DE102009053854A1 - Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B19/00—Bolts without screw-thread; Pins, including deformable elements; Rivets
- F16B19/14—Bolts or the like for shooting into concrete constructions, metal walls or the like by means of detonation-operated nailing tools
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung zwischen wenigstens zwei nicht vorgelochten Bauteilen (1, 2) in einem Fügebereich (3) mittels eines Nagels (4), der einen Nagelkopf (4a), einen Nagelschaft (4b) und eine Nagelspitze (4c) aufweist, indem der Nagel (4) in die aufeinanderliegenden, an einem Gegenhalter (5) abgestützten Bauteile (1, 2) getrieben wird, wobei die Nagelspitze (4c) beide Bauteile (1, 2) vollständig durchdringt und über das nagelkopfabgewandte Bauteil (2) hinaus austritt und dort ein kraterförmiger Materialaufwurf (6) gebildet wird. Erfindungsgemäß ist der Gegenhalter als Matrize (5) mit einer Ausnehmung (7) ausgebildet, so dass während des Eintreibens des Nagels (4) der kraterförmige Materialaufwurf (6) in die Ausnehmung (7) der Matrize verdrängt wird und im Wesentlichen in die Kontur der Ausnehmung (7) verformt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Nagelverbindung zwischen wenigstens zwei nicht vorgelochten Bauteilen in einem Fügebereich mittels eines Nagels und eines Gegenhalters gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Aus der
DE 10 2006 002 238 A1 ist ein solches Verfahren bekannt, das einen Nagel verwendet, der einen Nagelkopf mit einer an der Kopfunterseite vorgesehenen Ringnut, einen Nagelschaft und eine Nagelspitze aufweist. Der Nagel wird vom Treiber eines Setzgerätes mit hoher Geschwindigkeit in mindestens ein nicht vorgelochtes Bauteil im Wesentlichen drehungsfrei axial so eingetrieben, dass die Nagelspitze und der Nagelschaft in das Bauteil eindringen, der Nagelkopf an der Oberseite des Bauteils aufliegt und hierbei an der Oberseite des Bauteils ein Materialaufwurf gebildet wird, der in die Ringnut an der Kopfunterseite des Nagels vorsteht, sowie im nagelkopfabgewandten Bauteil an dessen Unterseite ein kraterförmiger Materialaufwurf gebildet wird, der in nagelkopfabgewandter Richtung vorsteht. Wenn bei diesem bekannten Verfahren das nagelkopfabgewandte Bauteil keine ausreichende Steifigkeit aufweist, wird ein Gegenhalter in Form einer Hülse verwendet, in das die Nagelspitze beim Eintreiben eintaucht und das Bauteil abstützt. - Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein gegenüber dem bekannten Verfahren verbessertes Verfahren hinsichtlich einer höheren Verbindungsqualität anzugeben.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
- Bei einem solchen Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung zwischen wenigstens zwei nicht vorgelochten Bauteilen in einem Fügebereich mittels eines Nagels, der einen Nagelkopf, einen Nagelschaft und eine Nagelspitze aufweist, indem der Nagel in die aufeinanderliegenden, an einem Gegenhalter abgestützten Bauteile getrieben wird, wobei die Nagelspitze beide Bauteile vollständig durchdringt und über das nagelkopfabgewandte Bauteil hinaus austritt und dort ein kraterförmiger Materialaufwurf gebildet wird, ist erfindungsgemäß der Gegenhalter als Matrize mit einer Ausnehmung ausgebildet, so dass während des Eintreibens des Nagels der kraterförmige Materialaufwurf in die Ausnehmung der Matrize verdrängt wird und im Wesentlichen in die Kontur der Ausnehmung verformt wird.
- Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahren wird mittels der Matrize nicht nur eine Abstützung der Bauteile während des Setzvorganges des Nagels erreicht, sondern auch eine Verpressung des auf der nagelkopfabgewandten Seite austretenden Materialaufwurfs in die Kontur der Ausnehmung der Matrize sowie ggf. in eine am Nagelschaft umlaufende Oberflächenprofilierung erreicht, wodurch die Verbindungsqualität gegenüber einer mit dem bekannten Verfahren hergestellten Nagelverbindung steigt.
- Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Ausnehmung als Bohrung mit einer Versenkung ausgebildet, wobei die Versenkung vorzugsweise kegelstumpfförmig zur Aufnahme des Materialaufwurfs ausgebildet ist. Die Versenkung kann zusätzlich zur besseren Entnehmbarkeit der gefügten Bauteile aus der Matrize Fasen, Radien oder Entformungsschrägen aufweisen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:
-
1 eine schematische Schnittdarstellung eines teilweise in zwei gegen eine Matrize abgestützten Bauteile eingetriebenen Nagels zur Herstellung einer Nagelverbindung gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens, und -
2 eine schematische Schnittdarstellung einer mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Nagelverbindung. - Die
1 zeigt einen Zustand während des Eintreibens eines Nagels4 in zwei zu verbindende, flächig aufeinanderliegende, in dem zugehörigen Fügebereich3 plattenförmig ausgebildeten und nicht vorgelochten Bauteile1 und2 , die auf der nagelkopfabgewandten Seite von einer Matrize5 abgestützt werden. - Der Nagel
4 besteht aus einem Nagelkopf4a , einem Nagelschaft4b , der auf seiner Oberfläche eine Oberflächenprofilierung10 aufweist, und einer Nagelspitze4c . Der Nagelkopf4a weist an seiner Unterseite eine an den Nagelschaft4b angrenzende Ringnut11 auf, in die ein beim Eintreiben des Nagels4 an der Oberseite des Bauteils1 entstehender Materialaufwurf12 eindringt, wenn nach dem Eintreiben des Nagels4 der Nagelkopf4a flächig auf der Oberseite des Bauteils1 aufliegt. Gemäß1 ist auch ein auf der Unterseite des Bauteils2 ein entstehender Materialaufwurf6 an der Stelle angedeutet, an der die Nagelspitze4c aus der Oberfläche des Bauteils2 austreten wird. - Das nagelkopfabgewandte Bauteil
2 liegt im Fügebereich3 auf der eine Ausnehmung7 aufweisende Matrize5 auf. Die Ausnehmung7 umfasst eine Bohrung8 , deren Durchmesser an den Durchmesser des Nagelschafts4b angepasst ist. An diese Bohrung8 schließt sich bauteilseitig eine kegelstumpfförmige Versenkung9 an, die sich trichterförmig in Richtung der Austrittstelle der Nagelspitze4 öffnet. Die Versenkung9 kann zusätzlich zur besseren Entnehmbarkeit der mit dem Nagel4 verbundenen Bauteile1 und2 aus der Matrize5 Fasen, Radien oder Entformungsschrägen (nicht dargestellt) aufweisen. -
2 zeigt den Zustand des vollständig in die beiden Bauteile1 und2 eingetriebenen Nagels4 , so dass die Unterseite des Nagelkopfes4a flächig auf der Oberseite des Bauteils1 aufliegt, wobei die Ringnut11 auf der Unterseite des Nagelkopfes4a von dem während des Eintreibens des Nagels4 entstehenden Materialaufwurfs12 ausgefüllt ist. - In diesem Zustand gemäß
2 ist auf der nagelkopfabgewandten Seite der beiden Bauteile1 und2 die Nagelspitze4c und auch der Nagelschaft in die Ausnehmung7 der Matrize5 eingedrungen, wobei die Nagelspitze4c nicht, wie in der2 dargestellt, über die Matrize5 hinausragen muss. ist. Wird ein dickeres Bauteil2 verwendet, würde die Nagelspitze4c nicht über die Rückseite der Matrize5 hinausragen. - Der während des Eintreibens des Nagels
4 entstehende kraterförmige Materialaufwurf6 wird aufgrund der abstützenden Wirkung des Matrize5 in die Versenkung9 eingepresst, d. h. es entsteht in diesem Bereich der Versenkung9 ein kontrollierter Werkstofffluss in die Oberflächenprofilierung10 am Nagelschaft4b , so dass dies zu einer Verdichtung des Materials des Materialaufwurfs6 mit dem Nagelschaft4b führt und dadurch der Kraftschluss zwischen dem Nagel4 und dem Bauteil2 erhöht wird. Damit nimmt der Materialaufwurf6 die Kontur der Versenkung9 an, weist also eine Mantelfläche auf, die der Mantelfläche eines Kegelstumpfes entspricht. Derjenige Teil des Materialaufwurfs6 , der nicht in Kontakt mit der Innerfläche der Versenkung9 kommt, läuft mit einer konkaven Oberfläche13 auf den Nagelschaft4b hin aus. - Die zusätzliche Verdichtung des Materialaufwurfs
6 mit dem Nagelschaft4b führt zur Erhöhung der Verbindungsqualität. - Da mit dem erfindungsgemäßen Verfahren insbesondere wegen der Abstützung durch die Matrize
5 auch dünne Bauteilkombinationen deformationsfrei gefügt werden können, ist es insbesondere für dünne Aluminiumverbindungen geeignet. - Die Matrize
5 kann als einfache Lochmatrize oder, wie in den Figuren dargestellt, als Formmatrize ausgebildet werden. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Bauteil
- 2
- Bauteil
- 3
- Fügebereich
- 4
- Nagel
- 4a
- Nagelkopf
- 4b
- Nagelschaft
- 4c
- Nagelspitze
- 5
- Matrize
- 6
- Materialaufwurf
- 7
- Ausnehmung
- 8
- Bohrung
- 9
- Versenkung
- 10
- Oberflächenprofilierung
- 11
- Ringnut am Nagelkopf
4a - 12
- Materialaufwurf an der Oberseite des Bauteils
1 - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102006002238 A1 [0002]
Claims (3)
- Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung zwischen wenigstens zwei nicht vorgelochten Bauteilen (
1 ,2 ) in einem Fügebereich (3 ) mittels eines Nagels (4 ), der einen Nagelkopf (4a ), einen Nagelschaft (4b ) und eine Nagelspitze (4c ) aufweist, indem der Nagel (4 ) in die aufeinanderliegenden, an einem Gegenhalter (5 ) abgestützten Bauteile (1 ,2 ) getrieben wird, wobei die Nagelspitze (4c ) beide Bauteile (1 ,2 ) vollständig durchdringt und über das nagelkopfabgewandte Bauteil (2 ) hinaus austritt und dort ein kraterförmiger Materialaufwurf (6 ) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenhalter als Matrize (5 ) mit einer Ausnehmung (7 ) ausgebildet ist, so dass während des Eintreibens des Nagels (4 ) der kraterförmige Materialaufwurf (6 ) in die Ausnehmung (7 ) der Matrize verdrängt wird und im Wesentlichen in die Kontur der Ausnehmung (7 ) verformt wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (
7 ) als Bohrung (8 ) mit einer Versenkung (9 ) ausgebildet ist. - Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versenkung (
9 ) kegelstumpfförmig zur Aufnahme des Materialauswurfs (6 ) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102009053854A DE102009053854A1 (de) | 2009-11-19 | 2009-11-19 | Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102009053854A DE102009053854A1 (de) | 2009-11-19 | 2009-11-19 | Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102009053854A1 true DE102009053854A1 (de) | 2011-06-22 |
Family
ID=44310964
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102009053854A Withdrawn DE102009053854A1 (de) | 2009-11-19 | 2009-11-19 | Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102009053854A1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2033231A1 (en) * | 1970-07-04 | 1972-01-20 | Bosch Gmbh Robert | Forming holes in work pieces - explosively with lead bullet |
| DE7901454U1 (de) * | 1978-01-25 | 1980-01-03 | Aerpat Ag, Zug (Schweiz) | Werkzeugsatz zum Verbinden von Bauteilen |
| DE102006002238A1 (de) | 2006-01-17 | 2007-07-19 | Böllhoff Verbindungstechnik GmbH | Verfahren zum Herstellen einer Nagelverbindung sowie Nagel hierfür |
-
2009
- 2009-11-19 DE DE102009053854A patent/DE102009053854A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE102006002238A1 (de) | 2006-01-17 | 2007-07-19 | Böllhoff Verbindungstechnik GmbH | Verfahren zum Herstellen einer Nagelverbindung sowie Nagel hierfür |
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