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Die Erfindung betrifft eine Bewegungseinrichtung für Schubladen mit einer Ausschiebemechanik, wobei mittels der Ausschiebemechanik ein Sperrelement von einer Einzugstellung in eine Öffnungsstellung oder eine Teil-Öffnungsstellung bewegbar ist, wobei die Ausschiebemechanik in der Einzugstellung mittels eines Überhubmechanismus gehalten ist, wobei der Überhubmechanismus ein Schaltelement aufweist, das mit einem Sperrglied in der Einzugstellung an einem Anschlag gehalten ist und bei Aufbringen eines Überhubes auf das Schaltelement von diesem in einer ersten Schaltbewegung abhebbar ist.
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Bewegungseinrichtungen für Schubladen dienen zur vereinfachten Bedienung von Schubladen. Dabei kann die Schublade nach Aufbringen eines Überhubs, die Schublade von einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung oder eine Teil-Öffnungsstellung gebracht werden. In der Regel wird dabei nach Aufbringen des Überhubs eine Verriegelung gelöst. Dann kann sich ein Energiespeicher, beispielsweise eine vorgespannte Feder entladen, wobei die Federkraft an die Schublade abgegeben wird. Anschließend kann die Schublade gegriffen und in eine geöffnete Position verstellt werden. Auf diese Weise können insbesondere Schubladen-Designs gestaltet werden, die ohne einen Schubladengriff auskommen. Die Schublade kann einfach durch manuelle Aufbringung eines Drucks auf die Blende der Schublade entriegelt und geöffnet werden.
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Insbesondere bei breiten Schubladen Blenden besteht die Problematik, dass die Druckausübung möglichst in dem Bereich der Blende vorgenommen werden muss, in dem auch die Bewegungseinrichtung montiert ist. Ist beispielsweise linksseitig eine Bewegungseinrichtung montiert, so empfiehlt es sich auch dort die Druckausübung vorzunehmen. Wenn an der rechten Seite der Blende gedrückt wird, so besteht die Problematik, dass die Bewegungseinrichtung mitunter nicht ausgelöst wird. Man ist daher dazu übergegangen an beiden Schubladenseiten Bewegungseinrichtungen zu montieren. Es bestehen auch Lösungen, bei denen eine Bewegungseinrichtung verwendet ist, die dann zu beiden Schubladenseiten synchronisiert ist. Dabei werden aufwendige Mechanikern auf der Unterseite der Schublade verbaut.
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Aus der
DE 10 2013 104 886 A1 und der
DE 10 2011 050 605 A1 sind Bewegungseinrichtungen für Schubladen bekannt. Dabei können die Schubladen mit der Bewegungseinrichtung ausgehend von ihrer Schließstellung in eine Öffnungsstellung bewegt werden. Auf dem Rückweg der Schublade ist zudem eine Einzugmechanik vorgesehen, die die Schublade wieder in ihre Schließstellung zieht.
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Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Bewegungseinrichtung bereitzustellen, die insbesondere auch bei breiten Schubladenfronten zuverlässig auslöst.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei Aufbringen des Überhubs das Sperrglied quer zur ersten Schaltbewegung, insbesondere quer zur Überhubrichtung versetzt wird.
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Zusätzlich zu der im Stand der Technik verwendeten Auslöserichtung, welche üblicher Weise entgegengesetzt zur Öffnungsrichtung der Schublade verläuft, ist erfindungsgemäß eine zusätzliche Bewegungsrichtung des Sperrgliedes überlagert, nämlich beispielsweise quer zur Überhubrichtung. Auf diese Weise lässt sich der erforderliche Schaltweg zum Entriegeln des Sperrgliedes deutlich verkleinern. Damit wird erreicht, dass bereits bei geringen Hubwegen die Bewegungseinrichtung ausgelöst wird. Selbst wenn bei breiten Schubladenfronten nur einseitig eine Bewegungseinrichtung verbaut ist, so kann diese dennoch zuverlässig geschaltet werden, auch wenn an der, der Montageposition gegenüberliegenden Seite der Blende die Druckausübung erfolgt. Auf diese Weise lässt sich auch der Teile- und Montageaufwand deutlich reduzieren. Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich beidseitig Bewegungseinrichtungen an der Schublade zu montieren, wenn beispielsweise besonders schwere Schubladen bewegt werden sollen.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass der Weg der ersten Schaltbewegung kleiner oder gleich 1 mm ist. Dann erfolgt die Freigabe der Schublade bereits nach Überwinden der ersten Schaltbewegung alleine durch das Schalten des Sperrglieds quer zur ersten Schaltbewegung. Dieser Schaltablauf ermöglicht insbesondere bei sämtlichen Schubladenbreiten eine zuverlässige Auslösung der Bewegungseinrichtung.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass sich an den Anschlag ein Absatz anschließt, in den das Sperrglied ausgelenkt wird und außer Eingriff mit dem Anschlag steht. Mit dem Absatz wird eine eindeutige Schaltstellung für das Sperrglied erreicht und es ist verhindert, dass das Sperrglied unbeabsichtigt wieder zurück in die Sperrstellung gelangen kann.
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Hierbei kann es insbesondere vorgesehen sein, dass eine Auslenkschräge vorgesehen ist, die mit einem Auslenkteil des Schaltelementes zusammenarbeitet, und dass das in den Absatz ausgelenkte Schaltelement mit der Auslenkschräge quer zur Überhubrichtung in einen Rückführbereich auslenkbar ist. Bei einer Aufbringung eines Überhubs schaltet das Schaltelement in den Absatz hinein und gelangt in Kontakt mit der Auslenkschräge. Es wird somit im Absatz zwangsweise verstellt, sodass eine gezielte Auslenkung des Schaltelementes in den Rückführbereich erfolgen kann. Auf diese Weise wird das Schaltelement definiert verstellt. Im Anschluss an den Rückführbereich kann das Schaltelement beispielsweise bei einer Erfindungsvariante dann gezielt aus der Verriegelung herausgefahren werden, um die Schublade öffnen zu können.
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Damit umgekehrt beim Schließen der Schublade das Schaltelement gezielt in seine Verriegelungsposition gebracht werden kann, ist nach einer Erfindungsvariante vorgesehen, dass eine Führungsbahn vorgesehen ist, die eine Auslenkschräge aufweist und dass das Auslenkteil mit der Auslenkschräge zusammenarbeitet, um das Schaltelement in den Bereich des Anschlags zu bewegen. Eine einfache Bauweise ergibt sich dadurch, dass der Anschlag Teil eines Schaltmoduls ist, das eine Kavität bildet, in die das Schaltelement durch einen Einführbereich hindurch einführbar ist.
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Eine besonders zuverlässige Funktionsweise wird dann garantiert, wenn vorgesehen ist, dass der Schalthebel an dem Anschlag federvorgespannt gehalten ist, und dass beim Übergang des Sperrglieds von der Einzugsstellung in die Versatzposition die Vorspannung reduziert oder abgebaut wird.
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Dabei kann es insbesondere vorgesehen sein, dass das Schaltelement einen Auslenkabschnitt aufweist, der beim Verfahren des Schaltelements an einem Gegenelement verstellt wird, um das Schaltelement in die Vorspannstellung zu bewegen. Beim Bewegen des Schaltelementes in die Verriegelungsposition wird die Vorspannung aufgebaut. Damit ist dieser Vorgang in den normalen Bewegungsablauf integriert, ohne dass Zusatzmaßnahmen getroffen werden müssen.
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Das Schaltelement kann an einem Schwenklager schwenkbar gelagert sein, damit es zuverlässig zwischen den einzelnen Schalt- und Stellpositionen bewegt werden kann. Eine besonders bevorzugte Erfindungsvariante ist dergestalt, dass der Überhubmechanismus die Ausschiebemechanik mit einer Einzugmechanik koppelt. Auf diese Weise wird eine Bewegungseinrichtung geschaffen, mit der die Schublade nicht nur alleine selbsttätig von der Schließstellung in die Öffnungsstellung bewegt werden kann. Vielmehr ist es hierbei möglich auch ein selbstständiges Schließen der Schublade aus der Öffnungsposition oder der Teilöffnungsstellung in die Schließposition vorzunehmen. Insbesondere kann es dabei vorgesehen sein, dass zur Verwirklichung dieser Schließbewegung ein Energiespeicher, beispielsweise eine Einzugfeder entladen wird. Weiterhin kann es vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass die Schließbewegung mit einem Dämpfer gedämpft wird.
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Eine denkbare Erfindungsalternative ist dergestalt, dass das Schaltelement an einem Stellglied gehalten ist, das in der Einzugsstellung gegen einen Energiespeicher mittelbar oder unmittelbar vorgespannt gehalten ist. Der Energiespeicher kann beispielsweise für ein Ausschieben der Schublade verwendet werden.
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Zur weiteren Vereinfachung des konstruktiven Aufbaus kann es vorgesehen sein, dass das Schaltmodul mittelbar oder unmittelbar mit der Einzugmechanik gekoppelt ist.
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Wie vorstehend beschrieben dient die Erfindung zur Bewegung einer Schublade aus einer Einzugstellung in eine Öffnungsstellung oder Teilöffnungsstellung, wobei mittels einer Ausschiebemechanik ein Sperrelement bewegbar ist, wobei die Ausschiebemechanik in der Einzugsstellung mittels eines Überhubmechanismusses gehalten ist, wobei ein Schaltelement an einem Anschlag anliegt, um das Schaltelement in der Einzugsstellung zu halten, und wobei bei Aufbringen eines Überhubs das Schaltelement vom Anschlag abgehoben wird. Erfindungsgemäß ist es dabei vorgesehen, dass bei Aufbringen des Überhubs das Sperrglied quer zur Überhubrichtung versetzt wird.
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Die Erfindung betrifft weiterhin eine Bewegungseinrichtung für Möbelteile, insbesondere Schubladen mit einer Ausschiebemechanik und/oder einer Einzugmechanik, wobei ein Sperrelement vorgesehen ist, das ausgebildet ist, um einen am zugeordneten Möbelteil, beispielsweise Möbelkorpus angeordneten Mitnehmer aufzunehmen. Damit die Schubladenfront in ihrer Zuordnung zum Möbelkorpus exakt ausgerichtet werden kann, kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass ein Verstellelement vorgesehen ist, mittels dem in der Einzugsstellung die Position der Einzugmechanik oder der Ausschiebemechanik verstellbar ist, um das Sperrelement in oder entgegengesetzt zu seiner Führungsrichtung zu verstellen.
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Im Rahmen der Erfindung kann auch eine Bewegungseinrichtung vorgesehen sein für Schubladen mit einer Ausschiebemechanik, wobei mittels der Ausschiebemechanik ein Stellglied von einer Einzugstellung in eine Öffnungsstellung oder eine Teilöffnungsstellung bewegbar ist, wobei das Stellglied in der Einzugsstellung gegen die Vorspannung eines Energiespeichers gehalten ist. Erfindungsgemäß kann es dabei vorgesehen sein, dass die Vorspannung des Energiespeichers mittels einer Einstellvorrichtung in der Einzugsstellung veränderbar ist.
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Auf diese Weise kann die Bewegungseinrichtung auf unterschiedliche Schubladengewichte eingestellt werden. Bei einer leichteren Schublade kann die Vorspannung reduziert und bei einer schweren Schublade diese erhöht werden. Dabei kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass für leichte Schubladen die Vorspannkraft mindestens 5 N beträgt. Bei kleinerer Vorspannung werden leichte Schubladen nicht ausreichend beschleunigt. Denkbar ist es auch, dass bei schweren Schubladen die maximale Federkraft 30 N beträgt. Es hat sich gezeigt, dass bei größerer Vorspannung die Auslösekraft zu hoch wird und der Überhubmechanismus nur noch mit einer unangenehm hohen Kraft ausgelöst werden kann.
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Im Rahmen der Erfindung oder als eigenständiger Erfindungsgedanke kann es auch vorgesehen sein, dass die Ausschiebemechanik derart konstruiert ist, dass der verwendete Energiespeicher, beispielsweise die Feder nicht vollständig entladen wird. Vielmehr kann die Entladung des Energiespeichers bei der Bewegung der Schublade gestoppt werden. Hierbei macht man sich die Erkenntnis zu Nutze, dass kleine Kräfte (beispielsweise kleiner 3 N) die Schublade nicht mehr oder nur noch wenig beschleunigen. Beim Zuschieben der Schublade muss dann allerdings für das Laden der Feder bis zu dieser Kraft auch keine Energie mehr aufgewendet werden. Dies hat den weiteren Vorteil, dass die notwendige Energie zum Laden des Energiespeichers verringert wird. Dies hat insbesondere bei langsamem Zuwerfen der Schublade Vorteile, wenn nur eine geringe Bewegungsenergie zum Laden des Energiespeichers bereitgestellt wird.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Es zeigen:
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1: Eine Bewegungseinrichtung für eine Schublade in Seitenansicht,
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2: Ein der 1 entnommenes Detail,
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3 und 4: die Darstellung gemäß 2 jedoch in einer veränderten Schaltdarstellung,
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5–8: Die Bewegungseinrichtung gemäß 1 in verschiedenen Schaltstellungen,
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9: ein der 8 entnommenes Detail in vergrößerter Darstellung,
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10: Eine weitere Schaltstellung der Bewegungseinrichtung,
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11: Ein der 10 entnommenes Detail in vergrößerter Darstellung,
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12 und 13: Die Darstellung gemäß 11, jedoch in einer veränderten Schaltstellung,
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14: Eine weitere Darstellung der Bewegungseinrichtung gemäß 1,
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15: In vergrößerter perspektivischer Darstellung eine Teil-Baugruppe der Bewegungseinrichtung nach 1,
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16: Die Bewegungseinrichtungen gemäß 1 in einer speziellen Schaltstellung,
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17 und 18: Eine weitere Alternative einer Bewegungseinrichtung in Teildarstellung und Seitenansicht,
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19: Ein Einstellteil der Bewegungseinrichtung gemäß 18 in verschiedenen perspektivischen Ansichten,
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20: Ein Detail der Bewegungseinrichtung nach 18 in Seitenansicht.
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1 zeigt eine Bewegungseinrichtung mit einem Gehäuse 10, wobei das Gehäuse aus zwei Gehäusehälften besteht, die miteinander verbunden sind. Zur Darstellung der Mechanik der Bewegungseinrichtung ist in 1 eine Gehäusehälfte nicht gezeigt um Einblick in das Innenleben der Bewegungseinrichtung zu verschaffen. Wie diese Darstellung zeigt, weist das Gehäuse 10 eine Wandung 11 auf. In den Seitenbereichen der Wandung 11 sind Befestigungsaufnahmen 12 angeordnet. Durch die Befestigungsaufnahmen 12 können Befestigungsschrauben hindurch geführt und mit diesen die Bewegungsanordnung an einem Möbelteil, beispielsweise eine zu bewegende Schublade angeschraubt werden. Die Wandung 11 ist mit Gleitführungen ausgerüstet, wobei die Gleitführungen vorliegend als Stege ausgebildet sein können. Weiterhin ist an dem Gehäuse 10 eine Führung 13 vorgesehen, die in Form einer Nut ausgebildet sein kann. Denkbar ist es auch, dass anstelle der Nut eine durchbrochene Führung 13 in das Wandelement des Gehäuses 10 eingebracht ist. Die Führung 13 besitzt einen Führungsabschnitt 13.4, der in Längsrichtung des Gehäuses 10 verläuft. An seinem linksseitigen Ende geht der Führungsabschnitt 13.4 in einen Parkabschnitt 13.1 über. Der Parkabschnitt 13.1 kann wie vorliegend dargestellt aus einer abgewinkelten Führungsbahn-Geometrie gebildet sein. Er kann insbesondere wie dargestellt hinterschnitten ausgebildet sein. Im Bereich zwischen dem Parkabschnitt 13.1 und dem gegenüberliegenden Ende des Führungsabschnitt des 13.4 ist ein weiterer Parkabschnitt 13.2 vorgesehen. Dieser Parkabschnitt 13.2 ist als seitliche Erweiterung des Führungsabschnitts des 13.4 vorgesehen. Im Bereich dieses Parkabschnitts 13.2 weist der Führungsabschnitt 13.4 ein Federteil 13.3 auf.
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Wie 1 zeigt, ist in dem Gehäuse 10 ein Schieber 20 angeordnet. Der Schieber 20 kann in Längsrichtung des Gehäuses 10 auf den Gleitführungen der Wandelemente des Gehäuses 10 verschoben werden. Der Schieber 20 weist einen Träger 21 auf, der mit Führungen 22 ausgestattet ist. Die Führungen 22 arbeiten mit dem Stellglied 60 zusammen. Der Schieber besitzt einen Vorsprung 23. Dieser kann einteilig angeformt sein um den Teileaufwand zu verringern. Der Vorsprung 23 bildet einen Federhalter 24 und einen Dämpferhalter 25. An dem Federhalter 24 kann das linksseitige Ende einer als Energiespeicher 30 dienenden Feder befestigt werden. Das gegenüberliegende Ende der Feder ist an einem Federhalter 14 des Gehäuses 10 befestigt. An dem Dämpferhalter 25 ist ein Dämpfer 130 befestigt. Insbesondere kann eine Kolbenstange 132 des Dämpfers 130 dort befestigt sein. Der Dämpfer 130 kann als Linear-Fluiddämpfer ausgebildet sein. Insbesondere kann er einen Dämpferkörper 131, beispielsweise in Form eines Zylinders aufweisen. In dem Dämpferkörper 131 kann ein Kolben, welcher an der Kolbenstange 132 montiert ist gegen den Druck des im Dämpferkörper 131 gehaltenen Fluides verstellt werden. Vorteilhafter Weise ist das Fluid Luft, sodass der Dämpfer 130 wartungsfrei ist und. Insbesondere besteht im Fall einer Leckage nicht die Gefahr eines schädlichen Fluidaustrittes, wie dies beispielsweise bei Öl-Dämpfern der Fall ist.
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Dass dem Dämpferhalter 25 gegenüberliegende Ende des Dämpfers 130 ist an einem gehäuseseitigen Dämpferhalter 16 befestigt. Der Schieber 20 besitzt weiterhin ein Stützlager 26 von diesem Stützlager 26 steht ein Dorn 26.3 vor, der an dem Schieber 20 angeformt sein kann. Auf diesen ist ein als Feder ausgebildeter Energiespeicher aufgesteckt die Feder stützt sich endseitig an dem Stützlager 26 ab. Auf dem Dorn 26.3 ist weiterhin ein Druckstück 26.2 in Längsrichtung des Dorns 26.3 verschiebbar gehalten. Das Druckstück 26.2 dient zur Anlage an einem Stellglied 60, wie dies später näher erläutert wird.
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Der Schieber 20 weist weiterhin ein Widerlager 27 auf. Gegen dieses Widerlager 27 ist eine Feder 27.1 gelagert. Das gegenüberliegende Ende der Feder 27.1 ist gegen eine Positioniereinheit 110 gestellt. In 11 ist die Positioniereinheit 110 in vergrößerter Darstellung gezeigt. Wie diese Darstellung erkennen lässt, weist die Positioniereinheit 110 einen Sperrhebel 111 auf, der um ein Schwenklager 112 verschwenkbar gelagert ist. Gegenüberliegend dem Schwenklager 112 weist der Sperrhebel 111 einen Sperrhaken 113 auf. Die Positioniereinheit 110 weist weiterhin ein Blockierstück 114 auf, das Teil eines Schiebers ist. Weiterhin ist ein Ansatz 115 am Schieber vorgesehen und der Schieber weist auch einen Stützabschnitt 116 auf. Mittels des Stützabschnittes 116 ist der Schieber gegen die Feder 27.1 vorgespannt. Der Schieber der Positioniereinheit 110 ist in 11 horizontal in der Bildebene von links nach rechts und umgekehrt verstellbar. Dabei kann er gegen die Vorspannung der Feder 27.1 gedrückt werden.
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1 lässt weiter erkennen, dass der Schieber 20 an einem Ansatz 28.1 ein Sperrteil 28 trägt. Dieses Sperrteil 28 arbeitet mit einem Halter 41 zusammen der Halter 41 ist an einer Führung des Gehäuses 10 linear verstellbar geführt. Dabei kann der Halter 41 in der Bildebene gemäß 1 von links nach rechts und umgekehrt verschoben werden. Der Halter 41 weist einen Ansatz 42 auf. An diesem ist ein Energiespeicher 40, vorliegend beispielsweise eine Feder befestigt. Das gegenüberliegende Ende des Energiespeichers 40 ist an dem Gehäuse 10 mittels eines Federhalters 15 befestigt. Der Halter 41 weist weiterhin einen Haken 43 auf, der an dem Halter 41 angeformt ist. Schließlich umfasst der Halter 41 auch einen Anschlag 44.
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Wie 1 weiter erkennen lässt, ist an dem Schieber 20 ein Stellglied 60 linear verschiebbar gehalten. Hierzu sind zwischen dem Schieber 20 und dem Stellglied 60 wirkende Führungen vorgesehen. Das Stellglied 60 umfasst einen Halter 61, der einen Lagerbolzen 61.1 eines Lagers 61.2 aufweist. An dem Lager 61.2 ist ein Sperrelement 50 schwenkbar befestigt, wobei die Schwenkebene in 1 senkrecht zur Bildebene steht. Das Sperrelement 50 weist zwei Anschläge 51, 52 auf, die zueinander beabstandet angeordnet sind. Weiterhin ist am Sperrelement 50 ein Führungsstück 53 vorgesehen. Das Sperrelement 50 ist mit einem Lagerabschnitt 54 an dem Lager 61.2 festgemacht. Beispielsweise ist es dabei denkbar, dass der Lagerbolzen 61.1 durch einen Durchbruch des Lagerabschnitts 54 hindurch greift.
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Das Stellglied 60 ist mit einem weiteren Lager 62.1 ausgerüstet. An dem Lager 62.1 ist ein Hebel 70 schwenkbar befestigt. Die Schwenkrichtung ist wieder senkrecht zur Bildebene. Im Stellglied 60 ist eine Führung 62.2 vorgesehen, die mit einem Führungselement des Hebels 70 zusammenarbeitet. Während einer Verschränkung des Hebels 70 kann das Führungselement in der Führung 62.2 geführt bewegt werden. Der Hebel 70 trägt ein Blockierstück 71 und weist weiterhin eine Feder 72 auf. Die Feder 72 ist gegen einen Stützabschnitt des Stellglieds 60 abgestützt und bringt eine Vorspannung auf den Hebel 70 auf.
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Wie 1 zeigt, umfasst das Stellglied 60 einen Halter 63. Dieser trägt einen Anschlag 63.1. Der Anschlag 63.1 ist ausgebildet um mit der Positioniereinheit 110 zusammen zu arbeiten, wie dies später noch näher erläutert wird.
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Wie bereits oben erwähnt wurde, besitzt das Stellglied 60 einen Anschlag 64. Dieser arbeitet mit dem Druckstück 26.2 zusammen. Alternativ kann auch auf das Druckstück 26.2 verzichtet werden. Es arbeitet dann die Feder 26.1 unmittelbar mit dem Anschlag 64 zusammen.
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An dem Stellglied 60 ist ein Befestigungsabschnitt 65 mit einem Schwenklager 65.1 angeordnet. An dem Schwenklager 65.1 ist ein Schaltelement 80 schwenkbar befestigt. Das Schaltelement 80 kann beispielsweise als Hebel ausgebildet sein, wie dies 1 zeigt. Die Gestaltung des Schaltelementes 80 lässt sich auch näher der 2 entnehmen. Wie diese Darstellung zeigt weist das Schaltelement 80 einen auskragenden Bereich auf, an den ein Auslenkabschnitt 81 insbesondere angeformt ist. An seinem freien Ende trägt das Schaltelement 80 ein Sperrglied 82. Das Sperrglied 82 kann mit einem Hinterschnitt 83 ausgestattet sein und weist einen Auslenkteil 84 auf. Das Schaltelement 80 arbeitet mit einem Schaltmodul 90 zusammen. Das Schaltmodul 90 wird von zwei Gehäuseteilen gebildet, die im zusammengesetzten Zustand eine Kavität einschließen die beiden Gehäuseteile können insbesondere zumindest im Bereich der Kavität spiegelsymmetrisch aufgebaut sein. Denkbar ist es auch, dass das Schaltmodul 90 nur von einer Gehäusehälfte gebildet wird. Wie 2 zeigt, weist das Schaltmodul 90 einen Einführbereich 91 auf. Diese Einführbereich 91 geht in eine Führungsbahn 92 über. Die Führungsbahn 92 ist mit einer Auslenkschräge 93 ausgerüstet. Am Schaltmodul 90 ist weiterhin ein Anschlag 94 vorgesehen. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann, wie 2 dies zeigt im Anschluss an den Anschlag 94 eine Sperrkante 94.1 vorgesehen sein. Die Sperrkante 94.1 steht im Winkel zu dem Anschlag 94. Vorzugsweise schließen der Anschlag 94 und die Sperrkante 94.1 den gleichen oder einen annähernd gleichen Winkel wie der Hinterschnitt 83 ein. An einem Steg 98 des Schaltmoduls 90 ist eine Auslenkschräge 95 vorgesehen. Wie 15 zeigt, besitzt das Schaltmodul 90 einen Absatz 96. Der Absatz. 96 ist im Anschluss an den Anschlag 94 vorgesehen. Schließlich besitzt das Schaltmodul 90 einen Rückführbereich 97, der ausgehend vom Absatz 96 wieder in die Führungsbahn 92 mündet.
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Im Folgenden wird die Funktion der Bewegungseinrichtung näher erläutert. Die Bewegungseinrichtung kann an einem Möbelteil, beispielsweise einer Schublade befestigt werden. Ein mit der Bewegungseinrichtung zusammenarbeitender Mitnehmer 120 ist an dem korrespondierenden Möbelteil, beispielsweise einem Möbelkorpus fixiert. Zu diesem Zweck weist der Mitnehmer 120 zwei Befestigungsaufnahmen 122 auf. Mit diesen kann unter Verwendung von Befestigungsschrauben der Mitnehmer 120 an dem Möbelkorpus festgeschraubt werden. Selbst verständlich kann auch umgekehrt der Mitnehmer 120 an der Schublade und die Bewegungseinrichtung am Möbelkorpus montiert sein. An den Mitnehmer 120 ist ein Mitnehmerelement 121 angeformt. Das Mitnehmerelement 121 ist in 1 zwischen den beiden Anschlägen 51, 52 gehalten.
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Im geschlossenen Zustand der Schublade befindet sich die Bewegungseinrichtung in der in 1 gezeigten Grundstellung. Wenn nun auf die Schubladenfront ein Überhub aufgebracht wird, so verschiebt sich der Mitnehmer 120 relativ zu dem Sperrelement 50. Im Einzelnen wird das Sperrelement 50 in der Bildebene gemäß 1 von links nach rechts verschoben. 2 zeigt die Zuordnung des Schaltelements 80 zum Schaltmodul 90. Wie diese Darstellung erkennen lässt, ist in der Grundstellung das Schaltelement 80 an dem Schaltmodul 90 blockiert. Im Einzelnen liegt der Hinterschnitt 83 an dem Anschlag 94 und der Sperrkante 94.1 sicher an. Aufgrund dieser Blockade wird verhindert, dass das Schaltelement 80 aus dem Schaltmodul 90 heraus fahren kann. Da das Schaltelement 80 an dem Stellglied 60 angebracht ist, wird auch ein Versatz des Stellglieds 60 verhindert. Das Stellglied 60 ist nun gegen den Energiespeicher 26.1 vorgespannt. Zu diesem Zweck liegt das Druckstück 26.2 an dem Anschlag 64 an. Wenn nun, wie oben bereits angedeutet ein Überhub aufgebracht wird so wird das Sperrelement 50 aus der in 1 gezeigten Position heraus nach rechts verschoben. Dadurch verkleinert sich der in 3 mit S markierte Spalt. Wenn der Spalt S vollständig geschlossen ist, liegt das Stellglied 60 mit seinem Halter 61 an einer Wandung des Gehäuses 10 an, wodurch ein weiterer Versatz des Stellglieds 60 verhindert ist.
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Wie die Figurenfolge von 2 nach 3 zeigt, wird bei Aufbringen des Überhubs das Sperrglied 82 des Schaltelement 80 von dem Anschlag 94 in einer ersten Stellbewegung abgehoben. Nach einem kurzen Verfahrweg in Richtung des Überhubs wird das Sperrglied 82 quer zur Überhubrichtung, in 3 senkrecht zur Bildebene in Tiefenrichtung, seitlich in den Absatz 96 hinein ausgelenkt. Durch diese kombinierte Bewegung des Sperrglieds 82 zum Einen entlang der ersten Stellbewegung und quer dazu hinein in den Absatz 96 wird der Schaltweg des Überhubmechanismus deutlich verkleinert und das Sperrglied 82 an der Sperrkante 94.1 vorbei bewegt. Vorteilhafter Weise erstreckt sich die erste Schaltbewegung kleiner oder gleich 1 mm bis zu dem Punkt an dem das Sperrglied 82 seitlich ausgelenkt wird. Der seitliche Versatz des Sperrglieds 82 wird gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wie folgt ermöglicht. Das Schaltelement 80 stützt sich mit seinem Auslenkabschnitt 81 an einer zugeordneten Gehäusekontur des Schaltmodul 90 ab. Dabei wird das Schaltelement 80 federelastisch ausgelenkt. Insofern wird eine Vorspannung auf das Schaltelement 80 aufgebracht. Aufgrund dieser Vorspannung schnappt das Sperrglied 82 beim Überfahren der Stufe des Absatzes 96 seitlich in den Absatz 96 hinein. Diese Position zeigt 3. damit ist das Sperrglied 82 freigegeben und es kann in den Rückführbereich 97 gelangen. Wenn nun allerdings der Überhub weiter fortgesetzt wird, beispielsweise wenn ein Benutzer weiter auf die Blende der Schublade drückt so gelangt das Sperrglied 82 in Kontakt mit der Auslenkschräge 95. Da das Sperrglied 82 freigestellt ist, kann es an der Auslenkschräge 84 nach unten weiter ausgelenkt werden, bis es in den Rückführbereich gelangt. Wenn nun die Blende der Schublade entlastet wird, so kann sich der Energiespeicher 26.1 entspannen. Dabei schiebt das Druckstück 26.2 das Stellglied 60 aus. 5 zeigt eine Stell-Position des Stellgliedes 60 bei der es bereits nicht mehr im Kontakt mit dem Druckstück 26.2 steht. Entsprechend hat der Energiespeicher 26.2 seine Energie in das Stellglied 60 übertragen und es kann sich im Freilauf bewegen. Abhängig von der eingebrachten Energie lässt sich das Stellglied 60 so lange im Freilauf bewegen, bis es an einem Anschlag des Trägers 21 zum Liegen kommt. Die Schublade befindet sich nun in einer Teil-Öffnungsstellung. Sie kann nun beispielsweise an der Blende gegriffen und ausgezogen werden. Dabei wird über das Sperrelement 50 das Stellglied 60 zusammen mit dem Schieber 20 verschoben. Das Stellglied 60, das an dem Träger 21 anschlägt zieht den Schieber 20 in der Bildebene gemäß 7 von rechts nach links. Dabei werden die beiden Energiespeicher 40 und 30 geladen, beispielsweise zwei Federn gespannt. 7 zeigt eine Teil-Spannkupplung der beiden Federn. Über den Mitnehmer 120 kann das Sperrelement 50 so lange verstellt werden, bis es in den Bereich des Parkabschnittes 13.1 der Führung 13 gelangt. Beim Versatz aus der Stellung gemäß 1 bis hin zu Darstellung gemäß 8 wird das Sperrelement 50 mittels des Führungsstückes 53 an dem insbesondere linearen Führungsabschnitt 13.4 der Führung 13 geführt. Sobald das Führungsstück 53 den Übergangsbereich zwischen dem Führungsabschnitt 13.4 und den Parkabschnitt 13.1 erreicht, zwingt es das Sperrelement 50 in seine gekippte Lage, wie sie in 8 gezeigt ist. Insbesondere ist hierzu eine Bogenkontur an der Führung 13 vorgesehen, an der das Führungsstück 53 ausgelenkt und in die Parkposition des Parkabschnitts 13.1 verfahren wird. Wie 8 erkennen lässt, wird in der abgekippten Lage des Sperrelementes 50 der Mitnehmer 120 freigegeben. Die Schublade kann nun frei ausgezogen werden. In der abgekippten Lage blockiert das Sperrelement 50 die Bewegungseinrichtung. Insbesondere blockiert das Führungsstück 53 das Stellglied 60 und damit auch den Schieber 20.
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Wie 8 zeigt, werden mit der Verstellung des Schiebers 20 beide Energiespeicher 30 und 40 zunächst simultan gespannt. Es stellt allerdings eine Besonderheit dar, dass zuerst der Energiespeicher 40 während der Verfahrbewegung abgelegt wird. Dies wird anhand von 9 näher erläutert. Wie diese Darstellung zeigt, wird der Halter 41 zusammen mit Schieber 20 während der Verfahrbewegung verstellt. Der Energiespeicher 40 bringt über den Ansatz 42 ein im Gegen-Uhrzeigersinn wirkendes Drehmoment in den Halter 41 ein. Der Halter 41 gleitet auf einer Führungsbahn 17 des Gehäuses 10 entlang, bis der Anschlag 44 in den Bereich einer Aussparung 17.1 der Führungsbahn 17 gelangt. Aufgrund des wirkenden Drehmomentes wird der Anschlag 44 in die Aussparung 17.1 hinein ausgelenkt. Dadurch kippt der Halter 41 ab. Damit gelangt aber auch der Halter 41 außer Eingriff mit dem Ansatz 28.1 im Einzelnen rückt dabei der Halter 43 aus einer Halteraufnahme 28.1 heraus, so dass das Sperrteil 28 freigegeben ist. Der Halter 41 wird gegen die hintere Begrenzungskante der Aussparung 17.1 gezogen und dort aufgrund des wirkenden Drehmomentes und mit dem Energiespeicher 14 dort gespannt gehalten. Damit ist der Energiespeicher 40 abgelegt. Der Schieber 20 kann weiter nach links verschoben werden. 10 zeigt die Bewegungseinrichtung in einer Zwischenposition zwischen Ablegen des Energiespeichers 40 und überführen des Sperrelement des 50 in seine gekippte Lage. Wie diese Darstellung erkennen lässt, wird beim Versatz des Schiebers 20 bis in diese Position auch die auf dem Schieber 20 montierte Positioniereinheit 110 mitbewegt. Dabei wird der Sperrhebel 111 der Positioniereinheit 110 auf einer Führungsbahn 18 des Gehäuses 10 entlang geführt. Die die Führungsbahn 18 weist eine Sperrkante 18.1 auf. An dieser verriegelt der Sperrhebel 111 mit seinem Sperrhaken, sobald er die in 10 gezeigte Position erreicht hat. Der Sperrhaken 113 ist in dieser Position mit dem Ansatz 115 des Blockierstücks 114 gesichert. Dementsprechend kann sich der Sperrhebel 111 nicht mehr im Uhrzeigersinn bewegen und damit nicht mehr außer Eingriff mit der Sperrkante 18.1 gelangen.
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Wenn sich nun die Bewegungseinrichtung in der in 8 gezeigten Auszugstellung befindet, sind also beide Energiespeicher 30 und 40 vorgespannt, der Energiespeicher 26.1 ist entladen, das Schaltelement 80 ist aus dem Schaltmodul 90 herausbewegt und der Sperrhebel 111 ist verriegelt. Der Dämpfer 130 befindet sich in seiner Auszugstellung.
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Wenn nun die Schublade wieder in entgegengesetzte Richtungen aus ihrer Öffnungsstellung zurückbewegt wird, so trifft der Mitnehmer 120 auf das Sperrelement 50. Da der Auftreffpunkt des Mitnehmers 120 beabstandet zu der Schwenkachse des Lagers 61.2 angeordnet ist, wird ein Drehmoment in das Sperrelement 50 eingebracht. Dieses im Uhrzeigersinn wirkende Drehmoment dreht das Sperrelement 50 aus der in 8 gezeigten Parkposition heraus, bis das Führungsstück 53 in den Bereich des Führungsabschnitts 13.4 der Führung 13 gelangt. Dann ist der Mitnehmer 120 zwischen den beiden Anschlägen 51 und 52 gefangen, wie dies 10 zeigt. Da nun das Führungsstück 53 nicht mehr blockiert ist, kann das Sperrelement 50 im Freilauf von links nach rechts verstellt werden. Mit dem Sperrelement 50 verschiebt sich dann auch das Stellglied 60 auf dem Schieber 20 von links nach rechts. Während dieser Verstellbewegung trifft das Stellglied 60 mit seinem Anschlag 64 auf das Druckstück 26.2 wie dies ist in 11 gezeigt ist. Wie diese Darstellung weiter zeigt, fährt das Schaltelement 80 in das Schaltmodul 90 ein. Beim weiteren Zuschieben der Schublade trifft, wie dies 12 zeigt der Anschlag 63.1 auf das Blockierstück 114. Dabei fährt auch das Schaltelement 80 mit seinem Sperrglied 82 gegen die Auslenkschräge 93 bei einer weiteren Verfahrbewegung der Schublade wird das Sperrglied 82 an der Auslenkschräge 93 vorbei bewegt und in die Verriegelungsposition gebracht, sodass es an dem Anschlag 94 anliegt. Gleichzeitig schiebt auch der Anschlag 63.1 das Blockierstück 114 entgegen der Vorspannung der Feder 27.1. Dadurch gelangt der Ansatz 115 des Blockierstück 114 in eine nach rechts versetzte Position, so das der Sperrhebel 111 freigegeben wird, wie dies 12 zeigt. Dadurch kann sich der Sperrhebel 111 von der Stufe 10.13 lösen. Wenn aber der Sperrhebel 111 von der Stufe 10.13 gelöst ist, so wird auch der Schieber 20 freigegeben. Dadurch können nun die beiden Energiespeicher kaskadenfarbig nacheinander ausgelöst werden. Mit dem Freigeben des Sperrhebels 111 wird zunächst der Energiespeicher 30 ausgelöst und er kann den Schieber 20 von links nach rechts ziehen. Dies geschieht gegen die Kraft des ausgezogenen Dämpfers 130. Damit nun verhindert ist, dass das Stellglied 60 in der in 13 gezeigten Verriegelungsposition in der sich das Schaltelement 80 an dem Anschlag 94 hält gegenüber dem Schieber 20 verschoben werden kann ist eine Verriegelungskante 19 am Gehäuse 10 vorgesehen. Diese Verriegelungskante 19 arbeitet mit dem Hebel 70 zusammen. Wie 13 zeigt, wird der Hebel 70 mittels der Feder 72 in der gezeigten Position vorgespannt gehalten. Das Blockierstück 71 des Hebels 70 verhakt sich an der Verriegelungskante 19. Damit ist ein Versatz des Stellglieds 60 gegenüber dem Schieber 20 in Einzugrichtung verhindert. Dies bewirkt, dass der Überhubmechanismus nicht in Überhub gefahren werden kann und stellt somit sicher, dass sich die Blockade im Schaltmodul 90 nicht lösen kann. Diese Gefahr besteht insbesondere dann, wenn Vibrationen auftreten oder wenn ein Benutzer nochmals während der selbsttätigen Einzugbewegung auf die Schublade drücken würde. Die Verriegelung des Stellglieds 60 gegenüber dem Schieber 20 mit einem schaltbaren Hebel 70 zur Sperrung der Verriegelung des Schaltelementes 80 während der Zuziehbewegung stellt einen eigenständigen Erfindungsgedanken dar.
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14 zeigt, dass beim weiteren Zuziehen der Schublade mittels des Energiespeichers 30 auch der Energiespeicher 40 ausgelöst werden kann. Im Einzelnen betrifft hierzu das Sperrteil 28 des Schieber 20 auf den Anschlag 44 des Halters 41 und lenkt diesen entgegen dem durch den Energiespeicher 40 induzierten Drehmoment im Uhrzeigersinn aus. Damit wird der Anschlag 44 des Halters 41 aus der Aussparung 17.1 herausgehoben und der 2. Energiespeicher 40 freigegeben, wodurch er sich entladen kann. Auf diese Weise wird eine Kaskadenschaltung der beiden Energiespeicher 30, 40 bewirkt. Mittels der Kaskadenschaltung wird die maximale Kraft zum Öffnen der Schublade reduziert werden. Insbesondere lässt sich die notwendige Kraft beim Öffnen mit dem Ablegen des Energiespeicers 40 reduzieren, was ein angenehmeres Öffnen der Schublade ermöglicht. Andererseits unterstützt dann der Energiespeicher 40 beim Schließvorgang, so dass ein sicheres Zuziehen gewährleistet ist. Während eines Teils der Schließbewegung ziehen beide Energiespeicher 30 und 40 den Schieber 20 in die Richtung der Schließposition. Die Schließposition ist wieder in 1 gezeigt. Wie diese Darstellung erkennen lässt, ist das Blockierstück 71 des Hebels 70 über die Stufe 10.13 gefahren und wird dort mittels einer Auslenkschräge 73 (siehe 12) ausgelenkt. Damit ist nun das Stellglied 60 nicht mehr gegenüber dem Schieber 20 blockiert. Die Bewegungseinrichtung ist damit freigegeben, sodass ein erneuter Überhub zum Öffnen der Schublade aufgebracht werden kann.
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Während der Übertragung der Energie der beiden Energiespeicher 30 und 40 beim Zuziehen der Schublade wird nicht alleine nur der Schieber 20 mit dem Stellglied 60 von den beiden Energiespeicher 30 und 40 gezogen. Vielmehr ziehen diese beiden Energiespeicher 30 und 40 auch das Stellglied 60 gegen das Druckstück 26. Auf diese Weise kann die in 1 gezeigte Grundposition wieder erreicht werden. Es kann nun vorkommen, dass ein Benutzer die Schublade öffnen will ohne einen Überhub auf die Blende der Schublade aufzubringen. Mit anderen Worten versucht er die Schublade ohne Überhub aufzuziehen. Um dabei eine Beschädigung der Bewegungseinrichtung zu verhindern und das Öffnen der Schublade zu ermöglichen sieht die Bewegungseinrichtung im Bereich der Führung den zweiten Parkabschnitt 13.2 vor. Wenn also an der Schublade gezogen wird, so wird das Sperrelement 50 vom Mitnehmer 120 gezogen. Dies ist in 16 dargestellt. Wie diese Darstellung erkennen lässt, wird mit dem Sperrelement 50 auch das damit gekoppelte Stellelement 60 gezogen. Da nun der Schieber 20 mit dem Stellglied 60 über das Schaltelement 80 und das Schaltmodul 90 gekoppelt sind, wird auch der Schieber 20 gezogen. Mit der Verstellung des Schiebers 20 werden auch die beiden Energiespeicher 30, 40 gespannt. Aufgrund der Vorspannung der Energiespeicher 30 und 40 wird eine Zugkraft in das Sperrelement 50 eingebracht, die entgegengesetzt zur Auszugrichtung der Schublade wirkt. Gleichzeitig bringt der Mitnehmer 120 im Kontaktbereich des Mitnehmerelementes 122 zu dem Anschlag 52 des Sperrelements 50 eine Kraft in das Sperrelement 50 ein, die entgegen der Auszug-Richtung wirkt. Diese Kraft induziert ein Drehmoment, welches im Gegenuhrzeigersinn um das Lager 61.2 dreht. Sobald nun das Sperrelement 50 bis in den Bereich des Federteils 13.3 der Führung 13 gezogen wird, bewirkt dieses Drehmoment eine Auslenkung des Federelements 13.3. damit wird das Sperrelement 50 in die 2. Parkposition 13.2 ausgelenkt. Wie 16 erkennen lässt, ist dann der Mitnehmer 120 freigegeben und die Schublade kann ausgezogen werden. Wenn nun die Schublade wieder geschlossen wird, so fährt das Mitnehmerelement 122 gegen den Anschlag 51 des Sperrelement 50. Dadurch wird ein im Uhrzeigersinn wirkendes Drehmoment in das Sperrelement 50 eingebracht. Dieses Drehelement hebt das Sperrelement 50 aus seiner gekippten Lage heraus, so daß das Führungsstück 53 wieder in den Bereich des Führungsabschnitts 13.4 gelangen kann. Die beiden Energiespeicher 30 und 40 ziehen das Sperrglied 50 wieder in die in 1 gezeigte Ausgangsstellung zurück.
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In den 17 und 20 ist eine zu den 1–16 modifizierte Bewegungseinrichtung gezeigt. Diese in den 17–20 gezeigte Bewegungseinrichtung stimmt vollständig mit der vorgeschriebenen Bewegungseinrichtung überein, bis auf die nachfolgend beschriebenen Unterschiede.
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Wie 17 zeigt, ist im Bereich des Energiespeichers 26.1 eine Einstellvorrichtung 26.5 angeordnet. Insbesondere kann diese Einstellvorrichtung 26.5 im Bereich zwischen dem Stützlager 26 und dem Energiespeicher 26.1 angeordnet sein. Die Einstellvorrichtung 26.5 besteht im Wesentlichen aus zwei Bauteilen, nämlich einem Einstellteil 26.4 und einem Gegenlager 26.51
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Unter Bezugnahme auf 19 wird die Gestalt des Einstellteiles 26.4 näher erläutert. Wie diese Darstellung zeigt, weist das Einstellteil 26.4 einen Griff 26.41 auf. Der Griff 26.41 weist eine Oberflächenstruktur auf, die das Bedienen des Einstellteil 26.4 erleichtert. An den Griff 26.41 ist ein Ansatz 26.42 angeformt. Der Ansatz 26.42 bildet eine Stellkurve 26.43. Diese Stellkurve 26.43 weist Stützabschnitte 26.45 auf, die mittels Übergangsabschnitten 26.44 ineinander übergeleitet sind. Das Einstellteil 26.41 kann insbesondere hülsenförmig ausgebildet sein, wie 19 zeigt. Wie 18 veranschaulicht, ist das Gegenlager 26.51 an dem Schieber 20 angebracht. Insbesondere kann es mit dem Schieber 20 einteilig verbunden werden, um den Teileaufwand zu reduzieren. Das Gegenlager 26.51 weist korrespondierend zu der Stellkurve 26.43 des Einstellteil 26.4 eine Einstellkontur 26.52 auf. Wie 18 erkennen lässt, ist das Einstellteil 26.4 auf den Dorn 26.3 aufgefädelt. Der Dorn 26.3 weist Rastnuten auf die entsprechend der Anzahl der Stützabschnitte 26.45 verteilt über den Umfang des Dorns 26.3 angeordnet sind. Alternativ können auch um laufend gleichmäßig verteilte Rastnuten am Dorn 26.3 vorgesehen sein, wobei der Umfangsabstand zwischen den einzelnen Rastnuten dem Umfangsabstand zweier Stützabschnitte 26.45 entspricht. Die Rastnuten verlaufen in Längsrichtung des Dorns 26.3. Wie 19 zeigt, besitzt das Einstellteil 26.4 Rastelemente 26.46. Wenn das Einstellteil 26.4 auf den Dorn 26.3 aufgefädelt ist, greifen die Rastelemente 26.46 in die zugeordneten Rastnuten ein. Das Einstellteil 26.4 stützt sich mit seiner Stellkurve 26.43 an der Einstellkontur 26.52 ab. Gegenüberliegend der Stellkurve 26.43 weist das Einstellteil 26.4 eine Stützfläche 26.47 auf. Wenn nun das Einstellteil 26.4 verdreht wird so gleitet die Stellkurve 26.43 an der Einstellkontur 26.52 entlang. Hierdurch wird eine axiale Verstellung des Einstellteil 26.4 in Richtung der Längserstreckung des Dorns 26.3 erreicht. Da sich der Energiespeicher 26.3 an seinem dem Einstellteil 26.4 zugewandten Ende auf der Stützfläche 26.47 abstützt, kann der Energiespeicher 26.3 in der in 1 gezeigten Stellung durch Verdrehen des Einstellteil 26.4 mehr oder weniger komprimiert werden. Hierdurch kann die Vorspannung des Energiespeichers 26.1 variiert werden. Infolge der Veränderung der Vorspannung kann damit auch die verfügbare Ausschiebekraft zum Bewegen der Schublade verändert werden. Mithin kann also die Bewegungseinrichtung beispielsweise auf das Gewicht einer Schublade angepasst werden. Bei einer leichteren Schublade wird die Vorspannung reduziert und bei einer schwereren erhöht. Beim Verdrehen des Einstellteil 26.4 ist dieses in den einzelnen Stellpositionen stets sicher gehalten, da die Rastelemente 26.46 in die Rastnuten des Dorns 26.3 einrasten. Wie 20 erkennen lässt, ist das Einstellteil 26.4 von außen zugänglich, sodass es bequem bedient werden kann. Zu diesem Zweck ist in einem Gehäuseteil des Gehäuses 10 eine Aussparung vorgesehen, die Zugang zu dem Griff 26.41 des Einstellteils 26.4 schafft.
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Bei den Bewegungseinrichtungen gemäß den 1–20 kann die Position des Sperrelements 50 variiert werden. Auf diese Weise lässt sich damit auch die Position der Blende in Bezug auf den Möbelkorpus variieren. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn beispielsweise in einer Küche mehrere Schubladen nebeneinander montiert sind. Dann sollen alle Blenden miteinander fluchten. Gemäß der Erfindung ist daher ein Verstellelement 100 verwendet. Wie 1 zeigt, besitzt das Verstellelement 100 einen Exzenter 101. Das Verstellelement 100 ist in dem Gehäuse 10 verdrehbar gelagert, wobei die Drehachse senkrecht zu der Bildebene gemäß 1 steht. Das Verstellelement 100 besitzt weiterhin eine Werkzeugaufnahme 102. Diese Werkzeugaufnahme 102 ist durch einen Durchbruch des Gehäuses 10 hindurch zugänglich. Wie 1 weiter erkennen lässt, liegt das Stellglied 60 mit einer Stützfläche an dem Exzenter 101 an. Vorliegend ist der Exzenter 101 im Bereich des Stützlagers 26 an der Stützfläche abgestützt. Wenn nun mittels eines Werkzeuges das Verstellelement 100 an seiner Werkzeugaufnahme 102 verdreht wird, so verstellt der Exzenter 101 das Stellglied 60 in der Bildebene gemäß 1 je nach Drehrichtung horizontal nach links oder rechts. Auf diese Weise kann die Position der Blende der Schublade variiert werden. Während die Erfindungsvariante gemäß den 1–16 einen stufenlosen Exzenter 101 zeigt, ist bei der Erfindungsvariante gemäß den 17–20 ein gestufter Exzenter 101 verwendet. Die einzelnen Stufen dieses Exzenters 101 liegen in der entsprechenden Stellposition flächig an der Stützfläche an.