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DE1020014B - Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen von Metallalkoholaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen von Metallalkoholaten

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Publication number
DE1020014B
DE1020014B DEF18318A DEF0018318A DE1020014B DE 1020014 B DE1020014 B DE 1020014B DE F18318 A DEF18318 A DE F18318A DE F0018318 A DEF0018318 A DE F0018318A DE 1020014 B DE1020014 B DE 1020014B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
sec
aluminum
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF18318A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Martin Reuter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF18318A priority Critical patent/DE1020014B/de
Publication of DE1020014B publication Critical patent/DE1020014B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G79/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule
    • C08G79/10Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule a linkage containing aluminium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/68Preparation of metal alcoholates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C31/00Saturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C31/28Metal alcoholates
    • C07C31/32Aluminium alcoholates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/06Aluminium compounds
    • C07F5/069Aluminium compounds without C-aluminium linkages
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G79/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen von Metallalkoholaten Es ist bekannt, daß sich Diketen leicht mit Verbindungen mit reaktionsfähigem Wasserstoffatom, wie z. B.
  • Alkoholen oder Aminen, zu Abkömmlingen der Acetessigsäure, wie Acetessigsäureestern bzw. Acetessigsäureamiden, umsetzt.
  • Es ist bereits vorgeschlagen woIden, Metallalkoholate mit Dimeren von Aldoketenen in An- oder Abwesenheit von indifferenten Verdünnungsmitteln umzusetzen und gegebenenfalls die Umsetzungsprodukte auf höhere Temperaturen zu erhitzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man wertvolle organische Metallverbindungen dadurch herstellen kann, daß man Metallalkoholate mit weniger als der äquivalenten Menge an Dimeren von Aldoketenen in An- oder Abwesenheit von indifferenten Verdünnungsmitteln umsetzt und auf das Umsetzungsprodukt, gegebenenfalls nach Erhitzen auf höhere Temperaturen, austauschfähige Stoffe, wie z. B. Wasser, Alkohole, Säuren, Isocyanate, einwirken läßt.
  • Man kann das Verfahren auch in der Weise ausführen, daß man die eine Reaktionskomponente nur mit einem Teil der anderen Komponente umsetzt und den restlichen Teil in einer späteren Reaktionsstufe und/oder beim Erhitzen auf höhere Temperatur zusetzt.
  • Man kann das Verfahren weiterhin auch so ausführen, daß man in Metallalkoholaten zuerst eine partielle Umsetzung der Alkoholatgruppen mit den austauschfähigen Stoffen vornimmt und die verbliebenen, über Sauerstoff gebundenen Reste teilweise oder ganz mit Dimeren von Aldoketenen umsetzt.
  • Das neue Verfahren ist deswegen überraschend, weil bisher nur Umsetzungen des Diketens mit solchen Partnern bekannt sind, welche reaktionsfähige Wasserstoffatome enthalten, und weil derartige Wasserstoffatome in den Metallalkoholaten fehlen.
  • Die Umsetzung mit den Dimeren von Aldoketenen verläuft unter Wärmetönung und stets ohne Abspaltung von Alkoholatgruppen. Die Reaktionsprodukte sind geruchlos und dürften keine Additionsverbindungen sein, weil sie im allgemeinen auch in der Hitze bei etwa 100 bis 150"C keine Dimeren von Aldoketenen abspalten.
  • Es kann vielleicht angenommen werden, daß das Dimere von Aldoketenen zuerst ganz oder teilweise mit einem Alkoholatrest einen Acetessigester bildet, welcher in salzähnlicher Form an das Metall gebunden ist, und daß bei höheren Temperaturen chemische Veränderungen erfolgen. Dabei bleibt aber die Möglichkeit einer komplexähnlichen Vorstuie bestehen, denn in manchen Fällen erfolgt beim Mischen der Reaktionskomponenten nur eine geringe Wärmetönung, und die Hauptwärmetönung erfolgt erst beim Anwärmen des Reaktionsgemisches auf mittlere oder höhere Temperaturen von etwa 50 bis 150"C Die Mengenverhältnisse, in denen die Metallalkoholate mit den Dimeren von Aldoketenen umgesetzt werden, können in weiten Grenzen schwanken; man muß jedcch einen Unterschuß der Dimeren von Aldoketenen, d. h. weniger als die äquivalente Menge, auf die Metallalkoholate zur Einwirkung bringen. Die Reaktionsprodukte enthalten noch ursprüngliche Alkoholreste in Alkoholatbindung, welche durch Einwirkung austauschfähiger Stoffe ersetzt werden können. Diese Produkte können z. B. durch Einwirkung von geringen Mengen Wasser in der Hitze unter Alkoholabspaltung in die basischen Salze der Acetessigester übergeführt werden; sie können auch durch Einwirkung anderer, z. B. höherer Alkohole in Analogie zur bekannten Umalkoxylierung von Metallalkoholaten unter Verdrängung der ursprünglichen Alkoxylgruppen umalkoxyliert werden. Ferner können in diesen Produkten die verbliebenen Alkoholatgruppen in der bei Metallalkoholaten bekannten Weise mit austauschfähigen Stoffen, wie z. B. Carbonsäuren oder Dicarbonsäureanhydriden, ausgetauscht bzw. umgesetzt werden.
  • Als Dimere von Aldoketenen seienVerbindungen vomTyp (RCH = C = °)2 bzw. RCH2-CO-C(R') = C = 0 bzw. dessen cyclische Formulierungen genannt, worin R und R' Wasserstoff oder Kohlenwasserstoffreste bedeuten, wie Diketen C4 H4 02, Dimethyl-diketen, Didecyl-diketen, Dihexadecyl-diketen, dimere Ketene aus Naphthensäuren, Harzsäuren usw. Auch Mischungen von Dimeren von Aldoketenen oder Dimere von verschiedenen Aldoketenen können verwendet werden.
  • Als Alkoholate eignen sich alle organischen Metallverbindungen, in welchen etwa 0,2 bis 1,0 Äquivalent beliebiger Kohlenwasserstoffreste über Sauerstoff an 1 Äquivalent des Metallatoms gebunden sind. Insbesondere die Alkoholate von mehrwertigen Metallen ergeben wertvolle Umsetzungsprodukte. Die Herstellungsweise der mehrwertigen Metallalkoholate ist für die Ausführbarkeit der Erfindung ohne Einfluß. Sie können in bekannter Weise, z. B. durch Einwirkung der Metalle selbst auf die wasserfreien oder schwach wasserhaltigen Alkoholate, hergestellt sein, wie dies z. B. bei Magnesium, Calcium, Aluminium bekannt ist. Sie können ferner bekanntermaßen durch - gegebenenfalls partielle - Umsetzung von wasserfreien Halogeniden von mehrwertigen Metallen, wie z. B. Aluminium, Eisen, Chrom, Zink, Titan, Zirkon, mit Alkoholen in Gegenwart von alkalischen Mitteln, wie z. B. Alkalimetallen, Alkalialkoholaten, Ammoniak oder Aminen, gewonnen sein. Sie können weiterhin bekanntermaßen durch - gegebenenfalls partielle -Umsetzung von geeigneten wasserfreien Metallhalogeniden, wie Aluminiumchlorid, Titanchlorid, mit Äthylenoxyden hergestellt sein. Es kommen außer den monomeren auch die sogenannten polymeren Metallalkoholate als Ausgangsstoffe in Betracht, welche aus den Monomeren durch thermische undloder hydrolytische Behandlung und gleichzeitige Abspaltung von Alkoxylresten und Verknüpfung von Metallen über Sauerstoffatome erhältlich sind.
  • Als Alkohole kommen mono- und bivalente Vertreter der aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen und heterocyclischen Reihe in Betracht, die auch indifferente Substituenten, wie z. B. Chloratome, enthalten können und deren Kohlenstoffkette durch Heteroatome, wie z. B.
  • Sauerstoff, Schwefel, unterbrochen sein kann. Beispielsweise werden Äthanol, Isopropanol, Butanol, Cyclohexanol, 2,5-Hexandiol, Diglykol, Benzylalkohol, Furfurylalkohol genannt. Statt der Metallalkoholate können auch die Umsetzungsprodukte von mehrwertigen Metallalkoholaten mit molekularen Unterschüssen von flüchtigen organischen Komplexbildnern wie Ketoenolverbindungen oder die bekannten Kohlendioxyd- bzw.
  • Schweleldioxydadditionsverbindungen der Met allalkoholate verwendet werden.
  • Die Ausführung erfolgt im allgemeinen durch Vermischen der Reaktionskomponenten unter Rühren in der Kälte, bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, bei An- oder Abwesenheit von indifferenten Verdünnungsmitteln, wie z. B. lECohlenwasserstoffen, Chlorkohlenwasserstoffen, Äthern, wie z. B. Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, Diäthyläther u. dgl., gegebenenfalls unter Kühlung. In manchen Fällen empfiehlt es sich, die Reaktion durch Erwärmen auf mittlere bis höhere Temperatur von etwa 50 bis 2000 C, gegebenenfalls bei vermindertem Druck, zu Ende zu führen. Soweit die Reaktion gelegentlich träge verläuft, kann sie beschleunigt werden durch Zusatz katalytisch wirkender Stoffe, wie z. B. Spuren von alkalisch wirkenden Stoffen, wie Natriummethylat oder von tertiären Basen, wie Pyridin, Hexahydrodimethyl anilin, Triäthylamin u. dgl.
  • Nach beendigter Umsetzung können die gegebenenfalls benutzten indifferenten Lösungsmittel durch Abdestillieren oder Abfiltrieren abgetrennt werden.
  • Die erfindungsgemäß erhaltenen Reaktionsprodukte sind je nach den venendeten Ausgangsstoffen oder Reaktionsbedingungen ölige, wachsartige oder feste, kristallisierte oder harzartige Stoffe, welche teils in vielen organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Benzol, Xylol, Perchloräthylen, Testbenzin, Isopropanol, leicht löslich oder teils in organischen Lösungsmitteln unlöslich sind. Bei Anwendung höherer Temperaturen von etwa 100 bis 2000 C bei der Herstellung wfrd die Löslichkeit oft verringert.
  • Die Verfahrensprodukte sind für mannigfache Anwendungen geeignet, z. B. als Zusätze in der Schmierstoff-, Treibstoff- und Lackindustrie, als Dispergiermittel in z. B. organischen Flüssigkeiten. Bei Verwendung von mittel- bis höhermolekularen Dimeren von Aldoketenen und insbesondere drei- oder vierwertigen Metallen und Carbonsäuren eignen sich die Verfahrensprodukte auch als Hydrophobiermittel, z. B. in organischen Lösungsmitteln, vorteilhaft unter Zusatz von hydrophoben organischen Stoffen, wie Paraffin. Die in organischen Lösungsmitteln unlöslichen Verfahrensprodukte finden Verwendung in der Kunststoffindustrie.
  • Gegenüber der bekannten Herstellung von Metallsalzen bzw. AIetallalkoholatl.omplexen der Acetessigester durch Einwirkung von Acetessigestern auf Metalle oder auf Metallsalze bzw. Metallalkoholate bietet das vorliegende Verfahren den Vorteil, daß die Herstellung von Acetessigestern erspart wird.
  • Beispiel 1 Zu 1 Mol einer technischen Lösung von Aluminium äthylat in Essigester (etwa 20!o Al), hergestellt nach deutschem Patent 386 688, werden 0,5 Mol Diketen unter Rühren zugegeben und das klare Gemisch 1/2 Stunde auf etwa 60" C erwärmt. Diese Lösung wird mit 0,8 Mol Stearinsäure (E. P. 520 C), gelöst in der 10fachen Menge Tetrachlorkohlenstoff, 1/,Stunde am Rückfluß gekocht.
  • Aus der klaren Lösung des stearinsauren diketenisierten Aluminiumäthylates werden dann die Lösungsmittel bei vermindertem Druck abdestilliert. Der wachsartige Destillationsrückstand wird mit 2 Gewichtsteilen Paraffin (E. P. 54 C) und 3 Gewichtsteilen Perchloräthylen bei 600 C zu einer klaren Schmelze verrührt, welche beim Abkühlen schmalzartig erstarrt. Die Lösung des Schmalzes in 30 Gewichtsteilen Testbenzin oder 40 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff liefert auf Geweben aus Baumwolle, Wolle, Polyamidfasergut u. dgl. hervorragende Hydrophobiereffekte.
  • Beispiel 2 Zu 246 Gewichtsteilen Aluminium-sek.-butylat werden unter Rühren 100 Gewichtsteile Laurinsäure zugegeben und das Gemisch auf 150 C erhitzt. Hierbei bildet sich Al-semilaurat-sek.-butylat, und der verdrängte sek.-Butanol destilliert ab. Das ölige Reaktionsprodukt wird in 800 Gewichtsteilen Xylol gelöst und in die Lösung unter Rühren 42 Gewichtsteile Diketen zugetropft, wobei man die Temperatur durch Außenkühlung bei etwa 400 C hält. Man erhält eine klare Lösung von gegen Feuchtigkeit bei normaler Temperatur stabilem Alsemilaurat-butanolat. \\wird das Lösungsmittel bei vermindertem Druck abdestilliert, so erhält man als Destillationsrückstand 340 Gewichtsteile eines Öles vom Erstarrungspunkt - 120 C, welches in Xylol, Testbenzin und Tetrachlorkohlenstoff löslich ist. Das Reaktionsprodukt kann zur Hydrophobierung von Textilien mit der gleichen Menge indonesischem Paraffin (E. P. 62" C) und der doppelten Menge Perchloräthylen oder Testbenzin bei etwa 50 C zu einer klaren Schmelze verrührt werden, welche bei Abkühlen schmalzartig erstarrt. Die Lösung von 1 Gewichtsteil dieses Schmalzes in 20 Gewichtsteilen Testbenzin oder 30 Gewichtsteilen Perchloräthylen liefert auf chemisch gereinigter Oberbekleidung aus Baumwolle, regenerierter Cellulose, Wolle, Polyesterfasergut u. dgl. hervorragende Hydrophobiereffekte.
  • Verwendet man an Stelle von Laurinsäure die äquivalente Menge Myristinsäure oder Ölsäure oder an Stelle von Aluminium-sek.-butfirlat ein basisches Aluminium-sek.-butylat der analytischen Zusammensetzung Al(CIH9O)2,2O (hergestellt nach Gaz. Chim. It., 80 [1950], S. 119) und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man die entsprechenden Aluminiumverbindungen von gleichartigen Eigenschaften.
  • Beispiel 3 246 Gewichtsteile Aluminium-sek.-butylat werden nach der im Beispiel 2 angegebenen Arbeitsweise mit 122 Gewichtsteilen Benzoesäure zum Aluminium-monobenzoatsek.-butylat umgesetzt und auf dieses in Toluollösung mit 84 Gewichtsteilen Diketen bei etwa 40° C einwirken gelassen. Sodann wird die klare Reaktionslösung noch 1/2 Stunde auf 95" C erhitzt und darauf das Lösungsmittel abdestilliert. Man erhält als Reaktionsprodukt 360 Gewichtsteile Aluminium-monobenzoat-monoacetessig-sek. butylester-mono-sek.-butylat als Ö1 vom E. P. etwa 05 C, welches in Benzol, Testbenzin und Perchloräthylen löslich ist. Das Reaktionsprodukt ist ein gutes Hydrophobiermittel aus organischen Lösungsmitteln bei Kombination mit hydrophoben organischen Stoffen, wie Paraffinen oder Wachsen. Bei Zugabe von Chlorparaffinen zur Imprägnierlösung wird zusätzlich eine Flammschutzwirkung erreicht. Verwendet man an Stelle von Benzoesäure die äquivalente Menge o-Tolylsäure oder a-Naphthoesäure und arbeitet in gleicher Weise, so erhält man die entsprechenden Aluminiumverbindungen mit gleichartigen Eigenschaften.
  • Beispiel 4 Zu 246 Gewichtsteilen Aluminium-sek.-butylat, gelöst in 1000 Gewichtsteilen Xylol, wird unter Rühren die Lösung von 60 Gewichtsteilen Eisessig in 300 Gewichtsteilen Xylol bei etwa 200 C unter Kühlung von außen zugetropft. Zur klaren Lösung des hierbei gebildeten Aluminium-monoacetat-sek.-butylates werden unter Rühren und Kühlen bei etwa 30° C 84 Gewichtsteile Diketen zugetropft und noch 1 Stunde bei 95° C nachgerührt.
  • Dabei entsteht eine klare Lösung des Aluminiummonoacetat-monoacetessig-sek.-butylester-mono-sek.-butylates. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels bei vermindertem Druck erhält man das Reaktionsprodukt als Ö1 vom E. P. 200 C, welches in Benzol, Testbenzin und Tetrachlorkohlenstoff löslich ist. Verwendet man an Stelle von Eisessig die äquivalente Menge Propionsäure und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man die entsprechende Aluminiumverbindung von gleichartigen Eigenschaften.
  • Beispiel 5 Zu 246 Gewichtsteilen Aluminium-sek' -butylat, gelöst in 800 Gewichtsteilen Benzol, werden unter Rühren und Außenkühlung 42 Gewichtsteile Diketen bei etwa 30 C zugetropft. Man erhält eine klare Lösung von Aluminium-sek.-butylat, die gegen Feuchtigkeitseinwirkung bei gewöhnlicher Temperatur stabilisiert ist.
  • Nach Abdestillieren des Lösungsmittels bei vermindertem Druck erhält man das stabilisierte Aluminium-sek.-butylat in I;orm eines Öls, das in der Kälte wachsartig erstarrt und in organischen Lösungsmitteln, wie Benzol, Tetrachlorkohlenstoff und Testbenzin, leicht löslich ist.
  • Das Reaktionsprodukt wird in 1000 Volumteilen Benzol gelöst und unter Rühren mit 300 Gewichtsteilen 12-Oxystearinsäure (hydrierte Ricinusölfettsäure) auf 40 C erhitzt. Man erhält eine klare Lösung von gegen Feuchtigkeit stabilisiertem Aluminium-mono-(oxystearat) -sek.-butylat. Das Reaktionsprodukt erhält man durch Abdestillieren des Lösungsmittels als zähes Weichharz, das in Nylol und Perchloräthylen löslich ist. Es eignet sich als gutes Hydrophobiermittel für Textilien für die Hydrophobierung in organischen Lösungsmitteln, insbesondere bei Kombination mit hydrophoben organischen Stoffen.
  • Verwendet man an Stelle von Oxystearinsäure die äquivalente Menge Linolensäure und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man ein gleichartiges Reaktionsprodukt, welches ein wertvoller Zusatz zu Lacken ist. Seine Verträglichkeit mit organischen Kunststoffen kann durch nachträgliches Erhitzen mit 1 Mol 2-Äthylhexanol-(t) und Abdestillieren des verdrängten sek.-Butanols noch verbessert werden.
  • Beispiel 6 Zu 288 Gewichtsteilen stabilisiertem Aluminium-sek. -butylat, hergestellt in der im Beispiel 5 beschriebenen Weise und gelöst in etwa 800 Gewichtsteilen Benzol, werden unter Rühren und Außenkühlung 30 Gewichtsteile Eisessig bei etwa 25"C zugetropft. Es bildet sich eine klare Lösung von stabilisiertem Aluminium-semiacetat-sek.-butylat, welches man durch Ab destillieren des Lösungsmittels als weiches Harz erhalten kann und welches in Benzol, Testbenzin und Perchloräthylen löslich ist. Setzt man dieses Produkt in Benzollösung mit 100 Gewichtsteilen Laurinsäure bei etwa 40"C um, so erhält man eine klare Lösung von Aluminium-semiacetat-semilaurat-sek.-butylat. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels fällt es als Öl vom E. P. 30"C an, welches in Benzol, Testbenzin und Perchloräthylen löslich ist.
  • Es ist ein gutes Hydrophobierungsmittel für Textilien aus organischen Lösungsmitteln, insbesondere bei Kombination mit Paraffin.
  • Verwendet man an Stelle von Laurinsäure die äquivalente Menge Harzsäure (Kolophonium) oder Benzoesäure und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man ebenfalls gute Hydrophobiermittel.
  • Beispiel 7 654 Gewichtsteile Zirkon-isopropylat, gelöst in 1200 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff, werden mit 36 Gewichtsteilen Wasser, gelöst in 3000 Gewichtsteilen Isopropanol, bei etwa 300 C unter Rühren umgesetzt.
  • Man erhält eine klare Lösung von polymerem Zirkonisopropylat [ZrO (C3H,0)2Joo. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels bei vermindertem Druck wird der wachsartige Rückstand in 2000 Gewichtsteilen Benzol gelöst und unter Rühren und Kühlen mit 84 Gewichtsteilen Diketen bei etwa 40 C umgesetzt. Man erhält eine klare Lösung von gegen Feuchtigkeit bei gewöhnlicher Temperatur stabilisiertem polymerem Zirkonisopropylat.
  • 600 Gewichtsteile von diesem stabilisierten polymeren Zirkon-isopropylat werden in benzolischer Lösung mit 270 Gewichtsteilen technischer Stearinsäure (E. P. 54"C) auf etwa 600 C unter Rühren erhitzt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels erhält man das Reaktionsprodukt als weiches Wachs, welches in Benzol, Tetrachlorkohlenstoff und Testbenzin löslich ist und auf Textilien hervorragende Hydrophobierwirkungen ergibt, insbesondere in Paraffinkombination. Verwendet man an Stelle von Stearinsäure die äquivalente Menge Benzoesäure oder Laurinsäure oder Propionsäure und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man gleichartige Zirkonverbindungen.
  • Beispiel 8 Zu 246 Gewichtsteilen Aluminium-tri-sek.-lDutylat, gelöst in 800 Gewichtsteilen Benzol, werden unter Rühren und Außenkühlung 84 Gewichtsteile Diketen bei etwa 500 C zugetropft. Man erhält eine klare Lösung von Aluminium - di - (sek. -butylat) -mono - acetessigbutylester; dieser wird nach Abdestillieren des Lösungsmittels in Form eines weichen Harzes erhalten, welches in Toluol, Testbenzin oder Perchloräthylen leicht löslich ist und durch Luftfeuchtigkeit bei gewöhnlicher Temperatur nicht zersetzt wird.
  • Sodann werden 330 Gewichtsteile des erhaltenen Aluminium - di- (sek. -butylat) - mono - acetessigbutylesters in 500 Gewichtsteilen Benzol gelöst und hierzu bei etwa 20"C unter Rühren 119 Gewichtsteile Phenylisocyanat zugegeben. Das Reaktionsgemisch erwärmt sich dabei auf etwa 40"C, und es entsteht eine klare Lösung von Aluminium - mono - (sek. - butylat) - mono - (acetessigbutylester)-mono-(N-phenyl-sek.-butylurethan). Dieses wird nach Abdestillieren des Lösungsmittels als zähes Harz erhalten, welches in Toluol, Testbenzin und Tetrachlorkohlenstoff leicht löslich ist.
  • Verwendet man an Stelle von Phenylisocyanat die äquivalente Menge Octadecylisocyanat und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man das entsprechende Aluminium-mono-(sek.-butylat) -mono-(acetessigbutylester) - mono- (N- octadecyl-sek. -butylurethan), das ein dickflüssiges Öl darstellt. Dieses ist in Toluol, Testbenzin und Tetrachlorkohlenstoff leicht löslich. Es ist ein gutes Hydrophobiermittel für Textilien aus organischen Lösungsmitteln, insbesondere in Kombination mit Paraffin.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Komplexverbin dungen von TMetallalkoholaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Metallalkoholate mit weniger als der äquivalenten Menge an Dimeren von Aldoketenen in An- oder Abwesenheit von indifferenten Verdünnungsmitteln umsetzt und auf das Umsetzungsprodukt, gegebenenfalls nach Erhitzen auf höhere Temperaturen, austauschfähige Stoffe, z. B. Wasser, Alkohole, Säuren, Isocyanate, einwirken läßt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die eine Reaktionskomponente nur mit einem Teil der anderen Komponente umsetzt und den restlichen Teil in einer späteren Reaktionsstufe und/oder beim Erhitzen auf höhere Temperaturen zusetzt.
    3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in Metallalkoholaten zuerst eine partielle Umsetzung der Alkohelatgruppen mit den austauschfähigen Stoffen vornimmt und die verbliebenen Alkoholatgruppen teilweise oder ganz mit Dimeren von Aldoketenen umsetzt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1205082B (de) * 1961-09-29 1965-11-18 Pfersee Chem Fab Verfahren zur Herstellung von Aluminium-, Titan- und Zirkonkomplexverbindungen von Perfluorcarbonsaeuren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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