-
Die Erfindung betrifft einen Einbruchschutz für Fenster und Terrassentüren, der die Bauelemente von außen schützt.
-
Viele Einbrüche erfolgen über aufgehebelte Fenster und Terrassentüren bei denen Unbefugte zwischen Rahmen und Flügel hebeln.
-
Bislang können derartige Einbruchsversuche nur von Innen, durch verschiedene Sicherungen, oder von Außen, durch Rollläden und Gitter erschwert werden. Jeder Einbruchsversuch durch Aufhebeln bringt stets hohe Reparaturkosten mit sich, da Schäden an Flügel, Rahmen und Dichtungen unvermeidbar auftreten.
-
Das Patent
DE 197 41 788 A1 beschreibt ein industriell gefertigtes Sicherheitsfenster, welches an der nach außen zu richtenden Seite ein spezielles Rahmenprofil besitzt, das nur ein Hebeln gegen die Glasscheibe ermöglicht. Dieses Profil ist werksmäßig verbaut. Es stellt die Besonderheit dieses speziellen Fensterprofils dar. Hiefür bedarf es den kompletten Tausch der Fenster. Dieses System kann weder demontiert noch nachgerüstet werden.
-
Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Schaffung eines nachrüst- und bezahlbaren Einbruchschutzes, der ältere und gefährdete Bauelemente von Außen gegen Angriffe durch Einbruchswerkzeuge sichert. Sie soll einen potentiellen Einbrecher sofort zeigen, dass es hier schwierig wird schnell, geräuschlos und unbemerkt einzudringen. Somit werden hohe Instandsetzungskosten vermieden, die beim Aufhebeln zwangsläufig entstehen. Unbefugte sollen in jeden Fall die Möglichkeit, sich schnell und geräuschlos Zugang zum Objekt zu schaffen, verlieren. Die Schutzwirkung soll sofort erkennbar sein.
-
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen neuartigen Einbruchschutz für Fenster oder Terrassentüren gelöst, der folgende Merkmale umfasst:
Ein Vorsatzrahmen (4) aus mindestens drei unlösbar miteinander verbundenen Rahmenteilen, der den äußeren Teil des Fenster- oder Terrassentürrahmens des zu schützenden Fensters oder der zu schützenden Terrassentür, der selbige bis zur Verglasung (5) überdeckt, wobei die Rahmenteile stirnseitig, ebenflächig Metallflachprofile (7) aufweisen, die bis nahezu an die Verglasung (5) des zu schützenden Fensters oder der zu schützenden Terrassentür reichen und wobei die Rahmenteile mehrfach über Maueranker (11) mit dem Mauerwerk und/oder über Befestigungswinkel (9) mit dem Blendrahmen (3) des zu schützenden Fensters oder der zu schützenden Terrassentür lösbar verbunden sind.
-
Diese speziell entwickelten Befestigungspunkte sind von außen weder sicht-, noch manipulierbar. Befugt können diese jedoch von jedermann von Innen für Wartungsarbeiten gelöst werden.
-
Kritische Stellen wie z. B. eine glasteilende Sprosse (21) oder der untere Bereich von Terrassentüren sind nach einer Ausgestaltung der Erfindung mit klammer- oder winkelartigen extra Aufhebelschutz (19/20) zusätzlich gegen einen Hebelversuch geschützt.
-
Besondere Vorteile des erfindungsgemäßen Einbruchschutzes:
- 1. Der nachrüstbare Schutz von älteren Fenstern, auch mit Sprossen.
- 2. Der barrierefreie Schutz von Terrassentüren.
- 3. Die problemlose befugte Demontierbarkeit zu Wartungs- und Reinigungszwecken.
- 4. Die handwerkliche Maßanfertigung bei hoher Materialgüte.
-
Der Vorsatzrahmen (4) ist vorteilhaft aus industriell produzierten Kanthölzern gefertigt. Sie sind wetterfest und können sich weder verdrehen, noch verziehen. Die Vorsatzrahmen (4) werden in handwerklicher Einzelanfertigung zur Nachrüstung maßgefertigt.
-
Der wichtige Einbruchschutz wird durch ein Metallflachprofil (7), vorzugsweise aus Aluminium erreicht, welches so mit dem Vorsatzrahmen (4) verklebt ist, dass es im rechten Winkel zur Glasscheibe steht und etwa 1–3 mm, vorzugsweise 1–2 mm Abstand zur Selbigen hat.
-
Die Verklebung schafft eine wetterfeste und unlösbare Verbindung.
-
Nach der Montage des Vorsatzrahmens (4) wird der Blendrahmen vollständig verdeckt. Es ist von außen betrachtet, nur noch die Glasscheibe zu erkennen. Von innen ist bei flüchtiger Betrachtung keine Veränderung erkennbar. Die Lichteinflutung in den Raum vermindert sich fast nicht. Da es sich bei den meisten zu schützenden Fenster/Terrassentüren um herkömmliche Produkte ohne Sicherheitsverglasung handelt, kann das vorhandene, normale Fensterglas durch Anbringung einer geeigneten, speziellen Folie in verschiedenen Schutzklassen einbruchhemmend aufgewertet werden.
-
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Verbindung des Vorsatzrahmens am Blendrahmen des zu schützenden Fensters/der zu schützenden Terrassentür über Befestigungswinkel (9) realisiert.
-
So weist der Befestigungswinkel (9) blendrahmenseitig Bohrungen zur Verschraubung (1) mit dem Blendrahmen des zu schützenden Fensters oder der zu schützenden Terrassentür auf.
-
Im Rahmenteil sind Aussparungen für den Befestigungswinkel 9) und eine Sicherungsplatte (8) vorhanden. Im Rahmenteil sind ober- und unterhalb der Aussparung für den Befestigungswinkel 9) Einschraubhülsen (10) fest eingearbeitet.
-
Die Sicherungsplatte (8) weist korrespondierend zu den Einschrauböffnungen der Einschraubhülsen (10) Bohrungen auf, so dass mit Schrauben (1) der Befestigungswinkel (9) mit dem Blendrahmen (3) und der Befestigungswinkel (9) mittels der Sicherungsplatte (8) über Schraubverbindungen (2) in die im Rahmenteil des Vorsatzrahmens (4) befindlichen Einschraubhülsen verschraubt werden kann.
-
In der geometrischen Mitte der Sicherungsplatten ist eine Bohrung mit Gewinde angeordnet. Mit der dafür vorgesehenen Justierschraube (14) wird der Spalt zwischen dem Metallflachprofil (7) und der Verglasung (5) reguliert/justiert.
-
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Verbindung des Vorsatzrahmens (4) mit dem Mauerwerk des zu schützenden Fensters/der zu schützenden Terrassentür über Maueranker (11) realisiert.
-
So weist das Rahmenteil eine zum Mauerwerk reichende Bohrung für den Maueranker (11) auf.
-
Im Rahmenteil sind Aussparungen für den Maueranker (11) und eine Sicherungsplatte (8) vorhanden. Im Rahmenteil sind ober- und unterhalb der Aussparung für den Maueranker (11) Einschraubhülsen (10) fest eingearbeitet.
-
Die Sicherungsplatte (8) weist korrespondierend zu den Einschrauböffnungen der Einschraubhülsen (10) Bohrungen auf, so dass mit Schrauben (1) der Befestigungswinkel (9) mit dem Blendrahmen (3) und der Befestigungswinkel (9) mittels der Sicherungsplatte (8) über Schraubverbindungen (2) in die im Rahmenteil des Vorsatzrahmens (4) befindlichen Einschraubhülsen verschraubt werden kann.
-
In der geometrischen Mitte der Sicherungsplatten ist eine Bohrung mit Gewinde angeordnet. Mit der dafür vorgesehenen Justierschraube (14) wird der Spalt zwischen dem Aluminiumprofil (7) und der Verglasung (5) reguliert/justiert.
-
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Einbruchschutzes für eine Terrassentür ist am unteren Querstück des Gangflügels eine Zusatzsicherung (13) angeordnet, die bis an die Stirnseiten des Vorsatzrahmens (4) reicht. Die Zusatzsicherung (13) kann zur Vermeidung einer Stolpergefahr bei Öffnung der Terrassentür beiseite gestellt werden kann.
-
Die Zusatzsicherung (13) besteht aus einem, dem unteren Querstück (16) des Gangflügels angepasst, L-förmigen Metallflachprofil, vorzugsweise aus Aluminium das von der Verglasung (5) bis auf den Boden/Trittschwelle (15) reicht.
-
Die Zusatzsicherung (13) steckt links und rechts hinter den Aluminiumprofilen (7), welche an entsprechender Stelle eine korrespondierende Aussparung aufweisen. Dies sorgt für festen Sitz des Bauteiles, sobald die Terrassentür geschlossen wird. Somit wird der Angriffspunkt für Hebelwerkzeuge zwischen dem unteren Querstück des Gangflügels (16) und der Trittschwelle (15) oder dem Fußboden verdeckt und das Öffnen der Terrassentür mit Zusatzsicherung (13) unbefugt extrem erschwert bzw. gänzlich verhindert.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bei Terrassentüren ist im unteren Bereich des Türflügels das Metallflachprofil (7) im Bereich des unteren Querstückes des Gangflügels (16), das fast direkt vom Aluminium rechtwinklig berührt wird, entsprechend ausgespart. Hier besteht noch immer die Gefahr, dass ein Einbruchswerkzeug angewendet werden kann. Unbefugte könnten mit geeignetem Werkzeug zwischen Metallflachprofil (7) und dem unteren Querstück des Türflügels (16) (parallel zum Fußboden) hebeln, da sie hier auf belastbares und tragfähiges Material treffen würden. Daher ist hier nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ein extra Aufhebelschutz (19), in Form eines Winkelteiles angeordnet. Dies geschieht unabhängig davon, ob die optionale Zusatzsicherung (13) Verwendung findet oder nicht. Der extra Aufhebelschutz (19) ist mit 2 mm Abstand zum Aluminiumprofil (7) und parallel zu diesem auf das untere Querstück des Gangflügels (16) oder die Zusatzsicherung (13) geklebt. Somit ist in beiden Fällen ein Hebeln zum unbefugten Öffnen extrem erschwert bzw. unmöglich.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung für Fenster mit glasteilender Sprosse (21) oder zweiflüglichen Fenstern, trifft das umlaufende Aluminiumprofil (7) zwangsläufig im Bereich der glasteilenden Sprosse (21) auf belastbar und tragfähiges Material, welches hier ein Hebeln ermöglicht, ohne sofort das Glas zu zerstören. Deshalb kann ein Zusatzaufhebelschutz (20) angeordnet sein. Dieser ist U-Förmig und umklammert passgenau die glasteilende Sprosse (21). Er wird ebenfalls mit maximal 2 mm Luft zum Metallflachprofil (7), parallel zum Selbigen auf die glasteilende Sprosse geklebt.
-
Somit wird auch hier ein hebeln zum unbefugten Öffnen extrem erschwert bzw. unmöglich gemacht. Hinter das Aluminiumprofil (7) wird im Bereich des extra Aufhebelschutzes ein Sicherungsklotz (22) eingeklebt um diese Stelle des Metallflachprofiles (7) in deren Standfestigkeit aufzuwerten.
-
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bei Terrassentüren werden diese bei der Montage auf kleine U-förmige Stützwinkel (17) gestellt. Dazu sind die unteren Stirnseiten des Vorsatzrahmens (4) einer Terrassentür mittels Stützwinkel (17), am Blendrahmen zur leichteren Montage durch aufstecken positioniert. Hierzu weisen die unteren Stirnseiten des Vorsatzrahmens korrespondierende Aussparungen auf.
-
Die Stützwinkel (17) weisen zwei Bohrungen auf und werden mittels Selbigen am unteren Ende des Blendrahmens (3) der Terrassentür montiert.
-
In den beiden unteren Enden des Vorsatzrahmens (4) einer Terrassentür ist eine entsprechende Vertiefung eingearbeitet. In diese kleine Aussparung passt der kürzere Teil des U-förmigen Stützwinkels (17) koreskontierend.
-
Somit dient der Stützwinkel nicht nur zur unteren Fixierung des Vorsatzrahmens, sondern auch zur leichteren Ausrichtung bei der Montage.
-
Produktmerkmale/Produktvorteile
-
- – Die Fenster/Terrassentüren werden durch eine handwerkliche Maßanfertigung geschützt.
- – Sorgfältige Verarbeitung und ausgesuchte, hochwertige Materialien.
- – Alle der Witterung ausgesetzten Metallteile werden individuell pulverbeschichtet.
- – Der Einbruchschutz schützt Fenster und Terrassentüren, die weder durch einen Rollladen, noch durch ein Gitter geschützt werden und verhindert das Aufhebeln des Bauelementes,
- – Allseitiger Schutz von Blendrahmen und Fensterflügel gegen unberechtigtes Öffnen des Fensters. Es bietet sich keine Möglichkeit des schnellen und geräuschlosen „Aufhebelns” mehr. Somit könnte nur noch gegen das Glas selber gehebelt werden, was zwangsläufig ungewollte Geräusche verursacht und eine Verletzungsgefahr in sich birgt.
- – Permanenter Schutz. Sobald das Fenster/die Terrassentür von innen geschlossen wird, ist der Einbruchschutz rundum voll aktiv. Es stellt sich sofort ein sicheres Gefühl ein.
- – Der Vorsatzrahmen kann zu Reinigungszwecken von Laien befugt demontiert und wieder montiert werden.
- – Von innen sind keinerlei unschönen Bauteile, wie Riegel, Zusatzbeschläge notwendig.
- – Vermeidung von teuren Einbruchspuren, da kein hebeln mehr möglich ist.
- – Schutz vor Verwitterung. Der Vorsatzrahmen hält sämtliche Witterungseinflüsse vom Rahmen & Flügel fern. Er verhindert das vorzeitige Altern von Anstrichen und Dichtungen durch UV-Strahlung, da er den verwitterungsgefährdeten Bereich komplett verdeckt.
- – Schutz vor Zugluft. Dem Wind wird die Energie genommen. Er kann selbst bei älteren und schwachen Dichtungen nicht mehr ungehindert in den Raum eindringen.
- – Kaum wahrnehmbare Verringerung der Lichteinflutung in den Raum.
- – Exakte Kundenspezifische, farbliche Anpassung nach RAL – Farbskala möglich.
- – Problemlose und sichere Montage einer Fliegengage im passenden, separaten Rahmen.
-
Ausführungsbeispiele
-
Anhand beigefügter Darstellungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Dabei zeigen jeweils in schematischer und nicht maßstäblicher Darstellung:
-
1 Darstellung eines Einbruchschutzes für ein Fenster in Vorderansicht
-
2 Übersichtsdarstellung im Schnitt A-A und B-B
-
3a Schnittdarstellung Fensterschutz Schnitt A-A mit Befestigungswinkel
-
3b Schnittdarstellung Fensterschutz Schnitt A-A mit Befestigungswinkel in modifizierter Rahmenausführung
-
4 Draufsicht Halterung Befestigungswinkel
-
5 Schnittdarstellung Halterung Befestigungswinkel
-
6 Schnittdarstellung Fensterschutz Schnitt B-B mit Maueranker
-
7 Darstellung Einbruchschutz Terrassentür in Vorderansicht
-
8a Schnittdarstellung Einbruchschutz Terrassentür Schnitt C-C
-
8b perspektivische Darstellung Zusatzsicherung
-
9 Schnittdarstellung Vorsatzrahmen mit Stützwinkel Schnitt C-C
-
10 Schnittdarstellung einer glasteilenden Sprosse und deren extra Aufhebelschutz
-
1 zeigt eine schematische Darstellung eines Einbruchschutzes für ein Fenster in Vorderansicht. Der Einbruchschutz wird durch einen Vorsatzrahmen (4) aus vier unlösbar miteinander verbundenen Rahmenteilen gebildet, die den äußeren Teil des Fensterrahmens und den Fensterflügel überdecken
-
2 zeigt eine Übersichtsschnittdarstellung zu 1 mit Verweis auf Schnitt A-A und B-B. 2 verdeutlicht die mögliche unterschiedliche Befestigung des Vorsatzrahmens (4) mit Befestigungswinkel (9) und mit Maueranker (11).
-
3a zeigt eine Schnittdarstellung zu 1 und 2 im Schnitt A/A des linksseitigen Vorsatzrahmens (4) mit Rahmenteil und stirnseitig verklebten Aluminiumflachprofil (7). Das Aluminiumflachprofil (7) ist ebenflächig an der Stirnseite des Rahmenteiles verklebt und reicht bis kurz vor die Verglasung (5).
-
Das Holzrahmenteil ist mittels Befestigungswinkel (9) mit dem Blendrahmen (3) der Fensterflügel (6) über eine Verschraubung (1) lösbar verbunden.
-
Einschraubhülsen (10) sind ober- und unterhalb des Befestigungswinkels (9) im Holzrahmenteil verankert, so dass mittels Sicherungsplatte (8) mit Bohrungen der Befestigungswinkel (9) fest mit dem Holzrahmenteil über Sicherungsschrauben (2) verbunden werden kann.
-
Die Einschraubhülsen (10) verfügen über ein äußeres Gewinde für Holz und ein inneres metrisches Gewinde für Metallschrauben, in dem die Sicherungsschrauben (2) eingeschraubt werden. Diese halten die Sicherungsplatte (8). Mittels Justierschraube (14) hier nicht dargestellt, kann der Zwischenraum zwischen Sicherungsplatte (8) und dem Befestigungswinke (9) justiert werden.
-
Das Aluminium Flachprofil (7) ist mittels unlösbarer, wetterfester Verklebung (12) vollflächig mit dem Vorsatzrahmen (4) verbunden.
-
3b zeigt eine alternative Ausführungsform der Schnittdarstellung zu 1 und 2 im Schnitt A/A. Das Holzrahmenteil des Vorsatzrahmens (4) ist an der Vorderkante gefast. Stirnseitig ist in das Holzrahmenteil eine Nut eingefräst. In die Nut ist eine winkelförmiges Aluminiumflachprofil (7) mit einem Winkelteil eingesetzt. Das andere Winkelteil ist ebenflächig an der Stirnseite des Rahmenteiles verklebt und reicht bis kurz vor die Verglasung (5).
-
4 zeigt in Draufsicht den Befestigungswinkel (9) mit zwei Bohrungen für die Schrauben (1) zur Befestigung am Blendrahmen (3) und Arretierung mittels Sicherungsplatte (8) und den zugehörigen Verschraubungen (2) mit dem Holzrahmenteil des Vorsatzrahmens (4).
-
Die Sicherungsplatte (8) weist ober- und unterhalb des Befestigungswinkels (9) zwei Bohrungen auf. Mittels zwei Schrauben kann dann die Sicherungsplatte (8) mit den im Holzrahmenteil verankerten Einschraubhülsen (10) verschraubt werden. Die Sicherungsplatte (8) wird durch die Verschraubung (2) an den rahmenseitigen Teil des Befestigungswinkels (9) gepresst und schafft damit die Verbindung zum Holzrahmenteil (4).
-
Mittels der Justierschraube (14) kann der Zwischenraum zwischen Sicherungsplatte (8) und dem Befestigungswinkel (9) justiert werden. Damit wird ein unnötiges Spiel des Vorsatzrahmens (4) in seinen Verankerungen (9) unterbunden.
-
5 zeigt in Schnittdarstellung die Halterung des Befestigungswinkels (9), wie in 3a/3b dargestellt. Das eingewinkelte Teil des Befestigungswinkels (9) sitzt in einer Aussparung/fräsung des Holzrahmenteils, so dass die Sicherungsplatte (8) darüber gelegt und mittels Verschraubungen (2) den Haltewinkel arretieren kann. Die Justierschraube (14) ist in dieser Perspektive nicht zu erkennen, da sie exakt hinter der Sicherungsschraube (2) positioniert ist.
-
6 zeigt eine Schnittdarstellung im Schnitt B/B zu 1 und 2 des rechtsseitigen Holzrahmenteils des Vorsatzrahmens (4) mit stirnseitig verklebten Aluminiumflachprofil (7). Das Aluminiumprofil (7) ist ebenflächig an der Stirnseite des Rahmenteiles verklebt und reicht bis kurz vor die Verglasung (5).
-
Das Holzrahmenteil ist mittels Maueranker (11) mit dem Mauerwerk verbunden. Dazu weist das Holzrahmenteil eine dem Querschnitt des Mauerankers (11) entsprechende Öffnung oder Bohrung auf, die durch das Holzrahmenteil bis zu dessen Stirnseite reicht.
-
Innenseitig weist das Holzrahmenteil im Bereich des Mauerankers (11) eine Aussparung für eine Sicherungsplatte (8) auf.
-
Einschraubhülsen (10) sind ober- und unterhalb des Mauerankers (11) im Holzrahmenteil verankert, so dass mittels Sicherungsplatte (8) mit Bohrungen der Befestigungswinkel (9) fest mit dem Holzrahmenteil über Sicherungsschrauben (2) verbunden werden kann.
-
Die Einschraubhülsen (10) verfügen über ein äußeres Gewinde für Holz und ein inneres metrisches Gewinde für Metallschrauben, in dem die Sicherungsschrauben (2) eingeschraubt werden. Diese halten die Sicherungsplatte (8). Mittels Justierschraube (14) (in 6 nicht dargestellt), kann der Zwischenraum zwischen Sicherungsplatte (8) und dem Maueranker (11) justiert werden.
-
Das Aluminiumflachprofil (7) ist mittels unlösbarer, wetterfester Verklebung (12) vollflächig an der Stirnseite des Rahmenteiles mit dem Vorsatzrahmen (4) verbunden.
-
Der Maueranker (11) ist her ein Metallrahmendübel, der sich im Mauerwerk verspannen läst.
-
Zur Befestigung des Vorsatzrahmens (4) mittels Maueranker (11) wird an den entsprechenden Stellen im Mauerwerk eine Bohrung gesetzt. Nach Aufsetzen des Rahmenteiles kann dann der Maueranker durchgesteckt werden. Anschließend wird die Sicherungsplatte (8) mittels Schrauben (2) mit den Einschraubhülsen (10) verschraubt, sodass die Sicherungsplatte (8) fest den Maueranker (11) in der Aussparung umschließt und damit das Holzrahmenteil des Vorsatzrahmens (4) verbindet. Mittels Justierschraube (14) wird ein mögliches Spiel zwischen Maueranker (11) und Sicherungsplatte (8) eliminiert, welches durchaus entstehen könnte, wenn die Bohrung des Mauerankers (11) durch das Mauerwerk ein wenig abgetrieben wird. Die Justierschraube (14) ist nicht erkennbar, da sie von der Sicherungsschraube (2) aus dieser Perspektive verdeckt wird.
-
Die 3 bis 6 zeigen mögliche Arten der Befestigung des Vorsatzrahmens (4). Der Vorsatzrahmen (4) ist an seinen aufrechten Rahmenteilen mehrfach mit dem Mauerwerk bzw. am Blendrahmen (3) so befestigt, dass er von außen nur mit Gewalteinwirkung entfernt werden kann. Er wird so befestigt, dass er sich nicht bewegen lässt, wenn alle Schrauben (2) fest angezogen sind, kann aber befugt jederzeit von innen zu Wartungszwecken problemlos demontiert werden. Nur bei übergroßen Rahmengrößen können Befestigungspunkte in den oberen und unteren Rahmenteilen notwendig werden. Üblicherweise werden normal große Rahmen nur an ihren linken und rechten Rahmenteilen befestigt
-
7 zeigt Darstellung eines Einbruchschutzes für eine Terrassentür in Vorderansicht und verweist auf Schnitt C/C. Der Einbruchschutz wird durch einen Vorsatzrahmen (4) aus drei unlösbar miteinander verbundenen Rahmenteilen gebildet, die den äußeren Teil des Terrassentürrahmens überdecken.
-
Der Vorsatzrahmen (4) mit stirnseitigem Aluminiumflachprofil ist analog dem Einbruchschutz für Fenster über Maueranker (11) oder Befestigungswinkel (9) mit Mauerwerk bzw. Blendrahmen verbunden.
-
8a zeigt im Schnitt C/C zu 7 in Schnittdarstellung einen zusätzlichen Aufhebelschutz (19). Er besteht aus einem, dem unteren Querstück (16) des Gangflügels angepasstem, geformten extra Aufhebelschutz (19) in Form eines Winkelteiles und der Zusatzsicherung (13) in Form eines winkligen Flachprofiles. Diese Bauteile werden mittels witterungsfester Verklebung so miteinander, an entsprechender Stelle verklebt, dass links wie rechts ein paralleler Spalt von 2 mm zum jeweiligen Aluminiumprofil verbleibt. Der extra Aufhebelschutz (19) und die Zusatzsicherung (13) reichen oberseitig bis kurz vor die Verglasung (5) und unterseitig bis kurz an Trittschwelle (15) bzw. Fußboden heran.
-
8b zeigt Zusatzsicherung (13) und extra Aufhebelschutz (19) in perspektivischer Darstellung.
-
9 zeigt im Schnitt C/C zu 7 in Schnittdarstellung die Anordnung eines Stützwinkels (17) zur Abstützung des Vorsatzrahmens (4) einer Terrassentür. Der Stützwinkel (17) ist mit 2 Schrauben am Querstück des Gangflügels (16) befestigt.
-
Der Stützwinkel (17) ist ein Metallteil und weist im Vorderteil eine Aufbiegung auf, die in eine entsprechende Nut an der Unterseite des Vorsatzrahmens (4) dem Vorsatzrahmen Halt gibt.
-
Bei der Montage des Vorsatzrahmens (4) einer Terrassentür werden zu aller erst die beschriebenen Stützwinkel (17) so montiert, dass sie die exakte Lage und Position des Vorsatzrahmens (4) vorgeben. Sie werden mit jeweils 2 Schrauben (18) an entsprechender Stelle am Blendrahmen der Terrassentür befestigt. Pro aufrechtem Rahmenteil des Vorsatzrahmens (4) wird je ein Stützwinkel (17) montiert. Nach der Montage dieser Bauteile wird der Vorsatzrahmen (4), der an der Unterseite seiner aufrechten Rahmenteile je eine passende Aussparung aufweist, mit Selbiger auf die Stützwinkel gesteckt. Damit wird der Vorsatzrahmen (4) des Einbruchschutzes fixiert und kann nicht mehr verschoben werden. Danach wird der Vorsatzrahmen mittels Befestigungswinkel (9) oder Maueranker (11) und Sicherungsplatte (8) erfindungsgemäß befestigt.
-
10 zeigt im waagerechten Schnitt eine glasteilende Sprosse (21), deren extra Aufhebelschutz (20) und den Sicherungsklotz (22).
-
Der extra Aufhebelschutz (20) überdeckt klammerartig den Bereich, an dem das der glasteilenden Sprosse (21) entsprechend ausgearbeitete Aluminiumprofil (7) auf die glasteilende Sprosse (21) trifft.
-
Der extra Aufhebelschutz (20) wird mit 2 mm Abstand und parallel zum Aluminiumprofil (7) mit der glasteilenden Sprosse (21) unlösbar verklebt und umklammert diese so, dass hier ein direktes Hebeln zwischen diesen Teilen eines Fensters und dem Aluminiumprofil (7) verhindert wird. Für den Fall, dass dennoch mit geeignetem Werkzeug zwischen glasteilender Sprosse (21) und extra Aufhebelschutz (20) gehebelt nach oben werden sollte wird ein Sicherungsklotz (22) montiert. Er wird exakt in diesem Bereich unter das Aluminiumprofil (7) an Selbiges und an das Holz des Vorsatzrahmens (4) geklebt. So montiert verhindert der Sicherungsklotz (22) ein mögliches Verbiegen des Aluminiumprofils (7).
-
Bei zweiflüglichen Fenstern wird gleichermaßen ein Zusatzaufhebelschutz (20) in angepasster Form mit gleicher Funktion montiert.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Schraube zum Befestigen des Haltewinkels am Blendrahmen
- 2
- Schrauben mit metrischem Gewinde zum Befestigen der Sicherungsplatten (8)
- 3
- Blendrahmen des Bauelementes
- 4
- Vorsatzrahmen
- 5
- Verglasung
- 6
- Flügel des Bauelementes,
- 7
- Aluminiumprofil, 2 mm dick, zentrales Bauteil des FensterSafe
- 8
- Sicherungsplatte
- 9
- Befestigungswinkel
- 10
- Einschraubhülse mit Außengewinde für Holz und metrischen Metallgewinde
- 11
- Maueranker
- 12
- Klebeverbindung zwischen dem Vorsatzrahmen (4) und Metallflachprofil (7)
- 13
- Zusatzsicherung
- 14
- Justierschraube
- 15
- Trittschwelle der Terrassentür
- 16
- unteres Querstück des Gangflügels
- 17
- Stützwinkel (Edelstahl)
- 18
- Befestigungsschrauben des Stützwinkels
- 19
- extra Aufhebelschutz Terrassentür
- 20
- Zusatzaufhebelschutz für glasteilende Sprosse
- 21
- glasteilende Sprosse
- 22
- Sicherungsklotz
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-