DE1020096B - Anordnung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren Stromverbrauchern - Google Patents
Anordnung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren StromverbrauchernInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/02—Details
- H02H3/033—Details with several disconnections in a preferential order, e.g. following priority of the users, load repartition
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Description
Befinden sich in einer Anlage zwei oder mehr Stromverbraucher, die zusammen maximal einen
Strom aufnehmen können, der größer ist als der durch einen gemeinsamen Überstromschalter begrenzte
Strom, so muß Vorsorge getroffen werden, daß niemals sämtliche Stromverbraucher gleichzeitig
eingeschaltet werden. Es ist bereits bekannt, dadurch einen Teil der Stromverbraucher abzuschalten, daß
in deren Stromkreis ein magnetisch betätigter Schalter liegt, dessen Magnetspule von dem Strom des nicht
abzuschaltenden Verbrauchers gespeist wird und der anspricht, wenn letzterer den maximal zur Verfugung
stehenden Strom benötigt. Verringert sich dieser Strom, so· werden selbsttätig die übrigen Verbraucher
wieder eingeschaltet. Ist beispielsweise der allein im Stromkreis verbleibende Verbraucher ein mit Steuerimpulsregler
ausgerüsteter Herd, Bügler od. dgl., so wird bei jedem Regel Vorgang durch die kurzzeitige
Ausschaltung der magnetische Auslöser ansprechen und sämtliche Verbraucher ein- bzw. ausschalten.
Ferner ist ein stets gleiches Abschalten durch den Magnetanker bei einem bestimmten Strom im nicht
abzuschaltenden Stromkreis nicht immer gewährleistet, da die Abfall-Amperewindungen von der
Güte der Polflächen, besonders bei Wechselstrommagneten, abhängig sind. Hinzu kommen noch die
unerwünschten Schlag- und Brummgeräusche.
Um dieses zu vermeiden, liegt in Anlagen der vorstehenden Art, bei denen das Abschalten des oder der
Stromverbraucher selbsttätig durch den Strom des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers erfolgt, erfindungsgemäß
im Stromkreis der abzuschaltenden Verbraucher ein durch einen träge arbeitenden Auslöser,
z. B. Bimetallstreifen, gesteuerter Schnappschalter, und es wird der Bimetallstreifen vom Strom
des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers mittels Wandlers gespeist, dessen Sättigung den Stromverhältnissen
des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers angepaßt ist.
Durch die Verwendung eines träge arbeitenden Auslösers bleiben die einzelnen, durch einen Regler
hervorgerufenen Auslöseimpulse ohne Einfluß auf den Auslöser. Ferner wird durch die Verwendung eines
gesättigten Wandlers der Wärmeauslöser, z. B. Bimetallstreifen, niemals überlastet, da die maximale
Sekundärstromstärke des Wandlers nur bis zu einer ganz bestimmten Höhe anwachsen kann.
Die Verwendung des träge arbeitenden Auslösers, z. B. Bimetallstreifen, hat aber den Nachteil, daß das
Wiederzuschalten der abgeschalteten Verbraucher nach Verringerung des Stromes im Stromkreis des
nicht abzuschaltenden Verbrauchers erst nach einer gewissen Abkühlung des Bimetallstreifens möglich
ist. Diese Zeit ist verhältnismäßig lang. Es werden Anordnung zur Begrenzung
des entnommenen Stromes für Anlagen
mit zwei oder mehreren Stromverbrauctiern
Anmelder:
Voigt & Haeffner Aktiengesellschaft, Frankfurt/M., Hanauer Landstr. 142-172
Hans Kummer, Frankfurt/M., ist als Erfinder genannt worden
daher Mittel vorgesehen, diese Zeit zu verkürzen. Beispielsweise ist die Wirkrichtung des Bimetallstreifens,
der vom Strom des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers beheizt wird, die gleiche wie die
eines zweiten BitnetalLtreifens, der vom Strom der abzuschaltenden Stro-.nverbraucher beheizt wird.
Bringen nun bei Normalbetrieb beide Bimetallstreifen den Schnappschalter zum Ansprechen und wird ein
Teil der Stromver; caucher abgeschaltet, so wird auch die Beheizung des im abzuschaltenden Stromkreis
liegenden Bimetallstreifens abgeschaltet. Durch seine Abkühlung wird der Öffnungsweg zwische·
Einschalt- und Ausschaltpunkt des Schnappschalte±w so kompensiert, daß bei geringem Rückgang der Beheizung
des ersten Bimetallstreifens der Schnappschalter wieder die übrigen Stromverbraucher einschaltet.
Die Anordnung kann zweckmäßig so durchgeführt werden, daß auf einem gemeinsamen Drehlager sowohl
der dauernd beheizte Bimetallstreifen als auch der vom Strom der abzuschaltenden Stromverbraucher
beheizte Bimetallstreifen fest angeordnet sind und das freie Ende des ersten Bimetallstreifens auf den
Schnappschalter einwirkt, während sich das freie Ende des zweiten Bimetallstreifens gegen einen einstellbaren
Anschlag anlegt. Durch diese Anordnung wird der träge arbeitende Auslöser auf kleinem Raum
zusammengedrängt.
709' 807/209
Die Bilder dienen zur Erläuterung der Erfindung, und es zeigt
Bild 1 das Schaltbild mit der träge arbeitenden Auslösevorrichtung,
Bild 2 die untere Seitenfläche der Auslösevorrichtung.
1 und 2 sind zwei Verbraucher, ein Elektroherd und ein Heißwasserspeicher, die an das Netz 3 angeschlossen
sind und deren Gesamtstrom durch den Uberstromschalter 4 überwacht wird. In dem Stromkreis
des Verbrauchers 1 liegt der Wandler 5, in den Stromkreis des Verbraucher 2 ist die Auslösevorrichtung
6 eingeschaltet, bestehend aus dem Schnappschalter 7 und dem träge arbeitenden U-förmigen
Bimetallauslöser 8, der unmittelbar an den Sekundär-Stromkreis des Wandlers 5 angeschlossen ist. Die
Enden des U-förmigen Bimetallauslösers 8 sind fest mit dem Drehlager 9 verbunden. Das freie Ende wirkt
mit dem Stift 10 auf den Schnappschalter 7 ein. Ferner ist mit dem Drehlager 9 das eine Ende des
Bimetallstreifens 11 fest verbunden, dessen anderes Ende sich gegen einen verstellbaren Anschlag, Querstift
12, anlegt und durch die Feder 13 gehalten wird. 14 ist eine Einstellscheibe für den Anschlag 12. Die
beiden Bimetallstreifen 8 und 11 sind so angeordnet, daß sie, wie durch Pfeilstriche angedeutet, in entgegengesetzter
Richtung sich ausbiegen, jedoch in gleicher Richtung zusammen arbeiten.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist wie folgt. Die Verbraucher 1 und 2 sind eingeschaltet, wenn der
Stromverbrauch des Verbrauchers 1 (Herd) gering ist. Steigt die Belastung über ein gewisses Maß, so
wird durch die Durchbiegung des Bimetallstreifens 8 der Schnappschalter 7 über den Stift 10 betätigt und
schaltet den Stromverbraucher 2 (Speicher) ab. Solange der Speicher 2 eingeschaltet war, wurde das
Bimetall 11 beheizt. Durch seine Abschaltung wird die Beheizung des Bimteallstreifens 11 aufgehoben,
und der Bimetallstreifen 11 kühlt sich ab. Die Vorspannung am Schnappschalter wird hierdurch verringert.
Der Schnappschalter 7 wird jedoch noch nicht betätigt. Sinkt nun die Belastung im Herdstromkreis,
so verringert sich die Beheizung des Bimetallstreifens 8, und bereits bei geringer Abkühlung wird
der Schnappschalter 7 betätigt, der den Stromverbraucher, Speicher 2, wieder einschaltet. Hierdurch
wird auch die Heizwicklung des Bimetallstreifens 11 eingeschaltet. Die Heizleistungen der direkt und indirekt
beheizten Bimetalle sind so abgestimmt, daß erst dann, wenn der Bimetallstreifen 8 seine festgelegte
Heizleistung überschreitet, der Speicherstromkreis wieder abgeschaltet wird.
Claims (5)
1. Anordnung zur Begrenzung des entnommenen Stromes für Anlagen mit zwei oder mehreren
Stromverbrauchern, von denen ein Teil abgeschaltet wird, wenn der andere Teil den Gesamtstrom
benötigt, wobei das Abschalten des oder der Stromverbraucher selbsttätig durch den Strom
des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis
der abzuschaltenden Stromverbraucher ein durch einen träge arbeitenden Auslöser, ζ. Β. Bimetallstreifen,
gesteuerter Schnappschalter liegt und der Bimetallstreifen vom Strom des nicht abzuschaltenden
Stromverbrauchers mittels Wandlers gespeist wird, dessen Sättigung den Stromverhältnissen
des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers angepaßt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines träge
arbeitenden Auslösers Mittel vorgesehen sind, durch welche die durch den Schnappschalter abgeschalteten
Stromverbraucher sofort wieder eingeschaltet werden, wenn der nicht abgeschaltete
Stromverbraucher den Gesamtstrom nicht mehr benötigt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Bimetallstreifen, der
vom Strom des nicht abzuschaltenden Stromverbrauchers beheizt wird, ein zweiter Bimetallstreifen
zusammenwirkt, der vom Strom der abzuschaltenden Stromverbraucher beheizt wird.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem gemeinsamen
Drehlager sowohl der dauernd beheizte Bimetallstreifen als auch der vom Strom der abzuschaltenden
Stromverbraucher beheizte Bimetallstreifen fest angeordnet sind und das freie Ende des ersten
Bimetallstreifens auf den Schnappschalter einwirkt, während sich das freie Ende des zweiten
Bimetallstreifens gegen einen einstellbaren Anschlag anlegt.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der dauernd beheizte Bimetallstreifen
direkt stromdurchflossen ist, während der vom Strom der abzuschaltenden Stromverbraucher
beheizte Bimetallstreifen indirekt beheizt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 807/209 11.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV11441A DE1020096B (de) | 1956-10-24 | 1956-10-24 | Anordnung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren Stromverbrauchern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV11441A DE1020096B (de) | 1956-10-24 | 1956-10-24 | Anordnung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren Stromverbrauchern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1020096B true DE1020096B (de) | 1957-11-28 |
Family
ID=7573474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV11441A Pending DE1020096B (de) | 1956-10-24 | 1956-10-24 | Anordnung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren Stromverbrauchern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1020096B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1072719B (de) * | 1958-03-28 | 1960-01-07 | LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H., Frankfurt/M | Einrichtung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren Stromverbrauchern, insbesondere fuer Haushaltsanlagen |
-
1956
- 1956-10-24 DE DEV11441A patent/DE1020096B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1072719B (de) * | 1958-03-28 | 1960-01-07 | LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H., Frankfurt/M | Einrichtung zur Begrenzung des entnommenen Stromes fuer Anlagen mit zwei oder mehreren Stromverbrauchern, insbesondere fuer Haushaltsanlagen |
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