DE102016002234B3 - Federnde Dichtung - Google Patents
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Abstract
Die Federnde Dichtung ist für ein Ventil vorgesehen und weist ein Elastomer und eine Flachformfeder mit mindestens einem Federsteg und mindestens einer Trennung auf. Zwischen der Flachformfeder und dem Elastomer befindet sich mindestens ein Flachformträger und die Anordnung ist so getroffen, dass sich in der Federstegtrennung keinerlei Elastomer befindet.
Description
- Die Erfindung betrifft eine federnde Dichtung für ein Ventil mit einem Elastomer und einer Flachformfeder, die mindestens einen Federsteg und mindestens eine Trennung aufweist.
- Aus der
DE 198 51 143 B4 ist ein bewährtes Ventil bekannt, das eine Dichtplatte offenbart, die ein Elastomer mit einer Flachformfeder aufweist, die voneinander getrennte Federstege besitzt. Die Flachformfeder ist von dem Elastomer so umspritzt, dass sich letzteres auch in den Trennungen bzw. Aussparungen zwischen den Federstegen befindet, wodurch eine Beeinträchtigung des Federungsverhaltens und in den Federsteg- und Aussparungsbereichen Verletzungen bzw. Risse im Elastomer auftreten können. Der Durchmesser der Flachformfeder ist zudem größer als der Durchmesser der Elastomerumspritzung, so dass ein Federumfangsrand aus dem Elastomer herausragt. - Die
DE 10 2004 011 050 A1 offenbart eine Pumpe mit einer Pumpmembran, die aus einer Flachformfeder und einem Elastomermantel gebildet ist. Die Flachformfeder weist durch Aussparungen beabstandete Federstege auf. Der Elastomermantel umschließt die Flachformfeder an den einander gegenüberliegenden Seiten und füllt auch die Aussparungen zwischen den Federstegen aus. - Es ist außerdem bekannt, in Elastomerdichtungen Gewebeeinlagen vorzusehen, um die mechanische Festigkeit zu erhöhen.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine federnde Dichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass mit einfachen Mitteln Risse im Elastomer vermieden und eine Verbesserung des Federungsverhaltens sowie eine dauerhaft zuverlässige Funktionssicherheit auch bei hohen Betriebsdrücken erzielt wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.
- Weitere Vorteile und wesentliche Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, die in schematischer Darstellung bevorzugte Ausführungsformen als Beispiel zeigt. Es stellen dar:
-
1 eine erfindungsgemäße federnde Dichtung mit einer integrierten Flachformfeder in einer stark vergrößerten Querschnittsansicht, -
2 die Flachformfeder der1 in einer Seitenansicht, -
3 eine Flachformfeder in Seitenansicht ähnlich der2 und -
4 eine Flachformfeder in Seitenansicht ähnlich der3 , jedoch in einer anderen Ausführung. - Die in der
1 dargestellte federnde Dichtung1 der vorliegenden Erfindung ist als flache, kompakte Baueinheit ausgeführt und weist eine kreisscheibenförmige Konfiguration mit einer Mittenachse2 auf, die ein Durchgangsloch3 durchsetzt. Die federnde Dichtung1 besteht aus einer Flachformfeder4 sowie zwei Flachformträgern5 ,6 und einem Elastomer7 . - Die in der
2 dargestellte Flachformfeder4 ist im Wesentlichen als dünne Scheibe ausgeführt und kann zweckmäßig aus einem rost- und säurebeständigen Edelstahlblech herausgestanzt oder herausgeätzt sein. Sie kann aber auch aus einem sich federelastisch zurückstellenden Kunststoffmaterial hergestellt sein, das temperaturbeständig ist und den sonstigen Anwendungsbedingungen genügt. Außer dem Durchgangsloch3 weist die Flachformfeder4 drei Federstege8 und drei Trennungen9 auf. Die Federstege8 und die Trennungen9 sind in einer Ebene etwa spiralförmig, jedoch um 120° versetzt angeordnet. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen die Federstege8 und die dazwischen verlaufenden Trennungen9 ungefähr die gleiche Breite auf, so dass zwischen den Federstegen8 ein deutlicher Abstand besteht. Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Federstege8 breiter auszubilden als die Trennungen9 oder umgekehrt die Trennungen9 breiter auszubilden als die Federstege8 . - Die in der
3 gezeigte rundscheibenförmige Flachformfeder10 kann zweckmäßig ebenfalls aus einem dünnen rost- und säurebeständigen Edelstahlblech herausgeätzt sein. Sie weist ein Durchgangsloch11 mit der Mittenachse2 auf und besitzt praktisch nur einen einzigen Federsteg12 und eine einzige Trennung13 , die in der Scheibenebene annähernd kreisrund spiralförmig ausgebildet sind. Die Breite der spiralförmig verlaufenden Trennung13 zwischen den Windungen des spiralförmigen Federstegs12 ist ungefähr gleich der Breite des Federstegs12 , wodurch ein Abstand gebildet ist. Auch in diesem Falle liegt es im Rahmen der Erfindung, die Abstandsbreite der Trennung13 größer oder kleiner auszubilden als die Breite des Federstegs12 . - Die der
4 zu entnehmende rundscheibenförmige Flachformfeder14 weist ein Durchgangsloch15 mit der Mittenachse2 auf, ist aber nicht aus einem dünnen Blech, sondern zweckmäßig aus einem dünnen Federdraht hergestellt worden, der zum Beispiel aus einem rost- und säurebeständigem Edelstahl oder aus einem Kunststoff bestehen kann. Der Federdraht kann im Querschnitt rund oder oval oder rechteckig sein oder einen anderen Querschnitt haben. Der Federdraht bildet den somit einzigen Federsteg16 dieser Flachformfeder14 und ist in der Scheibenebene annähernd kreisrund spiralförmig gewickelt. Die Drahtwicklung wurde so ausgeführt, dass die ebenfalls annähernd kreisrund und spiralförmig ausgebildete Trennung17 zwischen den Windungen des Federstegs16 etwa gleich der Breite des Federstegs16 ist, so dass ein Abstand gebildet ist. Bei der Flachformfeder14 liegt es ebenfalls im Rahmen der Erfindung, die Abstandsbreite der Trennung17 zwischen den Windungen des Federstegs16 größer oder kleiner zu gestalten als die Breite des Federstegs16 . - Der
1 ist zu entnehmen, dass an der einen (linken) Seite der Flachformfeder4 der Flachformträger5 und an der gegenüberliegenden (rechten) Flachformfederseite der Flachformträger6 angeordnet ist. Die Flachformfeder4 befindet sich also zwischen den beiden seitlich eng anliegenden Flachformträgern5 ,6 . Die Flachformträger5 ,6 sind im Durchmesser größer als die Flachformfeder4 , so dass letztere von Umfangsrändern18 ,19 der Flachformträger5 ,6 überragt ist. Die überstehenden Umfangsränder18 ,19 können in der Ebene der Flachformfeder4 vorzugsweise durch Verschweißung miteinander verbunden sein, so dass die Flachformfeder4 ringsum kompakt umhüllt und eingeschweißt ist. - Die Flachformträger
5 ,6 können zum Beispiel durch Aufrauung und/oder Perforierung als entsprechend vorbereitete Folie oder vorteilhaft als Gewebe oder Gewirke ausgebildet sein und vorzugsweise aus dünnen Glasseiden- oder Kunststofffäden bestehen, die eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen. - Das Elastomer
7 der in1 dargestellten federnden Dichtung1 umschließt bevorzugt durch Vulkanisation die Flachformträger5 ,6 , zwischen denen die Flachformfeder4 eingebettet ist, an beiden Seiten und am Außenumfang. Es kann darüber hinaus auch vorteilhaft sein, das Elastomer7 zusätzlich als Begrenzungswand des Durchgangslochs3 vorzusehen, so dass die Flachformfeder4 und die Flachformträger5 ,6 allseits in dem Elastomer7 eingebettet bzw. von letzterem hermetisch dicht umschlossen sind. - Am Außenumfang der federnden Dichtung
1 ist das Elastomer7 als Dichtwulst20 ausgebildet, der die Umfangsränder18 ,19 der Flachformträger5 ,6 umfasst. An den Außenkanten des Dichtwulstes20 , die als Dichtlippen21 ,22 ausgebildet sind, weist die federnde Dichtung1 ihre größte Dicke auf. - Zu den zum Beispiel als Gewebe oder Gewirke ausgebildeten Flachformträgern
5 ,6 sei noch angemerkt, dass die Maschenweite bzw. die freien Öffnungen der Gewebemaschen zweckmäßig so ausgeführt und bemessen sind, dass beim Aufbringen bzw. Vulkanisieren des Elastomers7 letzteres wohl in die Gewebemaschenöffnungen eindringen kann, aber keinesfalls bis zu den Trennungen9 ,13 ,17 der Flachformfedern4 ,10 ,14 gelangt. Das heißt, die Trennungen9 ,13 ,17 zwischen den Federstegen8 ,12 ,16 sind stets absolut elastomerfrei. Damit ist gewährleistet, dass sich die Federstege8 ,12 ,16 in diesem Bereich der Flachformfedern4 ,10 ,14 für eine optimale Federungsfunktion im Wesentlichen ungehindert frei bewegen können. Die Flachformträger5 ,6 bewirken zudem, dass das Elastomer7 nicht durch Bewegungen der Federstege8 ,12 ,16 beeinträchtigt wird. - Die federnde Dichtung
1 kann zweckmäßig mittels einer Verbindung an einem Anker positioniert sein, der einem elektromagnetischen Antrieb zugehörig ist und zum wahlweisen Öffnen und Schließen des Ventildurchgangs axial verlagerbar ist. Der Anker kann zum Beispiel stabförmig, insbesondere aber als scheibenförmiger Plattenanker ausgeführt sein. - Die Verbindung der federnden Dichtung
1 mit dem Anker kann als feste Nietverbindung ausgeführt sein. In einer bevorzugten Ausführung ist die Verbindung als gegebenenfalls lösbare Schraubverbindung ausgebildet, die im Bereich der Mittenachse2 angeordnet ist. Die Schraubverbindung selbst kann im Wesentlichen einen Gewindezapfen aufweisen, der in eine Gewindehülse einschraubbar ist. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, den Gewindezapfen entweder an der federnden Dichtung1 oder an dem Anker des elektromagnetischen Antriebs anzuordnen. Die Gewindehülse befindet sich demzufolge dann an dem jeweils anderen Teil, also entweder am Anker oder an der federnden Dichtung1 .
Claims (16)
- Federnde Dichtung (
1 ) für ein Ventil mit einem Elastomer (7 ) und einer Flachformfeder (4 ,10 ,14 ), die mindestens einen Federsteg (8 ,12 ,16 ) und mindestens eine Trennung (9 ,13 ,17 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) und dem Elastomer (7 ) mindestens ein Flachformträger (5 ,6 ) angeordnet und die Trennung (9 ,13 ,17 ) elastomerfrei ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) zwischen zwei Flachformträgern (5 ,6 ) angeordnet ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Elastomer (7 ) an den der Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) abgewandten Außenseiten der beiden Flachformträger (5 ,6 ) angeordnet ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) zwischen den Flachformträgern (5 ,6 ) eingeschweißt ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachformträger (5 ,6 ) die Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) mit einem Umfangsrand (18 ,19 ) überragen. - Federnde Dichtung (
1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die überragenden Umfangsränder (18 ,19 ) der Flachformträger (5 ,6 ) in der Ebene der Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) miteinander verbunden sind. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die die Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) umhüllenden Flachformträger (5 ,6 ) und deren Umfangsränder (18 ,19 ) mindestens seitlich und umfänglich in dem Elastomer (7 ) eingebettet sind. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Elastomer (7 ) einen den Umfangsrand (18 ,19 ) der Flachformträger (5 ,6 ) umfassenden Dichtwulst (20 ) aufweist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtwulst (20 ) des Elastomers (7 ) mindestens eine Dichtlippe (21 ,22 ) aufweist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachformfeder (4 ,10 ,14 ), die Flachformträger (5 ,6 ) mit dem Umfangsrand (18 ,19 ) und das Elastomer (7 ) mit dem Dichtwulst (20 ) im Wesentlichen als kreisscheibenförmige flache Baueinheit zusammengefasst sind, die ein zentrales Durchgangsloch (3 ) aufweist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachformfeder (4 ,10 ,14 ) mit dem Federsteg (8 ,12 ) und der Trennung (9 ,13 ) aus einer dünnen Scheibe ausgestanzt und/oder herausgeätzt ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachformfeder (14 ) aus einem den Federsteg (16 ) und die Trennung (17 ) bildenden, in einer Ebene spiralförmig gewickelten Draht hergestellt ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flachformträger (5 ,6 ) aus einem Gewebe oder Gewirke hergestellt ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flachformträger (5 ,6 ) aus einer Folie hergestellt ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mittels einer bezüglich einer Mittenachse (2 ) zentralen Verbindung an einem axial verlagerbaren Anker des Ventils befestigbar ist. - Federnde Dichtung (
1 ) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung als Schraubverbindung ausgebildet ist und einen wahlweise an der federnden Dichtung oder dem Anker angeordneten Gewindezapfen besitzt, der in eine wahlweise am Anker oder der federnden Dichtung angeordnete Gewindehülse eingreift.
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