DE102009057290A1 - Dämpfungsvorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen in einem Getriebe - Google Patents
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Abstract
Description
- Bezeichnung der Erfindung
- Dämpfungsvorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen in einem Getriebe
- Beschreibung
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Dämpfungsvorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen in einem Schaltgetriebe. Durch eine solche Vorrichtung kann insbesondere der Schaltkomfort in einem Kraftfahrzeug erhöht werden. Schwingungen, die beispielsweise von Schaltgabeln über Betätigungselemente auf den Schalthebel übertagen werden, werden reduziert. Insbesondere können auch beim Schalten auftretende Kraftspitzen abgebaut werden.
- Hintergrund der Erfindung
- Eine Vorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen ist beispielsweise aus der
bekannt. Diese Vorrichtung weist zwei miteinander verbundene Abschnitte auf, die miteinander drehbar gelagert sind. Der erste Abschnitt umfasst einen Hebel und ein Kugelgelenk. Weiterhin ist an dem ersten Abschnitt eine Zusatzmasse befestigt. Der zweite Abschnitt umfasst eine Betätigungssachse mit einem Betätigungsfinger sowie eine Nabe bzw. Hülse. Die Betätigungsachse ist über eine Anzahl von elastischen Elementen in der Hülse gehalten, so dass bei einer Bewegung der Betätigungsachse durch Kraftspitzen an dem Schaltgewicht auftretende Schläge von den elastischen Elementen gedampft wird.FR 2 882 122 - In der
DE 196 36 506 A1 ist eine Schaltvorrichtung für ein Gangwechselgetriebe eines Kraftfahrzeugs offenbart. Die Schaltvorrichtung weist eine dreh- und axialverschiebbar in einem Schaltgehäuse angeordnete Schaltwelle mit einem zu ihr drehfesten Schalthebel auf, der mit einem Handschalthebel kinematisch verbunden ist. Auf den Schalthebel wirkt eine Zusatzmasse, die das Massenträgheitsmoment der Schaltwelle erhöht, so dass Kraftspitzen der am Handschalthebel messbaren Schaltkraft während einzelner Schaltvorgänge abgebaut werden. Die Zusatzmasse ist hierbei mechanisch über Gelenke mit der Schaltwelle gekoppelt. - Die
DE 10 2005 062 170 A1 zeigt als Schaltgewicht eine Auslegereinrichtung mit einem Gewichtskörper. Die Zusatzmasse des Gewichtskörpers erhöht im eingebauten Zustand das Massenträgheitsmoment einer Schaltwelle, um am Handschalthebel während eines Schaltvorgangs spürbare Kraftspitzen der Schaltkraft abzubauen. Die Auslegereinrichtung weist eine Aufnahmeeinrichtung auf, um den Gewichtskörper gegenüber einer Betätigungseinrichtung für ein Schaltgetriebe drehbar anzuordnen. Weiterhin ist die Auslegereinrichtung mit zwei Öffnungen versehen, die zur Anbindung einer Bewegungsstange für die Drehmomentübertragung dienen. Hierbei wird durch Öffnungen ein Bolzen mit einem Kugelkopf geführt, der wiederum über ein Gestänge mit der Schaltwelle zumindest indirekt verbunden werden kann. - Aufgabe der Erfindung
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Dämpfungsvorrichtung anzugeben.
- Lösung der Aufgabe
- Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dämpfungsvorrichtung mit der Merkmalskombination gemäß Anspruch 1.
- Demnach umfasst die Dämpfungsvorrichtung zur Dämpfung von Schwingungen in einem Schaltgetriebe eine Schaltwelle, einen Schalthebel und ein Dämpfungselement. Hierbei ist vorgesehen, dass das Schaltgewicht über das Dämpfungselement der Schaltwelle angebunden ist.
- Durch das Vorsehen von Zusatz- bzw. von Schaltgewichten an einer Schaltwelle soll grundsätzlich der Schaltkomfort verbessert, insbesondere ein möglichst glatter Kraft-Weg-Verlauf beim Schaltvorgang erreicht werden. Eine solche Erhöhung des Massenträgheitsmoments kann aber zu Problemen in weiteren Schaltelementen führen. Beispielsweise dient bei vielen Konstruktionen ein Kulissenstift als ein Endanschlag. Eine entsprechend hohe Schwungmasse der Schaltwelle, die durch ein zusätzliches Schaltgewicht zur Schwingungsdämpfung vergrößert ist, kann hier zu Festigkeitsproblemen des Kulissenstifts führen.
- Die Erfindung geht nun davon aus, den Schaltkomfort dadurch weiter zu verbessern, dass ein Dämpfungselement zur direkten Dämpfung am Kontaktpunkt der Schaltwelle mit dem Schalthebel vorgesehen ist. Durch die Wirkung eines derartig angebrachten Dämpfungselements werden Körperschwingungen der Schaltwelle allenfalls gedämpft auf den Schalthebel übertragen, so dass der Benutzer beim Schaltvorgang einen verbesserten, insbesondere geglätteten Kraft-Weg-Verlauf wahrnimmt. Kraftspitzen auf den Wählhebel werden wirkungsvoll abgebaut. Umgekehrt bietet die Erfindung auch den Vorteil, dass bei einem Schaltvorgang der Anschlag auf einen Endanschlag gedämpft ist. Durch die Wirkung des Dämpfungselements wird zudem auch die auf den Endanschlag, beispielsweise ein Kulissenstift oder dergleichen, wirkende Kraft reduziert. Das Dämpfungselement am Schalthebel nimmt in der Anschlagposition beispielsweise durch eine elastische Verformung weitere Kraft auf.
- Der Schalthebel dient zur Übertragung des Schaltvorgangs auf die Schaltwelle. Dazu werden auf den Schalthebel über eine geeignete mechanische Verbindung, beispielsweise über einen Seilzug oder über ein Gestänge, die Bewegungen des Wählhebels übertragen. Über den Schalthebel wird dann die Schaltwelle entsprechend dem Schaltvorgang gedreht und/oder axial verschoben.
- Bevorzugt kann der Schalthebel selbst als ein Schaltgewicht ausgebildet sein. Beispielsweise kann er mit einer Schwungmasse versehen werden. Der Schalthebel kann hierzu beispielsweise in Form eines Auslegers mit einer Schwungmasse ausgebildet sein. Durch die unmittelbare Anbindung des Schaltgewichts an die Schaltwelle kann somit gegenüber separat angeordneten Schaltgewichten Bauraum eingespart werden bzw. auch in nur kleinem Bauraum eine gute Schwingungsdämpfung erzielt werden. Aufwändige Konstruktionen zur Anbindung eines Schaltgewichts an eine Schaltwelle können entfallen.
- Der Schalthebel selbst kann einteilig oder mehrteilig gefertigt sein. Insbesondere können ein Ausleger und eine Schwungmasse auch einstückig gefertigt sein. Auch kann die Schwungmasse als eigenständiges Bauteil am Ausleger befestigt werden. Insbesondere kann durch den Ausleger die Schwungmasse selbst gebildet sein.
- In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Dämpfungselement ein Elastomer. Elastomere sind elastisch verformbare Kunststoffe, welche sich bei Zug- und Druckbelastung elastisch verformen. Die Kunststoffe finden nach der Verformung, wenn also die Kraft verringert wird, wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück. Elastomere weisen vorteilhafterweise eine hohe Temperaturbeständigkeit bei hoher Temperatur auf, die z. B. durch Reibung oder durch Krafteinwirkung entsteht. Auf ein Elastomer übertragene Kräfte können aufgrund dieser Eigenschaften besonders gut aufgenommen werden, so dass insbesondere eine ungewünschte Übertragung von Kraftspitzen verhindert wird. Die gewünschten Parameter der elastomeren Werkstoffe bzw. Dämpfungselemente lassen sich unter Berücksichtigung der Shore-Härte und der geometrischen Ausgestaltung einfach und zuverlässig einstellen.
- Damit die Kräfte, die beim Betrieb auf das Dämpfungselement wirken, möglichst gleichmäßig verteilt sind, ist das Dämpfungselement zweckmäßigerweise konzentrisch um die Schaltwelle angeordnet. Aus einer Drehung der Schaltwelle resultierende Kräfte werden durch eine solche Anordnung um die Schaltwelle gleichmäßig aufgefangen, ohne dass es zu Spitzenbelastungen des Materials an einzelnen Stellen am Umfang des Dämpfungselements kommt. Hierdurch wird insofern eine gewünschte Dämpfung unter Erhöhung der Lebensdauer des Dämpfungselements erzielt.
- Zur Übertragung der Schaltbewegungen auf die Schaltwelle ist der Schalthebel dieser unter Zwischenlage des Dämpfungselements fest angebunden. Bis auf die durch das Dämpfungselement ermöglichten geringen Relativbewegungen ist der Schalthebel insofern insbesondere drehfest mit der Schaltwelle verbunden. Eine solche drehfeste Anbindung des Schalthebels an die Schaltwelle unter Zwischenlage des Dämpfungselements kann sowohl form- als auch kraftschlüssig ausgebildet sein. Bevorzugt ist hierbei der Formschluss, da dieser einfacher zu realisieren ist und bezüglich der Drehfestigkeit bei stärkerer Belastung eine höhere Betriebssicherheit aufweist. Auch kann eine Mischung aus Formschluss und Kraftschluss ausgebildet werden. Beispielsweise kann das Dämpfungselement der Schaltwelle kraftschlüssig und der Schalthebel dem Dämpfungselement formschlüssig angebunden sein.
- Bevorzugt ist die Schaltwelle zu einem Formschluss in Gestalt eines Mehrkants, sternförmig oder als gerundeter Mehrkant ausgebildet. Dabei ist weiter vorteilhaft das Dämpfungselement dem Formschlusskörper aufgesetzt, wobei es diesem in Umlaufrichtung anliegt. Mithin ist durch das Dämpfungselement die Gestalt des Formschlusskörpers fortgesetzt. Dazu umläuft es diesen beispielsweise wellenförmig. Gegebenenfalls werden hierdurch im Dämpfungselement Ecken und Kanten des Formschlusskörpers gerundet. Der Schalthebel ist dann auf das derart geformte Dämpfungselement unter Formschluss aufgesetzt.
- Das Dämpfungselement ist bei einer Übertragung von Translationsbewegungen durch den Schalthebel axial auf der Schaltwelle zu sichern. In einer hierzu vorteilhaften Ausgestaltung ist eine Mutter umfasst, die das Dämpfungselement auf der Schaltwelle in axialer Richtung fixiert. Die Mutter kann nach der Anbringung des Dämpfungselements auf die Schaltwelle aufgeschraubt und gegen das Dämpfungselement fixiert werden. Dies verhindert ein Verrutschen des Dämpfungselements und bietet die Möglichkeit, das Dämpfungselement an der vorgesehen Stelle zu positionieren
- In einer hierzu bevorzugten Ausgestaltung weist die Schaltwelle einen Radiensprung auf, an dem das Dämpfungselement gegenüber der Mutter axial gegengelagert ist. Der Radiensprung ist insbesondere dadurch gebildet, dass der Radius der Schaltwelle im Bereich des Dämpfungselements verringert ist. Der Radiensprung dient somit als Anlagepunkt für das Dämpfungselement und unterstützt die sichere Positionierung auf der Schaltwelle. Der Teil der Schaltwelle mit verringertem Radius ist hierbei weiter bevorzugt axial verlängert und mit einem Gewinde zum Aufschrauben der Mutter versehen.
- In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Formteil umfasst, in welchem das Dämpfungselement radial gefasst ist. Ein derartiges Formteil dient der Stabilisierung des Dämpfungselements und kann insbesondere zusammen mit dem Dämpfungselement auf die Schaltwelle geschoben werden. Es bietet eine Formstabilität für das Dämpfungselement insbesondere dadurch, dass es eine angepasste geometrische Form aufweist. Das Formteil kann hierbei das Dämpfungselement sowohl einseitig als auch zweiseitig abstützen bzw. radial innen und/oder radial außen einfassen. Es kann ein- oder mehrteilig gefertigt sein. Beispielsweise sind zwei Formteile vorgesehen, zwischen welchen das Dämpfungselement positioniert ist.
- Für einen axialen Halt, insbesondere gegenüber einem Anschlag oder gegenüber einer Mutter, ist das Formteil bevorzugt wenigstens an einem axialen Ende mit einem radial umlaufenden Kragen ausgebildet. Das Dämpfungselement kann hierdurch in axialer Richtung formstabiler gehalten werden.
- Besonders vorteilhaft ist das Dämpfungselement an das Formteil anvulkanisiert oder geklebt. Durch die Vulkanisation besteht eine feste Verbindung zwischen beiden Komponenten. Bei der Vulkanisation werden langkettige Kautschukmoleküle durch Schwefelbrücken vernetzt und der Stoff wird in einen elastischen Zustand überführt. Das bei der Vulkanisation entstehende Elastomer hat dauerelastische Eigenschaften.
- Im Falle von mehreren Formteilen kann das Dämpfungselement entweder an einem oder an zwei Formteilen anvulkanisiert bzw. geklebt sein. Es ist zum Beispiel möglich, dass das radial auswärts positionierte Formteil, welches das Dämpfungselement umfasst, als eine Distanzhülse ausgebildet ist, die lose auf das Dämpfungselement aufgeschoben ist.
- Zweckmäßigerweise besteht das Formteil aus einem metallischen Werkstoff. Durch die Verwendung eines metallischen Werkstoffes kann das Formteil den hohen Kräften, die während des Betriebs wirken standhalten. Zusätzlich lassen sich metallische Werkstücke dank einer eine Vielzahl bekannter Verfahren kostengünstig und einfach fertigen. Beispielsweise ist das Formteil als ein Blechtiefziehteil gefertigt.
- In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Dämpfungselement in den Schalthebel einvulkanisiert. Hierdurch ist kein separates Element zur Verbindung der Schaltwelle mit dem Schalthebel nötig. Durch eine Vorfertigung des Schalthebels unter Anvulkanisierung des Dämpfungselements kann insbesondere die Montage wesentlich vereinfacht werden. Durch den Materialschluss des Dämpfungselements mit dem Schalthebel ist letzterer nach der Montage zugleich gegenüber der Schaltwelle fixiert.
- Bevorzugt besteht das Dämpfungselement aus einem 2-Komponenten-Material. Hierbei können insbesondere verschiedene Elastomere, insbesondere mit unterschiedlicher Härte gewählt werden, die den jeweils für sie vorgesehenen Ansprüchen genügen. Die Kunststoffe können beispielsweise durch ein Spritzgießen (Zwei-Komponenten-Spritzverfahren) verbunden werden, und dann mit dem Formteil zusammengebracht werden. Die unterschiedlichen Materialien können insbesondere aufeinander geschichtet werden.
- Zur Realisierung von stark progressiven Dämpfungscharakteren ist das Dämpfungselement vorteilhafterweise mit einer Anzahl von Ausnehmungen ausgebildet. Die Ausnehmungen können beispielsweise an besonders stark belasteten Stellen in das Dämpfungselement eingebracht sein oder insbesondere über den gesamten Umfang verteilt sein.
- Kurze Beschreibung der Zeichnung
- Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
-
1 eine Draufsicht auf eine Dämpfungsvorrichtung mit einem zwischen Schaltwelle und Schalthebel angeordneten Dämpfungselement, -
2 einen vergrößerten Ausschnitt aus1 , -
3 einen Längsschnitt durch die Dämpfungsvorrichtung gemäß1 , -
4 einen vergrößerten Ausschnitt aus3 , -
5 eine Draufsicht auf eine Dämpfungsvorrichtung mit einem weiteren Dämpfungselement zwischen Schaltwelle und Schalthebel, -
6 einen vergrößerten Ausschnitt aus5 , -
7 einen Längsschnitt durch die Dämpfungsvorrichtung gemäß5 , -
8 einen vergrößerten Ausschnitt aus7 , -
9 eine Draufsicht auf eine Dämpfungsvorrichtung mit einem in den Schalthebel einvulkanisierten Dämpfungselement, -
10 einen vergrößerten Ausschnitt aus9 , -
11 einen Längsschnitt durch die Dämpfungsvorrichtung gemäß9 , und -
12 einen vergrößerten Ausschnitt aus11 . - Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
- In
1 ist eine Draufsicht auf eine Dämpfungsvorrichtung1 und in2 ein vergrößerte Ausschnitt davon gezeigt. Die Dämpfungsvorrichtung1 umfasst eine Schaltwelle3 , einen Schalthebel5 und ein Dämpfungselement7 . Der zur Übertragung von Schaltbewegungen auf die Schaltwelle3 dienende Schalthebel5 ist über das Dämpfungselement7 unmittelbar auf der Schaltwelle3 befestigt. Der in2 gezeigte Ausschnitt erlaubt eine genaue Ansicht der einzelnen Komponenten. - Die Dämpfungsvorrichtung
1 dient der Dämpfung von Schwingungen in einem Schaltgetriebe eines Kraftfahrzeugs. Insbesondere wird die Übertragung von Körperschwingungen der Schaltwelle3 auf den Schalthebel5 gedämpft. Für den Benutzer wird hierdurch der Schaltkomfort erhöht. Diese Schwingungsdämpfung wird über die Anbindung des Schalthebels5 an die Schaltwelle3 unter Zwischenlage des Dämpfungselements7 erreicht. Zu einer im Wesentlichen drehfesten Anbindung ist die Schaltwelle3 an der Axialposition des Schalthebels5 im wesentlichen mit einem abgerundeten, sternförmigen Querschnitt versehen. - Das Dämpfungselement
7 ist als ein Elastomer gefertigt und in Umlaufrichtung konzentrisch um die Schaltwelle3 angeordnet. Das Dämpfungselement7 bildet die durch den Querschnitt der Schaltwelle3 gegebene Form weiter und umläuft die Schaltwelle3 insofern wellenartig. - Das Dämpfungselement
7 ist radial von zwei Formteilen9 ,11 eingefasst, was in2 gut zu erkennen ist. Die Formteile9 ,11 sind als Blechtiefziehteile ausgebildet und ebenfalls wellenförmig bzw. blumenartig ausgeführt. Das Dämpfungselement7 ist an die Formteile9 ,11 anvulkanisiert und dadurch mit diesen stoffschlüssig verbunden. Die Komponenten7 ,9 ,11 sind im anvulkanisierten Zustand gemeinsam auf die Schaltwelle3 geschoben. Der Schalthebel5 ist ebenfalls formschlüssig mit dem außenliegenden Formteil11 verbunden. Insgesamt resultiert eine – bis auf durch das Dämpfungselement7 ermöglichte Relativbewegungen – drehfeste Anbindung des Schalthebels5 an der Schaltwelle3 . - Der Schalthebel
5 hat einen Ausleger13 und eine eingebettete Schwungmasse15 und aus Blechziehteilen gefertigt. Die radial außen liegende Schwungmasse15 erhöht das Massenträgheitsmoment der Schaltwelle3 , was der weiteren Schwingungsdämpfung dient. Durch das zwischen dem Schalthebel5 und der Schaltwelle3 angeordnete Dämpfungselement7 werden wirkungsvoll auf den Schalthebel5 wirkende Kraftspitzen abgebaut. Der Ausleger13 weist eine Bohrung17 auf, die für den Eingriff eines Kopplungselements zu einem Wählhebel dient. - In
3 ist ein Längsschnitt durch die Dämpfungsvorrichtung1 gemäß1 zu sehen.4 zeigt zur Kenntlichmachung der einzelnen Komponenten einen vergrößerten und detaillierten Ausschnitt hieraus. - In den
3 und4 sind sowohl das Dämpfungselement7 als auch die Formteile9 ,11 deutlich zu erkennen. Die Formteile9 ,11 umfassen das Dämpfungselement7 radial beidseitig. Das Formteil9 ist an einem axialen Ende19 mit einem radial umlaufenden Kragen21 ausgebildet. Das axiale Ende der Schaltwelle3 weist einen verringerten Radius auf und ist als eine Gewindestange zur Aufnahme einer Mutter25 ausgebildet. Diese Mutter25 wirkt nach ihrem Aufschrauben gegen den Kragen21 des Formteils9 . Am anderen Ende des Dämpfungselements7 stützt sich dieses gegen den aus der Radiusverjüngung resultierenden Radiensprung23 der Schaltwelle3 ab. Das Dämpfungselement7 ist sicher auf der Schaltwelle fixiert. Ein axiales Verschieben ist nicht möglich. - Die
5 und6 zeigen eine Draufsicht auf eine abgewandelte Dämpfungsvorrichtung31 bzw. einen vergrößerten Ausschnitt hieraus. In den7 und8 ist ein Längsschnitt durch die Dämpfungsvorrichtung31 bzw. ein detaillierten Ausschnitt daraus zu sehen. - Die Dämpfungsvorrichtung
31 weist wiederum eine Schaltwelle33 und ein konzentrisch um diese angeordnetes Dämpfungselement35 auf. Über das Dämpfungselement35 ist ein Schalthebel37 drehfest mit der Schaltwelle33 verbunden. Der Schalthebel37 ist einteilig mit einem Ausleger39 gefertigt. Der Schalthebel37 dient selbst als eine Schwungmasse41 . - Im Unterschied zur Dämpfungsvorrichtung
1 in den1 bis4 ist die Dämpfungsvorrichtung31 nur von einem radial innenliegenden Formteil43 gefasst, an welches das Dämpfungselement35 anvulkanisiert ist. Das Dämpfungselement35 ist aus einem elastischen 2-Komponenten-Material gefertigt. - Das Formteil
43 weist wiederum an einem axialen Ende45 einen radial umlaufenden Kragen47 auf, durch den sich das Dämpfungselements35 in axialer Richtung auf einer Mutter abstützt. Die Schaltwelle33 ist ebenfalls mit einem Radiensprung49 ausgebildet. Der Radiensprung49 dient der axialen Gegenlagerung des Dämpfungselements35 gegen die Mutter, die in den5 bis8 nicht gezeigt ist. - Zusätzlich ist das Dämpfungselement
35 auf seiner radial vom Formteil43 abgewandten Seite51 mit einer Anzahl von Ausnehmungen53 versehen. Die Ausnehmungen53 sind gleichmäßig über den Umfang des Dämpfungselements35 verteilt und bieten die Möglichkeit, stark progressive Dämpfungscharaktere auszugleichen. - In den
9 bis12 ist eine weitere Dämpfungsvorrichtung61 zu sehen. Die9 und10 zeigen hierbei analog zu den vorhergehenden Figuren eine Draufsicht bzw. einen detaillierten Ausschnitt hieraus. In den11 und12 ist wiederum ein Längsschnitt durch die Dämpfungsvorrichtung61 zu sehen, wobei12 einen detaillierten Ausschnitt daraus zeigt. - Die Ausführungen zu den bislang beschrieben
1 bis8 können für die9 bis12 grundsätzlich analog übernommen werden. In den9 bis12 ist ein über ein Dämpfungselement63 an einer Schaltwelle65 drehfest positionierter Schalthebel67 angebracht. Der Schalthebel67 besteht aus einem Ausleger69 mit einer Schwungmasse71 . Durch das Dämpfungselement63 werden im Schalthebel67 Kraftspitzen wirkungsvoll abgebaut. - Der Unterschied der
9 bis12 zu den zuvor beschriebenen Ausgestaltungen liegt in der Position und der Ausgestaltung des Dämpfungselements63 . Das Dämpfungselement63 ist in der Dämpfungsvorrichtung61 gemäß den9 bis12 in den Schalthebel67 einvulkanisiert. Bei einer derartigen Ausgestaltung sind keine Formteile zur Stabilisierung des Dämpfungselements63 nötig. - Durch die Vorfertigung des Schalthebels
67 mit dem Dämpfungselement63 vereinfacht sich insbesondere die Montage der Dämpfungsvorrichtung61 . Das in den Schalthebel67 einvulkanisierte Dämpfungselement63 ist mit diesem auf die Schaltwelle65 geschoben und über eine Mutter73 dort fixiert. - Das jeweilige Dämpfungselement
7 ,35 ,63 ist zwischen zwei Profilen mit radial hervorstehenden Profilelementen P1 und P4 und denen gegenüber radial zurückstehenden Profilelementen P2 und P3 angeordnet. Am besten ist diese Anordnung anhand der Darstellung in10 nachvollziehbar. Das Profilelement P1 steht radial von der Längsachse L der Schaltwelle65 weggerichtet aus einem inneren Profil Schalthebels67 hervor und das Profilelement P4 steht radial in Richtung der Längsachse L aus einem äußeren Profil der Schaltwelle65 hervor. Das Profilelement P2 steht an dem äußern Profil radial zurück und das Profilelement P4 an dem inneren Profil zurück. Die Profilelemente P1 und P3 sind demnach Elemente eines radialen äußeren Profils, welches durch das jeweilige innere Formteil9 bzw.43 vorgegeben oder direkt an der Schaltwelle65 ausgebildet ist. Die Profilelemente P2 und P4 Elemente eines radialen inneren Profils, welches an dem jeweiligen das Dämpfungselement7 ,35 ,63 umgebenden Formteil11 , dem Schalthebel5 oder67 ausgebildet ist. - Die hervorstehenden Profilelemente P1 und P4 und die zurückstehenden Profilelemente P2 und P3 wechseln sich in Umfangsrichtung gegenseitig ab, wobei das jeweilige Dämpfungselement
7 ,35 ,63 abwechselnd immer radial zwischen zwei radial aufeinander folgenden hervorstehenden Profilelementen P1 und zurückstehenden Profilelementen P2 und zwei radial aufeinander folgenden zurückstehenden Profilelementen P3 und radial P4 verläuft. Durch eine derartige blumen- bzw. wellen- oder sternförmige Anordnung der Dämpfungselemente7 ,35 ,63 ist zum Beispiel der am Umfang zur Verfügung stehende Halt das jeweilige Dämpfungselement7 ,35 ,63 vergrößert. Die Länge des Dämpfungselements7 ,35 ,63 als Streifen, der durch eine Abwicklung des jeweiligen Dämpfungselements7 ,35 ,63 aus dem wellenförmigen Verlauf um die Längsachse L der Schaltwelle65 heraus entsteht, ist länger als der Umfang eines Kreises U um die gleiche Längsachse L der das Dämpfungselement7 ,35 ,63 außen umfasst. Demzufolge länger ist dieser Streifen auch länger als Umfang eines inneren Kreises U1, an dem das Dämpfungselement7 ,35 ,63 radial innen anliegt. - Durch eine derartige Ausbildung ist der Widerstand gegen Überlastung des form-, stoff und/oder kraftschlüssigen Halts an der Verbindung des Dämpfungselements mit der Schaltwelle und des Dämpfungselements selbst oder mit der eines Formteils, eines Schalthebels oder Gegengewichtes ist erhöht. da nicht nur in Umfangsrichtung Scherkräfte auf den Halt des Profils wirken sondern das Dämpfungselement partiell tangential abwechselnd gestaucht und gestreckt wird. Wenn die Profilierungen weit genug radial ineinander greifen, ist das Dämpfungselement weiterhin bei Lastspitzen entlastet, da die jeweiligen relativ zueinander beweglichen Profilelemente in Umfangsrichtung oder tangentialer Richtung um die Längsachse aufeinander zu bewegen und sich in Form eines Endanschlags aneinander abstützen. Dabei dämpft das zwischen den Profilelementen eingequetschte Dämpfungselement in Form eines Puffers die durch die Lastspitzen entstehenden Schläge.
- Bezugszeichenliste
-
- 1
- Dämpfungsvorrichtung
- 3
- Schaltwelle
- 5
- Schalthebel
- 7
- Dämpfungselement
- 9
- Formteil
- 11
- Formteil
- 13
- Ausleger
- 15
- Schwungmasse
- 17
- Bohrung
- 19
- axiales Ende
- 21
- Kragen
- 23
- Radiensprung
- 25
- Mutter
- 31
- Dämpfungsvorrichtung
- 33
- Schaltwelle
- 35
- Dämpfungselement
- 37
- Schalthebel
- 39
- Ausleger
- 41
- Schwungmasse
- 43
- Formteil
- 45
- axiales Ende
- 47
- Kragen
- 49
- Radiensprung
- 51
- radial abgewandte Seite
- 53
- Ausnehmungen
- 61
- Dämpfungsvorrichtung
- 63
- Dämpfungselement
- 65
- Schaltwelle
- 67
- Schalthebel
- 69
- Ausleger
- 71
- Schwungmasse
- 73
- Mutter
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- FR 2882122 [0003]
- DE 19636506 A1 [0004]
- DE 102005062170 A1 [0005]
Claims (15)
- Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) zur Dämpfung von Schwingungen in einem Schaltgetriebe, umfassend eine Schaltwelle (3 ,33 ,65 ), einen Schalthebel (5 ,37 ,67 ) und ein Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ), wobei der Schalthebel (5 ,37 ,67 ) über das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) der Schaltwelle (3 ,33 ,65 ) angebunden ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach Anspruch 1, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) ein Elastomer ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) konzentrisch um die Schaltwelle (3 ,33 ,65 ) angeordnet ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schaltwelle (3 ,33 ,65 ) unter Zwischenlage des Dämpfungselements (7 ,35 ,63 ) durch Formschluss mit dem Schalthebel (5 ,37 ,67 ) verbunden ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach Anspruch 4, wobei die Schaltwelle (3 ,33 ,65 ) zum Formschluss als ein insbesondere gerundeter Mehrkant ausgebildet ist, dem das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) in Umlaufrichtung im Wesentlichen anliegt. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Mutter (25 ,73 ) umfasst ist, die das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) auf der Schaltwelle (3 ,33 ,65 ) axial fixiert. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach Anspruch 6, wobei die Schaltwelle (3 ,33 ,65 ) einen Radiensprung (23 ,49 ) aufweist, an dem das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) zur Mutter (25 ,73 ) axial gegengelagert ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Formteil (9 ,11 ,43 ) umfasst ist, in welchem das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) radial gefasst ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach Anspruch 8, wobei das Formteil (9 ,11 ,43 ) an einem axialen Ende (19 ,45 ) mit einem radial umlaufenden Kragen (21 ,47 ) ausgebildet ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) an das Formteil (9 ,11 ,43 ) anvulkanisiert ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei das Formteil (9 ,11 ,43 ) aus einem metallischen Werkstoff besteht. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) in den Schalthebel (5 ,37 ,67 ) einvulkanisiert ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) aus einem 2-Komponenten-Material besteht. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) mit einer Anzahl von Ausnehmungen (53 ) ausgebildet ist. - Dämpfungsvorrichtung (
1 ,31 ,61 ) nach Anspruch 1, wobei das Dämpfungselement (7 ,35 ,63 ) radial zwischen einem inneren Profil und einem äußeren Profil verläuft, wobei sowohl das innere als auch das äußere Profil in Umfangsrichtung um eine Längsachse (L) einander abwechselnde und miteinander korrespondierende radial hervor- und zurückstehende Profilelemente aufweisen.
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