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Die
Erfindung betrifft einen Schwingungsdämpfer mit einem einen Kolben
oder dgl. führenden Gehäuse sowie
mit einem über
eine Schweißflansch-Struktur
mit dem Gehäuse
verbundenen Befestigungsauge, über
welches der Schwingungsdämpfer
an einem Bauelement befestigbar ist, und ferner mit einer am Schwingungsdämpfer lösbar befestigten
und zumindest einen Teilbereich jeweils des Befestigungsauges und
des Gehäuses
abdeckenden Schutzkappe. Zum technischen Umfeld wird neben der
EP 1 845 279 B1 insbesondere
auf die
DE 10 2006
001 305 B3 sowie
DE 10 2004 014 250 A1 verwiesen.
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Schutzkappen
für Schwingungsdämpfer, die u.
a. als sog. Stoßdämpfer im
Fahrwerk von Kraftfahrzeugen Einsatz finden, sind grundsätzlich bekannt
und sollen einen Abschnitt des Schwingungsdämpfer-Gehäuses und/oder das sog. Befestigungsauge, über das
ein Fahrzeug-Stoßdämpfer beispielsweise
am Radträger
des zugehörigen
Fahrzeugrades befestigt ist, vor Beschädigung beispielsweise durch
Steinschlag schützen.
Für die
lösbare
Anbringung bzw. Befestigung dieser auch wieder demontierbaren Schutzkappen
sind üblicherweise
separate Befestigungsösen
oder dgl. vorgesehen, welche zum einen einen zusätzlichen Herstellungsaufwand
und zusätzliches
Gewicht bedingen und zum anderen insbesondere im Bereich der vorzugsweise
stoffschlüssigen
Verbindung zwischen den Befestigungsösen und dem Stoßdämpfer-Gehäuse eine
Quelle für zusätzlichen
Rostbefall darstellen.
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Die
DE 10 2006 001 305
B3 zeigt einen Schwingungsdämpfer mit einem Zylinder, zu
dem ein Steinschlagschutz in der Bauform eines Rohrteils ortsfest
angeordnet ist, wobei sich das Rohrteil über Haltezungen an einem Anschlussorgan
abstützt,
in dem die Haltezungen über
mindestens eine Rastverbindung mit dem Rohrteil in Wirkverbindung
stehen und wobei jede Haltezunge ein separates Bauteil darstellt
und ein Rastmittel aufweist, das mit dem Rohrteil die Rastverbindung
eingeht. Auch beim Schwingungsdämpfer
nach der
DE 10
2004 014 250 A1 ist zumindest ein Teil des Dämpfer-Zylinders
von einer auf diesen aufgeschobenen Steinschlag-Schutzeinrichtung
abgedeckt.
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Eine
verbesserte und insbesondere vereinfachte Möglichkeit zur Anbringung einer
Schutzkappe an einem Schwingungsdämpfer nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 aufzuzeigen, ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe sind die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegeben Merkmale vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
Inhalt der weiteren Unteransprüche.
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Es
wurde erkannt, dass viele Schwingungsdämpfer-Bauarten und insbesondere
solche, die als Stoßdämpfer im
Fahrwerk von Kraftfahrzeugen zum Einsatz kommen, in geringfügig voneinander
abweichender Bauart in ihrem Verbindungsbereich zwischen Gehäuse und
Befestigungsauge, nämlich
in der hier sog. Schweißflansch-Struktur
einander sehr ähnlich
sind. Diese Tatsache ermöglicht
den Entwurf einer praktisch einheitlichen Schutzkappe für unterschiedliche
Schwingungsdämpfer
bzw. Stoßdämpfer (für verschiedene
Fahrzeug-Typen), indem diese Schutzkappe im wesentlichen an dieser
nahezu einheitlichen Schweißflansch-Struktur
befestigt wird. Vorteilhafterweise sind damit keine eigenständigen (eingangs
genannten) Befestigungsösen
für eine Schutzkappe
erforderlich. Mittels eines einfachen Klammerelements, das vorteilhafterweise
ein Bestandteil der Schutzkappe ist, kann diese an der Schweißflansch-Struktur
lösbar
befestigt werden. Hierzu wird – wie
angegeben – die
Klammer von seitlich auf diese Schweißflansch-Struktur aufgesteckt, wobei
die beiden Schenkel dieser U-förmigen
Klammer diese Schweißflansch-Struktur
teilweise umgreifen. Der Begriff „von seitlich” ist dabei
so zu verstehen, dass die Aufsteckrichtung im wesentlichen senkrecht
zu der vom Gehäuse
des Schwingungsdämpfers
und dessen Befestigungsauge beschriebenen (Längs-)Achse verläuft.
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Weiter
verbessert wird die Positionierung der auf die Schweißflansch-Struktur
aufgesteckten Schutzkappe sowie deren sicherer Halt im Bereich zwischen
Gehäuse
und Befestigungsauge, wenn an der oder den dem Gehäuse und/oder
dem Befestigungsauge zugewandten Oberfläche(n) der Klammer-Schenkel Nasen vorgesehen
sind, die sich am Gehäuse
oder am Befestigungsauge abstützen.
Dabei kann bzw. können
im Sinne einer vorteilhaften Weiterbildung eine oder mehrere der
Nasen ihrerseits gegenüber
dem Schenkel geringfügig
elastisch verformbar sein, wodurch aufgrund der daraus resultierenden
Vorspannung dieser Nasen bei vollständig aufgesteckter Schutzkappe
deren sicherer Halt am eigentlichen Stoßdämpfer weiter gesteigert wird. Ebenfalls
in diesem Sinne kann der genannte Schutzwand-Abschnitt der Schutzkappe einen einen Teil
eines im Befestigungsauge vorgesehenen Befestigungselementes umfassenden
Bereich aufweisen.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand eines in verschiedenen Ansichten
dargestellten Ausführungsbeispieles
weiter erläutert.
Dabei zeigt
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1 eine
räumliche
Teil-Ansicht eines erfindungsgemäßen Schwingungsdämpfers insbesondere
auf den keinen Schutzwand-Abschnitt
aufweisenden Bereich der Schutzkappe
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2 die
zu 1 entgegengerichtete Teil-Ansicht, in der somit
insbesondere der Schutzwand-Abschnitt der Schutzkappe sichtbar ist,
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3 eine
der Ansicht von 2 entsprechende Ansicht auf das
Gehäuse,
das Befestigungsauge sowie die Schweißflansch-Struktur ohne aufgesteckte Schutzkappe,
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4 die
Ansicht nur der Schutzkappe in einer Ansicht ähnlich 2
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5 eine
andere Ansicht der Schutzkappe (im wesentlichen entgegengerichtet
zur Ansicht von 4)
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6a in
einer geschnittenen Ansicht in Richtung der weiter oben genannten
Längsachse
die Schutzkappe vor dem Aufstecken auf die Schweißflansch-Struktur
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6b in
der Ansicht von 6a die auf die Schweißflansch-Struktur
aufgesteckte Schutzkappe
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7 in
der Ansicht von 6a die Schutzkappe alleine
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8 in
einer zu 7 entgegengerichteten Ansicht
die Schutzkappe alleine
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9 in
einer Ansicht ähnlich 1 die
auf die Schweißflansch-Struktur
aufgesteckte Schutzkappe teilweise aufgebrochen zur Erläuterung
der Funktion der genannten Nasen
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Zunächst auf 3 Bezug
nehmend ist hierin der untere Teil eines Stoßdämpfers für das Fahrwerk eines Kraftfahrzeugs
dargestellt, der als Schwingungsdämpfer fungiert und folglich
aus als solcher bezeichnet wird. Dieser Schwingungsdämpfer der
Linearbauart besitzt ein dem Fachmann in bekannter Weise einen Kolben
führendes
hohlzylindrisches Gehäuse 1,
an dessen unteres Ende über
eine sog. Schweißflansch-Struktur 2 ein
sog. Befestigungsauge 3 angeschweißt ist. Über dieses Befestigungsauge 3 ist
der Schwingungsdämpfer
beispielsweise an einem Radträger
des zugehörigen
Fahrzeugrades befestigbar.
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Die 1 und 2 zeigen
diesen Schwingungsdämpfer,
an dessen Gehäuse 1 abweichend von
der Darstellung in 2 zwei Steuerflansche 4 vorgesehen
sind, über
welche die Dämpfungscharakteristik
dieses Schwingungsdämpfers
veränderbar
ist, mit einer erfindungsgemäßen Schutzkappe 5 versehen
dargestellt. Diese Schutzkappe 5, die in den 4 und 5 in
zwei verschiedenen räumlichen
Ansichten für
sich alleine dargestellt ist, deckt im am Schwingungsdämpfer montierten
Zustand einen unteren Abschnitt von dessen Gehäuse 1 sowie einen
Abschnitt von dessen Befestigungsauge 3 ab. Wie ersichtlich
kann diese Schutzkappe 5 annährend durch ein Segment eines „Hohlzylinders” beschrieben
werden und besteht neben einem sog. Schutzwand-Abschnitt 5a,
der durch die Wand dieses „Hohlzylinders” gebildet
ist, aus einer von dieser Wand nach innen abragenden im wesentlichen
U-förmigen Klammer 5b.
Der Schutzwand-Abschnitt 5a und die Klammer 5b sind einstückig aus
einem Kunststoffmaterial geformt und es steht die durch die Klammer 5b beschriebene
Ebene quasi senkrecht auf der Zylinderachse des genannten, die Schutzkappe 5 beschreibenden „Hohlzylinders”.
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Die 6a, 6b zeigen,
wie die Schutzkappe 5 am Schwingungsdämpfer befestigt wird. Hierzu
wird die Klammer 5b der Schutzkappe 5 von seitlich
auf die Schweißflansch-Struktur 2 aufgeschoben,
und zwar in einer Richtung senkrecht zur Längsachse des Schwingungsdämpfers,
die gleich der Zylinderachse von dessen Gehäuse 1 ist, wobei im montierten
Zustand der Schutzkappe 5 die Achse des genannten diese
Schutzkappe 5 beschreibenden „Hohlzylinders” im wesentlichen
mit der Zylinderachse des Gehäuses 1 des
Schwingungsdämpfers
zusammenfällt.
Wie durch Pfeile 7a bzw. 7b dargestellt sind die
freien Enden der Schenkel 5bx der U-förmigen Klammer 5 (zusammen
mit den anliegenden Endabschnitten des Schutzwand-Abschnittes 5a geringfügig elastisch
verformbar, so die Klammer 5b beim Aufschieben auf die
Schweißflansch-Struktur 2 geringfügig aufgeweitet
wird, um abschließend
im aufgesteckten Zustand wieder zurückzufedern, wobei dann Vorsprünge 5by,
die an den freien Enden der Schenkel 5bx vorgesehen sind,
die Schweißflansch-Struktur 2 teilweise
umgreifen. Hiermit ist die Klammer 5 zumindest annähernd formschlüssig auf die
Schweißflansch-Struktur 2 aufgesteckt.
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Insbesondere
in den 7 und 8 sind sog. Nasen 9a, 9b, 9c auf
den Oberflächen
jedes Schenkels 5bx der Klammer 5b sichtbar, über die ausweislich 9 die
Klammer 5b und somit die Schutzkappe 5 in ihrer
Gesamtheit im am Schwingungsdämpfer
im montierten Zustand zusätzlich
zum Halt über
die Schweißflansch-Struktur 2 am
Gehäuse 1 (über die
Nase 9a) bzw. am Befestigungsauge 3 (über die
Nasen 9b, 9c) abgestützt ist. Auf diese Weise können sicher
geringfügige
Bewegungen der Schutzkappe 5 gegenüber dem Schwingungsdämpfer verhindert
und somit Klappergeräusche
oder dgl. vermieden werden. In diesem Sinne wirkt auch eine Ausbuchtung 5ac (vgl.
bspw. 2, 4) im Schutzwand-Abschnitt 5a der
Schutzkappe 5, die einen Teil des Befestigungsauges 3 des
Schwingungsdämpfers
oder einen Teil eines in diesem Befestigungsauge 3 vorgesehenen
Befestigungselements, so bspw. einen Schraubenkopf, umfasst. Indem über diese
Ausbuchtung 5ac der Schutzwand-Abschnitt 5a sicher am Befestigungsauge 3 anliegt,
ist auch ein Verkanten oder Lösen
der Schutzkappe 5 beispielsweise bei Steinschlag sicher
ausgeschlossen.
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Insgesamt
können
insbesondere über
die Form der Klammer 5b Toleranzen in der Schweißflansch-Struktur 2 ausgeglichen
werden, so dass ein fester Sitz der Schutzkappe 5 auf dem
Schwingungsdämpfer
gewährleistet
ist. Vorteilhafterweise ist beim Montageprozess der Schutzkappe 5 das
Einrasten oder Einschnappen der Vorsprünge 5by im Sinne eines
Hinterschnitts um die Schweißflansch-Struktur 2 hörbar, womit
der sichere Sitz der Schutzkappe 5 quasi akustisch überprüfbar ist.
Die Klammer 5b der Schutzkappe erlaubt in Zusammenwirken
mit der Schweißflansch-Struktur 2 eine
kostengünstige
und einfache Befestigungslösung,
die vorteilhafterweise im Sinne eines Baukastens für verschiedene
Fahrzeugtypen bzw. Schwingungsdämpfer-Bauarten
verwendet werden kann. Es werden für die Befestigung der Schutzkappe 5 keine
zusätzlichen
Halter am Schwingungsdämpfer
benötigt
und die Montage und gegebenenfalls auch die Demontage der Schutzkappe 5 ist
einfach und vorteilhafterweise ohne Werkzeug möglich.