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 eine Fahrthistorie einsehen, um tatsächliche Arbeitslasten zu bestimmen, die ein Fahrer während des Fahrens auf einem spezifischen Segment der Straße erfährt. Als ein anderes Beispiel kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 eine Karte einsehen, um Informationen über Abbiegungen, Spurwechsel, Fahrtrichtung (z.B. für Sonneneinstrahlung), Bevölkerung umgebender Bereiche, Verkehrsinformationen oder dergleichen zu bestimmen. Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 kann auch auf eine Datenbank zugreifen, die im Datenspeicher gespeichert oder über ein Netzwerk verfügbar ist, die aggregierte Informationen über Arbeitslasten umfasst. Die aggregierten Arbeitslastinformationen können tatsächliche Arbeitslasten umfassen, die eine große Anzahl von verschiedenen Fahrern in einem spezifischen Teil der Straße erfährt, und/oder können Informationen über Unfallhäufigkeit umfassen. Mit diesen Informationen kann man auf eine Arbeitslast für ein spezifisches Straßensegment schließen. Bei einer Ausführungsform kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 eine für einen aktuellen Fahrer oder ein aktuelles Fahrzeug spezifische Arbeitslast bestimmen. Zum Beispiel kann der aktuelle Fahrer verglichen mit dem Durchschnittsfahrer geringere Anforderungen erfahren, und somit kann ein Arbeitslastwert entsprechend justiert werden. Es kann ein Offsetwert für den Fahrer gespeichert und zum Justieren eines etwaigen Arbeitslastwerts auf der Basis anderer Faktoren verwendet werden. Bei einer Ausführungsform kann der Offsetwert durch den Fahrer ausgewählt werden. Bei einer Ausführungsform kann der Offsetwert auf der Basis einer tatsächlichen Fahrer-Arbeitslast (d.h. bestimmt durch die Aktuelle-Arbeitslast-Komponente) ausgewählt werden. Wenn zum Beispiel der Fahrer verglichen mit generischen Arbeitslastwerten aus aggregierten Quellen einen erhöhten emotionalen oder mentalen Zustand erlebt, kann der Fahrer einen Offsetwert aufweisen, der mit einer auf der Basis anderer Faktoren bestimmten Arbeitslast zunimmt.
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Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 kann bestimmen, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst. Zum Beispiel kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 basierend auf Kartengeometrie und/oder einer Fahrhistorie und/oder einer Tageszeit und/oder beliebiger anderer hier offenbarter Faktoren bestimmen, dass der Abschnitt eine hohe Fahrerarbeitslast aufweist. Der Arbeitslastwert kann der Routenkomponente 402 zugeführt werden zur Berechnung von Routenkosten oder zur Auswahl einer Route, die ein spezifisches Straßensegment vermeidet oder verwendet.
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Die Benachrichtigungskomponente 406 ist dafür ausgelegt, einem menschlichen Fahrer oder einem Navigationssystem des Fahrzeugs eine Angabe der Arbeitslastschätzung oder modifizierten Route bereitzustellen. Zum Beispiel kann die Benachrichtigungskomponente einem Fahrer oder automatisierten Fahrsystem eine alternative Route bereitstellen. Die alternative Route oder Anweisungen für die alternative Route können auf einer Anzeige 112 oder einem Lautsprecher 114 des Systems 100 von 1 präsentiert werden. Die alternative Route kann zum Beispiel den Teil einer wahrscheinlichen Route, der eine hohe Arbeitslast aufweist, vermeiden. Die Anweisungen für den Fahrer oder ein automatisches Fahrsystem können einer Fahrroute niedrigster Kosten folgen, die zu einem spezifischen Ziel verfügbar ist. Somit kann der Fahrer oder das automatisierte Fahrsystem in der Lage sein, das Fahrzeug so zu fahren, dass Segmente hoher Arbeitslast vermieden werden.
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Die Hinweiskomponente 408 ist ausgelegt zum Verzögern von Hinweisen, während der Benutzer in Segmenten hoher Arbeitslast fährt. Bei einer Ausführungsform ist die Hinweiskomponente 408 ausgelegt zum Antizipieren, dass innerhalb eines Schwellenzeitraums eine hohe Arbeitslast auftreten wird, und Verzögern der Lieferung des Hinweises an den Fahrer, bis die Fahrerarbeitslast unter eine Schwelle fällt. Bei einer Ausführungsform bestimmt die Hinweiskomponente 408, dass innerhalb eines Schwellenzeitraums eine hohe Anforderung an eine Aufmerksamkeit des Fahrers auftreten wird. Zum Beispiel kann die Hinweiskomponente 408 die Lieferung eines Hinweises an den Fahrer verzögern, bis die Aufmerksamkeitsanforderungen unter eine Schwelle fallen.
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Die Aktuelle-Arbeitslast-Komponente 410 ist ausgelegt zum Bestimmen einer aktuellen Fahrerarbeitslast. Zum Beispiel kann die Aktuelle-Arbeitslast-Komponente 410 vor kurzem aufgetretene und aktuelle Fahrmanöver und aktuelle und vor kurzem aufgetretene Orte verfolgen, um eine aktuelle Fahrerarbeitslast für einen Fahrer zu bestimmen. Die Fahrmanöver und Orte können auf der Basis eines Positionsbestimmungssensors (wie etwa GPS), einer Karte und/oder einer Fahrhistorie bestimmt werden. Bei einer Ausführungsform kann man mit einer Kamera oder einem anderen Sensor einen mentalen oder emotionalen Zustand eines Fahrers verfolgen. Die Aktuelle-Arbeitslast-Komponente 410 kann eine für den Fahrer spezifische tatsächliche Arbeitslast bestimmen. Bei einer Ausführungsform kann die aktuelle Fahrerarbeitslast in der Fahrhistorie, der Karte oder in anderen Daten eines Datenspeichers 108 gespeichert werden. Diese Informationen können später zur Berechnung einer für einen Fahrer spezifischen Arbeitslast oder als zur Berechnung generischer oder spezifischer Arbeitslasten für andere Fahrer zu aggregierende Daten verwendet werden. Bei einer Ausführungsform kann die Aktuelle-Arbeitslast-Komponente 410 die aktuelle Fahrerarbeitslast und den aktuellen Ort über ein Netzwerk zur Speicherung in einer Arbeitslast-Datenbank übertragen. Zum Beispiel kann die Arbeitslast-Datenbank Daten von mehreren Fahrern oder Fahrzeugen aggregieren, so dass Arbeitslastwerte genau bestimmt werden können, selbst wenn ein Fahrzeug niemals zuvor über einen spezifischen Straßenteil gefahren ist.
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Nunmehr mit Bezug auf 5 ist ein schematisches Flussdiagramm eines Verfahrens 500 zum Modifizieren einer Route auf der Basis der Fahrerarbeitslast dargestellt. Das Verfahren 500 kann durch ein Navigationssystem oder eine Arbeitslastkomponente ausgeführt werden, wie etwa das Navigationssystem 102 von 1 oder die Arbeitslastkomponente 104 von 1 oder 4.
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Das Verfahren 500 beginnt und eine Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 bestimmt bei 502, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst. Eine Routenkomponente 402 modifiziert bei 504 die aktuelle Route, um eine alternative Route zu erzeugen. Die alternative Route vermeidet den mindestens einen Abschnitt, der eine hohe Fahrerarbeitslast aufweist. Die Benachrichtigungskomponente 406 stellt bei 506 einem Fahrer oder automatisierten Fahrsystem die alternative Route bereit.
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Nunmehr mit Bezug auf 6 ist ein schematisches Flussdiagramm eines Verfahrens 600 zur Verringerung der Fahrerarbeitslast dargestellt. Das Verfahren 600 kann durch ein Navigationssystem oder eine Arbeitslastkomponente ausgeführt werden, wie etwa das Navigationssystem 102 von 1 oder die Arbeitslastkomponente 104 von 1 oder 4.
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Das Verfahren 600 beginnt und eine Routenkomponente 402 bestimmt bei 602 eine wahrscheinliche Route eines Fahrzeugs. Zum Beispiel kann die Routenkomponente 402 bei 602 die wahrscheinliche Route auf der Basis einer Tageszeit, eines Kalenders oder dergleichen bestimmen. Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 identifiziert bei 604 einen Teil der wahrscheinlichen Route, der einer Aufmerksamkeit eines Fahrers oder Fahrsystems hohe Anforderungen stellt. Zum Beispiel kann die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 einen Arbeitslastwert für den Teil berechnen und bestimmen, dass er eine Schwelle für den Fahrer oder das automatisierte Fahrsystem überschreitet. Die Routenkomponente 402 erzeugt bei 606 eine alternative Route, die den Teil der wahrscheinlichen Route vermeidet. Die Benachrichtigungskomponente 406 stellt bei 608 einem Navigationssystem oder automatischen Fahrsystem die alternative Route bereit. Ein Fahrer oder automatisches Fahrsystem kann der alternativen Route folgen, um den Teil der wahrscheinlichen Route zu vermeiden, der hohe Anforderungen an eine Aufmerksamkeit eines Fahrers oder Fahrsystems stellt.
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Nunmehr mit Bezug auf 7 ist ein schematisches Flussdiagramm eines Verfahrens 700 zum Verringern einer Arbeitslast eines Fahrers oder automatisierten Fahrsystems dargestellt. Das Verfahren 700 kann durch ein Navigationssystem oder eine Arbeitslastkomponente ausgeführt werden, wie etwa das Navigationssystem 102 von 1 oder die Arbeitslastkomponente 104 von 1 oder 4.
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Das Verfahren 700 beginnt und eine Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 erzeugt bei 702 einen oder mehrere Arbeitslastwerte für ein oder mehrere Segmente einer ersten Fahrroute. Eine Routenkomponente 402 berechnet bei 704 Kosten der ersten Fahrroute auf der Basis einer Distanz der ersten Fahrroute und des einen oder der mehreren Arbeitslastwerte der ersten Fahrroute. Bei 706 erzeugt die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente 404 einen oder mehrere Arbeitslastwerte für ein oder mehrere Segmente einer zweiten Fahrroute. Bei 708 berechnet die Routenkomponente 402 Kosten der zweiten Fahrroute auf der Basis einer Distanz der zweiten Fahrroute und des einen oder der mehreren Arbeitslastwerte der zweiten Fahrroute. Bei 710 wählt die Routenkomponente 402 die erste Fahrroute oder die zweite Fahrroute als eine Fahrroute niedrigster Kosten aus. Bei 712 stellt die Benachrichtigungskomponente 406 einem Fahrer oder einem automatischen Fahrsystem Navigationsanweisungen bereit, um der Fahrroute niedrigster Kosten zu folgen. Zum Beispiel kann die Benachrichtigungskomponente 406 die Navigationsanweisungen dem Fahrer oder automatischen Fahrsystem bereitstellen 712, indem einer Navigationskomponente oder einem automatischen Fahrsystem eine Angabe der Route niedrigster Kosten bereitgestellt wird.
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Beispiele
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Die folgenden Beispiele betreffen weitere Ausführungsformen.
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Beispiel 1 ist ein System mit einer Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente, einer Routenkomponente und einer Benachrichtigungskomponente. Die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente ist ausgelegt zum Bestimmen, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst. Die Routenkomponente ist ausgelegt zum Modifizieren der aktuellen Route zur Erzeugung einer alternativen Route, wobei die alternative Route den mindestens einen Abschnitt, der eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst, vermeidet. Die Benachrichtigungskomponente ist dafür ausgelegt, die alternative Route einem Fahrer oder automatisierten Fahrsystem bereitzustellen.
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In Beispiel 2 ist die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente von Beispiel 1 ausgelegt zum Bestimmen basierend auf Abbiegungen und/oder Verlangsamungsereignissen und/oder Geschwindigkeit und/oder Verkehr und/oder Sonneneinstrahlung und/oder Straßentyp und/oder Spurwechseln auf dem mindestens einen Abschnitt, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst.
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In Beispiel 3 ist die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente irgendeines der Beispiele 1–2 ausgelegt zum Bestimmen auf der Basis von Kartengeometrie, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst.
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In Beispiel 4 ist die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente irgendeines der Beispiele 1–3 ausgelegt zum Bestimmen auf der Basis einer Fahrhistorie, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst.
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In Beispiel 5 ist die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente irgendeines der Beispiele 1–4 ausgelegt zum Bestimmen auf der Basis einer geschätzten Tageszeit, während der sich das Fahrzeug an dem mindestens einen Abschnitt befinden wird, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst.
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In Beispiel 6 ist die Vorhergesagte-Arbeitslast-Komponente irgendeines der Beispiele 1–5 ausgelegt zum Bestimmen auf der Basis von Arbeitslastdaten entsprechend dem mindestens einen Segment, die von einem drahtlosen Netzwerk empfangen werden, dass mindestens ein Abschnitt einer aktuellen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst.
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In Beispiel 7 umfasst das System irgendeines der Beispiele 1–6 ferner eine Aktuelle-Arbeitslast-Komponente, ausgelegt zum Bestimmen einer aktuellen Fahrerarbeitslast für einen aktuellen Ort.
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In Beispiel 8 ist die Aktuelle-Arbeitslast-Komponente in Beispiel 7 ausgelegt zum Speichern der aktuellen Fahrerarbeitslast als mit dem aktuellen Ort assoziiert in einer Fahrhistorie; und/oder Übertragen der aktuellen Fahrerarbeitslast und des aktuellen Orts über ein Netzwerk zur Speicherung in einer Arbeitslast-Datenbank.
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In Beispiel 9 umfasst das System irgendeines der Beispiele 1–8 ferner eine Hinweiskomponente, ausgelegt zum Antizipieren, dass in einem Schwellenzeitraum eine hohe Arbeitslast auftreten wird, und Verzögern der Lieferung des Hinweises an den Fahrer, bis die Fahrerarbeitslast unter eine Schwelle fällt.
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Beispiel 10 ist ein Verfahren zum Verringern einer Arbeitslast eines Fahrers, automatisierten Fahrsystems oder automatisierten Assistenzsystems (z.B. eines Navigationssystems 102). Das Verfahren umfasst Bestimmen einer wahrscheinlichen Route eines Fahrzeugs und Identifizieren eines Teils der wahrscheinlichen Route, der hohe Anforderungen an eine Aufmerksamkeit eines Fahrers oder Fahrsystems stellt. Das Verfahren umfasst Erzeugen einer alternativen Route, die den Teil der wahrscheinlichen Route vermeidet. Das Verfahren umfasst ferner Bereitstellen der alternativen Route für ein Navigationssystem oder automatisches Fahrsystem, das den Teil der wahrscheinlichen Route vermeidet.
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In Beispiel 11 umfasst Bestimmen der wahrscheinlichen Route in Beispiel 10 Identifizieren eines wahrscheinlichen Ziels basierend auf der Tageszeit und/oder einem Datum und/oder einem Wochentag und/oder einem eingeplanten Termin in einem Kalender und/oder einer Fahrhistorie für das Fahrzeug und/oder einer Fahrhistorie für einen Fahrer und/oder einer Fahrhistorie eines Passagiers.
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In Beispiel 12 umfasst Bestimmen der wahrscheinlichen Route in irgendeinem der Beispiele 10–11 Identifizieren einer zum Fahren zu dem wahrscheinlichen Ziel am häufigsten verwendeten Route.
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In Beispiel 13 umfasst Identifizieren des Teils der wahrscheinlichen Route in irgendeinem der Beispiele 10–12 Bestimmen des Teils der wahrscheinlichen Route, basierend auf Abbiegungen, Verlangsamungsereignissen, Geschwindigkeit, Verkehr, Sonneneinstrahlung, Straßentyp und Spurwechseln auf dem Teil der wahrscheinlichen Route zu bestimmen, dass mindestens ein Abschnitt der wahrscheinlichen Route eine hohe Fahrerarbeitslast umfasst.
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In Beispiel 14 umfasst Erzeugen der alternativen Route in irgendeinem der Beispiele 10–13 Berechnen von Kosten der wahrscheinlichen Route und einer oder mehrerer potentieller alternativer Routen auf der Basis von Routenlänge und Aufmerksamkeitsanforderungen; und/oder Auswählen der alternativen Route mit niedrigsten Kosten aus der wahrscheinlichen Route und der einen oder den mehreren potentiellen alternativen Routen; wobei die Routenlänge eine Fahrzeit und/oder eine Fahrdistanz umfasst, wobei die Kosten mit Routenlänge zunehmen und wobei die Kosten mit Routenaufmerksamkeitsanforderungen zunehmen.
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In Beispiel 15 umfasst das Verfahren irgendeines der Beispiele 10–14 ferner Bestimmen aktueller Aufmerksamkeitsanforderungen eines Fahrers für einen aktuellen Ort des Fahrzeugs während des Fahrens.
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In Beispiel 16 umfasst das Verfahren ferner Speichern der aktuellen Aufmerksamkeitsanforderungen an den Fahrer als mit dem aktuellen Ort assoziiert in einer Fahrhistorie; und/oder Übertragen der aktuellen Aufmerksamkeitsanforderungen und des aktuellen Orts über ein Netzwerk zur Speicherung in einer Arbeitslast-Datenbank.
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In Beispiel 17 umfasst das Verfahren irgendeines der Beispiele 10–16 ferner Bestimmen, dass innerhalb eines Schwellenzeitraums hohe Anforderungen an eine Aufmerksamkeit des Fahrers auftreten werden und Verzögern der Lieferung eines Hinweises an den Fahrer, bis Aufmerksamkeitsanforderungen unter eine Schwelle fallen.
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Beispiel 18 sind computerlesbare Speichermedien, die Anweisungen speichern, die, wenn sie durch einen oder mehrere Prozessoren ausgeführt werden, bewirken, dass die Prozessoren einen oder mehrere Arbeitslastwerte für ein oder mehrere Segmente einer ersten Fahrroute erzeugen und Kosten der ersten Fahrroute auf der Basis einer Distanz der ersten Fahrroute und des einen oder der mehreren Arbeitslastwerte der ersten Fahrroute berechnen. Die computerlesbaren Speichermedien speichern Anweisungen, die bewirken, dass der Prozessor einen oder mehrere Arbeitslastwerte für ein oder mehrere Segmente einer zweiten Fahrroute erzeugt und Kosten der zweiten Fahrroute auf der Basis einer Distanz der zweiten Fahrroute und des einen oder der mehreren Arbeitslastwerte der zweiten Fahrroute berechnet. Die computerlesbaren Speichermedien speichern Anweisungen, die bewirken, dass der Prozessor die erste Fahrroute oder die zweite Fahrroute als eine Fahrroute niedrigster Kosten auswählt. Die computerlesbaren Speichermedien speichern Anweisungen, die bewirken, dass der Prozessor Navigationsanweisungen für einen Fahrer oder ein automatisches Fahrsystem bereitstellt, um der Fahrroute niedrigster Kosten zu folgen.
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In Beispiel 19 bewirken die Anweisungen in Beispiel 18 ferner, dass der Prozessor den einen oder die mehreren Arbeitslastwerte für das eine oder die mehreren Segmente der ersten Fahrroute und der zweiten Fahrroute basierend auf Abbiegungen und/oder Verlangsamungsereignissen und/oder Geschwindigkeit und/oder Verkehr und/oder Sonneneinstrahlung und/oder Straßentyp und/oder Spurwechseln auf dem einen oder den mehreren Segmenten erzeugt.
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In Beispiel 20 umfasst die erste Fahrroute in irgendeinem der Beispiele 18–19 eine aktuelle Fahrroute und die zweite Fahrroute umfasst eine alternative Fahrroute, und die Fahrroute niedrigster Kosten umfasst die zweite Fahrroute.
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Es sollte beachtet werden, dass die oben besprochenen Sensorausführungsformen Computerhardware, Software, Firmware oder eine beliebige Kombination davon umfassen können, um mindestens einen Teil ihrer Funktionen auszuführen. Zum Beispiel kann ein Sensor Computercode umfassen, der dafür ausgelegt ist, in einem oder mehreren Prozessoren ausgeführt zu werden, und kann durch den Computercode gesteuerte Hardwarelogik/elektrische Schaltkreise umfassen. Diese beispielhaften Einrichtungen werden hier zur Veranschaulichung angegeben und sollen nicht einschränkend sein. Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung können in weiteren Arten von Einrichtungen implementiert werden, so, wie es Fachleuten auf dem relevanten Gebiet bzw. den relevanten Gebieten bekannt wäre.
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Ausführungsformen der Offenbarung haben sich auf Computerprogrammprodukte bezogen, die solche Logik (z.B. in Form von Software) umfassen, die auf einem beliebigen computerbenutzbaren Medium gespeichert ist. Solche Software bewirkt, wenn sie in einer oder mehreren Datenverarbeitungseinrichtungen ausgeführt wird, dass eine Einrichtung wie hier beschrieben arbeitet.
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Obwohl oben verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung beschrieben wurden, versteht sich, dass sie lediglich als Beispiel angegeben wurden und nicht als Beschränkung. Für Fachleute auf dem relevanten Gebiet wird ersichtlich sein, dass verschiedene Änderungen an Form und Detail vorgenommen werden können, ohne vom Gedanken und Schutzumfang der Offenbarung abzuweichen. Die Allgemeinheit und der Schutzumfang der vorliegenden Offenbarung sollten somit nicht auf irgendwelche der oben beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen beschränkt werden, sondern sollten nur gemäß den folgenden Ansprüchen und ihren Äquivalenten definiert werden. Die obige Beschreibung wurde zur Veranschaulichung und Beschreibung angegeben. Sie soll weder erschöpfend sein noch die Offenbarung auf die genaue offenbarte Form beschränken. Im Hinblick auf die obige Lehre sind viele Modifikationen und Varianten möglich. Ferner sollte beachtet werden, dass beliebige oder alle der erwähnten alternativen Implementierungen in jeder beliebigen gewünschten Kombination verwendet werden können, um zusätzliche hybride Implementierungen der Offenbarung zu bilden.
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Obwohl spezifische Implementierungen der Offenbarung beschrieben und dargestellt wurden, soll die Offenbarung ferner nicht auf die auf diese Weise beschrieben und dargestellten spezifischen Formen oder Anordnungen von Teilen beschränkt werden. Der Schutzumfang der Offenbarung soll durch die hier angefügten Ansprüche, etwaige hier und in anderen Anmeldungen eingereichte zukünftige Ansprüche und ihre Äquivalente definiert werden.