DE102014000897A1 - Kabelanordnung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung von mindestens zwei im Wesentlichen parallel nebeneinander verlaufenden Kabeln, von denen ein erstes Kabel und ein zweites Kabel jeweils mindestens eine Verseilungsgruppe mit zwei oder mehr miteinander verseilten Leitern aufweisen. Erfindungsgemäß ist die Schlaglänge der Verseilungsgruppen in Längsrichtung der einzelnen Kabel jeweils variierend eingerichtet Zusätzlich ist die Schlaglänge einer Verseilungsgruppen-Windung der Verseilungsgruppe des ersten Kabels kleiner als die Schlaglänge einer dazu nächst benachbarten Verseilungsgruppen-Windung der Verseilungsgruppe des zweiten Kabels.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung von mindestens zwei im Wesentlichen parallel nebeneinander verlaufenden Kabeln, von denen ein erstes Kabel und ein zweites Kabel jeweils mindestens eine Verseilungsgruppe mit zwei oder mehr miteinander verseilten Leitern aufweisen.
- Unter einer Verdrillung oder Verseilung wird allgemein das schraubenförmige Umeinanderwickeln mehrerer Adern bzw. Leiter eines Kabels verstanden. Beispielsweise weist ein bekanntes Twisted-Pair-Kabel zumindest eine Verseilungsgruppe auf, die zwei miteinander verdrillte Leiter umfasst. Dabei tauschen die einzelnen Leiter in Längsrichtung des Kabels ihren Platz zueinander aus. Zusätzlich bieten verdrillte bzw. verseilte Adernpaare einen besseren Schutz gegenüber äußeren elektromagnetischen Wechselfeldern und elektrostatischen Beeinflussungen.
- Ferner kann durch eine Verseilung wirksam ein Übersprechen bzw. ein Crosstalk zwischen mehreren Leiterpaaren verringert werden, die nebeneinander in einem Kabel geführt werden. Dazu können zusätzlich die Schlaglängen und/oder der Drehsinn der einzelnen Verseilungsgruppen eines Kabels unterschiedlich gewählt werden. Die Einkopplung eines Fremdsignals eines ersten Leiterpaars in ein benachbartes zweites Leiterpaar kann induktiv oder kapazitiv erfolgen.
- Auch wenn mehrere Kabel, die jeweils mindestens ein Leiterpaar zur Übertragung differentieller Signal aufweisen, nebeneinander verlegt werden, kann ein solches unerwünschtes Übersprechen zwischen den Kabeln (Alien-Crosstalk) auftreten. Um dieses Übersprechen zu verringern, werden die einzelnen Kabel regelmäßig mit einer Schirmung versehen. Alternativ werden Koaxialkabel verwendet.
- Weitere bekannte Lösungen sehen vor, dass die einzelnen, nebeneinander zu verlegenden Kabel einen besonders dicken Mantel aufweisen oder unter einem vorgegebenen gegenseitigen Mindestabstand verlegt werden.
- Die Druckschrift
sieht vor, mehrere Verseilungsgruppen in einem Kabel anzuordnen, wobei die Verseilungsgruppen wiederum miteinander verseilt sein können. Die Schlaglängen der einzelnen Verseilungen können variierend eingerichtet sein. Die Herstellung eines solchen Kabels ist allerdings besonders komplex. Ferner kann Alien-Crosstalk zwischen mehreren solchen Kabeln auftreten, die nebeneinander verlegt sind.US 2012/0186846 - Die Druckschrift
EP 2131 370 B1 sieht ebenfalls vor, zwei Verseilungsgruppen wiederum miteinander zu verseilen, wobei die Schlaglänge der Gruppenverseilung sinusförmig variiert. Auch dieses Kabel ist komplex in der Herstellung. Ferner kann Alien-Crosstalk zwischen mehreren solchen Kabeln auftreten, die nebeneinander verlegt sind. - Unter der Schlaglänge wird die Steigung bzw. die Ganghöhe der von der Verseilungsgruppe gebildeten Schraubenlinie verstanden. Mit anderen Worten ist die Schlaglänge diejenige Strecke, um die sich eine der verseilten Adern einer Verseilungsgruppe bei einer vollen Umdrehung in Längsrichtung des Kabels (z-Richtung) windet.
- In Anbetracht der beschriebenen Probleme ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung mehrerer nebeneinander verlaufender Kabel bereitzustellen, die jeweils zur Übertragung differentieller Signale geeignet sind, wobei die Anordnung einfach herstellbar ist, und wobei gleichzeitig ein Crosstalk zwischen den Leiterpaaren der einzelnen Kabel zuverlässig verhindert wird.
- Dabei soll vorzugsweise auf eine Schirmung der einzelnen Kabel verzichtet werden, die zum einen teuer ist und zum anderen das Gewicht und die Biegsamkeit der Kabel negativ beeinflussen kann.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kabelanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
- Erfindungsgemäß ist die Schlaglänge der Verseilungsgruppen in Längsrichtung der einzelnen Kabel jeweils variierend eingerichtet. Das bedeutet, dass sich die Schlaglänge innerhalb einer (jeder) Verseilungsgruppe in Längsrichtung des entsprechenden Kabels verändert. Zusätzlich ist die Schlaglänge mindestens einer Verseilungsgruppen-Windung der Verseilungsgruppe des ersten Kabels kleiner als die Schlaglänge einer dazu nächst benachbarten Verseilungsgruppen-Windung des zweiten Kabels, vorzugsweise um mehr als 10% kleiner, besonders bevorzugt um mehr als 20% kleiner, insbesondere um mehr als 50% kleiner. Unter einer „benachbarten Verseilungsgruppen-Windung” wird diejenige Windung der Verseilungsgruppe des zweiten Kabels verstanden, deren Startpunkt (Windungsphase 0°) von derselben senkrecht zur Kabellängsachse verlaufenden Schnittebene geschnitten wird wie der Startpunkt der mindestens einen Verseilungsgruppen-Windung des ersten Kabels.
- Mit anderen Worten schneidet (mindestens) eine senkrecht zur Längsrichtung durch die zwei Kabel verlaufende Schnittebene die Verseilungsgruppe des ersten Kabels in einem ersten Verseilungsabschnitt und die Verseilungsgruppe des zweiten Kabels in einem zweiten Verseilungsabschnitt. Ausgehend von dieser Schnittebene windet sich die Verseilungsgruppe des ersten Kabels bei einer vollen Umdrehung eines Leiters weniger weit in Längsrichtung (bzw. mit einer geringeren Steigung) als die Verseilungsgruppe des zweiten Kabels.
- Vorzugsweise gilt die obige Beziehung zwischen den Schlaglängen benachbarter Verseilungsgruppen-Windungen von erstem und zweitem Kabel nicht nur in einer Schnittebene, sondern in allen durch die beiden Kabel verlaufenden Schnittebenen. Mit anderen Worten sind an nur wenigen Stellen oder an keiner Stelle der Kabelanordnung in deren Längsrichtung zwei Verseilungsabschnitte mit etwa gleicher Schlaglänge unmittelbar benachbart zueinander angeordnet. Benachbarte Verseilungsgruppen-Windungen der beiden Kabel unterscheiden sich vielmehr in ihrer Schlaglänge über zumindest 50% der Länge des Kabels, insbesondere über die gesamte Länge des Kabels, um mehr als 10%, insbesondere um 20%, 50% oder mehr.
- Die Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, dass ein Übersprechen zwischen zwei Leiterpaaren dann besonders stark ist, wenn deren Verseilungen jeweils mit gleicher Phasenlage und gleicher Periodenlänge (Schlaglänge) nebeneinander verlaufen. In diesem Fall koppeln die von einer Leiterpaarwindung ausgehenden elektromagnetischen Felder nämlich besonders gut in die benachbarte Leiterpaarwindung gleicher Schlaglänge ein. Wenn sich andererseits die Schlaglängen benachbarter Leiterpaarwindungen der beiden Kabel um zumindest 10% oder mehr unterscheiden, wird ein Übersprechen zwischen den beiden Kabeln stark gedämpft. Es ist erfindungsgemäß also wichtig, die beiden Kabel derart nebeneinander anzuordnen, dass zwei benachbarte Windungen der Verseilungsgruppen der beiden Kabel jeweils unterschiedliche Schlaglängen aufweisen.
- Zu diesem Zweck können die Kabel von außen sichtbare Markierungen o. dgl. aufweisen, durch die die Schlaglänge an einer bestimmten Stelle im Kabelinneren und/oder der Schlaglinienverlauf angegeben wird oder zumindest bestimmbar gemacht wird. Die Kabel der Anordnung können dann so nebeneinander angeordnet sein, dass die Markierungen jeweils versetzt zueinander positioniert sind. Dadurch wird sichergestellt, dass die angegebene Beziehung zwischen den Schlaglängen im Inneren benachbarter Kabeln erfüllt ist.
- Vorzugsweise bestehen die Verseilungsgruppen jeweils aus einem verdrillten Leiterpaar. Die Kabel können jeweils Twisted-Pair-Kabel mit jeweils einem oder mehreren verdrillten Leiterpaaren sein.
- Alternativ können die Verseilungsgruppen jeweils aus vier miteinander verseilten Leitern bestehen. Die Kabel können in diesem Fall jeweils Sternvierer-Kabel mit Viererverseilung sein.
- Die vorteilhaften Wirkungen der Erfindung zeigen sich besonders deutlich, wenn jede Verseilungsgruppe mindestens ein Leiterpaar zur Übertragung eines differentiellen Signals aufweist. Solche nebeneinander verlaufenden Leiterpaare sind nämlich besonders anfällig für Alien-Crosstalk.
- Eine erfindungsgemäße Kabelanordnung ist besonders einfach herstellbar, wenn jedes Kabel genau eine Verseilungsgruppe aufweist.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung variiert die Schlaglänge der einzelnen Verseilungsgruppen jeweils zwischen einer minimalen Schlaglänge und einer maximalen Schlaglänge bevorzugt periodisch und/oder wellenförmig, insbesondere im Wesentlichen sinusförmig. Eine solche Variation der Schlaglänge in Längsrichtung der Kabel kann durch eine periodische und/oder wellenförmige Einstellung der Drehgeschwindigkeit der Wickelmaschine zum Herstellen der Verseilungen der Kabel erzeugt werden.
- Mit anderen Worten beschreibt die Schlaglänge einer Verseilungsgruppe in Abhängigkeit von der Längserstreckung des Kabels eine wellenförmig, periodisch und/oder sinusförmig verlaufende Kurve, die Maxima und Minima aufweist.
- Dabei definiert der Abstand zwischen zwei benachbarten Verseilungsabschnitten einer Verseilungsgruppe mit minimaler Schlaglänge eine Verseilungslänge. Mit anderen Worten ist eine Verseilungslänge der Abstand zwischen zwei senkrecht zur Kabellängsrichtung verlaufenden Schnittebenen, die jeweils durch den Startpunkt (Phase 0°) einer besonders eng gewickelten Windung verlaufen, wobei zwischen den beiden besonders eng gewickelten Windungen genau eine besonders weit gewickelte Windung liegt, also der Abstand zwischen zwei Minima der oben erläuterten Kurve.
- Die Verseilungslänge kann über den gesamten Verlauf der Kabel gleichbleibend sein, sie kann aber alternativ über den Verlauf der Kabel variierend eingerichtet sein.
- Vorzugsweise variiert die Schlaglänge zwischen einer minimale Schlaglänge von mehr als 5 mm und weniger als 20 mm, bevorzugt mehr als 10 mm und weniger als 15 mm, und einer maximalen Schlaglänge von mehr als 15 mm und weniger als 50 mm, bevorzugt mehr als 22 mm und weniger als 28 mm. Solche Schlaglängen sind mit Wickelmaschinen mit vertretbarem Aufwand herstellbar und bieten einen guten Schutz vor Einflüssen durch äußere Felder auf die zu übertragenden Signale.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Verseilungslänge größer als 0,5 m und kleiner als 10 m, vorzugsweise größer als 2 m und kleiner als 5 m. Die Verseilungslänge kann dabei in Kabellängsrichtung konstant sein, bspw. wenn die Schlaglänge als Funktion der Kabellängserstreckung einen exakt sinusförmigen Verlauf hat.
- Die Verseilungslänge der einzelnen Verseilungsgruppen kann aber auch in Kabellängsrichtung bevorzugt periodisch, insbesondere im Wesentlichen sinusförmig variieren. Hierdurch kann möglicher Alien-Crosstalk zwischen zwei nebeneinanderliegenden Kabeln besonders gut unterdrückt werden.
- Alternativ kann die Verseilungslänge einer Verseilungsgruppe in Kabellängsrichtung zwischen einer maximalen und einer minimalen Verseilungslänge statistisch variieren, wobei die maximale und minimale Verseilungslänge der Wickelmaschine vorgegeben werden können.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die mindestens zwei Kabel separate, insbesondere voneinander beabstandete Einzelkabel, die vorzugsweise in Form eines Bündels nebeneinander verlaufen. Die Kabel können nebeneinander in Führungen geführt sein und/oder in einer gemeinsamen Halterung aufgenommen sein. Sie können einen vorgegebenen Abstand zueinander einnehmen. Es ist nicht erforderlich, aber möglich, dass die Kabel über ihren gesamten Verlauf nebeneinander verlaufen. Sie können auch nur abschnittsweise parallel oder im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen, wenn sie bspw. an einem Ende in einer gemeinsamen Steckleiste, Halterung o. dgl. aufgenommen sind.
- Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Anordnung von mindestens zwei im Wesentlichen parallel nebeneinander verlaufenden Kabeln, bei dem ein Rohkabel mit mindestens einer Verseilungsgruppe mit zwei oder mehr miteinander verseilten Leitern hergestellt wird, wobei die Schlaglänge der Verseilungsgruppe in Längsrichtung des Kabels variierend eingerichtet ist,
das Rohkabel durchtrennt wird, so dass zumindest ein erstes und ein zweites Kabel entstehen, und
die zwei Kabel derart nebeneinander angeordnet werden, dass sich die Schlaglänge mindestens einer Verseilungsgruppenwindung des ersten Kabels um mehr als 10%, bevorzugt um mehr als 20%, insbesondere um mehr als 50% von der Schlaglänge einer daneben angeordneten Verseilungsgruppenwindung des zweiten Kabels unterscheidet. - Wenn das Rohkabel über seinen gesamten Verlauf mit konstanter Verseilungslänge hergestellt wird, kann beim Schritt des Durchtrennens des Rohkabels darauf geachtet werden, dass die Kabellängen der erzeugten Kabel keine Vielfachen oder Bruchteile der Verseilungslänge sind. In diesem Fall ist nämlich der Schlaglängenverlauf nacheinander durchtrennter Kabel unterschiedlich, wenn diese nebeneinander angeordnet werden.
- Wenn das Rohkabel an seiner Außenseite Markierungen trägt, die den Schlaglängenverlauf und/oder eine maximale oder minimale Schlaglänge im Kabelinneren angeben, können die Kabel beim Schritt des Anordnens auf einfache Weise erfindungsgemäß nebeneinander verlegt werden, bspw. indem die Markierungen um einen vorgegebenen Mindestabstand versetzt zueinander angeordnet werden.
- In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt: eine schematische Handskizze einer erfindungsgemäßen Kabelanordnung.
- Es ist eine erfindungsgemäße Anordnung von zwei zumindest abschnittsweise nebeneinander verlaufenden Kabeln
10 ,20 dargestellt. Es handelt sich dabei um eine schematische Prinzipskizze. Es ist angedeutet, dass in jedem der Kabel10 ,20 zwei miteinander verseilte bzw. verdrillte Adern bzw. Leiter32 verlaufen. Zwei miteinander verseilte Leiter32 bilden jeweils eine Verseilungsgruppe11 ,21 . Mit anderen Worten sind die Adern einer Verseilungsgruppe schraubenförmig bzw. helixförmig umeinander gewickelt. Bei einer vollen Umdrehung bewegt sich jede der verseilten Adern um eine Schlaglänge in Längsrichtung L des Kabels. - Das erste Kabel
10 ist ein Twisted-Pair-Kabel und umfasst genau eine Verseilungsgruppe11 , die zwei miteinander verdrillte Leiter32 umfasst. Die beiden Leiter32 sind jeweils von einer Aderisolierung aus einem isolierenden Material umgeben. Die Verseilungsgruppe11 ist zur Bildung des Kabels10 von einem Schutzmantel umgeben. - Das zweite Kabel
20 ist ebenfalls ein Twisted-Pair-Kabel und umfasst genau eine Verseilungsgruppe21 , die zwei miteinander verdrillte Leiter32 umfasst. Die beiden Leiter32 sind jeweils von einer Aderisolierung aus einem isolierenden Material umgeben. Die Verseilungsgruppe21 ist zur Bildung des Kabels20 von einem Schutzmantel umgeben. - Die Schlaglänge der Verseilungsgruppe
11 des ersten Kabels variiert in Längsrichtung L etwa sinusförmig zwischen einer minimalen Schlaglänge A und einer maximalen Schlaglänge A'. Die minimale Schlaglänge A beträgt etwa 12 mm und die maximale Schlaglänge beträgt etwa 25 mm. Der Abstand zwischen zwei benachbarten Verseilungsabschnitten (14 ,15 ) minimaler Schlaglänge A definiert eine Verseilungslänge X. Die Verseilungslänge ist über die gesamte Länge des Kabels10 konstant. - Die Schlaglänge der Verseilungsgruppe
21 des zweiten Kabels variiert in Längsrichtung L ebenfalls sinusförmig zwischen einer minimalen Schlaglänge B' (mit B' = A) und einer maximalen Schlaglänge B (mit B = A'). Die Verseilungslänge ist ebenfalls über die gesamte Länge des Kabels20 konstant und beträgt X. - Eine durch die beiden Kabel verlaufende Schnittebene I schneidet die Verseilungsgruppe
11 des ersten Kabels10 in einem Verseilungsabschnitt14 , an dem die Schlaglänge der ersten Verseilungsgruppe11 einen Wert A hat, und sie schneidet die Verseilungsgruppe21 des zweiten Kabels20 in einem Verseilungsabschnitt24 , an dem die Schlaglänge der zweiten Verseilungsgruppe21 einen Wert B hat, wobei sich A um mehr als 50% von B unterscheidet. Insbesondere ist A um mehr als 50% kleiner als B. - Diese Beziehung zwischen den Schlaglängen einander nächst benachbarter Verseilungsgruppen-Windungen des ersten und des zweiten Kabels
10 ,20 gilt über mehr als 50% der gesamten Länge der Kabel10 ,20 . Hierdurch wird wirksam ein Alien-Crosstalk zwischen den Kabeln10 ,20 reduziert. - In dem Verseilungsabschnitt
14 , an dem die erste Verseilungsgruppe11 eine minimale Schlaglänge A aufweist, ist außen am Kabel eine bspw. kerbenförmige Markierung70 angeordnet. Solche Markierungen können im Abstand der jeweiligen Verseilungslänge über die gesamte Kabellänge sichtbar am Kabel angebracht sein. Der Kabelverleger weiß dann noch beim Verlegen des Kabels, wo in Längsrichtung des Kabels die Schlaglänge einen minimalen Wert annimmt und kann eine erfindungsgemäße Anordnung auf einfache Weise herstellen. - Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel eingeschränkt. So können mehr als zwei nebeneinander verlaufende Kabel die erfindungsgemäße Anordnung bilden. Anstelle der Twisted-Pair-Kabel können Sternvierer-Kabel mit einer aus vier Adern gebildeten Verseilungsgruppe verwendet werden. Die Verseilungslänge X kann über den Verlauf des Kabels in Längsrichtung L vorzugsweise periodisch und/oder statistisch variieren.
- Ferner betrifft die Erfindung ein Rohkabel zum Herstellen der erfindungsgemäßen Anordnung mit mindestens einer Markierung
70 an einer Außenseite. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
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- US 2012/0186846 [0006]
- EP 2131370 B1 [0007]
Claims (18)
- Anordnung von mindestens zwei im Wesentlichen parallel nebeneinander verlaufenden Kabeln (
10 ,20 ), von denen ein erstes Kabel (10 ) und ein zweites Kabel (20 ) jeweils mindestens eine Verseilungsgruppe (11 ,21 ) mit zwei oder mehr miteinander verseiften Leitern (32 ) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaglänge (A, A', B, B') der Verseilungsgruppen (11 ,21 ) in Längsrichtung der Kabel (10 ,20 ) jeweils variierend eingerichtet ist, wobei sich die Schlaglänge (A) mindestens einer Verseilungsgruppen-Windung (14 ) der Verseilungsgruppe (11 ) des ersten Kabels (10 ) von der Schlaglänge (B) einer dazu benachbarten Verseilungsgruppen-Windung (24 ) der Verseilungsgruppe (21 ) des zweiten Kabels (20 ) um mehr als 10%, bevorzugt um mehr als 20%, insbesondere um mehr als 50% unterscheidet. - Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseilungsgruppen (
11 ,21 ) jeweils aus einem verdrillten Leiterpaar (12 ,22 ) bestehen. - Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabel (
10 ,20 ) jeweils Twisted-Pair-Kabel sind. - Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseilungsgruppen (
11 ,21 ) jeweils aus vier miteinander verseilten Leitern bestehen. - Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabel jeweils Sternvierer-Kabel mit Viererverseilung sind.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Verseilungsgruppe mindestens ein Leiterpaar (
12 ,22 ) zur Übertragung eines differentiellen Signals aufweist. - Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kabel (
10 ,20 ) genau eine Verseilungsgruppe aufweist. - Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaglänge der Verseilungsgruppen (
11 ,21 ) jeweils zwischen einer minimalen Schlaglänge (A) und einer maximalen Schlaglänge (A') bevorzugt periodisch und/oder wellenförmig, insbesondere etwa sinusförmig variiert, wobei ein Abstand zwischen zwei benachbarten Verseilungsabschnitten (14 ,15 ) einer Verseilungsgruppe (11 ) mit minimaler Schlaglänge (A) eine Verseilungslänge (X) definiert. - Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale Schlaglänge größer ist als 5 mm und kleiner ist als 20 mm, bevorzugt größer ist als 10 mm und kleiner ist als 15 mm, während die maximale Schlaglänge größer ist als 15 mm und kleiner ist als 50 mm, bevorzugt größer ist als 22 mm und kleiner ist als 28 mm.
- Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseilungslänge (X) größer ist als 0,5 m und kleiner ist als 10 m, vorzugsweise größer ist als 2 m und kleiner ist als 5 m.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseilungslänge (X) einer Verseilungsgruppe in Kabellängsrichtung (L) bevorzugt periodisch, insbesondere sinusförmig variiert.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verseilungslänge (X) einer Verseilungsgruppe in Kabellängsrichtung (L) zwischen einer maximalen und einer minimalen Verseilungslänge statistisch variiert.
- Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Kabel (
10 ,20 ) separate, insbesondere voneinander beabstandete Einzelkabel sind. - Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kabel (
10 ,20 ) an einer Außenseite mindestens eine Markierung (70 ) trägt, die eine Schlaglänge, einen Schlaglängenverlauf und/oder eine Position einer maximalen oder minimalen Schlaglänge im Kabelinneren angibt, wobei bevorzugt die Markierung des ersten Kabels (10 ) in Kabellängsrichtung (L) versetzt zu der Markierung des zweiten Kabels (20 ) angeordnet ist. - Anordnung nach Anspruch 8 oder einem von Anspruch 8 abhängigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Kabel an einer Außenseite im Abstand der jeweiligen Verseilungslänge (X) Markierungen trägt.
- Verfahren zum Herstellen einer Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohkabel mit mindestens einer Verseilungsgruppe (
11 ) mit zwei oder mehr miteinander verseilten Leitern (32 ) hergestellt wird, wobei die Schlaglänge (A, A') der Verseilungsgruppe (11 ) in Längsrichtung des Kabels (10 ,20 ) variierend eingerichtet ist, das Rohkabel durchtrennt wird, so dass zumindest ein erstes und ein zweites Kabel gebildet werden, und die zwei Kabel derart nebeneinander angeordnet werden, dass sich die Schlaglänge einer Verseilungsgruppen-Windung des ersten Kabels (10 ) um mehr als 10%, bevorzugt um mehr als 20%, insbesondere um mehr als 50% von der Schlaglänge einer daneben angeordneten Verseilungsgruppen-Windung des zweiten Kabels (20 ) unterscheidet. - Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch den Schritt des Anbringens von Markierungen (
70 ) an einer Außenseite des Rohkabels in Abhängigkeit von dem Schlaglängenverlauf im Inneren des Rohkabels. - Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schritt des Anordnens der zwei Kabel eine Markierung des ersten Kabels versetzt zu einer Markierung des zweiten Kabels positioniert wird.
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