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Die Erfindung betrifft einen Fahrzeuganhänger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Gattungsgemäße Fahrzeuganhänger sind aus der Praxis bekannt. Bei ihnen kann im Aufbau wahlweise ein Feststoff transportiert werden, wobei der Aufbau als oben offene Mulde ausgestaltet ist, oder in dem selben Aufbau kann Flüssigkeit transportiert werden, da der Aufbau flüssigkeitsdicht ausgestaltet ist und somit die umlaufenden vier Wände flüssigkeitsdicht an den Boden des Aufbaus anschließen, so dass ein zumindest wannenartig dichter Behälter geschaffen wird.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen möglichst zuverlässigen Transport der Flüssigkeit zu ermöglichen, wenn der Aufbau als Tank genutzt wird.
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Diese Aufgabe wird durch einen Fahrzeuganhänger mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, einen Schwappschutz für die Flüssigkeit zu schaffen, also sicherzustellen, dass auch dann möglichst wenig Flüssigkeit aus dem Tank herausspritzen kann, wenn der Tank nach oben hin nicht flüssigkeitsdicht abgedichtet ist, und zudem sicherzustellen, dass Schwerpunktverlagerungen im beladenen Tank möglichst gering gehalten oder ganz vermieden werden.
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Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, den Tank mit einem Deckel zu versehen. Wenn dann der Tank vollständig befüllt wird, stellt der Deckel den erwähnten Schwappschutz dar. Hierzu können die Seitenwände des Aufbaus vorteilhaft in zwei übereinander angeordnete Abschnitte unterteilt sein. Die Höhe, in welcher die Trennlinie verläuft, ergibt somit das maximale Füllvolumen des Tanks, wobei die Höhe der beiden oberen Abschnitte jeweils vorteilhaft etwa der halben Breite des Aufbaus entsprechen kann, so dass die beiden in ihre liegende Stellung abgewinkelten oberen Abschnitte einander berühren können und somit einen allseitig dichten Tank schaffen können.
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Alternativ kann ein Deckel durch eine höhenbewegliche Platte gebildet sein, die in ihrer abgesenkten Stellung einen Ladeboden für die Feststoffe bildet, also nicht den tatsächlichen konstruktiven Boden der Mulde darstellt, sondern den Boden, auf welchem die Feststoffe aufliegen, wenn sie in die Mulde eingefüllt werden. Wird derselbe Aufbau allerdings als Tank genutzt, so kann hierzu diese Platte angehoben werden, so dass sie dann den Deckel des Tanks bildet. Dabei kann insbesondere vorteilhaft vorgesehen sein, die Hubbewegung der Platte stufenlos zu ermöglichen, so dass die Platte auch in Zwischenstellungen gehalten werden kann und damit immer optimal an das jeweilige Füllvolumen des Tanks angepasst werden kann. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass die Platte während der Tank mit Flüssigkeit gefüllt ist, in Anpassung an eventuell erfolgende Volumenänderungen der Flüssigkeit angepasst wird, so dass einerseits die Entstehung von Hohlräumen innerhalb des Tanks vermieden wird, die zum unerwünschten Schwappen der Flüssigkeit führen könnten, und das andererseits bei Volumenzunahme der Flüssigkeit, wie dies beispielsweise beim Transport von Gülle bekannt ist, der Aufbau eines unerwünscht hohen Innendrucks im Tank zuverlässig vermieden werden kann, indem die Platte entsprechend nachgeführt wird und ein zunehmend größeres Innenvolumen des Tanks bereitstellt.
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Alternativ zu den Deckeln oder auch ergänzend zur Anordnung eines den Tank nach oben abdeckenden Deckels kann vorgesehen sein, wenigstens ein Schwallblech in dem Tank anzuordnen, so dass das nutzbare Volumen des Tanks in kleinere Untervolumina unterteilt wird und dementsprechend, selbst wenn die Flüssigkeit im Tank schwappt, unerwünschte Schwerpunktverlagerungen stark minimiert sind, so dass das Fahrverhalten des Fahrzeuganhängers nicht in einem unzulässig hohen Ausmaß nachteilig beeinflusst wird.
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Dabei kann vorteilhaft eine Kombination beider technischen Maßnahmen vorgesehen sein, also die Anordnung eines Deckels einerseits und die Anordnung von einem oder mehreren Schwallblechen innerhalb des Tanks andererseits.
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Dabei kann insbesondere vorteilhaft vorgesehen sein, das Schwallblech gelenkig sowohl an den Boden des Tanks als auch an die höhenbewegliche Platte anzuschließen, so dass beispielsweise die Schwallbleche und die Platte stets miteinander verbunden bleiben können, was die Handhabung des Fahrzeuganhängers bei der Umstellung zwischen der Nutzung als Tank einerseits und als Mulde andererseits erheblich vereinfacht und einen geringeren Zeitaufwand erfordert.
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Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, ein Schwallblech aus zwei übereinander befindlichen Abschnitten zu bilden und entlang der daraus resultierenden Trennlinie ein Gelenk vorzusehen. Die beiden Abschnitte des Schwallbleches können also regelrecht aufeinander gefaltet werden. Insbesondere, wenn beide Abschnitte des Schwallbleches gleich groß sind, befinden sich die Gelenkpunkte am Boden und an der Platte genau übereinander und verbleiben beim Aufrichten oder beim Niederlegen des Schwallblechs stets übereinander, so dass keine zusätzlichen, speziellen Führungen vorgesehen sein müssen.
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Alternativ jedoch kann vorgesehen sein, dass eine Längsführung des Schwallblechs am Boden oder an der Platte vorgesehen ist, so dass ein einteiliges Schwallblech beispielsweise an seiner Unterseite um einen festen Gelenkpunkt verschwenkt werden kann und mit seiner Oberkante an einer Längsführung entlang läuft, die an der höhenbeweglichen Platte vorgesehen ist.
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Vorteilhaft kann eine Schwappbewegung der Flüssigkeit mit besonders einfachen und wenig Gewicht erfordernden Mitteln dadurch verhindert oder minimiert werden, dass innerhalb des Tanks ein Verdrängungskörper mit veränderlichem Volumen vorgesehen ist. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn das Nutzvolumen des Tanks nicht veränderlich ist, wie dies beispielsweise bei dem eingangs genannten Beispiel der Fall ist, bei welchem die beiden oberen Abschnitte der Seitenwände der Mulde den Deckel des Tanks bilden. In diesem Fall kann vorgesehen sein, den Tank nicht vollständig zu befüllen, entweder weil eine entsprechend geringere Menge zu transportieren ist, oder weil die zu transportierende Menge ohnehin einen Volumenzuwachs erfährt, wie dies beispielsweise beim Transport von Gülle der Fall ist. Der volumenveränderliche Verdrängungskörper kann zunächst so groß eingestellt werden, dass die im Tank befindliche Flüssigkeit nicht schwappen kann, weil das verbleibende im Tank befindliche Volumen durch den Verdrängungskörper vollständig ausgefüllt wird. Dehnt sich die Flüssigkeit nun aus, so kann das Volumen des Verdrängungskörpers angepasst werden, indem dieses Volumen reduziert wird. Bei dem Verdrängungskörper kann es sich beispielsweise um einen Wasser gefüllten Sack handeln, so dass das Wasser bei Bedarf ohne Schäden für die Umwelt einfach in die Umwelt abgelassen werden kann.
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Besonders vorteilhaft kann der Verdrängungskörper jedoch durch einen aufblasbaren Sack gebildet werden, so dass besonders problemlos und mit einfachen Mitteln und auch ohne dass ein Wasseranschluss vorhanden wäre, das Volumen dieses Verdrängungskörpers einerseits vergrößert werden kann, indem der Sack mit einem Kompressor aufgeblasen wird, und andererseits problemlos das Volumen verringert werden kann, insbesondere auch bei niedrigen Außentemperaturen.
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Eine weitere Alternative, um einen Schwallschutz für die Flüssigkeit zu erreichen, kann durch einen Schwimmer bereitgestellt werden, der innerhalb des Tanks vorgesehen ist und die Oberfläche der Flüssigkeit abdeckt. Während der vorerwähnte Verdrängungskörper auch im unteren Bereich des Tanks angeordnet sein kann und ggf. nicht die gesamte Grundfläche des Tanks einnimmt, sondern durch sein anpassbares Volumen lediglich dafür Sorge trägt, dass die Flüssigkeit bis zum Deckel des Tanks reicht und somit ein Schwappen der Flüssigkeit ausgeschlossen ist, ist beim Schwimmer vorgesehen, dass dieser die Oberfläche der Flüssigkeit vollständig abdeckt, um ein Spritzen oder Schwappen der Flüssigkeit zu verhindern. In konstruktiv einfacher Weise kann der Schwimmer als aufblasbarer Sack ausgestaltet sein, so dass hierdurch die Befüllung mit einem Gas, beispielsweise Umgebungsluft, ausreichend leicht ist, um zuverlässig die Schwimmeigenschaften sicherzustellen und zudem einfach und platzsparend gelagert werden kann, wenn er nicht gebraucht wird, beispielsweise wenn der Fahrzeuganhänger nicht als Tank, sondern als Mulde für Feststoffe genutzt wird.
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Eine Möglichkeit zur Verwirklichung von Schwallblechen besteht darin, die Schwallbleche in ihrer aufrechten Ausrichtung angeordnet zu lassen und zu einem kompakten Paket zusammenzuschieben, so dass sich die Schwallbleche in dieser kompakten Anordnung in ihrer Ruhestellung befinden, also in einer Stellung, in welcher sie nicht benötigt werden, wenn nämlich der Aufbau des Fahrzeuganhängers als Mulde zur Aufnahme von Feststoffen genutzt wird.
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Wenn der Aufbau demgegenüber als Tank zur Aufnahme von Flüssigkeiten genutzt werden soll, werden die Schwallbleche auseinander gezogen, so dass sie jeweils weiter zueinander beabstandet sind als in ihrer Ruhestellung und in dieser weiter voneinander beabstandeten Anordnung ihre so genannte Gebrauchsstellung einnehmen.
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Dabei sind vorzugsweise mehr als zwei Schwallbleche vorgesehen, also wenigstens drei Schwallbleche, und diese sind durch Verbindungsmittel miteinander verbunden, welche die unterschiedlichen Abstände der Schwallbleche ermöglichen, also beispielsweise Teleskopelemente oder flexible Verbindungsmittel, wie Ketten, Seile o. dgl., so dass die Schwallbleche problemlos zwischen ihrer Gebrauchsstellung und ihrer Ruhestellung hin und her bewegt werden können und dabei stets mittels der Verbindungsmittel miteinander verbunden bleiben.
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Wenn die Schwallbleche beispielsweise am vorderen Ende des Aufbaus innerhalb der Mulde angeordnet sind und in ihrer Ruhestellung das vorerwähnte kompakte Paket bilden, um bei einem möglichst großen freien Nutzraum innerhalb der Mulde freizulassen, kann das hinterste dieser Schwallbleche zum hinteren Ende des Aufbaus bewegt werden, so dass es aus seiner Ruhestellung in seine Gebrauchsstellung geführt wird. Sobald dabei der Maximalabstand erreicht wird, den die abstandsveränderlichen Verbindungsmittel zwischen diesem ersten Schwallblech und dem nächst benachbarten zweiten Schwallblech zulassen, wird bei der weiteren Bewegung des ersten Schwallblechs automatisch das zweite Schwallblech mitgenommen und ebenfalls aus seiner Ruhestellung herausbewegt und dies gilt bei einer entsprechend großen Anzahl von Schwallblechen auch für sämtliche folgenden Schwallbleche.
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Vorteilhaft erstrecken sich die Schwallbleche lediglich über einen Teil der Höhe des Aufbaus. Die Schwallbleche möglichst klein zu halten, begünstigt eine möglichst wirtschaftliche Herstellung des Fahrzeuganhängers und eine möglichst einfache Handhabung der Schwallbleche. Zudem ist davon auszugehen, dass die Schüttgüter üblicherweise ein geringeres spezifisches Gewicht aufweisen, als die in dem Fahrzeuganhänger zu transportierenden Flüssigkeiten, so dass angesichts der höchst zulässigen Nutzlast, die der Fahrzeuganhänger aufnehmen darf, das Volumen des Aufbaus beim Transport von Flüssigkeiten ohnehin lediglich teilweise genutzt werden kann.
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Eine Praxis gerechte, konstruktiv robuste und einfach zu bedienende Lagerung der Schwallbleche kann vorteilhaft mit Hilfe von Führungsschienen erzielt werden, die sich an den Innenseiten des Aufbaus in dessen Längsrichtung erstrecken. Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Schwallbleche in die Führungsschienen eingehängt sind, also nach unten aus den Führungsschienen herausragen, so dass die Führungsschienen nach oben und ggf. auch zur Seite abgedeckt sein können und somit vor Verschmutzungen und Blockierungen geschützt sind, die ansonsten beispielsweise durch das Schüttgut auftreten könnten.
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Um den zum Transport von Flüssigkeiten verwendeten Tank, den der Aufbau bildet, nach oben hin abzuschließen, können zwei benachbarte Schwallbleche vorteilhaft durch Deckelplatten miteinander verbunden sein. Um die veränderlichen Abstände zwischen den benachbarten Schwallblechen zu ermöglichen, sind jeweils wenigstens zwei solche Deckelplatten zwischen zwei benachbarten Schwallblechen vorgesehen, wobei diese Deckelplatten gelenkig miteinander verbunden sind, so dass sie zickzackartig gefaltet sind, wenn sich die Schwallblech ein ihrer Ruhestellung befinden und nahe benachbart zueinander angeordnet sind, während sich die Deckelplatten in einer demgegenüber flacheren Ausrichtung befinden und den geschlossenen Deckel des Tanks bilden, wenn die Schwallbleche größere Abstände zueinander aufweisen und sich in ihrer Gebrauchsstellung befinden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
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1 eine perspektivische Ansicht, teilweise weggebrochen, auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines Fahrzeuganhängers,
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2 in ähnlicher Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel und
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3 eine Ansicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel eines Fahrzeuganhängers.
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In den Zeichnungen ist mit 1 jeweils insgesamt ein Fahrzeuganhänger bezeichnet, der einen Aufbau 2 aufweist, wobei der Aufbau 2 einen Boden 3, zwei Seitenwände 4, eine geschlossene Stirnwand 5 und eine zu öffnende Rückwand 6 aufweist. Die Rückwand 6 schließt dicht an den Boden 3 und die Seitenwände 4 an, so dass der als Mulde ausgestaltete Aufbau 2 auch als Tank genutzt werden kann und beispielsweise eine Flüssigkeit wie in einer Wanne aufnehmen kann.
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Um ein Schwappen der Flüssigkeit zu verhindern, ist beim Ausführungsbeispiel der 1 und 2 jeweils eine höhenbeweglich gelagerte Platte 7 vorgesehen, die beispielsweise mit Hilfe eine Winde und Seilzügen angehoben werden kann und durch ihr Eigengewicht wieder abgesenkt werden kann, oder die mit Hilfe von Hydraulik, Stempeln, Spindeln oder ähnlichen Einrichtungen in unterschiedliche Höhen verbracht werden kann. In ihrer niedrigsten Stellung, nahe über dem Boden 3, bewirkt die Platte 7, dass der Aufbau 2 einen großen Aufnahmeraum als Mulde zur Aufnahme von Feststoffen bildet. In ihrer angehobenen Stellung hingegen bildet die Platte 7 einen Deckel für einen Tank.
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Zwischen der Platte 7 und dem Boden 3 sind in den Ausführungsbeispielen der 1 und 2 jeweils Schwallbleche 8 angeordnet, die gelenkig sowohl mit ihrer Unterkante an den Boden 3 als auch mit ihrer Oberkante an die Platte 7 anschließen, so dass bei einer Hubbewegung der Platte 7 die Schwallbleche 8 aus einer flach liegenden Ruhestellung in eine aufrechte Gebrauchsstellung verschwenkt bzw. gefaltet werden. Die Schwallbleche 8 der 1 sind nämlich im Gegensatz zu den einteiligen Schwallblechen der 2 mittig in einen oberen und einen unteren Abschnitt getrennt und weisen entlang der jeweiligen Trennlinie 9 ein Gelenk auf, so dass sie zusammengefaltet werden können und mit einfachen Gelenken an den Boden 3 und die Platte 7 anschließen.
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Die Schwallbleche 8 beim Ausführungsbeispiel der 2 hingegen sind am Boden 3 gelenkig gelagert und an der Unterseite der Platte 7 in Längsführungen beweglich gelagert. Beim Ausführungsbeispiel der 3 bilden die Seitenwände 4 jeweils einen unteren Abschnitt 10 und einen oberen Abschnitt 11 aus, wobei die oberen Abschnitte 11 gelenkig an die unteren Abschnitte 10 anschließen, so dass, wie in 3 angedeutet, die oberen Abschnitte 11 einerseits eine aufrechte Stellung einnehmen können, in welcher sie die unteren Abschnitte 10 verlängern und so die Höhe der Seitenwände 4 bestimmen, und andererseits in eine liegende Stellung verschwenkt werden können, in welcher sie gemeinsam einen Deckel des Tanks bilden, wobei das maximale Füllvolumen dieses Tanks durch die Höhe der unteren Abschnitte 10 der Seitenwände 4 bestimmt wird. Zu Gunsten einer einfachen technischen Ausgestaltung sind die oberen Abschnitte 11 jeweils einstückig ausgestaltet und weisen eine Höhe auf, die der Hälfte der Breite des Aufbaus 2 entspricht, so dass die beiden in ihre liegende Stellung verschwenkten oberen Abschnitte 11 aneinander anschließen, wenn sie den Deckel des Tanks bilden. Alternativ zu dieser Ausgestaltung könnte vorgesehen sein, die oberen Abschnitte 11 teleskopierbar auszugestalten, so dass durch eine vergleichsweise kurze Ausgestaltung dieser oberen Abschnitte 11 die unteren Abschnitte 10 höher ausgestaltet werden können und somit ein besonders großes Füllvolumen des Tanks ermöglichen. Die Teleskopierbarkeit der oberen Abschnitte 11 der Seitenwände 4 kann dann genutzt werden, um die gesamte Oberfläche des Tanks mit dem durch die oberen Abschnitte 11 gebildeten Deckel verschließen zu können, indem die teleskopierbaren Anteile aus den oberen Abschnitten 11 ausgefahren werden.
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In 4 ist ein Aufbau 2 ersichtlich, bei dem die Schwallbleche 8 in durchgezogenen Linien in ihrer Ruhestellung dargestellt sind. Sie sind zu einem kompakten Paket nahe der vorderen Stirnwand 5 zusammengeschoben. Zwei benachbarte Schwallbleche 8 sind jeweils durch zwei gelenkig miteinander verbundene Deckelplatten 12 miteinander verbunden, die ebenfalls in einer kompakten Anordnung, nämlich zickzackartig aufgefaltet, angeordnet sind, wenn sich die Schwallbleche 8 in ihrer Ruhestellung befinden.
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Die Schwallbleche 8 sind in zwei Führungsschienen 14 längs vierfahrbar gelagert, so dass sie aus ihrer in durchgezogenen Linien dargestellten Ruhestellung in eine Gebrauchsstellung verfahren werden können, in welcher sie in strichpunktierten Linien dargestellt sind. Deckelplatten 12 stellen dabei abstandsveränderliche Verbindungsmittel dar, so dass ein zweites Schwallblech 8 automatisch von einem ersten Schwallblech 8 mitgenommen und in seine Gebrauchsstellung bewegt wird. Wenn sich die beiden Deckelplatten 12 zwischen diesen beiden Schwallblechen 8 auseinander gefaltet haben und dann eine Übertragung von Zugkräften vom ersten auf das zweite Schwallblech 8 ermöglichen. Vor dem der Rückwand 6 nächsten Schwallblech 8 sind ebenfalls zwei Deckelplatten 12 vorgesehen, so dass auch der Raum zwischen dem rückwandnahen Schwallblech 8 und der Rückwand 6 mittels der beiden Deckelplatten 12 abgedeckt werden kann, und auch zwischen dem der Stirnwand 5 nächsten Schwallblech 8 und der Stirnwand sind zwei Deckelplatten 12 vorgesehen, so dass der als Tank genutzte Anteil des Aufbaus 2 nach oben durch die Vielzahl von Deckelplatten 12 begrenzt und abgedichtet ist.
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Dadurch, dass sich die Führungsschienen 14 nur auf einem Anteil der Höhe des Aufbaus 2 befinden und nicht etwa ganz oben am Aufbau 2, wird ein dementsprechend gegenüber einer Mulde verringertes Nutzvolumen des Tanks bereitgestellt, in Anpassung an die maximal zulässige Nutzlast des Fahrzeuganhängers 1. Zudem ergibt sich so oberhalb der Führungsschienen 14 ein Raum innerhalb des Aufbaus 2, in welchem die Deckelplatten 12 aufgefaltet werden können, ohne über die Oberkante des Aufbaus 2 hinauszuragen, so dass sie beschädigungsgeschützt angeordnet sind, wenn der Aufbau 2 als Mulde für den Transport von Feststoffen genutzt wird.
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Abweichend von dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, die Deckelplatten 12 nicht nach oben zu falten, sondern nach unten, so dass sie sich zwischen den Schwallblechen 8 befinden, wenn die Schwallbleche 8 mitsamt den Deckelplatten 12 ihre Ruhestellung einnehmen. Auf diese Weise ist es möglich, sowohl die Deckelplatten 12 als auch die Schwallbleche 8 von unten in die Führungsschienen 14 einzuhängen, so dass die Führungsschienen 14 nach oben und zur Seite abgedeckt sein können, um gegen Verschmutzungen, beispielsweise durch das Schüttgut, welches in der Mulde transportiert wird, geschützt zu sein.