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Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen mit einem den Schornstein an seinem äußeren Umfang umgebenden Kranz mit Stützelementen, wobei die Abdeckung als mindestens eine am Kranz angeordnete und im Abstand von der Schornsteinoberkante über Stützelemente befestigte Platte ausgebildet ist, die die Schornsteinöffnung in geschlossenem Zustand abdeckt und in geöffnetem Zustand freigibt.
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Gemäß dem Stand der Technik sind als Schornsteinschutz eine Vielzahl von aus diversen Metallen bestehende Schutzabdeckungen in Form von Hauben oder Abschlussblechen bekannt. Gemäß der
DE 20 2005 015 277 U1 oder gemäß der
DE 296 16 960 U1 sind beispielsweise Schornsteinabdeckungen mit mehreren Abstandshaltern zur Befestigung eines Abschlussbleches bekannt. Die Abdeckungen gemäß dem Stand der Technik werden über Abstandshalter mittels Befestigungsschraube über Dübel, die in Bohrlöchern angeordnet sind, fest mit dem Schornstein verbunden.
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Als nächstkommender Stand der Technik ist die
DE 35 05 065 A1 anzusehen, die einen lose auf der Oberkante des Schornsteins aufliegenden Umrandungskranz in Form eines Rahmens, der aus ineinander schiebbaren Eckstücken besteht, zeigt. Eine Verschiebung der Eckstücke auf dem Schornstein wird gemäß dieser Schrift erst dadurch gesichert, dass die ineinandergeschobenen Eckstücke direkt miteinander vernietet, verschraubt, verschweißt oder in sonstige Weise miteinander verbunden werden. Gemäß dieser Schrift wird ein lose auf der Schornsteinkante aufliegender Umrandungskranz offenbart, der mit dem Mauerwerk durch Verschraubung verbunden werden kann.
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Es ist bekannt, dass Schornsteine bzw. Kamine starken Witterungseinflüssen durch Regenwasser, Wind und auch durch Rauchabgase ausgesetzt sind. Regenwasser, insbesondere bei Wirbelwind dringt in den Schornstein ein, läuft an den Innenseiten des Schornsteins hinab und bahnt sich dann seinen Weg durch die alten, verwitterten Fugen und läuft dann unterhalb der Schornsteineinfassung und den Abdichtungsbahnen bzw. den üblichen Dacheindeckungen über die Dachverschalung. Hierdurch erfolgt nicht nur eine Beschädigung oder Versottung des Schornsteins, sondern des gesamten Daches. Die Ursache für die feuchten Stellen ist kaum zu lokalisieren. Den Bauherren bleibt dann nur die Möglichkeit, ihr gesamtes Dach neu abzukleben bzw. abzudecken. Die eigentliche Ursache für die durchnässten und zum Teil verfaulten Bauteile rund um den Schornstein wird allerdings nicht beseitigt. Gemäß dem Stand der Technik wird meistens nur darauf geachtet, dass das Regenwasser nicht außerhalb des Schornsteins eindringen kann.
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Es ist daher gemäß dem Stand der Technik schwierig, Schornsteinabdeckungen über Abstandshalter beispielsweise mittels Befestigungsschrauben über Dübel, die in Bohrlöchern eines porösen Mauerwerks eines Schornsteins lokalisiert sind, anzubringen.
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Weiterhin ist es auch schwierig, einen Schornsteinschutz vorzusehen, der an unterschiedliche Größen von Schornsteinen angepasst werden kann.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen zu schaffen, die auf einfache Weise eine sichere und feste Befestigung der Schornsteinabdeckung am Mauerwerk ermöglicht und gleichzeitig an unterschiedliche Größen anpassbar ist.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen mit einem den Schornstein an seinem äußeren Umfang umgebenden Kranz, wobei die Abdeckung als mindestens eine am Kranz angeordnete und im Abstand von der Schornsteinoberkante über Stützelemente befestigte Platte ausgebildet ist, die die Schornsteinöffnung in geschlossenem Zustand abdecket und in geöffnetem Zustand freigibt, die dadurch gekennzeichnet ist, dass als Kranz ein Klemmkranz vorgesehen ist, dass der Klemmkranz aus zwei, je rechte Winkel einschließende, Teilen besteht, die jeweils abgewinkelte Ansätze aufweisen, die mittels eines Verbindungselements in Form eines Spannbolzens oder einer Gewindeschraube, welche in entsprechende Bohrungen der Ansätze eingreift, miteinander verbindbar sind, sodass der Klemmkranz den äußeren Schornsteinumfang einspannend umgibt und in seiner Größe variabel befestigbar ist.
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Vorzugsweise Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Der erfindungsgemäße Schornsteinschutz ermöglicht durch das Klemmverfahren insbesondere bei Schornstein mit defekten Außenkanten eine einfache Montage ohne, dass eine Befestigung durch eine Verschraubung in den verwitterten Fugen oder Steinen vorgenommen werden muss.
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Die Ausrichtung der Schutzabdeckung oder der Abdeckplatten, bzw. die Einstellung der Größe des Luftzuges, erfolgt über eine Höhenverstellung des Klemmkranzes am Schornsteinumfang. Erfindungsgemäß ist mindestens ein Konsolen- Element am Klemmkranz vorgesehen. Das Konsolenelement ist L- förmig ausgebildet und ein Schenkel liegt auf der Schonsteinoberkante auf. Das Konsolenelement umgibt den Klemmkranz teilweise und verläuft entlang der äußeren vertikalen Fläche des Klemmkranzes. Die Ausrichtung oder Verstellung der Höhe des Klemmkranzes erfolgt hierbei über ein im Konsolenelement vorgesehenes Langloch. Gleichzeitig dient das Konsolenelement auch zur zusätzlichen Befestigung des Klemmkranzes am Schornstein.
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Weiterhin zeichnet sich die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen dadurch aus, dass diese nicht nur im Bereich von geringen Abmessungsunterschieden in Bezug auf die Schornsteingrößen variabel ist. Bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung können noch ein oder auch mehrere zusätzliche Koppelelemente als Bestandteile des Klemmkranzes zur zusätzlichen, weitergehenden Verlängerung und Anpassung der Schutzabdeckung, inklusive Abdeckplatte, integriert werden. Die Koppelelemente werden hierbei zwischen den Ansätzen des Klemmkranzes und parallel zur Mittellinie M der Abdeckplatten im Bereich der abgewinkelten Ansätze montiert.
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Durch die am Klemmkranz und an den Konsolen vorgesehene Riffelung, die bevorzugt in horizontaler Richtung zum Schornstein angeordnet ist, wird eine feste Verbindung zwischen Klemmkranz und dem Mauerwerk des Schornsteins und ebenso zwischen Klemmkranz und Konsolen geschaffen.
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Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen wird bevorzugt aus recyceltem, gehärtetem und entsprechend Hitze beständigem Kunststoff, insbesondere aus PVC Granulat hergestellt.
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Somit ist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen auch sehr umweltfreundlich. Da ein Schornsteinschutz in der Regel für mehr als 20 Jahre montiert ist, wird somit auch ein großer Teil des Kunststoffmülls für einen längeren Zeitraum aus dem Kreislauf der Umweltverschmutzung beseitigt.
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Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen aus Kunststoff ist als Selbstbausatz in handelsüblichen Tragekoffer als Verkaufseinheit in unterschiedlichen Größen und unterschiedlichen Farben erhältlich.
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Die Erfindung sei nachfolgend anhand der Zeichnung der 1-6 näher erläutert werden.
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Hierbei zeigen:
- 1: die auf einem Schornstein montierte, erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung
- 2: eine Draufsicht entsprechend der 1 bei abgenommenen Abdeckplatten
- 3: eine Draufsicht auf die entlang der Mittellinie M aufklappbaren Abdeckplatten
- 4: eine Draufsicht auf ein Koppelelement, welches zwischen den abgewickelten Ansätzen des Klemmkranzes befestigbar ist.
- 5: das Verschlusselement für die beiden Abdeckplatten mit entsprechender Gummilippe
- 6: eine Querschnittdarstellung durch ein Klemmkranzteil mit höhenverstellbarer Konsole und horizontalen Riffelungen.
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Die 1 zeigt die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung für Schornsteinabdeckungen mit einer aus zwei Abdeckplatten bestehenden Abdeckung, wobei die einzelnen Abdeckplatten mit den Bezugsziffer 1 und 1' versehen sind. Die Abdeckplatten schließen bündig entlang einer gemeinsamen Mittellinie M ab. Mit der Bezugsziffer 8 sind Kunststoffschnappverschlüsse, die entlang dieser Mittellinie M aufgesetzt sind, gekennzeichnet. Weiterhin ist ein mit der Bezugsziffer 7 versehener Sicherheitsverschluss dargestellt, der eine eingreifende Gummilippe zur Arretierung der Abdeckplatten 1 und 1' senkrecht zur Mittellinie aufweist.
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Im Ausführungsbeispiel sind die Abdeckplatten mit verstärkten Rippen 1a versehen und weiterhin weisen die Platten eine Wasserinne mit der Bezugsziffer 6 auf.
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Die mittels Druckverschluss verstellbaren Streben 4 und 5 sind gelenkig einerseits mit den Abdeckplatten 1 und 1' und andererseits mit dem Klemmkranz 2 verbunden, sodass diese entsprechend der Positionierung der Platten 1 und 1' die Freigabe oder Abdeckung der Schornsteinöffnung ermöglichen.
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Der Klemmkranz 2 ist im Ausführungsbeispiel aus vier einzelnen rechtwinkligen Teilen zusammengesetzt, die über Ansätze 2a mit entsprechenden Befestigungsmitteln am Außenumfang des Schornsteines mit variablem Abstand befestigbar sind.
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Die Konsolen sind mit der Bezugsziffer 3 versehen und erlauben eine Höhenanpassung des Klemmkranzes 2 am Schornsteinaußenumfang entlang der in den Konsolen ausgebildeten Langlöcher 17. Weiterhin sind an der Abschlusskante der Platten 1 und 1' Anschusslöcher 1b für eine weitere Platte (1,1') für eine Verlängerung durch ein nicht dargestelltes Koppelelement 12 vorgesehen.
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Entsprechend der 2 ist eine Draufsicht auf den Klemmkranz 2 dargestellt, der aus vier je einen rechten Winkel einschließenden Einzelteilen besteht, die über entsprechend ausgebildete Ansätze 2a mittels eines Spannbolzen oder einer Gewindeschraube 9 miteinander verbunden werden können. Durch die Vorsehung von vier Verbindungselementen für den Klemmkranz 2 ist es möglich, diesen an verschiedene Schornsteinumfänge anzupassen. Mit der Bezugsziffer 10 sind in dieser Figur die Vertiefungen mit Anlenkungen zur Einbringung der Streben 4 und 5 bezeichnet.
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Die 3 zeigt eine Draufsicht auf die geschlossenen Abdeckplatten 1 und 1'. Die Abdeckplatten sind über die gelenkig verbundenen Streben 4 und 5 verstellbar, sodass diese die Schornsteinöffnung entweder abdecken oder freigeben können. Mit der Bezugsziffer 8 sind die Schnappverschlusselemente zum Arretieren der beiden Platten und mit der Bezugsziffer 11 sind die Anlenkungen bzw. Scharniere zur Unterbringung der Streben der Koppelelemente 12 bezeichnet.
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Weiterhin zeigt die 4 die Ausbildung eines Klemmkoppelelementes 12, welches zwischen den abgewinkelten Ansätzen 2a des Klemmkranzes 2 einsetzbar und entsprechend befestigbar ist. Mit der Bezugsziffer 11 sind wiederum die Anlenkungen für die Streben der Koppelelemente bezeichnet.
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In der 5 ist die Verbindung bzw. das Arretierungsmittel zwischen den beiden Abdeckplatten 1 und 1' dargestellt. Eine am Rand der Platte 1 ausgebildete Gummilippe 15 greift dabei in eine entsprechend vorgesehene Auskerbung am Rand der Platte 1'.
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Die 6 ist eine Schnittdarstellung und zeigt ein auf der Schonsteinoberkante aufliegendes, den Klemmkranz 2 in seiner vertikalen Ausdehnung umgebendes und entlang der äußeren vertikalen Fläche des Klemmkranzes verlaufendes L- förmiges Konsolenelement 3 zur zusätzlichen Befestigung und zur Höhenverstellung des Klemmkranzes 2. Die Höhenverstellung erfolgt über ein im Konsolenelement 3 vorgesehenes Langloch 17 mittels einer Befestigungsschraube oder eines Spannbolzens 16 entlang der Achse des Langloches 17. Das Konsolenelemente 3 weist an der dem Klemmkranz 2 zugewandten Seite zur besseren Haftung eine Riffelung 18 auf und ebenso weist auch der Klemmkranz 2 zur besseren Haftung an der Schornsteinwand eine Riffelung 10 auf.
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Bevorzugterweise wird der erfindungsgemäße Schornsteinschutz aus Kunststoff- Bauteilen, insbesondere aus recyceltem Kunststoff, hergestellt und weist daher auch nur ein geringes Gewicht auf.