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Die Erfindung betrifft eine klappbare oder zusammenlegbare Schubkarre mit einer Transportwanne, einem Rad, das in einer Gebrauchsstellung in einer vertikalen Längsmittelebene der Schubkarre angeordnet ist, wobei seine Drehachse senkrecht zur Längsmittelebene ausgerichtet ist, einem Griffteil, der beim Schieben der Schubkarre in der Gebrauchsstellung entgegen der Fahrtrichtung nach hinten über die Transportwanne übersteht, sowie zwei in der Fahrtrichtung hinter dem Rad angeordneten Stützbeinen.
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Solche Schubkarren werden beispielsweise von der Firma Esschert angeboten. Die Transportwanne besteht dort aus Stoff und ist zwischen zwei Teilen der Schubkarre aufgespannt, von denen das eine als Griffteil ausgebildet ist und das Rad trägt und von denen das andere die Stützbeine bildet. Derartige Schubkarren benötigen zwar im zusammengelegten Zustand nur sehr wenig Platz, eignen sich andererseits jedoch auch nur für sehr kleine Lasten. Außerdem kann die Transportwanne im zusammengelegten Zustand nicht genutzt werden.
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Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schubkarre der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die Schubkarre einerseits eine sehr große Stabilität besitzt und sich zum Transport von Lasten mit einem Gewicht von mehr als 100 kg eignet, andererseits jedoch im zusammengelegten Zustand nur sehr wenig Platz benötigt und eine Nutzung der Transportwanne zur Aufnahme von Lasten zulässt.
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Diese Aufgabe wird gemäß einer ersten Erfindungsvariante dadurch gelöst, dass sich das Rad beim Zusammenlegen der Schubkarre in Bezug zur Transportwanne um eine ortsfeste Schwenkachse in eine Nichtgebrauchsstellung schwenken lässt, in der seine Drehachse ungefähr parallel zur Längsmittelebene ausgerichtet ist.
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Mit dieser Erfindungsvariante kann die Bauhöhe der Schubkarre im Bereich des Rades im zusammengelegten Zustand erheblich verkleinert werden, da das Rad in der Nichtgebrauchsstellung allgemein parallel zum Boden der Transportwanne ausgerichtet ist und in dieser Ausrichtung unterhalb von der Transportwanne erheblich weniger Platz benötigt. Außerdem konnte festgestellt werden, dass in der einer solchen Schubkarre ohne weiteres Lasten von bis zu 150 kg transportiert werden können.
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Bei der Bewegung des Rades zwischen der Nichtgebrauchsstellung und der Gebrauchsstellung handelt es sich vorzugsweise um eine einzige Schwenkbewegung, in deren Verlauf das Rad um etwa 90 Grad um die Schwenkachse gedreht wird. Dadurch ist es mit einem einzigen Handgriff möglich, das Rad zwischen den beiden Stellungen hin und her zu bewegen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung befindet sich das Rad sowohl in der Nichtgebrauchsstellung und in der Gebrauchsstellung unterhalb von der Transportwanne, zweckmäßig unterhalb von einem ebenen Boden der Transportwanne, der beim Schieben der Schubkarre allgemein horizontal ausgerichtet ist. Im Vergleich mit einer Schubkarre, deren Rad in Fahrtrichtung vor der Transportwanne angeordnet ist, hat dies den Vorteil, dass erstens ein größerer Teil der in der Transportwanne transportierten Last auf dem Rad und nicht auf den Armen des Benutzers ruht und dass zweitens ein Durchfahren engerer Kurven möglich ist.
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Bei der Transportwanne handelt es sich vorzugsweise um eine starre einteilige Transportwanne, die der Schubkarre eine große Stabilität verleiht und zudem sicherstellt, dass beim Transport von nassem Material keine Flüssigkeit aus der Transportwanne entweicht.
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Eine zusätzliche Verkleinerung der Bauhöhe der Schubkarre im Bereich des Rades, d. h. beim Schieben im vorderen Bereich, wird dadurch ermöglicht, dass die Schwenkachse des Rades nicht parallel zur Mittelebene des Rades und/oder zur vertikalen Längsmittelebene der Schubkarre ausgerichtet ist bzw. nicht in diesen Ebenen liegt, sondern in Bezug zu diesen Ebenen unter einem spitzen Winkel geneigt ist und vorzugsweise auch unter einem spitzen Winkel zu einer vom Boden der Transportwanne aufgespannten Ebene geneigt ist. Auf diese Weise lässt sich das Rad während des Verschwenkens um die Schwenkachse im Verlauf der Schwenkbewegung an den Boden der Transportwanne annähern, so dass der Abstand des Rades vom Boden der Transportwanne in der Nichtgebrauchsstellung kleiner als der Radius des Rades gemacht werden kann. Je nach Abmessungen des Rades liegt der spitze Winkel vorteilhaft zwischen 10 und 20 Grad.
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Um im zusammengelegten Zustand die Bauhöhe der Schubkarre im Bereich des Rades weiter zu verringern, wird das Rad bevorzugt nur an einer Seite von einer Schwinge gehalten, über die eine Radachse des Rades einseitig übersteht, und zwar vorzugsweise über die Seite des Rades, die in der Nichtgebrauchsstellung zur Transportwanne benachbart ist. Dies bedeutet, dass sich die Schwinge in der Nichtgebrauchsstellung des Rades zwischen der Transportwanne und dem Rad hindurch bis zu einem Schwenkgelenk des Tragrahmens erstreckt, in dem die Schwinge zusammen mit dem Rad um die Schwenkachse schwenkbar gelagert ist. Vorteilhaft ist auch derjenige Teil der Schwinge, der sich parallel zur Mittelebene des Rades an dessen einer Seite entlang erstreckt und eine einseitig überstehende Radachse trägt, unter einem spitzen Winkel zur Schwenkachse geneigt.
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Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Schubkarre einen Betätigungsgriff umfasst, der sich zum Verschwenken des Rades um die Schwenkachse drehen lässt und vorzugsweise in Fahrtrichtung vor dem Rad und zweckmäßig auch vor der Transportwanne angeordnet ist, so dass er einfach und leicht zugänglich und bedienbar ist. In den Betätigungsgriff sind zweckmäßig Mittel integriert, die das Rad in der Gebrauchsstellung selbsttätig verriegeln und die vor dem Verschwenken in die Nichtgebrauchsstellung eine Entriegelung des Rades gestatten. Dadurch ist es möglich, das Rad jeweils mit einem einzigen Handgriff zu entriegeln und in die Nichtgebrauchsstellung zu verschwenken bzw. das Rad wieder in die Gebrauchsstellung zurück zu verschwenken, wo es sich dann selbsttätig verriegelt.
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Gemäß einer zweiten Erfindungsvariante und bevorzugten Ausgestaltung der ersten Erfindungsvariante wird die oben genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass der Griffteil und die Stützbeine jeweils schwenkbar an einem die Transportwanne tragenden Tragrahmen angelenkt und durch einen Lenker verbunden sind, so dass sie sich gemeinsam in eine Nichtgebrauchsstellung unter der Transportwanne schwenken lassen. In dieser Stellung befinden sich somit der Griffteil und die Stützbeine unterhalb der Transportwanne, so dass sich die Transportwanne auch im zusammengelegten Zustand der Schubkarre zur Aufnahme von Material nutzen lässt. Zugleich können durch das Verschwenken der Stützbeine unter die Transportwanne die Bauhöhe der Schubkarre und durch das Verschwenken des Griffteils unter die Transportwanne die Länge der Schubkarre im Vergleich zur Bauhöhe und Länge in der Gebrauchsstellung nahezu halbiert werden. Durch die Verbindung zwischen den Stützbeinen und dem Griffteil wird außerdem in der Gebrauchsstellung eine hohe Stabilität erzielt, so dass große Lasten ohne die Gefahr von Verformungen oder Verwindungen der Schubkarre transportiert werden können.
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Der Lenker ist vorteilhaft schwenkbar am Griffteil und an den Stützbeinen angelenkt, wobei er in der Nichtgebrauchsstellung ebenso wie die Stützbeine und Teile des Griffteils allgemein parallel zum Boden der Transportwanne ausgerichtet ist, um so die Bauhöhe der Schubkarre im zusammengelegten Zustand zu minimieren, während im Gebrauchszustand die Stützbeine und der Griffteil einen Winkel von mehr als 60 Grad und vorzugsweise von etwa 90 Grad einschließen.
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Ähnlich wie bei der ersten Erfindungsvariante sind auch hier Mittel vorgesehen, mit denen der Griffteil beim Verschwenken in die Gebrauchsstellung selbsttätig mit dem Tragrahmen verriegelt wird und mit denen der mit dem Tragrahmen verriegelte Griffteil vor dem Verschwenken in die Nichtgebrauchsstellung wieder entriegelt werden kann. Die Mittel sind vorteilhaft in den Griffteil integriert, wobei sie in der Gebrauchsstellung in der Nähe eines zur Fahrtrichtung beim Schieben entgegengesetzten hinteren Endes der Transportwanne angeordnet sind.
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Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung im Falle einer Kombination beider Erfindungsvarianten sieht vor, dass das in die Nichtgebrauchsstellung bewegte Rad mit seiner von der Transportwanne abgewandten Seite zusammen mit dem unter die Transportwanne geschwenkten Griffteil eine zu einem Boden der Transportwanne allgemein parallele Stellfläche bildet, so dass die Schubkarre im zusammengelegten Zustand sicher auf der Stellfläche steht und der Boden der Transportwanne allgemein eben ist. Ein besonders sicherer und geräuscharmer Stand der zusammengelegten Schubkarre wird erreicht, wenn die Stellfläche im Bereich des Rades infolge von dessen einseitiger Befestigung von einer Flanke eines Luftreifens des Rades gebildet wird.
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Vorteilhaft können der Tragrahmen und der Griffteil mit zusammenwirkenden Mitteln versehen sein, die den unter die Transportwanne geschwenkten Griffteil im zusammengelegten Zustand der Schubkarre festhalten, so dass er nicht von selbst nach unten klappen kann, wenn die zusammengelegte Schubkarre an der Transportwanne ergriffen und angehoben wird. Dabei kann es sich zweckmäßig um Rastmittel handeln, die sich wieder leicht voneinander lösen lassen, wenn der Griffteil zusammen mit den Stützbeinen zurück in die Gebrauchsstellung geschwenkt werden soll.
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Das Zurückschwenken des Griffteils und der Stützbeine in die Gebrauchsstellung kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung durch einen Gasfeder- oder Dämpfungszylinder unterstützt werden, dessen Kolbenstange beim Verschwenken des Griffteils und der Stützbeine in die Nichtgebrauchsstellung eingefahren wird und in der eingefahrenen Stellung durch den Druck des verdichteten Gases im Zylinderrohr danach trachtet, den Griffteil und die Stützbeine in die Gebrauchsstellung zu verschwenken. Der Gasfeder- oder Dämpfungszylinder weist zweckmäßig ein am Tragrahmen angelenktes Zylinderrohr und eine am Griffteil oder an den Stützbeinen angelenkte Kolbenstange auf, oder umgekehrt.
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Die erfindungsgemäße Schubkarre besitzt auch ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen zusammenlegbaren Schubkarre, in dem sich ein Rad, zwei Stützbeine und ein Griffteil der Schubkarre in einer Gebrauchsstellung befinden;
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2 zeigt eine Vorderseitenansicht der Schubkarre in der Gebrauchsstellung des Rades, der Stützbeine und des Griffteils;
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3 zeigt eine Rückseitenansicht der Schubkarre in der Gebrauchsstellung des Rades, der Stützbeine und des Griffteils;
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4 zeigt eine Seitenansicht der Schubkarre in einem zusammengelegten Zustand, in dem sich das Rad, die Stützbeine und der Griffteil in einer Nichtgebrauchsstellung befinden;
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5 zeigt eine Vorderseitenansicht der Schubkarre im zusammengelegten Zustand;
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6 zeigt eine Rückseitenansicht der Schubkarre im zusammengelegten Zustand;
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7 zeigt eine perspektivische Unterseitenansicht der Schubkarre im zusammengelegten Zustand;
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8 zeigt eine Unterseitenansicht der Schubkarre im zusammengelegten Zustand;
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9 zeigt eine perspektivische Unterseitenansicht der Schubkarre in der Gebrauchsstellung des Rades, der Stützbeine und des Griffteils;
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Die 10 bis 12 zeigen Ansichten entsprechend 9, jedoch beim Verschwenken des Griffteils der Schubkarre in die Nichtgebrauchsstellung in unterschiedlichen Schwenkstellungen;
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Die 13 bis 16 zeigen vergrößerte perspektivische Unterseitenansichten der Schubkarre beim Verschwenken des Rades in die Nichtgebrauchsstellung.
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Die in der Zeichnung dargestellte Schubkarre 2 dient zum Transportieren von Material und lässt sich zum Transport oder zur Aufbewahrung aus einem in den 1 bis 3 und 9 dargestellten Gebrauchszustand in einen zusammengelegten Zustand falten oder zusammenklappen, in dem sie erheblich weniger Platz benötigt und beispielsweise im Kofferraum eines Personenkraftwagens transportiert werden kann.
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Die Schubkarre 2 besteht im Wesentlichen aus einer nach oben offenen Transportwanne 4, die das zu transportierende Material aufnimmt, einem Tragrahmen 6, der starr an der Unterseite der Transportwanne 4 befestigt ist, einem Rad 8, das unterhalb von einem beim Schieben der Schubkarre 4 in Fahrtrichtung weisenden vorderen Teil der Transportwanne 4 am Tragrahmen 6 angebracht und mittels eines Schwenkgelenks 10 in Bezug zum Tragrahmen 6 schwenkbar ist, zwei starr miteinander verbundenen Stützbeinen 12, die unterhalb von einem hinteren Teil der Transportwanne 4 schwenkbar am Tragrahmen 6 angebracht sind, sowie einem im Gebrauchszustand nach hinten über die Transportwanne 4 und den Tragrahmen 6 überstehenden Griffteil 14, der ebenfalls schwenkbar am Tragrahmen 6 angebracht ist und sich zusammen mit den Stützbeinen 12 gegen die Unterseite der Transportwanne 4 einklappen lässt, wie in den 10 bis 12 dargestellt.
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Die starre Transportwanne 4 ist zur Gewichtsminderung zweckmäßig aus Leichtmetall, einem thermoplastischen Kunststoff oder einem faserverstärkten duroplastischen Kunststoff hergestellt, kann jedoch auch aus anderen Materialien hergestellt werden. Die Transportwanne 4 weist einen allgemein rechteckigen Umriss mit gerundeten Ecken auf und besitzt einen allgemein ebenen Boden 16 sowie einen zum Boden 16 allgemein parallelen oberen Rand, der zur Verstärkung nach außen, nach unten und dann wieder nach innen umgebogen ist. Wie am besten in 1 und 2 dargestellt, sind die Seitenwände der Transportwanne 4 vom Boden 16 aus schräg nach oben und außen geneigt, so dass die Transportwanne 4 einen sich vom Boden 16 in Richtung des oberen Randes erweiternden Querschnitt besitzt. Am oberen Rand sind zwei Handgriffe (nicht sichtbar) angebracht, so dass sich die zusammengelegte Schubkarre 2 anheben lässt.
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Wenn die Schubkarre 2 im Gebrauchszustand von einem Benutzer über einen ebenen horizontalen Untergrund 18 geschoben wird, wie in 1 dargestellt, rollt das Rad 8 auf dem Untergrund 18 ab, während die unteren Enden der Stützbeine 12 vom Untergrund 18 abgehoben sind. In dieser Schiebestellung sind der Boden 16 und der obere Rand der Transportwanne 4 ungefähr parallel zum Untergrund 18 ausgerichtet, während sie etwas nach hinten geneigt sind, wenn die Schubkarre 2 in einer Ruhestellung auf dem Untergrund 18 abgestellt ist und sich hinter dem Rad 8 mit den Stützbeinen 12 gegen den Untergrund 18 abstützt (nicht dargestellt).
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Wie am besten in 1 dargestellt, ist das Rad 8 vollständig unterhalb von einer vorderen Hälfte der Transportwanne 4 angeordnet, wodurch der größte Teil der mit der Schubkarre 2 transportierten Last auf dem Rad 8 und nicht auf den Armen des Benutzers ruht und wodurch mit der Schubkarre 2 enge Kurven durchfahren werden können. Der Boden 16 der Transportwanne 4 ist nach vorne zu bis über die Mitte des Rades 8 hinaus eben.
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Wie am besten in den 8 bis 10 dargestellt, umfasst der aus Metall oder Kunststoff hergestellte Tragrahmen 6 zwei allgemein parallele Seitenholme 20 in Form von Rundrohren oder alternativ in Form von stabilen Blechprägeteilen, deren mittlere Abschnitte unterhalb von den beiden seitlichen Rändern der Transportwanne 4 parallel zu deren Boden 16 in Fahrtrichtung verlaufen, deren hintere Endabschnitte entlang von einer hinteren Seitenwand der Transportwanne 4 nach oben gebogen sind und deren vordere Endabschnitte in einer zum Boden 16 allgemein parallelen Ebene zu einer vertikalen Längsmittelebene 22 der Schubkarre hin umgebogen und beiderseits der Längsmittelebene 22 starr mit einem Gehäuse 24 des Schwenkgelenks 10 bzw. durch das Gehäuse 24 starr miteinander verbunden sind. Darüber hinaus sind die beiden mittleren Abschnitte der Seitenholme 20 etwa unterhalb von der Mitte des Bodens 16 der Transportwanne 4 durch ein Winkelprofil 26 und in der Nähe des vorderen und des hinteren Ende des Bodens 16 durch jeweils ein Flachprofil 28 miteinander verbunden, an denen der Boden 16 festgeschraubt ist. Diese Profile 26, 28 dienen darüber hinaus auch zur Versteifung des Tragrahmens 6, ebenso wie ein flaches Riegelaufnahmegehäuse 30, das zwischen den nach oben umgebogenen hinteren Endabschnitten der Seitenholme 20 angeordnet ist und in Verbindung mit dem Griffteil 14 näher beschrieben wird.
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Bei dem Rad 8 handelt es sich um ein übliches Schubkarrenrad mit einer aus Metall oder Kunststoff bestehenden Radschüssel 32 und einem Luftreifen 34. Die Radschüssel 32 weist entlang der Drehachse 36 des Rades 8 eine mittige Bohrung auf, durch die sich eine Radachse erstreckt, auf der die Radschüssel 32 in Nadellagern oder Gleitbuchsen gelagert ist.
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Die Radachse und damit auch die Drehachse 36 des Rades 8 sind im Gebrauchszustand senkrecht zur vertikalen Längsmittelebene 22 der Schubkarre 4 ausgerichtet, wie in 2 dargestellt, während sie im zusammengelegten oder zusammengeklappten Zustand innerhalb der Längsmittelebene 22 liegen, wie in 5 und 8 dargestellt. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass im Gebrauchszustand die Mittelebene des Rades und die vertikale Längsmittelebene 22 der Schubkarre zusammenfallen, während sie im zusammengelegten oder zusammengeklappten Zustand allgemein senkrecht zueinander sind.
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Die Radachse steht an einer Seite des Rades 8 ein Stück weit über die Radschüssel 32 über und wird dort von einem Radträger in Form einer gebogenen Schwinge 38 gehalten, die sich nur an einer Seite des Rades 8 entlang erstreckt und an ihrem freien Ende die Radachse trägt, während ihr anderes Ende drehfest mit einem drehbaren Teil 42 des Schwenkgelenks 10 verbunden ist. Die Schwinge 38 umfasst zwei starr miteinander verbundene und nebeneinander verlaufende Rundrohre oder alternativ auch stabile Blechprägeteile mit einem gebogenen Mittelteil und zwei geraden Endteilen. Die seitlich vom Rad 8 angeordneten Endteile sind allgemein parallel zur Mittelebene des Rades 8 ausgerichtet und unter einem spitzen Winkel zur Schwenkachse 40 des Schwenkgelenks 10 geneigt, während die zum Schwenkgelenk 10 benachbarten Endteile die Mittelebene des Rades 8 unter einem stumpfen Winkel schneiden und allgemein senkrecht zur Schwenkachse 40 ausgerichtet sind. Diese Endteile sind starr mit dem Teil 42 des Schwenkgelenks 10 verbunden, der in einem selbstschmierenden Gleitlager des Gehäuses 24 drehbar gelagert ist und in axialer Richtung der Schwenkachse 40 über die Stirnenden des Gehäuses 24 übersteht.
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Am entgegengesetzten Stirnende des Gehäuses 24 befindet sich ein Betätigungsgriff 44, der zum Verschwenken des Rades 8 von einem Benutzer ergriffen werden kann. Der Betätigungsgriff 44 umfasst einen Griffbügel, der drehfest mit dem drehbaren Teil 42 des Schwenkgelenks 10 verbunden ist. Weiter umfasst der Betätigungsgriff 44 eine durch eine Feder vorgespannte Verriegelungsklaue 46, die in der Gebrauchsstellung selbsttätig mit einer starr mit dem Tragrahmen 6 verbundenen und über den Endabschnitt von einem der Seitenholme überstehenden Verriegelungsnase 48 in Eingriff tritt, um das Schwenkgelenk 10 zu blockieren und so ein Verschwenken des Rades 8 aus der vertikalen Gebrauchsstellung heraus zu verhindern. Die Verriegelungsklaue 46 ist starr und einteilig mit einem Entriegelungshebel 50 (5) verbunden, der innerhalb des Betätigungsgriffs 44 schwenkbar gelagert ist.
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Der Betätigungsgriff 44 ist so angeordnet, dass er in der Nichtgebrauchsstellung nach unten zu nicht über die Unterseite des flach liegenden Rades 8 übersteht, wie in 4 dargestellt, und nach vorne zu allenfalls um ein geringes Maß über den vorderen Rand der Transportwanne 4 übersteht, wie in 8 dargestellt.
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Durch Betätigung des Entriegelungshebels 50 kann die Verriegelungsklaue 46 entriegelt, d. h. aus dem Eingriff mit der Verriegelungsnase 48 ausgerückt werden, um das Rad 8 und die Schwinge 38 anschließend um etwa 90 Grad um die Schwenkachse 40 des Schwenkgelenks 10 in die in den 4, 5, 7 und 8 dargestellte Nichtgebrauchsstellung zu drehen, in der die Mittelebene des Rades 8 allgemein senkrecht zur vertikalen Längsmittelebene 22 der Schubkarre und allgemein parallel zum Boden 16 der Transportwanne 4 ausgerichtet ist. Die Richtung der Drehbewegung ist dabei so gewählt, dass sich die Schwinge 38 zwischen das Rad 8 und den Boden 16 der Transportwanne 4 bewegt.
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Wie am besten in 2 dargestellt, ist die Schwenkachse 40 des Schwenkgelenks 10 weder senkrecht zur vertikalen Längsmittelebene 22 der Schubkarre 2 noch ist sie senkrecht zur Mittelebene des in der Gebrauchsstellung befindlichen Rades 8 ausgerichtet, sondern schneidet die vertikale Längsmittelebene 22 der Schubkarre ebenso wie die Mittelebene des in der Gebrauchsstellung befindlichen Rades 8 nahe dem radseitigen Stirnende des Gehäuses 24 unter einem spitzen Winkel, der in Abhängigkeit von den Abmessungen des Rades 8 zwischen 10 und 20 Grad beträgt.
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Wie am besten in 4 dargestellt, ist die Schwenkachse 40 des Schwenkgelenks 10 außerdem auch nicht parallel zu einer Ebene, die vom Boden 16 oder vom oberen Rand der Transportwanne 4 aufgespannt wird, und ist damit beim Schieben der Schubkarre 2 im Gebrauchszustand auch nicht parallel zum Untergrund 18. Stattdessen ist die Schwenkachse 40 vom Schwenkgelenk 10 aus unter einem spitzen Winkel nach hinten und unten zum Untergrund 18 hin geneigt, wie in 1 dargestellt. In Abhängigkeit von den Abmessungen des Rades 8 beträgt auch dieser Winkel zwischen 10 und 20 Grad.
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Durch die beschriebene Ausrichtung der Schwenkachse 40 des Schwenkgelenks 10 kann das in der Nichtgebrauchsstellung allgemein parallel zum Boden 16 der Transportwanne 4 ausgerichtete Rad 8 der Schubkarre 2 sehr nahe an den Boden 16 der Transportwanne 4 heran bewegt werden, so dass der Abstand zwischen dem Boden 16 und dem Rad 8 nur geringfügig größer ist als die Dicke der Schwinge 38, die sich durch einen zwischen dem Boden 16 und dem Rad 8 verbleibenden Zwischenraum in Richtung des Schwenkgelenks 10 erstreckt. Dadurch kann die Bauhöhe der zusammenlegten Schubkarre 2 sehr klein gehalten werden.
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Die oberen Enden der beiden Stützbeine 12 sind starr mit einer zum Boden 16 der Transportwanne 4 parallelen Welle 52 verbunden, deren Längsmittelachse senkrecht zur vertikalen Längsmittelebene 22 ist. Die beiden Enden der Welle 52 sind jeweils drehbar in einer Lagerbuchse 54 gelagert, die starr mit dem benachbarten Seitenholm 20 des Tragrahmens 6 verbunden ist, so dass die Stützbeine 12 und die Welle 52 in den Lagerbuchsen 54 gemeinsam um eine zur Längsmittelebene 22 senkrechte Schwenkachse schwenkbar sind. Wie am besten in 3 dargestellt, divergieren die Stützbeine 12 in Richtung ihrer freien unteren Enden etwas, wodurch die Stabilität der auf dem Untergrund 18 abgestellten Schubkarre 2 verbessert werden kann. Zur Versteifung sind die beiden Stützbeine 12 zudem durch schräge Versteifungsstreben 56 mit der Mitte der Welle 52 verbunden.
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Der Griffteil 14 der Schubkarre 2 umfasst zwei gebogene Griffholme 58 in Form von Rundrohren, die in Richtung ihrer freien Griffenden 60 leicht divergieren, wie in 3 dargestellt. Die Griffholme 58 besitzen jeweils einen geraden Mittelteil und zwei durch kurze Rohrbögen mit dem Mittelteil verbundene gerade Endteile. Die Mittelteile sind in der Gebrauchsstellung zu den Griffenden 60 hin schräg nach oben geneigt und sind in der Nichtgebrauchsstellung parallel zum Boden der Transportwanne ausgerichtet, wobei die Griffenden 60 beiderseits des Rades 8 angeordnet und ebenso wie die entgegengesetzten Endteile von den Mittelteilen weg leicht nach oben geneigt sind. Die zu den Griffenden 60 entgegengesetzten Enden der Griffholme 58 ragen jeweils zwischen zwei parallele Wangen 62, die nach hinten über die nach oben geneigten Endabschnitte der Seitenholme 20 des Tragrahmens 6 überstehen, und sind mit Schwenkbolzen 64 schwenkbar zwischen den beiden Wangen 62 angelenkt. Die Schwenkachse des Griffteils 14 liegt etwas höher und etwas weiter hinten als die Schwenkachse der Stützbeine 12.
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In der Nähe der Schwenkachse des Griffteils 14 sind die beiden Griffholme 58 durch ein flaches Gehäuse 66 einer Verriegelungseinrichtung 70 starr miteinander verbunden. Die Verriegelungseinrichtung 70 umfasst mindestens zwei innerhalb des Gehäuses 66 in Federn abgestützte Verriegelungsbolzen 72, deren Enden in der Gebrauchsstellung des Griffteils 14 nach unten über das Gehäuse 66 überstehen und in Bohrungen einer schrägen oberen Gehäusewand des Riegelaufnahmegehäuses 30 ragen, das zwischen den hinteren Endabschnitten der Seitenholme 20 des Tragrahmens 6 befestigt ist. Die schräge obere Gehäusewand ist so geneigt und ausgerichtet, dass die Enden der Verriegelungsbolzen 72 vor dem Eintritt in die Bohrungen an der schrägen Gehäusewand entlang gleiten, wobei die Federn innerhalb des Gehäuses 68 zusammengedrückt werden. Wenn die Enden der Verriegelungsbolzen 72 die Bohrungen erreichen, entspannen sich die Federn wieder, wobei die Verriegelungsbolzen 72 von den Federn selbsttätig in Eingriff mit den Bohrungen gebracht werden.
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Die entgegengesetzten Enden der Verriegelungsbolzen 72 sind starr an einem im Gehäuse 66 geführten Entriegelungselement 74 befestigt, das sich an einem Handgriff 76 entgegen der Kraft der Federn nach oben ziehen lässt, um die Verriegelungsbolzen 72 zum Verschwenken des Griffteils 14 in dessen Nichtgebrauchsstellung manuell aus den Bohrungen des Riegelaufnahmegehäuses 30 auszurücken.
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Zwischen dem Griffteil 14 und den Stützbeinen 12 sind zwei parallele Lenker 78 angeordnet, welche die Stützbeine 12 mit dem Griffteil 14 verbinden. Die Lenker 78 mit ihren unteren Enden jeweils an einem Vorsprung 80 angelenkt, der nach hinten über eine der Streben 56 der Stützbeine 12 übersteht, so dass die Anlenkpunkte jeweils aus den Längsmittelachsen der Stützbeine 12 heraus nach hinten versetzt sind. Die oberen Enden der Lenker 78 sind jeweils in der Nähe der Wangen 62 an den Innenseiten der Griffholmen 58 angelenkt. Die Lage der Anlenkpunkte und die Länge der Lenker 78 sind so aufeinander abgestimmt, dass beim Verschwenken des Griffteils 14 zwischen der Gebrauchsstellung und der Nichtgebrauchsstellung die Stützbeine 12 mit derselben Schwenkrichtung mit verschwenkt werden, wobei jedoch der Schwenkwinkel der Griffholme 58 etwa doppelt so groß wie der Schwenkwinkel der Stützbeine 12 ist. Dadurch wird erreicht, dass die Stützbeine 12 in der Nichtgebrauchsstellung nahezu parallel zum Boden 16 der Transportwanne 4 und zu den geraden Mittelteilen der Griffholme 58 ausgerichtet sind, während sie in der Gebrauchsstellung einen Winkel von etwa 90 Grad miteinander einschließen, wie am besten in den 1, 4 und 7 dargestellt.
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Wie am besten in den 3 bis 6 dargestellt, ist die Transportwanne 4 im zusammengelegten oder zusammengeklappten Zustand der Schubkarre 2 leer und von oben her gut zugänglich, so dass sie auch in diesem Zustand zur Aufnahme von Material genutzt werden kann. Der Boden der Transportwanne 4 ist in diesem Zustand parallel zum Untergrund 18, auf dem sich die zusammengelegte Schubkarre 2 einerseits mit dem Rad 8 und andererseits mit den geraden Mittelteilen der beiden Griffholme 58 abstützt. Das Rad 8 liegt dabei um seine Drehachse 36 herum mit der nach unten weisenden Flanke des Luftreifens 34 auf dem Untergrund auf.
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Anders als dies in den nur zur Erläuterung dienenden 9 bis 12 dargestellt ist, wird die Schubkarre 2 zum Zusammenlegen nicht umgedreht, sondern braucht zum Verschwenken des Rades 8 nur am vorderen Ende und zum Verschwenken des Griffteils 14 am hinteren Ende angehoben werden.
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Das Verschwenken des Griffteils 14 in die Gebrauchsstellung kann durch einen Gasfeder- oder Dämpfungszylinder (nicht dargestellt) unterstützt werden, dessen Zylinderrohr bei Bedarf an zwei über die Unterseite der Welle 52 überstehenden parallelen Vorsprüngen 82 angelenkt werden kann, während die Kolbenstange des Gasfeder- oder Dämpfungszylinders am Griffteil 14 angelenkt wird. In diesem Fall wird allerdings zum Verschwenken des Griffteils 14 in die Nichtgebrauchsstellung mehr Kraft benötigt, da dann die Kolbenstange des Gasfeder- oder Dämpfungszylinders unter Verdichtung des Gases im Zylinderrohr eingefahren werden muss.