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Die Erfindung betrifft einen Türgriff für eine Tür, Klappe, Haube oder dergleichen an einem Kraftfahrzeug mit einer Befestigungskonsole und einem Griff, dessen Lagerende drehbar an der Befestigungskonsole gelagert ist und dessen Betätigungsende in eine Betätigungsöffnung der Befestigungskonsole hineinragend mit einem Betätigungsübertragungsglied, insbesondere in Form eines Bowdenzuges, einer Schub- oder Zugstange, eines Hebels oder dergleichen verbunden ist.
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Die
DE 10 2004 061 092 A1 ,
DE 10 2007 049 900 A1 ,
DE 102 32 583 A1 ,
EP 1 556 596 B1 ,
EP 1 026 351 B1 ,
EP 1 031 683 B1 und die
DE 42 29 930 C1 zeigen derartige Türgriffe. Zur Lagerung eines derartigen Türgriffs an einer Kraftfahrzeugtür dient eine Befestigungskonsole, die innenwandseitig des Türblechs befestigt ist. Der türaußenseitig angeordnete Griff besitzt ein Lagerende, mit dem er an der Befestigungskonsole mit einem hakenartigen Lagerende drehgelagert ist. Von dem Lagerende gegenüberliegenden Griffende ragt ein Betätigungsarm ab, der in eine Betätigungsöffnung der Befestigungskonsole hineinragt. Er ist dort über ein Betätigungsübertragungsglied, beispielsweise über ein Hebelgetriebe oder direkt mit einem Gestänge oder einem Bowdenzug verbunden, um durch Ziehen des Griffs in einer Betätigungsrichtung mit einem Schloss zusammenzuwirken.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Montage des Griffs zu vereinfachen.
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Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung, wobei zunächst und im Wesentlichen ein Führungsgleiter vorgesehen ist, der in einer Vormontagestellung, in der der Griff noch nicht mit der Befestigungskonsole verbunden ist, an der Befestigungskonsole mittelst eines Haltemittels fixiert ist. Der Führungsgleiter ist bereits mit dem Betätigungselement, beispielsweise mit dem Ende eines Bowdenzuges verbunden. Die Befestigungskonsole kann somit zusammen mit dem Führungsgleiter und dem daran befestigten Bowdenzug bzw. eines Übertragungshebels oder dergleichen an der Tür befestigt werden. Das Betätigungsübertragungsglied kann bereits vor der Befestigung des Führungsgleiters an der Befestigungskonsole mit dem Führungsgleiter fest verbunden sein. Es kann zusammen mit dem Führungsgleiter eine Montageeinheit bilden, die beim Zusammensetzen der Befestigungskonsole dort in eine temporäre Halteverbindung gebracht wird. Bei der Montage des Griffs an der Befestigungskonsole geht der Griff eine derart feste Verbindung mit dem Führungsgleiter ein, dass er nach einem Lösen der Haltemittel, mit denen der Führungsgleiter temporär an der Befestigungskonsole befestigt ist, vom Griff bei seiner Betätigung mitgenommen wird. Der Führungsgleiter ist unbeweglich am Betätigungsarm befestigt und vollzieht somit dieselbe Bewegung wie der Betätigungsarm, wenn der Griff verschwenkt wird. Der Führungsgleiter bildet gewissermaßen das Ende des Betätigungsarmes und insbesondere diejenigen Abschnitte des Betätigungsarmes aus, mit denen der Führungsgleiter als Teil des Betätigungsarmes in der Betätigungsöffnung geführt ist. Die Verbindung von Führungsgleiter zu Betätigungsarm erfolgt bevorzugt mittelst einer Hakenverbindung. Der Führungsgleiter kann eine Höhlung ausbilden, die von zwei U-förmigen Schenkeln flankiert ist. In diese Höhlung tritt der Befestigungsarm bei der Montage des Griffs ein. Die U-Schenkel können jeweils Hakenpaare ausbilden, die Gegenhaken des Betätigungsarmes übergreifen. Am vom Griff wegweisenden Ende kann der Führungsgleiter einen rahmenartigen Fortsatz ausbilden. In diesem liegt ein Endabschnitt des Betätigungsarmes. Ist eine Bewegungsumlenkung bspw. eines Bowdenzuges erforderlich, so kann dies mit einer Seilscheibe erfolgen. Es ist aber auch möglich, dass das Betätigungselement von einem Umlenkhebel ausgebildet wird und der Bowdenzug am Betätigungselement angreift. Das Betätigungselement kann auch anderweitig, bspw. von einer Schub-Zug-Stange, ausgebildet sein. Außerdem ist es möglich, alternativ zum Bowdenzug ein Textilseil zu verwenden. Die Seilscheibe kann an der Befestigungskonsole drehbar gelagert sein und hierzu eine Lagerachse ausbilden. Bevorzugt ist die Seilscheibe mit dem Führungsgleiter bewegungsgekoppelt. Dies erfolgt über Kupplungselemente. Beispielsweise kann ein Kupplungszapfen des Führungsgleiters in eine Kupplungsaussparung der Seilscheibe eingreifen. Ferner ist eine Feder vorgesehen, deren Federkraft den Führungsgleiter entgegen der Betätigungsrichtung des Griffs beaufschlagt. Wird der Griff aus seiner Ruhestellung durch Ziehen am Griff verschwenkt, so wird die Feder gespannt. Die Betätigung des Griffs erfolgt somit gegen die Rückstellkraft der Feder. Die Feder kann direkt am Führungsgleiter angreifen. Bevorzugt ist jedoch, dass die Feder bspw. in Form einer Drehschenkelfeder an der Seilscheibe angreift. Die Seilscheibe kann auch Trägerin einer Kammer zur Aufnahme eines Ausgleichsgewichts sein. Das Ausgleichsgewicht befindet sich am Ende eines Armes der Seilscheibe, der den Kupplungselementen gegenüberliegt. Die Ausgleichsmasse ist derart groß bemessen, dass bei einem Seitenaufprall, also wenn auf die Tür eine hohe Querbeschleunigung nach außen wirkt, zufolge einer an der Ausgleichsmasse angreifenden Trägheitskraft auf die Seilscheibe ein Drehmoment aufgebracht wird, welches den Griff entgegen seiner Betätigungsrichtung beaufschlagt. Das infolge der am Griff angreifenden Trägheitskräfte auf die Seilscheibe wirkende Drehmoment in Gegenrichtung ist deshalb kleiner. Zur Stabilisierung des Betätigungsarmes innerhalb der Betätigungsöffnung kann letztere Gleitelemente ausbilden. Diese Gleitelemente ragen aus den Wandungen der Betätigungsöffnung heraus und können gerundete Fortsätze sein. Die Fortsätze können bspw. Zylinderoberflächen oder Kugeloberflächen ausbilden. An diesen Gleitelementen gleiten Gleitflächen des Führungsgleiters entlang, wenn der Griff betätigt wird. Die Montage der Befestigungskonsole erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst werden der Führungsgleiter mit daran befestigtem Betätigungsübertragungsglied, bspw. einem Bowdenzug, und die Seilscheibe an der Befestigungskonsole befestigt. Dann wird die Befestigungskonsole an der Türinnenseite angeschlagen. Die Befestigung des Griffs erfolgt in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten. Zunächst wird das Lagerende des Griffs in eine Lageröffnung der Befestigungskonsole eingehakt. Hierzu ist das Lagerende des Griffs hakenartig ausgebildet. Sodann wird der Griff entgegen seiner Betätigungsrichtung um das Lagerende verschwenkt, so dass der Betätigungsarm in die Betätigungsöffnung eintritt, in welcher der Führungsgleiter vom Haltemittel, bei dem es sich um einen Haltebügel für einen Schließzylinder handelt, temporär gehalten ist. Der Betätigungsarm wird so weit in die Betätigungsöffnung hineingesteckt, bis die Haken des Führungsgleiters auf Höhe der Gegenhaken des Betätigungsarmes liegen. Sodann wird der Griff quer zu seiner Betätigungsrichtung verschoben. Es handelt sich dabei um eine Verschiebung in Richtung auf sein Lagerende. Dabei treten die Haken in die Gegenhaken. Daran anschließend wird der Haltebügel verschoben. Bei dieser Verschiebung treten die Haltefortsätze des Haltebügels aus den Halteaussparungen des Führungsgleiters heraus. Die oben beschriebene, auf die Seilscheibe oder direkt auf den Führungsgleiter wirkende Feder bewirkt dann eine geringfügige Verschiebung des Führungsgleiters entgegen der Betätigungsrichtung des Griffs, so dass die Haken in die Gegenhaken einrasten. Die Feder zieht den Griff bis in seine Ruhestellung. Der Führungsgleiter ist jetzt fest mit dem Betätigungsarm verbunden und wird, wenn der Betätigungsarm in Betätigungsrichtung durch Schwenken des Griffs aus der Ruhestellung in eine Betätigungsstellung verlagert wird, mitgenommen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
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1 eine perspektivische Explosionsdarstellung der Einzelteile des erfindungsgemäßen Türgriffs,
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2 eine Frontseitenansicht des montierten Türgriffs,
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3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in 2 in der Ruhestellung,
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4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in 2 in der Ruhestellung,
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5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in 4,
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6 einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI in 4,
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7 eine Darstellung gemäß 4 in der betätigten Stellung,
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8 eine Darstellung gemäß 3 in der betätigten Stellung,
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9 eine erste Montagestellung, in der der Führungsgleiter 8 temporär fest mit der Befestigungskonsole 1 verbunden ist und der Griff 2 mit seinem Lagerende 3 in eine Lageröffnung 27 eingesteckt, aber noch nicht mit seinem Betätigungsarm 4 mit dem Führungsgleiter 8 verbunden ist,
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10 eine Folgedarstellung zu 9, wobei der Griff 2 in Richtung des Pfeiles a verschwenkt worden ist,
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11 eine Folgedarstellung zu 10, wobei der Griff 2 in Richtung des Pfeiles b verlagert worden ist,
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12 eine weitere Folgedarstellung, in der der Griff weiter in Richtung des Pfeiles b verlagert ist und
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13 eine Folgedarstellung zu 12, wobei der Haltebügel 6 verlagert ist, so dass die Bewegbarkeit des Führungsgleiters 8 gegenüber der Befestigungskonsole 1 freigegeben ist.
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Der erfindungsgemäße, in den Zeichnungen dargestellte Türgriff besitzt eine Befestigungskonsole 1 aus Kunststoff. Diese ist auf der Innenseite des Türblechs einer Kraftfahrzeugtür befestigbar. Sie besitzt eine Lageröffnung 27 zur Lagerung eines Lagerendes 3 eines eine Betätigungshandhabe ausbildenden Griffs 2.
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Die Befestigungskonsole 1 weist darüber hinaus eine Öffnung 7 auf, die um die Grifflänge von der Lageröffnung 27 beabstandet ist. Diese Befestigungsöffnung 7 dient der Aufnahme eines Betätigungsarmes 4 des Griffs 2 und eines in den Zeichnungen nicht dargestellten Schließzylinders bzw. eines einem Schließzylinder gleichgestalteten Füllstücks.
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Innerhalb der Öffnung 7 ist ein Haltebügel 6 angeordnet. Dieser ist zu Montagezwecken quer zur Erstreckungsrichtung der Öffnung 7 verlagerbar. Der Haltebügel 6 bildet zwei voneinander beabstandete Arme 32 aus, die endseitig mit einem Steg 31 miteinander verbunden sind. Der Steg besitzt ein Innengewinde 33 zum Einschrauben einer nicht dargestellten Befestigungsschraube. Zur Betätigung der Befestigungsschraube dient eine Öffnung 34 in der Befestigungskonsole 1. Die beiden freien Enden der Arme 32 bilden Haltefortsätze 26 aus, die mit Halteaussparungen 21 eines Führungsgleiters 8 zusammenwirken. Sie bilden darüber hinaus hakenartig einwärts gerichtete Befestigungsvorsprünge 20 aus, mit denen der oben genannte Schließzylinder bzw. das oben genannte Füllstück in der Öffnung 7 fixiert werden kann.
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Der Griff 2 besteht aus einem Kunststoffformstück und weist an seinem einen Ende den Lagerhaken 3 auf, der in die Lageröffnung 27 der Befestigungskonsole 1 einsteckbar ist und dort als Griffdrehlager wirkt. An seinem dem Lagerende 3 abgewandten Ende trägt der Griff 2 den Betätigungsarm 4, der in die Betätigungsöffnung 7 der Befestigungskonsole 1 hineinragt. Der Betätigungsarm 4 besitzt einen Endabschnitt 13 und zwischen Endabschnitt 13 und Wurzel des Betätigungsarmes 4 angeordnete Hakenaussparungen 10. Diese Hakenaussparungen 10 bilden Gegenhaken für Haken 9 des Führungsgleiters 8.
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Der Führungsgleiter 8 besteht ebenfalls aus einem Kunststoffformteil und hat eine im Wesentlichen U-förmige Gestalt. Beidseitig einer Höhlung 11 erstrecken sich U-Schenkel, die auf ihrer Innenseite die beiden Haken 9 aufweisen. Die beiden U-Schenkel bilden darüber hinaus die Hakenaussparungen 21 aus, in die in einer Vormontagestellung die Haltefortsätze 26 des Haltebügels 6 eingreifen.
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Der Führungsgleiter 8 besitzt darüber hinaus einen Rahmenfortsatz 12, der von zwei parallel zueinander verlaufenden Schenkeln gebildet ist. Die beiden Schenkel 12 sind endseitig über einen Steg 13 miteinander verbunden.
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Ein Endabschnitt 28 eines Bowdenzuges 5 ist fest mit dem Führungsgleiter 8 verbunden. Der Endabschnitt 28 kann bei der Fertigung des Führungsgleiters 8 in die Kunststoffmasse des Führungsgleiters 8 eingelassen werden. Er kann beispielsweise umspritzt werden. Es ist aber auch möglich, dass das Befestigungsende 28 des Bowdenzuges 5 lediglich in eine mit einem entsprechenden Untermaß gefertigte Öffnung des Führungsgleiters 8 eingepresst wird.
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Die Seele des Bowdenzuges 5, die sich an das Befestigungsende 28 anschließt, erstreckt sich zwischen den beiden Rahmenfortsätzen 12 und liegt auf einer Seilscheibe 15 auf.
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Die Seilscheibe 15 besitzt eine Lagerachse, die von zwei Achsstummeln 16 ausgebildet ist. Die Achsstummeln 16 sind in entsprechenden Lageraugen der Befestigungskonsole 1 derart gelagert, dass sich die Seilscheibe 15 um einen bestimmten Schwenkwinkel um die Lagerachse 16 verschwenken kann. Die Seilscheibe 15 besitzt darüber hinaus eine Kammer 19 zur Aufnahme einer Ausgleichsmasse. Die Ausgleichsmasse 19 ist so bemessen, dass sie im Falle eines Seitenaufpralls ein Drehmoment auf die Seilscheibe 15 ausübt, welches größer ist als das Drehmoment, welches vom Griff 2 auf die Seilscheibe ausgeübt wird. Infolgedessen wird der Griff beim Seitenaufprall entgegen seiner Betätigungsrichtung beaufschlagt. Dies hat zur Folge, dass beim Seitenaufprall der Bowdenzug 5 nicht betätigt wird.
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Bei einer regulären Betätigung des fertigmontierten Griffs aus der in 4 dargestellten Ruhestellung in die in 7 dargestellte Betätigungsstellung verschwenkt der Griff 2 um die dem Lagerende 3 zugeordnete Lagerachse. Dabei verlagert sich der Betätigungsarm 4 und der fest mit dem Betätigungsarm 4 verbundene Führungsgleiter 8 innerhalb der Öffnung 7. Der fest mit dem Führungsgleiter 8 verbundene Bowdenzug 5 wird dabei betätigt. Da die Seilscheibe über einen vom Führungsgleiter 8 abragenden Kupplungszapfen 18, der in eine Kupplungsaussparung 17 eingreift, mit dem Führungsgleiter 8 bewegungsgekoppelt ist, dreht sich die Seilscheibe 15 bei einer Betätigung des Griffs 2 um die Lagerachse 16 mit. Bei der Bewegung des Führungsgleiters 8 in Erstreckungsrichtung der Öffnung 7 gleiten die Außenwände des Führungsgleiters 8, also insbesondere die Außenwände der U-Schenkel 14 auf Gleitelementen 22, 23 ab, die der Wandung der Öffnung 7 zugeordnet sind. Ein die Form einer Kuppel aufweisende Gleitelement 22 wirkt mit einer Rückwand des Führungsgleiters 8 zusammen, die in einen Anschlagnocken 29 übergeht, der in der Betätigungsendstellung an einem Gegenanschlag 30 der Befestigungskonsole 1 anliegt. Zwei sich gegenüberliegende zylinderförmige Gleitelemente 23 gleiten an den beiden voneinander wegweisenden Außenwände der U-Schenkel 14 ab.
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Die Montage des Griffs erfolgt wie folgt:
Die 9 zeigt den Türgriff in einer Vormontagestellung. In dieser Vormontagestellung ist der Führungsgleiter 8 temporär, also lösbar, mit der Befestigungskonsole 1 verbunden. Der Bowdenzug 5 ist Teil dieser Montageeinheit. Seine Seele liegt auf der Seilscheibe 15. Diese aus Befestigungskonsole 1, Bowdenzug 5 und Führungsgleiter 8 bestehende Montageeinheit wird auf der Innenseite des Türblechs einer Kraftfahrzeugtür montiert. Das nicht dargestellte andere Ende des Bowdenzuges 5 kann dann direkt an einem zu betätigenden Türschloss montiert werden. Der Führungsgleiter 8 wird in dieser Vormontagestellung vom Haltebügel 6 gehalten. Eine nicht dargestellte, in die Gewindeöffnung 34 eingeschraubte Schraube hält den Haltebügel 6 auf einer Position, in der die Haltefortsätze 26 in den Halteaussparungen 21 des Führungsgleiters 8 eingreifen. Durch eine in Eingriffsrichtung ausgeübte Kraft wird der Führungsgleiter 8 gegen das Gleitelement 22 bzw. die dem Gleitelement 22 benachbarte Wandung der Öffnung 7 gedrückt.
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Erst nach der Montage dieser Montageeinheit an der Tür wird der Griff mit seinem Lagerende 3 in die Lageröffnung 27 eingehängt, so dass die in 9 dargestellte erste Griffmontagestellung erreicht ist.
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In einem nächsten Schritt wird der Griff 2 um sein Lagerende 3 in Richtung des Pfeiles a verschwenkt, wobei der Betätigungsarm 4 in die Öffnung 7 eintaucht. Der Betätigungsarm 4 wird dabei am Führungsgleiter 8 vorbei bewegt (10).
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In einem weiteren Montageschritt, der in der 11 dargestellt ist, wird der Griff 2 in Richtung des Pfeiles b weiterverlagert, so dass die Haken 9 die Gegenhaken 10 des Betätigungsarmes 4 überlaufen können. Dabei legt sich der Betätigungsarm 4 in die U-Öffnung des Führungsgleiters 8. Der Betätigungsarm 4 liegt formschlüssig zwischen den beiden U-Schenkeln 14 und liegt mit seinen Seitenwänden an den Innenwandungen der U-Schenkel 14 an.
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Die 12 zeigt den vollständig in den U-Zwischenraum des Führungsgleiters 8 hineinverlagerten Betätigungsarm 4 vor dem endgültigen Eingriff der Haken 9 in die Gegenhaken 10.
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In dieser Montagestellung wird durch Betätigung der nicht dargestellten, in das Innengewinde 33 eingeschraubten Schraube der Haltebügel 6 in Richtung des Pfeiles c in 13 verschoben. Dabei treten die Haltefortsätze 26 aus den Halteaussparungen 21 heraus.
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Die Montage des Griffs 2 erfolgt somit im Wesentlichen zweistufig. Zunächst wird der Griff um seine Gelenkachse verschwenkt, bis die Haken 9 eine Ein hakposition zu dem Gegenhaken 10 einnehmen. Dann wird der Griff 2 im Wesentlichen quer zur Schwenkrichtung linear verlagert, wobei die Haken 9 sich gegenüber dem Gegenhaken 10 verschieben. Nach Lösen der temporären Halterung des Führungsgleiters 8 an der Befestigungskonsole 1 wird dann der Hakeneingriff vervollständigt.
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Die Feder 25, die den Führungsgleiter 8 entgegen der Betätigungsrichtung des Griffs 2 beaufschlagt, verlagert den Führungsgleiter 8 dazu in Richtung des Pfeiles a, so dass die Haken 9 in die Gegenhaken 10 eingreifen. Dabei wird der Griff 2 bis in die in 4 dargestellte Ruhestellung mitgeschleppt. In dieser Stellung wird der Führungsgleiter 8 permanent federbelastet. Der Griff 2 wird somit von der Feder 25 in seiner Ruhestellung gehalten. Da dies über den Führungsgleiter 8 erfolgt, werden die Haken 9 permanent in Richtung der Hakeneingriffsstellung in die Gegenhaken 10 beaufschlagt.
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Wird der Griff – wie oben bereits erwähnt – von der in den 3 und 4 dargestellten Ruhestellung in die in den 7 und 8 dargestellte Betätigungsstellung verlagert, so wird vom Griff 2 der Führungsgleiter 8 mitgeschleppt und der Bowdenzug 5 betätigt. Wird der Griff in der Betätigungsstellung gemäß 7 und 8 wieder losgelassen, so verschwenkt die bei der Betätigung des Griffs gespannte Feder 25 den Griff 2 wieder zurück in die in den 3 und 4 dargestellte Ruhestellung.
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Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Befestigungskonsole
- 2
- Griff
- 3
- Lagerende
- 4
- Betätigungsarm
- 5
- Bowdenzug
- 6
- Haltebügel
- 7
- Öffnung
- 8
- Führungsgleiter
- 9
- Haken
- 10
- Gegenhaken
- 11
- Höhlung
- 12
- Rahmenfortsatz
- 13
- Endabschnitt
- 14
- U-Schenkel
- 15
- Seilscheibe
- 16
- Lagerachse
- 17
- Kupplungsaussparung
- 18
- Kupplungszapfen
- 19
- Kammer für Ausgleichsmasse
- 20
- Befestigungsvorsprung
- 21
- Halteaussparung
- 22
- Gleitelement
- 23
- Gleitelement
- 24
- Öffnung
- 25
- Feder
- 26
- Haltefortsatz
- 27
- Lageröffnung
- 28
- Befestigungsende des Bowdenzuges
- 29
- Anschlagnocken
- 30
- Gegenanschlag
- 31
- Steg
- 32
- Arm
- 33
- Innengewinde
- 34
- Öffnung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102004061092 A1 [0002]
- DE 102007049900 A1 [0002]
- DE 10232583 A1 [0002]
- EP 1556596 B1 [0002]
- EP 1026351 B1 [0002]
- EP 1031683 B1 [0002]
- DE 4229930 C1 [0002]