DE102015203856A1 - Vertikal-Rollenmühle - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vertikal-Rollenmühle mit einer Bypass-Vorrichtung zum Austrag von schwer mahlbaren Partikeln, beispielsweise duktilen Partikeln, wie zum Beispiel Eisen, aus dem Mahlprozess.
- In der Zementmahlung wird der Zementklinker zunehmend durch weitere Bestandteile, wie zum Beispiel Kalkstein, Hüttensand oder Flugasche, ersetzt. Dies hat zur Folge, dass die Klinkerkomponente bei abnehmendem Anteil tendenziell feiner aufgemahlen werden muss, um die Produktqualität insbesondere die Zementfestigkeiten zu gewährleisten. Es ist zu erwarten, dass sich der Trend aus ökonomischen und ökologischen Gründen in der Zukunft fortsetzt. Eine moderne Vertikal-Rollenmühle muss daher diese unterschiedlichen Aufgabematerialien bei einem gleichzeitig diversifizierten Produktportfolio (individuelle Kundenwünsche) verarbeiten können, um die Bedürfnisse des Marktes zu erfüllen. Dies führt jedoch dazu, dass eine Vertikal-Rollenmühle nicht auf den Betrieb mit einem bestimmten Aufgabegut optimiert werden kann, sondern möglichst eine Reihe unterschiedlicher Aufgabegüter zusammen oder getrennt in der Mühle vermahlen werden müssen. Die Zementmahlanlage sollte dabei schnell und flexibel (ohne mechanische Änderungen) zwischen verschiedenen Mahlprodukten umgestellt werden können. Somit müssen geeignete Prozess- und Betriebsparameter gefunden werden, die einen energieeffizienten und durchsatzoptimierten Mahlbetrieb für alle Mahlgüter ermöglichen.
- Bei der Vermahlung von Hüttensand kommt es zudem noch zu einer Anreicherung von magnetischem Feineisen auf dem Mahlteller. Hierbei kann allein eine Anpassung der Betriebsparameter nicht die Anreicherung von Feineisen auf dem Mahlteller bzw. auf der Mahlbahn bei der Vermahlung von Hüttensand bzw. Hochofenschlacke verhindern. Ein durchschnittlicher Hüttensand bzw. Hochofenschlacke enthält einen Eisenanteil zwischen 0,3 % bis 0,5 % Massenanteil.
- Prinzipiell kann das Eisen auf zwei Wegen aus der Mühle ausgetragen werden. Eine Variante ist der Austrag des Eisens über den Produktstrom. Dabei muss das Eisen pneumatisch zum Sichter transportiert werden und anschließend den Sichterrotor passieren, um mit dem Mahlprodukt die Mühle zu verlassen. Gegen einen Austrag des Eisens mit dem Produktstrom sprechen die hohe Dichte des Eisens im Verhältnis zum Hüttensand und die geringe Partikelgröße des Produktes. Damit wird der pneumatische Transport zum Sichter erschwert und im Sichter wird das Eisen am Rotor wegen seiner höheren Dichte bevorzugt abgewiesen, so dass es als Grieße erneut dem Teller zugeführt wird. Aufgrund der Duktilität der Eisenpartikel findet kaum eine Zerkleinerung statt, so dass das Feineisen in der Mühle zirkuliert und sich anreichert.
- In der zweiten Variante fallen die Eisenpartikel durch den Düsenring und werden danach im externen Materialkreislauf durch einen Magnetabscheider dem Materialstrom entzogen. Die zweite Austragsmöglichkeit über den Düsenring beschränkt sich jedoch nur auf die groben Eisenpartikel, da die feineren Eisenpartikel aufgrund der hohen Geschwindigkeit im Düsenring wieder zurück zum Teller befördert werden. Die groben Eisenpartikel fallen hingegen durch den Düsenring und werden mit Hilfe von Austragselementen in den externen Kreislauf befördert. Eine Absenkung der Geschwindigkeit im Düsenring zur Ausschleusung von feinen Eisenpartikeln ist nicht zielführend, da sich dies u.a. negativ auf die Tragfähigkeit innerhalb der Mühle auswirkt. Eine konstruktive Vergrößerung der Düsenringfläche (Absenkung der Geschwindigkeit im Düsenring) verschlechtert wiederum den Betrieb, da der übertragene Impuls zur Beschleunigung der Produktpartikel in Richtung Sichter unzureichend ist. Insbesondere bei einem Swing-Betrieb, zum Beispiel bei der Mahlung von Zementklinker mit der gleichen Mahlanlage, wird der Mahlprozess negativ beeinflusst.
- Das akkumulierte Feineisen ist demnach zu grob für das Produkt und zu fein für die Querstromklassierung am Düsenring. Die Anreicherung des Feineisens wirkt sich negativ auf den Verschleiß der Mahlwerkzeuge, des Mühlengehäuses und des Sichters aus. Zusätzlich verursacht das in der Mühle zirkulierende Feineisen einen Anstieg des Energiebedarfs verbunden mit einem Rückgang der Durchsatzleistung. Außerdem führt das Feineisen ab einer gewissen Konzentration im Mahlkreislauf zu höheren Vibrationen im Mühlenbetrieb.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vertikal-Rollenmühle zu schaffen, welche eine Eisenanreicherung auf dem Mahlteller deutlich reduziert.
- Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vertikal-Rollenmühle mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen.
- Die erfindungsgemäße Vertikal-Rollenmühle weist einen Mahlteller, wenigstens eine Mahlrolle, einen Düsenring, eine Luftzufuhrvorrichtung und wenigstens ein Austragselement auf. Der Düsenring umgibt den Mahlteller horizontal, was bedeutet, dass der Düsenring ringförmig in der gleichen Ebene um den Mahlteller angeordnet ist. Die Luftzufuhreinrichtung ist unterhalb des Düsenrings angeordnet und unterhalb oder im Bereich der Luftzufuhreinrichtung ist das wenigstens eine Austragselement angeordnet. Bevorzugt ist das wenigstens eine Austragselement unterhalb der Luftzufuhreinrichtung angeordnet. Erfindungsgemäß weist die Vertikal-Rollenmühle wenigstens eine Bypass-Vorrichtung auf, wobei die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung eine Verbindung zwischen dem Düsenring und dem wenigstens einen Austragselement bildet.
- Vorzugsweise weist die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung keinen direkten Kontakt zu den Wandungen des Austragselements, da das Austragselement mit dem Mahlteller rotiert und die Bypass-Vorrichtung statisch fixiert sein kann.
- Durch die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung wird am Ort der Bypass-Vorrichtung im Düsenring ein strömungsberuhiger Bereich erzeugt. In diesem Bereich kann praktisch jedes Material unabhängig von Größe und spezifischem Gewicht durch die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung ausgetragen werden. Hierdurch wird auch Eisen unabhängig von der Partikelgröße aus dem Bereich des Mahltellers ausgetragen, eine Anreicherung kann vermieden werden.
- Die Bypass-Vorrichtung kann beispielsweise rohrförmig mit beispielsweise rundem, ovalem, oder eckigem Querschnitt ausgeführt sein. Besonders bevorzugt ist der runde Querschnitt.
- In einer Ausführungsform der Erfindung weist die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung im Bereich der Luftzufuhrvorrichtung eine gasundurchlässige Außenhaut auf. Beispielsweise handelt es sich bei der gasundurchlässigen Außenhaut um eine Metallwand, eine Kunststoffwand oder eine Verbundwerkstoffwand, insbesondere eine Glasfaserverbundwerkstoffwand oder eine Kohlefaserverbundwerkstoffwand. Unter gasundurchlässig im Sinne der Erfindung wird hierbei lediglich verstanden, dass die Außenhaut für die vergleichsweise starke Gasströmung im Bereich der Luftzufuhrvorrichtung undurchlässig ist und so keine nennenswerte Strömung im Bereich des Düsenrings erzeugt. Fragen der Gasdiffusion sind daher im Sinne dieser Erfindung unbeachtlich.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung entspricht die Anzahl der Bypass-Vorrichtungen der Anzahl der Mahlrollen. Alternativ entspricht die Anzahl der Bypass-Vorrichtungen einem ganzzahligen Vielfachen der Anzahl der Mahlrollen. Besonders bevorzugt weist die Vertikal-Rollenmühle zwei bis sechs Mahlrollen und zwei bis sechs Bypass-Vorrichtungen auf.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Vertikal-Rollenmühle wenigstens zwei Bypass-Vorrichtungen auf. Die wenigstens zwei Bypass-Vorrichtungen sind äquidistant angeordnet. Bei zwei Bypass-Vorrichtungen ergibt sich, dass diese um 180 ° auf dem Düsenring beabstandet sind, bei drei Bypass-Vorrichtungen um 120 ° und bei vier Bypass-Vorrichtungen um 90 °. Weist die Vertikal-Rollenmühle ein ganzzahliges Vielfaches an Bypass-Vorrichtungen im Vergleich zur Anzahl der Mahlrollen auf, so können Gruppen von Bypass-Vorrichtungen, welche eine Anzahl entsprechend dem ganzzahligen Vielfachen entsprechen, zueinander äquidistant angeordnet sein.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings auf, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung weniger als 2,5% der Oberfläche des Mahltellers beträgt.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings auf, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung weniger als 1,0% der Oberfläche des Mahltellers beträgt.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings auf, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung weniger als 0,5% der Oberfläche des Mahltellers beträgt.
- Die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung beeinträchtigt selbstverständlich die Funktionsweise und damit die Effizienz des Düsenrings. Insbesondere wird durch die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung auch Produkt mit ausgetragen. Daher ist eine zu hohe Bypassrate, welche sich durch eine zu große Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung ergeben würde, nicht sinnvoll.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings auf, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung mindestens 0,01 % der Oberfläche des Mahltellers beträgt.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen alle Bypass-Vorrichtungen gemeinsam eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings auf, wobei die Querschnittsfläche aller Bypass-Vorrichtungen gemeinsam weniger als 2,5 % der Oberfläche des Mahltellers beträgt.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung beträgt die Summe aller Querschnittsflächen aller Bypass-Vorrichtungen an der Oberfläche des Düsenrings weniger als 10 % der Oberfläche des Düsenrings.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Summe aller Querschnittsflächen aller Bypass-Vorrichtungen an der Oberfläche des Düsenrings weniger als 5 % der Oberfläche des Düsenrings.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Bypass-Vorrichtung einen größten Querschnitt von weniger als 250 mm auf. Unter dem größten Querschnitt ist beispielsweise bei einem runden Querschnitt der Durchmesser, bei einem rechtwinkligen Querschnitt die Diagonale zwischen gegenüberliegenden Ecken zu verstehen. Der größte Querschnitt stellt somit die größte Dimension dar, welche der Querschnitts eines Partikels in der gleichen Ebene aufweisen kann, sodass das Partikel durch die Bypass-Vorrichtung passieren kann.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Bypass-Vorrichtung einen größten Querschnitt von weniger als 200 mm auf.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Bypass-Vorrichtung einen größten Querschnitt von weniger als 100 mm auf.
- In einer weiteren Ausführungsform weist die Bypass-Vorrichtung einen größten Querschnitt von wenigstens 20 mm auf.
- In einer weiteren Ausführungsform weist die Bypass-Vorrichtung einen größten Querschnitt von wenigstens 40 mm auf.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist hinter dem Austragselement ein Abscheider angeordnet. Bevorzugt ist der Abscheider ein Magnetabscheider, besonders bevorzugt ist der Magnetabscheider ausgewählt aus der Gruppe umfassend Trommelmagnetabscheider und Überbandmagnetabscheider.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist hinter dem Abscheider eine Materialrückführung zum Mahlteller angeordnet. Durch den Abscheider kann insbesondere das Eisen entfernt werden. Die anderen Komponenten enthalten regelmäßig das Edukt oder das Produkt, sodass diese vorteilhafterweise dem Mahlteller wieder zugeführt werden.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Bypass-Vorrichtung am oberen Ende an Düsenring eine größere Querschnittsfläche als am unteren Ende am Austragselement auf.
- Beispielsweise ist die Bypass-Vorrichtung kegelförmig ausgeführt. Dieses hat den Vorteil, dass durch den geringeren Durchmesser am unteren Ende weniger Luft aus der Luftzufuhreinrichtung über das Austragselement in die Bypass-Vorrichtung gelangen kann und somit der Strömungsbereich oberhalb der Bypass-Vorrichtung besonders effizient beruhigt werden kann.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Bypass-Vorrichtung innerhalb einem unterdurchschnittlich durchströmten Bereich der Luftzufuhrvorrichtung angeordnet. Auch diese Anordnung führt dazu, dass weniger Luft aus der Luftzufuhreinrichtung über das Austragselement in die Bypass-Vorrichtung gelangen kann und somit der Strömungsbereich oberhalb der Bypass-Vorrichtung besonders effizient beruhigt werden kann. Besonders bevorzugt befindet sich die Bypass-Vorrichtung in einem Bereich mit ausreichendem Materialabwurf vom Mahlteller. Unter ausreichend wird in diesem Zusammenhang ein Bereich mit örtlich überdurchschnittlichem Materialabwurf verstanden.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Auftragselement eine Verschlussklappe auf und die Bypass-Vorrichtung weist eine maximale Entfernung von 950 mm zur Unterkante des Austragselements auf. Durch den vergleichsweise geringen Abstand kann weniger Luft aus der Luftzufuhreinrichtung über das Austragselement in die Bypass-Vorrichtung gelangen und somit kann der Strömungsbereich oberhalb der Bypass-Vorrichtung besonders effizient beruhigt werden.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Auftragselemente eine Verschlussklappe auf und die Bypass-Vorrichtung weist eine maximale Entfernung von 750 mm zur Unterkante des Austragselements auf.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Auftragselemente eine Verschlussklappe auf und die Bypass-Vorrichtung weist eine maximale Entfernung von 550 mm zur Unterkante des Austragselements auf.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Vertikal-Rollenmühle eine Symmetrieachse, besonders bevorzugt eine dreizählige Drehachse (C3 nach Schönflies), eine vierzählige Drehachse (C4 nach Schönflies) oder eine sechszählige Drehachse (C6 nach Schönflies), auf.
- Nachfolgend ist die erfindungsgemäße Vertikal-Rollenmühle anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
-
1 : Schematischer Querschnitt durch eine Vertikal-Rollenmühle -
2 : Schematische Aufsicht auf eine Vertikal-Rollenmühle -
3 : Schematische Darstellung einer Bypass-Vorrichtung - In
1 ist ein schematischer Querschnitt der Vertikal-Rollenmühle10 gezeigt und in2 eine schematische Aufsicht auf die Ebene des Mahlteller20 . Der Mahlteller20 weist bespielsweise einen Durchmesser von etwa 4,5 m auf, der Düsenring40 eine Breite von etwa 40 cm. Oberhalb des Mahltellers20 befinden sich in dieser beispielhaften Vertikal-Rollenmühle10 drei Mahlrollen30 , von denen nur eine in1 zu sehen ist. Unterhalb des Düsenrings40 befindet sich die Luftzufuhreinrichtung50 , in welche über drei Lufteinlässe (in2 zu erkennen) Luft eingeführt wird, welche durch den Düsenring40 nach oben steigt und das gemahlene Produkt aus der Vertikal-Rollenmühle10 austrägt. Im Bereich der Luftzufuhreinrichtung50 ist ein Austragselement60 angeordnet, in welchem durch die den Düsenring40 fallendes Material aufgefangen wird. Hierbei handelt es sich im Regelfall um große und vergleichsweise schwere Partikel. Diese werden durch eine Verschlussklappe80 einem Abscheider90 zugeführt. In dem Abscheider90 , welcher in diesem Beispiel als Magnetabscheider ausgeführt ist, werden Eisenpartikel entfernt. Das restliche Material wird über die Rückführung100 wieder dem Mahlteller20 zugeführt. Zusätzlich verfügt die Vertikal-Rollenmühle10 über einen Luftauslass105 . Dieser Aufbau entspricht insoweit einer Vertikal-Rollenmühle nach dem Stand der Technik. - Die erfindungsgemäße Vertikal-Rollenmühle
10 weist zusätzlich in dem gezeigten Beispiel drei Bypass-Vorrichtungen70 , welche vom Düsenrings40 in das Austragselement60 führen. Da das Austragelement60 in Form einer Vertiefung unterhalb der Luftzufuhreinrichtung50 ausgeführt ist, ist dieser Bereich strömungsreduziert, wodurch nur sehr wenig Luft vom Lufteinlass55 durch die Luftzufuhreinrichtung50 , das Austragselement60 und die Bypass-Vorrichtungen70 geleitet wird. Hierdurch ist die Strömung oberhalb der Bypass-Vorrichtungen70 stark reduziert und so können auch kleine und somit vergleichsweise leichte Eisenpartikel durch die Bypass-Vorrichtungen70 ausgetragen werden. - Wie
2 zu entnehmen, sind die Bypass-Vorrichtungen70 mit einem strömungstechnisch maximalen Abstand zu den drei Lufteinlässen55 orientiert. Hierdurch wird zusätzlich die durch die Bypass-Vorrichtungen70 strömende Luft reduziert. - In
3 ist eine Bypass-Vorrichtung70 gezeigt, wobei die Bypass-Vorrichtung70 im oberen Bereich mit zusätzlichen Materialleitblechen75 aufweist, die im Bereich des Düsenrings40 den Materialeintrag in die Bypass-Vorrichtung70 erhöhen. In3a ist im Querschnitt die Trichterfunktion des Materialleitblechs75 zu erkennen, in3b ist in der Aufsicht das Verhältnis zwischen dem Durchmesser der Bypass-Vorrichtung70 und des Materialleitblechs gut erkennbar. - Bezugszeichenliste
-
- 10
- Vertikal-Rollenmühle
- 20
- Mahlteller
- 30
- Mahlrolle
- 40
- Düsenring
- 50
- Luftzufuhreinrichtung
- 55
- Lufteinlass
- 60
- Austragselement
- 70
- Bypass-Vorrichtung
- 75
- Materialleitblech an Bypass-Vorrichtung
- 80
- Verschlussklappe
- 90
- Abscheider
- 100
- Rückführung
- 105
- Luftauslass
Claims (17)
- Vertikal-Rollenmühle (
10 ) mit einem Mahlteller (20 ), wenigstens einer Mahlrolle (30 ) und einem Düsenring (40 ), wobei der Düsenring (40 ) den Mahlteller (20 ) horizontal umgibt, wobei unter dem Düsenring (40 ) eine Luftzufuhrvorrichtung angeordnet ist, wobei unterhalb oder im Bereich der Luftzufuhreinrichtung (50 ) wenigstes ein Austragselement (60 ) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikal-Rollenmühle (10 ) wenigstens eine Bypass-Vorrichtung (70 ) aufweist, wobei die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung (70 ) eine Verbindung zwischen dem Düsenring (40 ) und dem wenigstens einen Austragselement (60 ) bildet. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung (70 ) im Bereich der Luftzufuhrvorrichtung eine gasundurchlässige Außenhaut aufweist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Bypass-Vorrichtungen (70 ) der Anzahl der Mahlrollen (30 ) entspricht. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikal-Rollenmühle (10 ) wenigstens zwei Bypass-Vorrichtungen (70 ) aufweist und dass die wenigstens zwei Bypass-Vorrichtungen (70 ) äquidistant angeordnet sind. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung (70 ) eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings (40 ) aufweist, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung (70 ) weniger als 2,5 % der Oberfläche des Mahltellers (20 ) beträgt. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung (70 ) eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings (40 ) aufweist, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung (70 ) weniger als 1,0 % der Oberfläche des Mahltellers (20 ) beträgt. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Bypass-Vorrichtung (70 ) eine Querschnittsfläche an der Oberfläche des Düsenrings (40 ) aufweist, wobei die Querschnittsfläche der wenigstens einen Bypass-Vorrichtung (70 ) weniger als 0,5 % der Oberfläche des Mahltellers (20 ) beträgt. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe aller Querschnittsflächen aller Bypass-Vorrichtungen (70 ) an der Oberfläche des Düsenrings (40 ) weniger als 10 % der Oberfläche des Düsenrings (40 ) beträgt. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe aller Querschnittsflächen aller Bypass-Vorrichtungen (70 ) an der Oberfläche des Düsenrings (40 ) weniger als 5 % der Oberfläche des Düsenrings (40 ) beträgt. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bypass-Vorrichtung (70 ) einen größten Querschnitt von weniger als 250 mm aufweist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bypass-Vorrichtung (70 ) einen größten Querschnitt von wenigstens 20 mm aufweist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Austragselement (60 ) ein Abscheider (90 ) angeordnet ist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheider (90 ) ein Magnetabscheider ist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetabscheider ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Trommelmagnetabscheider und Überbandmagnetabscheider. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Abscheider (90 ) eine Materialrückführung (100 ) zum Mahlteller (20 ) angeordnet ist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bypass-Vorrichtung (70 ) am oberen Ende an Düsenring (40 ) eine größere Querschnittsfläche als am unteren Ende am Austragselement (60 ) aufweist. - Vertikal-Rollenmühle (
10 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bypass-Vorrichtung (70 ) innerhalb einem unterdurchschnittlich durchströmten Bereich der Luftzufuhrvorrichtung angeordnet ist.
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