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Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, aufweisend ein Eingangsteil und ein Ausgangsteil mit einer gemeinsamen Drehachse, um die das Eingangsteil und das Ausgangsteil zusammen drehbar und relativ zueinander begrenzt verdrehbar sind, wobei zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil ein erster Leistungspfad mit der Feder-Dämpfer-Einrichtung und ein zu dem ersten Leistungspfad zumindest abschnittsweise paralleler zweiter Leistungspfad gebildet sind, und zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil eine Feder-Dämpfer-Einrichtung, ein Zwischenteil und eine Planetenradanordnung.
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Aus der
DE 197 00 851 A1 ist ein Torsionsschwingungsdämpfer bekannt zum Aufnehmen bzw. Ausgleichen von Drehstößen, insbesondere von Drehmomentschwankungen einer Brennkraftmaschine, mit zwei entgegen der Wirkung einer im Kraftübertragungsweg zwischen den beiden Schwungmassen vorgesehenen, zumindest in Umfangsrichtung wirksame Kraftspeicher sowie ein Planetenradgetriebe umfassenden Dämpfungseinrichtung zueinander verdrehbaren Schwungmassen, von denen die eine mit der Brennkraftmaschine und die andere mit dem Eingangsteil eines Getriebes verbindbar ist, bei dem im Kraftübertragungsweg zwischen den beiden Schwungmassen ein Drehmomentbegrenzungsorgan vorgesehen ist, um derartige Torsionsschwingungsdämpfer insbesondere hinsichtlich ihrer Betriebssicherheit und Dauerfestigkeit zu verbessern. Gemäß der
DE 197 00 851 A1 wird eine Verzweigung eines antriebsseitigen Drehmoments bewirkt, und zwar in ein erstes Teildrehmoment, das über Planetenräder auf als Zwischenmasse wirksame Planetenträger geleitet wird, und in ein zweites Teildrehmoment, das auf ein Hohlrad übertragen wird. Zur genaueren Information über die Merkmale der vorliegenden Erfindung wird ausdrücklich auf die Veröffentlichung
DE 197 00 851 A1 verwiesen. Die Lehre dieser Veröffentlichung ist als Bestandteil des vorliegenden Dokuments anzusehen. Merkmale dieser Veröffentlichung sind Merkmale des vorliegenden Dokuments.
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Aus der
DE 10 2006 028 556 A1 ist eine Drehmomentübertragungseinrichtung bekannt im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs zur Drehmomentübertragung zwischen einer Antriebseinheit, insbesondere einer Brennkraftmaschine, mit einer Abtriebswelle, insbesondere einer Kurbelwelle, und einem Getriebe mit mindestens einer Getriebeeingangswelle, mit einer Fliehkraftpendeleinrichtung, die mehrere Pendelmassen umfasst, die mit Hilfe von Laufrollen an einer Pendelmassenträgereinrichtung relativ zu dieser bewegbar angebracht sind, und mit mindestens einer Kupplungseinrichtung und/oder mit mindestens einer Drehschwingungsdämpfungseinrichtung, bei der die Laufrollen jeweils mindestens einen Bund aufweisen, der unter Fliehkrafteinwirkung auf die Pendelmasse in axialer Richtung zwischen der Pendelmasse und der Pendelmassenträgereinrichtung angeordnet ist, um die Drehmomentübertragungseinrichtung, insbesondere im Hinblick auf die im Betrieb auftretende Geräuschentwicklung, zu optimieren. Zur genaueren Information über die Merkmale der vorliegenden Erfindung wird ausdrücklich auf die Veröffentlichung
DE 10 2006 028 556 A1 verwiesen. Die Lehre dieser Veröffentlichung ist als Bestandteil des vorliegenden Dokuments anzusehen. Merkmale dieser Veröffentlichung sind Merkmale des vorliegenden Dokuments.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen eingangs genannten Drehschwingungsdämpfer baulich und/oder funktional zu verbessern. Insbesondere soll ein Drehschwingungsdämpfer mit einem verbesserten Isolationsverhalten bereitgestellt werden. Insbesondere soll eine weitere Beruhigung von Drehungleichförmigkeiten in einer Verzahnung der Planetenradanordnung ermöglicht sein. Insbesondere soll eine Beruhigung einer Restanregung in der Planetenradanordnung ermöglicht sein. Insbesondere soll ein Verzahnungsgeräusch reduziert sein. Insbesondere soll eine Eingangsdrehungleichförmigkeit reduziert sein. Insbesondere soll eine Isolationswirkung am Ausgangsteil erhöht sein. Insbesondere soll eine Belastung eines Nebenaggregatantriebs reduziert sein. Insbesondere soll eine Betriebssicherheit erhöht sein.
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Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit einem Drehschwingungsdämpfer, insbesondere Zweimassenschwungrad, aufweisend ein Eingangsteil und ein Ausgangsteil mit einer gemeinsamen Drehachse, um die das Eingangsteil und das Ausgangsteil zusammen drehbar und relativ zueinander begrenzt verdrehbar sind, wobei zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil ein erster Leistungspfad mit der Feder-Dämpfer-Einrichtung und ein zu dem ersten Leistungspfad zumindest abschnittsweise paralleler zweiter Leistungspfad gebildet sind, und zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil eine Feder-Dämpfer-Einrichtung, ein Zwischenteil und eine Planetenradanordnung, wobei der Drehschwingungsdämpfer wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung mit einem Pendelmasseträgerteil und wenigstens einer an dem Pendelmasseträgerteil unter Fliehkrafteinwirkung verlagerbar angeordneten Pendelmasse aufweist.
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Der Drehschwingungsdämpfer kann eine einzige Fliehkraftpendeleinrichtung aufweisen. Der Drehschwingungsdämpfer kann mehrere Fliehkraftpendeleinrichtungen aufweisen. Der Drehschwingungsdämpfer kann zur Anordnung in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs dienen. Der Antriebsstrang kann eine Brennkraftmaschine aufweisen. Der Antriebsstrang kann eine Reibungskupplung aufweisen. Der Antriebsstrang kann ein Getriebe aufweisen. Der Antriebsstrang kann wenigstens ein antreibbares Rad aufweisen. Der Drehschwingungsdämpfer kann zur Anordnung zwischen der Brennkraftmaschine und der Reibungskupplung geeignet sein. Der Drehschwingungsdämpfer kann dazu dienen, Drehschwingungen zu reduzieren, die durch periodische Vorgänge, insbesondere in der Brennkraftmaschine, angeregt werden.
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Das Eingangsteil kann zur Antriebsverbindung mit der Brennkraftmaschine dienen. Das Ausgangsteil kann zur Antriebsverbindung mit der Reibungskupplung dienen. Die Begriffe „Eingangsteil“ und „Ausgangsteil“ sind auf eine von der Brennkraftmaschine ausgehende Leistungsflussrichtung bezogen.
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Die Feder-Dämpfer-Einrichtung kann wenigstens eine Federeinrichtung aufweisen. Die wenigstens eine Federeinrichtung kann wenigstens einen Energiespeicher aufweisen. Die Feder-Dämpfer-Einrichtung kann wenigstens eine Dämpfereinrichtung aufweisen. Die wenigstens eine Dämpfereinrichtung kann wenigstens eine Reibeinrichtung aufweisen. Die Feder-Dämpfer-Einrichtung kann in dem ersten Leistungspfad angeordnet sein. Die wenigstens eine Federeinrichtung kann in dem ersten Leistungspfad angeordnet sein. Die wenigstens eine Dämpfereinrichtung kann in dem ersten Leistungspfad angeordnet sein. Die Feder-Dämpfer-Einrichtung kann eine erste Federeinrichtung mit ersten Federn und eine zur ersten Federeinrichtung in Serie angeordnete zweite Federeinrichtung mit zweiten Federn aufweisen. Die ersten Federn können Bogenfedern sein. Die ersten Federn können Schraubenfedern sein. Die zweiten Federn können Schraubenfedern sein.
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Das Eingangsteil kann ein Flanschteil und ein Deckelteil aufweisen. Zwischen dem Flanschteil und dem Deckelteil kann wenigstens ein Aufnahmeraum für die wenigstens eine Federeinrichtung gebildet sein. Das Ausgangsteil kann eine scheibenartige Form aufweisen. Das Zwischenteil und die Planetenradanordnung können in Erstreckungsrichtung der Drehachse zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil angeordnet sein. Das Zwischenteil kann als Zwischenmasse ausgeführt sein. Das Zwischenteil kann ein Blechteil sein. Das Zwischenteil kann in einem Stanz-Biege-Verfahren hergestellt sein. Das Zwischenteil kann in dem ersten Leistungspfad angeordnet sein. Die wenigstens eine Federeinrichtung kann zwischen dem Eingangsteil und dem Zwischenteil angeordnet sein.
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Die Planetenradanordnung kann zwischen dem Eingangsteil und dem Ausgangsteil angeordnet sein. Die Planetenradanordnung kann zwischen dem Zwischenteil und dem Ausgangsteil angeordnet sein. Die Planetenradanordnung kann einen Planetenträger aufweisen. Der Planetenträger kann mit dem Eingangsteil drehfest verbunden sein. Die Planetenradanordnung kann erste Planetenräder zur Darstellung einer ersten Übersetzung und zweite Planetenräder zur Darstellung einer zweiten Übersetzung aufweisen. Die ersten Planetenräder und die zweiten Planetenräder können jeweils unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Die ersten Planetenräder können jeweils einen größeren Durchmesser als die zweiten Planetenräder aufweisen. Es können jeweils ein erstes Planetenrad und ein zweites Planetenrad zueinander koaxial angeordnet sein. Es können jeweils ein erstes Planetenrad und ein zweites Planetenrad miteinander drehfest verbunden sein. Der Drehschwingungsdämpfer kann ein mit den ersten Planetenrädern in Eingriff stehendes erstes Zahnrad aufweisen. Das erste Zahnrad kann an dem Zwischenteil angeordnet sein. Das zweite Zahnrad kann mit dem Zwischenteil vernietet sein. Das erste Zahnrad kann ein Hohlrad sein. Der Drehschwingungsdämpfer kann ein mit den zweiten Planetenrädern in Eingriff stehendes zweites Zahnrad aufweisen. Das zweite Zahnrad kann an dem Ausgangsteil angeordnet sein. Das zweite Zahnrad kann mit dem Ausgangsteil vernietet sein. Das zweite Zahnrad kann ein Hohlrad sein. Das erste Zahnrad und das zweite Zahnrad können unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Das erste Zahnrad kann einen größeren Durchmesser als das zweite Zahnrad aufweisen.
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Der erste Leistungspfad kann sich ausgehend von dem Eingangsteil über die wenigstens eine Federeinrichtung, das erste Zahnrad, die ersten Planetenräder, die zweiten Planetenräder und das zweite Zahnrad zu dem Ausgangsteil erstrecken. Der zweite Leistungspfad kann sich ausgehend von dem Eingangsteil über den Planetenträger, die zweiten Planetenräder und das zweite Zahnrad zu dem Ausgangsteil erstrecken. Der erste Leistungspfad und der zweite Leistungspfad können in dem Ausgangsteil zusammengeführt sein. Bei einem Betrieb des Drehschwingungsdämpfers kann eine Phasenlage von Drehungleichförmigkeiten bei Durchlaufen der Leistungspfade unterschiedlich verschoben werden. Eine Phasenlage kann um ca. 180° verschoben werden. In dem Ausgangsteil können Drehungleichförmigkeiten, die den ersten Leistungspfad durchlaufen haben, und Drehungleichförmigkeiten, die den zweiten Leistungspfad durchlaufen haben, sich zumindest teilweise gegenseitig kompensieren. Dies kann auch als Antiresonanzprinzip bezeichnet werden.
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Der Drehschwingungsdämpfer kann ein Scheibenteil aufweisen, das mit dem Ausgangsteil drehfest verbunden ist. Das Scheibenteil kann mit dem Ausgangsteil vernietet sein. An dem Scheibenteil kann das zweite Zahnrad angeordnet sein. Das Scheibenteil kann einen ringschalenartigen Querschnittsabschnitt aufweisen. Das Scheibenteil kann ein Blechteil sein. Das Scheibenteil kann in einem Stanz-Biege-Verfahren hergestellt sein.
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Das Pendelmassenträgerteil kann eine ringscheibenartige Form aufweisen. Das Pendelmassenträgerteil kann an dem Scheibenteil angeordnet sein. Das Pendelmassenträgerteil kann mit dem Scheibenteil verschweißt sein. Das Pendelmassenträgerteil kann an dem Zwischenteil angeordnet sein. Das Pendelmassenträgerteil kann mit dem Zwischenteil verschweißt sein. Das Pendelmassenträgerteil kann an dem Eingangsteil angeordnet sein. Das Pendelmassenträgerteil kann mit dem Eingangsteil verschweißt sein. Die wenigstens eine Pendelmasse kann zur Drehachse exzentrisch angeordnet sein. Die wenigstens eine Pendelmasse kann zwischen einer ersten Endlage und einer zweiten Endlage verlagerbar sein. Die Fliehkraftpendeleinrichtung kann mehrere, insbesondere zwei, drei oder vier Pendelmassen aufweisen. Die wenigstens eine Pendelmasse kann eine kreisringbogenartige Form aufweisen. Die kreisringbogenartige Form der wenigstens einen Pendelmasse kann sich über einen Winkelbereich von ca. 160°–190°, insbesondere von ca. 180°, erstrecken. Die kreisringbogenartige Form der wenigstens einen Pendelmasse kann sich über einen Winkelbereich von ca. 100°–130°, insbesondere von ca. 120°, erstrecken. Die kreisringbogenartige Form der wenigstens einen Pendelmasse kann sich über einen Winkelbereich von ca. 70°–100°, insbesondere von ca. 90°, erstrecken. Die wenigstens eine Pendelmasse kann zwei Pendelmasseteile aufweisen. Die Pendelmasseteile können einander gegenüberliegend beidseits des Pendelmassenträgerteils angeordnet sein. Die Pendelmasseteile können miteinander fest verbunden sein. Die wenigstens eine Pendelmasse kann außen liegend sein. Es kann jeweils eine Pendelmasse zwischen Abschnitten des Pendelmassenträgerteils angeordnet sein. Die wenigstens eine Pendelmasse kann innen liegend sein. Die Fliehkraftpendeleinrichtung kann wenigstens eine Pendelrolle zur verlagerbaren Anordnung der wenigstens einen Pendelmasse an dem Pendelmassenträgerteil aufweisen. Die wenigstens eine Pendelmasse kann wenigstens einen Durchbruch für die wenigstens eine Pendelrolle aufweisen. Das Pendelmassenträgerteil kann wenigstens einen Durchbruch für die wenigstens eine Pendelrolle aufweisen. Der wenigstens eine Durchbruch kann eine nierenartig gebogene Form aufweisen. Die Pendelbahn der wenigstens einen Pendelmasse kann durch den wenigstens einen Durchbruch vorgegeben sein. Die wenigstens eine Pendelrolle kann eine zylinderartige Form aufweisen.
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Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann an dem Ausgangsteil angeordnet sein. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann an dem Scheibenteil angeordnet sein. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann an dem Zwischenteil angeordnet sein. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann an dem Eingangsteil angeordnet sein. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann an dem Deckelteil angeordnet sein. Der Drehschwingungsdämpfer kann eine an dem Ausgangsteil angeordnete Fliehkraftpendeleinrichtung, eine an dem Zwischenteil angeordnete Fliehkraftpendeleinrichtung und/oder eine an dem Eingangsteil angeordnete Fliehkraftpendeleinrichtung aufweisen.
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Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann radial außen angeordnet sein. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann radial außerhalb der wenigstens einen Federeinrichtung angeordnet sein. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann radial außerhalb der Planetenradanordnung angeordnet sein.
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Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung kann eine Berstschutzeinrichtung aufweisen. Die Berstschutzeinrichtung kann die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung gehäuseartig umgeben. Die Berstschutzeinrichtung kann die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung radial außenseitig umgeben. Die Berstschutzeinrichtung kann mithilfe des Scheibenteils gebildet sein. Die Berstschutzeinrichtung kann mithilfe eines Pendelmasseträgerteils gebildet sein. Die Berstschutzeinrichtung kann mithilfe des Zwischenteils gebildet sein.
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Ausgehend von dem Eingangsteil können ca. 60% bis ca. 90%, insbesondere ca. 65% bis ca. 85%, einer Gesamtleistung über den ersten Leistungspfad geleitet werden.
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Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt ergibt sich somit durch die Erfindung unter anderem ein Torquesplitter mit sekundärseitig angeordnetem Fliehkraftpendel. Zur weiteren Verbesserung eines Isolationsverhaltens kann der Torquesplitter zusätzlich mit einem sekundärseitig angebrachten Fliehkraftpendel versehen sein. Zur weiteren Verbesserung des Isolationsverhaltens und/oder zur weiteren Beruhigung von Ungleichförmigkeit in Verzahnungen eines Planetensatzes kann der Torquesplitter auch mit einem zusätzlichen Fliehkraftpendel auf einer Zwischenmasse versehen sein. Zur weiteren Verbesserung des Isolationsverhaltens (Reduzierung der Eingangsungleichförmigkeit) kann der Torquesplitter auch mit einem zusätzlichen Fliehkraftpendel auf einer Primärseite versehen sein.
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Mit „kann“ sind insbesondere optionale Merkmale der Erfindung bezeichnet. Demzufolge gibt es jeweils ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das das jeweilige Merkmal oder die jeweiligen Merkmale aufweist.
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Der erfindungsgemäße Drehschwingungsdämpfer weist ein verbessertes Isolationsverhalten auf. Eine weitere Beruhigung von Drehungleichförmigkeiten in einer Verzahnung der Planetenradanordnung ist ermöglicht. Eine Beruhigung einer Restanregung in der Planetenradanordnung ist ermöglicht. Ein Verzahnungsgeräusch ist reduziert. Eine Eingangsdrehungleichförmigkeit ist reduziert. Eine Isolationswirkung am Ausgangsteil ist erhöht. Eine Belastung eines Nebenaggregatantriebs ist reduziert. Eine Betriebssicherheit ist erhöht.
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Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren näher beschrieben. Aus dieser Beschreibung ergeben sich weitere Merkmale und Vorteile. Konkrete Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können allgemeine Merkmale der Erfindung darstellen. Mit anderen Merkmalen verbundene Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können auch einzelne Merkmale der Erfindung darstellen.
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Es zeigen schematisch und beispielhaft:
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1 ein Zweimassenschwungrad mit einem Eingangsteil, einem Zwischenteil, einem Ausgangsteil, einer Federeinrichtung und einer Planetenradanordnung,
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2 ein Zweimassenschwungrad mit einer an einem Ausgangsteil angeordneten Fliehkraftpendeleinrichtung,
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3 ein Zweimassenschwungrad mit einer an einem Zwischenteil angeordneten Fliehkraftpendeleinrichtung und
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4 ein Zweimassenschwungrad mit einer an einem Eingangsteil angeordneten Fliehkraftpendeleinrichtung.
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1 zeigt ein Zweimassenschwungrad 100 mit einem Eingangsteil 102, einem Zwischenteil 104, einem Ausgangsteil 106, einer Federeinrichtung 108 und einer Planetenradanordnung. Das Zweimassenschwungrad 100 dient zur Anordnung in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs zwischen einer Brennkraftmaschine und einer Reibungskupplung, um Drehschwingungen zu reduzieren, die durch periodische Vorgänge, insbesondere in der Brennkraftmaschine, angeregt werden.
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Das Zweimassenschwungrad 100 weist eine Drehachse 110 auf, um die das Eingangsteil 102 und das Ausgangsteil 106 zusammen drehbar und relativ zueinander begrenzt verdrehbar sind. Das Eingangsteil 102 und das Zwischenteil 104 sind um die Drehachse 110 relativ zueinander begrenzt verdrehbar. Die Federeinrichtung 108 ist zwischen dem Eingangsteil 102 und dem Zwischenteil 104 angeordnet. Die Planetenradanordnung ist zwischen dem Eingangsteil 102 und dem Zwischenteil 104 einerseits und dem Ausgangsteil 106 andererseits angeordnet.
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Die Planetenradanordnung weist erste Planetenräder, wie 112, und zweite Planetenräder, wie 114, auf. Die ersten Planetenräder 112 weisen einen größeren Durchmesser auf als die zweiten Planetenräder 114. Die ersten Planetenräder 112 und die zweiten Planetenräder 114 sind zueinander koaxial angeordnet und miteinander drehfest verbunden. Die ersten Planetenräder 112 und die zweiten Planetenräder 114 weisen eine gemeinsame Nabe auf. Die ersten Planetenräder 112 und die zweiten Planetenräder 114 sind an einem Planetenträger 116 angeordnet. Die Planetenradanordnung weist ein erstes Hohlrad 118 auf, in das die ersten Planetenräder 112 eingreifen. Die Planetenradanordnung weist ein zweites Hohlrad 120 auf, in das die zweiten Planetenräder 114 eingreifen. Das erste Hohlrad 118 ist an dem Zwischenteil 104 angeordnet. Das zweite Hohlrad 120 ist an dem Ausgangsteil 106 angeordnet.
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Das Eingangsteil 102 weist einen Eingang auf, der zur Verbindung mit der Brennkraftmaschine dient. Das Eingangsteil 102 weist eine ersten Ausgang auf, der unter Zwischenschaltung der Federeinrichtung 108 mit dem Zwischenteil 104 verbunden ist. Das Eingangsteil 102 weist einen zweiten Ausgang auf, an dem der Planetenträger 116 angeordnet ist. Zwischen dem Eingangsteil 102 und dem Ausgangsteil 106 sind ein erster Leistungspfad und ein zweiter Leistungspfad gebildet. Ausgehend von dem Eingangsteil 102 verläuft der erste Leistungspfad über den ersten Ausgang des Eingangsteils 102, die Federeinrichtung 108, das Zwischenteil 104, die erste Planetenräder 112 und die zweiten Planetenräder 114 zum Ausgangsteil 106. Ausgehend von dem Eingangsteil 102 verläuft der zweite Leistungspfad über den zweiten Ausgang des Eingangsteils 102, den Planetenträger 116 und die zweiten Planetenräder 114 zum Ausgangsteil 106.
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Bei einem Betrieb des Zweimassenschwungrads 100 erfolgt ausgehend von dem Eingangsteil 102 eine Leistungsaufteilung zwischen dem ersten Leistungspfad und dem zweiten Leistungspfad. Mithilfe der Federeinrichtung 108 erfolgt im ersten Leistungspfad eine Phasenverschiebung von Drehschwingungen um ca. 180°, während im zweiten Leistungspfad keine Phasenverschiebung erfolgt. Damit kompensieren sich die Drehschwingungen, wenn sie im Ausgangsteil 106 wieder zusammengeführt werden.
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Das Zweimassenschwungrad 100 weist wenigstens eine in 1 nicht dargestellte Fliehkraftpendeleinrichtung auf. Die wenigstens eine Fliehkraftpendeleinrichtung ist an dem Ausgangsteil 106, an dem Zwischenteil 104 und/oder an dem Eingangsteil 102 angeordnet.
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2 zeigt ein Zweimassenschwungrad 200 mit einem Eingangsteil 202, einem Zwischenteil 204, einem Ausgangsteil 206, einer Federeinrichtung 208, einer Reibeinrichtung 210, einer Planetenradanordnung mit ersten Planetenrädern, wie 212, zweiten Planetenrädern, wie 214, einem Planetenträger 216, einem ersten Hohlrad 218 und einem zweiten Hohlrad 220.
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Das Eingangsteil 202 weist ein Flanschteil und ein Deckelteil auf. Das Flanschteil und das Deckelteil sind miteinander fest verbunden, vorliegend verschweißt. Zwischen dem Flanschteil und dem Deckelteil ist ein Aufnahmeraum für die Federeinrichtung 208 gebildet. Die Federeinrichtung 208 weist Bogenfedern und Schraubenfedern auf. Das erste Hohlrad 218 ist mit dem Zwischenteil 204 fest verbunden, vorliegend vernietet. Der Planetenträger 216 ist mit dem Eingangsteil 202 fest verbunden, vorliegend verschraubt. Das Zweimassenschwungrad 200 weist ein Scheibenteil 222 auf. Das Scheibenteil 222 weist einen ringschalenartigen Querschnittsabschnitt auf. Das Zweimassenschwungrad 200 weist eine ausgangsseitige Schwungmasse 224 auf. Das Scheibenteil 222 ist mit der Schwungmasse 224 fest verbunden, vorliegend vernietet. Das Scheibenteil 222 und die Schwungmasse 224 gehören zu dem Ausgangsteil 206. Das zweite Hohlrad 220 ist mit dem Scheibenteil 222 fest verbunden, vorliegend vernietet.
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An dem Ausgangsteil 206 des Zweimassenschwungrads 200 ist eine Fliehkraftpendeleinrichtung angeordnet. Die Fliehkraftpendeleinrichtung weist ein Pendelmasseträgerteil 226 und Pendelmassen, wie 228, auf. Die Pendelmassen 228 weisen jeweils zwei Pendelmasseteile auf, die beidseits des Pendelmasseträgerteils 226 angeordnet sind. Die Pendelmasseteile einer Pendelmasse 228 sind miteinander fest verbunden, vorliegend vernietet. Die Pendelmassen 228 sind an dem Pendelmasseträgerteil 226 jeweils entlang einer Pendelbahn zwischen zwei Endlagen verschwenkbar angeordnet. Die Pendelmassen 228 und das Pendelmasseträgerteil 226 weisen jeweils nierenförmige Ausnehmungen auf. Zur verschwenkbaren Anordnung der Pendelmassen 228 an dem Pendelmasseträgerteil 226 weist die Fliehkraftpendeleinrichtung Pendelrollen auf. Die Pendelrollen sind in den nierenförmigen Ausnehmungen der Pendelmassen 228 und des Pendelmasseträgerteil 226 angeordnet. Bei einem Betrieb des Zweimassenschwungrads 200 verschwenken die Pendelmassen 228 und bewirken eine verbesserte Reduzierung von Drehschwingungen, insbesondere von Drehschwingungen zweiter Ordnung.
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Das Pendelmasseträgerteil 226 ist mit dem Scheibenteil 222 fest verbunden, vorliegend verschweißt. Das Scheibenteil 222 und das Pendelmasseträgerteil 226 umgreifen Pendelmasseteile der Pendelmassen 228 radial außenseitig. Das Zwischenteil 204 umgreift Pendelmasseteile der Pendelmassen 228 radial außenseitig. Das Zwischenteil 204 und das Scheibenteil 222 mit seinem ringschalenartigen Querschnittsabschnitt umschließen die Fliehkraftpendeleinrichtung gehäuseartig. Damit ist ein Berstschutz gebildet. Im Übrigen wird ergänzend insbesondere auf 1 und die zugehörige Beschreibung verwiesen.
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3 zeigt ein Zweimassenschwungrad 300 mit einer an einem Zwischenteil 302 angeordneten Fliehkraftpendeleinrichtung. Ein Pendelmasseträgerteil 304 ist mit dem Zwischenteil 302 fest verbunden, vorliegend verschweißt. Das Zwischenteil 302 und das Pendelmasseträgerteil 304 umgreifen Pendelmasseteile von Pendelmassen, wie 306, radial außenseitig. Ein Scheibenteil 308 umgreift Pendelmasseteile der Pendelmassen 306 radial außenseitig. Im Übrigen wird ergänzend insbesondere auf 1 und 2 sowie die zugehörige Beschreibung verwiesen.
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4 zeigt ein Zweimassenschwungrad 400 mit einer an einem Eingangsteil 402 angeordneten Fliehkraftpendeleinrichtung. Ein Pendelmasseträgerteil 404 ist mit dem Eingangsteil 402 fest verbunden, vorliegend verschweißt. Zur Verbindung des Pendelmasseträgerteils 404 mit dem Eingangsteil 402 weist das Zweimassenschwungrad 400 ein Ringteil 406 auf. Das Ringteil 406 und das Pendelmasseträgerteil 404 umgreifen Pendelmasseteile von Pendelmassen, wie 408, radial außenseitig. Ein Scheibenteil 410 umgreift Pendelmasseteile der Pendelmassen 408 radial außenseitig. Im Übrigen wird ergänzend insbesondere auf 1 und 2 sowie die zugehörige Beschreibung verwiesen.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Zweimassenschwungrad
- 102
- Eingangsteil
- 104
- Zwischenteil
- 106
- Ausgangsteil
- 108
- Federeinrichtung
- 110
- Drehachse
- 112
- erstes Planetenrad
- 114
- zweites Planetenrad
- 116
- Planetenträger
- 118
- erstes Hohlrad
- 120
- zweites Hohlrad
- 200
- Zweimassenschwungrad
- 202
- Eingangsteil
- 204
- Zwischenteil
- 206
- Ausgangsteil
- 208
- Federeinrichtung
- 210
- Reibeinrichtung
- 212
- erstes Planetenrad
- 214
- zweites Planetenrad
- 216
- Planetenträger
- 218
- erstes Hohlrad
- 220
- zweites Hohlrad
- 222
- Scheibenteil
- 224
- Schwungmasse
- 226
- Pendelmasseträgerteil
- 228
- Pendelmasse
- 300
- Zweimassenschwungrad
- 302
- Zwischenteil
- 304
- Pendelmasseträgerteil
- 306
- Pendelmasse
- 308
- Scheibenteil
- 400
- Zweimassenschwungrad
- 402
- Eingangsteil
- 404
- Pendelmasseträgerteil
- 406
- Ringteil
- 408
- Pendelmasse
- 410
- Scheibenteil
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 19700851 A1 [0002, 0002, 0002]
- DE 102006028556 A1 [0003, 0003]