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Die Erfindung betrifft das Einbetten von Sensoren in Walzenbezüge für Maschinen zur industriellen Papierherstellung und bezieht sich im Besonderen auf ein Verfahren zur Anordnung der Sensoren in perforierten Walzenbezügen.
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Bei der industriellen Papierherstellung wird das zur Ausbildung des Papiers bearbeitete Faservlies über eine Vielzahl von Walzen geführt. Je nachdem in welcher Phase des Produktionsprozesses das Faservlies bearbeitet wird, müssen die mit diesem in Kontakt tretenden Oberflächen der Walzen verschiedene Eigenschaften aufweisen. Daher sind die Walzen in der Regel mit einem sogenannten Walzenbezug versehen, der die jeweils gewünschten Eigenschaften aufweist. In vielen Bereichen der Papiermaschine wird das Faservlies zwischen zwei aufeinander abrollenden Walzen hindurchgeführt. In dem im Fachjargon Nip genannten Spalt zwischen diesen Walzen wird das Faservlies gepresst, wobei die Eigenschaften des Papiers in großem Maße von dem im Nip vorherrschenden Druckprofil beeinflusst werden. Papierhersteller sind daher darauf bedacht, die Druckprofile in den Nipbereichen zu überwachen.
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Zur Überwachung des Druckprofils im Nip während des laufenden Betriebs können Sensoren eingesetzt werden. Üblicherweise sind die Sensoren auf der äußeren Mantelfläche des Walzenmantels oder innerhalb des auf den Walzenmantel aufgebrachten Walzenbezugs angeordnet. Radial in Bezug auf die Walzengeometrie wirkende Kräfte werden in der Regel unter Verwendung piezoelektrischer oder elektromechanischer Sensoren erfasst. Beide Sensorenarten erzeugen eine Spannung, die für ihre Deformation unter den jeweiligen Druckverhältnissen repräsentativ ist. Da die Drehgeschwindigkeit der Walzen bei modernen Papiermaschinen sehr hoch ist, werden die Sensorsignalwerte vorzugsweise über Funk an externe Verarbeitungseinrichtungen übertragen.
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Statt elektrischen Sensoren können auch faseroptische Sensoren verwendet werden, bei denen die optischen Eigenschaften einer Glasfaser durch die auf die Faser übertragene Verformungsspannung verändert werden. In der internationalen Patentanmeldung
PCT/EP2008/08050 werden faseroptische Sensoren zur Verwendung in Walzenbezügen für Papiermaschinen beschrieben, die in Glasfasern eingeschriebene Bragg-Gitter als Sensorelemente verwenden. Um damit sowohl radiale als auch tangentiale Spannungen in einem Walzenbezug zu erfassen, werden diese Sensoren vorzugsweise entlang einer in etwa helikalen Linie oder schlangenlinienförmig im Inneren des Walzenbezugs eingebettet.
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Bei Saugpresswalzen, wie sie unter anderem zum Überführen des Faservlieses in die Pressen- und Trockenpartie einer Papiermaschine eingesetzt werden, sind die Walzenbezüge mit einer Perforation versehen, die sich durch den Walzenmantel in das Walzeninnere fortsetzt. Die Perforation weist ein Lochmuster auf, dessen Öffnungen sich von der äußeren Mantelfläche der Walze ins Walzeninnere erstrecken. Zur Herstellung des Lochmusters werden die entsprechenden Löcher im Walzenmantel noch vor dem Aufbringen des Walzenmantels, beispielsweise durch Bohren, ausgeformt. Nach dem Aufbringen des Walzenbezugs auf den Walzenmantel wird dieser mit Löchern versehen, die dessen Lochmuster fortsetzen. Die Anordnung und Geometrie der Löcher im Walzenbezug ist vornehmlich durch die Aufgabe der jeweiligen Walze im Papierherstellungsprozess bestimmt und üblicherweise auf eine hohe Entwässerungsleistung bei geringer Geräuschentwicklung ausgelegt.
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Die Verlegung von Sensoren im Walzenbezug muss unter Berücksichtigung des Lochmusters erfolgen. Bei einem Verlegen des Sensors bzw. der Sensoren im Inneren eines Walzenmantels muss der Sensor bzw. müssen die Sensoren in einem Bereich zwischen den Löchern eingebettet werden. Ansonsten werden die Sensoren beim nachfolgenden Perforieren des Walzenbezugs, d. h. beim Einbringen des Lochmusters, beschädigt. Beim Aufbringen des Walzenbezugs wird das Lochmuster des Walzenmantels jedoch abgedeckt, so dass die Lage der Perforationslöcher beim Einbringen eines Sensors nicht erkennbar ist.
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Ausgehend von dem Dargelegten ist es daher wünschenswert, den für das Verlegen von Sensoren in einem Walzenmantel verfügbaren Bereich kenntlich zu machen.
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Hierzu wird gemäß einer Ausführungsform ein Verfahren zum Einbetten von Sensoren in einen Walzenbezug für eine perforierte Walze zur Verwendung in Papiermaschinen angegeben, das einen Schritt aufweist zum Bereitstellen eines Walzenkerns mit einem perforierten Walzenmantel, einen weiteren Schritt zum Anbringen einer Markierung an dem Walzenkern, die einen feststehenden geometrischen Bezug zum Lochmuster der Walzenmantelperforation aufweist, weiterhin einen Schritt zum Aufbringen von zumindest einer Schicht des Walzenbezugs auf den perforierten Walzenmantel, sowie einen Schritt zum Projizieren des Lochmusters der Walzenmantelperforation, unter Verwendung der Markierung, auf die Oberfläche der zuvor aufgebrachten Schicht des Walzenbezugs, die als Bezugsoberfläche für die Anordnung der Sensoren vorgesehen ist, und einen Schritt zum Anbringen der Sensoren in einem Bereich, der nicht von dem auf die Oberfläche der Walzenbezugsschicht projizierten Lochmuster belegt ist.
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Ein entsprechendes Verfahren macht die von den Löchern der Walzenperforation auf der Bezugsoberfläche für die Anordnung der Sensoren belegten Bereiche erkennbar und ermöglicht somit ein Verlegen eines oder mehrerer Sensoren in dem Walzenbezug ohne Gefahr einer Beschädigung durch die Perforation des Walzenbezugs.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Anbringen der Markierung am Walzenkern ein Anbringen einer optisch, induktiv oder elektronisch erfassbaren Kennzeichnung am Walzenkern. Da das Lochmuster des perforierten Walzenmantels in einem festen geometrischen Bezug zu der am Walzenkern angebrachten Kennzeichnung steht, ist es hierdurch jederzeit möglich, die Lage des der Perforation zugeordneten Lochmusters auf der Bezugsoberfläche zu bestimmen, und so die zur Anordnung des oder der Sensoren verfügbaren Bereiche zu identifizieren.
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In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die in dieser Beschreibung und den Ansprüchen zur Aufzählung von Merkmalen verwendeten Begriffe ”umfassen”, ”aufweisen”, ”beinhalten”, ”enthalten” und ”mit”, sowie deren grammatikalische Abwandlungen, generell als nichtabschließende Aufzählung von Merkmalen, wie z. B. Verfahrensschritten, Einrichtungen, Bereichen, Größen und dergleichen aufzufassen sind, und in keiner Weise das Vorhandensein anderer oder zusätzlicher Merkmale oder Gruppierungen von anderen oder zusätzlichen Merkmalen ausschließen.
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Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst das Anbringen der Markierung am Walzenkern ein lösbares Anordnen von stiftförmigen Einsätzen an den Löchern der Walzenmantelperforation, wodurch die Perforationsgeometrie gegenständlich wiedergegeben wird. Das lösbare Anordnen der stiftförmigen Einsätze kann durch ein Hindurchführen der stiftförmigen Einsätze ausgehend vom Inneren des Walzenmantels durch die Löcher der Walzenmantelperforation in den Außenbereich des Walzenmantels, alternativ auch durch Einsetzen der stiftförmigen Einsätze von der Außenseite des Walzenmantels in die einzelnen Löcher der Walzenmantelperforation, erfolgen. Im ersten Fall sind die stiftförmigen Einsätze vorzugsweise auf einer Matte angeordnet und über diese miteinander verbunden, so dass die Fixierung der stiftförmigen Einsätze in den Löchern der Perforation über die Matte gesichert ist. Zusätzlich kann die Matte durch Hilfselemente gegen die Innenseite des Walzenmantels gedrückt werden, beispielsweise durch aufblasbare Kissen, deren Form an den oder die Innenräume des Walzenkerns angepasst sind.
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Unabhängig davon, ob die stiftförmigen Einsätze von Innen durch die Perforationslöcher des Walzenmantels geführt oder von Außen in diese eingesetzt werden, kann das Projizieren des Lochmusters der Walzenmantelperforation auf die Oberfläche der als Bezugsoberfläche für die Anordnung der Sensoren vorgesehenen Schicht des Walzenbezugs gemäß einer Ausführungsform durch Einbringen der Walzenbezugsschicht in den Raum zwischen den stiftförmigen Einsätzen erfolgen.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Überstand der stiftförmigen Einsätze über die Walzenbezugsschicht zum Aufbringen von Führungselementen verwendet werden, die das Anbringen der Sensoren in dem Bereich zwischen dem Lochmuster erleichtern.
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In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Projizieren des Lochmusters der Walzenmantelperforation auf die Oberfläche der als Bezugsoberfläche für die Anordnung der Sensoren vorgesehenen Schicht des Walzenbezugs ein Bohren oder auch Stanzen von Löchern, vorgenommen vom Inneren des Walzenkerns durch die Löcher der Walzenmantelperforation hindurch bis an die Bezugsoberfläche. Die hierdurch in der Bezugsoberfläche erzeugten Löcher geben die Lage der Perforationslöcher wieder. Durchmesser und Umfangsgeometrie dieser Löcher müssen noch nicht mit denen der endgültigen Perforationslöcher übereinstimmen. Insbesondere können diese Löcher einen kleineren Querschnitt als die später einzubringenden Perforationslöcher aufweisen und zum Anbringen von Montagehilfen für das Verlegen eines Sensors oder von mehreren Sensoren auf, in oder unter der Bezugsoberfläche geeignet ausgebildet sein.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Projizieren des Lochmusters der Walzenmantelperforation auf die Oberfläche der als Bezugsoberfläche für die Anordnung der Sensoren vorgesehenen Schicht des Walzenbezugs ein Aufbringen einer Lochmustermarkierung auf diese Bezugsoberfläche. Das Aufbringen einer Lochmustermarkierung kann gemäß einer Ausführungsform durch Einbringen von Löchern in die Bezugsoberfläche erfolgen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Aufbringen einer Lochmustermarkierung durch Auflegen einer Lochmustermatte auf die Bezugsoberfläche erfolgen. Bei einer weiteren Ausführungsform erfolgt das Aufbringen einer Lochmustermarkierung durch Auftragen einer Farbmarkierung auf die Bezugsoberfläche. Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt das Aufbringen einer Lochmustermarkierung durch lichtoptisches Projizieren von wenigstens Teilen des Lochmusters auf die Bezugsoberfläche.
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Bei einer weiteren Ausführungsform erfolgt das Projizieren des Lochmusters der Walzenmantelperforation auf die Oberfläche der als Bezugsoberfläche für die Anordnung des Sensors bzw. der Sensoren vorgesehenen Schicht des Walzenbezugs in einem numerischen Modell der Bezugsoberfläche, das sich auf die am Walzenkern angebrachte Kennzeichnung als Bezugskoordinate bezieht. Kennzeichnen der Lage und/oder das Platzieren des Sensors oder der Sensoren erfolgt dann computergesteuert unter Verwendung des numerischen Modells.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen sowie den Figuren. Die einzelnen Merkmale können bei einer Ausführungsform gemäß der Erfindung je für sich oder zu mehreren verwirklicht sein. Bei der nachfolgenden Erläuterung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung wird auf die beiliegenden Figuren Bezug genommen, von denen
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1 eine schematische Darstellung eines perforierten Walzenmantels in einer Projektionsansicht zeigt,
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2 einen schematischen Querschnitt durch einen Teil des Walzenmantels zeigt, in dessen Perforationslöchern von außen stiftförmige Einsätze eingesteckt sind,
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3 einen Ausschnitt des Walzenmantels von
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1 zeigt, durch dessen Perforationslöcher stiftförmige Einsätze geführt sind, die mit einer Matte untereinander verbunden und von einem aufblasbaren Kissen gehalten werden,
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4 eine Lochmaske veranschaulicht, die zur Kenntlichmachung des Lochmusters auf die Bezugsoberfläche der Walze aufgelegt werden kann,
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5 eine Lochmaske zeigt, die zum Anbringen von Farbmarkierungen zur Kennzeichnung des Lochmusters auf die Walzenoberfläche gelegt werden kann, und
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6 die Komponenten eines Systems zur lichtoptischen Projektion des Lochmusters auf die Walzenbezugsoberfläche veranschaulicht.
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1 zeigt eine schematische Ansicht eines Walzenmantels 10 in einer Projektionsdarstellung. Der Walzenmantel 10 weist eine äußere Mantelfläche 11 mit einem Lochmuster 12 auf. Die Löcher des Lochmusters 12 perforieren den Walzenmantel 10 so, dass sie eine Verbindung zwischen einem inneren Volumen 15 des Walzenmantels und dessen äußerer Mantelfläche 11 herstellen. An einer Stirnfläche 13 des Walzenmantels 10 ist eine Kennzeichnung 14 angebracht, die einen geometrischen Bezugspunkt für die Umlaufrichtung des Walzenmantels markiert. Die Lage des Lochmusters 12 auf der Walzenmanteloberfläche 11 weist einen festen geometrischen Bezug zur Kennzeichnung 14 auf. Die gestrichelte Linie deutet eine mögliche Anordnung eines Sensors 1 im Bereich zwischen den Perforationslöchern 12 außerhalb des Walzenmantels 10 an.
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Die schematische Darstellung von 2 zeigt einen Ausschnitt des Walzenmantels 10 im Querschnitt, wobei in dessen Perforationslöchern 12 stiftförmige Einsätze von außen eingesteckt sind. Die stiftförmigen Einsätze 20 weisen einen Schaft 21 auf, der sich von der Oberfläche 11 des Mantelbezugs 10 radial nach außen erstreckt, einen Einsatzabschnitt 22 zur Anordnung innerhalb eines Perforationslochs 12, das vorzugsweise so ausgebildet ist, dass es den stiftförmigen Einsatz 20 gegen ein Verkippen im Loch 12 abstützt, und einem Befestigungsabschnitt 23, der dem Fixieren des stiftförmigen Einsatzes 20 im Walzenmantel 10 dient. Zur schnellen Montage und Demontage der stiftförmigen Einsätze ist in dem in der 2 vorgestellten Beispiel der Befestigungsabschnitt als federndes Element ausgebildet, das beim Durchführen durch ein Loch 12 des Walzenmantels 10 zusammengedrückt wird, und nach dem Passieren des Lochs in seine ursprüngliche Form zurückkehrt und so das stiftförmige Element durch einen Formschluss fixiert. Zum Entfernen wird der stiftförmige Einsatz 20 nach außen abgezogen. Selbstverständlich kann der Schaft 21 auch in eine Richtung weisen, die nicht radial zum Walzenmantel verläuft.
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Der Walzenbezug 16 wird in der Regel, jedoch nicht notwendigerweise, in mehreren Schichten aufgebracht. Bei einer Ausführungsform wird zunächst eine, bzw. werden so viele Schichten auf den Walzenmantel aufgebracht bis eine Schichtdicke erreicht ist, die eine Bezugsoberfläche für das Einbringen der Sensoren definiert. Bei einem Markieren des Lochmusters gemäß der in 2 gezeigten Ausführungsform wird das Walzenbezugsmaterial auf die Oberfläche 11 des Walzenmantels 10 im Bereich zwischen den stiftförmigen Einsätzen 20 aufgebracht. Dies kann durch Aufwickeln eines Bandes, Gießen oder Beschichten erfolgen. Vorzugsweise ist die Länge der Schäfte 21 größer als die Dicke des aufgebrachten Walzenbezugsmaterials, womit die stiftförmigen Einsätze 20 nicht nur das Lochmuster der Walzenmantelperforation auf die Oberfläche der aufgebrachten Walzenbezugsschicht projizieren, sondern darüber hinaus das Anbringen von in der Darstellung nicht gezeigten Verlegehilfen für das Auf- bzw. Einbringen eines oder mehrerer Sensoren auf bzw. in die aufgebrachte Schicht des Walzenbezugs ermöglichen.
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Zum sicheren Abstützen der stiftförmigen Einsätze 20 weisen die Querschnitte der Schäfte 21 an der Berührungsfläche mit dem Walzenmantel 10 eine größere Abmessung auf als das jeweilige Loch der Walzenmantelperforation 12. Dies kann sowohl durch eine einzelne Ausbuchtung im Querschnitt wie auch durch eine generell größere Ausführung des Schaftquerschnittes gegenüber der des Lochquerschnittes realisiert sein. Um nach dem Entfernen der stiftförmigen Einsätze einen konstanten Lochdurchmesser zu erhalten, werden die Löcher der Perforation 12 nach dem Fertigstellen des Walzenbezugs auf die endgültige Querschnittsgeometrie gebohrt, gefräst und bzw. oder geschliffen. Selbstverständlich kann die Feinkonditionierung der Walzenbezugsoberfläche auch nach dem Fertigstellen der Perforationslöcher erfolgen.
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3 veranschaulicht ein alternatives Verfahren zum Anbringen einer Markierung am Walzenkern, die einen feststehenden geometrischen Bezug zum Lochmuster der Walzenmantelperforation 12 aufweist. Die stiftförmigen Einsätze 20 sind auf einer Matte 30 befestigt, wodurch die einzelnen stiftförmigen Einsätze in Abständen untereinander verbinden sind, die denen des Lochmusters 12 entsprechen. Die Befestigung kann über Nieten 31 oder andere Befestigungsmittel 31, wie z. B. Schrauben oder Klebverbindungen, erfolgen. Die mit der Matte 30 verbundenen stiftförmigen Einsätze 20 werden, wie in der Darstellung von 3 veranschaulicht, vom Inneren des Walzenmantels durch dessen Perforationslöcher 12 hindurchgeführt. Zur Stabilisierung der stiftförmigen Einsätze 20 kann die Matte 30 entsprechend steif ausgeführt sein, bei einer weicheren Ausführung der Matte 30, die das Einführen der stiftförmigen Elemente in die Perforationslöcher 12 erleichtert, wird die Matte vorzugsweise im Inneren des Walzenmantels abgestützt, beispielsweise mit Hilfe eines aufblasbaren Kissens 32, das die Matte 30 gegen die innere Oberfläche des Walzenmantels 10 drückt.
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Zum Projizieren des Lochmusters der Walzenmantelperforation auf die Oberfläche einer Walzenbezugsschicht, die als Bezugsoberfläche für die Anordnung des oder der Sensoren vorgesehen ist, wird auf die Oberfläche 11 des Walzenmantels 10 im Bereich zwischen den stiftförmigen Einsätzen 20 wie zuvor bei der unter Bezugnahme auf die 2 beschriebenen Ausführungsform Walzenbezugsmaterial aufgebracht.
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Bei Walzenmänteln 10, die ein ausreichend großes Innenvolumen 15 aufweisen, stellen die einzelnen Löcher in der Walzenmantelperforation 12 gleichzeitig deren Markierung dar. In diesem Fall erfolgt die Projektion des Lochmusters an die Oberfläche der Walzenbezugsbeschichtung durch Bohren oder Stanzen von Löchern ausgehend von der an den Innenraum 15 des Walzenkerns angrenzenden Oberfläche des Walzenbezugs im Bereich der Löcher der Walzenmantelperforation, durch die Walzenbezugsschicht hindurch an deren äußere Oberfläche.
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Alternativ zu den in Bezug auf die 2 und 3 beschriebenen Markierungs- und Projizierungsverfahren kann die Markierung des Lochmusters 12 mittels Anbringens einer Kennzeichnung am Walzenkern erfolgen. Eine entsprechende Kennzeichnung 14 ist in 1 an der Stirnfläche des Walzenmantels des Walzenkerns dargestellt. Die Kennzeichnung 14 steht in einem festen geometrischen Bezug zum Perforationsmuster 12 des Walzenmantels 10, so dass über die Identifizierung der Kennzeichnung die Lage der einzelnen Löcher des Lochmusters 12 eindeutig ermittelt werden kann.
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Ausgehend von der Kennzeichnung 14 kann nun, zum Beispiel mit Hilfe einer numerisch gesteuerten Anlage, das Lochmuster auf oder in die Oberfläche der Walzenbezugsschicht projiziert werden. Dies kann durch Einbringen von Löchern in die Bezugsschichtoberfläche erfolgen, durch Auflegen einer Lochmustermatte, durch Auftragen einer Farbmarkierung oder durch lichtoptisches Projizieren von wenigstens einem Teil des Lochmusters auf die Oberfläche der Bezugsschicht.
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Ein Beispiel einer Lochmustermatte ist in der schematischen Darstellung von 4 veranschaulicht. Die Lochmustermatte 40 weist eine Anordnung von Lochindikatoren 41 auf, die der Anordnung der Löcher entsprechend dem auf die Walzenbezugsschicht projizierten Projektionsmuster 12 entspricht. Die Querschnittsgeometrie eines Lochindikators 41 kann jedoch von der eines zugehörigen Lochs des Lochmusters 12 abweichen, insbesondere kann der Lochindikator 41 vergleichsweise größere Abmessungen aufweisen, um so als Verlegehilfe für das An- oder Einbringen eines oder mehrerer Sensoren auf oder in der Walzenbezugsschicht zu dienen. Zumindest ein Rand 42 der Lochmustermatte weist eine Markierung 43 auf, die beim Anlegen der Lochmustermatte 40 einen festen geometrischen Bezug zur Kennzeichnung 14 am Walzenmantel aufweist.
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In der 5 ist eine alternative Ausführungsform einer Lochmustermatte 50 dargestellt, die aus einer mit Löchern 51 versehenen Schablone 52 besteht. Die Anordnung der Löcher 51 entspricht dabei dem abgewickelten Profil der auf die Oberfläche der Walzenbezugsschicht projizierten Perforationslöcher 12 des Walzenmantels 10. An zumindest einem Randbereich der Schablone 50 ist eine Markierung 53 angebracht, die beim Auflegen der Schablone 50 auf die Oberfläche der Walzenbezugsschicht in einer festen geometrischen Beziehung zur Markierung 14 des Walzenbezugsmantels angeordnet sein muss. Die Schablone 50 eignet sich insbesondere zum Anbringen einer Farbmarkierung auf der Oberfläche der Walzenbezugsschicht, die die Projektion der Walzenmantelperforation 12 auf die Oberfläche der Walzenbezugsschicht wiedergeben, wobei sich die Abmessungen der Farbmarkierungen von den Querschnitten der Perforationslöcher unterscheiden können. Das Verlegen des oder der Sensoren erfolgt dann in den nicht von den Farbmarkierungen bedeckten Bereichen der Walzenbezugsschichtoberfläche.
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Bei einer weiteren Ausführungsform wird das Lochmuster mit Hilfe eines lichtoptischen Projektionsverfahrens auf der Oberfläche der Walzenbezugsschicht markiert.
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Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in 6 schematisch skizziert. Die Vorrichtung 70 umfasst eine Walzenlageerfassungseinrichtung 71, die die aktuelle Rotationslage der Walze 17 erfasst. Die Erfassung kann optisch durch Identifizierung der am Walzenkern angebrachten Kennung 14 erfolgen, sie kann jedoch auch induktiv oder elektronisch vorgenommen werden. Bei einer induktiven Abtastung des Rotationswinkels der Walze 17 ist in dessen Stirnfläche 13 vorzugsweise ein Muster eingebracht, das durch Material oder Oberflächenprofilierung induktiv abgegriffen werden kann. Zur elektronischen Erfassung kann ein Drehwinkelgeber verwendet werden.
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Die Ausgangssignale der Walzenlageerfassungseinrichtung 71 werden an eine Steuereinrichtung 73 weitergeleitet, die auf der Grundlage der empfangenen Signale Steuersignale generiert oder an eine Projektionseinrichtung weiterleitet. Die Projektionseinrichtung projiziert auf zumindest einen Teil der Oberfläche des Walzenbezugs 16 ein Lichtmuster, das die Lage der Perforationslöcher an der Bezugsschichtoberfläche wiedergibt. Bei dem in 6 veranschaulichten Beispiel besteht die Projektionseinrichtung aus einer Lichtquelle 72, beispielsweise einem Laser, die einen Strahl 75 emittiert, der durch ein biaxiales Spiegelsystem 74 abgelenkt und auf die Oberfläche der Walzenbezugsschicht 16 projiziert wird. Die Lichtquelle 72 wird von der Steuereinrichtung 73 so moduliert, dass entweder nur die Lage der Löcher auf der Walzenbezugsoberfläche beleuchtet wird, oder der Bereich zwischen den Löchern auf der Bezugsoberfläche. Selbstverständlich können auch andere Projektionsmethoden verwendet werden, beispielsweise kann die Projektionseinrichtung eine Walze enthalten, deren Lochmuster eine maßstabsgetreue Wiedergabe des auf die Walzenbezugsoberfläche zu projizierenden Lochmusters wiedergibt und die von innen erleuchtet wird, so dass bei Drehung dieser Walze synchron zur Walze 17, das Lochmuster ortsrichtig auf die Bezugsoberfläche projiziert wird.
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Bei einer weiteren Ausführungsform wird in einer Datenverarbeitungsanlage ein numerisches Modell der Walzenperforation erstellt. Die Bezugskoordinate des numerischen Modells entspricht der Lage der Kennzeichnung 14 am Walzenkern. Das Kennzeichnen der Lage der Perforationslöcher auf der Oberfläche der Walzenbezugsschicht 16 erfolgt computergesteuert unter Zuhilfenahme des numerischen Modells und der wie zuvor beschriebenen Erfassung der Walzenlage anhand des Kennzeichens 14. Die Kennzeichnung der Lage der Perforationslöcher auf der Walzenbezugsoberfläche kann lichtoptisch wie zuvor beschrieben erfolgen, aber auch durch Einbringen von Vertiefungen oder Löcher in den Walzenbezug an den entsprechenden Stellen. Selbstverständlich kann statt der Kennzeichnung der Perforation auf der Walzenbezugsoberfläche auch die Lage der auf- bzw. einzubringenden Sensoren angezeigt werden, bzw. kann das Verlegen des oder der Sensoren selbst computergesteuert erfolgen.
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Die Erfindung ermöglicht das Kenntlichmachen des für das Verlegen von Sensoren in einem Walzenmantel verfügbaren Bereichs, wodurch eine Beschädigung des oder der verlegten Sensoren an den Perforationslöchern des Walzenbezugs effizient unterbunden wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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