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Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf eine Fahrradsteuervorrichtung zum Steuern von zwei verschiedenen Fahrradkomponenten.
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Hintergrundinformationen
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Radfahren ist eine zunehmend beliebte Form der Freizeitgestaltung und Erholung sowie ein zunehmend beliebtes Transportmittel. Außerdem ist Radfahren ein sehr beliebter Wettkampfsport geworden sowohl für Amateure als auch für Profis. Ob das Fahrrad zur Freizeitgestaltung, Erholung, Transport oder im Wettkampf Anwendung findet, die Fahrradindustrie verbessert ständig die verschiedenen Komponenten des Fahrrads. In der Vergangenheit hatten die meisten Fahrräder starre bzw. steife Rahmen, die üblicherweise Stöße, resultierend aus unebenen Fahrflächen, direkt auf den Radfahrer übertrugen. Mit anderen Worten heißt das, die meisten Räder waren nicht bereitgestellt mit irgendwelchen vorderen oder hinteren Federungen. Kürzlich wurden Räder, insbesondere Mountain-Bikes (MTB) und All-Terrain-Bikes (ATB), mit vorderen und/oder hinteren Federungsaufbauten ausgestattet, um die Stöße, die beim Fahren auf unebenem Untergrund auf den Fahrer übertragen werden, zu absorbieren.
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Bei diesen Rädern mit Federungen ist es manchmal wünschenswert, die Federung schnell einzustellen oder zu sperren, falls erforderlich und/oder erwünscht. Somit wurden Versuche unternommen, eine Federungssteuervorrichtung an der Lenkstange des Fahrrads so bereitzustellen, dass der Fahrer die Federung einstellen oder sperren kann, falls erforderlich und/oder erwünscht, und zwar während des Fahrens. Sechs Beispiele von Federungssteuervorrichtungen für Fahrradfederungen sind offenbart in den Dokumenten
US 6,767,024 B1 ,
US 2005/0103149 A1 ,
US 2005/0252330 A1 ,
US 2006/0070479 A1 ,
EP 0814015 A2 und
US 1,551,823 . Obwohl diese Federungssteuervorrichtungen funktionieren, ist es wünschenswert, eine Federungsteuervorrichtung bereitzustellen, die einfach zu betätigen ist.
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Ferner ist ein Fahrrad üblicherweise ausgestattet mit verschiedenen Komponententeilen, die manuell von dem Fahrer zu betätigen sind. Solche Komponententeile umfassen Gangwechselvorrichtungen (Gangschalter) und Bremsvorrichtungen. Konventionell wurden separate Steuervorrichtungen verwendet, um jedes dieser Komponententeile zu betätigen. Vorzugsweise sind diese Steuervorrichtungen an der Lenkstange nahe den Handgriffen montiert. Somit ist es wünschenswert, die Steuervorrichtungen auf eine kompakte Art und Weise so zu montieren, dass die Fahrerhände an den Handgriffen verbleiben können, während die Steuervorrichtungen betätigt werden. Wenn jedoch verschiedene Steuervorrichtungen an der Lenkstange montiert sind, ist es oftmals schwierig und/oder verwirrend, die jeweilige Steuervorrichtung zu betätigen. Wenn außerdem die Steuervorrichtungen in eine einzige Einheit kombiniert werden, werden diese oftmals komplex und/oder unförmig bzw. voluminös.
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In Anbetracht obiger Ausführungen wird es Fachleuten anhand dieser Offenbarung ersichtlich, dass ein Bedarf an einer verbesserten Steuervorrichtung besteht. Diese Erfindung bezieht sich auf diesen Bedarf des Standes der Technik sowie auf andere Bedürfnisse, die Fachleuten anhand dieser Offenbarung ersichtlich werden.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fahrradsteuervorrichtung bereitzustellen, die einem Fahrer ermöglicht, zwei verschiedene Komponenten unter Verwendung einer einzigen integrierten Einheit einfach zu betätigen bzw. zu bedienen.
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Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fahrradsteuervorrichtung bereitzustellen, die relativ einfach ist und die zwei verschiedene Komponenten betätigen bzw. bedienen kann.
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Die vorstehenden Aufgaben können im Wesentlichen gelöst werden durch Bereitstellen einer Fahrradsteuervorrichtung, die im Wesentlichen ein Haupttragschaft, eine erste Steuereinheit und eine zweite Steuereinheit umfasst, wobei mindestens eine der Steuereinheiten als eine Federungssteuereinheit ausgebildet ist. Die erste Steuereinheit umfasst ein erstes Drahtaufnahmeelement, eine erste Positionierstruktur, ein erstes Betätigungsteil und ein zweites Betätigungsteil. Das erste Drahtaufnahmeelement ist drehbar montiert an dem Haupttragschaft. Die erste Positionierstruktur ist wirkgekoppelt an das erste Drahtaufnahmeelement, um wahlweise das erste Drahtaufnahmeelement in einer von zumindest zwei Positionen zu halten. Das erste Betätigungsteil und das zweite Betätigungsteil sind wirkgekoppelt an die erste Positionierstruktur, um eine gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements zu ändern, wobei das erste Betätigungsteil konfiguriert ist, das erste Drahtaufnahmeelement in einer ersten Drehrichtung zu drehen, und das zweite Betätigungsteil konfiguriert ist, das erste Drahtaufnahmeelement in einer zweiten Drehrichtung zu drehen, die entgegengesetzt der ersten Drehrichtung ist.. Die zweite Steuereinheit umfasst ein zweites Drahtaufnahmeelement, eine zweite Positionierstruktur und ein drittes Betätigungsteil. Das zweite Drahtaufnahmeelement ist drehbar montiert an den Haupttragschaft. Die zweite Positionierstruktur ist wirkgekoppelt an das zweite Drahtaufnahmeelement, um wahlweise das zweite Drahtaufnahmeelement in einer von zumindest zwei Positionen zu halten. Das dritte Betätigungsteil ist wirkgekoppelt an die zweite Positionierstruktur, um eine gegenwärtige Position des zweiten Drahtaufnahmeelements zu ändern. Das erste Drahtaufnahmeelement ist stationär, wenn das dritte Betätigungsteil betätigt wird, um die gegenwärtige Position des zweiten Drahtaufnahmeelements zu ändern, so dass die gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements immer die gleiche bleibt in Erwiderung auf eine Betätigung des dritten Betätigungsteils. Zumindest zwei, insbesondere die ersten und zweiten Betätigungsteile sind jeweils Trigger-Hebel, die zu einer Ruheposition zurückkehren, nach einer Bewegung zu einer Betätigungsposition.
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Diese und andere Aufgaben, Merkmale, Aspekte, und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden Fachleuten anhand der folgenden detaillierten Beschreibung ersichtlich, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung offenbart.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Nun wird Bezug genommen auf die beigefügten Zeichnungen, die einen Teil dieser Offenbarung bilden:
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1 ist eine Seitenansicht eines Fahrrads, ausgestattet mit einer Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;
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2 ist eine Draufsicht der Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel;
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3 ist eine Draufsicht der Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung, dargestellt in 2, mit dem Gehäuse entfernt;
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4 ist eine Unteransicht der Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung, dargestellt in den 2 und 3, mit dem Gehäuse entfernt;
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5 ist eine Außenseitenansicht der Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung, dargestellt in den 2 bis 4, mit dem Gehäuse entfernt.
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6 ist eine einfache explosionsartige perspektivische Ansicht eines ersten Parts der Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel;
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7 ist eine einfache explosionsartige perspektivische Ansicht eines zweiten Parts der Fahrradsteuer-, Betätigungs- oder Bedienvorrichtung gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel.
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8 ist eine vergrößerte Draufsicht ausgewählter Parts der Gangschaltkomponente, gezeigt in einer Neutral- oder Ruheposition;
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9 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich der 8, von ausgewählten Parts der Gangschaltkomponente, darstellend den Wickelhebel (z. B. ein erstes Betätigungsteil) in einer Zwischenposition während einer Schaltbetätigung in einer ersten Richtung oder Wickelrichtung;
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10 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 8 und 9, von ausgewählten Parts der Gangschaltkomponente, darstellend den Wickelhebel zurückgekehrt zu dem Ende von der Schaltbetätigung der 9;
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11 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 8 bis 10, von ausgewählten Parts der Gangschaltkomponente, darstellend den Lös- bzw. Freigabehebel (z. B. ein drittes Betätigungsteil) in einer Zwischenposition während einer Schaltbetätigung in einer zweiten Richtung oder Lös- bzw. Freigaberichtung;
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12 ist eine vergrößerte Draufsicht von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente in einer ersten Ruheposition, in der der Federungsaktuationshebel (z. B. ein drittes Betätigungsteils) in einer Neutral- oder Ruheposition entsprechend einem ersten Federungsbetätigungs- bzw. -betriebszustand (gelöster bzw. freigegebener Zustand) gezeigt ist;
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13 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich der 12, von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente, darstellend den Federungsaktuationshebel in einer Zwischenposition während einer Schaltbetätigung, in der der Federungsaktuationshebel in der ersten Richtung betätigt wird, um den Federungsbetätigungs- bzw. betriebszustand von dem gelösten bzw. freigegebenen Zustand zu dem gesperrten Zustand zu schalten;
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14 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 12 und 13, von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente, darstellend den Federungsaktuationshebel in einer weiteren Zwischenposition im Hinblick auf die 13 während der Schaltbetätigung, in der der Federungsaktuationshebel in der ersten Richtung betätigt wird, um den Federungsbetätigungs- bzw. -betriebszustand zu schalten;
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15 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 12 bis 14, von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente, darstellend den Federungsaktuationshebel bei einer vollständig niedergedrückten Position, wobei der Federungsbetätigungs- bzw. -betriebszustand in einem zweiten Federungsbetätigungs- bzw. -betriebszustand (verriegelter Zustand) ist;
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16 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 12 bis 15, von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente, darstellend den Federungsaktuationshebel in einer zweiten Ruheposition, nachdem der verriegelte Zustand erzielt wurde durch Ausführen der Federungsbetätigungs- bzw. -betriebszustandsschaltbetätigung, gezeigt in den 12 bis 15;
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17 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 12 bis 16, von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente, darstellend den Federungsaktuationshebel in einer Zwischenposition während einer Schaltbetätigung, in der der Federungsaktuationshebel in der ersten Richtung betätigt wird, um den Federungsbetätigungs- bzw. betriebszustand von dem verriegelten Zustand zu dem gelösten bzw. freigegebenen Zustand zu schalten;
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18 ist eine vergrößerte Draufsicht, ähnlich den 12 bis 17, von ausgewählten Parts der Federungssteuerkomponente, darstellend den Federungsaktuationshebel in einer weiteren Zwischenposition im Hinblick auf die 17 während der Schaltbetätigung, in der der Federungsaktuationshebel in der ersten Richtung betätigt wird, um den Federungsbetätigungs- bzw. -betriebszustand von dem verriegelten Zustand zu dem gelösten bzw. freigegebenen Zustand zu schalten.
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Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Nun werden ausgewählte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Fachleuten wird es anhand dieser Offenbarung ersichtlich, dass die folgenden Beschreibungen der Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung nur zur Darstellung bereitgestellt sind und nicht zum Zwecke der Einschränkung der Erfindung, wie definiert durch die beigefügten Ansprüche und deren Äquivalente.
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Unter anfänglicher Bezugnahme auf die 1 und 2 ist ein Fahrrad 10 dargestellt, ausgestattet mit einem Paar Fahrradsteuer-, Bedien- oder Betätigungsvorrichtungen 12 und 13, wobei die Fahrradsteuervorrichtung 12 konfiguriert ist gemäß einem Ausführungsbeispiel. Die Fahrradsteuervorrichtung 12 ist eine linksseitige Steuervorrichtung, betätigt durch die linke Hand des Fahrers, während die Fahrradsteuervorrichtung 13 eine rechtsseitige Steuervorrichtung ist, betätigt durch die rechte Hand des Fahrers. Wie nachstehend erörtert, betätigt bzw. bedient die Fahrradsteuervorrichtung 12 zwei verschiedene (separate und distinkte) Fahrradkomponenten des Fahrrads 10.
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Vorzugsweise ist die Fahrradsteuervorrichtung 12 eine Schalt- und Federungssteuervorrichtung zum Steuern eines Teils eines Fahrradantriebmechanismus und einer Fahrradfederung (Fahrraddämpfung). In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Fahrrad 10 ausgestattet mit verschiedenen konventionellen Komponenten, umfassend einem vorderen Derailleur (Umwerfer/Schaltwerk) 14 (z. B. ein Teil eines Fahrradantriebsmechanismus) und eine Federgabel 16. Die Fahrradsteuervorrichtung 12 ist montiert an eine Lenkstange 18, die fixiert ist an einem oberen Teil der Federgabel 16. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel betätigt bzw. steuert die Fahrradsteuervorrichtung 12 sowohl den vorderen Derailleur 14 als auch die Federgabel 16. Ein Schaltbetätigungskabel 20 wirkverbindet den vorderen Derailleur 14 mit der Fahrradsteuervorrichtung 12. Der vordere Derailleur 14 kann bewegt werden zwischen zumindest zwei verschiedenen Gangpositionen, in dem die Fahrradsteuervorrichtung 12 wahlweise das Schaltbetätigungskabel 20 zieht oder löst bzw. freigibt. Vorzugsweise hat der vordere Derailleur 14 drei Schaltpositionen. Auf ähnliche Weise wirkverbindet ein Federungszustandsschaltkabel 22 die Federgabel 16 mit der Fahrradsteuervorrichtung 12. Die Federgabel 16 kann geschaltet werden zwischen einem verriegelten (aus/deaktiviert) Zustand und einem operativen (ein/aktiviert) Zustand, in dem die Fahrradsteuervorrichtung 12 wahlweise das Federungszustandsschaltkabel 22 zieht oder löst bzw. freigibt. Der verriegelte (aus/deaktiviert) Zustand entspricht einem Federungsbetriebszustand, in dem die Federgabel 16 steif bzw. starr ist (d. h. die Stoßabsorptionsfunktion ist nicht betätigt/aktiviert). Der operative (ein/aktiviert). Zustand entspricht einem Federungsbetriebszustand, in dem die Federgabel 16 zusammengedrückt wird/sich verkürzt und sich erweitert/verlängert in Einwiderung auf Änderungen im Terrain (d. h. die Stoßabsorptionsfunktion ist betätigt/aktiviert).
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fahrradsteuervorrichtung wirkgekoppelt an einem hinteren Derailleur 24 über ein Schaltbetätigungskabel 26. Alternativ können die Fahrradsteuervorrichtungen 12 und 13 so gewechselt werden, dass der Fahrer die vorderen und hinteren Derailleurs 14 und 24 mit der jeweils anderen Hand betätigen kann, falls erforderlich und/oder erwünscht.
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Vorzugsweise sind die Betätigungskabel 20, 22 und 26 konventionelle Fahrradsteuerkabel, die ein Außengehäuse haben, das ein inneren Draht ummantelt. Mit anderen Worten heißt das, jedes der Betätigungskabel 20, 22 und 26 umfasst im Wesentlichen einen inneren Draht, gleitbar aufgenommen in einem Außengehäuse. Beispielsweise, wie dies in der 2 gesehen werden kann, hat das Betätigungskabel 20 einen inneren Draht 20a mit einem Außengehäuse 20b, bedeckend den inneren Draht 20a, während das Betätigungskabel 22 einen inneren Draht 22a mit einem Außengehäuse 22b hat, bedeckend den inneren Draht 22a.
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Wie in der 2 gesehen werden kann, ist die Fahrradsteuervorrichtung 12 angeordnet an der Lenkstange 18 eng an einem Bremshebel 28 an der nach innen gerichteten Seite des Bremshebels 28. Die Fahrradsteuervorrichtung 12 ist so konfiguriert, dass sie den vorderen Derailleur 14 zwischen drei Schaltpositionen schalten kann und so, dass sie den Betätigungs- bzw. Betriebszustand der Federgabel 16 zwischen einem Ein-Zustand und einem Aus-Zustand (um)schalten kann. Vorzugsweise hat die Fahrradsteuervorrichtung 12 ein Gehäuse 30 zum Bedecken der inneren Teile und eine Lenkstangenklemme oder Halteelement 32 zum Sichern der Fahrradsteuervorrichtung 12 an der Lenkstange 18. Die Lenkstangenklemme 32 ist vorzugsweise gemacht aus beispielsweise einem Metall und konfiguriert, um an die Lenkstange 18 mittels Festmachens eines Bolzens befestigt zu werden. Das Gehäuse 30 der Fahrradsteuervorrichtung 12 beherbergt die inneren Teile der Fahrradsteuervorrichtung 12, die nachstehend erörtert werden.
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Wie in 1 zu sehen, ist der vordere Derailleur 14 ein konventioneller vorderer Derailleur und somit wird der vordere Derailleur 14 hierin im Detail nicht erörtert oder dargestellt. Selbstverständlich könnte die Fahrradsteuervorrichtung 12 an andere Arten von kabelbetätigten Antriebsmechanismuskomponenten gekoppelt werden, wie beispielsweise einem hinteren Derailleur, einer Innengetriebenabe, etc.
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Wie außerdem in 1 gesehen werden kann, hat die Federgabel 16 ein Paar Teleskopröhren 16a und 16b zum Absorbieren von Stößen während des Fahrens des Fahrrads 10 über raues bzw. unebenes Terrain. Die Federgabel 16 ist bereitgestellt mit einer kabelbetätigten Verriegelungs- bzw. Sperrvorrichtung 16c. Die kabelbetätigte Verriegelungsvorrichtung 16c ist im Fahrradbereich bekannt und somit wird die genaue Struktur der Verriegelungsvorrichtung hierin nicht im Detail erörtert oder dargestellt. Außerdem wird es Fachleuten anhand dieser Offenbarung ersichtlich, dass die Fahrradsteuervorrichtung 12 mit einer hinteren Federung verwendet werden kann. Mit anderen Worten heißt das, ein Paar der Fahrradsteuervorrichtungen kann bereitgestellt werden an einem einzelnen Fahrrad, eine kontrollierend eine vordere Federung und die andere kontrollierend die hintere Federung, falls erforderlich und/oder erwünscht.
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Wie in den 5 bis 7 gezeigt, umfasst die Fahrradsteuervorrichtung 12 im Wesentlichen eine obere Trag- bzw. Halteplatte 34, eine mittlere Trag- bzw. Halteplatte 36, eine untere Trag- bzw. Halteplatte 38, einen Haupttrag- bzw. Halteschaft 40, eine Federungssteuereinheit 42 und eine Schaltsteuereinheit 44. Die Schaltsteuereinheiten 42 und 44 sind beide wirkmontiert an dem Haupttragschaft 40 über die Tragplatten 34 bis 38. Die Schaltsteuereinheit 44 ist konfiguriert, um mit dem vorderen Derailleur 14 mit dem vorderen Schaltbetätigungskabel 20 verbunden zu sein, während die Federungssteuereinheit 42 konfiguriert ist, um mit der kabelbetätigten Verriegelungsvorrichtung 16c der Federgabel 16 mit dem Federungszustandsschaltkabel 22 verbunden zu sein. Der Zweckmäßigkeit halber wird nachfolgend die Schaltsteuervorrichtung 44 als erste Steuereinheit bezeichnet und die Federungssteuereinheit 42 wird als zweite Steuereinheit bezeichnet. Selbstverständlich kann die Verwendung der ersten und zweiten Steuereinheiten gewechselt werden, falls gewünscht.
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Die Tragplatten 34, 36 und 38 sind vorzugsweise steife bzw. starre Metallplatten. Der Haupttragschaft 40 erstreckt sich durch die Tragplatten 34, 36 und 38. Der Haupttragschaft 40 ist vorzugsweise ein Bolzen mit einer Mutter 45, aufgeschraubt auf sein unteres Ende. Somit sind die Tragplatten 34, 36 und 38 zusammengekoppelt durch den Haupttragschaft 40. Die Tragplatten 34, 36 und 38 sind auch zusammengehalten durch einen Bolzen 46 und eine Mutter 48. Der Schaft des Bolzens 46 ist bereitgestellt mit einem Paar Abstandshalter S1 und S2 zum Halten der Tragplatten 34, 36 und 38 entfernt bei der angemessenen Beabstandung. Die Federungssteuereinheit 42 ist montiert an dem Haupttragschaft 40 zwischen den Tragplatten 34 und 36. Die Schaltsteuereinheit 44 ist montiert an dem Haupttragschaft 40, wobei ein Teil der Schaltsteuereinheit 44 zwischen den Tragplatten 36 und 38 angeordnet ist und ein Teil der Schaltsteuereinheit 44 unter der unteren Tragplatte 38 angeordnet ist. Die mittlere Tragplatte 36 separiert bzw. trennt im Wesentlichen die Schalt-(erste)Steuereinheit 44 von der Federungs-(zweiten)Steuereinheit 42.
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Die Schalt-(erste)Steuereinheit 44 umfasst im Wesentlichen ein erstes Drahtaufnahmeelement 50, eine erste Positionierstruktur 52 und ein Paar Schaltbetätigungshebel 54 und 56. Die Teile der Schalt-(ersten)Steuereinheit 44 sind im Wesentlichen getragen bzw. gehalten an der mittleren Tragplatte 36 und der unteren Tragplatte 38. Die Federungs-(zweite)Steuereinheit 42 umfasst im Wesentlichen ein zweites Drahtaufnahmeelement 60, eine zweite Positionierstruktur 62 und einen Federungszustands(um)schalthebel 64. Die Teile der Schalt-(ersten)Steuereinheit 44 sind im Wesentlichen getragen bzw. gehalten an der oberen Tragplatte 34 und der mittleren Tragplatte 36. Das Betätigungsteil 54 ist ein Schaltwickelhebel, der ein erstes Betätigungsteil der Fahrradsteuervorrichtung 12 bildet. Der Federungszustandsschalthebel 64 ist ein Federungszustands(um)schalthebel, der ein drittes Betätigungsteil der Fahrradsteuervorrichtung 12 bildet. Das Betätigungsteil 56 ist ein Lös- bzw. Freigabehebel 56, der ein zweites Betätigungsteil der Fahrradsteuervorrichtung 12 bildet. Somit ist der Aufbau bzw. die Konstruktion dieser Fahrradsteuervorrichtung 12 äußert einfach. Die Schalt-(erste)Steuereinheit 44 hat eine herkömmliche Anordnung mit einer Mittelschwenkachse A, definiert durch den Haupttragschaft 40, und dem ersten Drahtaufnahmeelement 50 drehbar montiert an dem Haupttragschaft 40. Das zweite Drahtaufnahmeelement 60 der Federungs-(zweiten)Steuereinheit 42 ist auch drehbar montiert an dem Haupttragschaft 40. Somit sind die ersten und zweiten Drahtaufnahmeelemente 50 und 60 beide drehbar montiert um eine gemeinsame Schwenkachse unter Verwendung einer einzigen Montageachse, ausgebildet durch den Haupttragschaft 40. Das erste Drahtaufnahmeelement 50 ist stationär, wenn der Federungszustandsschalthebel 64 betätigt wird, um die gegenwärtige Position des zweiten Drahtaufnahmeelements 60 zu ändern. Auf ähnliche Art und Weise ist das zweite Drahtaufnahmeelement 60 stationär, wenn entweder der Schaltwickelhebel 54 oder der Schaltlöshebel 56 betätigt wird, um die gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements 50 zu ändern. Somit bleibt die gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements 50 immer die gleiche in Erwiderung auf eine Betätigung des Federungszustandsschalthebels 64. Mit anderen Worten heißt das, die Betätigungen der Hebel 54, 56 und 64 sind unabhängig, so dass eine Betätigung des Federungszustandsschalthebels 64 nie das erste Drahtaufnahmeelement 50 betätigt und eine Betätigung des Schaltwickelhebels 54 und/oder des Schaltlöshebels 56 nie das zweite Drahtaufnahmeelement 60 betätigt. Natürlich könnte einer der Schalthebel 54 und 56 gleichzeitig betätigt werden wie der Federungszustandsschalthebel 64, so dass sich die ersten und zweiten Drahtaufnahmeelemente 50 und 60 simultan bewegen (drehen).
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Der innere Draht 20a des vorderen Schaltbetätigungskabels 20 ist angebracht an das erste Drahtaufnahmeelement 50, während der innere Draht 22a des Federungszustandsschaltkabels 22 angebracht ist an das zweite Drahtaufnahmeelement 60. Die untere Tragplatte 38 hat vorzugsweise auch eine Kabeleinstellmutter 76 zur Aufnahme des vorderen Schaltbetätigungskabels 20, während die mittlere Tragplatte 36 auch vorzugsweise eine Kabeleinstellmutter 78 zur Aufnahme des Federungszustandsschaltkabels 22 hat. Die Kabeleinstellmuttern 76 und 78 sind herkömmliche Strukturen und werden somit hierin nicht im Detail erörtert und/oder dargestellt.
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Wie in 7 gesehen werden kann, sind der Schaltwickelhebel 54 und der Schaltlöshebel 56 unter der unteren Tragplatte 38 an den Haupttragschaft 40 angeordnet. die Mutter 45 ist auf das Ende des Haupttragschafts 40 geschraubt, um den Schaltwickelhebel 54 und den Schaltlöshebel 56 an dem Haupttragschaft 40 zu halten. Vorzugsweise sind eine Mutterplatte 72 und eine Halteplatte 74 bereitgestellt an dem Ende des Haupttragschafts 40 zwischen der unteren Tragplatte 38 und dem Schaltwickelhebel 54.
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Das erste Drahtaufnahmeelement 50 ist drehbar montiert an dem Tragschaft 40, um bezüglich dem Gehäuse 30 zu drehen, so dass sowohl bewegbar in einer Kabelziehrichtung (d. h. die Drehrichtung R1) und einer Kabellös- bzw. Freigaberichtung (d. h. die Drehrichtung R2) zum Ziehen und Lösen bzw. Freigeben des inneren Drahts 20a des vorderen Schaltbetätigungskabels 20. Die erste Positionierstruktur 52 ist konfiguriert, um wahlweise das erste Drahtaufnahmeelement 50 in irgendeiner einer Vielzahl von (z. B. drei) Aktuations- oder Betätigungs- bzw. Bedienpositionen entsprechend einer Vielzahl von (z. B. drei) Schaltpositionen des vorderen Derailleurs 14 zu positionieren.
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Der Schaltwickelhebel 54 ist ein Hebelteil mit einer Kabeleinzieh-(Einwickel-)Hebelfunktion für eine übliche Gangwechselvorrichtung. Der Schaltwickelhebel 54 ist drehbar montiert an den Haupttragschaft 40, so dass dieser frei schwenkbar ist zwischen einer Ruhe- oder Startposition, gezeigt in 8, und einer Betätigungsendposition, erreicht durch Schwenken im Uhrzeigersinn (in 8 bis 11) von der Ruhe- oder Startposition. Der Schaltwickelhebel 54 ist wirkgekoppelt an die erste Positionierstruktur 52, um eine gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements 50 zu ändern. Der Schaltwickelhebel 54 ist drehbar in der ersten Drehrichtung R1, um das erste Drahtaufnahmeelements 50 in der ersten Drehrichtung R1 zu drehen. Der Schaltwickelhebel 54 ist ein sogenannter Trigger-Hebel, der zu einer Ruheposition zurückkehrt, nachdem bewegt zu einer Betätigungsposition, um die gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements 50 zu ändern. Insbesondere ist der Schaltwickelhebel 54 federbeaufschlagt zu der Ruheposition durch ein Federteil 55 (z. B. eine Spiralfeder).
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Der Schaltlöshebel 56 ist ein Hebelteil mit einer Lös- bzw. Freigabehebelfunktion für eine übliche Gangwechselvorrichtung. Der Schaltlöshebel 56 ist drehbar montiert an den Haupttragschaft 40. Der Schaltlöshebel 56 ist konfiguriert, um das erste Drahtaufnahmeelement 50 in einer zweiten Drehrichtung R2 zu drehen, die entgegengesetzt ist zu der ersten Drehrichtung R1. Der Schaltlöshebel 56 ist ein Trigger-Hebel, der zu einer Ruheposition zurückkehrt, nachdem bewegt zu einer Betätigungsposition, um die gegenwärtige Position des ersten Drahtaufnahmeelements 50 zu ändern. Insbesondere ist der Schaltlöshebel 56 federbeaufschlagt durch das Federteil 55, das ein Ende eingegriffen hat mit dem Schaltwickelhebel 54 und das andere Ende eingegriffen hat mit dem Schaltlöshebel 56.
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Das erste Drahtaufnahmeelement 50 umfasst eine Innenkabelhaltesektion 50a, konfiguriert, um mit einem Kabelnippel in Eingriff zu gelangen, fixiert an einem Spitzende des inneren Drahts 20a des vorderen Schaltbetätigungskabels 20, und eine Kabelwickelnut 50b zum Wickeln des inneren Drahts 20a, bereitgestellt an einer Außenumfangsfläche des ersten Drahtaufnahmeelements 50. Das erste Drahtaufnahmeelement 50 ist federbeaufschlagt in der Kabellösrichtung (Gegenuhrzeigersinn) durch ein Federteil 80 (Torsionsschraubenfeder). Ein Ende des Federteils 80 greift mit dem ersten Drahtaufnahmeelement 50 ein und das andere Ende greift mit der mittleren Tragplatte 36 ein. Das erste Drahtaufnahmeelement 50 hat einen Eingriffsvorsprung 50c, konfiguriert, um einen Teil der ersten Positionierstruktur 52 zu veranlassen, sich zusammen mit dem ersten Drahtaufnahmeelement 50 zu drehen. Der Eingriffsvorsprung 50c ist ein nichtkreisförmiger Vorsprung, ausgebildet an einer unteren Fläche des ersten Drahtaufnahmeelements 50.
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Die erste Positionierstruktur 52 umfasst im Wesentlichen ein Positionierteil 81 und eine Positionierklinke 82. Das Positionierteil 81 hat ein Eingriffsloch 81a, das mit dem Eingriffsvorsprung 50c des ersten Drahtaufnahmeelements 50 in Eingriff steht, so dass das Positionierteil 81 sich integral (als eine Einheit) mit dem ersten Drahtaufnahmeelement 50 bewegt. Die Positionierklinke 82 ist schwenkbar montiert zwischen den Drahtplatten 36 und 38 durch einen Schwenkstift 83. Allgemein gesprochen, ist die erste Positionierstruktur 52 wirkgekoppelt an das erste Drahtaufnahmeelement 50, um wahlweise das erste Drahtaufnahmeelement 50 in einer von zumindest zwei Positionen zu halten. Der Schaltwickelhebel 54 ist wirkgekoppelt an das Positionierteil 81 der ersten Positionierstruktur 52, so dass eine Bewegung des Schaltwickelhebels 54 in der ersten Drehrichtung R1 das erste Drahtaufnahmeelement 50 veranlasst, sich in der ersten Drehrichtung R1 zu drehen von einer gegenwärtigen Schaltposition zu einer folgenden Schaltposition, wobei das Positionierteil 81 der ersten Positionierstruktur 52 das erste Drahtaufnahmeelement 50 in der folgenden Schaltposition hält. Der Schaltlöshebel 56 ist wirkgekoppelt an die Positionierklinke 82 der ersten Positionierstruktur 52, so dass eine Bewegung des Schaltlöshebels 56 in der zweiten Drehrichtung R2 das erste Drahtaufnahmeelement 50 veranlasst, sich in der zweiten Drehrichtung R2 zu drehen von einer gegenwärtigen Schaltposition zu einer folgenden Schaltposition, wobei die erste Positionierstruktur 52 das erste Drahtaufnahmeelement 50 in der folgenden Schaltposition hält.
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Das Positionierteil 81 hat beispielsweise drei Positionierzähne 81b und drei Wickelzähne 81c. Die Positionierklinke 82 hat einen Stoppzahn 82a, einen Aktuationsvorsprung 82b und einen Überdrehverhinderungszahn 82c. Die Positionierklinke 82 ist konfiguriert zur Bewegung in einer Ebene parallel zu dem Positionierteil 81, um wahlweise den Stoppzahn 82a zwischen einer Eingriffsposition zu bewegen, in der einer von diesen mit einem der Positionierzähne 81b eingreift, und einer Lösposition, in der es zu keinem Eingriff mit dem Positionierzähnen 81b kommt. Der Überdrehverhinderungszahn 82c ist konfiguriert zur Bewegung zwischen einer Kontaktposition, wo er mit einem der Positionierzähne 81b eingreift bei einer anderen Position als der Stoppzahn 82a, und einer nicht eingegriffenen Position, wo er nicht mit einem der Positionierzähne 81b eingreift.
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Der Schaltwickelhebel 54 ist bereitgestellt mit einer Wickelklinke 84, die schwenkbar montiert ist an einem Schwenkstift 85, der fixiert ist an dem Schaltwickelhebel 54. Ein Federteil 86 (z. B. eine Torsionsschraubfeder) ist bereitgestellt an dem Schwenkstift 85 mit einem Ende des Federteils 86 eingegriffen mit dem Schaltwickelhebel 54 und dem anderen Ende des Federteils 86 eingegriffen mit der Wickelklinke 84. Das Federteil 86 beaufschlagt die Wickelklinke 84 zu dem Positionierteil 81. Die Wickelklinke 84 ist konfiguriert zur Bewegung zwischen einer Wickelposition, wo sie mit einem der Wickelzähne 81c eingreift, und einer Lös- bzw. Freigabeposition, wo sie sich von einem der Wickelzähne 81c separiert. Die Anzahl der Positionierzähne 81b und die Anzahl der Wickelzähne 81c entsprechen der Anzahl der Schaltpositionen des vorderen Derailleurs und die Zähne 81b und 81c sind konfiguriert, um radial nach außen von einer Außenumfangsfläche des Positionierteils 81 zu ragen. Zusammen mit dem ersten Drahtaufnahmeelement 50 ist das Positionierteil 81 federbeaufschlagt in der Kabellösrichtung (Gegenuhrzeigersinn) durch das Federteil 80. Die Größe bzw. die Abmessung der Räume zwischen den Positionierzähnen 81b und den Wickelzähnen 81c ist bestimmt basierend auf dem Betrag der Kabelbewegung, erforderlich, um die Schaltpositionen des vorderen Derailleurs 14 zu erzielen.
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Wie vorstehend erwähnt, ist die Positionierklinke 82 angebracht auf eine freischwenkbare Art und Weise an den Schwenkschaft 83. Der Schwenkschaft 83 ist angeordnet, um von der Bodenfläche der mittleren Tragplatte 36 vorzuragen. Die Positionierklinke 82 ist federbeaufschlagt durch ein Federteil 87 (z. B. eine Torsionsschraubfeder) in der Uhrzeigersinnrichtung der 8 bis 9, so dass der Stoppzahn 82a der Positionierklinke 82 angeordnet ist in der Eingriffsposition. Der Aktuationsvorsprung 82b, konfiguriert, um radial nach außen zu ragen, ist bereitgestellt an einer Außenumfangsfläche der Positionierklinke 82. Ein distaler Endabschnitt des Aktuationsvorsprungs 82b greift mit einem Bewegungsübertragungsvorsprung 56a ein, ausgebildet durch Biegen eines distalen Endes des Schaltlöshebels 56.
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Wie in 8 gesehen werden kann, ist der Stoppzahn 82a der Positionierklinke 82 konfiguriert, um die Positionierzähne 81b zu kontaktieren, um eine Drehung des Positionierteils 81 zu stoppen bzw. anzuhalten (das federbeaufschlagt ist in der Gegenuhrzeigersinnrichtung der 8 bis 9) und zwar in der Kabellösrichtung. Wie in 9 gesehen werden kann, wenn der Überdrehverhinderungszahn 82c sich zu der Kontaktposition durch den Bewegungsübertragungsvorsprung 56a bewegt, kontaktiert der Überdrehverhinderungszahn 82c einen der Positionierzähne 81b, angeordnet einen Zahn stromabwärts in der Lösrichtung von einem der Positionierzähne 81b, den die Positionierklinke 82 kontaktiert hatte, wodurch verhindert wird, dass sich das Positionierteil 81 weiter in der Kabellösrichtung dreht, nachdem sich die Positionierklinke von einem der Positionierzähne 81b separiert bzw. trennt. Wenn der Überdrehverhinderungszahn 82c in der Kontaktposition ist, ist die Positionierklinke 82 angeordnet über einem der Positionierzähne 81b hinaus, mit dem ursprünglich ein Eingriff bestand.
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Wie in 7 gezeigt, ist die Wickelklinke 84 auf eine frei schwenkbare Art und Weise angebracht an den Schwenkstift 85, angeordnet vorragend von dem Schaltwickelhebel 54. Die Wickelklinke 84 ist federbeaufschlagt in der Uhrzeigersinnrichtung in den 8 bis 11 durch ein Federteil 86 (z. B. eine Torsionsschraubfeder), so dass die Wickelklinke 84 in der Wickelposition angeordnet ist. Wenn der Schaltwickelhebel 54 in einer Betätigungs-Start- oder Ruheposition ist, ruht die Wickelklinke 84 an einem Kontaktpart 38a, der dazu dient, die Wickelklinke 84 in der Lösposition zu positionieren. Konsequenterweise ist die Wickelklinke 84 immer angeordnet in der Lösposition, wenn der Schaltwickelhebel 54 in der Start- oder Ruheposition ist. Wenn der Schaltwickelhebel 54 betätigt wird von der Start- oder Ruheposition zu einer Betätigungsendposition, bewegt sich das distale Ende der Wickelklinke 84 weg von dem Kontaktpart 38a, um mit einem der Wickelzähne 81c einzugreifen. Mit anderen Worten heißt das, die Wickelklinke 84 schwenkt zu einer Wickelposition, wo kontaktierend die Wickelzähne 81c, aufgrund der Federbeaufschlagung des Federteils 86, wenn der Schaltwickelhebel 54 betätigt wird in der ersten Drehrichtung.
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Nun Bezug nehmend auf die 6, ist der Federungszustandsschalthebel 64 bereitgestellt mit einem Bewegungsübertragungsstift 64a, der vorragt in einer Abwärtsrichtung von dem Federungszustandsschalthebel 64. Der Federungszustandsschalthebel 64 ist konfiguriert, um in der Uhrzeigersinnrichtung (die erste Drehrichtung R1) der 12 bis 18 zu schwenken. Der Federungszustandsschalthebel 64 ist montiert an den Haupttragschaft 40 mit einer Buchse 88. Der Federungszustandsschalthebel 64 ist federbeaufschlagt in der Gegenuhrzeigersinnrichtung in den 11 bis 18 durch ein Federteil 89 (z. B. eine Schraubfeder), aufweisend ein erstes Federende, eingegriffen mit der oberen Tragplatte 34, und einem zweiten Federende, eingegriffen mit dem Federungszustandsschalthebel 64. Wenn der Federungszustandsschalthebel 64 in der Uhrzeigersinnrichtung in den 11 bis 18 von der Neutralposition geschwenkt wird, betätigt der Bewegungsübertragungsstift 64a die zweite Positionierstruktur 62.
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Das zweite Drahtaufnahmeelement 60 ist integral ausgebildet mit dem Federungszustandsschalthebel 64. Das zweite Drahtaufnahmeelement 60 ist drehbar montiert an dem Haupttragschaft 40, um sich bezüglich dem Gehäuse 30 zu drehen, so dass bewegbar in sowohl einer Kabelziehrichtung (d. h. die Drehrichtung R1) und einer Kabellös- bzw. Freigaberichtung (d. h. die Drehrichtung R2) zum Ziehen und Lösen bzw. Freigeben des inneren Drahts 22a des Federungszustandsschaltkabels 22. Die zweite Positionierstruktur 62 ist konfiguriert, um wahlweise das zweite Drahtaufnahmeelement 60 in irgendeiner einer Vielzahl von (z. B. zwei) Aktuationspositionen entsprechend einer Vielzahl von (z. B. zwei) Zustandspositionen der Federgabel 16 zu positionieren. Obwohl in diesem Ausführungsbeispiel das zweite Drahtaufnahmeelement 60 der Federungszustandsschalthebel 64 als eine einteilige integrale Einheit ausgebildet sind, ist es auch möglich, diese als separate Teile auszubilden.
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Wie dies am Besten in der 6 gesehen werden kann, hat das zweite Drahtaufnahmeelement 60 eine Innendrahthaltesektion 60a, die konfiguriert ist, um mit einem Kabelnippel einzugreifen, fixiert an einem Spitzende des inneren Drahts 22a des Federungszustandsschaltkabels 22 (2). Das zweite Drahtaufnahmeelement 60 hat auch eine Innendrahtaufnahmefläche 60b zum Einwickeln des inneren Drahts 22a an einer Außenumfangsfläche des zweiten Drahtaufnahmeelements 60. Das zweite Drahtaufnahmeelement 60 ist federbeaufschlagt in der Kabellösrichtung (Gegenuhrzeigersinn in den 12 bis 18) durch das Federteil 89.
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Die zweite Positionierstruktur 62 kooperiert mit dem Federungszustandsschalthebel 64, um wahlweise das zweite Drahtaufnahmeelement 60 in einer ersten Aufnahmeelementposition (12) zu halten, wenn der Federungszustandsschalthebel 64 in der ersten Hebelposition (12) ist, und um das zweite Drahtaufnahmeelement 60 in einer zweiten Aufnahmeelementposition (16) zu halten, wenn der Federungszustandsschalthebel 64 in der zweiten Hebelposition (16) ist. Wie nachstehend erklärt, ist die zweite Positionierstruktur 62 wirkgekoppelt an das zweite Drahtaufnahmeelement 60 über den Federungszustandsschalthebel 64, um wahlweise das zweite Drahtaufnahmeelement 60 in einer von zumindest zwei Positionen zu halten.
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Die zweite Positionierstruktur 62 umfasst im Wesentlichen ein Verriegelungsteil 90, einen Schwenkstift 92, einen Stoppstift 93 und ein Federteil 94. Das Verriegelungsteil 90 ist schwenkbar montiert an die obere Tragplatte 34 durch den Schwenkstift 92. Das Verriegelungsteil 90 umfasst eine gekrümmte Nockennut 90a und eine Steuerlasche 90b. Die gekrümmte Nockennut 90a ist ausgebildet in einem Abschnitt des Verriegelungsteils 90, der angeordnet ist zwischen einem distalen Ende des Verriegelungsteils 90 und der Schwenkachse des Verriegelungsteils 90 (d. h. zu dem linken Enden in den 12 bis 18). Die gekrümmte Nockennut 90a ist konfiguriert, um mit dem Bewegungsübertragungsstift 64a des Federungszustandsschalthebels 64 einzugreifen. Mit anderen Worten heißt das, die gekrümmte Nockennut 90a empfängt wahlweise den Bewegungsübertragungsstift 64a des Federungszustandsschalthebels 64, um wahlweise den Federungszustandsschalthebel 64 in einer zweiten Betätigungs- bzw. Betriebsposition zu verriegeln, die dem gelösten bzw. freigegebenen Zustand der Federgabel 16 entspricht.
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Die Steuerlasche 90b ist ausgebildet in einem Abschnitt des Verriegelungsteils 90, der angeordnet ist zwischen einem distalen Ende des Verriegelungsteils 90 und der Schwenkachse des Verriegelungsteils 90 (d. h. zu dem rechten Ende in den 12 bis 18). Die Steuerlasche 90b ist auch angeordnet zwischen den freien Enden des Federteils 94, so dass das Verriegelungsteil 90 zu einer Ruheposition beaufschlagt wird, wie in 12 gezeigt.
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Das Federteil 94 (z. B. eine Torsionsschraubfeder) ist montiert an den Schwenkstift 92 zum Beaufschlagen des Verriegelungsteils 90 zu einer Ruheposition, wie in 12 gezeigt. Insbesondere hat das Federteil 94 seine freien Enden kontaktierend an gegenüberstehenden Seiten des Stoppstifts 93. Wenn das Verriegelungsteil 90 geschwenkt wird um den Schwenkstift 92, kontaktiert die Steuerlasche 90b das Verriegelungsteil 90 und lenkt eines der freien Enden des Federteils 94 aus, während das andere freie Ende des Federteils 94 in Kontakt mit dem Stoppstift 94 bleibt, wie in den 14 bis 18 gezeigt. Somit bringt das Federteil 94 eine Beaufschlagungskraft auf die Steuerlasche 90b des Verriegelungsteils 90 auf, um das Verriegelungsteil 90 zu der Ruheposition zu beaufschlagen, wie in 12 gezeigt.
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Der Federungszustandsschalthebel 64 ist wirkgekoppelt an die zweite Positionierstruktur 62, um eine gegenwärtige Position des zweiten Drahtaufnahmeelements 60 zu ändern. Der Federungszustandsschalthebel 64 ist beweglich zwischen einer erste Hebelposition (12) entsprechend dem verriegelten Zustand der Federgabel 16 und einer zweiten Hebelposition (16) entsprechend dem gelösten bzw. freigegebenen Zustand der Federgabel 16. Der Federungszustandsschalthebel 64 ist beweglich in der ersten Drehrichtung R1 von der ersten Hebelposition (12) zu der zweiten Hebelposition (16) und beweglich in der zweiten Drehrichtung R2 von der zweiten Hebelposition (16) zu der ersten Hebelposition (12). Der Federungszustandsschalthebel ist beweglich weiter in der ersten Drehrichtung R1 von der zweiten Hebelposition (16) zu einer dritten Hebelposition (17), wobei das zweite Drahtaufnahmeelement 60 freigegeben wird, so dass das zweite Drahtaufnahmeelement 60 zu der ersten Aufnahmeelementposition (12) zurückkehrt und der Federungszustandsschalthebel 64 zu der ersten Hebelposition (12) zurückkehrt.
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Die zweite Positionierstruktur 62 ist so konfiguriert, dass sich das zweite Drahtaufnahmeelement 60 alternierend zwischen zwei Positionen bewegt, d. h. eine Lösposition (12) und eine Ziehposition (16), in Erwiderung auf eine Schwenkbewegung des Federungszustandsschalthebels 64 in der Uhrzeigersinnrichtung. Wie vorstehend erwähnt, ist das Verriegelungsteil 90 der zweiten Positionierstruktur 62 schwenkbar angebracht an die obere Tragplatte 34 durch den Schwenkstift 92 auf eine frei schwenkbare Art und Weise. Das Verriegelungsteil 90 ist federbeaufschlagt in der Ruheposition, gezeigt in 12, durch das Federteil 94 (z. B. eine Torsionsschraubfeder). Das Verriegelungsteil 90 ist konfiguriert, um alternierend zwischen einer ersten nicht eingegriffenen Position, gezeigt in 12, und einer zweiten Halteposition, gezeigt in 16, durch den Bewegungsübertragungsstift 64a des Federungszustandsschalthebels 64 bewegt zu werden. Die zweite Halteposition ist angeordnet im Uhrzeigersinn von der ersten nicht eingegriffenen Position, bei Beterachtung, wie in den 12 und 16 gezeigt.
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Das Verriegelungsteil 90 ist konfiguriert, um in Erwiderung auf eine Schwenkbewegung des Federungszustandsschalthebels 64 in der Uhrzeigersinnrichtung der 12 bis 18 (die erste Drehrichtung R1) zu schwenken. Insbesondere, wie in 13 gezeigt, veranlasst anfänglich diese Schwenkbewegung des Federungszustandsschalthebels 64 den Bewegungsübertragungsstift 64a, anfänglich in Eingriff zu gelangen mit einer Außenfläche des Verriegelungsteils 90 in der Nähe des distalen Endes des Verriegelungsteils 90. Dann, wie in 14 gezeigt, veranlasst eine weitere Schwenkbewegung des Federungszustandsschalthebels 64 den Bewegungsübertragungsstift 64a, sich entlang der Außenfläche des Verriegelungsteils 90 zu bewegen, so dass das Verriegelungsteil 90 in der Uhrzeigersinnrichtung schwenkt, bis der Bewegungsübertragungsstift 64a in die Nockennut 90a des Verriegelungsteils 90 gelangt, wie in 15 gezeigt. Schließlich, sobald der Bewegungsübertragungsstift 64a in die Nockennut 90a des Verriegelungsteils 90 gelangt ist, schwenkt das Verriegelungsteil 90 zurück in der Gegenuhrzeigersinnrichtung, wie in 16 gezeigt, um die kabelbetätigte Verriegelungsvorrichtung 16c zu dem verriegelten Zustand zu betätigen und zu aktuieren.
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Die Betätigung bzw. die Wirkweise der Schaltsteuereinheit 44 der Fahrradsteuervorrichtung 12 zum Schalten von Gängen und zum (Um-)Schalten des Betätigungs- bzw. Betriebszustands der Federgabel 16 wird nun unter Bezugnahme auf die 8 bis 11 beschrieben. Zunächst wird eine Ziehbetätigung des vorderen Schaltbetätigungskabels 20 erklärt.
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Wie in 11 gezeigt, ist ein neutraler Zustand gezeigt, in dem weder der Schaltwickelhebel 54 noch der Schaltlöshebel 56 betätigt worden sind. In 11 ist der vordere Derailleur 14 in einer ersten (unteren) Position, d. h. die Position entsprechend dem Kettenrad mit der kleinsten Zahnanzahl und das erste Drahtaufnahmeelement 50 ist in der ersten Aktuationsposition. Wenn von dem Zustand, gezeigt in 11, ein Fahrer den Schaltwickelhebel 54 mit einem linken Daumen drückt und den Schaltwickelhebel 54 im Uhrzeigersinn bewegt, d. h. in der ersten Drehrichtung R1 in 11, von der Startposition zu der Endposition, wird die Wickelklinke 84 einen der Wickelzähne 81c des Positionierteils 81 kontaktieren und das Positionierteil 81 und das erste Drahtaufnahmeelement 50 werden in der Kabel-Einzieh-(Einwickel-)Richtung geschwenkt, d. h. die Uhrzeigersinnrichtung der 11. Diese Schwenkbewegung veranlasst den inneren Draht 20a, gezogen zu werden, so dass der vordere Derailleur 14 sich zu einer Zwischenposition entsprechend dem mittleren Kettenrad bewegt, d. h. dem Kettenrad mit einem Zwischendurchmesser. Während dieser Bewegung, wie in 9 gezeigt, wird die Positionierklinke 82 bewegt durch den mittleren der Positionierzähne 81b, eingreifend dem Stoppzahn 82a, um die Positionierklinke 82 so zu drehen, dass sich die Positionierklinke 82 in Gegenuhrzeigersinnrichtung schwenkt. Wenn der Schaltwickelhebel 54 zu der Endposition geschwenkt und gelöst bzw. freigegeben wurde, kehrt der Schaltwickelhebel 54 zu der Startposition zurück, wie in 10 gezeigt, aufgrund der Federbeaufschlagung des Federteils 55 und das Positionierteil 81 wird positioniert, aufgrund des Eingriffs der Positionierklinke 82 mit dem Positionierzähnen 81b. Derweil ist die Wickelklinke 84 angeordnet in einer gelösten Position, wo separiert von den Wickelzähnen 81c durch den Kontaktpart 38a der unteren Tragplatte 38. In diesem Zustand ist das erste Drahtaufnahmeelement 50 in der zweiten Aktuationsposition positioniert.
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Nun wird eine Lös- bzw. Freigabebetätigung bzw. Wirkweise des vorderen Schaltbetätigungskabels 20 erklärt. Wenn von dem Zustand, gezeigt in 10, der Schaltlöshebel 56 bewegt wird im Gegenuhrzeigersinn, d. h. in der zweiten Drehrichtung R2, kontaktiert der Bewegungsübertragungsvorsprung 56a des Schaltlöshebels 56 den Aktuationsvorsprung 82b, um die Positionierklinke 82 in einer Gegenuhrzeigersinnrichtung zu drehen. Als Folge wird der Überdrehverhinderungszahn 82c einbewegt zwischen zwei der Positionierzähne 81b, um das Positionierteil 81 an einer Weiterdrehung unter der Kraft des Federteils 80 zu hindern. Wenn somit die Positionierklinke 82 im Gegenuhrzeigersinn schwenkt, separiert bzw. trennt die Positionierklinke 82 sich von einem der Positionierzähne 81b und das Positionierteil 81 dreht sich im Gegenuhrzeigersinn zusammen mit dem ersten Drahtaufnahmeelement 50 in der Kabellösrichtung. Wenn das Positionierteil 81 sich in der Kabellösrichtung dreht, kontaktiert der Überdrehverhinderungszahn 82c der Positionierklinke 82 einen der Positionierzähne 81b, angeordnet einen Zahn weg von einem der Positionierzähne 81b, und das Positionierteil 81 beendet das Drehen. Wenn der Fahrer den Schaltlöshebel 56 löst bzw. freigibt, kehrt der Schaltlöshebel 56 zu der neutralen Position, gezeigt in 8, zurück, aufgrund der Federkraft des Federteils 55. Die Positionierklinke 82 dreht sich dann im Gegenuhrzeigersinn, aufgrund des Federteils 87, und der Überdrehverhinderungszahn 62c separiert sich von einem der Positionierzähne 81b, veranlassend das Positionierteil 81, sich erneut im Gegenuhrzeigersinn zu drehen. Jedoch kontaktiert die Positionierklinke 82 die Positionierzähne 81b und veranlasst das Positionierteil 81 und das erste Drahtaufnahmeelement 50, positioniert zu werden (d. h. gehalten in einer Position entsprechend dem unteren Gang). Als Folge wird der innere Draht 20a des Schaltbetätigungskabels 20 gelöst um solch einen Betrag, dass sich der vordere Derailleur 14 zu der unteren Position bewegt.
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Nun wird die Betätigung bzw. Wirkweise der Federungs-(zweiten)Steuereinheit 42 der Fahrradsteuervorrichtung 12 unter Bezugnahme auf die 12 bis 18 erörtert. Zunächst wird eine Ziehbetätigung des Federungszustandsschaltkabel 22 erklärt.
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Wenn das zweite Drahtaufnahmeelement 60 in der Lösposition ist, d. h. der Zustand gezeigt in 12, und der Federungszustandsschalthebel 64 betätigt wird in der ersten Drehrichtung R1, d. h. die Uhrzeigersinnrichtung der 12, wird der Bewegungsübertragungsstift 64a, bereitgestellt an dem Federungszustandsschalthebel 64, gedrückt bezüglich einer Außenfläche des Verriegelungsteils 90 in der Nähe des distalen Endes des Verriegelungsteils 90, wie in 13 gezeigt. Der Bewegungsübertragungsstift 64a bewegt sich entlang einer Außenfläche des Verriegelungsteils 90 und veranlasst das Verriegelungsteil 90, sich im Uhrzeigersinn zu schwenken, wie in den 14 und 15 gezeigt. Bei einem Zwischenpunkt während dieser Bewegung erreicht der Bewegungsübertragungsstift 64a einen Endabschnitt der Nockennut 90a und gelangt mit der Nockennut 90a in Eingriff, um in die Nockennut 90a einzutreten. Die Nockennut 90a hat einen Stoppabschnitt, wo gebogen um ungefähr 90 Grad, so dass der Bewegungsübertragungsstift 64a gestoppt werden kann. Wenn der Bewegungsübertragungsstift 64a in die Nockennut 90a eintritt, schwenkt das Verriegelungsteil 90 im Gegenuhrzeigersinn und zwar aufgrund der Federkraft des Federteils 94 bis, wie gezeigt in 16, der Bewegungsübertragungsstift 64a gestoppt wird durch den Stoppabschnitt, so dass das Verriegelungsteil 90 in der zweiten Halteposition gehalten wird. Der Federungszustandsschalthebel 64 wird somit positioniert durch das Verriegelungsteil 90. Als Folge wird das zweite Drahtaufnahmeelement 60 positioniert in der Verriegelungsposition. Wenn das zweite Drahtaufnahmeelement 60 in der Verriegelungsposition positioniert wird, veranlasst das Federungszustandsschaltkabel 22 die Federgabel 16, in einen verriegelten Zustand zu gelangen, in dem kein Federungseffekt (bzw. Dämpfungseffekt) erzeugt wird. Wenn der Fahrer den Federungszustandsschalthebel 64 löst bzw. freigibt, während das Verriegelungsteil 90 in der zweiten Halteposition positioniert ist, wird der Federungszustandsschalthebel 64 in der zweiten Hebelposition verbleiben, wie in 16 gezeigt.
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In dem Zustand, gezeigt in 16, wenn der Fahrer wünscht, die verriegelte bzw. gesperrte Federgabel 14 zu lösen, betätigt der Fahrer den Federungszustandsschalthebel 64 in der ersten Drehrichtung R1, d. h. die Uhrzeigersinnrichtung der 16. Somit ist der Federungszustandsschalthebel 64 weiter beweglich in der ersten Drehrichtung R1 von der zweiten Hebelposition (16) zu der dritten Hebelposition (17), was dem Bewegungsübertragungsstift 64a ermöglicht, die Nockennut 90a zu verlassen. Der Bewegungsübertragungsstift 64a bewegt sich entlang der Außenfläche des Verriegelungsteils 90, wie in 18 gezeigt. Sobald der Bewegungsübertragungsstift 64a von der Außenfläche des Verriegelungsteils 90 außer Eingriff gelangt, schwenkt das Verriegelungsteil 90 im Uhrzeigersinn und zwar aufgrund der Federkraft des Federteils 94 zurück zu seiner anfänglichen Position, wie gezeigt in 12. Somit wird das zweite Drahtaufnahmeelement 60 gelöst bzw. freigegeben, so dass das zweite Drahtaufnahmeelement 60 zu der ersten Aufnahmeelementposition (12) zurückkehrt und der Federungszustandsschalthebel 64 zu der ersten Hebelposition (12) zurückkehrt. Als Folge wird die Federgabel 16 zurückgebracht zu einem gelösten Zustand, in dem die Federungsfunktion (bzw. die Dämpfungsfunktion) erzeugt wird.