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Es
sind Kettenförderer
für Schüttgut mit
einer in einem Rohr laufenden Kette und daran befestigten Scheiben,
die nahezu den gesamten Rohrquerschnitt ausfüllen, bekannt. Diese weisen
eine Antriebsstation und eine Spannstation für die Kette auf. Alle Bereiche
zwischen diesen Stationen können
zur Förderung
des Schüttgutes
genutzt werden. In der Antriebsstation wird die Kette über das
Antriebsrad und in der Spannstation über das Spannrad geführt. Vom Antrieb
wird die gesamte Kraft zur Förderung
auf die Kette übertragen.
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Die
an der Kette befindlichen Scheiben sind konzentrisch gestaltet und
somit dem Rohrquerschnitt angepasst Sie reiben am Schüttgut und
auf dem Rohrboden sowie an den Innenwänden bei Rohrbögen. Verhindert
wird die direkte Reibung an der Rohrwand in geraden Abschnitten
bei kurzen Förderwegen
durch eine erhöhte
Kettenspannung. Die Kette als Zugorgan bewegt sich somit nahezu
in Rohrmitte und unterliegt im Rohr nicht dem direkten Verschleiß an der
Rohrwand. Bei Rohrbögen
setzt man gewöhnlich
für die
Kette Umlenkräder
ein. Für die
Rohrleitung, in der das Schüttgut
von den Scheiben mitgeführt
wird, gibt es zum Beispiel für
den Übergang
von einer steigenden in eine waagerechte Leitung spezielle Umlenkstationen
mit zwei Umlenkrädern,
damit sich das Schüttgut
nicht im Radkasten ansammelt. Nur bei kurzen Förderwegen und großen Radien
kann auf Umlenkräder
wegen vermindert auftretenden radial gerichteten Umlenk- und tangential gerichteten
Reibungskräften
verzichtet werden.
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Mit
derartigen Kettenförderern
sind Förderwege
bis circa 50 m realisierbar, mit Umlenkrädern oder bei ausschließlich geraden
Strecken sind es maximal 100 m. In vielen Industriebetrieben sind
jedoch längere
Distanzen zu überwinden.
Aus diesem Grund werden pneumatische Förderanlagen verwendet, die
jedoch ein Vielfaches an Energie für gleiche Förderaufgaben benötigen.
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Nicht
geeignet sind derartige Kettenförderer mit
Scheiben als Mitnehmer für
Stückgüter. Durch
die Reibung an der Rohrwand würde
das Stückgut
hohem Abrieb ausgesetzt sein.
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Für Stückgüter, die
durch Rohre gefördert werden,
gibt es auch pneumatische Förderanlagen, die
so genannten Rohrpostanlagen. Die Patronen, in denen die Stückgüter eingeschlossen
sind, müssen zum
Beladen und Entleeren manuell bedient werden. Über Rohrweichen gelangen die
Patronen von einem Sendeort an das vorher gewählte Ziel. Pneumatisch angetriebene
Patronen haben den Nachteil, dass durch die Reibung der Dichtelemente
an der Rohrwand die Patronen starker Abrieb ausgesetzt sind und
deshalb bei ständigem
Betrieb in kurzfristigen Abständen
zu erneuern sind. Aus diesem Grund eignen sich diese Anlagen nur
für Stückgüter mit
geringem Gewicht. Es ist ein hoher spezifischer Energiebedarf erforderlich
und keine Rückgewinnung
an elektrischer Energie möglich.
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Es
sind auch Plane bekannt, Stückgüter oder sogar
Personen in Kabinen einzuschließen
und diese auf Rädern
und eventuell auch auf Schienen durch Rohrleitungen zu fahren. Diese
Pläne richteten
sich auf längere
Strecken zwischen einzelnen Orten. Für eine vorhandene Infrastruktur
auf hohem Niveau, wie sie zum Beispiel in Deutschland vorliegt,
besteht jedoch in absehbarer Zeit keine Notwendigkeit, Bahnstrecken
durch eine derartige alternative Technologie zu ergänzen oder
gar zu ersetzen.
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Weiterhin
sind Hängebahnen,
meistens als Einschienenbahn bekannt, die mit an Wagen hängenden
Aufnehmern, Kapseln oder Kabinen Stückgüter und auch Personen befördern. Derartige
Bahnen sind in der Regel offen, also ohne Umkleidung der Schienen
und Wagen. Ein bekanntes Beispiel einer derartigen Bahn steht in
Wuppertal. Diese Bahnen haben den Vorteil eines autarken Antriebes
und können
damit so weit fahren wie das Schienennetz und die Energieversorgung
reicht. Die Nachteile einer zentral angeordneten Antriebsstation
entfallen. Offene Bahnen weisen jedoch durch die bewegten Elemente
eine erhöhte
Unfallgefahr auf. Insbesondere bei Schüttgütern kommt es beim Füllen und
Entleeren zur Staubentwicklung. Weiterhin ist bei geöffneten
Kapseln das Fördergut
den Umwelt- und Witterungsbedingungen ausgesetzt. Für Stück- und Schüttgüter, die
unter schützenden
Bedingungen im kontinuierlichen Betrieb zu fördern sind, wie zum Beispiel
giftige oder chemisch aggressive, die mit einem Schutzgas unter
Druck zu setzen sind, eignen sich offene Hängebahnen nicht. Hierfür verwendet
man wiederum pneumatische Förderanlagen,
die das Schutzgas gleichzeitig als Treibgas nutzen. Trotz des erhöhten Energiebedarfes
hat sich in vielen Industriezweigen deshalb die pneumatische Förderung von
Schüttgütern durchgesetzt.
Ein Grund dafür
ist auch, dass analog zu der Förderung
von Flüssigkeiten
und Gasen die bestehenden Rohrtrassen verwendbar sind.
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In
der Druckschrift
DE
32 04 536 A1 wird eine gleislose elektrische Rohrzugbahn
beschrieben. Die Räder
der Fahrwerke rollen auf der Innenwand des Rohres. Aufgesattelte
Container umschließen das
Frachtgut. Die Stromzuführung
erfolgt über Stromschienen.
Dabei wurde erkannt, dass eine Anordnung der Stromschienen im oberen
Bereich des Rohres gegen Verschmutzung vorteilhaft ist. Das Rohr
dient somit über
die gesamte Länge
als tragendes Bauteil für
die Fahrwerke und die Stromschienen. Das hat den Nachteil, dass die
Werkstoffauswahl für
das Rohr sehr eingeschränkt
ist. Es unterliegt dem Verschleiß durch die Räder und
muss isolierende Eigenschaften für
die Stromschienen besitzen. Nachteilig ist weiterhin, dass die Container
für Schüttgut nicht
während
der Fahrt beladen und entladen werden können.
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In
der Druckschrift
DE 1 505 981 wird
ein Fördersystem
beschrieben, das speziell für
große Massenströme konzipiert
ist. Aufgeführt
werden Beispiele zum Beladen und Entladen von Schiffen sowie für den untertägigen Kohletransport
von Abbaustätten.
Für die
Förderung
von Schüttgut
wurde damit eine Lösung
gefunden, ohne Fahrtunterbrechung die Behälter selbständig an einer bestimmten dafür vorgesehenen
Stelle zu beladen und an einer entsprechenden anderen wieder zu
entladen. Einzelne Wagenzüge
nehmen nach dem Öffnen
eines Klappenverschlusses das Schüttgut auf. Um die Wagen wieder
zu entleeren, sind die für
die Räder
vorgesehenen Fahr- und Führungsschienen
sowie die Stromschienen wendelförmig
an der Innenwand des Rohres um 180° gedreht vor und nach der Entleerung
zu führen.
Ein Nachteil besteht darin, dass mehrere Schienen zueinander und
zum Rohr nicht nur auf geraden Strecken auszurichten sind. Es erfordert
einen hohen Aufwand, um die erforderliche Präzision zu erreichen. Bei begehbaren
Rohren, wie sie in der Druckschrift erwähnt werden, mag dieser Aufwand im
Verhältnis
zur Anwendung in vertretbaren Grenzen liegen. Nicht ordnungsgemäß ausgerichtete Schienen
verursachen Verspannungen, starken Verschleiß und höhere Antriebsleistungen. Ein
weiterer Nachteil ergibt sich aus der Vielzahl funktionsbestimmender
Elemente. Ein Einbau von Weichen wird schwierig. Bei kleineren Rohren
würde das
Eindringen von Rieselgut schnell zu Funktionsstörungen führen. Die Wagen klemmen dann
in dem Schienensystem und fahren fest. Die beschriebene Lösung kann
deshalb im Vergleich zu anderen bereits oben erwähnten Rohrförderern in dem Kostenrahmen nicht
beliebig miniaturisiert werden. Ebenso nachteilig ist die Anordnung
der Stromschienen im unteren Scheitelpunkt des Rohres. Ablagerungen
stören
die Übertragung
des Stromes. Insgesamt ist für
kleinere Nennweiten, die nicht einfach durch Begehung oder maschinell
zu reinigen sind, diese Lösung
aus den vorgenannten Gründen
ungeeignet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Förderung
von Schütt-
und Stückgut
in Rohren zu entwickeln, die im Vergleich zu allen gegenwärtig bekannten
und angewandten mechanischen sowie pneumatischen Rohrförderem durch
geringeren Energiebedarf und Verschleiß, die Qualitätserhaltung
des Produktes während
der Förderung
sowie für
maximal erreichbare Förderentfernungen
und minimale Kosten überlegen
ist.
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Die
Aufgabe wird durch die angegebenen Merkmale in dem kennzeichnenden
Teil der Vorrichtung im Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind mit den weiteren Ansprüchen 2 bis 5 aufgezeigt.
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In
den Rohren rollen Wagen mit angetriebenen und nicht angetriebenen
Rädern
an einer für mehrere
Wagen tragenden Schiene entlang. Die Schiene führt elektrischen Strom und
ist vorzugsweise mit einem isolierenden Profilträger im oberen Bereich des Rohres
angeordnet. Für
die Stromführung sind
für die
Schiene mindestens zwei stromleitende Elemente erforderlich, die
vorteilhafter weise für
die Räder
der Wagen als Fahr- und Führungsbahnen dienen.
Sie sind vorzugsweise übereinander
auf der vertikalen Symmetrieachse angeordnet. Der isolierende Profilträger liegt
mit einem Teilstück
zwischen den stromleitenden Elementen der Schiene. Die kombinierte
Anordnung hat den Vorteil, dass die Schiene außerhalb des Rohres mit dem
Profilträger vorgefertigt
wird. Die hohe Präzision
zur Ausrichtung, wie es bei der Montage mehrerer Schienen in einem Rohr
erforderlich ist, kann hierbei außerhalb des Rohres viel leichter
erreicht werden. Vorteilhaft ist, dass die tragende Schiene nur
an wenigen Stellen entlang des Rohres befestigt werden muss. Zwischendurch
kann die tragende Funktion des Rohres für die Wagen entfallen. Damit
besteht in diesen Abschnitten eine freie Werkstoffauswahl für das Rohr. Das
hat den Vorteil für
weitere Anwendungen.
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Es
ist vorteilhaft, an der Schiene ein Zahnprofil vorzusehen, in das
Antriebsräder
der Wagen eingreifen. Damit sind auch stark steigende und fallende
Abschnitte ohne Rutschgefahr befahrbar.
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Die
Räder der
Wagen übertragen
die Kräfte aus
dem Eigen- und Ladegewicht sowie dem Antrieb auf die Schiene. Sie
dienen auch als Elemente zur Stromübertragung. Gegenüber Schleifbahnen
hat das den Vorteil, dass kein Widerstand und Verschleiß an sonst
zusätzlich
im Rohr angeordneten Elementen bei der Stromübertragung entsteht.
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An
den Wagen befinden sich Motoren zum Antrieb der Räder und
Behälter
für das
Schütt- und Stückgut. Vorteilhaft
ist, dass die Behälter
für die
Beladung oben offen sind und jeweils aus zwei Schalensegmenten bestehen,
wobei die der Rohrinnenwand zugewandte Seite der Kontur des Rohres
angepasst ist. Sie halten sich bei Aufnahme des Fördergutes und
während
der Fahrt auf der Strecke allein durch die Schwerkraft nach unten
geschlossen und werden nur bei der Entladung zum Beispiel über bekannte Rollenführungen
gespreizt. Das Fördergut
rutscht dann infolge der Schwerkraft heraus. Die Gelenke der Schalensegmente
sind vorzugsweise auf der rotationssymmetrischen Achse der Rohre
angeordnet, um das Rohrvolumen optimal auszunutzen. Diese Behälter gestatten
eine Förderung
sowohl von Schütt-
als auch von Stückgütern.
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Bei
Schüttgütern, die
während
der Fahrt der Wagen in die Behälter
gefüllt
werden, können
daneben fallende Partikel, so genanntes Rieselgut, nicht vollständig vermieden
werden. Um diesen Anteil zu minimieren, ist es vorteilhaft, die
Wagen in bekannter Weise durch Brems- und Beschleunigungsvorgänge oder
als Schubverband bzw. als Kette in dichter Folge durch die Rohrleitung
an der Beladestelle fahren zu lassen.
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Zur
Reinigung ist es von Vorteil, an mehreren Behältern Bürstenleisten anzubringen, die
das Rieselgut zu einer nach der Beladung befindlichen Sammelstelle
oder zum Auslauf befördern.
Von der Sammelstelle kann das Rieselgut mit einer Fördereinrichtung
zum Beispiel einem kleinen Gebläse
und einer Düse
wieder zurück
zum Zulauf gelangen.
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Für Stückgut kann
die gleiche Rohr-Schiene-Kombination verwendet werden. Hier sind
die einzelnen Wagen ähnlich
wie bei Rohrpostanlagen mit der Fracht im Stillstand zu beladen.
Dabei werden bekannte verschließbare
Kapseln als Behälter
verwendet Es sind senkrechte Abschnitte und „Über-Kopf-Fahrten” möglich. Letztere
sind nur für das
Beladen der Kapseln und Entnehmen der Ladung wegen der leichteren
Bedienung vorteilhaft. Die Wagen gelangen einzeln vom Absender über Weichensysteme
zum gewählten
Empfänger.
Während im
Schubverband und bei einer Kette der Energiebedarf einzelner Wagen
selbständig
mechanisch ausgeglichen wird, kann auch im Einzelbetrieb ein Ausgleich
geschaffen werden, wenn die Motoren zum Antrieb der Räder bei
Gefälle
als Generatoren genutzt werden, damit diese den dabei gewonnenen Strom
wieder in die Schiene für
andere in dem Streckennetz fahrende Wagen einspeisen können.
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In
Ergänzung
für eine
innerbetriebliche Nutzung erlangen die erfindungsgemäßen Vorrichtungen
für Stückgut auch
kommunal an Bedeutung. Ein derartig einfaches Fördersystem kann zum Beispiel einzelne
Häuser
von Wohnsiedlungen mit Versorgungs-, Dienstleistungs- und Entsorgungsunternehmen
verbinden. Im Gegensatz zu bekannten Projekten wie zum Beispiel
die auf dem Saugprinzip beruhenden Anlagen zur Müllentsorgung von Wohngebieten
weisen die erfindungsgemäßen Vorrichtungen wesentliche
Vorteile im hygienischen Umgang mit der Anlage und Fracht sowie
in der Sortierung der Ladung und im Energiebedarf auf. Die gegenwärtig gesundheitlich
belastenden Arbeitsbedingungen des Personals mit den Müllfahrzeugen,
die Lärm-
und Geruchsbelästigung
der Anwohner sowie die Behinderungen des Verkehrsflusses in Städten beim
Beladen der genutzten Fahrzeuge könnten bei Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen
entfallen. Die Kosten zur Anschaffung, zum Betrieb und zur Wartung
der Fahrzeuge für
diese Transporte sind für dichtbesiedelte
Wohngebiete auf die Dauer höher
als die für
die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Die Einbindung von Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen erhöht den Vorteil
der Anwendung dieser erfindungsgemäßen Vorrichtungen, indem vor
allem der städtische
Nahverkehr mit Einzelfahrten entlastet wird.
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Hauptanwendungsgebiet
wird jedoch zunächst
der Transport von Schüttgütern sein.
Insbesondere für
den innerbetrieblichen Bereich haben sich in der Industrie pneumatische
Förderanlagen etabliert
(siehe oben), weil vorhandene Rohrtrassen genutzt werden können und
nur eine Rohrleitung für die
Förderung
zwischen der Aufgabe und der Abgabe des Schüttgutes notwendig ist. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
weist dagegen mehrere bedeutende Vorteile auf. So beträgt der Energiebedarf
im Vergleich nur 5% gegenüber
einer pneumatischen Förderanlage
für die
gleiche Förderleistung.
Da der Antrieb nicht stationär
angeordnet ist, bestehen keine Einschränkungen im Förderweg.
Bei pneumatischen Förderanlagen
ist es technisch und ökonomisch
nicht vertretbar, längere
Förderwege über 1,0
km zu wählen.
Schleißende
Schüttgüter führen bei
pneumatischen Förderanlagen
zu schnellem Rohrverschleiß. Sehr
hoher Wartungsaufwand ist die Folge. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
unterliegen die Rohre nicht dem Verschleiß. Ebenso kommt es zu keiner Qualitätsminderung
des Produktes während
der Förderung.
Die Form und die Größe der Körner bleiben erhalten.
Es kommt also nicht zur Erhöhung
des Feinanteiles. Obwohl die Rohre keiner Wartung bedürfen, können bei
einzelnen Wagen Defekte an den Antriebselementen auftreten. Die
Wagen werden trotzdem durch die nachfolgenden bewegt und können zu
einem geplanten Wartungstermin ausgetauscht werden. Es besteht somit
eine hohe Verfügbarkeit
der Anlage, wobei eine Wartung wie bei jeder technischen Anlage
regelmäßig einzuplanen
ist. Der Austausch defekter Wagen ist vorteilhafter weise über eine
Rohrweiche vorzunehmen. Die Wagen fahren über eine derartige Weiche aus
der Rohrleitung heraus und wieder hinein. Über Rohrweichen können bekannter
weise wie auch bei pneumatischen Förderanlagen verschiedene Ziele
angefahren werden. Ansonsten wird mit einer umschaltbaren Vorrichtung zur
Entladung der gleiche Effekt zur Ansteuerung verschiedener Ziele
erreicht.
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Ein
weiterer Vorteil gegenüber
pneumatischen Förderanlagen
besteht darin, dass neben der Förderleitung
keine zusätzlichen
Baugruppen zum Betreiben der Anlage notwendig sind wie zum Beispiel
Verdichter, Gebläse,
Druckgefäße, Schleusen, Abscheider,
Luft- oder Gasleitungen, pneumatische Mess- und Steuereinrichtungen
sowie größere Filter. Insgesamt
stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung eine
technisch einfache und ökonomisch
günstige Lösung für die Förderung
von Schütt-
und Stückgütern in
Rohrleitungen gegenüber
dem bekannten Stand der Technik dar.
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Die
Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Die
zugehörige
Zeichnung zeigt
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1 den
Längsschnitt
einer Rohrleitung mit mehreren Wagen und Mitnehmern für Schüttgut
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2 den
Querschnitt einer Rohrleitung und die Ansicht der Behälter beim
Füllen
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3 den
Querschnitt einer Rohrleitung und die Ansicht der Behälter beim
Entleeren
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4 den
Querschnitt einer Rohrleitung und die Ansicht einer Kapsel für Stückgut im
Belade- und Entnahmebereich
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Gemäß 1 und 2 besteht
die Vorrichtung zur Förderung
von Schütt-
und Stückgütern aus einem
Rohr 1, einer darin befestigten Schiene 2, mehreren
Wagen 5 mit Rädern 4 und
Behältern 6. Die übereinander
angeordneten Elemente 24 und 25 der Schiene 2 leiten
elektrischen Strom und sind durch einen isolierenden Profilträger 9 im
oberen Scheitelpunkt des Rohres 1 befestigt. Sie sind so ausgebildet,
dass sie als Fahr- und Führungsschienen
für die
Räder 4 dienen.
Der Strom gelangt von der Schiene 2 über die Räder 4, die den Strom
abnehmen, zu Motoren 7, die an den Wagen 5 befestigt sind
und die Räder 4 antreiben.
Das untere Schienenelement 25 weist ein Zahnprofil 11 auf,
in das ein Antriebsrad 16 des Wagens 5 eingreift.
Dieser Formschluss ist für
stark steigende und fallende Abschnitte der Förderstrecke bestimmt.
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Die
Behälter 6 sind
aus zwei Schalensegmenten 8 gestaltet. Beim Füllen gemäß 2 und während der
Förderung
sind die Schalensegmente 8 durch die Schwerkraft geschlossen.
Da der Füllvorgang
vorteilhaft ohne Unterbrechung der Fahrbewegung der Wagen 5 geschieht,
fallen einzelne Partikel 19 eines Schüttgutes 12 neben und
zwischen die Schalensegmente 8 trotz Abweiser 21 auf
den Boden der Rohre 1. Für das so genannte Rieselgut,
sind an den Behältern 6 Bürstenleisten 10 angebracht.
Diese nehmen das Rieselgut mit bis zu einer in der Nähe befindlichen
Sammelstelle und für
unterwegs abfallende Partikel 19, die an den Schalensegmenten 8 hafteten,
bis zum Auslauf 23. An einer Sammelstelle wird das Rieselgut
in Abhängigkeit
der angesammelten Menge zum Beispiel von einem kleinen Gebläse und einer
Düse wieder
zurück
an den Zulauf 22 befördert.
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Beim
Entleeren gemäß 3 werden
die Schalensegmente 8 gespreizt, um das Fördergut heraus
fallen zu lassen. Das Spreizen kann beispielsweise mechanisch mit
einem bekannten Mechanismus erfolgen. Hierzu eignen sich zum Beispiel
bekannte Rollen 17, die an der Seite der Schalensegmente 8 gelagert
sind. Durch Führungsleisten 18 an der
Wand der Rohre 1 und die Fahrt der Wagen 5 bewegen
sich die Schalensegmente 8 mit in die gewünschte Stellung.
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Die
Schalensegmente 8 eignen sich nicht nur für Schütt- sondern
auch für
Stückgüter. Die
einzelnen Wagen 5 sind in ihrer Geschwindigkeit und Folge mit
dem zu füllenden
Stückgut
zu steuern, wenn der Vorgang des Füllens während der Fahrt der Wagen 5 erfolgen
soll. Ansonsten geschieht das Füllen
und Entleeren von Stückgütern im
ruhenden Zustand wie bei Rohrpostanlagen.
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Gemäß 4 sind
die Behälter 6,
um einen Kontakt des Stückgutes
mit der Wand der Rohre 1, insbesondere bei senkrechten
Abschnitten und „Über-Kopf-Fahrten” zu vermeiden
sowie einen fremden Zugriff zu erschweren, als verschließbare Kapsel 20 ausgeführt. Das
Füllen
und Entleeren geschieht manuell. Dazu halten die Wagen 5 in
einer Station an. Da das Füllen
und Entleeren von oben leichter geschieht als von unten, wechseln
die Wagen vor einer Station von einer hängenden Normalfahrt in eine „Über-Kopf-Fahrt”. Die Schiene 2 befindet
sich dann am unteren Scheitelpunkt des Rohres 1 und ist
vor Berührung
durch die Kapsel 20 geschützt. Das Abheben eines Deckels 14 nach
dem Öffnen
eines Verschlusses 15 ermöglicht das Füllen und
Entleeren. Ein Wechsel in die hängende
Lage der Kapseln 20 nach dem Verlassen der Station vermindert
die Gefahr einer Störung,
wenn zum Beispiel kleine Gegenstände,
die beim Füllen
neben die Kapseln 20 in das Rohr 1 fallen und
anschließend
mit fortbewegt werden. Aus diesem Grund sollte in einer Station
eine verschließbare Öffnung zur
Reinigung an dem Rohr 1 mit vorgesehen sein.
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- 1
- Rohr
- 2
- Schiene
- 3
- Gelenk
- 4
- Rad
- 5
- Wagen
- 6
- Behälter
- 7
- Motor
- 8
- Schalensegment
- 9
- Profilträger
- 10
- Bürstenleiste
- 11
- Zahnprofil
- 12
- Schüttgut
- 13
- Stückgut
- 14
- Deckel
- 15
- Verschluss
- 16
- Antriebsrad
- 17
- Rolle
- 18
- Führungsleiste
- 19
- Partikel
- 20
- Kapsel
- 21
- Abweiser
- 22
- Zulauf
- 23
- Auslauf
- 24
- oberes
Element
- 25
- unteres
Element