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Die Erfindung betrifft einen Sperrbalken, insbesondere für die Ladungssicherung in Laderäumen mit einem Schlitz in einer Halterung zur Aufnahme einer im Laderaum vorhandenen Runge, wobei in den Schlitz ein aus der lichten Weite des Schlitzes zumindest teilweise entfernbares Druckelement eingereift.
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Stand der Technik
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Ein Sperrbalken der o.g. Art ist bspw. aus der
DE 200 12 731 U1 bekannt. Dieser besteht aus einem balkenartigen Profil, insbesondere einem stranggepressten Hohlprofil mit beidends angebrachten hakenähnlichen Anschlussorganen, an denen jeweils ein der Profilstirnkante gegenüberliegender Klemmsteg relativ zur Profilstirnkante bewegbar ist. Dabei ist in das balkenartige Profil endwärts ein Einschubkörper eingeführt, der mit einem, den Klemmsteg aufweisenden Spannelement versehen ist. Dieser Einschubkörper ist bevorzugt im Profilinnenraum bewegbar gelagert.
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Aus der
DE 20 2006 011 207 U1 ist ferner ein Sperrbalken bekannt, bei dem der Schlitz zumindest teilweise von einem unter Einwirkung einer auf den Sperrbalken einwirkenden Kraft nachgiebigen Element gebildet ist, welches beim Nachgeben einen Reib-, Form- und/oder Kraftschluss mit der Halterung erhöht.
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Die
DE 84 05 212 U1 offenbart eine Sicherungsvorrichtung für Ladegut in Fahrzeugen mit zwei als Winkel ausgebildeten, an gegenüberliegenden Seitenwänden des Fahrzeugaufbaus lösbar anbringbaren Klemmstücken aus zwei U-Profilstücken zur Halterung eines Sicherungsbrettes, Balkens, Gitters, von Ketten od. dgl..
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Die
EP 0 289 637 A1 beschreibt einen Klemmkopf zum Befestigen eines Raumteilers an einer Bordwand eines Transportfahrzeuges, bestehend aus einem Hakenteil, das die Bordwand von oben umgreift, und einem Anlageteil mit einem Klemmstück, wobei das Hakenteil und das Klemmstück einander gegenüberliegende Klemmflächen aufweisen, die mittels eines am Anlageteil angelegten schwenkbaren Handhebels an einander gegenüberliegenden Oberflächen der Bordwand in Anlage bringbar sind.
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Aus der
EP 0 165 594 A2 wiederum geht eine Vorrichtung zum schnell - lösbaren Festklemmen eines Raumteilers an Begrenzungswänden hervor, wobei der Klemmkopf aus einem Anlageteil und aus einem daran begrenzt verschiebbar geführten Hakenteil gebildet ist und der schliesslich aus einem mit einer Feder zusammenwirkenden, einer Handhabe aufweisenden Stellglied besteht, wobei die Feder und das Stellglied voneinander räumlich getrennt, jeweils für sich zwischen dem Hakenteil und dem Anlageteil angeordnet sind und die Feder vorgespannt ist und dem Hakenteil gegenüber dem Anlageteil, unabhängig von der jeweiligen in Schaltlage des Stellgliedes, andauernd in Richtung der Klemmstellung belastet und das Stellglied beim Überführen des Hakenteils in die Offenstellung die Feder einer wachsenden Belastung ausgesetzt und beim Überführen in die Klemmstellung die Belastung der Feder abnimmt.
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Aufgabe
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Handhabung dieser Sperrbalken zu verbessern.
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Lösung der Aufgabe
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Zur Lösung der Aufgabe führt, dass ein Druckelement an jeweils einem Ende des Sperrbalkens vorgesehen ist, wobei es sich in einem Fall um ein passives Druckelement und im gegenüberliegenden Fall um ein aktives Druckelement handelt.
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Dass das Druckelement entfernbar ausgestaltet ist, bedeutet, dass dieses Druckelement nicht dauernd seine Klemmwirkung entfaltet, sondern je nach Wunsch des Benutzers. Wird die Klemmwirkung nicht gewünscht, so kann das Druckelement aktiv oder passiv aus der lichten Weite des Schlitzes entfernt werden.
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Bevorzugt besteht das Druckelement aus einem nachgiebigen Werkstoff bzw. ist nachgiebig gelagert. Als Werkstoff kommt vor allem ein deformierbarer Kunststoffeinsatz zum Tragen. Die nachgiebige Lagerung geschieht über einen Kraftspeicher, bspw. eine Schraubenfeder.
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Im bevorzugten Ausführungsbeispiel sind zwei unterschiedliche Druckelemente an jeweils einem Ende des Sperrbalkens vorgesehen. Das passive Druckelement wird bspw. durch einen Bolzen gebildet, der bei einem Schwenken eines Teils der entsprechenden Halterung in dieser Halterung verschwindet, so dass die lichte Weite des Schlitzes vollständig freigegeben wird. Erst wenn dann der Sperrbalken nach unten geschwenkt und die gegenüberliegende Halterung bspw. auf eine Runge aufgesetzt wird, tritt das Druckelement aus seiner versteckten Lagerung hervor und drückt auf eine Seite der Runge.
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Bei dem gegenüberliegenden aktiven Druckbolzen wird dieser mittels Bestätigung eines Hebels aus seiner Klemmlage mit der Runge geschwenkt. Hierzu befindet sich das Druckelement bevorzugt in einem Halteblock, der wiederum um eine Schwenkachse schwenkbar ist, so dass das Druckelement wiederum in einem Teil der Halterung verschwinden kann. Auch hier steht der Halteblock unter dem Druck eines Kraftspeichers, bspw. einer entsprechenden Schraubenfeder.
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Der gesamte Sperrbalken ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel teleskopartig in seiner Länge veränderbar, wobei die beidseitigen Halterungen jeweils in einen Hohlprofilabschnitt eingeschoben sind und die beiden Hohlprofilabschnitte wiederum auf einem Innenrohr aufsitzen. Gegenüber diesem Innenrohr kann zumindest ein Hohlprofilabschnitt verschoben werden.
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Figurenliste
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
- 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Sperrbalkens an zwei Halterungen;
- 2 ein vergrössert dargestellter Ausschnitt aus einem Endbereich des Sperrbalkens gemäss 1.
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Gemäss 1 weist ein erfindungsgemässer Sperrbalken P zwei Hohlprofile 1.1 und 1.2 auf, die über ein Innenprofil 2 miteinander verbunden sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Innenprofil 2 ebenfalls als Hohlprofil ausgebildet. Die beiden Hohlprofile 1.1 und 1.2 sind teleskopartig auf das Innenprofil 2 aufgeschoben. Durch Verschieben der Hohlprofile 1.1 und 1.2 gegenüber dem Innenprofil kann eine Länge des Sperrbalkens P variiert bzw. eingestellt werden.
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Beidseits ragen aus den Hohlprofilen 1.1 und 1.2 Halterungen 3.1 und 3.2 heraus, über die der Sperrbalken P bspw. an Rungen 4.1 und 4.2 eines Lkw-Aufbaus festgelegt werden kann. Dazu werden die Rungen 4.1 und 4.2 jeweils von einem Schlitz 5.1 und 5.2 in der Halterung 3.1 bzw. 3.2 aufgenommen und darin festgelegt. Das Festlegen erfolgt klammerartig, wozu jede Halterung 3.1 bzw. 3.2 jeweils aus einem Klemmwinkel 6 und einem Einschub 7.1, 7.2 ausgebildet ist. Der Einschub 7.1, 7.2 greift dabei mit Gabelstreifen 8.1, 8.2 in das Hohlprofil 1.1 bzw. 1.2 ein und ist mit dem Hohlprofil 1.1 bzw. 1.2 gelenkig verbunden, was durch die strichpunktierte Linie 9 angedeutet werden soll. Hierdurch kann jede Halterung 3.1 bzw. 3.2 gegenüber ihrem jeweiligen Hohlprofil 1.1 bzw. 1.2 in einem gewissen Mass geschwenkt werden.
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Die Halterung 3.1 unterscheidet sich von der Halterung 3.2 durch eine zweigeteilte Ausbildung ihres Einschubs 7.1, da hier ein Schwenkteil 10 über eine Achse 11 mit den Gabelstreifen 8.1, 8.2 verbunden ist. Hierdurch wird eine noch bessere Beweglichkeit und Anpassung an die Runge 4.1 gewährleistet.
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Des weiteren ist bei der Halterung 3.1 ein Druckelement 12.1 angedeutet, welches auf die Runge 4.1 drückt. Hierzu sitzt dieses Druckelement 12.1 in einer nicht näher gezeigten Ausnehmung in dem Gabelteil 8.1, 8.2 und stützt sich dort gegen eine ebenfalls nicht näher gezeigte Schraubenfeder als Kraftspeicher ab.
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Die Halterung 3.2 ist dagegen näher in 2 gezeigt. Wie oben erwähnt, sitzt der Einschub 7.2 über die Gabelstreifen 8.1, 8.2 in dem Hohlprofil 1.2 und ist dort über entsprechende Befestigungselemente 13.1 und 13.2 schwenkbar festgelegt.
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In dem Einschub 7 sitzt der Klemmwinkel 6 verschiebbar in einer Ausnehmung 14, wobei die Breite des Schlitzes 5.2 über eine entsprechende Schraube 15 eingestellt werden kann.
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Des weiteren befindet sich in einer Ausnehmung 16 des Einschubs 7.2 ein Halteblock 17, der bspw. aus Kunststoff hergestellt werden kann. In ihn ist ein weiteres Druckelement 12.2 eingesetzt, welches sich in Gebrauchslage (siehe 1) gegen die Runge 4.2 abstützt.
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Der Halteblock 17 besitzt mit einem Aufsatz 18 auf dem Gabelstreifen 8.2 eine Schwenkachse 19, über die der Halteblock 17 in das Hohlprofil 1.2 zumindest teilweise gekippt werden kann. Dies geschieht gegen die Kraft eines Kraftspeichers 20, der auf den Halteblock 17 drückt. Das Schwenken wird allerdings durch einen Hebel 21 bewirkt, der um eine weitere Schwenkachse 22 bewegt werden kann. Dabei drückt dieser Hebel 21 auf einen Druckstift 23, der wiederum dem Halteblock 17 zugeordnet ist.
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Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
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Zuerst wird bevorzugt die Halterung 3.1 auf die Runge 41. aufgesetzt. Dabei ist das Schwenkteil 10 weitestgehend nach oben geschwenkt, damit das Druckelement 12.1 möglichst weitgehend durch das Schwenkteil 10 verdeckt ist und nicht in die lichte Weite des Schlitzes 5.1 einragt. Wird dann zum Aufsetzen der Halterung 3.2 der Sperrbalken P nach unten geschwenkt, tritt das Druckelement 12.1 aus dem Schwenkteil 10 aus und drückt gegen die Kraft seines Kraftspeichers gegen die Runge 4.1. Da das Druckelement bevorzugt aus einem gummiartigen Material besteht, wird eine gute Halterung an der Runge 4.1 gewährleistet.
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Zum Aufsetzen der Halterung 3.2 wird bevorzugt der Hebel 21 in Richtung des Pfeils 24 (siehe 2) betätigt, wodurch der Druckstift 23 nach oben verlagert wird und den Halteblock 17 um die Schwenkachse 19 schwenkt. Dies geschieht gegen die Kraft des Kraftspeichers 20. Das Schwenken bewirkt allerdings, dass das Druckelement 12.2 in der Ausnehmung 16 des Einschubs 7 verschwindet. Hierdurch stört dieses Druckelement 12.2 beim Aufsetzen der Halterung 3.2 nicht.
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Nunmehr wird der Hebel 21 losgelassen, und der Halteblock 17 mit dem Druckelement 12.2 verlagert sich unter der Kraft des Kraftspeichers 20 in seine Gebrauchslage, wodurch die Runge 4.2 zwischen Klemmwinkel 6 und Druckelement 12.2 eingeklemmt wird.
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Zum Lösen der Halterung 3.2 von der Runge 4.2 wird ebenfalls der Hebel 21 wieder betätigt, so dass das Druckelement 12.2 durch Schwenken des Halteblocks 17 aus der lichten Weite des Schlitzes 5.2 gelangt. Danach erfolgt ein Anheben des gesamten Sperrbalkens P, wodurch wiederum das Druckelement 12.1 in dem Schwenkteil 10 verschwindet und der Sperrbalken P freigegeben wird.
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Selbstverständlich ist es auch möglich, beim Aufsetzen der Halterung 3.2 auf die Runge 4.2 den Halteblock 17 mit dem Druckelement 12.2 in der Ausgangslage zu belasten und lediglich den Klemmwinkel 6 weiter zu öffnen. Nach dem Aufsetzen wird dann der Klemmwinkel 6 durch Anziehen mit der Schraube 15 zu dem Druckelement 12.2 hin bewegt. Auf diese Weise wird die Runge 4.2 zwischen Klemmwinkel 6 und Druckelement 12.2 eingeklemmt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Hohlprofil
- 2
- Innenprofil
- 3
- Halterung
- 4
- Rungen
- 5
- Schlitz
- 6
- Klemmwinkel
- 7
- Einschub
- 8
- Gabelstreifen
- 9
- Linie
- 10
- Schwenkteil
- 11
- Achse
- 12
- Druckelement
- 13
- Befestigungselement
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Schraube
- 16
- Ausnehmung
- 17
- Halteblock
- 18
- Aufsatz
- 19
- Schwenkarm
- 20
- Kraftspeicher
- 21
- Hebel
- 22
- Schwenkachse
- 23
- Druckstift
- 24
- Pfeil
- P
- Sperrbalken