DE102016004177B4 - Härtemaschine - Google Patents
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Abstract
Härtemaschine (1) zum induktiven Härten von Werkstücken (8), wobei die Werkstücke (8) mittels eines Induktors aufgeheizt und anschließend mit einer Kühlvorrichtung abgekühlt werden, mit einem Maschinengestell (2), mit einem Werkstückträger (7) zum Aufnehmen, Transportieren und Ablegen der Werkstücke (8) und mit mindestens einem ersten Induktor (14) und einem zweiten Induktor (18), wobei der erste Induktor (14) ortsfest am Maschinengestell (2) angeordnet ist und der zweite Induktor (18) zusammen mit dem Werkstückträger (7) verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Härten von Werkstücken (8) mit inneren und äußeren Teilbereichen (21, 22) mit dem ersten Induktor (14) der innere Teilbereich (21) und mit dem zweiten Induktor (18) der äußere Teilbereich (22) beheizbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Härtemaschine mit einer Einrichtung zum induktiven Härten von Werkstücken nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. In derartigen Härtemaschinen werden Werkstücke mittels eines Induktors aufgeheizt und anschließend abgekühlt. Aus der
EP 2 957 530 A1 ist eine Rundtaktmaschine zum Härten von Achszapfen für Gleichlaufgelenke bekannt. An den Achszapfen werden mehrere Teilbereiche zum Härten induktiv erwärmt und anschließend abgekühlt. Dazu sind im Rundtisch eine Station zum Be- und Entladen, drei Stationen zum Erwärmen und zwei Stationen zum Abkühlen vorgesehen. Jeder Station ist ein Greifer zugeordnet, womit die Werkstücke taktweise weiter transportiert und in Rotation versetzt werden können. Aus derDE 23 32 832 B1 ist eine Härtemaschine zum induktiven Härten von Werkstücken bekannt, wobei die Werkstücke mittels eines Induktors aufgeheizt und anschließend mit einer Kühlvorrichtung abgekühlt werden, mit einem Maschinengestell, mit einem Werkstückträger zum Aufnehmen, Transportieren und Ablegen der Werkstücke und mit einem ersten Induktor und einem zweiten Induktor, wobei der erste Induktor ortsfest am Maschinengestell angeordnet ist und der zweite Induktor zusammen mit dem Werkstückträger verfahrbar ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine vereinfachte Härtemaschine aufzuzeigen. Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Härtemaschine nach Patentanspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. - Es zeigen:
-
1 eine Härtemaschine in schematischer Darstellung -
2 zeigt ein Werkstück8 mit zwei zu härtenden Teilbereichen -
3 den Eingriff der Induktoren am Werkstück -
1 zeigt eine Härtemaschine1 in schematischer Darstellung. Das Maschinengestell2 ist als Säule mit quadratischem Querschnitt und vertikalen Wänden ausgeführt. An der Vorderwand6 sind vertikale Z-Führungen4 für einen Vertikalschlitten3 angeordnet. Der numerisch gesteuerte Antrieb für die Bewegungen in Z-Richtung erfolgt über den Motor15 und die Kugelrollspindel16 . Der Vertikalschlitten3 erstreckt sich mit den X-Führungen5 seitlich über den Arbeitsraum17 hinaus. Somit kann der Werkstückträger7 vom Motor15' über die Kugelrollspindel16' am Vertikalschlitten3 entlang der X-Führungen5 aus dem Arbeitsraum17 heraus in eine Aufnahme- und Ablageposition12 ,13 oberhalb einer Transporteinrichtung11 bewegt werden. Der Werkstückträger7 trägt an seiner Unterseite ein Mittenantriebsfutter10 zum Greifen und Spannen von Werkstücken8 . Das Mittenantriebsfutter10 rotiert um die Rotationsachse9 . Es ergreift die Werkstücke8 in der Aufnahmeposition12 , transportiert sie zum Arbeitsraum17 und legt sie nach dem Härten in der Ablageposition13 wieder ab. Ein erster Induktor14 ist ortsfest am Maschinengestell2 angebracht.2 zeigt als ein zu härtendes Werkstück8 einen Achszapfen für Gleichlaufgelenke, die beispielsweise in Achsantrieben für PKW eingesetzt werden. Am Werkstück8 sind ein innerer Teilbereich21 mit Kugellaufbahnen und ein äußerer Teilbereich22 zu härten.
In3 ist das Mittenantriebsfutter10 im Schnitt dargestellt. In seinem Innern ist eine Kühlvorrichtung mit zwei Sprühdüsen20 angeordnet, welche zusammen mit dem Mittenantriebsfutter10 bewegbar sind. Das Werkstück8 wird mit Spannbacken19 fixiert. Es wurde mit seiner Öffnung von oben auf den ersten Induktor14 abgesenkt und anschließend in Rotation versetzt. Nach dem Aufheizen des inneren Teilbereichs21 wird das Werkstück8 abgekühlt. Dazu tritt aus Sprühdüsen20 ein Abkühlmedium aus. Zeitgleich oder wahlweise im Anschluss an den inneren Teilbereich21 wird der äußere Teilbereich22 von einem zweiten Induktor18 erwärmt und ebenfalls mit einem Abkühlmedium aus den Sprühdüsen20 abgekühlt. Der zweite Induktor18 kann relativ zum Mittenantriebsfutter10 in Richtung des Doppelpfeils23 parallel zur Rotationsachse9 bewegt werden. Somit kann der äußere Teilbereich22 schon während des Vorschubs des zweiten Induktors18 erwärmt werden. Durch die Aufnahme des Werkstücks8 im Mittenantriebsfutter10 können der erste und zweite Induktor14 ,18 dem Werkstück8 von gegenüberliegenden Seiten zugestellt werden und wahlweise gleichzeitig oder nacheinander auf das Werkstück8 einwirken. Vorteilhaft können auch die Sprühdüsen20 im Innern des Mittenantriebsfutters10 angeordnet werden. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Härtemaschine
- 2
- Maschinengestell
- 3
- Vertikalschlitten
- 4
- Z-Führung
- 5
- X-Führung
- 6
- Vorderwand
- 7
- Werkstückträger
- 8
- Werkstück
- 9
- Rotationsachse
- 10
- Mittenantriebsfutter
- 11
- Transporteinrichtung
- 12
- Aufnahmeposition
- 13
- Ablageposition
- 14
- Erster Induktor
- 15
- 15' Motor
- 16
- 16' Kugelrollspindel
- 17
- Arbeitsraum
- 18
- Zweiter Induktor
- 19
- Spannbacke
- 20
- Sprühdüse
- 21
- Innerer Teilbereich
- 22
- Äußerer Teilbereich
- 23
- Doppelpfeil
Claims (5)
- Härtemaschine (1) zum induktiven Härten von Werkstücken (8), wobei die Werkstücke (8) mittels eines Induktors aufgeheizt und anschließend mit einer Kühlvorrichtung abgekühlt werden, mit einem Maschinengestell (2), mit einem Werkstückträger (7) zum Aufnehmen, Transportieren und Ablegen der Werkstücke (8) und mit mindestens einem ersten Induktor (14) und einem zweiten Induktor (18), wobei der erste Induktor (14) ortsfest am Maschinengestell (2) angeordnet ist und der zweite Induktor (18) zusammen mit dem Werkstückträger (7) verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Härten von Werkstücken (8) mit inneren und äußeren Teilbereichen (21, 22) mit dem ersten Induktor (14) der innere Teilbereich (21) und mit dem zweiten Induktor (18) der äußere Teilbereich (22) beheizbar ist.
- Härtemaschine (1) nach
Patentanspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass am Werkstückträger (7) ein Mittenantriebsfutter (10) angeordnet ist. - Härtemaschine (1) nach
Patentanspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Induktor (18) relativ zum Mittenantriebsfutter (10) parallel zur Rotationsachse (9) des Mittenantriebsfutters (10) bewegbar ist. - Härtemaschine (1) nach einem der
Patentansprüche 1 bis3 , dadurch gekennzeichnet, dass der erste Induktor (14) und der zweite Induktor (18) dem Werkstück (8) von gegenüberliegenden Seiten zustellbar sind. - Härtemaschine (1) nach einem der
Patentansprüche 2 bis4 , wobei die Kühleinrichtung mindestens eine Sprühdüse (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sprühdüse (20) im Mittenantriebsfutter (10) angeordnet und zusammen mit diesem verfahrbar ist.
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- 2017-04-05 WO PCT/DE2017/000089 patent/WO2017174054A1/de not_active Ceased
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