DE102015111239A1 - Schachtunterteil mit eingeformter Dichtung - Google Patents
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Abstract
Bei einem Schachtunterteil eines Kanalisationsschachts, wobei das Schachtunterteil im Wesentlichen aus Beton besteht, eine aus Kunststoff bestehende Auskleidung seiner Innenflächen aufweist, sowie Zulauf- und Auslauföffnungen aufweist, an welche Rohrleitungen anschließbar sind, schlägt die Erfindung vor, dass eine Dichtung, welche eine Zulauf- und / oder Auslauföffnung umgibt, als integraler Bestandteil des Schachtunterteils vorgesehen ist, wobei die Dichtung von dem Kunststoffmaterial der Auskleidung umgossen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Schachtunterteil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Gattungsgemäße Schachtunterteile sind aus der Praxis bekannt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Schachtunterteil dahingehend zu verbessern, dass dieses mit einem besonders hohen Maß an Zuverlässigkeit den dichten Anschluss einer Rohrleitung an das Schachtunterteil ermöglicht.
- Diese Aufgabe wird durch ein Schachtunterteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
- Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, das Schachtunterteil werkseitig mit einer Dichtung auszustatten, die in der Zulauföffnung bzw. Ablauföffnung angeordnet ist und die bei der Herstellung des Schachtunterteils in das Kunststoffmaterial der Auskleidung eingebracht wird und von diesem Kunststoffmaterial umgossen wird, so dass die Dichtung einen integralen Bestandteil des Schachtunterteils bildet, im Unterschied zu nachträglich einzubringenden Dichtungsringen, die nach der Herstellung des Schachtunterteils in eine Nut der Zulauf- bzw. Ablauföffnung eingelegt werden. Durch die werkseitige Anordnung der Dichtung werden mehrere Vorteile erzielt: Einerseits ist ausgeschlossen, dass eine Dichtung versehentlich an der Baustelle nicht montiert wird. Weiterhin ist sichergestellt, dass bei Dichtungen mit asymmetrischem Querschnittsprofil die Dichtung in der richtigen Ausrichtung angeordnet ist und nicht versehentlich in falscher Ausrichtung an der Baustelle montiert wird. Schließlich ist eine zuverlässige Abdichtung zwischen der Dichtung und dem Schachtunterteil sichergestellt, da die Dichtung von dem Kunststoffmaterial der Auskleidung umgossen wird.
- Vorteilhaft kann eine so genannte CI-Dichtung verwendet werden, die in Axialrichtung der jeweiligen Zulauf- bzw. Auslauföffnung zwei hintereinander angeordnete Abschnitte aus unterschiedlichen Materialien aufweist. Ein erster so genannter Dichtungsabschnitt ist vorgesehen, der aus einem Dichtungswerkstoff besteht. Dieser Dichtungswerkstoff ist, verglichen mit dem anderen Werkstoff, vergleichsweise weich. Weiterhin weist die Dichtung einen Stützabschnitt aus einem zweiten Werkstoff auf. Dieser zweite Werkstoff ist härter als der Dichtungswerkstoff. Durch diese beiden unterschiedlichen Werkstoffe wird ein Dichtungsverhalten bewirkt, welches einerseits aufgrund der Stützwirkung des Stützabschnitts eine feste Anlage der Dichtung an der Rohrleitung sicherstellt, wobei weiterhin der demgegenüber weichere Dichtungswerkstoff eine zuverlässig dichte Anlage des Dichtungsabschnitts an der Rohroberfläche sicherstellt und sich eventuell Unebenheiten optimal anpasst. Durch seine Verformbarkeit ermöglicht der Dichtungsabschnitt einen Innendurchmesser der Dichtung, der geringer ist als der Außendurchmesser der aufzunehmenden Rohrleitung, so dass sich der Dichtungsabschnitt der Dichtung beim Einführen der Rohrleitung in das Schachtunterteil optimal abdichtend an die Rohrleitung anlegt.
- Vorteilhaft kann bei dieser Ausgestaltung der Dichtung mit zwei unterschiedlichen Abschnitten der Dichtungsabschnitt nach außen und der Stützabschnitt nach innen gerichtet sein, also zum Inneren des Schachtunterteils weisend.
- Vorteilhaft kann die Zulauföffnung bzw. Auslauföffnung als Muffe eines Rohrsystems ausgestaltet sein. Die an das Schachtunterteil anzuschließende Rohrleitung weist üblicherweise ein Spitzende und ein Muffenende auf und ist Teil eines Rohrsystems, welches üblicherweise nicht nur geradlinige Rohre, sondern auch Winkelstücke u. dgl. umfasst. Wie die Muffenausbildung bei diesem Rohrsystem ist die Zulauf- oder Auslauföffnung des Schachtunterteils ausgestaltet, so dass eine an das Schachtunterteil anzuschließende Rohrleitung einfach in die Zulauf- oder Auslauföffnung eingeführt werden kann, wie in die Muffe eines weiteren Rohrleitungsabschnittes dieses Rohrsystems.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
-
1 eine perspektivische Ansicht von oben auf ein Schachtunterteil, und -
2 in gegenüber1 vergrößertem Maßstab eine perspektivische Ansicht auf die Zulauföffnung des Schachtunterteils von1 . - In den Zeichnungen ist mit
1 insgesamt ein Schachtunterteil bezeichnet, welches grundsätzlich aus Beton besteht, dessen innere Oberfläche jedoch mit einer Auskleidung2 aus Kunststoff beschichtet ist, so dass ein hervorragender Schutz gegen chemische Angriffe und beispielsweise Korrosionsschäden gegeben ist. Das Schachtunterteil1 bildet eine begehbare Berme3 aus, die zu Gunsten einer verbesserten Trittsicherheit profiliert ausgestaltet ist, beispielsweise durch ein regelmäßiges geometrisches Muster oder, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, durch in die Auskleidung2 eingeprägte Schriftzüge, Logos u. dgl. - Durch das Schachtunterteil
1 verläuft ein Gerinne4 , welches sich von einer Zulauföffnung5 zu einer Auslauföffnung6 erstreckt. Die Zulauföffnung5 ist ebenfalls mit dem Kunststoffmaterial ausgekleidet. Die Auskleidung2 erstreckt sich also bis in die Zulauf- und Auslauföffnungen5 und6 hinein. In den Zulauf- und Auslauföffnungen5 und6 sind Dichtungen7 angeordnet, die insbesondere anhand von2 näher erläutert werden. -
2 zeigt eine perspektivische Ansicht auf die Zulauföffnung5 , wie anhand des in die Auskleidung2 eingeprägten Buchstabens "Z" erkennbar ist. Die Dichtung7 weist zwei in Axialrichtung der Zulauföffnung5 hintereinander angeordnete Abschnitte auf, nämlich einen vorderen Dichtungsabschnitt8 aus einem Elastomermaterial, wobei dieser Dichtungsabschnitt8 eine Dichtlippe9 bildet, die sich radial nach innen in die Zulauföffnung5 erstreckt. Hinter dem Dichtungsabschnitt8 , also näher zum Inneren des Schachtunterteils1 gerichtet, weist die Dichtung7 einen Stützabschnitt10 auf, der aus einem Kunststoffmaterial besteht, welches eine größere Härte aufweist als das Elastomermaterial des Dichtungsabschnitts8 . - Die Herstellung des Schachtunterteils
1 erfolgt dadurch, dass auf einen Kern die Dichtungen7 aufgezogen werden. Dieser Kern weist zur Schaffung der Zu- und Auslauföffnungen5 und6 zwei entsprechende Vorsprünge auf, auf welche die Dichtungen7 aufgezogen werden. Anschließend wird dieser Kern mit dem Kunststoffmaterial überzogen, welches die Auskleidung2 bildet. Schließlich wird der Beton in eine Form eingegossen, in welcher sich der erwähnte Kern befindet. Dadurch, dass die Auskleidung2 die Dichtungen7 umgibt, sind die Dichtungen7 fest in dem Kunststoffmaterial der Auskleidung2 verankert und stellen einen integralen Bestandteil des Schachtunterteils1 dar. Abschnitte der Dichtungen7 tauchen bei der Herstellung des Schachtunterteils1 in entsprechende Nuten des Kerns ein, so dass hierdurch die später frei stehenden und sichtbaren Oberflächenanteile der Dichtungen7 bewirkt werden.
Claims (4)
- Schachtunterteil (
1 ) eines Kanalisationsschachts, wobei das Schachtunterteil (1 ) im Wesentlichen aus Beton besteht, eine aus Kunststoff bestehende Auskleidung (2 ) seiner Innenflächen aufweist, sowie Zulauf- und Auslauföffnungen (5 ,6 ) aufweist, an welche Rohrleitungen anschließbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtung (7 ), welche eine Zulauf- und / oder Auslauföffnung (5 ,6 ) umgibt, als integraler Bestandteil des Schachtunterteils (1 ) vorgesehen ist, wobei die Dichtung (7 ) von dem Kunststoffmaterial der Auskleidung (2 ) umgossen ist. - Schachtunterteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (
7 ) in Axialrichtung der Zulauf- oder Auslauföffnung (5 ,6 ) zwei hintereinander angeordnete Abschnitte aufweist, von denen ein Dichtungsabschnitt (8 ) aus einem ersten Dichtungswerkstoff besteht und ein Stützabschnitt (10 ) aus einem zweiten Werkstoff besteht, der härter ist als der Dichtungswerkstoff. - Schachtunterteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsabschnitt (
8 ) zu der äußeren Mündung der Zulauf- oder Auslauföffnung (5 ,6 ) gerichtet ist und der Stützabschnitt (10 ) zum Inneren des Schachtunterteils (1 ) gerichtet ist. - Schachtunterteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulauf- oder Auslauföffnung (
5 ,6 ) als Muffe eines Rohrsystems und in Anpassung an eine vorgesehene, an das Schachtunterteil (1 ) anzuschließende Rohrleitung ausgestaltet ist, derart, dass die Zulauf- oder Auslaufmuffe die Aufnahme des Spitzendes dieser Rohrleitung ermöglichend ausgestaltet ist.
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