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Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft eine Tragevorrichtung zum Transport von Objekten, die dazu ausgebildet ist, dass daran beispielsweise zwei Objekte, insbesondere ein Oxygenationsmodul und eine Sauerstoffflasche, fixierbar sind, sodass aus der Kombination der Tragevorrichtung und der Objekte ein System für einen mobilen Einsatz gebildet wird.
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Hintergrund der Erfindung
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Schwere Traumata, wie beispielsweise Verbrennungen mit Inhalationstrauma, Rauchvergiftungen, Beinahe-Ertrinken oder Verkehrsunfällen, können ein multiples Organversagen verursachen. Dabei tritt häufig ein akutes, schweres Lungenversagen (ARDS) auf. Aber auch Pneumonien, chronisches Asthma, Mukoviszidose oder Lungenödeme können zu einem schweren lebensbedrohlichen Lungenversagen führen. Eine herkömmliche Behandlung mit hoch spezialisierten Intensivrespiratoren und Beatmungsgeräten reicht in solchen Fällen jedoch nicht immer aus, eine ausreichende Versorgung des Organismus mit Sauerstoff zu gewährleisten.
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Bei dem lebensbedrohlichen Krankheitsbild eines ARDS ist somit oftmals die Behandlung mittels extrakorporaler Membranoxygenation (ECMO) angezeigt. ECMO-Systeme sind jedoch nur an einigen wenigen spezialisierten Behandlungszentren verfügbar. Patienten mit ARDS müssen zu diesen Zentren transportiert werden, wobei während des Transports die Sauerstoffversorgung des Patienten ununterbrochen gewährleistet sein muss. Hierfür wurden mobile künstliche Lungen entwickelt, die speziell für den Transport von Patienten mit schwerstem Lungenversagen konzipiert sind.
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In dem System einer mobilen künstlichen Lunge wird das Blut des Patienten über einen extrakorporalen Kreislauf durch einen Oxygenator, beispielsweise durch einen Membranoxygenator geleitet, in dem der erforderliche Gasaustausch zur Versorgung des Patienten mit Sauerstoff stattfindet. In einem Membranoxygenator, der eine Komponente der mobilen künstlichen Lunge bildet, sind Gas- und Blutseite durch eine gasdurchlässige Membran voneinander getrennt und der Gasaustausch erfolgt durch Partialdruckdifferenzen entlang der Membran. Ein Oxygenator ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt und wird nach der Anwendung entsorgt. Die Förderung des Blutes durch den Oxygenator gewährleistet dabei eine Blutpumpe als weitere Komponente der mobilen künstlichen Lunge. Das Gas, insbesondere Sauerstoff, wird aus Sauerstoffflaschen, die ebenfalls eine Komponente der mobilen künstlichen Lunge darstellen, zur Verfügung gestellt.
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Für den Transport der einzelnen Komponenten einer mobilen künstlichen Lunge sind verschiedene Systeme bekannt. Die Deutsche Offenlegungsschrift
DE 43 43 334 A1 offenbart eine Tragekonstruktion für eine Vorrichtung zur mobilen externen Kreislaufunterstützung. Die brückenförmige, mit nach unten vorstehenden Standfüßen im vorderen und hinteren Bereich aufgebaute Tragekonstruktion ist vorn und hinten mit Tragegriffen versehen und mit Befestigungsmitteln zum Fixieren aller Komponenten der Vorrichtung in Betriebslage ausgestattet.
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Aus der Deutschen Offenlegungsschrift
DE 197 02 098 A1 ist ein bewegbarer Wagen mit zwei Rädern bekannt, auf dem die mobile Herz-Lungen-Maschine befestigt ist. Den sicheren Stand dieses Wagens gewährleisten ausklappbare Ständer an den Ecken des Wagens. Der Rahmen des Wagens wird über Sicherheitshalterungen beispielsweise mit einer Krankentrage verbunden, sodass ein Transport erfolgen kann.
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Die Deutsche Offenlegungsschrift
DE 102 20 381 A1 beschreibt eine Trageeinrichtung, an der die Komponenten der Herz-Lungen-Maschine angebracht und sicher fixiert sind. Die Trageeinrichtung ist in Form eines Tragerahmens realisiert, der für den Transport der Herz-Lungen-Maschine einen Handgriff sowie Räder aufweist. Mit dem Handgriff ist es möglich, die Herz-Lungen-Maschine zu kippen und auf den Rädern zu verfahren. Ein fester Stand wird bei diesem Tragerahmen durch Stützelemente in Verbindung mit den Rädern gesichert.
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In der europäischen Patentanmeldung
EP 1 832 303 A1 erfolgt der Transport der Herz-Lungen-Maschine, indem ein Klappbügel, der an seiner Oberseite zu einem Haken gebogen ist, an dem Rahmen eines Patientenbettes eingehängt wird. Abgestellt werden kann die Herz-Lungen-Maschine nach dem Transport auf einem zugehörigen Gerätefuß.
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Mit den aufgezeigten Systemen ist ein mobiler Einsatz von künstlichen Lungen möglich, der jedoch überwiegend auf einen Klinikbereich begrenzt ist, da die Systeme unhandlich und schwer sind und teilweise nur in Kombination mit einem Patientenbett oder einer Patiententrage transportiert werden können.
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Darstellung der Erfindung
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Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Tragevorrichtung zu schaffen, die einen komfortablen Transport einer künstlichen Lunge auch außerhalb eines Klinikbereiches, beispielsweise in einem Rettungswagen oder Helikopter ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Tragevorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Tragevorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 14. Diese Aufgabe wird ferner gelöst durch ein System mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 15.
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Die Erfindung umfasst eine Tragevorrichtung zum Transport von mindestens einem Objekt, die sich durch mindestens zwei Aufnahmeelemente mit in entgegengesetzte Richtungen weisenden Oberflächen auszeichnet, an denen das Objekt mittels eines Fixierungsmittels fixierbar ist. Die beiden Aufnahmeelemente sind über ein Verbindungselement miteinander verbunden, das einen Tragegriff aufweist, der einen einfachen, sicheren und ergonomisch günstigen Transport des Objektes ermöglicht und eine mobile Anwendung vereinfacht.
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In einer Ausführungsform der Tragevorrichtung ist das Objekt für den Transport in einer im Wesentlichen aufrecht stehenden Ausrichtung an den Oberflächen fixiert. Die Ausdehnung der Aufnahmeelemente folgt dabei im Wesentlichen der Höhe des Objektes in stehender Ausrichtung. Das Objekt liegt dadurch bereichsweise an den Oberflächen an und wird dabei durch die Tragevorrichtung gestützt, der Halt des Objektes an der Tragevorrichtung vergrößert sich und der Tragekomfort wird verbessert.
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In einer Ausgestaltung der Tragevorrichtung weisen die Aufnahmeelemente jeweils einen Knick auf, durch den jeweils zwei Abschnitte entstehen, die in einem Winkel zueinander angeordnet sind. Die beiden Abschnitte bilden zwischen sich einen Bereich, in dem das Objekt, das die erforderliche Größe des Winkels definiert, mittels des Fixierungsmittels fixierbar ist. Bedingt durch die daraus resultierende Zickzackform liegt das Objekt mit mehreren Bereichen an den Aufnahmeelementen an, sodass die Stützung des Objektes weiter verbessert wird. Das Objekt wird zudem bereichsweise von den Aufnahmeelementen umschlossen, sodass ein Schutz vor Beschädigungen während des Transportes besteht.
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In einer anderen Ausgestaltung der Tragevorrichtung weisen die Aufnahmeelemente jeweils eine Krümmung auf, in deren konkavem Bereich das Objekt mittels des Fixierungsmittels fixierbar ist. Bedingt durch die daraus resultierende Wellenform wird das Objekt bereichsweise von den Aufnahmeelementen umschlossen. Dies führt zu einer Erhöhung der Sicherheit des Objektes vor Beschädigungen während des Transportes.
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In einer Weiterbildung der Tragevorrichtung wird der Tragegriff durch eine Aussparung im Verbindungselement gebildet, sodass das Verbindungselement einstückig ausführbar ist.
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In einer Ausführungsform der Tragevorrichtung befinden sich beide Aufnahmeelemente auf gegenüberliegenden Seiten einer Mittelebene. Das Verbindungselement, das die Verbindung der beiden Aufnahmeelemente realisiert, ist hier in einem spitzen Winkel zu der Mittelebene ausgeführt. Damit werden beiden Aufnahmeelemente nahe an die Mittelebene herangeführt und es ergibt sich eine komfortabel zu tragende Vorrichtung.
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In einer Ausführungsform sind die beiden Aufnahmeelemente und das Verbindungselement einstückig ausgebildet. Eine Fertigung der Tragevorrichtung wird vereinfacht, da notwendige Montageschritte entfallen.
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In einer Weiterbildung der Tragevorrichtung ist an beiden Oberflächen jeweils ein Objekt mit dem Fixierungsmittel fixiert. Dadurch wird das Gewicht an der Tragevorrichtung gleichmäßig verteilt und ein einhändiges Tragen durch eine Person wird erleichtert.
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In einer Ausgestaltung der Tragevorrichtung ist das Objekt als Oxygenationsmodul, in einer anderen Ausgestaltung als Sauerstoffflasche ausgebildet, wobei das Oxygenationsmodul an einer Oberfläche und die Sauerstoffflasche an einer anderen Oberfläche der Tragevorrichtung mit dem Fixierungsmittel fixiert ist. Als Ergebnis der Anordnung dieser beiden Objekte auf der Tragevorrichtung ergibt sich das System einer künstlichen Lunge, das für einen mobilen Einsatz geeignet ist.
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Eine Ausführungsform der Tragevorrichtung ermöglicht, dass das an einer Oberfläche mit einem Fixierungsmittel fixierte Objekt einzeln und unabhängig von einem an der anderen Oberfläche mit einem Fixierungsmittel fixierten Objekt entnehmbar und/oder austauschbar ist. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, variabel und schnell auf sich verändernde Anforderungen während einer Verwendung zu reagieren.
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In einer Weiterbildung der Tragevorrichtung ist es möglich, die Oberfläche eines Aufnahmeelementes mittels eines Fixierungsmittels am Körper einer Person zu fixieren. Dementsprechend entfällt die Notwendigkeit eines Transports der Tragevorrichtung per Hand, sodass andere Tätigkeiten ausgeführt werden können.
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Eine Ausführungsform der Tragevorrichtung weist eine Anzeigevorrichtung zur Anzeige von Daten, die von dem Objekt ausgegeben werden, auf. Dies gewährleistet eine direkte Zuordnung der ausgegebenen Daten zu dem an der Tragevorrichtung fixierten Objekt. Eine andere Ausführungsform der Tragevorrichtung weist eine Bedieneinheit für das Objekt auf, sodass das fixierte Objekt keine eigene Bedieneinheit mehr benötigt. Eine Ausgestaltung der Tragevorrichtung weist sowohl eine Anzeigevorrichtung als auch eine Bedieneinheit mit den sich daraus jeweils ergebenden Vorteilen auf.
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Eine Ausgestaltung der Tragevorrichtung weist ein Befestigungselement für eine Fernbedienung für das Objekt auf, sodass eine sofortige und direkte Verfügbarkeit der Fernbedienung gegeben ist.
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Eine Weiterbildung der Tragevorrichtung weist eine Segmentierung zum Zusammenlegen auf, sodass eine platzsparende Lagerung oder ein Transport der Tragevorrichtung ohne Objekte möglich ist. Weiterhin ermöglicht die Segmentierung einen platzsparenden Einsatz der Tragevorrichtung, wenn nur ein Objekt zu transportieren ist.
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Die Erfindung umfasst ferner ein System zum Stoffaustausch über Diffusionsprozesse mit mindestens zwei Objekten, das eine Tragevorrichtung aufweist, wobei das erste Objekt an der einen Oberfläche und das zweite Objekt an der anderen Oberfläche der Tragevorrichtung mit jeweils wenigstens einem Fixierungsmittel fixiert ist. In einer Ausführungsform des Systems wird das erste Objekt dabei von einem Oxygenationsmodul und das zweite Objekt von einer Sauerstoffflasche gebildet. Die Tragevorrichtung für die beiden Objekte vereinfacht und erleichtert deren Transport und unterstützt somit eine mobile Anwendung des gesamten Systems.
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Die zuvor genannten und weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung werden auch anhand der Ausführungsbeispiele deutlich, die nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben werden.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Von den Figuren zeigt:
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1a eine Tragevorrichtung mit zwei Aufnahmeelementen mit in entgegengesetzte Richtungen weisenden Oberflächen, mit einem Verbindungselement mit einem Tragegriff und mit einem Fixierungsmittel;
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1b eine Tragevorrichtung mit zwei gekrümmten Aufnahmeelementen;
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2a eine Tragevorrichtung mit Segmentierung;
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2b eine zusammengelegte Tragevorrichtung in einer Draufsicht;
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3 eine Tragevorrichtung mit einer integrierten Anzeigevorrichtung, einer integrierten Bedieneinheit sowie mit einer befestigten Fernbedienung;
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4a ein System einer mobilen künstlichen Lunge;
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4b ein System einer mobilen künstlichen Lunge in einer Draufsicht;
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5a eine Tragevorrichtung in Leichtbauweise;
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5b eine Tragevorrichtung in Leichtbauweise in einer Draufsicht;
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6a ein Rack mit einem System einer mobilen künstlichen Lunge; und
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6b ein anderes Rack mit einem System einer mobilen künstlichen Lunge.
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Beschreibung von Ausführungsbeispielen
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In 1a ist schematisch eine Tragevorrichtung 101 dargestellt. Die Tragevorrichtung 101 weist zwei Aufnahmeelemente 102 mit in entgegengesetzte Richtungen weisenden Oberflächen 102a und 102b sowie ein Verbindungselement 103 auf, in das ein Tragegriff 104 für den Transport integriert ist. Pfeile veranschaulichen jeweils die Ausdehnungen 105a und 105b der Aufnahmeelemente 102. Die Aufnahmeelemente 102 kennzeichnen die Abschnitte der Tragevorrichtung 101, an denen Objekte für einen Transport fixiert werden und das Verbindungselement 103 kennzeichnet den Abschnitt der Tragevorrichtung 101, der die Verbindung der beiden Aufnahmeelemente 102 herstellt.
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Bei Bedarf können an den Aufnahmeelementen 102 Befestigungshilfen, wie beispielsweise Distanzstücke oder ähnliches angebracht sein, die die Montage von Objekten vereinfachen und zudem eine Stabilisierung der Objekte an der Tragevorrichtung 101 unterstützen.
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Der Tragegriff 104 wird beispielhaft durch eine Aussparung in dem Verbindungselement 103 gebildet und ist somit ein fester Bestandteil davon. Wird der Tragegriff 104 direkt während der Herstellung der Tragevorrichtung 101 mit ausgebildet, können zusätzliche Montageschritte entsprechend entfallen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass an die Tragevorrichtung 101 ein zusätzliches Element als Tragegriff 104 für einen Transport der Tragevorrichtung 101 angebracht werden kann.
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Mittels des Fixierungsmittels 106 ist es möglich, verschiedene Objekte, beispielsweise ein Oxygenationsmodul 401 oder eine Sauerstoffflasche 402 an den Oberflächen 102a und 102b zu befestigen. Als Fixierungsmittel 106 zur Befestigung der Objekte steht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Für einen variablen Einsatz der Tragevorrichtung 101 eignen sich beispielsweise reißfeste flexible Materialien, insbesondere reißfeste textile Bänder, die beispielsweise mit einem Klettverschluss als Verschlussmittel ausgestattet sind. Ein Klettverschluss wird in seiner typischen Form von zwei textilen Streifen gebildet, von denen einer kleine Widerhäkchen und der andere Schlaufen aufweist. Die beiden unterschiedlichen Streifen werden zusammengepresst und ergeben so einen haltbaren Schnellverschluss, der fast beliebig oft lösbar ist. Weitere Möglichkeiten für einen Verschluss aus flexiblem Material bieten Schnappverbindungen, Haken, Schnallen etc.
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Flexible Materialien als Fixierungsmittel 106 sind universell verwendbar, da sie variabel an Form und Größe verschiedenster Objekte angepasst werden können. Im Gegensatz dazu wird bei einer Verwendung einer starren Halterung als Fixierungsmittel 106 die Flexibilität der Tragevorrichtung 101 in Bezug auf einen möglichen Einsatz zwar verringert, jedoch erhöht sich die Sicherheit der fixierten Objekte vor einem nicht beabsichtigten Lösen aus dem Fixierungsmittel 106. Da Anpassungen an verschiedene Objekte bei einer starren Halterung nicht möglich sind, ist diese Art der Befestigung insbesondere für eine immer gleichbleibende Verwendung der Tragevorrichtung 101 von Interesse.
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In 1b ist schematisch eine Tragevorrichtung 101 mit zwei Aufnahmeelementen 102 mit den gekrümmten Oberflächen 107a und 107b dargestellt. Eine wechselseitige Anordnung der Aufnahmeelemente 102 mit den gekrümmten Oberflächen 107a und 107b auf den gegenüberliegenden Seiten der Mittelebene 108 bei gleichzeitiger Ausrichtung des Verbindungselementes 103 in einem spitzen Winkel zur Mittelebene 108 bewirkt, dass eine Wellenform der Tragevorrichtung 101 entsteht.
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Neben den in den 1a und 1b dargestellten Beispielen einer Tragevorrichtung 101 mit zwei Aufnahmeelementen 102 mit in entgegengesetzte Richtungen weisenden Oberflächen 102a und 102b bzw. 107a und 107b, die ein Verbindungselement 103 miteinander verbindet, sind auch Varianten einer Tragevorrichtung 101 vorstellbar, bei denen diese Anordnung mit weiteren Aufnahmeelementen 102, die jeweils über weitere Verbindungselemente 103 miteinander verbunden werden, erweitert wird. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, auch mehr als zwei Objekte gleichzeitig zu transportieren.
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In 2a ist schematisch eine Tragevorrichtung 101 mit einer Segmentierung 201 dargestellt. Diese Segmentierung 201 ermöglicht das Zusammenlegen der Tragevorrichtung 101 beispielsweise für den Fall, dass nur ein Objekt transportiert werden soll. Dadurch ist die Tragevorrichtung 101 noch leichter und einfacher zu handhaben. Bei einer Lagerung der zusammengelegten Tragevorrichtung 101 ohne fixierte Objekte ergibt sich zudem ein geringerer Platzbedarf. Eine Sperrvorrichtung 202 an der Tragevorrichtung 101 gewährleistet den Zusammenhalt der Segmente in zusammengelegtem Zustand.
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Die Segmentierung 201 wird beispielsweise mittels eines Scharniers realisiert, das eine bewegliche Verbindung an einer Kante der beiden Aufnahmeelemente 102 herstellt. Zur Vermeidung eines unbeabsichtigten Zusammenlegens der Tragevorrichtung 101 wird die Segmentierung 201 in geöffnetem Zustand mittels einer Sperrvorrichtung 203 arretiert. Als Scharniere eignen sich beispielsweise Stangen- oder Filmscharniere, aber auch andere Scharniere oder Vorrichtungen zum Zusammenlegen der Tragevorrichtung 101, beispielsweise Gelenke, sind vorstellbar.
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2b zeigt beispielhaft eine zusammengelegte Tragevorrichtung 101 in einer Draufsicht mit der Segmentierung 201 und zugehöriger Sperrvorrichtung 202.
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In 3 ist schematisch das Beispiel einer Tragevorrichtung 101 mit einer integrierten Anzeigevorrichtung 301, einer integrierten Bedieneinheit 302 sowie einer Fernbedienung 303 dargestellt. Die Fernbedienung 303 ist beispielhaft mittels eines Befestigungselementes 304 an der Tragevorrichtung 101 befestigt.
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Auf der integrierten Anzeigevorrichtung 301 ist beispielsweise die Darstellung von Daten möglich, die von einem an der Tragevorrichtung 101 fixierten Objekt ausgegeben werden. Im Gegensatz zu einer an einer zentralen Stelle angeordneten Anzeigevorrichtung, auf der gleichzeitig Daten vieler verschiedener Objekte und Anzeigevorrichtungen zusammengeführt und dargestellt sind, ist damit eine direkte Zuordnung der dargestellten Daten zu dem ausgebenden Objekt möglich.
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In Abhängigkeit von der Art des Objektes handelt es sich bei den Daten beispielsweise um Betriebs- oder Prozessdaten oder -zustände, um Kennlinien oder auch andere Daten des Objektes, die auf der Anzeigevorrichtung 301 darstellbar sind. Insbesondere graphische Anzeigevorrichtungen in Form eines Bildschirmes empfehlen sich als Anzeigevorrichtung 301, jedoch sind auch andere Anzeigevorrichtungen, beispielsweise mechanische oder elektromechanische Anzeigevorrichtungen für eine Integration in die Tragevorrichtung 101 vorstellbar.
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Handelt es sich bei dem an der Tragevorrichtung 101 fixierten Objekt beispielsweise um ein Oxygenationsmodul 401, sind die Sauerstoffsättigung und/oder der CO2-Gehalt im Blut, die Bluttemperatur, die Durchflussgeschwindigkeit des Blutes oder auch der Batteriestatus Beispiele für Daten, die auf der Anzeigevorrichtung 301 darstellbar sind. Bei einer fixierten Sauerstoffflasche 402 wäre beispielsweise eine Füllstandsanzeige vorstellbar.
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Neben der Darstellung der Daten von einem fixierten Objekt besteht die Möglichkeit, die Daten von zwei fixierten Objekten, beispielsweise von dem fixierten Oxygenationsmodul 401 und von der fixierten Sauerstoffflasche 402 gemeinsam auf der Anzeigevorrichtung 301 darzustellen, sodass ein schneller Überblick über die Daten beider Objekte möglich ist. Aber auch die Integration einer Anzeigevorrichtung 301 für jedes fixierte Objekt auf der jeweiligen Seite der Tragevorrichtung 101 ist vorstellbar, sodass wiederum eine genaue Zuordnung der Daten zu jedem einzelnen Objekt ermöglicht wird.
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Mit einer integrierten Bedieneinheit 302 ist ein an der Tragevorrichtung 101 fixiertes Objekt steuerbar. Das ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn überwiegend identische bzw. untereinander kompatible Objekte, beispielsweise Oxygenationsmodule 401 an der Tragevorrichtung 101 zum Einsatz kommen.
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Eine an der Tragevorrichtung 101 befestigte Fernbedienung 303 erlaubt die Steuerung eines an der Tragevorrichtung 101 fixierten Objektes, beispielsweise eines Oxygenationsmoduls 401 aus einer größeren Entfernung und unabhängig von einem direkten Zugang zu dem Oxygenationsmodul 401. Die Fernbedienung 303 ermöglicht somit eine Steuerung ohne direkten Sichtkontakt zum anzusteuernden Objekt beispielsweise während eines Transports in einem Helikopter, in dem alle Personen angeschnallt sind und sich nicht frei bewegen können. Durch das Befestigungselement 304 ist die Fernbedienung 303 an einem definierten Ort an der Tragevorrichtung 101 hinterlegt und steht somit bei Bedarf direkt zur Verfügung. Beispiele für ein Befestigungselement 304 der Fernbedienung sind: Klettverschlüsse, Magnethalterungen, Clipelemente oder auch Halterungen zum Ein- oder Aufstecken, wobei aber auch andere Befestigungselemente 304 vorstellbar sind.
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Alternativ kann das Befestigungselement 304 so ausgestaltet sein, dass sowohl eine Befestigung an der Tragevorrichtung 101 als auch an einer an Operationstischen üblicherweise angebrachten Standardnormschiene möglich ist, an der auch Bedienelemente anderer Geräte und Einrichtungen anschließbar sind.
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Sowohl eine integrierte Anzeigeeinrichtung 301 als auch eine integrierte Bedieneinheit 302 für das Oxygenationsmodul 401 führen zu einem vereinfachten Aufbau des Oxygenationsmoduls 401, zu einer Verringerung der Kosten seiner Herstellung und zu einer Möglichkeit der Verkleinerung seiner Bauform, sodass damit eine Gewichtsreduzierung des Oxygenationsmoduls 401 und dementsprechend der künstlichen Lunge für einen mobilen Transport erreicht wird.
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In 4a ist schematisch ein System einer mobilen künstlichen Lunge für einen Einsatz an einem Patienten dargestellt. Das System umfasst eine Tragevorrichtung 101 in Wellenform mit zwei Aufnahmeelementen 102, bei der im konkaven Bereich der gekrümmten Oberfläche 107a mittels eines Fixierungsmittels 106 ein Oxygenationsmodul 401 und im wechselseitig angeordneten konkaven Bereich der gekrümmten Oberfläche 107b mittels eines Fixierungsmittels 106 eine Sauerstoffflasche 402 fixiert ist. Sowohl das Oxygenationsmodul 401 als auch die Sauerstoffflasche 402 liegen dabei bereichweise an der jeweiligen gekrümmten Oberfläche 107a oder 107b an. Dieses bereichsweise Anliegen von Oxygenationsmodul 401 und Sauerstoffflasche 402 an der jeweiligen gekrümmten Oberfläche 107a oder 107b kann bei der Verwendung von Befestigungshilfen allerdings auch entsprechend unterbrochen sein.
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Die Höhe 403a des Oxygenationsmoduls 401 folgt der Ausdehnung 105a der gekrümmten Oberfläche 107a und die Höhe 403b der Sauerstoffflasche 402 folgt der Ausdehnung 105b der gekrümmten Oberfläche 107b. Das Verbindungselement 103 mit dem Tragegriff 104 realisiert die Verbindung der beiden Aufnahmeelemente 102 mit den gekrümmten Oberflächen 107a und 107b, wobei der Tragegriff 104 dabei beispielhaft sowohl in das Verbindungselement 103 als auch in die beiden Aufnahmeelemente 102 integriert ist.
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Zur Vereinfachung der Montage der für den Einsatz des Systems als mobile künstliche Lunge erforderlichen Schlauchsysteme werden diese systematisch nach Funktionen getrennt an den beiden entgegengesetzten Seiten der Tragevorrichtung 101 geführt. Das Schlauchsystem für das Oxygenationsmodul 401 befindet sich somit auf der Seite der gekrümmten Oberfläche 107a und das Schlauchsystem für die Sauerstoffflasche 402 dementsprechend auf der Seite der gekrümmten Oberfläche 107b. Dies ermöglicht zum einen eine leichte Zuordnung der unterschiedlichen Schlauchsysteme zu ihren Funktionen und bietet zum anderen eine Zugentlastung für die einzelnen Schläuche.
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Eine farblich unterschiedliche Gestaltung der gekrümmten Oberflächen 107a und 107b vereinfacht die Zuordnung der an der Tragevorrichtung 101 angebrachten Objekte zu ihren entsprechenden Funktionen. Als Gestaltungsmöglichkeit bietet sich beispielsweise rot als Kennzeichnung für die Seite mit dem Oxygenationsmodul 401 und weiß als Kennzeichnung für die Seite mit der Sauerstoffflasche 402 an. Es sind aber auch andere Farbkombinationen möglich.
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Über die Integration von weiteren Objekten, beispielsweise von Filter-, Detektor- und Sensorsystemen oder auch von Infusionsbefestigungen an der Tragevorrichtung 101 ist es möglich, die mobile künstliche Lunge zu einem System einer Herz-Lungen-Maschine für den mobilen Einsatz zu erweitern. Entsprechend platzierte Aussparungen und/oder Befestigungsmöglichkeiten an der Tragevorrichtung 101 unterstützen und vereinfachen dabei die Anordnung, Montage und Justierung der anzubringenden Objekte.
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4b zeigt beispielhaft das System aus 4a in einer Draufsicht.
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Die beiden eigenständigen Komponenten Oxygenationsmodul 401 und Sauerstoffflasche 402 der mobilen künstlichen Lunge werden über die Tragevorrichtung 101 zu einem System kombiniert. Aufgrund der wechselseitigen Verteilung der beiden Komponenten ist es möglich, die einzelnen Gewichte an der Tragevorrichtung 101 so zu verteilen, dass eine einseitige Gewichtsbelastung der Tragevorrichtung 101 vermieden wird. Kommt als Sauerstoffflasche 402 eine genormte Flasche von beispielsweise 600 ml oder 800 ml Sauerstoff zum Einsatz, ist es möglich, das bekannte Gewicht der Sauerstoffflasche 402 durch Einflussnahme auf das Gewicht des Oxygenationsmoduls 401 auszugleichen. Dies erfolgt beispielsweise über eine Auslegung und Dimensionierung der Batterie als Energieversorgung des Oxygenationsmoduls 401, die die netzunabhängige mobile Funktion der mobilen künstlichen Lunge sicherstellt oder auch über die Auswahl des verwendeten Oxygenationsmoduls 401.
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Eine andere Möglichkeit der Einflussnahme auf die Gewichtsverteilung an der Transportvorrichtung 101 ergibt sich, wenn die Transportvorrichtung 101 in einer Leichtbauweise ausgeführt ist. Wie in 5a beispielhaft dargestellt, wird mittels dieser Leichtbauweise in dem Verbindungselement 103 ein Hohlraum 501 ausgebildet, der auch in einem oder in beiden Aufnahmeelementen 102 weitergeführt werden kann. In diesen Hohlraum 501 können dann Gewichtselemente integriert werden, mit denen ein Gewichtsausgleich möglich ist. Neben den Gewichtselementen sind in dem gebildeten Hohlraum 501 auch weitere Elemente, beispielsweise Sensoren für Durchflussmessungen integrierbar. Eine Ausführung der Tragevorrichtung 101 in einer Leichtbauweise lässt sich einfach umsetzen und bietet zusätzlich zur Möglichkeit der Integration verschiedener Element eine hohe Stabilität.
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5b zeigt schematisch das Beispiel einer Transportvorrichtung 101 in Leichtbauweise in einer Draufsicht.
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Die Längsausrichtung des Tragegriffes 104 im Verbindungselement 103 des Systems weist in die Laufrichtung einer Person und unterstützt dadurch einen ergonomisch günstigen Transport per Hand durch die Person. Das System wird bei einem solchen Transport in Verlängerung der natürlichen Haltung des Armes der Person getragen, sodass es nicht erforderlich ist, den Arm oder die Hand zu verdrehen, um den Tragegriff 104 umschließen zu können. Zudem muss der Arm während des Transportes nicht sehr weit vom Körper weggestreckt werden, da die beiden Komponenten des Systems bei einem Transport der Längsausrichtung des Tragegriffes 104 folgend hintereinander an der Tragevorrichtung 101 fixiert sind. Dieser hohe Tragekomfort erleichtert und ermöglicht dementsprechend bei Bedarf auch einen gleichzeitigen Transport von zwei Systemen durch eine Person.
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Mit einer weiterführenden Integration des Tragegriffes 104 vom Verbindungselement 103 in die beiden Aufnahmeelemente 102 vereinfacht sich der Transport von nur einer Komponente, beispielsweise des Oxygenationsmoduls 401 am System. Die daraus resultierende einseitige Belastung der Tragevorrichtung 101 wird bei einem Transport dadurch ausgeglichen, das sich die Trageposition, an der die Person den Tragegriff 104 umschließt, in Richtung des Oxygenationsmoduls 401 verschiebt. Dies unterstützt das ergonomisch günstige Tragen der Tragevorrichtung 101 durch eine Person. Die ergonomische Gestaltung der Tragevorrichtung 101 insgesamt erlaubt insbesondere auch Personen, für die besondere Vorschriften beim Tragen von Gegenständen gelten, beispielsweise Schwangeren den Transport eines Systems.
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Für einen Transport werden die beiden Komponenten Oxygenationsmodul 401 und Sauerstoffflasche 402 der mobilen künstlichen Lunge in einer aufrecht stehenden Position in den konkaven Bereichen der gekrümmten Oberflächen 107a und 107b angeordnet und fixiert, sodass sie bereichsweise von den Oberflächen 107a und 107b umschlossen werden. Dadurch wird ein zusätzlicher Schutz der Komponenten vor Stoß und Beschädigungen während des Transportes erreicht. Dies ist besonders wichtig, da aufgrund des hohen Gasdruckes in der Sauerstoffflasche 402, der bei unsachgemäßer Behandlung zur Explosion der Flasche führen kann, insbesondere von der Sauerstoffflasche 402 eine große Gefahr ausgeht, die durch diesen Schutz reduziert werden kann. Die Forderung nach einem Schutz des Oxygenationsmoduls 401 ergibt sich aus der Notwendigkeit einer fehlerfreien Funktion während der Behandlung eines Patienten, die durch ein beschädigtes Oxygenationsmodul 401 nicht mehr gewährleistet werden könnte.
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Ein weiterer Schutz vor Beschädigungen ergibt sich durch die Abrollzonen der Tragevorrichtung 101, die aus der wechselseitigen Anordnung der konvexen Bereiche der gekrümmten Oberflächen 107a und 107b resultieren und die bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Gegenstand oder bei einem Aufprall sowohl die Tragevorrichtung 101 als auch die an der Tragevorrichtung 101 fixierten Komponenten Oxygenationsmodul 401 und Sauerstoffflasche 402 schützen.
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Aus der wechselseitigen Anordnung der gekrümmten Oberflächen 107a und 107b resultiert weiterhin eine erhöhte Stabilität der Tragevorrichtung 101, sodass der Einsatz von sehr leichten Materialien begünstigt und damit ein mobiler Einsatz des Systems unterstützt wird. Dabei ist die Verwendung verschiedener bekannter Kunststoffe, wie beispielsweise Polyvinylchlorid (PVC) oder Polycarbonat (PC) vorstellbar, wobei jedoch der Einsatz anderer Kunststoffe oder Materialien nicht ausgeschlossen ist. Empfehlenswert sind dabei insbesondere Materialien, die sich einfach und schnell reinigen lassen.
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Die Tragevorrichtung 101 erleichtert aufgrund der Wellenform eine Positionierung und Fixierung am Körper einer Person. Dies kann sowohl ein Patient als auch eine den Patienten behandelnde oder jede weitere Person sein. Dazu wird nur eine Komponente der mobilen künstlichen Lunge, beispielsweise das Oxygenationsmodul 401 an der gekrümmten Oberfläche 107a der Tragevorrichtung 101 fixiert. Die Fixierung am Körper der Person erfolgt dann an der anderen gekrümmten Oberfläche 107b. Diese Art der Verwendung bietet sich insbesondere beim Vorhandensein einer Sauerstoffflasche beispielsweise in einem Rettungswagen oder einem Helikopter an.
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Unterstützt wird die Verwendung der Tragevorrichtung 101 als Bestandteil eines Systems einer mobilen künstlichen Lunge während einer Fixierung am Körper eines Patienten dadurch, dass die Anwendung der mobilen künstlichen Lunge unabhängig von seiner Lage möglich ist. Es ist nicht zwingend erforderlich, das System in einer stehenden Position zu betreiben. Auch wenn der Patient mit einer fixierten mobilen künstlichen Lunge auf einer Trage liegt oder in einem Rollstuhl sitzt, ist eine Behandlung durchführbar.
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Für einen Einsatz am Körper einer Person empfiehlt sich als Material für die Tragevorrichtung 101 beispielsweise beschichtetes Styropor, das vibrationsarm und leicht ist und das sich im Unterschied zu anderen Materialien wie beispielsweise Metall am Körper vergleichsweise wärmer und weicher anfühlt. Ein vergleichbarer Effekt wird erreicht, indem Styropor oder auch Hartschaum mit einem textilen Material umhüllt wird, das beispielsweise mit einem Reißverschluss oder auch einem Klettverschluss verschlossen werden kann. Dadurch wird gleichzeitig die Reinigung der Transportvorrichtung 101 erleichtert. Als weitere Materialien für die Trageeinrichtung 101 erscheinen zudem Aluminium oder auch Karbon geeignet.
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Die Fixierung der Tragevorrichtung 101 an einem anderen Objekt, beispielsweise einer Krankentrage, einem Patientenbett oder einem Gestell ist ebenfalls gegeben und vergleichbar mit einer Fixierung am Körper einer Person. Eine Fixierung ist hier zusätzlich auch dann möglich, wenn sowohl das Oxygenationsmodul 401 als auch die Sauerstoffflasche 402 an der Tragevorrichtung 101 fixiert sind. Geeignet für eine Fixierung sind beispielsweise flexible Gurte mit Klettbändern oder Schnallen, die sich variabel an verschiedene Körper und Objekte anpassen lassen.
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Alternativ ermöglicht eine an der Tragevorrichtung 101 angebrachte Halterung 404 ein Anbringen der Tragevorrichtung 101 an der üblicherweise an Operationstischen vorhandenen Standardnormschiene. Zur Befestigung der Tragevorrichtung 101 wird die beispielsweise in Form eines Bügels ausgestaltete Halterung 404 einfach in die Standardnormschiene des Operationstisches eingehängt. Ein zusätzlicher in das Verbindungselement 103 integrierter Tragegriff 405 erleichtert das Einhängen der Tragevorrichtung 101 in die Standardnormschiene.
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Das Oxygenationsmodul 401 und die Sauerstoffflasche 402 sind auch getrennt auf jeweils einer Tragevorrichtung 101 fixierbar. Das Gewicht der mobilen künstlichen Lunge während eines Transportes per Hand durch eine Person wird dadurch gleichmäßig auf beide Arme der Person verteilt und der Tragekomfort somit weiter erhöht. Die Aufteilung der Komponenten auf zwei Tragevorrichtungen 101 beeinträchtigt dabei nicht eine mögliche Fixierung am Körper einer Person.
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Mit einer Integration eines oder mehrerer zusätzlicher Stützelemente 406 an der Tragevorrichtung 101 wird die bereits durch die Wellenform gegebene Standfestigkeit der Tragevorrichtung 101 verbessert. Zudem wird dadurch ein weiterer Schutz des Oxygenationsmoduls 401 und der Sauerstoffflasche 402 vor Beschädigungen realisiert.
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Frei verfügbare Flächen der Tragevorrichtung 101, an denen sich keine Objekte, Bedieneinheiten, Anzeigevorrichtungen oder andere Elemente befinden, stehen beispielsweise für Hinweise, Sicherheitsinformationen oder auch für eine Gebrauchsanweisung zur Verfügung. Zweckmäßig erscheint zudem das Aufbringen von Piktrogrammen mit Informationen über die anzubringenden Objekte, über Schlauchführungen und/oder erforderliche Verbindungen auf die zugehörigen Flächen der Tragevorrichtung 101. Damit wird die Sicherheit bei der Anwendung der Tragevorrichtung 101 entscheidend verbessert.
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Aufgebracht werden diese Informationen beispielsweise direkt über einen Aufdruck auf die Tragevorrichtung 101, über Aufkleber oder andere geeignete Trägerelemente. In die Gestaltung können jeweils verschiedene Farben, Schriften, Grafiken oder andere gestalterische Elemente einfließen.
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Zur Lagerung vor oder während eines Einsatzes gestaltet sich die Verwendung eines Ständers bzw. eines Gestells für die Aufnahme der Tragevorrichtung 101 als zweckmäßig. Ein Beispiel hierfür sind Racks, wie sie beispielsweise für Server in Rechenzentren oder auch zur Präsentation von Fernsehgeräten zur Anwendung kommen.
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In 6a ist beispielhaft ein Rack 601 zur Aufnahme der Tragevorrichtung 101 dargestellt. In dem Rack 601 befindet sich die Tragevorrichtung 101 mit einem Oxygenationsmodul 401 und einer Sauerstoffflasche 402. Das Rack 601 ist dabei so gestaltet, dass die Tragevorrichtung 101 darin auch mit nur einem oder auch ohne fixierte Objekte abstellbar ist. Zur Sicherung der Transportvorrichtung 101 im Rack 601 dienen beispielsweise Rast- oder auch Clipsvorrichtungen, die die Transportvorrichtung 101 in einer vorgegebenen Position halten.
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Durch die Verwendung eines Racks 601 wird die bereits bestehende Standfestigkeit der Tragevorrichtung 101 weiter erhöht. Zudem bietet das Rack 601 einen zusätzlichen Schutz vor Beschädigungen, beispielsweise durch Stoß oder Schlag, wenn es mit entsprechenden Seitenwänden 602 versehen ist. Weiterhin bieten die Seitenwände 602 einen Schutz vor Staub oder Spritzwasser und eine Auskleidung 603 des Racks 601 beispielsweise mit Schaumstoff oder Styropor erhöht die Schutzwirkung noch zusätzlich. Ein oder mehrere Sichtfenster 605 in den Seitenwänden 602 ermöglichen eine Prüfung des Inhalts des Racks 601.
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Alternativ zur Verwendung von Seitenwänden 602 ist es ebenfalls möglich, die Tragevorrichtung 101 in einer flexiblen gepolsterten Tragetasche zu verstauen und diese zusammen mit der Tragevorrichtung 101 in dem Rack 601 abzustellen. Damit wird ein leichter Schutz für die Tragevorrichtung 101 realisiert, der bei Bedarf durch das Abstellen im Rack 601 weiter verstärkt wird.
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Zur Erhöhung der Funktionalität des Racks 601 besteht die Möglichkeit, einen oder auch mehrere Tragevorrichtungen am Rack 601 anzubringen oder auch im Rack 601 zu integrieren, wodurch der Transport des Racks 601 vereinfacht wird.
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Die Anpassung der Außenkontur des Racks 601 an die Form der Tragevorrichtung 101 ist schematisch als Beispiel in 6b dargestellt. Dabei folgt die Außenkontur des Racks 601 der Wellenform der Tragevorrichtung 101. Dies führt zu einer weiteren Platzersparnis beispielsweise in einem Rettungswagen oder einem Helikopter sowie zu einem verbesserten Tragekomfort, falls die Tragevorrichtung 101 gemeinsam mit dem Rack 601 zu transportieren ist.
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Ein Rack 601 zur Aufnahme einer Tragevorrichtung 101 lässt sich fest in vorhandene Einbauten beispielsweise von Rettungswagen oder Helikoptern integrieren, oder auch als mobile Einheit gestalten, die an beliebigen Orten beispielsweise in der Notaufnahme einer medizinischen Einrichtung positionierbar ist. Vorstellbar ist auch eine Positionierung an Unfallschwerpunkten oder an Positionen mit einem hohen Personenaufkommen vergleichbar mit Positionen für mobile Defibrillatoren, sodass bei entsprechender Deponierung einer mobilen künstlichen Lunge im Notfall ein sofortiger Zugriff möglich ist.
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Die ergonomische Form und das geringe Gewicht empfehlen die Tragevorrichtung 101 für die Anwendung in einem System einer mobilen künstlichen Lunge für einen mobilen Einsatz an einem Patienten insbesondere in Rettungswagen oder Helikoptern, wobei insbesondere die ergonomische Form der Tragevorrichtung 101 einen Transport des Systems per Hand durch eine Person erleichtert und den Tragekomfort erhöht.
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Unabhängig von der Anwendung der Tragevorrichtung 101 in einer mobilen künstlichen Lunge ergeben sich für die Tragevorrichtung 101 jedoch auch noch weitere Möglichkeiten einer Anwendung, so beispielsweise in einem mobilen Dialysesystem. Auch in mobilen Systemen zur Herstellung von alkoholfreien Getränken aus alkoholhaltigen Getränken, beispielsweise bei der Herstellung von alkoholfreiem Bier ist eine Anwendung möglich. Weitere mobile Systeme sind von einer möglichen Anwendung der Tragevorrichtung 101 ebenfalls nicht ausgeschlossen.
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Bezugszeichenliste
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- 101
- Tragevorrichtung
- 102
- Aufnahmeelement
- 102a, b
- Oberfläche
- 103
- Verbindungselement
- 104
- Tragegriff
- 105a, b
- Ausdehnung
- 106
- Fixierungsmittel
- 107a, b
- gekrümmte Oberfläche
- 108
- Mittelebene
- 201
- Segmentierung
- 202
- Sperrvorrichtung
- 203
- Sperrvorrichtung
- 301
- Anzeigevorrichtung
- 302
- Bedieneinheit
- 303
- Fernbedienung
- 304
- Befestigungselement
- 401
- Oxygenationsmodul
- 402
- Sauerstoffflasche
- 403a, b
- Höhe
- 404
- Halterung
- 405
- Tragegriff
- 406
- Stützelement
- 501
- Hohlraum
- 601
- Rack
- 602
- Seitenwand
- 603
- Auskleidung
- 604
- Sichtfenster
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 4343334 A1 [0005]
- DE 19702098 A1 [0006]
- DE 10220381 A1 [0007]
- EP 1832303 A1 [0008]