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Die Erfindung betrifft ein Klemmscheibenpaar zur Befestigung eines Sensors an einer Halteeinrichtung, eine Sensorbefestigungsanordnung sowie ein Montageverfahren zum Aufbau einer solchen Anordnung.
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Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für Sensoren, zum Beispiel optische oder akustische Sensoren, bzw. deren Gehäuse bekannt. Die Sensorengehäuse werden an einem geeigneten Befestigungsteil montiert und gehalten. Für eine einwandfreie Funktion des Sensors ist es notwendig, dass das Sensorgehäuse entsprechend ausgerichtet und justiert wird. Bisher bekannte Befestigungs- und Justageeinrichtungen verwenden u. a. lineare Führungen, die jedoch den Nachteil haben, dass eine winkelgenaue Justierung eingeschränkt ist.
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Eine mögliche Befestigung von Sensorgehäusen kann die so genannte Stangenbefestigung sein. Dabei wird das Sensorgehäuse mittels verschiedener Haltemittel an einer Stange befestigt. Sie sind zumeist aus mehreren Elementen aufgebaut, die mindestens zwei Befestigungsschrauben zur Fixierung des kompletten Systems benötigen. Oft handelt es sich dabei um komplexe Befestigungssysteme mit Mehrfachverschraubungen, die schwierig zu montieren sind. Die Fertigungskosten dieser komplexen Befestigungssysteme sind oft hoch.
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Aus der
DE 2 105 004 A ist eine solche Stangenbefestigung für Mikrofone offenbart, die eine Stange zwischen zwei Klemmscheiben miteinander verklemmt und dadurch befestigt. Die Klemmscheiben sind über eine zylindrische Hülse miteinander verbunden. Auch diese Konstruktion ist aus vielen Einzelteilen aufgebaut und dementsprechend aufwändig zu montieren.
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Ferner ist aus der
DE 10 2012 021 891 A1 eine weitere Sensorbefestigung offenbart, wobei die Vorrichtung, um einzelne Sensorgehäuse einer Stange zu befestigen, zueinander parallele Klemmenscheiben aufweist, die in einem mittleren Bereich miteinander verbunden sind. An einer Seite dieser Verbindung kann der Sensor gehalten und auf der anderen Seite die Stange festgeklemmt werden. Dabei sind die zueinander parallel angeordneten Klemmscheiben identisch ausgebildet.
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Aus
DE 19 35 977 B ist ein Klemmverbinder mit Klemmscheiben gezeigt, die auf ihren zugewandten Seiten Rippen aufweisen, die in einem Montageanordnung aneinander anliegen und eine Gegenlage zu der Vertiefung bilden, in der dann eine zu haltende Stange zu liegen kommt.
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Die
DE 299 24 108 U1 beschreibt Halterungen für Stangen eines Spindelgewindes, wobei L-förmige Gehäuseplatten nutförmige Ausnehmungen und dazu korrespondierende Stege aufweisen. Letztere greifen in einer Montageanordnung so ineinander ein, dass bei Befestigung einer Stange ein Rechteck gebildet wird.
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Nachteilig an dem vorgenannten Stand der Technik ist, dass ein Zusammenbau eine gewisse Fingerfertigkeit erfordert, da die Klemmscheiben sich oft verdrehen und eine für die Montage ungünstige Position einnehmen. Auch kann das Verdrehen dazu führen, dass die zu haltenden Komponenten nicht mehr sicher gehalten werden.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Klemmscheibenpaar bereitzustellen, das verdrehsicher zusammengebaut werden kann.
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Diese Aufgabe wird durch das Klemmscheibenpaar mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Die weitere Aufgabe, eine einfach und schnell zu montierende, verlässliche Sensorbefestigung zu schaffen, wird durch die Sensorbefestigungsanordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 8 gelöst.
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Die Aufgabe, eine solche Befestigungsanordnung zügig und einfach aufzubauen, wird durch ein Montageverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst.
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Weiterbildungen bzw. bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen ausgeführt.
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Ein Klemmscheibenpaar zur Befestigung eines Sensors an einer Halteeinrichtung umfasst gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zwei identische Klemmscheiben, wobei jede der Klemmscheiben einen Klemmring und einen Anlageabschnitt mit einer Anlagefläche hat. Dabei ist die Anlagefläche der einen Klemmscheibe in einer Montageanordnung der Anlagefläche der jeweils anderen Klemmscheibe des Paares zugewandt. Jede der Klemmscheiben hat innerhalb der Anlagefläche eine Mittelbohrung. Erfindungsgemäß weist jede der Anlageflächen zumindest eine Erhebung und zumindest eine Vertiefung auf, die in der Montageanordnung des Klemmscheibenpaares mit der Erhebung und der Vertiefung der jeweils anderen Klemmscheibe in Eingriff stehen.
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Die Klemmscheiben sind im Wesentlichen identisch. „Im Wesentlichen” im Sinne der Erfindung meint, dass jede der Klemmscheiben die wichtigsten Merkmale, wie sie auch im Folgenden beschrieben sind, aufweist. So hat jede Klemmscheibe eine Mittelbohrung, einen Klemmring und einen Anlageabschnitt mit einer Vertiefung sowie eine Erhebung. Ferner kann eine Einrichtung vorgesehen sein, die ausgebildet ist, ein Befestigungsmittel, wie eine Stange zu umfassen. Damit wird erreicht, dass die beiden Klemmscheiben in gleicher Weise und Grundform hergestellt werden können, und dadurch die Fertigungskosten minimiert werden. Leichte Abweichungen, wie zusätzliche Bohrungen oder Markierungen können auch nur auf einzelnen Klemmscheiben vorliegen. Vorzugsweise können die Klemmscheiben durch Spritzguss bspw. aus Aluminium oder anderen spritzfähigen Metallen, Metalllegierungen oder Kunststoffen hergestellt werden. Vorteilhaft kann dabei fertigungstechnisch ein einziges Spritzgusswerkzeug vorgesehen sein, sodass jede Klemmscheibe in dem gleichen Werkzeug hergestellt werden kann. Hierbei können in der Spritzgussform alle Abschnitte, Bereiche und Merkmale (auch wie im Weiteren beschrieben) jeder Klemmscheibe vorgesehen werden. Bei Fertigung einer großen Menge von Klemmscheiben können somit einfach wahllos zwei Klemmscheiben aus der Produktionsmenge gewählt werden und für eine Befestigungsanordnung verwendet werden. Eine Unterscheidung zwischen einer „linken” und einer „rechten” Klemmscheibe ist nicht mehr notwendig, da die Scheiben identisch sind.
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Die Vertiefung und die korrespondierende Erhebung können bevorzugt kegelstumpfförmig ausgebildet sein. Es sind jedoch auch andere Formen wie Halbkugeln oder Würfel oder ähnliche Formen, die geeigneter Weise fertigungstechnisch einfach herzustellen sind, möglich.
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Durch die spezifische Ausführungsform der Vertiefung bzw. Erhebung können die beiden Klemmscheiben in einer Montageanordnung so gegen- bzw. aneinander gelegt werden, dass eine Vertiefung mit einer gegenüberliegenden Erhebung in Eingriff kommt und umgekehrt. Hierdurch wird eine Verdrehsicherung erreicht, sodass es nur eine spezifische Position gibt, in der die beiden Klemmscheiben aneinander gelegt werden können. Ein zusätzliches Ausrichten der Klemmscheiben und damit instabiles Zusammenbauen zu einer Befestigungsanordnung kann somit entfallen.
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Der Anlageabschnitt der Klemmscheiben ist als Erhöhung zu dem Klemmring ausgebildet, wobei als geometrische Grundform der Anlageabschnitt im Wesentlichen kegelstumpfförmig oder zylindrisch sein kann. Die Mittelbohrung ist durch diesen Anlageabschnitt durchgängig ausgebildet.
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Bevorzugt sieht die Erfindung vor, dass die Erhebung und Vertiefung jeder der Klemmscheiben einander auf den Anlageflächen in Bezug auf die Mittelbohrung gegenüber liegen. Damit wird erreicht, dass die Erhebung/Vertiefung oberhalb oder unterhalb bzw. links oder rechts, je nach Sichtweise auf die Klemmscheibe, angeordnet ist. Dies gewährleistet besonders einfaches und verdrehsicheres Zusammensetzen.
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In einer Weiterbildung kann die Erfindung vorsehen, dass beide Klemmscheiben entlang eines Teils des Umfangs des Klemmrings gegenüberliegende kreisbogenförmige Stege aufweisen. „Stege” im Sinne der Erfindung sind Erhebungen, die sich von einer Klemmringebene axial von dieser weg erstrecken und dabei in ihrer Höhe vordefiniert sind. In einem Querschnitt sind sie dreieckig, halbkreisförmig oder weisen einen anderen einfachen geometrischen Querschnitt auf. Die genannten Stege können in der Montageanordnung des Klemmscheibenpaars in eine korrespondierende Nut eines Sensorgehäuses eingreifen und so für eine verbesserte Klemmung bzw. Halterung des Gehäuses sorgen.
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Ferner kann ein Querschnitt der Mittelbohrung erfindungsgemäß in einem Abschnitt, der an der der Anlagefläche abgewandten Seite jeder Klemmscheibe angrenzt, vergrößert sein. Die Vergrößerung des Querschnitts erfolgt dabei nicht stetig, sondern stufenförmig. Dabei kann der Querschnitt des vergrößerten Abschnitts bevorzugt polygonal sein, d. h. viereckig, sechseckig, achteckig etc.. Dabei ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass in diesem polygonalen Abschnitt eine korrespondierende polygonale Mutter aufgenommen werden kann. Es können bspw. Muttern in DIN Normgröße M5 oder M6 eingesetzt werden, aber auch andere Größen sind möglich, wozu der Abschnitt lediglich in dieser Größe bemessen sein muss. Fertigungstechnisch bedingt können im Übergang zwischen dem polygonalen Abschnitt und der Mittelbohrung kleine Abstufungen, die eine minimale Schrägung erzeugen, auftreten. Dadurch kann in diesem Übergangsbereich der Durchmesser kleiner sein als der Durchmesser einer Mutter, wodurch eine eingesetzte Mutter eingeklemmt werden kann bzw. sich verkeilt. Hiermit kann durch die polygonale Form des Abschnitts eine Verdrehsicherung und durch den Übergang des Abschnitts zur Mittelbohrung eine Fixierung der Mutter erfolgen, wobei die Mutter einfach in diesen Abschnitt eingesetzt werden kann und nicht mehr separat gehalten werden muss, sobald das Klemmscheibenpaar miteinander verschraubt wird.
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In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Klemmscheiben auf ihren einander zugewandten Seiten jeweils eine kreissehnenförmige Ausnehmung aufweisen können. Diese ist dazu ausgebildet, eine runde oder eckige Stange zu umfassen. Jede Klemmscheibe weist eine derartige Profilierung auf, sodass unterschiedliche Stangenprofile, sei es rund, eckig oder auch anders polygonal, zur Hälfte von der Ausnehmung umfasst werden können. Die Stange kann so in einer Montageanordnung des Klemmscheibenpaares komplett eingespannt werden.
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Die Erfindung kann vorsehen, dass jede Klemmscheibe an ihrem Umfangsrand einen Überstand aufweist, der sich in Bezug auf die Mittelbohrung radial wegerstreckt und der sich in Bezug zu der Klemmringebene so weit aus der Klemmringebene herauserstreckt, dass sein Rand mit der Anlagefläche fluchtet. Erfindungsgemäß können in der Montageanordnung des Klemmscheibenpaares die Überstände eines Klemmscheibenpaars aneinander anliegen und ein Klemmelement bilden. Eine Stange kann dadurch sicher umfasst werden, und die Überstände können beispielsweise bei einer Wandverschraubungen als Anschlag bzw. Gegenlager dienen. Die Klemmscheiben können dann in diesem Bereich nicht gegeneinander verkippen.
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Ferner kann die Erfindung vorsehen, dass die Klemmscheibe eine Skala aufweist, die entlang eines Umfangsabschnitts eines Scheibenrandes angebracht ist. Bevorzugt sind Kerben eingeritzt, sodass die Skala aus diesen Kerben gebildet wird. Dabei liegen die Kerben nicht parallel zueinander, sondern neigen sich von einem unteren Skalenende beginnend nach oben entlang des Umfangs des Scheibenrandes zu einem oberen Skalenende in Richtung des Scheibenrandes. Diese Skala ermöglicht in einer Montageanordnung ferner eine Ausrichtung des einzubauenden Sensorgehäuses. Die Richtung der Kerben gibt dabei auch die Richtung des Gehäuses vor. Die Justage eines einzubauenden Sensorgehäuses ist dadurch wesentlich erleichtert.
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Um aber die Möglichkeit zu erhalten, mittels des Klemmscheibenpaares nicht nur eine Stange zu umfassen, sondern auch andere Haltemittel zu nutzen, kann jedes Klemmscheibenpaar über die Mittelbohrung an einer planen Halteeinrichtung befestigt werden wie insbesondere einer Wand etc..
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In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass jede Klemmscheibe eine exzentrische Bohrung zur Befestigung der Klemmscheibe an einer planen Halteeinrichtung aufweisen kann. Die zur Mittelachse der Klemmscheibe exzentrische Bohrung ist dabei in einem Abschnitt der kreissehnenförmigen Ausnehmung angeordnet und kann zur zusätzlichen Sicherung einer eingesetzten Stange dienen. Dazu kann eine Maden- oder einfache Klemmschraube in die exzentrische Bohrung eingedreht werden und die Stange rutschfest gesichert werden.
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In einer Sensorbefestigungsanordnung einer erfindungsgemäßen Ausführungsform umfasst die Anordnung einen Sensor, eine Halteeinrichtung sowie ein Klemmscheibenpaar, wie zuvor beschrieben. Dabei weist der Sensor ein Gehäuse auf, das eine Breite hat, das im Wesentlichen einem Abstand der Klemmringe in einer Montageanordnung des Klemmscheibenpaares entspricht, sodass in einer Montageordnung das Gehäuse des Sensors an einer Seite zwischen den Klemmringen der beiden Klemmscheiben des Klemmscheibenpaares eingeklemmt und mit der Halteeinrichtung verbunden ist.
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In dieser Art ist ein Sensor sehr leicht an einer Halteeinrichtung zu befestigen, wobei eine schnelle und einfache Montage erfolgen kann. Zudem sind die Klemmscheiben durch ihren einfachen Aufbau kostengünstig herstellbar, was die gesamte Halterung kostengünstig macht.
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Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Halteeinrichtung eine Stange mit eckigem oder rundem Querschnitt ist. Dadurch, dass die Klemmscheiben jeweils Profile für unterschiedliche Querschnittsformen von Stangen aufweisen, sind der Anwendung weniger Grenzen gesetzt. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Halteeinrichtung eine plane Fläche, insbesondere eine Wand ist. Hierzu können die Klemmscheiben mit zwischen gelegtem Sensorgehäuse mittels einer Schraube durch die Mittelbohrung an der Halteeinrichtung verschraubt werden. Je nach Anwendung kann die Befestigungsanordnung damit den äußeren Gegebenheiten angepasst werden.
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Bevorzugt kann in der Erfindung auch vorgesehen sein, dass das Gehäuse des Sensors an zwei Seitenflächen jeweils eine kreisbogenförmige Nut aufweist. Hierbei kann die Nut in einer Montageordnung des Sensors zwischen den Klemmscheiben mit den kreisbogenförmigen Stegen beider Klemmenscheiben in Eingriff stehen und eine drehbar gelagerte Nut-Feder-Verbindung bilden. Vorteilhaft dabei ist, dass das Sensorgehäuse einfach eingestellt, verschoben und justiert werden kann.
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Ferner kann das Gehäuse des Sensors anhand der Skala und der Ausrichtung ihrer Skalenabschnitte in einem bestimmten Winkel relativ zu einer Längsachse der Halteeinrichtung ausgerichtet werden. Die Skalenunterteilung ist hierbei kerbenförmig ausgebildet, wie bereits oben beschrieben worden ist. Durch die Neigung der Kerben kann das Gehäuse bzw. ein Gehäuserand einfach an die Richtung der Kerben bewegt und ausgerichtet werden, da die Strichführung der Kerben mit dem Gehäuserand im Idealfall fluchtet. Der Winkelbereich den die Skala abdeckt, kann in einem Bereich von 0° bis 100°, insbesondere bis 90° gebildet werden. In einer Ausführungsform ist die Skala so eingeteilt, dass eine Nulllage in der Mitte der Skala liegt, und jeweils zwei Winkelbereiche, ein positiver und ein negativer Winkelbereich, sich entlang des Umfangs von der Nulllage jeweils in entgegen gesetzte Richtung erstrecken. So kann bevorzugt ein Winkelbereich in einem Bereich von –45° bis +45° vorgesehen sein. Eine Skaleneinteilung dabei kann in 10° oder auch in 5° Schritten erfolgen. Es sind jedoch auch feinere oder gröbere Skaleneinteilungen möglich. Die Skala kann in einer Montageanordnung nach außen schauend gerichtet sein, damit sie gut eingesehen werden kann.
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Um die Klemmscheiben in einer in der Montageanordnung zu verbinden, ist vorgesehen, dass die Klemmscheiben über die Mittelbohrung durch eine Schraube miteinander verbunden werden können. Dies ermöglicht eine einfache Montage ohne weitere Verschraubungen.
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Eine mögliche Montage der Sensorbefestigungsanordnung kann wie folgt ablaufen:
Die beiden Klemmenscheiben des Klemmscheibenpaares werden korrespondierend zueinander an ihre Anlageflächen angelegt, und eine Mutter in den polygonen Abschnitt eingelegt und bspw. mittels eines Fingers leicht festgehalten. Durch die polygonale Ausführung des Abschnitts erfolgt für die Mutter eine Drehmomentsfixierung, sodass von der anderen Seite des Klemmscheibenpaares durch die Mittelbohrung eine Schraube durchgeführt und mit der Mutter leicht angezogen werden kann.
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Eine Stange kann dabei umfasst oder in diesem Stadium in die profilierten Ausnehmungen eingesetzt bzw. eingeschoben werden. Das Klemmscheibenpaar wird noch nicht fest miteinander verschraubt, sondern noch so locker gehalten, dass die Klemmringe mit ihren kreisbogenförmigen Stegen über den Seitenrand des Gehäuses des Sensors geführt werden können. Die Scheiben werden leicht auseinander gedrückt und werden mit ihrem kreisbogenförmigen Steg in die korrespondierende kreisbogenförmige Nut des Gehäuses in Eingriff gebracht. Hiernach kann die Halteschraube, die durch das Klemmscheibenpaar hindurchgeführt ist, fest angezogen bzw. -gedreht und die Befestigungsanordnung so fixiert werden.
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Die Abfolge der einzelnen Schritte des Montageverfahrens lässt sich dabei je nach Anwendungsfall anpassen. So kann auch zuerst die Nut-Feder-Verbindung zwischen Gehäuse und Klemmscheiben hergestellt werden oder als Erstes eine Stange mit den Klemmscheiben umfasst werden.
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Durch leichtes Lösen der Schraube kann erreicht werden, dass die gesamte Anordnung an der Stange linear verschoben werden kann. Es sollte darauf geachtet werden, dass eine Verschraubung nicht zu fest durchgeführt wird, sodass der Sensor sich noch leicht bewegen lässt.
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Weitere Ausführungsformen sowie einige der Vorteile, die mit diesen und weiteren Ausführungsformen verbunden sind, werden durch die nachfolgende ausführliche Beschreibung unter Bezug auf die begleitenden Figuren deutlich und besser verständlich. Gegenstände oder Teile derselben, die im Wesentlichen gleich oder ähnlich sind, können mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren sind lediglich eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung.
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Dabei zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Sensorbefestigungsanordnung,
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2 eine perspektivische Ansicht einer alternativen Sensorbefestigungsanordnung,
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3 eine Frontansicht einer erfindungsgemäßen Klemmscheibe,
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4 eine zu 3 um 90° verkippte Seitenansicht der Klemmscheibe,
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5 eine perspektivische Ansicht auf die Seite eines Anlagenabschnitts der Klemmscheibe,
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6 eine perspektivische Rückansicht zu 5 der Klemmscheibe,
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7 eine Seitenansicht der Anordnung mit einem verkippten Sensorgehäuses in einer ersten Ausrichtung, und
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8 eine Seitenansicht der Anordnung mit dem verkippten Sensorgehäuses in einer zweiten Ausrichtung.
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In 1 und 2 ist jeweils eine erfindungsgemäße Sensorbefestigungsanordnung 1 mit einem Klemmscheibenpaar gezeigt, die zwei Klemmscheiben 2, einen Sensor 3 mit einem Gehäuse sowie eine Halteeinrichtung 4 aufweisen. Die Halteeinrichtung 4 kann sowohl ein runder Stab oder auch eine im Querschnitt quadratische oder rechteckige Stange 4 sein.
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Die 3 bis 6 zeigen verschiedene Ansichten einer Klemmscheibe 2:
Sie ist im Wesentlichen aus zwei Abschnitten aufgebaut, einen als Klemmring 2a dienenden Abschnitt, sowie ein Anlageabschnitt mit einer Anlagefläche 2b. Diese Anlagefläche 2b definiert dabei die Fläche, an der sich zwei Klemmscheiben 2, sofern sie sich in der Montageanordnung befinden, anliegen bzw. berühren.
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Der Klemmring 2a weist einen kreisbogenförmigen Steg 6 auf, der in eine kreisbogenförmige korrespondierende Nut (figurativ nicht dargestellt) im Sensorgehäuse des Sensors 3 eingreifen kann, wie auch 1, 2, 7 und 8 andeuten. Die Höhe des kreisbogenförmigen Steges 6 ist dabei abgestimmt auf eine Tiefe der Nut (figurativ nicht dargestellt) des Sensorgehäuses. Ebenfalls ist die Höhe des Anlageabschnitts und die Breite des Klemmrings 2a so bemessen, dass in der Montageanordnung die gesamte Breite des Sensors 3 umfasst bzw. eingeklemmt werden kann. Je nach Breite des Sensorgehäuses, kann daher die Abmessung der Klemmenscheiben 2 variiert hergestellt werden.
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In axialer Richtung erstreckt sich eine Mittelbohrung 11, durch die beide Klemmscheiben 2 miteinander durch eine Schraube 14 verbunden werden können. Ferner kann über die Mittelbohrung 11 ein aneinander gelegtes Klemmscheibenpaar auch an eine plane Halteeinrichtung, wie zum Beispiel eine Wand oder dergleichen, angeschraubt werden. In bestimmten Anwendungsfällen kann somit auf eine separate Stangenhalterung verzichtet werden.
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Um die Schraube 14 einfach einschrauben zu können, ist in einer Montageanordnung an der nach außen weisenden Oberfläche der Klemmscheibe 2 zur Drehmomentsfixierung ein polygonaler Abschnitt 13 vorgesehen. Dieser Abschnitt 13 schließt sich als Abschnitt der Mittelbohrung 11 an dieselbe an, wobei der Querschnitt der Mittelbohrung 11 in diesem Abschnitt eben vergrößert ist. In 3 und 6 ist gezeigt, dass der Abschnitt 13 sechseckig ist, womit dieser eine sechseckige Mutter in der entsprechenden Größe aufnehmen kann. Eine Mutter muss daher nicht mehr in einer anderen Weise gehalten werden.
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Ferner weist, wie die 4 und 5 zeigen, die Anlagefläche 2b neben der Mittelbohrung 11 eine Erhebung 8 und eine Vertiefung 8 auf. Diese liegen sich auf der Anlagefläche 2b relativ zur Mittelbohrung 11 gegenüber. Die Vertiefung 7 und korrespondierende Erhebung 8 sind in den Figuren kegelstumpfförmig ausgebildet. In einer Montageanordnung, wenn die Anlageflächen 2b aneinander anliegen, greift die Erhebung 8 in die korrespondierende Vertiefung 7 und umgekehrt ein. Dadurch wird eine effektive Verdrehsicherung erreicht.
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Ferner weist die Klemmscheibe 2 eine profilierte Ausnehmung 9 auf, die sich kreissehnenförmig zwischen dem Klemmring 2a und der Anlagefläche 2b erstreckt. Das Profil dieser Ausnehmung 9 ist in der Schnittansicht der 4 im Wesentlichen halbkreisförmig. Andererseits sind eckige Profilierung eingearbeitet, sodass neben einer runden Stange 4 auch eckige Stangen 4, wie es in 2 gezeigt ist, eingesetzt werden können. Die Abmessungen der Ausnehmung 9 sind so zu bemessen, dass sobald zwei Klemmscheiben 2 aneinander gelegt werden, die Stange 4 jeweils in ihrem gesamten Umfang umfasst ist. Somit hat jede einzelne Ausnehmung 9 die Abmessung eines halben Umfanges der jeweilig verwendeten Stange 4. In dieser Ausnehmung 9 angeordnet ist ferner eine exzentrische Bohrung 12. Diese dient dazu, dass eine Stange durch Einsetzen einer geeigneten Klemmschraube zusätzlich gesichert werden kann.
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Jede Klemmscheibe 2 weist ferner umfänglich einen sich radial erstreckenden Überstand 10 auf. Dieser begrenzt die Ausnehmung 9 zu einer von dem Klemmring 2a abgewandten Seite und kann als Anschlag dienen. In einer Montageanordnung des Klemmscheibenpaares liegen diese Überstände 10 mit ihren zueinander weisenden Flächen an und bilden ein Klemmelement. Eine Stange 4 kann somit zuverlässig festgehalten werden. Die Überstände 10 verhindern auch, dass die Klemmscheiben 2 bei einer Wandmontage erfolgreich zueinander verkippen.
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Ferner weist die Klemmscheibe 2 eine Skala 5 auf, die sich entlang eines Umfangabschnitts eines Scheibenrandes der Klemmscheibe 2 erstreckt. Die Skala 5 hat verschiedene Skalenabschnitte, die mit mittels kerbenförmiger Einrichtungen gebildet wird. Diese Kerben liegen dabei nicht parallel zueinander, sondern neigen sich beginnend von einem unteren Skalenende 5b nach oben zu einem oberen Skalenende 5a und zwar in Richtung des Scheibenrandes.
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Wie in 3 gezeigt ist, ist eine so genannte Nulllage in der Mitte der Skala 5 vorgesehen. Nach links und rechts dieser Nulllage erstreckt sich jeweils entlang des Umfangs des Scheibenrandes die Skala 5 bis zu einem 40° Markierung jeweils in 5° Schritten. Hierbei kann ein Winkelbereich von insgesamt 80° von der Skala überdeckt werden. Ein zwischen dem Scheibenpaar eingeklemmtes Sensorgehäuse kann gemäß dieser Skala so ausgerichtet werde, dass keine weitere Justage in Bezug auf den einzustellenden Winkel mehr notwendig ist. Beispielsweise ist die Ausrichtung der Kerbe in einer Nullage exakt normal zum Erdboden. Damit entspricht diese Nullstellung auch einer exakten normalen Ausrichtung des Sensors 3 in der Montageanordnung. Gleiches gilt für die weiteren Skalenabschnitte, die bestimmte Winkel bilden.
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Die 7 und 8 zeigen jeweils ein Gehäuse des Sensors 3 in einer maximal positiven (+40°) und maximal negativen (–40°) Winkelstellung. Hierbei ist gut zu erkennen, dass die Ausrichtung der Kerbe an der 40° Marke mit dem Rand des Gehäuses des Sensors 3 fluchtet.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Sensorbefestigungsanordnung
- 2
- Klemmscheibe
- 2a
- Klemmring
- 2b
- Anlagefläche
- 3
- Sensor
- 4
- Stange
- 5
- Skala
- 5a
- Oberes Skalenende
- 5b
- Unteres Skalenende
- 6
- Kreisbogenförmiger Steg
- 7
- Vertiefung
- 8
- Erhebung
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Überstand
- 11
- Mittelbohrung
- 12
- Exzentrische Bohrung
- 13
- Polygonaler Abschnitt
- 14
- Schraube
- R
- Rand