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GEBIET
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Die
Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Schaltaktuatorventil für ein Getriebe
und insbesondere auf ein Schaltaktuatorventil für ein Getriebe mit einer Hülse und
einem Ventil bzw. Schieber, die sich unabhängig relativ zueinander bewegen,
um eine Druckunempfindlichkeitszone zu schaffen, in der die Hülse und
das Ventil in eine Mittelstellung zurückkehren. Wenn die Druckunempfindlichkeitszone
zusammen mit einer Synchronisiervorrichtung verwendet wird, zwingt
sie die Letztere in eine neutrale Stellung.
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HINTERGRUND
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Die
Aussagen in diesem Abschnitt liefern lediglich Hintergrundinformationen
bezüglich
der vorliegenden Offenbarung und stellen nicht unbedingt Stand der
Technik dar.
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Typische
Automatikgetriebe- und Doppelkupplungsgetriebe verwenden ein hydraulisches Steuersystem,
das dazu dient, verschiedene Funktionen wie etwa das Steuern verschiedener
Komponenten im Getriebe zu erfüllen.
Beispiele dieser Funktionen umfassen das Steuern von Drehmomentübertragungsvorrichtungen,
Kühlung
und Schmierung und die Betätigung
von Ventilanordnungen und -komponenten. Das hydraulische Steuersystem
umfasst einen Ventilkörper
bzw. ein Ventilgehäuse,
in dem mehrere Ventile angeordnet sind. Diese Ventile sind durch
mehrere Fluiddurchgänge, die
im Ventilkörper
und in den verschiedenen Komponenten des Getriebes wie etwa den
Wellen ausgebildet sind, verbunden.
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Durch
diese Fluiddurchgänge
wird ein Druck-Hydraulikfluid zu den verschiedenen Ventilen im Steuersystem übertragen.
Die Ventile werden dann wahlweise betätigt, um die Strömung des Druck-Hydraulikfluids
durch das Getriebe zu steuern. Ein Ventiltyp, der in Doppelkupplungsgetrieben
mit Synchronisieranordnungen gefunden wird, umfasst ein Schaltaktuatorventil,
das dazu dient, eine Schaltgabel in der Synchronisieranordnung mechanisch
zu bewegen, um eine Synchronisiervorrichtung zwischen einer neutralen
oder uneingerückten
Stellung und wenigstens einer eingerückten Stellung zu verstellen.
In der neutralen Stellung ist die Synchronisiervorrichtung nicht
mit einem Zahnrad in Eingriff. In der eingerückten Stellung ist die Synchronisiervorrichtung
mit einem Zahnrad in Eingriff. Es ist wichtig, dass diese Schaltventile
Merkmale besitzen, die eine unerwünschte Einrückung oder Ausrückung der
Synchronisiervorrichtung verhindern. Ein Beispiel eines Merkmals,
das sicherstellt, dass sich das Schaltventil in der gewünschten
Stellung befindet, ist die Verwendung eines oder mehrerer Druck-
oder Strömungssteuersolenoide
und Stellungssensoren, die zur Steuerung der Aktuatorstellung eine
Rückmeldung liefern.
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Obwohl
diese Schaltventile nützlich
für ihren gedachten
Zweck sind, besteht ein ständiger
Wunsch darin, die Komplexität
des Steueralgorithmus, der die Kolben oder Ventile zurück in eine
neutrale Stellung zurückführt, zu
verringern und dabei einen robusten und zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten.
Daher besteht auf dem Fachgebiet ein Bedarf an einer Schaltventilanordnung,
die dieses Ziel erreicht und dabei die Abdichtung und die Funktionalität innerhalb des
Steuersystems beibehält
und eine Toleranz im Bereich von Drücken, die das Schaltventil
betätigen, schafft,
was zu einem einfachen und zuverlässigen Steuerventil führt.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Es
wird eine Ventilanordnung mit einer Druckunempfindlichkeitszone
geschaffen. Im angegebenen Beispiel umfasst die Ventilanordnung
ein erstes Ventil oder eine erste Hülse, das bzw. die in einem
Ventilkörper
verschiebbar angeordnet ist. Ein zweites Ventil ist zum Teil im
ersten Ventil verschiebbar angeordnet und zum Teil im Ventilkörper verschiebbar
angeordnet. Das erste und das zweite Ventil können veranlasst werden, sich
relativ zueinander zu bewegen. Mehrere Fluiddurchgänge kommunizieren
mit der Ventilanordnung und liefern eine erste Strömung von
Hydraulikfluid zu einem Ende der Ventilanordnung und eine zweite
Strömung
von Hydraulikfluid zum anderen Ende der Ventilanordnung. Die erste
Strömung
von Hydraulikfluid übt
einen Druck auf eine erste Fläche
des ersten Ventils und auf eine erste Fläche des zweiten Ventils aus.
Die zweite Strömung
von Hydraulikfluid übt
einen Druck auf eine zweite Fläche
des zweiten Ventils aus. Ein unterer Schwellenwert der Druckunempfindlichkeitszone
ist durch den Druck auf die Kombination aus der ersten Fläche des
ersten Ventils und der ersten Fläche
des zweiten Ventils, der erforderlich ist, um die resultierende
Kraft, die auf die zweite Fläche
des zweiten Ventils entfaltet wird, auszugleichen, definiert. Ein
oberer Schwellenwert der Druckunempfindlichkeitszone ist durch den
Druck auf die erste Fläche des
zweiten Ventils, der erforderlich ist, um die resultierende Kraft,
die durch die zweite Fluidströmung
auf die zweite Fläche
des zweiten Ventils, entfaltet wird, wenn das erste Ventil an einer
Bewegung gehindert wird, auszugleichen, definiert.
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In
einem Beispiel der vorliegenden Erfindung weist das zweite Ventil
ein Paar sich radial erstreckender Stege auf, wobei sich die erste
und die zweite Fläche
an den Stegen befinden.
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In
einem weiteren Beispiel der vorliegenden Erfindung weist das zweite
Ventil einen Steg auf, wobei sich die erste Fläche am Steg befindet und sich die
zweite Fläche
an einem Ende des zweiten Ventils befindet.
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In
einem nochmals weiteren Beispiel der vorliegenden Erfindung ist
der Bereich der Druckunempfindlichkeitszone als Differenz der Drücke, die
erforderlich sind, um die Kräfte,
die auf die Ventilanordnung entfaltet werden, auszugleichen, definiert.
Beispielsweise ist der Bereich der Druckunempfindlichkeitszone als
Differenz zwischen dem Druck, der auf die zweite Fläche des
zweiten Ventils und die erste Fläche
des ersten Ventils und die erste Fläche des zweiten Ventils am
unteren Schwellenwert einwirkt, und dem Druck, der auf die erste
Fläche
des ersten Ventils und die erste Fläche des zweiten Ventils am oberen
Schwellenwert einwirkt, definiert.
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In
einem nochmals weiteren Beispiel der vorliegenden Erfindung werden
die Ventile durch ein Hydraulikfluid bewegt, das durch eine Drucksteuervorrichtung
wie etwa ein Solenoid bereitgestellt wird.
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Weitere
Aufgaben, Beispiele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
deutlich durch Bezugnahme auf die folgende Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen,
worin gleiche Bezugszeichen auf die gleiche Komponente, das gleiche
Element oder das gleiche Merkmal hinweisen.
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ZEICHNUNGEN
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Die
hier beschriebenen Zeichnungen dienen lediglich zur Veranschaulichung
und sollen den Umfang der vorliegenden Offenbarung in keiner Weise beschränken. In
den Zeichnungen sind:
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1 eine
schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Schaltaktuatorventilanordnung
gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung in einer ersten Stellung;
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2 eine
schematische Darstellung der Schaltaktuatorventilanordnung gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung in einer zweiten Stellung;
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3 eine
schematische Darstellung der Schaltaktuatorventilanordnung gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung in einer dritten Stellung:
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4 eine
schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Schaltaktuatorventilanordnung
gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung in einer ersten Stellung; und
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5 eine
schematische Darstellung einer nochmals weiteren Ausführungsform
einer Schaltaktuatorventilanordnung gemäß den Prinzipien der vorliegenden
Erfindung in einer ersten Stellung.
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GENAUE BESCHREIBUNG
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Die
folgende Beschreibung ist dem Wesen nach rein veranschaulichend
und nicht dazu gedacht, die vorliegende Offenbarung, die Anwendung
oder die Verwendungen einzuschränken.
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In 1 ist
schematisch eine allgemein durch das Bezugszeichen 10 angegebene
Schaltaktuatorventilanordnung zur Verwendung in einem Getriebe eines
Kraftfahrzeugs gezeigt. Die Ventilanordnung 10 dient dazu,
eine Synchronisieranordnung 12 im Getriebe mechanisch zu
betätigen
oder zu steuern, wie weiter unten näher beschrieben wird. Die Synchronisieranordnung 12 ist
vorzugsweise eine doppelseitige Synchronisiervorrichtung, die im
Allgemeinen eine Schaltgabel (nicht gezeigt) umfasst, die in beiden
Richtungen zwischen zwei eingerückten Stellungen
und einer neutralen oder ausgerückten Stellung
verschoben wird. In den zwei eingerückten Stellungen ist die Synchronisieranordnung 12 mit
einem Zahnrad (nicht gezeigt) in Eingriff und dient dazu, über dieses
ein Drehmoment zu übertragen,
während
in der neutralen Stellung die Synchronisieranordnung 12 nicht
mit einem Zahnrad in Eingriff ist und daher kein Drehmoment über dieses überträgt.
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Die
Ventilanordnung 10 wird durch Verändern der Strömung/des
Drucks eines Hydraulikfluids 14 zur Ventilanordnung 10 betätigt. Beispielsweise überträgt eine
Druck-Hydraulikfluidquelle 16 wie etwa eine Pumpe, ein
Akkumulator oder eine Zwischen-Hydrauliksteuerung eine erste Druckfluidströmung des
Hydraulikfluids 14 über
einen ersten Fluidströmungspfad 18 zur
Ventilanordnung 10. Eine Drucksteuervorrichtung 20 wie
etwa ein Solenoid variabler Kraft oder Druckventil überträgt eine
zweite Druckfluidströmung
des Hydraulikfluids 14 über
einen zweiten Fluidströmungspfad 22 zur
Ventilanordnung 10. Der erste und der zweite Fluid strömungspfad, 18, 22,
können
verschiedene Formen annehmen, beispielsweise Kanäle oder Durchgänge sein, die
in einem Ventilkörper
oder weiteren Hydrauliksystem ausgebildet sind, und verschiedene
Längen
und Verzweigungen besitzen, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung
abzuweichen.
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Die
Ventilanordnung 10 umfasst ein erstes Ventil oder eine
erste Hülse 38 und
ein zweites Ventil 40, die in einem Ventilkörper 42 angeordnet
sind. Die Ventile 38, 40 können veranlasst werden, in
Bezug zum Ventilkörper 42 und
in Bezug zueinander zu gleiten. Beispielsweise weist der Ventilkörper 42 eine
Innenfläche 44 auf,
die eine Bohrung 46 definiert. Die Bohrung 46 umfasst
einen ersten Abschnitt 48 und einen zweiten Abschnitt 50.
Der erste Abschnitt 48 besitzt einen Durchmesser, der größer ist
als ein Durchmesser des zweiten Abschnitts 50. Demgemäß erstreckt
sich die Innenfläche 44 radial,
um zwischen dem ersten Abschnitt 48 und dem zweiten Abschnitt 50 eine
Anschlagfläche 51 zu
bilden. Die Anschlagfläche 51 wird
dazu verwendet, die Bewegung des ersten Ventils 38 zu steuern,
wie weiter unten näher beschrieben
wird. Das erste Ventil 38 ist im ersten Abschnitt 48 der
Bohrung 46 verschiebbar angeordnet, während das zweite Ventil 40 im
zweiten Abschnitt 50 der Bohrung 46 verschiebbar
angeordnet sowie im ersten Ventil 38 verschiebbar angeordnet ist,
wie weiter unten näher
beschrieben wird. Der Ventilkörper 42 ist
vorzugsweise als eine integrale Komponente des Getriebes ausgebildet.
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Das
erste Ventil 38 ist im angegebenen Beispiel zylindrisch
und weist ein erstes Ende 52, ein entgegengesetzt zum ersten
Ende 52 befindliches zweites Ende 54, eine Innenfläche 56 und
eine Außenfläche 58 auf.
Die Außenfläche 58 ist
mit der Innenfläche 44 des
ersten Abschnitts 48 der Bohrung 46 abdichtend
in Eingriff. Im angegebenen Beispiel ist die Außenfläche 58 mit der Innenfläche 44 der Bohrung 46 durch
eine O-Ring-Dich tung 72 abdichtend in Eingriff, jedoch
können
wohlgemerkt verschiedene andere Dichtungstypen einschließlich Ventilpassungen
verwendet werden, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Die Innenfläche 56 definiert
einen Raum 64 im ersten Ventil 38, der einen Abschnitt
des zweiten Ventils 40 aufnimmt. Die Innenfläche 56 definiert
ferner eine Stufenfläche
oder Stirnfläche 65,
die sich in unmittelbarer Nähe
des ersten Endes befindet ist. Im ersten Ende 52 befindet
sich eine Öffnung 66,
die zwischen dem Raum 64 und daher dem Abschnitt des zweiten Ventils 40 im
Raum 64 und dem ersten Ende 52 kommuniziert.
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Das
zweite Ventil 40 ist im angegebenen Beispiel ein Schiebekolbenventil
und umfasst einen Mittelkörper 70,
der sich längs
einer Länge
der Bohrung 46 erstreckt. Ein distales Ende 71 des
Mittelkörpers 70 erstreckt
sich aus dem Ventilkörper 42 heraus
und steht mit der Synchronisieranordnung 12 in mechanischer
Verbindung. Ein erster Steg 72 und ein zweiter Steg 74 erstrecken
sich vom Mittelkörper 70 in
der Bohrung 46 radial nach außen. Der erste Steg 72 ist an
einem Ende des Mittelkörpers 70 entgegengesetzt
zu jenem des distalen Endes 71 angeordnet. Der erste Steg 72 ist
in dem durch die Innenfläche 56 des
ersten Ventils 38 definierten Raum 64 angeordnet.
Der erste Steg 72 ist mit der Innenfläche 56 des ersten
Ventils 38 abdichtend in Eingriff. Im angegebenen Beispiel
ist der erste Steg 72 mit der Innenfläche 56 des ersten
Ventils 38 durch eine O-Ring-Dichtung abdichtend in Eingriff,
jedoch können
wohlgemerkt verschiedene andere Dichtungstypen einschließlich Ventilpassungen
verwendet werden, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Der zweite Steg 74 ist zwischen dem distalen Ende 71 und
dem ersten Steg 72 angeordnet. Der zweite Steg 74 ist
mit der Innenfläche 44 des
zweiten Abschnitts 50 der Bohrung 46 abdichtend
in Eingriff. Im angegebenen Beispiel ist der zweite Steg 74 mit
der Innenfläche 44 des
zweiten Abschnitts 50 der Bohrung 46 durch eine
O-Ring-Dichtung abdichtend in Eingriff, jedoch können wohlgemerkt verschiedene
andere Dichtungstypen verwendet werden, ohne vom Umfang der vorliegenden
Erfindung abzuweichen.
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Das
erste Ventil 38 und das zweite Ventil 40 wirken
so zusammen, dass sie mehrere Fluidkammern in der Bohrung 46 definieren,
die auf die Verschiebung des ersten Ventils 38 und des
zweiten Ventils 40 hin verschiedene Volumen besitzen. Genauer
gesagt, das erste Ende 52 des ersten Ventils 38 und
der erste Steg 72 wirken mit der Innenfläche 44 des
ersten Abschnitts 48 der Bohrung 46 so zusammen,
dass sie eine erste Fluidkammer 80 definieren. Das zweite
Ende 54 des ersten Ventils 38, der erste Steg 72 und
der zweite Steg 74 wirken mit der Innenfläche 44 des
ersten Abschnitts 48 der Bohrung 46 so zusammen,
dass sie eine zweite Fluidkammer 82 definieren. Außerdem wirken
der zweite Steg 74 und die Innenfläche 44 des zweiten
Abschnitts 50 der Bohrung 46 so zusammen, dass
sie eine dritte Fluidkammer 84 definieren.
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Die
Ventile 38, 40 sind in der Bohrung 46 zwischen
einer ersten Stellung oder Leerlaufstellung [engl.: netural], die
in 1 gezeigt ist, einer zweiten Stellung, die in 2 gezeigt
ist, und einer dritten Stellung, die in 3 gezeigt
ist, beweglich.
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Der
erste Steg 72 besitzt eine Staufläche, die größer als eine Staufläche des
zweiten Stegs 74 ist. Die Differenz zwischen der Kraft,
die durch den Druck auf die Staufläche des ersten Endes 52 des
ersten Ventils 38 entfaltet wird, und der Kraft, die durch
den Druck auf die Staukontaktfläche
des ersten Stegs 72 entfaltet wird, erzeugt eine Druckunempfindlichkeitszone,
wo ein Bereich von Fluiddrücken
in der ersten Fluidkammer 80 eine neutrale Stellung des
zweiten Ventils 40 und daher eine Leerlaufstellung bei
der Synchronisieranordnung 12 erzeugt, wie weiter unten
näher beschrieben
wird.
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Der
Ventilkörper 42 definiert
ferner mehrere Öffnungen,
die mit den Fluidströmungspfaden 18, 22 verbunden
sind. Im angegebenen Beispiel weist der Ventilkörper 42 eine erste Öffnung 86 auf,
die zwischen der Bohrung 46 und dem ersten Fluidströmungspfad 18 kommuniziert.
Die erste Öffnung 86 befindet
sich an einem Ende der Bohrung 46 in unmittelbarer Nähe des distalen
Endes 71 des zweiten Ventils 40 und kommuniziert
mit der dritten Fluidkammer 84. Eine zweite Öffnung 88 kommuniziert
zwischen der Bohrung 46 und dem zweiten Fluidströmungspfad 22.
Die zweite Öffnung 88 befindet
sich an einem Ende der Bohrung 46 in unmittelbarer Nähe des ersten
Stegs 72 des zweiten Ventils 40 und kommuniziert
mit der ersten Fluidkammer 80. Eine dritte Öffnung oder
Ausströmöffnung 90 kommuniziert
zwischen der Bohrung 46 und einem Ausström-Fluidströmungspfad 92.
Die dritte Öffnung 90 befindet
sich zwischen der ersten und der zweiten Fluidöffnung, 86, 88,
und kommuniziert mit der zweiten Fluidkammer 82. ”Ausström...” verweist
auf Niederdruck oder nicht vorhandenen Gegendruck. Wohlgemerkt können verschiedene
andere Anordnungen von Fluidkommunikationskanälen und -öffnungen verwendet werden,
ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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Die
Ventile 38, 40 werden durch Regulierung der Strömung von
Hydraulikfluid zur ersten Fluidkammer 80 durch die Drucksteuervorrichtung 20 zwischen
mehreren Stellungen, die in 1–3 gezeigt
sind, bewegt. Genauer gesagt, eine erste Fluidströmung von
Hydraulikfluid 14 mit einem konstanten Druck wird durch
die erste Öffnung 86 und
den ersten Fluidströmungspfad 18 zur
dritten Fluidkammer 84 geliefert. Dieser konstante Druck
des Hydraulikfluids 14 in der dritten Fluidkammer 84 wirkt
auf den zweiten Steg 74 ein und erzeugt eine erste konstante Kraft
auf das zweite Ventil 40 zum ersten Ventil 38 hin.
Um die Synchronisieranordnung 12 in eine erste eingerückte Stellung
zu stellen, wird der Druck des Hydraulikfluids 14, das
durch die zweite Einlassöffnung 88 und
den zweiten Fluidströmungspfad 22 zur ersten
Fluidkammer 80 geliefert wird, unter einen ersten Schwellenwert
abgesenkt. Wenn der Druck unter diesen Schwellenwert fällt, übersteigt
die Kraft, die auf den zweiten Steg 74 einwirkt, die Kraft,
die auf das erste Ventil 38 einwirkt, wobei sich der erste
Steg 72 bewegt und die Stufenfläche 65 berührt und
sich die Ventile 38, 40 gemeinsam so bewegen,
dass das Volumen der ersten Fluidkammer 80 abnimmt. Die Ventile 38, 40 bewegen
sich gemeinsam in die erste eingerückte Stellung, die in 2 gezeigt
ist, was wiederum die Synchronisieranordnung 12 in eine erste
eingerückte
Stellung bewegt.
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Um
zur neutralen Stellung zurückzukehren, wird
der Druck des Hydraulikfluids 14, das durch die Drucksteuervorrichtung 20 zur
ersten Fluidkammer 80 geliefert wird, angehoben, so dass
die Kraft, die auf das erste Ventil 38 und den ersten Steg 72 einwirkt,
die Kraft, die auf den zweiten Steg 74 einwirkt, übersteigt.
Die Ventile 38, 40 bewegen sich zurück in die
in 1 gezeigt neutrale Stellung, und zwar bis zu jenem
Zeitpunkt, zu dem das erste Ventil 38, wenn das zweite
Ende 54 die Anschlagfläche 51 berührt, von
einer weiteren Bewegung abgehalten wird. An diesem Punkt nimmt die
wirksame Fläche,
auf die das Hydraulikfluid 14 in der ersten Fluidkammer 80 einwirkt,
auf die Staufläche
des Stegs 72 ab, da sich das erste Ventil 38 nicht
mehr bewegen kann. Dementsprechend muss der Druck des Hydraulikfluids 14 in
der ersten Fluidkammer 80 auf einen zweiten Schwellenwert,
der größer als
der erste Schwellenwert ist, ansteigen, um das zweite Ventil 40 weiter
zu bewegen. Die Differenz zwischen dem ersten Schwellenwert und
dem zweiten Schwellenwert definiert die Unempfindlichkeitszone oder
den Unempfindlichkeitsbereich von Drü cken, der die neutrale Stellung
des zweiten Ventils 40 und daher der Synchronisieranordnung 12 erzeugt.
Genauer gesagt, die Druckunempfindlichkeitszone ist als jener Druck definiert,
der erforderlich ist, um die durch das Beaufschlagen des zweiten
Stegs 74 mit Druck entfaltete Kraft auszugleichen. Der
untere Schwellenwert gilt für
den Druck, der erforderlich ist, um die Kraft auf den zweiten Steg 74 mittels
einer Kraft, die auf die beiden Stauflächen des ersten Endes 52 des
ersten Ventils 38 und des ersten Stegs 72 entfaltet
wird, auszugleichen. Der obere Schwellenwert gilt für den Druck,
der erforderlich ist, um die Kraft auf den zweiten Steg 74 mittels
einer Kraft, die auf den ersten Steg 72 allein entfaltet
wird, auszugleichen. Solange der durch die Drucksteuervorrichtung 20 gelieferte Druck
innerhalb der Druckunempfindlichkeitszone liegt, bleibt das zweite
Ventil 38 in der in 1 gezeigten
neutralen Stellung. Durch Schaffen einer Druckunempfindlichkeitszone
erhöht
die Ventilanordnung 10 die Sicherheit durch Erzeugung einer
Toleranz von Drücken,
die zum neutralen Zustand führen.
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Um
die Synchronisieranordnung 12 in eine zweite eingerückte Stellung
zu versetzen, wird der Druck, der zur ersten Fluidkammer 80 geliefert
wird, über
den zweiten Schwellenwert angehoben. Dementsprechend übersteigt
die Kraft, die auf den ersten Steg 72 einwirkt, die Kraft,
die auf den zweiten Steg 74 einwirkt, wobei sich das zweite
Ventil 40 unabhängig
vom ersten Ventil 40 bewegt und das Volumen der dritten
Fluidkammer 84 abnimmt. Das zweite Ventil 40 befindet
sich in der zweiten eingerückten Stellung,
wenn der erste Steg 72 die Anschlagfläche 51 berührt, wie
in 3 gezeigt ist. In dieser zweiten eingerückten Stellung
wird die Synchronisieranordnung 12 durch das zweite Ventil 38 in
die zweite eingerückte
Stellung bewegt.
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In 4 ist
durch das Bezugszeichen 100 eine weitere Ausführungsform
einer Ventilanordnung gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung angegeben. Die Ventilanordnung 100 gleicht
im Wesentlichen der in den 1–3 gezeigten
Ventilanordnung 10, und dementsprechend sind gleiche Komponenten
mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die Ventilanordnung 100 umfasst
ein zweites Ventil 102 mit einem ersten Abschnitt 104 und
einem zweiten Abschnitt 106. Der erste Abschnitt 104 besitzt
einen Durchmesser, der größer als
ein Durchmesser des zweiten Abschnitts 106 ist. Zwischen dem
ersten Abschnitt 104 und dem zweiten Abschnitt 106 befindet
sich eine sich radial erstreckende Oberfläche 108. Das Hydraulikfluid 14 in
der dritten Fluidkammer 84 wirkt direkt auf die sich radial
erstreckende Oberfläche 108 ein,
während
das Hydraulikfluid in der ersten Fluidkammer 80 direkt
auf das erste Ende 52 des ersten Ventils 38 und
ein Ende 110 des Ventils 102 einwirkt. Genauer
gesagt, die Druckunempfindlichkeitszone ist als Druck definiert,
der erforderlich ist, um die durch Beaufschlagen der Oberfläche 108 mit
Druck entfaltete Kraft auszugleichen. Der untere Schwellenwert gilt
für den
Druck, der erforderlich ist, um die Kraft auf die Oberfläche 108 mittels
einer Kraft, die auf die beiden Stauflächen des ersten Endes 52 des
ersten Ventils 38 und des Endes 110 entfaltet
wird, auszugleichen. Der obere Schwellenwert gilt für den Druck,
der erforderlich ist, um die Kraft auf den zweiten Steg 74 mittels
einer Kraft, die auf das Ende 110 allein entfaltet wird,
auszugleichen.
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In 5 ist
durch das Bezugszeichen 200 eine weitere Ausführungsform
einer Ventilanordnung gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung angegeben. Die Ventilanordnung 200 gleicht
im Wesentlichen der in den 1–3 gezeigten
Ventilanordnung 10, und dementsprechend sind gleiche Komponenten
mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Jedoch sind bei der Ventilanordnung 200 das Ventil 40 und
der Ventilkörper 42 horizontal
gekippt. Die Ventilanordnung 200 umfasst ein zweites Ventil 202 mit
ei nem Mittelkörper 203 und
einem sich radial erstreckenden Steg 204. Der Steg 204 gleicht
im Wesentlichen dem Steg 72 in der Ventilanordnung 10. Das
Hydraulikfluid 14 in der dritten Fluidkammer 84 wirkt
direkt auf ein Ende 206 des zweiten Ventils 202 ein.
Außerdem
erstreckt sich zur Verbindung mit der Synchronisieranordnung 12 das
zweite Ventil 202 durch die Öffnung 66 des ersten
Ventils 38. Dementsprechend besitzt die Öffnung 66 einen
Durchmesser, der größer als
ein Durchmesser des Mittelkörpers 201 des
Ventils 202 ist, damit das Hydraulikfluid 14 zwischen
dem ersten Ventil 38 hindurchgehen und den Steg 204 des
zweiten Ventils 202 kontaktieren kann. Die Druckunempfindlichkeitszone
ist durch die Differenz zwischen einer Staufläche des ersten Endes 52 des
ersten Ventils 38 und der Staufläche des Stegs 204 definiert.
Genauer gesagt, die Druckunempfindlichkeitszone ist als Druck definiert,
der erforderlich ist, um die durch Beaufschlagen des Endes 206 mit
Druck entfaltete Kraft auszugleichen. Der untere Schwellenwert gilt
für den
Druck, der erforderlich ist, um die Kraft auf das Ende 206 mittels
einer Kraft, die auf die beiden Stauflächen des ersten Endes 52 des
ersten Ventils 38 und des Stegs 204 entfaltet wird,
auszugleichen. Der obere Schwellenwert gilt für den Druck, der erforderlich
ist, um die Kraft auf das Ende 206 mittels einer Kraft,
die auf den Steg 204 allein entfaltet wird, auszugleichen.
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Die
Beschreibung der Erfindung ist dem Wesen nach rein beispielhaft,
wobei Abwandlungen, die vom Kern der Erfindung nicht abweichen,
im Umfang der Erfindung liegen sollen. Solche Abwandlungen werden
nicht als Abweichung vom Erfindungsgedanken und vom Schutzbereich
der Erfindung angesehen.