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Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung bzw. einem Verfahren nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
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Stand der Technik
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Aus der
DE 10 2004 042 025 A1 ist bereits eine Vorrichtung mit einem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement für eine Stichsäge mit einem stabförmigen Handgriff bekannt, das dazu vorgesehen ist, für die zumindest ein Werkzeug antreibende Antriebseinheit der Werkzeugmaschine zumindest indirekt eine Ein- und Ausschaltfunktion bereitzustellen.
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Offenbarung der Erfindung
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Die Erfindung geht aus von einem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement für eine Stichsäge mit einem stabförmigen Handgriff, das dazu vorgesehen ist, für die zumindest ein Werkzeug antreibende Antriebseinheit der Werkzeugmaschine, zumindest indirekt eine Ein- und Ausschaltfunktion bereitzustellen. Es wird vorgeschlagen, dass mit dem zumindest einen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement eine Werkzeuggeschwindigkeit, insbesondere eine Werkzeughubzahl, regelbar ist.
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Allgemein kann unter dem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zum Bedienen der Stichsäge verstanden werden. Bevorzugt soll unter dem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement jedoch ein Element verstanden werden, dass sich typischerweise von einem Finger oder einer Hand eines Anwenders der Stichsäge regelnd betätigen lässt. Es weist vorzugsweise eine haptisch- und/oder ergonomisch besonders bevorzugte von einem menschlichen Finger leicht zu bedienende Oberfläche und/oder Struktur auf. Dabei kann es sich um ein sensorisches Element, bevorzugt um ein Berührdisplay, und/oder um einen Schieber, einen regelnden Taster, einen Hebel oder ein Drehrad handeln. Besonders bevorzugt handelt es sich um ein um einen Drehpunkt zumindest teilweise drehbares, oder linear bewegliches insbesondere in seiner Drehung oder Bewegung geführtes Betätigungselement. Ganz besonders bevorzugt lässt sich dieses Betätigungselement in seiner Aufnahme oder Fassung, insbesondere einem Stichsägenmaschinengehäuse, zumindest bei einer Betätigung teilweise versenken. Desweiteren wirkt dieses Betätigungselement zumindest indirekt auf zumindest ein elektrisches Schaltmittel, insbesondere ein Potentiometer und bildet dadurch in seiner Funktion einen Teil eines Schalters. Die Aufnahme des Betätigungselements befindet sich typischerweise zumindest teilweise auf oder zumindest teilweise in dem Gehäuses der Werkzeugmaschine.
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Über das zumindest eine Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement lässt sich erfindungsgemäß sowohl eine Ein- und Ausschaltfunktion, als auch eine Werkzeuggeschwindigkeit, insbesondere Werkzeughubzahl regeln. Dabei ist unter einer Werkzeughubzahl insbesondere die Hubzahl des Stichsägeblattes zu verstehen oder eine Oszillationsfrequenz oder Hubfrequenz oder Bewegungsgeschwindigkeit des Sägeblattes. Unter regelbar soll insbesondere variabel einstellbar verstanden werden. Typischerweise bewirkt eine Initiale, bevorzugt minimale Betätigung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement aus einer Ausgangsstellung oder Nullstellung ein Einschalten der Stichsäge und folglich ein fortwährendes Bewegen einer Hubeinheit der Stichsäge, zumindest solange das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement nicht zurück in die Ausgangslage gebracht wird. Eine Rückverlagerung des Betätigungselements, insbesondere in die Ausgangsstellung, bewirkt bevorzugt ein Auslaufen oder Stoppen der Hubbewegung der Stichsäge und schlussendlich Ausschalten der Stichsäge. Wird das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement stärker verlagert, insbesondere stärker gedrückt, gezogen, geschoben oder gedreht, wird dadurch typischerweise eine Werkzeuggeschwindigkeit weiter gesteigert, respektive weiter gesenkt. In einer maximalen Auslenkung bzw. Verlagerung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements wird typischerweise eine maximale Werkzeuggeschwindigkeit erreicht. Alternativ kann diese Regelfunktion auch durch eine selbstständige sogenannte autonome Steuerung der Werkzeugmaschine und/oder einem autonomen Werkzeuggeschwindigkeitsassistenten übernommen werden. Dieser erfasst typischerweise sowohl die Werkstück-, als auch Werkzeug- und Stichsägeeigenschaften beispielsweise mittels eines optischen Sensors, eines Kraft- oder Beschleunigungssensors und regelt die Werkzeuggeschwindigkeit automatisch.
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Vorteilhafterweise bietet die erfindungsgemäße Regelbarkeit, insbesondere die variable Regel- bzw. Steuerbarkeit, der Werkzeuggeschwindigkeit der Stichsäge mittels des einen, die Funktion des Ein- und Ausschaltens sowie die Regelung der Werkzeuggeschwindigkeit vereinende Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements einem Anwender der Stichsäge eine einfache Kontrollmöglichkeit über das Werkzeug, insbesondere über das Sägeblatt. Beispielsweise kann somit bei einem Ansägevorgang oder Aus- bzw. Absägevorgang eines Werkstücks die Werkzeuggeschwindigkeit einfach reduziert werden. Dies steigert typischerweise die Sicherheit der Bedienung der Stichsäge. Zudem wird dem Anwender die anwendungs- und/oder arbeitsortabhängige Bedienung vereinfacht. Durch das erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement lässt sich zudem die Sägequalität steigern, insbesondere durch eine situativ einfach und einhändig anzupassende Werkzeuggeschwindigkeit. Die Werkzeuggeschwindigkeit korreliert in Abhängigkeit der Werkstückeigenschaften mit einem Vibrationseintrag, insbesondere in oder auf das Werkstück, welcher durch die einfache Regelbarkeit der Werkzeuggeschwindigkeit mittels des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements leicht steuerbar ist. Überdies werden dadurch aber auch die Vibrationen, welche der Anwender der Stichsäge, insbesondere in seiner Hand, verspürt leicht regelbar und erleichtern dem Anwender mitunter die Stichsägenanwendung. Besonders vorteilhaft wirkt sich die erfindungsgemäße Regelbarkeit der Werkzeuggeschwindigkeit, beispielsweise bei einer unsicheren Arbeitshaltung des Anwenders und/oder unsicherem Stand der Stichsäge auf einem zu bearbeitenden Werkstück, aus den vorgenannten Gründen aus. Auch bei einer unsicheren Einspannsituation des Werkstücks ist eine einfache Regelbarkeit der Hubzahl von Vorteil, um insbesondere eine Vibrationsanregung des Werkstücks kontrollieren zu können. Dies wirkt sich typischerweise positiv auf die Schnittqualität und somit das Sägeergebnis aus. Zudem steigert es die Anwenderkontrolle über das Werkzeug und verhindert beispielsweise die Gefahr eines unkontrollierten Anschnitts und/oder unkontrollierte, auf den Anwender wirkende Rückstellkräfte. Besonders vorteilhaft wird somit der Komfort und die Sicherheit bei der Anwendung der Stichsäge mit stabförmigem Handgriff gesteigert. Überdies kann der Anwender die Gerätevibrationen und/oder Vibrationsanregung eines Werkstücks durch eine variable Regelung der Werkzeuggeschwindigkeit, insbesondere gezielt, beeinflussen bzw. reduzieren. Besonders Vorteilhaft wirkt sich dies während eines Sägevorgangs an kritischen Stellen, an scharfen Umlenkungen, bei auftretenden Hindernissen, exakt einzuhaltenden Sägeendpositionen und/oder bei unverhofft eintretenden Ereignissen aus.
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Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements ergeben sich aus den Merkmalen der abhängigen Ansprüchen.
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Es wird vorgeschlagen, dass das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer vorteilhaften Ausführungsform dazu vorgesehen ist, zumindest in Abhängigkeit einer Bewegung, insbesondere einer Auslenkung oder Drehung oder Schwenkung oder einem Überstreichen des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements, die Werkzeuggeschwindigkeit der Stichsäge zu verändern, insbesondere zu steigern oder zu senken. Unter „vorgesehen“ soll insbesondere speziell ausgelegt oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Element und/oder die Einheit diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt oder ausführt. Unter „Bewegung“ ist typischerweise eine Lage- und/oder Positionsveränderung in Bezug auf eine Ausgangsposition und/oder vorherige Position zu verstehen.
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Die Bewegung wird typischerweise von einer Hand, insbesondere einem Finger des Anwenders vollzogen. Dabei verlagert sich das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement typischerweise linear oder in einer rotativen Richtung bevorzugt um einen Rotationspunkt. Besonders bevorzugt wird das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement dabei von einer Lager-, Positionier- oder Haltestruktur aufgenommen, geführt, umgeben oder begrenzt. Alternativ kann es sich beim Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement um ein elektronisches oder ein optoelektronisches Betätigungselement handeln. Dieses wird beispielsweise durch ein Überstreichen, vergleichbar einer Smartphonedisplaybedienanwendung, betätigt. Zudem ist aber auch eine akustische Betätigung durch Vorgabe eines Lauts, Begriffs oder einer Zahl vorstellbar, insbesondere einer Zahl die der Werkzeughubzahlvorgabe entspricht.
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In Vorteilhafterweise lässt sich hierrüber einfach und intuitiv eine benötigte Werkzeuggeschwindigkeit ansteuern. Überdies kann in Abhängigkeit der Anwendung rasch eine Hubzahl angepasst oder die Maschine ein- bzw. ausgeschaltet werden.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement direkt oder indirekt mit einem elektrischen Schaltmittel, insbesondere mit einem durch Bedienung veränderbaren Widerstand, beispielsweise Potentiometer, wirkverbunden ist. Unter „direkt“ soll insbesondere unmittelbar verbunden oder direkt gekoppelt verstanden werden. Bevorzugt ist das elektrische Schaltmittel sogar im Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement integriert oder unmittelbar angebunden. Unter „indirekt“ soll insbesondere über weitere mechanische, elektronische und/oder optische Elemente umgelenkt, aber miteinander wirkverbunden verstanden werden. Bevorzugt soll unter einer indirekten Ansteuerung über zumindest ein Bolzenelement, Draht, Seilzug, eine Umlenkrolle wirkverbunden, verstanden werden. Besonders bevorzugt wirkverbunden über ein an einer Unterseite des stabförmigen Handgriffs angeordnetes Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement. Dieses ist beispielsweise in einem Übergangsbereich eines ersten und zweiten Gehäuseteils der Stichsäge angeordnet und um einen Drehpunkt schwenkbar. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement wirkt dabei auf ein Schalterelement, insbesondere drückt oder zieht es an diesem. Das Schaltelement betätigt wiederum zumindest ein elektrisches Schaltmittel, insbesondere mit einer Rückstellfeder. Ganz besonders bevorzugt wirkt ein um einen Drehpunkt schwenkbares Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement auf einen typischerweise im Gehäuse geführten Seilzug. Dieser kann insbesondere über ein bevorzugt exzentrisches Umlenkelement umgelenkt werden. Das exzentrische Umlenkelement kann, beispielsweise durch eine insbesondere diskret einstellbare Drehung des Elements, ein Justieren und/oder Spannen des Seilzugs ermöglichen. Desweiteren kann das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement zumindest indirekt auf ein Kulissenelement wirken, das wiederum typischerweise auf ein mit einem Schaltelement verbundenes Potentiometer wirkt und diesen betätigt. Unter „wirkverbunden“ soll ein Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement verstanden werden, das bei einer Betätigung ein elektrisches Schaltmittel, schaltet, steuert oder regelt. Alternativ kann das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement auch über ein hydraulisches Koppelsystem mit dem elektrischen Schaltmittel verbunden sein.
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Besonders vorteilhaft kann eine direkte Wirkverbindung aufgrund der wenigen zu bewegenden Bauteile sein. Eine direkte Wirkverbindung ist bevorzugt weniger fehleranfällig und mitunter zuverlässiger, als eine indirekte Wirkverbindung. Zudem kann durch eine hohe Integrationsstufe des elektrischen Schaltmittes in des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement beispielsweise eine Baugruppe gebildet werden, welche sich leicht an einer Stichsäge applizieren lässt. Andererseits kann beispielsweise bei beengten Platzverhältnissen eine indirekte Wirkverbindung der direkten vorzuziehen sein. Besonders bevorzugt können dadurch auch weitere Handwerkzeugmaschinenbetätigungselemente, welche insbesondere mit dem ersten Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement wirkverbunden und/oder gekoppelt sind, auf ein gemeinsames elektrisches Schaltmittel wirken.
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Desweiteren wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer Ausführungsform arretierbar ist, wobei die Arretierung insbesondere mechanisch und/oder elektronisch, bevorzugt durch Einrasten oder Klemmen, realisiert wird. Hierbei kann das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement bevorzugt durch in seiner Aufnahme zumindest partiell gebildete Rast- und/oder Klemmflächen nur mit partiell erhöhtem bzw. verringertem Kraftaufwand bewegt werden. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement kann eine oder bevorzugt mehrere Arretierungen, insbesondere in regelmäßigen Abständen angeordnete, segmentbildende Arretierungen, aufweisen. Alternativ können die Arretierungen auch durch mit dem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement wirkverbundene Bauteile bereitgestellt werden. Bevorzugt werden Arretierpunkte für den Anwender sichtbar gemacht und insbesondere mit einer anwenderrelevanten Information versehen, beispielsweise beschriftet. In vorteilhafter Weise lässt sich dadurch das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement bei einer gewünschten, insbesondere dem Anwender sichtbar gemachten und/oder auf ein zu bearbeitendes Werkstück abgestimmten Werkzeughubzahl fixieren bzw. einstellen. Dadurch gewinnt der Anwender bei eingeschaltetem und arretiertem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement mehr Halte- bzw. Bewegungsfreiheit.
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Desweiteren wird vorgeschlagen, dass in das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement zumindest ein weiteres Betätigungselement zumindest teilweise integriert ist. Das weitere Betätigungselement kann beispielsweise ein Dreh-, oder Schiebeelement sein. Es kann rund oder eckig ausgeführt sein, insbesondere tonnenförmig, quadratisch oder rechteckig. Es kann eine haptische Wirkfläche besitzen, beispielsweise durch eine Riffelung oder Aufrauhung seiner Oberfläche. Es kann sich materialtechnisch vom Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement unterscheiden. Darüber hinaus kann es beispielsweise erst ab einem bestimmten Betätigungsweg des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements erscheinen, bzw. betätigbar werden.
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Funktional kann mit dem weiteren Betätigungselement beispielsweise eine Sperrfunktion des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements in dessen maximaler Auslenkung realisiert werden. Ebenfalls ist eine sogenannte Einschaltsperre der Hubsäge durch zumindest mittelbares blockieren des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements in seiner Ausgangsposition vorstellbar. Vorteilhafterweise wird somit erst nach einer Betätigung des Betätigungselements eine Betätigung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements ermöglicht um einem versehentlichen Einschalten der Hubsäge vorzubeugen.
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Überdies kann das Betätigungselement zumindest indirekt auch die Funktionsweise der Hubsäge beeinflussen. Hierbei wirkt das Betätigungselement bevorzugt auf die Hubsägensteuerung. Beispielsweise kann mittels des Betätigungselements eine maximale Hubzahl der Hubsäge voreingestellt werden, welche die Hubsäge bei maximaler Auslenkung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements nicht überschreiten darf. Ebenfalls ist denkbar die zum Schaltweg des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements korrespondierende Werkzeuggeschwindigkeitskennlinie der Hubsäge über das Betätigungselement festzulegen. Beispielsweise zwischen einem linearen und nichtlinearen Verhalten des Betätigungswegs des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements zur korrespondierenden Werkzeuggeschwindigkeit. Linear soll in diesem Zusammenhang bedeuten, dass eine Verdoppelung des Betätigungswegs des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements eine Verdoppelung der Werkzeuggeschwindigkeit bzw. der Hubzahl der Hubsäge bewirkt. Nichtlinear soll hingegen ein beispielsweise exponentielles Verhalten charakterisieren. Dadurch lässt sich z.B. ein feinfühliger, verzögerter Hubzahlhochlauf während des anfänglichen Betätigen des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements ermöglichen.
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Darüber hinaus ist vorstellbar, dass das Betätigungselement zumindest indirekt dem festlegen zweier Betriebsmodi der Hubsäge bzw. des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements dient. Zum einen dem herkömmlichen On-/Off Gebrauch der stabförmigen Hubsäge mittels Betätigung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist. Alternativ dazu einem Betriebsmodus bei dem in Abhängigkeit der Betätigung bzw. in Abhängigkeit des Betätigungswegs des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements die Werkzeuggeschwindigkeit variabel einstellbar ist. Vorteilhafterweise kann der Nutzer so wählen, ob er die stabförmige Hubsäge in dem ihm bekannten On-/Off Betriebsmodus, oder dem variablen Modus nutzen möchte.
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In einer weiteren Ausführungsform ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement zumindest indirekt mit einer Motorbremse gekoppelt. Die Motorbremse bremst z.B. die Antriebseinheit. Bevorzugt wirkt die Motorbremse in Abhängigkeit der Betätigungsgeschwindigkeit, insbesondere beim Lösen des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements. Beispielsweise bremst die Motorbremse insbesondere bei einem raschen Loslassen, oder Zurückschieben des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements den Hubsägenantrieb und reduziert dadurch die Werkzeuggeschwindigkeit rasch. Vorteilhafterweise lassen sich dadurch typische Arbeiten mit Hubsägen wie beispielsweise Ausklinkungen vereinfacht und präziser herstellen. Bei diesen Arbeiten kommt es zu einem häufigen starten, kurzen sägen und stoppen der Hubsäge. Zudem wird die Anwendersicherheit der Hubsäge erhöht, da quasi eine Not-Stopp Funktion integriert ist.
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Desweiteren geht die Erfindung von einer Stichsäge mit einem stabförmigen Handgriff und einem erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement aus. Stichsägen mit einem stabförmigen Handgriff bieten dem Anwender aufgrund ihrer ergonomischen Gegebenheiten grundsätzlich die Möglichkeit, zwei oder mehr voneinander unterschiedliche Orientierungen der Stichsäge während des Arbeitsvorgangs einzunehmen. In einem ersten typischen Anwendungsfall der Stichsäge mit stabförmigem Handgriff liegt die Stichsäge „von oben“ auf dem Werkstück, insbesondere über ihre Fußplatte, auf. Dabei zeigt das Werkzeug, insbesondere ein Sägeblatt, typischerweise von einer Blickrichtung des Anwenders weg. Stichsäge und Werkstück verdecken den Blick des Anwenders auf das freie Ende des Werkzeugs. Das Gewicht der Stichsäge wird, insbesondere bei völlig ebener Oberfläche des Werkstücks, vom Werkstück getragen. Der Anwender beobachtet die Schnittstelle hierbei „von oben“, zumindest auf die Stichsäge und/oder das Werkstück blickend. Eine erste Hand des Anwenders umfasst typischerweise den stabförmigen Handgriff der Stichsäge von oben; gegebenenfalls stützt und/oder drückt eine zweite Hand des Anwenders auf ein, zumindest eine Hubeinheit umfassendes Gehäuse ebenfalls von oben. Zumindest ein Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement ist dazu an einem Gehäuse der Stichsäge angeordnet. Insbesondere ist das erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement an dem stabförmigen Handgriff der Stichsäge oder in einem Übergangsbereich zwischen stabförmigem Handgriff und zumindest einem die Hubeinheit aufnehmendem zweiten Gehäuseteil oder an zumindest einem Übergang des Gehäuses in einen Fußteil angeordnet. Alternativ ist aber auch ein in einem Fußbereich oder der Fußplatte der Stichsäge angeordnetes Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement vorstellbar.
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In einem zweiten typischen Anwendungsfall wird die Stichsäge mit stabförmigem Handgriff gegenüber dem ersten Anwendungsfall in einer „inversen“ Orientierung bzw. Arbeitshandhabung betrieben. Dabei wird die Stichsäge anstatt „von oben“, „von unten“ auf dem Werkstück geführt. Ein freies Werkzeugende zeigt „nach oben“ typischerweise hin zu einem Anwender bzw. dessen Blickrichtung oder Kopf. Der Anwender trägt während des Sägens das Gewicht der Stichsäge insbesondere einhändig und führt diese zugleich. Er sieht bzw. verfolgt lediglich den freien durch das Werkstück hindurchragenden Teil des Sägeblattes. Für eine optimale Handhabung der Stichsäge mit stabförmigen Handgriff ist deshalb sowohl die Handhabung „von oben“ als auch invers dazu „von unten“ einfach und sicher zu ermöglichen. Derweil ist ein Umgreifen des Anwenders zur Erzielung dieser beiden Handhabungsausrichtungen während der Bearbeitung oder in Bearbeitungspausen typisch. Demnach gilt es, sowohl was die rechts- oder linkshändige Handhabung betrifft, als auch hinsichtlich der Handhaltung und/oder Fingerstellung am Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement möglichst das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement sicher, zuverlässig und eindeutig bedienbar zu gestalten. Gemäß einem Gegenstand der Erfindung wird dem Anwender dazu die Möglichkeit gegeben, eine Hubzahl variabel zu steuern oder zu regeln. Dadurch und durch die vorteilhafte Anordnung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements ergeben sich für den Anwender die Vorteile einer direkteren Kontrolle über die Werkzeuggeschwindigkeit. Zudem kann diese den lokalen Gegebenheiten, insbesondere dem zu bearbeitenden Werkstückmaterial, der Werkstückzugänglichkeit, der Werkstückdicke und weiteren Werkstückeigenschaften angepasst werden. Darüber hinaus lässt sich die Bearbeitungsqualität und der Bedienkomfort wie beispielsweise beim An- und Absägen des Werkstücks sowie die Bediensicherheit, insbesondere bei unsicherem Stand des Bedieners, steigern. Desweiteren können Gerätevibrationen bzw. die Vibrationsanregung des Werkstücks durch die Stichsäge situationsadequat und auf einfache Weise angepasst bzw. durch den Anwender beeinflusst werden, beispielsweise bei einem dünnen oder unsicher eingespanntem Werkstück. Überdies kann in vorteilhafter Weise während des Sägevorgangs die Hubzahl, beispielsweise an kritischen Stellen, insbesondere an scharfen Umlenkungen, bei auftretenden Hindernissen und/oder exakt einzuhaltenden Endpositionen vom Anwender einfach, insbesondere ohne den Sägevorgang zu unterbrechen, angepasst werden.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform geht die Erfindung aus von einer Stichsäge mit einem Gehäuse, wobei das Gehäuse zumindest aus einem zumindest eine Hubeinheit der Stichsäge aufnehmenden ersten Gehäuseteil und einem im Wesentlichen senkrecht zur Hubeinheit angeordneten, einen stabförmigen Handgriff der Stichsäge bildenden, zweiten Gehäuseteil gebildet wird. Der Begriff „Gehäuseteil“ wird hier auch synonym zu dem Begriff „Gehäusebereich“ oder „Gehäuseabschnitt“ verwendet. Bei dem Gehäuse kann es sich um ein einstückiges, ein- oder mehrstückiges Gehäuse handeln. Es kann aus Halbschalen und/oder zumindest mit einem Topfgehäuse aufgebaut sein. Der die Hubeinheit der Stichsäge aufnehmende Gehäuseteil umfasst typischerweise auch das Getriebe der Stichsäge und kann deshalb alternativ auch als Getriebegehäuseteil bezeichnet werden.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement an dem Gehäuse der Stichsäge, insbesondere an dem zumindest die Hubeinheit der Stichsäge aufnehmenden Gehäuseteil, angeordnet ist. Bevorzugt ist das ein Bereich, welcher zum Halten und/oder Führen der Stichsäge vom Anwender, insbesondere in Abhängigkeit der Zugänglichkeit und Bearbeitungsaufgabe, intuitiv gegriffen wird. Besonders bevorzugt schließt sich die Anordnung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement unmittelbar an den Haltebereich, typischerweise ein Kopfbereich des zweiten Gehäuseteils oder eine dem stabförmigen Handgriff zugewandte Seite des zweiten Gehäuseteils, an. Den Kopfbereich greift der Anwender typischerweise mit seiner Handinnenfläche, den Übergangsbereich typischerweise sowohl mit der Handinnenfläche als auch mit einem sich zwischen Zeigefinger und Daumen erstreckenden Handbereich. Demnach ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement bevorzugt in Fingerreichweite angeordnet. In vorteilhafter Weise lässt sich somit die Stichsäge sicher und angenehm führen sowie die Hubzahl den beschriebenen Gegebenheiten im Betrieb variabel anpassen.
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Desweiteren wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement an einer Unter- oder Oberseite des stabförmigen Handgriffs der Stichsäge angeordnet sein kann. Bevorzugt ist es mittig auf der Unter- oder Oberseite angeordnet. Somit lässt sich das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement bei rechts- und linkshändiger Bearbeitung analog greifen und erleichtert dadurch dem Anwender die umgreifende Betätigung durch ein haptisch vertrautes Wiedererkennungsgefühl. Besonders bevorzugt ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer Ausführung vor einem Übergangsbereich des ersten, den Handgriff bildenden Gehäuseteils zum zweiten, die Hubeinheit aufnehmenden Gehäuseteil angeordnet. Somit ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement insbesondere stichsägenschwerpunktnah angeordnet. Bevorzugt ist es ein rotatorisch oder translatorisch bewegbares Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement, welches zumindest teilweise versenkbar angeordnet ist. Insbesondere ist es mittig zumindest an der Gehäuseunterseite, in oder nahe eines Übergangsbereichs, zu einem Fußteil angeordnet. Alternativ kann es bevorzugt auch mittig auf der Oberseite des stabförmigen Angriffs angeordnet sein.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement im Übergangsbereich des ersten und zweiten Gehäuseteils oder im Übergangsbereich zu einem Fußteil angeordnet ist. Typischerweise lässt sich die Stichsäge in diesem Bereich bevorzugt führen, da sowohl ein Anpressdruck auf das Werkstück, als auch eine Vorschubkraft in Sägerichtung, besonders bevorzugt stichsägenschwerpunktnah, vom Anwender auf die Stichsäge übertragen werden kann. Bevorzugt ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement am Gehäuse befestigt, darin translatorisch verschiebbar oder rotatorisch drehbar eingelassen bzw. gelagert. Verschiebemöglich soll insbesondere eine geführte Verschiebung aus einer beispielsweise mit einer Feder in einer Ausgangsposition rückgestellten Position des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements, oder eine von dieser, insbesondere rotatorisch und oder translatorisch abweichende Zwischen- oder Endposition definieren. Dabei kann beispielsweise das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement über eine einfache Hebelmechanik angesprochen, insbesondere mit einer Kraft bzw. einem Weg beaufschlagt, werden. Beispielweise kann dies über ein an einem Hebel befestigten Seilzug, der bevorzugt mit einem Potentiometer wirkverbunden ist, realisiert werden. Vorteilhaft lässt sich somit eine kompakte Bauweise realisieren, da das elektrische Schaltmittel beispielsweise in einem aus Sicht des die Hubeinheit tragenden Gehäuseteils rückwertigen Bereich angeordnet ist.
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Zudem wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer vorteilhaften Ausführungsform an der dem stabförmigen Handgriff zu- oder abgewandte Seite des zumindest die Hubeinheit der Stichsäge aufnehmenden Gehäuseteils angeordnet ist. Vorteilhaft ist diese Position insbesondere bei einem Führen und/oder Aufbringen von Schub in einer für die Stichsäge typischen Bearbeitungsrichtung. So lässt sich die Stichsäge ohne Umgreifen anwenderfreundlich über das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement betätigen.
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Des Weiteren wird eine Stichsäge, aufweisend ein im Wesentlichen parallel zu dem stabförmigen Handgriff der Stichsäge verlaufendes Fußteil, insbesondere Fußplatte vorgeschlagen, wobei das Fußteil eine Ausnehmung im Bereich der Projektion des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements auf das Fußteil aufweisen kann. Der Begriff „Projektion“ soll hierbei als dem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement gegenüberliegend verstanden werden. Die „Projektion“ des an der Unterseite des stabförmigen Handgriffs angeordneten Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements ist die dem stabförmigen Handgriff zugewandte Oberfläche der Fußplatte. Die benannte Ausnehmung kann in vorteilhafter Weise eine lichte Höhe zwischen Fußplatte und Handgriff erhöhen und kann dadurch den Bewegungsspielraum für die Hand eines Anwenders, insbesondere zum Betätigen des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements, verbessern. Zudem kann dem Anwender bzw. Bediener der Stichsäge ermöglicht werden, das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement gut zugänglich, insbesondere gut greifbar, zu erreichen und zu betätigen. Bevorzugt kann dadurch die Betätigung auch mit Anwenderschutzmitteln, besonders bevorzugt Anwenderhandschutzmitteln, insbesondere Arbeitshandschuhen, erfolgen. Ferner kann ein Standfuß bezogen auf die Hubachse der Stichsäge und in Richtung der Längsachse relativ zur Hubachse hin, insbesondere außermittig, verlagert werden. Zudem kann der Standfuß in seiner Längsausdehnung gegenüber Standfüßen des Stands der Technik kürzer ausgebildet werden. Besonders bevorzugt überdeckt der Standfuß weniger als Dreiviertel der Fußplatte, besonders bevorzugt rund die Hälfte der Fußplatte und ganz besonders bevorzugt ist der Standfuß dabei zu mehr als 50 %, insbesondere 60–90 %, auf die zur Hubachse hin gewandte Seite der Fußplatte verlagert. Dadurch verlagert sich der Angriffspunkt der Hand eines Anwenders am Werkzeug in Richtung der Hubeinheit bzw. in Richtung des sägenden Werkzeugs. In vorteilhafter Weise ergibt sich dadurch ein verbessertes, spürbar direkteres Sägegefühl beim Anwender, welches die praktische Handhabung, insbesondere das Führen bei Kurvenschnitten, und Halten der Stichsäge in inverser Stellung und insbesondere die Handhabung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements erleichtert.
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Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform vorgeschlagen, bei der zwischen dem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement und dem Fußteil eine lichte Höhe von mindestens 15 mm, bevorzugt 25–60 mm und besonders bevorzugt 30–50 mm, vorhanden ist. In vorteilhafter Weise ermöglicht dies unterschiedlichen Anwendern mit insbesondere unterschiedlich großen Händen eine ergonomisch angenehme Nutzung der erfindungsgemäßen Stichsäge, insbesondere Betätigung des erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenelements. Zudem ist dadurch auch die Verwendung von Anwenderhandschutzmitteln möglich. Das Sägegefühl bleibt somit weiterhin gut spürbar und direkt. Eine überhöhte Momenteinleitung um eine Querachse der Stichsäge – was zu einem frontseitigen Abheben der Fußplatte führen könnte – wird so vermieden.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement insbesondere einhändig in einer ersten Position zumindest mit dem Zeige- oder Mittelfinger und in einer zweiten, insbesondere um die Zentralachse des stabförmigen Gehäuseteils um 180° gegenüber der ersten Position gedrehten Position zumindest mit dem Daumen bedienbar ist. Im erstgenannten Fall liegt hierbei die Stichsäge mit Ihrer Fußlatte auf dem Werkstück „von oben“ auf. Derweil wird die Stichsäge von einer Anwenderhand geführt und betätigt. Das Auge bzw. der Blick des Anwenders richtet sich typischerweise sowohl auf die Stichsäge, als auch auf das Werkstück und insbesondere den Sägebereich. Typischerweise verdeckten die Stichsäge und das Werkstück jedoch den Blick auf das freie Ende des Werkzeugs, insbesondere das freie Ende des Stichsägenblatts. Das Handwerkzeugmaschinenelement wird dabei typischerweise zumindest mit dem Zeige- oder Mittelfinger betätigt.
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Demgegenüber wird in einem zweiten Anwendungsfall die Stichsäge anstatt „von oben“ „von unten“ über das Werkstück geführt. Die Stichsäge wird gegenüber einem Werkstück von unten mit der Fußplatte gegen das Werkstück zumindest geführt und insbesondere auch gedrückt. Das freie Werkzeugende zeigt „nach oben“ in Richtung zumindest im Wesentlichen des Blicks des Anwenders. Dabei führt der Anwender während eines Bearbeitungsgangs typischerweise die Stichsäge einhändig und trägt dabei das Gewicht der Stichsäge. Er sieht, bzw. verfolgt lediglich den freien, durch das Werkstück hindurchragenden Teil des Sägeblattes. Bei dem Gebrauch der Stichsäge „von unten“ wird das Handwerkzeugmaschinenelement typischerweise mit dem Daumen betätigt. In vorteilhafter Weise lassen sich damit die, zumindest zwei am häufigsten auftretenden Arbeitshandhabungen bzw. -orientierungen bzw. -haltungen der Stichsäge mit stabförmigem Handgriff, sicher und hubzahlvariabel bedienen bzw. betreiben.
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Überdies wird vorgeschlagen, dass zumindest ein weiteres Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement vorhanden sein kann, welches es dem Anwender erlaubt eine maximale oder minimale Werkzeuggeschwindigkeit, insbesondere Hubzahl, welche durch Betätigung des erste Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement erreicht werden kann, insbesondere einstellbar zu begrenzen. „Vorhanden“ soll insbesondere an der Stichsäge, bevorzugt am Gehäuse, besonders bevorzugt im Bereich einer Kopfseite des die Hubeinheit tragenden Gehäuses angeordnet bedeuten, ganz besonders bevorzugt auf einer rückwertigen, dem Gehäuse der Hubeinheit abgewandten aber im Wesentlichen zur Hubachse parallelen Seite. Durch ein solches zweites Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement lässt sich in vorteilhafter Weise eine Maximalgeschwindigkeit des Werkzeugs und/oder maximale Geschwindigkeit der Antriebseinheit entsprechend des Werkstücks und/oder dessen Eigenschaften voreinstellen. Trotz einer Vollauslenkung des ersten Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements lässt sicht dadurch eine durch das zweite Handwerkzeugmaschienenbetätigungselement voreingestellte, maximale Werkzeuggeschwindigkeit nicht überschreiten. Eine Regelbarkeit der Werkzeuggeschwindigkeit bleibt jedoch bis zu dieser Maximalgeschwindigkeit durch die Funktion des ersten Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements variabel regel- bzw. steuerbar bestehen.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass im Bereich der Handwerkzeugmaschinenbetätigungselemente oder diese umgebend haptische Wirkflächen, insbesondere Softgripflächen, angeordnet sind. In vorteilhafter Weise unterstützen diese den Anwender bei einer intuitiven Bedienung. Es verschafft dem Anwender überdies mehr Halt beim Führen bzw. Betätigen der Stichsäge sowohl deren Betätigungselemente. Zudem werden dadurch zumindest von der Werkzeugmaschine ausgehende Vibrationen, insbesondere die auf die Anwenderhand wirkende, reduziert.
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Desweitern betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer Stichsäge mit einem stabförmigen Handgriff und zumindest einem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement zum Ein- und Ausschalten der Stichsäge, insbesondere einer Stichsäge bei der ein Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement zudem eine Werkzeuggeschwindigkeit, insbesondere die Hubzahl des Sägeblatts, insbesondere auch im eingeschalteten Zustand, steuern kann. In vorteilhafter Weise wird dem Anwender beim Betrieb der Stichsäge dadurch eine unmittelbare Geschwindigkeitskontrollmöglichkeit über das Werkzeug, insbesondere des Sägeblatts, gegeben. In einfacher Weise kann mit diesem Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement der Betrieb der Stichsäge sowie eine variable Werkzeuggeschwindigkeit eingestellt werden. Dies birgt insbesondere bei einem Ansäge-, Aus- oder Absägevorgang eines Werkstücks Vorteile für den Anwender und steigert überdies die Einfachheit und Sicherheit der Bedienung der Stichsäge. Zudem gibt es dem Anwender die Option, Vibrationen, insbesondere den Vibrationseintrag in das Werkstück, zu steuern. Die Sägequalität kann dadurch insbesondere bei An- und Absägevorgängen, Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen und/oder bei der Bearbeitung dicker und/oder ungleich harter Werkstücke, verbessert werden.
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Ferner wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement, insbesondere bei einer einhändigen Bearbeitung eines Werkstücks, in einer ersten Position zumindest mit dem Zeige- oder Mittelfinger und in einer zweiten, dazu insbesondere um 180° gedrehten Position zumindest mit dem Daumen bedient wird. Dies ermöglicht insbesondere eine einhändige Bedienung der Stichsäge mit stabförmigem Handgriff zumindest in den zwei bevorzugten Anwendungshandhabungen. Insbesondere beim inversen, einhändigen Sägen kann der Anwender die Werkzeuggeschindigkeit variabel steuern. Das umfasst beispielsweise ein sanftes Anfahren nach einer Schnittüberprüfungspause, wobei derweil bevorzugt das Werkzeug in der Schnittposition ohne Vorschubbewegung und Werkzeughub verharrt.
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Ferner wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem zumindest ein weiteres Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement vorhanden ist, welches es erlaubt eine maximale oder minimale Werkzeuggeschwindigkeit, insbesondere Hubzahl, welche durch Betätigung des erste Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement erreicht werden kann, zu begrenzen, insbesondere einstellbar zu begrenzen. Bevorzugt ist dieses weitere Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement ebenfalls am Gehäuse, besonders bevorzugt am stabförmigen Handgriff der Stichsäge, ganz besonders bevorzugt an einer von der Hubeinheit abgewandten rückwertigen Seite des stabförmigen Handgriffs der Stichsäge, angeordnet. Bevorzugt handelt es sich dabei um ein Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in Form eines Drehrads, insbesondere eines beschrifteten Drehrads, welches mit zumindest einem Potentiometer wirkverbunden ist. In vorteilhafter Weise kann dadurch zumindest in Abhängigkeit des zu sägenden Materials dessen Eigenschaften, den Schnittanforderungen, insbesondere Schnittqualität, den örtlichen Gegebenheiten, insbesondere sicherer- oder unsicherer Stand bzw. Sicht des Anwenders, zumindest eine maximale Hubzahl, im Vorfeld eingestellt werden. Dadurch kann beispielsweise ein Überhitzen des Werkstücks durch die Bearbeitung, insbesondere durch eine zu hohe Werkzeuggeschwindigkeit, vermieden werden. Zudem kann die Schnittqualität durch Vorauswahl der maximalen oder idealen Werkzeuggeschwindigkeit, welche bei maximaler Betätigung des ersten Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements erreicht werden kann, verbessert werden. Beispielsweise kann der Anwender Modi, insbesondere maximale Werkzeuggeschwindigkeits- und/oder Hubzahlmodi, in Abhängigkeit des Werkstückmaterials vorauswählen. Anwenderfreundlich ist weiterhin, dass auch bei maximaler Betätigung des ersten Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements zumindest eine maximale Werkzeuggeschwindigkeit in sicherer Weise, insbesondere in Abhängigkeit des zu sägenden Werkstücks und/oder Werkstoffs, nicht überschritten werden kann.
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Zeichnungen
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
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Es zeigen:
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1 eine erfindungsgemäße Stichsäge in einer schematischen Darstellung,
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2 einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Stichsäge mit einem erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer schematischen Darstellung,
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3 einen erweiterten Ausschnitt der erfindungsgemäßen Stichsäge in einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer schematischen Darstellung,
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4 eine weitere alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement in einer schematischen Darstellung,
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5 die beiden typischen Arbeitshandhabungen bzw. -orientierungen bzw. -haltungen einer Stichsäge mit stabförmigem Handgriff in einer schematischen Darstellung.
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Ausführungsformen der Erfindung
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1 zeigt eine Stichsäge 10 mit einem Gehäuse 12. Das Gehäuse 12 ist zumindest aus zwei Gehäuseteilen 14, 18 gebildet. Ein erster Gehäuseteil 14 wird durch einen stabförmigen Handgriff 16 gebildet, der vorzugsweise eine Antriebsmaschine (hier nicht näher dargestellt), insbesondere einen elektrischen Motor, aufnimmt. Ein zweiter Gehäuseteil 18 nimmt zumindest eine Hubeinheit 20, typischerweise eine Getriebeeinheit (hier nicht näher dargestellt), auf. Unter den zwei Gehäusteilen 14, 18 ist nicht zwangsläufig ein physikalisch getrennter Aufbau zu verstehen. Die Gehäuseteile können ebenso einstückig, mehrstückig, als Topfgehäuse, als Halbschalen einzeln oder in Kombination ausgebildet sein. Wesentlich ist die Unterscheidung der zwei Gehäuseteile 14, 18, um zumindest zwei Gehäusebereiche zu definieren, welche typisch für eine Stichsäge mit stabförmigem Handgriff sind.
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Die Antriebsmaschine treibt ein Werkzeug 22 zumindest über die Hubeinheit 20 an. Das Werkzeug 22 der Stichsäge 10 ist insbesondere ein Sägeblatt 23, welches oszillierend zumindest in Richtung einer Hubachse 24 angetrieben wird. Durch Betätigen eines Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 lässt sich die Stichsäge ein- und ausschalten. Zudem lässt sich erfindungsgemäß durch Betätigen dieses Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 eine Werkzeuggeschwindigkeit vW, insbesondere eine Hubzahl H, regeln oder steuern. Die Werkzeuggeschwindigkeits- und/oder Hubzahlregelung bzw. -steuerung erfolgt typischerweise kontinuierlich über einen bestimmten Betätigungsweg b (hier nicht näher dargestellt) des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26. Bevorzugt erfolgt diese proportional zu dem Betätigungsweg b. Alternativ kann die Werkzeuggeschwindigkeit in Abhängigkeit des Betätigungswegs b des Handwerkzeugmaschinenelements aber auch einer Funktion f, insbesondere einer exponentiellen oder logarithmischen Funktion, insbesondere auch programmierbar, folgen. Überdies kann die Werkzeuggeschwindigkeits- oder Hubzahlregelung auch digital und/oder in diskreten Schritten erfolgen bzw. eingestellt werden. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 kann dazu eine mechanische und/oder elektronische Rastfunktion (hier nicht näher dargestellt) aufweisen, wobei jede Raststufe insbesondere einer diskreten Werkzeuggeschwindigkeit entspricht. Ein mechanisches Rastsystem weist beispielsweise Stufen, insbesondere zwischen null bis zehn Stufen, bevorzugt fünf Stufen auf, die den kinematischen Betätigungsweg unterteilen.
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Desweiteren weist der stabförmige Handgriff 16 der Stichsäge eine Unterseite 28 und eine Oberseite 30 auf. Der die Hubeinheit 20 aufnehmende Gehäuseteil 18 weist eine dem stabförmigen Handgriff zugewandte Seite 32, eine dem stabförmigen Gehäuse abgewandte Seite 34 und eine Kopfseite 36 auf. Zur besseren Handhabung sind an verschiedenen Bereichen des Gehäuses 12, an denen die Stichsäge 10 typischerweise gehalten und/oder geführt wird, Softgripstellen 38 appliziert. Die Softgripstellen 38 können sich bevorzugt auch über einen Gehäuseübergangsbereich 39 des ersten und zweiten Gehäuseteils 14 bzw. 18 erstrecken. Zudem ist das Gehäuse 12 mit einer Fußplatte 40 verbunden, welche die Stichsäge 10 gegenüber einem Werkstück (hier nicht näher dargestellt) abstützt.
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Die Anordnung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 ist prinzipiell überall an der Stichsäge 10, insbesondere an deren Gehäuse 12, möglich. Bevorzugt ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 aber an typischen Halte- bzw. Führungspositionen der Stichsäge angeordnet, wie beispielsweise im Übergangsbereich 39 des ersten und zweiten Gehäuseteils 14 bzw. 18, oder seitlich unterhalb der Kopfseite 36. Besonders bevorzugt ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26, wie in 1 abgebildet, auf der Unterseite 28 des stabförmigen Handgriffs 16 nahe eines Übergangsbereichsbereichs in das zweite Gehäuseteil 18 angeordnet. Es kann aber auch von der Unter- oder Oberseite 28, 30 ausgehend, in den zweiten Gehäuseteil 18 übergehend angeordnet sein, bevorzug im Übergangsbereich der dem stabförmigen Handgriff 16 zugewandte Seite 32. Besonders bevorzugt ist das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 umgeben von Softgripflächen 38. Vorstellbar ist die Anordnung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 aber auch in der Fußplatte 40 oder einem Übergangsbereich in einen Standfuß 46.
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Die Anordnung des stabförmigen Handgriffs 16 ist im Wesentlich senkrecht zu der Hubeinheit 20, insbesondere zu der Hubachse 24 der Hubeinheit 20. Die Anordnung der Fußplatte 40 der Stichsäge 10 ist ebenfalls im Wesentlichen senkrecht zur Hubeinheit 20 angeordnet und erstreckt sich in Längsrichtung des stabförmigen Handgriffs 16. Damit erstreckt sich die Fußplatte 40 in Richtung einer Längsachse 25. Typischerweise sind die Fußplatte 40 und die Längsachse 25 des stabförmigen Handgriffs 16 im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet.
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Zwischen einer Fußplattenoberseite 42 und der Unterseite 28 des stabförmigen Handgriffs 16 besteht eine lichte Höhe 44 bzw. eine geometrische Freistellung. Diese lichte Höhe 44 ermöglicht es dem Anwender bzw. Bediener der Stichsäge 10, das Handwerkzeugmaschinenelement 26 gut zugänglich zu erreichen und zu bedienen. Der Bewegungsspielraum für die Hand des Anwenders kann so sichergestellt werden und ermöglicht bevorzugt auch eine Handhabung beispielsweise mit Handschuhen. Zwischen dem Gehäuse 12 der Stichsäge 10 und der Fußplatte 40 ist der Standfuß 46 der Stichsäge 10 angeordnet. Dieser Standfuß 46 ist, bezogen auf die Fußplatte 40, in Richtung der Längsachse 25 relativ zur Hubachse 24 angeordnet, insbesondere außermittig angeordnet. Dadurch verlagert sich der Angriffspunkt der Hand des Anwenders am Werkzeug in Richtung der Hubeinheit 20 bzw. in Richtung des sägenden Werkzeugs 22. Ein Sägegefühl beim Anwender wird dadurch spürbar direkter, was die praktische Handhabung, insbesondere das Führen und Halten der Stichsäge, erleichtert. Zudem entsteht auf der der Hubachse 24 abgewandten Seite des Standfußes 46, ein Fußplattenbereich 48. Dieser Fußplattenbereich 48 weist erfindungsgemäß auf der Fußplattenoberseite 42 insbesondere eine Ausnehmung 50 auf. Die Ausnehmung 50 erhöht insbesondere die lichte Höhe 44 und verbessert dadurch ebenfalls den Bewegungsspielraum für die Hand des Anwenders, insbesondere zum Betätigen des Handwerkzeugmaschinenelements 26.
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2 zeigt einen Ausschnitt 52 der erfindungsgemäßen Stichsäge 10 mit dem beispielhaften, erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 in einer schematischen Darstellung. Hierbei wird ein elektrisches Schaltmittel 54 über eine Hebelmechanik 56 zumindest indirekt angesprochen. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 führt eine rotatorische Bewegung 60 um einen Schwenkpunkt 62 aus. Dadurch wird der Hebel 56 rotatorisch auf ein translatorisch bewegbares Schaltelement 58 gedrückt. Das elektrische Schaltmittel 54, welches hier beispielhaft in der Fussplatte 40 der Stichsäge 10 angeordnet und beispielhaft als Potentiometer ausgeführt ist, wird über die Hebelmechanik 56 bzw. das Schaltelement 58 mit einem Weg 64 bzw. einer Kraft 66 beaufschlagt. Die Kraft 66 wirkt am Schaltelement 58 zumindest entgegen der Rückstellkraft einer Feder 86. In Abhängigkeit des angesteuerten Wegs 64 ändert sich über eine Kontaktfläche 65 ein Widerstand des in dem beispielhaft als elektrisches Schaltmittel 54 dargestellten Potentiometers, worüber die Antriebsmaschine angesteuert wird. Dabei bewirkt typischerweise eine erste inkrementelle Bewegung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 ausgehend von der Schalterausgangslage einen On-Anschaltvorgang. Bevorzugt wird durch ein weiteres und/oder stärkeres Bewegen des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 in Richtung des stabförmigen Handgriffs 16 die Antriebseinheit weiter beschleunigt. In einer maximal ausgelenkten Position erreicht die Antriebseinheit schließlich eine Maximaldrehzahl bzw. das Werkzeug eine Maximalgeschwindigkeit. Der Auslenkungsweg des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 korrespondiert demnach bevorzugt mit einem Ansteuersignal für die Antriebseinheit der Stichsäge 10, welche wiederum mit der Werkzeuggeschwindigkeit korrespondiert. Somit wird in Abhängigkeit des Auslenkungswegs die Werkzeuggeschwindigkeit geregelt. Besonders bevorzugt kann eine Maximalgeschwindigkeit des Werkzeugs 22 und/oder maximale Geschwindigkeit der Antriebseinheit über ein weiteres Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 67 (siehe hierzu 1) welches zusätzlich, insbesondere rückwärtig, am stabförmigen Handgriff 16 angeordnet ist, eingestellt werden. Alternativ ist anstatt der Hebelmechanik 56 auch eine direkte Steuerung des elektrischen Schaltmittels 54, insbesondere durch eine translatorische Bewegung 68 bzw. Betätigung des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26, möglich, beispielsweise mit einem integrierten elektrischen Schaltmittel 54, insbesondere einem integrierten kapazitiven Sensor. Alternativ kann das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 auch in Form eines direkten Linear- und/oder Drehschiebers, insbesondere Potentiometers (hier nicht näher dargestellt) ausgebildet sein. Typischerweise wird das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 über eine Rückstellfeder (hier nicht näher dargestellt), wahlweise angeordnet im oder unterhalb des Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26, im oder am elektrischen Schaltmittel 54 oder dessen mechanische Elemente oder an einem anderen dem Fachmann sinnvoll erscheinenden Ort, in seine Ausgangslage zurückgestellt bzw. gedrückt.
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3 zeigt einen erweiterten Ausschnitt 70 der erfindungsgemäßen Stichsäge 10 in einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 26 in einer schematischen Darstellung. Bevorzugt wird das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 mittels eines Seilzugs 72 mit dem elektrischen Schaltmittel 54 zumindest wirkverbunden. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 führt eine rotatorische Bewegung 60 um den Schwenkpunkt 62 aus. Dabei ist es bevorzugt im Gehäuse 12 der Stichsäge 10 zumindest teilweise in eine Versenkungsausnehmung 71 verlagerbar angeordnet. Es betätigt dabei über einen Hebelarm 73 ein Zugseil 74 bzw. Zug-/Druckstab 76 welcher an einem anderen Ende mit einem Kulissenelement 78 verbunden ist. Dabei wird das Zugseil 74 über einen Umlenkpunkt 80, insbesondere ein Exzenterelement, welches auch zum Spannen des Zugseils 74 verwendet werden kann, umgelenkt. Das Kulissenelement 78 leitet eine beispielsweise translatorische Bewegung 68 in das damit, insbesondere mittels des Schaltelements 56, wirkverbundene elektrische Schaltmittel 54 ein. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 und ein damit zumindest wirkverbundenes elektrische Schaltmittel 54 räumlich zu trennen. Dies kann insbesondere notwendig sein, um eine größere Distanz zwischen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 und das elektrischem Schaltmittel 54 zu überbrücken. Alternativ können das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 und elektrische Schaltmittel 54 auf diese Weise auch in unterschiedlichen Bewegungsbzw. Auslösungsrichtungen angeordnet werden. Darüber hinaus kann hierfür auch ein rein translatorisch oder translatorisch-rotatorisch bewegbares Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 26 bzw. elektrisches Schaltmittel 54 vorgesehen werden.
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4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenbetätigungselements 82 in einer schematischen Darstellung. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 82 ist bevorzugt gebildet aus einem Betätigungselement 84, welches besonders bevorzugt durch Rückstellfedern 86 in eine Ausgangsposition 88 gestellt wird. Mit dem Betätigungselement 84 sind bevorzugt beidseitig, insbesondere elastische, Schieberelemente 90 verbunden. Diese sind wiederum mit einem die beiden Schieberelemente 90 verbindenden Bügelschieber 92 verbunden. An den Bügelschieber 92 ist das elektrische Schaltmittel 54 gekoppelt. Das Handwerkzeugmaschinenbetätigungselement 82 ist typischerweise um eine parallel zur Längsachse des stabförmigen Handgriffs 84 verlaufenden Drehachse oder um die Längsachse 94 des stabförmigen Handgriffs 16 schwenkbar angeordnet. Typischerweise ist es in ein Gehäuse der Stichsäge (hier nicht näher dargestellt), bevorzugt in die Unterseite 28 des stabförmigen Handgriffs 16, integriert. Bevorzugt ergibt sich die Ausgangsposition 88, wenn das Betätigungselement 84 mittig, insbesondere mittig zur Längsachse 94 des stabförmigen Handgriffs 26, ausgerichtet ist. Das Betätigungselement 84 kann durch einen Anwender insbesondere in zwei Richtungen 96, 98 ausgelenkt werden. Eine Auslenkung in einer ersten Richtung 96 bewirkt dabei bevorzugt die gleiche Schaltreaktion bzw. Ansteuerung der Stichsäge 10, wie eine Auslenkung des Betätigungselements 84 in einer zweiten Richtung 98. Bevorzugt ist das Betätigungselement 84 zumindest wirkverbunden mit dem elektrischen Schaltmittel 54. Besonders bevorzugt lenkt das Betätigungselement 84 das oder die Schieberelemente 90 und das damit verbundene Bügelschieberelement 92 aus, welches bevorzugt eine translatorische Bewegung 68 senkrecht zur Längsachse 94 vollführt und damit das elektrische Schaltmittel 54 ansteuert. Bevorzugt ist der Auslenkungsweg lediglich vom Auslenkungswinkel bzw. -weg 100 des Betätigungselements 84 abhängig. Lässt der Anwender das Betätigungselement 84 los, stellt sich dieses durch die Rückstellfedern 86 in die Ausgangsposition 88 zurück. Besonders bevorzugt kann die Stichsäge 10 somit bei rechts- und linkshändiger Betätigung gleichermaßen betätigt werden.
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5 zeigt die beiden typischen Arbeitshandhabungen bzw. -orientierungen bzw. -haltungen einer Stichsäge mit stabförmigem Handgriff 16. In der ersten Position I liegt die Stichsäge mit Ihrer Fußlatte 40 auf dem Werkstück 106 „von oben“ auf. Die Stichsäge 10 wird dabei von einer Anwenderhand 108 geführt und betätigt. Das Auge 110 des Anwenders blickt typischerweise sowohl auf die Stichsäge 10, als auch auf das Werkstück 106 und insbesondere den Sägebereich. Typischerweise verdeckt die Stichsäge 10 und das Werkstück 106 jedoch den Blick auf das freie Ende 112 des Werkzeugs 22, insbesondere das freie Ende des Stichsägenblatts 23. Bei Gebrauch der Stichsäge 10 „von oben“ wird das Handwerkzeugmaschinenelement 26 typischerweise mit dem Zeige- oder Mittelfinger betätigt. Demgegenüber zeigt die zweite Position II die invertierte Arbeitshandhabung bzw. -orientierung bzw. -haltung. Dabei wird die Stichsäge 10 anstatt „von oben“ „von unten“ über das Werkstück 106 geführt. Das freie Werkzeugende 112 zeigt „nach oben“ hin zu dem Anwender. Der Anwender führt während eines Bearbeitungsgangs typischerweise die Stichsäge 10 einhändig und trägt dabei die Gewichtskraft G der Stichsäge 10. Er sieht, bzw. verfolgt lediglich den freien, durch das Werkstück hindurchragenden Teil 112 des Sägeblattes 10. Bei Gebrauch der Stichsäge 10 „von unten“ wird das Handwerkzeugmaschinenelement 26 typischerweise mit dem Daumen 116 der Hand 108 des Anwenders betätigt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102004042025 A1 [0002]