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Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteil mit einem Kunststoffspritzgussteil und einer Lichtquelle.
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Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteile mit einem Kunststoffspritzgussteil und einer Lichtquelle bekannt. Die
US 6,652,128 B2 offenbart eine Methode zur Hintergrundbeleuchtung eines Innenverkleidungsteils.
US 4,443,832 beansprucht ein Zierelement für ein Fahrzeug, dass ein Abdeckelement umfasst.
US 2007/0153535 A1 offenbart ein Material zum Bezug eines Lenkrades, bei dem die äußere Hülle einen dünneren Bereich aufzeigt, sodass Licht durch das Lenkradmaterial an diesen Stellen hindurch treten kann.
US 200410160782 A1 beschreibt ein Fahrzeuglicht mit einem lichtdurchlässigen Bereich, der mit einer Farbschicht überdeckt ist. Die Schriften
DE 10 2004 044 035 A1 ,
DE 103 41 253 A1 und
DE 10 2005 005 682 A1 beschreiben durchleuchtete Innenausstattungsteile für Kraftfahrzeuge.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteil mit einem Kunststoffspritzgussteil und einer Lichtquelle zu schaffen.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung weist das Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteil ein Kunststoffspritzgussteil mit einer Wandung und einer Lichtquelle zur Abstrahlung von Licht auf die Innenseite der Wandung auf. Dabei ist die Lichtquelle so ausgebildet, dass das von der Lichtquelle auf die Innenseite der Wandung treffende Licht eine Intensität aufweist, sodass das Licht der Lichtquelle nicht durch die Wandung hindurch visuell wahrnehmbar ist. Ein Benutzer kann also kein Licht der Lichtquelle wahrnehmen, auch wenn das Licht der Lichtquelle mit maximal möglicher Intensität abgestrahlt wird. Es kann auch eine dimmbare Lichtquelle verwendet werden, solange bei maximaler Intensität kein Licht durch die Wandung des Kunststoffspritzgussteils hindurchtritt. Die Wandung weist allerdings einen Bereich reduzierter Wandstärke auf, in dem das Licht der Lichtquelle durch die Wandung hindurch visuell wahrnehmbar ist. Das Licht kann also nur in diesem Bereich reduzierter Wandstärke durch die Wandung hindurchtreten. Vorzugsweise befindet sich der Bereich reduzierter Wandstärke in der Nähe der Lichtquelle in direkter Abstrahlrichtung. Vorzugsweise handelt es sich bei der Lichtquelle um eine LED oder eine OLED, es kann sich aber auch beispielsweise um eine Glühbirne handeln.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung weist das Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteil eine in das Spritzgussteil integrierte Lichtquellenhalterung auf. Dies bedeutet, dass die Lichtquellenhalterung schon im Herstellungsprozess als ein Stück mit dem Spritzgussteil hergestellt wurde. Dies ist eine kostengünstige und einfach zu realisierende Herstellungsmöglichkeit für die Lichtquellenhalterung. Dadurch, dass die Lichtquelle von außen nicht sichtbar ist, da sie durch das Spritzgussteil verdeckt wird, ist für den Benutzer nicht ersichtlich, ob sich hinter dem Spritzgussteil eine Leuchtquelle befindet oder nicht. Es ist daher einfach möglich, zwei Ausstattungsvarianten des Spritzgussteils zu realisieren. Bei der ersten Möglichkeit für eine Basisversion des Spritzgussteils wird keine Lichtquelle in die Lichtquellenhalterung eingesetzt, sodass Montagekosten entfallen. Eine andere Möglichkeit wäre, die Leuchtquellen nicht anzuschließen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, ein höherwertiges Spritzgussteil mit einer Lichtquelle in der Lichtquellenhalterung zu schaffen, deren Licht durch den Bereich reduzierter Wandstärke des Spritzgussteils hindurchtreten kann, sobald diese Lampe angeschaltet wird. Bei der Basisversion ohne Lichtquelle ist nicht ersichtlich, dass sich in dem Spritzgussteil eine Lichtquellenhalterung befindet. Dadurch entsteht auch in der Basisversion ein einheitliches Oberflächenbild für den Benutzer, ohne dass der Eindruck entsteht, dass etwas fehlt.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung ist die Lichtquellenhalterung stoffflüssig am Kunststoffspritzgussteil befestigt. Dies kann z. B. bei komplexen Randbedingungen erforderlich sein, wenn eine Herstellung als ein Kunststoffspritzgussteil nicht möglich ist. In diesem Fall wird das Kunststoffspritzgussteil mit einer Lasche an der vom Benutzer abgewandten Seite hergestellt. Die Lichtquellenhalterung wird dann bei der Montage durch die Lasche hindurchgeführt und mittels Vibrations- oder Ultraschallschweißen befestigt. Vorzugsweise wird ein Dorn der Lichtquellenhalterung durch die Lasche des Kunststoffspritzgussteils hindurchgeführt und die Lichtquellenhalterung so an dem Kunststoffspritzgussteil befestigt.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung ist die Lichtquellenhalterung leistenförmig ausgebildet. Dies ist z. B. vorteilhaft, um mehrere Lichtquellen hintereinander an der Lichtquellenhalterung anzubringen oder um die Lichtquellenhalterung zusätzlich noch für einen weiteren Zweck zu verwenden. Beispielsweise dient eine leistenförmige Lichtquellenhalterung als Luftkanal zur Führung von Belüftungsluft, beispielsweise vom vorderen Bereich des Fahrzeugs in den hinteren Bereich des Fahrzeugs.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung bildet die leistenförmig ausgebildete Lichtquellenhalterung einen Luftkanal zur Durchleitung eines Luftstroms. Die Stromversorgung der Lichtquelle muss in diesem Falle rückwärtig erfolgen und abgedichtet sein, sodass keine Luft aus dem Luftkanal entweichen kann.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung ist die Lichtquellenhalterung topfförmig ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, da so kein Streulicht in Bereiche des Fahrzeugs gelangt, wo dieses nicht erwünscht ist. Durch die topfförmige Ausgestaltung der Lichtquellenhalterung wird sichergestellt, dass das Licht lediglich durch den Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils hindurchdringt. Etwaige Schlitze oder andere lichtdurchlässige Stellen an der Kraftfahrtzeuginnenverkleidung können somit nicht als zusätzliche Lichtaustrittsmöglichkeiten dienen. Dies ist vorteilhaft, da so sichergestellt wird, dass eventuelle lichtdurchlässige Schlitze in der Innenverkleidung für den Benutzer nicht sichtbar werden.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung ist die Lichtquellenhalterung einstückig mit einem angrenzenden Bauteil ausgebildet. Auch Anwendungen im Bereich der Instrumententafel und der Mittelkonsole sind möglich. Mit einer solchen Ausführungsform lassen sich zwei Bauteile ersetzen. Dies spart Kosten und Montagezeit. Zum Beispiel könnte auch die Lichtquellenhalterung einstückig mit einem Getränkehalter im Bereich der Mittelkonsole ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Lichtquellenhalterung einstückig mit dem Getränkehalter und einem weiteren Bauelement ausgebildet. Das weitere Bauelement kann zum Beispiel ein Ablageflach in der Mittelkonsole sein.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung bilden eine Armauflageoberfläche und das Kunststoffspritzgussteil eine Oberfläche des Kraftfahrzeuginnenverkleidungsteils, wobei die Armauflageoberfläche oberhalb des Kunststoffspritzgussteils angeordnet ist, und wobei die Armauflageoberfläche einstückig mit der Lichtquellenhalterung ausgebildet ist. Somit kann durch ein Teil die Lichtquellenhalterung und eine Armauflageoberfläche realisiert werden. Dies spart Kosten und Montagezeit.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung ist zumindest eine Wandung der Lichtquellenhalterung für ein Kollabieren ausgebildet, wobei das Kollabieren teleskopartig erfolgt und die zumindest eine Wandung der Lichtquellenhalterung zumindest eine Sollbruchstelle für das teleskopartige Kollabieren aufweist. Mit anderen Worten ist die Lichtquellenhalterung durch eine geeignete Konstruktion der Wandung für ein Kollabieren bei einer Krafteinwirkung ausgebildet. Im Falle eines Unfalls absorbiert die Lichtquellenhalterung somit einen Teil der Unfallenergie und trägt zum Schutz der Insassen bei.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung weist die Lichtquellenhalterung eine reflektierende Oberfläche auf. Dies ist vorteilhaft, da so mehr Licht durch den Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils hindurchtritt und nicht verloren geht. Dadurch kann z. B. Strom gespart werden oder die Wandstärke im Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils vergrößert werden. Dies stellt eine Erleichterung im Produktionsprozess dar.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung ist eine Streuoptik zwischen der Lichtquelle und dem Spritzgussteil angeordnet. Die Streuoptik dient dazu, das Licht der Lichtquelle zu streuen und so für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Bereichs reduzierter Wandstärke sicherzustellen. Die Lichtquelle ist somit für den Benutzer nicht mehr als punktförmige Lichtquelle zu erkennen. Der Benutzer nimmt lediglich eine diffus beleuchtete Kunststoffspritzgussteiloberfläche wahr. Vorzugsweise besteht die Streuoptik aus einer Streufolie, die verschiedenfarbig bedruckt sein kann. Durch die Bedruckung können Symbole, Schriftzüge oder verschiedenfarbige Bereiche realisiert werden.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung befindet sich zwischen der Lichtquelle und dem Bereich reduzierter Wandstärke des Spritzgussteils eine Blende mit zumindest einer Sollbruchstelle. Dies ist vorteilhaft, wenn die Lichtquelle beispielsweise noch in einer zweiten Richtung als Lichtquelle eingesetzt werden soll. Beispielsweise kann in der zweiten Richtung die Lichtquelle Bedienelemente in einer Tür beleuchten. Wenn nun die Blende an der Sollbruchstelle beim Einbau des Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteils herausgebrochen wird, dringt das Licht der Lichtquelle auch an den Bereich reduzierter Wandstärke des Spritzgussteils. So kann leicht das Licht einer bereits vorhandenen Lichtquelle – beispielsweise zur Beleuchtung von Bedienelementen in einer Kraftfahrzeugtür – zur Durchleuchtung des Bereichs reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils verwendet werden.
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Vorzugsweise befindet sich unterhalb des Spritzgussteils ein Stauraum des Kraftfahrzeugs, sodass der Bereich reduzierter Wandstärke die obere Begrenzung des Stauraums darstellt. Der Stauraum wird also von der Lichtquelle bei herausgebrochener Blende durch den Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils beleuchtet. Der Stauraum befindet sich vorzugsweise im unteren Türbereich und wird beispielsweise als Kartentasche verwendet.
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Dadurch, dass die Intensität der Lichtquelle durch den Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils verringert wird, wird eine Blendung der Fahrzeuginsassen bei Dunkelheit vermieden. Die Lichtquelle wird also zu zwei Zwecken verwendet. Einmal werden Bedienelemente beleuchtet und zum zweiten wird bei herausgebrochener Blende der Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils beleuchtet. Dadurch lassen sich Leuchtquellen und damit verbundene Kosten einsparen.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung sind Bedienelemente in dem Spritzgussteil in einer Armlehne angeordnet. Das Licht der Lichtquelle wird mit Lichtleitern in einer ersten Richtung zu den Bedienelementen geführt, sodass die Bedienelemente so beleuchtet werden. Dabei wird das Licht der Lichtquelle ebenfalls in seiner zweiten Richtung zum Bereich reduzierter Wandstärke des Spritzgussteils hin gestrahlt. Die zweite Richtung verläuft entgegengesetzt zur ersten Richtung. Mit der Lichtquelle werden also die Bedienelemente in der Armlehne mit Hilfe der Lichtleiter beleuchtet und die Lichtquelle dient auch als Beleuchtung des Bereichs reduzierter Wandstärke des Spritzgussteils.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung bildet der Bereich reduzierter Wandstärke des Kunststoffspritzgussteils die obere Begrenzung eines Stauraums, sodass das Licht, was durch den Bereich reduzierter Wandstärke hindurchtritt den Stauraum beleuchtet. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Stauraum um eine sich im unteren Türbereich befindende Kartentasche.
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Nach Ausführungsformen der Erfindung wird der zu durchleuchtende Bereich dadurch hergestellt, dass vor dem Spritzgießen ein transparentes Kunststoffteil, ein Insert, mit der Kontur des zu durchleuchtenden Bereiches dort eingesetzt wird, wo der zu durchleuchtende Bereich entstehen soll.
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Von der Sichtseite wird das durchsichtige Teil überspritzt, was eine identische Ansicht ergibt. Durch dieses Verfahren wird eine höhere strukturelle Steifigkeit bei großen durchleuchteten Bereichen erzielt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beleuchtungskontur ohne Werkzeugänderung gewechselt werden kann, indem verschiedene Inserts verwendet werden. Durch das Einlegen des Inserts während des Produktionsprozesses kann einfach von einer Basisversion ausgehend ein höherwertiges Bauteil hergestellt werden. Die Dicke des Einlegeteils kann variiert werden, was unterschiedlich starke Lichtfilterung ergibt, da bei einem dünnen Insert mehr Kunststoff überspritzt wird.
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In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Kraftfahrzeugtür mit einem Kraftfahrtzeuginnenverkleidungsteil wie es oben beschrieben wurde.
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Im Folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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1 vier Befestigungsmöglichkeiten für eine Lichtquellenhalterung an einem Kunststoffspritzgussteil,
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2a–b eine Türverkleidung mit einer Lichtquelle, Lichtleitern, Bedienelementen und einer Kartentasche,
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3 eine Lichtquellenhalterung mit Sollbruchstellen,
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4 eine leistenförmige Lichtquellenhalterung als Luftkanal,
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5 eine Befestigungsvariante für eine Lichtquelle,
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6 eine Lichtquellenhalterung einstückig mit einem Getränkehalter und einem Ablageflach ausgebildet, und
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7 Ausführungsformen der Lichtquellenhalterung hergestellt mit Hilfe eines Inserts.
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Im Folgenden sind einander ähnliche Elemente mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.
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1 zeigt vier verschiedene Lichtquellenhalterungen und ihre Befestigung an dem Kunststoffspritzgussteil. In der ersten Befestigungsvariante ist die Lichtquellenhalterung 100 einstückig mit dem Kunststoffspritzgussteil 102 hergestellt worden. Das Kunststoffspritzgussteil 102 weist einen Bereich reduzierter Wandstärke 104 auf. Auf der vom Benutzer abgewandten Seite des Kunststoffspritzgussteils 102 befindet sich gegenüber dem Bereich reduzierter Wandstärke 104 die Lichtquelle 106, die an der Lichtquellenhalterung 100 befestigt ist. Das Licht der Lichtquelle wird in alle Richtungen abgestrahlt, es kann jedoch das Kunststoffspritzgussteil 102 nur in dem Bereich reduzierter Wandstärke 104 durchdringen. Bei ausgeschalteter Lichtquelle 106 ist für den Benutzer nicht ersichtlich, ob sich hinter dem Kunststoffspritzgussteil eine Lichtquelle befindet. Der Bereich reduzierter Wandstärke 104 ist ebenfalls für den Benutzer nicht als ein solcher erkennbar, sondern er sieht von der Oberfläche her betrachtet genauso aus wie der Rest der Oberfläche des Kunststoffspritzgussteils 102.
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Dadurch, dass die Lichtquellenhalterung 100 und das Kunststoffspritzgussteil 102 als ein Stück im Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt wurden, ist das Herstellungsverfahren einfach und kostengünstig durchführbar. Somit ist es möglich, das Kunststoffspritzgussteil 102 immer mit der Lichtquellenhalterung 100 in Kraftfahrzeuge einzubauen. Bei Kraftfahrzeugen mit einer höherwertigen Ausstattung wird eine Lampe in die Lichtquellenhalterung eingesetzt, deren Licht den Bereich reduzierter Wandstärke 104 durchdringt. In einer Basisversion wird die Lichtquelle nicht in die Lichtquellenhalterung eingesetzt. Für den Benutzer ist nicht erkennbar, ob sich eine Lichtquelle hinter dem Bereich reduzierter Wandstärke 104 befindet oder nicht.
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Die zweite Befestigungsvariante für die Lichtquelle 106 besteht aus einer Lichtquellenhalterung 108, wie sie im zweiten Abschnitt der 1 zu erkennen ist. Am Kunststoffspritzgussteil 102 befindet sich eine Lasche 110, in die die Lichtquellenhalterung 108 eingesetzt wird. Vorzugsweise weist die Lichtquellenhalterung 108 einen Dorn auf, der in die Lasche eingeführt wird. Die Befestigung der Lichtquellenhalterung 108 an der Lasche 110 des Kunststoffspritzgussteils 102 erfolgt mittels Ultraschall oder Vibrationsschweißen. Eine solche Montage der Lichtquellenhalterung 108 ist kostenintensiver und aufwendiger als die Herstellung als ein Teil zusammen mit dem Kunststoffspritzgussteil 102. Sie kann aber unter Umständen notwendig sein, wenn eine Herstellung der Lichtquellenhalterung 100 als integrierter Bestandteil des Kunststoffspritzgussteils 102 nicht möglich ist. Dies kann z. B. bei komplexen Randbedingungen der Fall sein. Auch hier befindet sich die Lichtquelle 106 wiederum gegenüber dem Bereich reduzierter Wandstärke 104, sodass das Licht der Lichtquelle 106 den Bereich reduzierter Wandstärke 104 durchdringt, dabei aber nicht den restlichen Bereich des Kunststoffspritzgussteils 102 durchleuchtet.
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In der dritten in 1 dargestellten Ausführungsform ist die Lichtquellenhalterung 112 topfförmig ausgebildet. Die Lichtquelle 106 befindet sich wiederum gegenüber des Bereiches reduzierter Wandstärke 104 des Kunststoffspritzgussteils 102. Die Befestigung der Lichtquellenhalterung 112 am Kunststoffspritzgussteil 102 erfolgt mittels zwei Laschen 110 am Kunststoffspritzgussteil 102. Besonders vorteilhaft ist die topfförmige Ausgestaltung der Lichtquellenhalterung 112, da die Lichtquelle 106 komplett von ihr umschlossen wird und somit kein Licht durch etwaige Fugen oder Spalte unerwünscht für den Benutzer sichtbar werden könnte. Das Licht dringt hier wiederum lediglich durch den Bereich reduzierter Wandstärke 104, sodass für den Benutzer nicht ersichtlich ist, ob sich hinter dem Kunststoffspritzgussteil 102 eine Lichtquelle befindet oder nicht.
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Die vierte in 1 dargestellte Ausführungsform umfasst wiederum eine Lichtquellenhalterung 112, die topfförmig ausgebildet ist und über zwei Laschen 110 mit dem Kunststoffspritzgussteil 102 verbunden ist. Die Lichtquelle befindet sich wiederum gegenüber dem Bereich reduzierter Wandstärke 104, wird aber durch eine am Kunststoffspritzgussteil befestigte Streuoptik von ihr getrennt. Die Streuoptik ist ebenfalls über die Laschen 110 am Kunststoffspritzgussteil 102 befestigt. Durch den Einbau der Streuoptik 114 wird gewährleistet, dass die Lichtquelle 106 nicht als punktförmige Lichtquelle vom Benutzer durch den Bereich reduzierter Wandstärke 104 wahrgenommen wird. Durch die Streuung des Lichts wird eine diffus beleuchtete Oberfläche erreicht, was für den Benutzer ein angenehmes Oberflächenbild schafft. Die Streuoptik kann auch verschiedenfarbig ausgestaltet oder mit einem Logo bedruckt sein, sodass die Verschiedenfarbigkeit oder das Logo für den Benutzer auf der Oberfläche des Kunststoffspritzgussteils 102 sichtbar wird.
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2a zeigt eine Türverkleidung 200 mit einem Kartenfach 202, Bedienelementen 204, Lichtleitern 206, Lichtquelle 208, einer Blende 210 und einem Bereich reduzierter Wandstärke 212. Die Bedienelemente 204 werden von der Lichtquelle 208 mittels der Lichtleiter 206 beleuchtet. Beispielsweise sind die Bedienelemente Fensterheber. Auf der anderen Seite der Lichtquelle 208 befindet sich eine Blende 210, versehen mit zwei Sollbruchstellen 214. Sie schirmt den Bereich reduzierter Wandstärke 212 von der Lichtquelle 208 ab, sodass kein Licht an den Bereich reduzierter Wandstärke 212 gelangt. Der Bereich reduzierter Wandstärke 212 bildet die obere Begrenzung des Kartenfachs 202, das sich im unteren Türbereich befindet.
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In 2b ist die gleiche Türverkleidung 200 wie in 2a dargestellt mit dem Unterschied, dass die Blende 210 entfernt wurde. Die Entfernung Lässt sich leicht realisieren und ohne großen Arbeitsaufwand durchführen aufgrund der zwei Sollbruchstellen 214. Ohne Blende erreicht Licht der Lichtquelle 208 den Bereich reduzierter Wandstärke 212, sodass Licht durch diesen Bereich hindurchscheint und das darunter liegende Kartenfach 202 beleuchtet. Die Beleuchtung ist für den Fahrer auch bei Dunkelheit nicht blendend, da das Licht durch den Bereich reduzierter Wandstärke 212 gedämpft wird. Dadurch, dass die Blende 210 leicht entfernbar ist, lässt sich leicht von einer Basisversion mit Blende und ohne beleuchtetem Kartenfach 202 ausgehend eine höherwertige Version mit beleuchtendem Kartenfach 202 realisieren. Dabei bietet sich dem Benutzer auch in der Basisversion eine Türverkleidung 200 mit einheitlicher Oberfläche.
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3 zeigt eine topfförmig ausgebildete Lichtquellenhalterung 300 mit einer Lichtquelle 302, wobei die Lichtquellenhalterung 300 an einem Kunststoffspritzgussteil 102 mit einem Bereich reduzierter Wandstärke 104 befestigt ist. Die Lichtquellenhalterung weist mehrere Sollbruchstellen 304 auf, sodass die Lichtquellenhalterung im Falle einer Krafteinwirkung Energie absorbierend zusammengefaltet wird. Dies ist vorteilhaft, z. B. bei einem Verkehrsunfall des Kraftfahrzeugs, um die Unfallenergie abzufedern und die Fahrzeuginsassen zu schützen. Der gewünschte Klappvorgang wird durch abgestufte Wandungen 306 der Lichtquellenhalterung 300 erreicht. An den Sollbruchstellen 304 überlappen sich die Wandungen 306.
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Im Falle eines Unfalls und einer Krafteinwirkung auf die Lichtquellenhalterung 300 brechen die Wandungen 306 an den Sollbruchstellen 304 auseinander und die Lichtquellenhalterung 300 wird durch die versetzt verlaufenden Wandungen 306 zusammengefaltet. Dieser Vorgang absorbiert Unfallenergie und schützt somit die Fahrzeuginsassen.
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Außerdem weist das Kunststoffspritzgussteil 102 einen Bereich reduzierter Wandstärke 104 auf, durch den das Licht der Lichtquelle 302 hindurchtritt. Es kann kein Licht durch den übrigen Bereich des Kunststoffspritzgussteils 102 durchdringen.
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4 zeigt eine leistenförmige Lichtquellenhalterung 400 mit einer Lichtquelle 402 gegenüber einem Bereich reduzierter Wandstärke 102 eines Kunststoffspritzgussteils 104. Die leistenförmige Lichtquellenhalterung 400 wird als Luftstromkanal zur Durchleitung von Luft verwendet. Dies ist vorteilhaft, da so durch ein einziges Bauteil ein Luftkanal und eine Beleuchtungseinrichtung geschaffen werden. Die Beleuchtung erfolgt durch den Bereich reduzierter Wandstärke, während das Licht nicht durch den übrigen Bereich des Kunststoffspritzgussteils 104 hindurchtreten kann. Für die Verwendung als Luftkanal ist die leistenförmige Lichtquellenhalterung 400 luftdicht abgeschlossen, sodass keine Luft ungewünscht entweichen kann. Der Luftkanal kann beispielsweise in einer Vordertür eingebaut sein, sodass Luft vom vorderen Bereich des Autos in den hinteren Bereich transportiert wird und dort beispielsweise als Lüftung für hinten sitzende Fahrzeuginsassen verwendet werden kann.
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5 zeigt eine Befestigungsvariante für die Lichtquelle 106 bestehend aus einer Lichtquellenhalterung 500. Am Kunststoffspritzgussteil 102 befindet sich eine Lasche 110, in die die Lichtquellenhalterung 500 eingesetzt wird. Die Befestigung der Lichtquellenhalterung 500 an der Lasche 110 des Kunststoffspritzgussteils 102 erfolgt mittels Ultraschall oder Vibrationsschweißen. Auch hier befindet sich die Lichtquelle 106 wiederum gegenüber dem Bereich reduzierter Wandstärke 104, sodass das Licht der Lichtquelle 106 den Bereich reduzierter Wandstärke 104 durchdringt, dabei aber nicht den restlichen Bereich des Kunststoffspritzgussteils 102 durchleuchtet.
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Die Lichtquellenhalterung 500 tritt dort an die für den Benutzer sichtbare Oberfläche, wo das Kunststoffspritzgussteil 102 aufhört. Die Lichtquellenhalterung weist von dort aus zunächst einen geraden Bereich auf und ist dann gekrümmt geformt, sodass eine Armauflagenoberfäche 502 für den Benutzer entsteht. Vorzugsweise ist eine solche Lichtquellenhalterung leistenförmig ausgebildet, sodass sich eine längliche Armauflagenoberfläche 502 ergibt. Dies ist besonders vorteilhaft, da so mit einem einzigen Bauteil die Lichtquellenhalterung 500 und die Armauflagenoberfläche 502 realisiert werden. Dies minimiert den Produktions- und Montageaufwand.
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6 zeigt eine Lichtquellenhalterung 600, die einstückig mit einer Halterung 602 und einem Lagerfach 604 ausgebildet ist. Die Halterung 602 und das Lagerfach 604 weisen jeweils einen Bereich reduzierter Wandstärke 212 auf, der vom Licht der Lichtquelle 606 durchdrungen wird. Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, da mit der Lichtquellenhalterung 600 insgesamt drei Bauteile realisiert werden. Dadurch dass sowohl die Halterung 602 als auch das Lagerfach 604 jeweils einen Bereich reduzierter Wandstärke 212 aufweisen, lassen sich mit nur einer Lichtquelle 606 sowohl das Lagerfach 604 als auch die Halterung 602 beleuchten.
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7 zeigt die gleichen Bauteile wie 1 mit dem Unterschied, dass sich ein transparentes Kunststoffteil, ein Insert 700, dort befindet, wo das Kunststoffspritzgussteil 102 den Bereich reduzierter Wandstärke 104 aufweist. Dies ist vorteilhaft, da so die Stabilität des Kunststoffspritzgussteils 102 – besonders bei großen Bereichen reduzierter Wandstärke 104 – erhöht wird. Außerdem wird der Herstellungsprozess vereinfacht, da weiterhin die gleichen Werkzeuge verwendet werden können. Es muss lediglich dort, wo sich der Bereich reduzierter Wandstärke 104 befinden soll, das Insert 700 eingesetzt werden. So lassen sich leicht ohne großen Aufwand verschiedene Kunststoffspritzgussteile 102 mit und ohne einen Bereich reduzierter Wandstärke 104 herstellen.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Lichtquellenhalterung
- 102
- Kunststoffspritzgussteil
- 104
- Bereich reduzierter Wandstärke
- 106
- Lichtquelle
- 108
- Lichtquellenhalterung
- 110
- Lasche
- 112
- Lichtquellenhalterung
- 114
- Streuoptik
- 200
- Türverkleidung
- 202
- Kartenfach
- 204
- Bedienelemente
- 206
- Lichtleiter
- 208
- Lichtquelle
- 210
- Blende
- 212
- Bereich reduzierter Wandstärke
- 214
- Sollbruchstelle
- 300
- Lichtquellenhalterung
- 302
- Lichtquelle
- 304
- Sollbruchstelle
- 306
- Wandung
- 400
- Lichtquellenhalterung
- 402
- Lichtquelle
- 500
- Lichtquellenhalterung
- 502
- Armauflageoberfläche
- 600
- Lichquellenhalterung
- 602
- Halterung
- 604
- Lagerfach
- 606
- Lichtquelle
- 700
- Insert
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- US 6652128 B2 [0002]
- US 4443832 [0002]
- US 2007/0153535 A1 [0002]
- US 200410160782 A1 [0002]
- DE 102004044035 A1 [0002]
- DE 10341253 A1 [0002]
- DE 102005005682 A1 [0002]