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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer Strebe an einem Radschützer eines Fahrrads sowie eine Anordnung einer Strebe an einem Radschützer vermittels einer derartigen Vorrichtung.
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Insbesondere bei der herstellerseitigen Montage einer Strebe an einem Radschützer wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die Montage möglichst einfach und schnell erfolgen kann.
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Aus der
JP 2001-018 872 A sind eine Vorrichtung und eine Anordnung der eingangs genannten Art bekannt. Die darin beschriebene Vorrichtung weist eine schlüssellochähnliche Nut auf, in die eine Strebe einbringbar ist. Zusammen mit der Strebe kann die Vorrichtung in eine Öffnung des Radschützers eingebracht und werkzeuglos durch Verrastung an diesem angebracht werden.
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Das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem ist die Schaffung einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, die eine einfache und schnelle Montage der Strebe an dem Radschützer ermöglicht. Weiterhin soll eine einfach und schnell erstellbare Anordnung der eingangs genannten Art angegeben werden.
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Dies wird erfindungsgemäß hinsichtlich der Vorrichtung durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie hinsichtlich der Anordnung durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 11 erreicht. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung.
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Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass die Vorrichtung Befestigungsmittel für die werkzeuglose Anbringung eines Anbauteils umfasst. Durch die werkzeuglose Montage kann die Strebe sehr einfach an dem Radschützer angebracht werden. Beispielsweise können die Befestigungsmittel eine Nut oder eine Schiene umfassen. Mittels der Vorrichtung können somit nicht nur eine Strebe sondern auch weitere Anbauteile an dem Radschützer befestigt werden.
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Dabei kann die Vorrichtung mittels einer Nase, die in eine entsprechende Aussparung im Bereich der Öffnung eingreifen kann, werkzeuglos an dem Radschützer anbringbar und/oder vormontierbar sein. Nach der Vormontage der Vorrichtung muss vorzugsweise lediglich der Arbeitsschritt der Verrastung der Strebe an der Vorrichtung durchgeführt werden. Damit wird die komplette Montage auf zwei einfach auszuführende Arbeitsschritte reduziert, so dass sich die erfindungsgemäße Vorrichtung sehr gut für eine herstellerseitige Montage einer Strebe an einem Radschützer eignet.
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Es besteht die Möglichkeit, dass die Vorrichtung abschnittsweise von außen durch die Öffnung in dem Radschützer nach innen hindurch gesteckt werden kann, wobei dann die Strebe an dem auf der Innenseite des Radschützers befindlichen Abschnitt der Vorrichtung angebracht werden kann, oder dass die Vorrichtung abschnittsweise von innen durch die Öffnung in dem Radschützer nach außen hindurch gesteckt werden kann, wobei dann die Strebe an dem auf der Außenseite des Radschützers befindlichen Abschnitt der Vorrichtung angebracht werden kann. Damit eignet sich die Vorrichtung sowohl für Überlaufstreben, als auch für Unterlaufstreben.
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Es besteht die Möglichkeit, dass das Anbauteil ein Reflektor oder ein Dreckschutzteil ist.
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Es kann vorgesehen sein, dass das erste Befestigungsteil eine Ausnehmung aufweist, durch die die Strebe verlaufen kann.
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Es kann vorgesehen sein, dass das erste Befestigungsteil eine Umbiegung aufweist, auf deren Innenseite die Aufnahme gebildet ist.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung derart ausgebildet ist, dass die Strebe zur Überführung in die angebrachte Stellung an dem zweiten Befestigungsteil vorbei in die Ausnehmung bewegt werden muss.
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Es kann vorgesehen sein, dass das zweite Befestigungsteil im angebrachten Zustand der Strebe diese in der Ausnehmung hält, insbesondere an der Strebe anliegt.
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Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
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1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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2 einen Schnitt gemäß den Pfeilen II-II in 1;
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3 eine Explosionsansicht der Anordnung gemäß 1;
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4 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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5 einen Schnitt gemäß den Pfeilen V-V in 4;
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6 eine Explosionsansicht der Anordnung gemäß 4;
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7 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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8 einen Schnitt gemäß den Pfeilen VIII-VIII in 7;
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9 eine Explosionsansicht der Anordnung gemäß 7;
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10 eine Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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11 einen Schnitt gemäß den Pfeifen XI-XI in 10;
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12 eine Explosionsansicht der Anordnung gemäß 10;
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13 eine Draufsicht auf eine fünfte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
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14 einen Schnitt gemäß den Pfeilen XIV-XIV in 13;
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15 eine Explosionsansicht der Anordnung gemäß 13;
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16 eine Explosionsansicht einer sechsten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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In den Figuren sind gleiche oder funktional gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Die aus den 1 bis 3 ersichtliche Anordnung umfasst eine Vorrichtung 1, die zur Anbringung einer Strebe 2 an einem Radschützer 3 dient.
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Dabei ist die Strebe 2 eine Umlaufstrebe mit zwei im Wesentlichen zueinander parallelen Abschnitten 4, 5 und einem diese miteinander verbindenden Querabschnitt 6. Die Strebe kann aus Metall, beispielsweise aus gebogenem Draht bestehen.
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Der Radschützer 3 kann aus Metall, vorzugsweise jedoch aus Kunststoff bestehen. Der Radschützer 3 ist torusähnlich gebogen und dem Verlauf eines Fahrradreifens angepasst. Die dem Reifen zugewandte Seite wird im Nachfolgenden Innenseite, die von dem Reifen abgewandte Seite Außenseite genannt. In dem Radschützer 3 ist eine Öffnung 7 vorgesehen, die einseitig in eine kleine Aussparung 8 mündet.
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Die Vorrichtung 1 umfasst eine Grundplatte 9 von der sich ein erstes und ein zweites Befestigungsteil 10, 11 zur gleichen Seite wegerstrecken (siehe 2). Weiterhin erstreckt sich von der Grundplatte 9 eine Nase 12 zur gleichen Seite weg wie die Befestigungsteile 10, 11.
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Das erste Befestigungsteil 10 erstreckt sich ein Stück weit senkrecht von der Grundplatte 9 weg, bevor es ähnlich einem U zu einer Seite, im Wesentlichen nach unten in 2, und nach einer Umbiegung 13 um etwa 180° zur entgegengesetzten Seite, im Wesentlichen nach oben in 2, verläuft. Dieser in 2 im Wesentlichen nach oben verlaufende Endabschnitt 14 des ersten Befestigungsteils 10 erstreckt sich beabstandet und im Wesentlichen parallel zur Grundplatte 9. Auf der Innenseite der Umbiegung 13 ist eine Aufnahme 15 für den Querabschnitt 6 der Strebe 2 gebildet.
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Der Ausgangspunkt des zweiten Befestigungsteils 11 an der Grundplatte 9 ist von demjenigen des ersten Befestigungsteils 10 beabstandet. Insbesondere gehen die beiden Befestigungsteile 10, 11 in etwa von unterschiedlichen Seiten der Grundplatte 9 aus. Das zweite Befestigungsteil 11 erstreckt sich von der Grundplatte 9 schräg weg, beispielweise unter einem Winkel zwischen 10° und 50°, insbesondere unter einem Winkel von etwa 30°.
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Das zweite Befestigungsteil 11 ragt in den Zwischenraum hinein, der zwischen dem Endabschnitt 14 des ersten Befestigungsteils 10 und der Grundplatte 9 gebildet ist. Das zweite Befestigungsteil 11 weist eine gewisse Flexibilität auf, so dass es zumindest abschnittsweise in Richtung auf die Grundplatte 9 bewegt werden kann.
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Zwischen der Grundplatte 9 und Nase 12 einerseits und der Grundplatte 9 und einem ersten Abschnitt des ersten Befestigungsteils 10 andererseits ist jeweils eine Ausnehmung 16, 17 gebildet, deren Tiefe in Durchtrittsrichtung der Öffnung 7 etwa der Stärke des Radschützers 3 entspricht. Dadurch können im angebrachten Zustand die die Öffnung 7 umgebenden Ränder des Radschützers 3 in die Ausnehmungen 16, 17 eingreifen.
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Im Nachfolgenden soll die Anbringung der Strebe 2 an dem Radschützer 3 mit Hilfe der Vorrichtung 1 beschrieben werden.
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Zuerst wird die Vorrichtung 1 von außen beziehungsweise von links in 2 in die Öffnung 7 des Radschützers 3 eingebracht bis die Nase 12 unter den Rand der Öffnung 7 rastet beziehungsweise bis die die Öffnung 7 umgebenden Ränder des Radschützers 3 in die Ausnehmungen 16, 17 eingreifen. In dieser Stellung ist die Vorrichtung 1 an dem Radschützer 3 vormontiert, so dass es nicht von selbst abfallen kann. Die Befestigungsteile 10, 11 ragen in dieser Stellung durch die Öffnung 7 zur Innenseite des Radschützers 3 beziehungsweise etwa nach links in 2 hindurch.
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Daran anschließend wird der Querabschnitt 6 der Strebe 2 auf der Innenseite des Radschützers 3 in einen Zwischenraum 18 zwischen der Nase 12 und dem Endabschnitt 14 des ersten Befestigungsteils 10 hinein gedrückt. Im Verlauf der Bewegung des Querabschnitt 6 der Strebe 2 wird das zweite Befestigungsteil 11 in Richtung auf die Grundplatte 9 zur Seite geschoben, so dass der Querabschnitt 6 an dem zweiten Befestigungsteil 11 vorbei in die Ausnehmung 15 gelangen kann.
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Wenn der Querabschnitt 6 in der Ausnehmung 15 angelangt Ist, bewegt sich das zweite Befestigungsteil 11 wieder zurück in den Zwischenraum zwischen dem Endabschnitt 14 des ersten Befestigungsteils 10 und der Grundplatte 9. In dieser Stellung liegt das Ende des zweiten Befestigungsteils 11 an dem Querabschnitt 6 der Strebe 2 an und hält diese in der Ausnehmung 15. Auf diese Weise sind die Strebe 2 und die Vorrichtung 1 an dem Radschützer 3 befestigt.
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Ohne die Zuhilfenahme eines Werkzeugs oder ohne Zerstörung des ersten und/oder des zweiten Befestigungsteils 10, 11 lässt sich der Querabschnitt 6 der Strebe 2 nicht mehr aus der Ausnehmung 15 herausbewegen.
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Die aus den 4 bis 6 ersichtliche Anordnung unterscheidet sich von derjenigen gemäß den 1 bis 3 dadurch, dass weiterhin ein Dreckschutzteil 19 vorgesehen ist. Dieses Dreckschutzteil 19 weist an jeder seiner beiden Längsseiten eine Nut 20 auf, die über jeweils einen Rand des Radschützers 3 von hinten beziehungsweise von unten in 4 und 5 aufgeschoben werden kann. Weiterhin weist das Dreckschutzteil 19 einen mittigen Vorsprung 21 auf, in dem eine Öffnung 22 vorgesehen ist.
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Vor dem Anbringen der Strebe 2 an dem Radschützer 3 können die Nuten 20 des Dreckschutzteils 19 von hinten auf das Ende des Radschützers 3 aufgeschoben werden bis die Öffnung 22 in dem Vorsprung 21 mit der Öffnung 7 in dem Radschützer 3 fluchtet. Daran anschließend wird die Vorrichtung 1 abschnittsweise durch die miteinander fluchtenden Öffnungen 7, 22 hindurchgeschoben, bis die Befestigungsteile 10, 11 nach innen durch die Öffnung 7 hinduch ragen und die Ränder des Vorsprungs 21 die Grundplatte 9 umgeben.
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Daran anschließend wird der Querabschnitt 6 der Strebe 2 in die Ausnehmung 15 eingebracht. Dadurch werden nicht nur die Strebe 2 und die Vorrichtung 1, sondern auch das Dreckschutzteil 19 an dem Radschützer 3 festgelegt.
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Die aus den 7 bis 9 ersichtliche Anordnung unterscheidet sich von derjenigen gemäß den 1 bis 3 dadurch, dass weiterhin ein Reflektor 23 vorgesehen ist. Der Reflektor 23 weist zwei zumindest teilweise innenliegende Nuten 24 auf, die der Befestigung an der Vorrichtung 1 dienen.
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Dazu weist die Vorrichtung 1 im Unterschied zu den Ausführungsformen gemäß den 1 bis 6 ein drittes Befestigungsteil 25 auf, das von der Grundplatte 9 zu der von den beiden anderen Befestigungsteilen 10, 11 abgewandten Seite wegragt. Auf zwei einander gegenüberliegenden Außenseiten dieses dritten Befestigungsteils 25 sind Vorsprünge 26 angeordnet, die in die Nuten 24 eingreifen können.
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Vor oder nach dem Anbringen der Strebe 2 und der Vorrichtung 1 an dem Radschützer 3 kann der Reflektor 23 auf die Vorrichtung 1 aufgeschoben werden.
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Die aus den 10 bis 12 ersichtliche Anordnung unterscheidet sich von derjenigen gemäß den 7 bis 9 beziehungsweise derjenigen gemäß den 4 bis 6 dadurch, dass sowohl ein Dreckschutzteil 19, als auch ein Reflektor 23 vorgesehen sind. Dabei entspricht die Vorrichtung 1 derjenigen gemäß den 7 bis 9.
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Die aus den 13 bis 15 ersichtliche Anordnung unterscheidet sich von derjenigen gemäß den 1 bis 3 einerseits dadurch, dass im Gebrauchszustand beziehungsweise im angebrachten Zustand die Strebe 2 außerhalb des Radschützers 2 verläuft und die Grundplatte 9 der Vorrichtung 1 an der Innenseite des Radschützers 3 anliegt. Dies wird dadurch erreicht, dass die Befestigungsteile 10, 11 von innen durch die Öffnung 7 hindurch geschoben werden.
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Anderseits unterscheidet sich die aus den 13 bis 15 ersichtliche Anordnung von derjenigen gemäß den 1 bis 3 dadurch, dass ein Dekorteil 27 vorgesehen ist, das von außen auf die Vorrichtung 1 aufgeklipst oder aufgeklebt werden kann.
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Es besteht durchaus die Möglichkeit, bei der Anordnung gemäß den 13 bis 15 das Dekorteil 27 wegzulassen.
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Auch die aus 16 ersichtliche Anordnung unterscheidet sich von derjenigen gemäß den 1 bis 3 dadurch, dass ein Dekorteil 28 vorgesehen ist, das von außen auf die Vorrichtung 1 aufgeklipst oder aufgeklebt werden kann.
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Es besteht durchaus die Möglichkeit, auch bei den Anordnungen gemäß den 4 bis 12 entsprechende Dekorteile vorzusehen.