DE102009048816B4 - Verfahren zur automatischen Verstellung eines Außenspiegels - Google Patents
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Abstract
Verfahren zur automatischen Verstellung eines Außenspiegels an einem Kraftfahrzeug (1) bei Kurvenfahrten, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenspiegel (2) ausgehend von einer Grundposition (X°) in eine vorgegebene äußere Endposition (Y°) gesteuert wird, wenn der Lenkwinkel (λ) einen vorgegebenen Schwellwert (S) überschritten hat und sich die Fahrzeuggeschwindigkeit (v) innerhalb eines definierten Bereiches (Δv) größer Null (0 km/h) und wesentlich unterhalb der Maximalgeschwindigkeit befindet, wobei der Außenspiegel (2) ausgehend von der Grundposition (X°) nur dann in die vorgegebene äußere Endposition (Y°) gesteuert wird, wenn eine vorgegebene Zeit (Δt) ab Erfüllen der vorgenannten Bedingungen verstrichen ist, die abhängig von der aktuellen Ist-Fahrzeuggeschwindigkeit (v) und/oder dem aktuellen Ist-Lenkwinkel (λ) definiert wird, und wobei die vorgegebene Zeit (Δt) derart definiert wird, dass das Fahrzeug eine abhängig von der aktuellen Ist-Fahrzeuggeschwindigkeit (v) und dem aktuellen Ist-Lenkwinkel (λ) geschätzte Mindestdrehung (Z°) erfahren hat.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur automatischen Verstellung eines Außenspiegels nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der
DE 199 04 778 C2 bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren zur automatischen Verstellung eines Außenspiegels wird eine Nachführung – also Regelung – der Außenspiegelposition in Abhängigkeit vom Signal eines Drehratensensors vorgesehen. Dieses bekannte System ist systemtechnisch aufwändig und rechenzeitintensiv. - Zum weiteren technischen Hintergrund wird auf die
DE 41 36 601 A1 , dieDE 199 04 778 C2 und dieDE 35 27 079 A1 hingewiesen. - Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren eingangs genannter Art kostengünstiger und in vereinfachender Weise weiterzubilden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst. Die abhängigen Patentansprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
- Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren zur automatischen Verstellung eines Außenspiegels an einem Kraftfahrzeug bei Kurvenfahrten der Außenspiegel ausgehend von einer Grundposition in eine vorgegebene äußere Endposition gesteuert, wenn der Lenkwinkel einen vorgegebenen Schwellwert überschritten hat und sich die Fahrzeuggeschwindigkeit innerhalb eines definierten Bereiches größer Null und wesentlich unterhalb der Maximalgeschwindigkeit befindet.
- Durch diesen Grundgedanken kann zum einen ein teurer Drehratensensor eingespart werden und zum anderen schneller auf einen Verstellbedarf reagiert werden. Weiterhin führt eine Steuerung anstelle einer Regelung zu einem weniger häufigen Verstellen des Spiegels, wodurch der Fahrer weniger gestört wird.
- Die untere Grenze des definierten Fahrzeuggeschwindigkeitsbereiches sieht eine Mindest-Fahrzeuggeschwindigkeit in der Weise vor, dass ein Toter-Winkel-Effekt am Fahrzeug verhindert wird. Die untere Grenze liegt demnach vorzugsweise im Bereich von ca. 5 km/h. Die obere Grenze wird durch die Abstimmung der Spiegelverstellzeit auf die Fahrerreaktionszeit definiert und liegt vorzugsweise im Bereich von ca. 30 km/h.
- Vorzugsweise wird der Außenspiegel ausgehend von der Grundposition nur dann in die vorgegebene äußere Endposition gesteuert, wenn zusätzlich der Blinker betätigt ist.
- Durch die Kombination der vorgenannten Bedingungen wird eine Abbiege-Situation von einer Spurwechsel- und/oder einer Rangier-Situation abgegrenzt, um den Fahrer nicht sinnlos abzulenken.
- Weiterhin wird vorzugsweise der Außenspiegel ausgehend von der Grundposition nur dann in die vorgegebene äußere Endposition gesteuert, wenn eine vorgegebene Zeit ab Erfüllen der vorgenannten Bedingungen verstrichen ist, die abhängig von der aktuellen Ist-Fahrzeuggeschwindigkeit und/oder dem aktuellen Ist-Lenkwinkel definiert wird. Die vorgegebene Zeit kann bei höheren Fahrzeuggeschwindigkeiten auch zu Null werden. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass eine Verstellung des Außenspiegels nur bei einer gewissen Mindestdrehung des Fahrzeugs sinnvoll ist.
- Daher wird in besonders vorteilhafter Weise die vorgegebene Zeit derart definiert, dass das Fahrzeug eine abhängig von der aktuellen Ist-Fahrzeuggeschwindigkeit und dem aktuellen Ist-Lenkwinkel geschätzte Mindestdrehung erfahren hat. Hierzu kann in einem elektronischen Steuergerät, das grundsätzlich in bekannter Weise zur Verstellung des Außenspiegels vorgesehen ist und in dem auch das erfindungsgemäße Verfahren programmiert und integriert sein kann, ein Algorithmus oder eine Tabelle abgespeichert sein, die abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit und dem Lenkwinkel die Mindestdrehung ab Vorliegen der anderen Bedingungen schätzt bzw. berechnet.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Sie zeigt schematisch einen Überblick über das sich durch das erfindungsgemäße Verfahren ergebende Gesamtsystem mit seiner Auswirkung.
- Ein Kraftfahrzeug
1 mit einem Außenspiegel2 nähert sich auf einer Straße fahrend einer Kreuzung an und wird dort rechts abbiegen. Der Außenspiegel befindet sich noch in einer Grundposition X°. - Im Kraftfahrzeug
1 ist ein Steuergerät3 enthalten, das zur Steuerung des Außenspiegels2 Eingangssignale – wie die Fahrzeuggeschwindigkeit v, den Lenkwinkel λ und das Blinker-Signal – erhält und mit den Aktuatoren des Außenspiegels2 verbunden ist. Im Steuergerät3 ist ein Programmmodul enthalten, das unter anderem das erfindungsgemäße Verfahren durchführt und dabei folgende Bedingungen abfragt:
Liegt der vorgegebene Fahrzeuggeschwindigkeitsbereich Δv vor:5 km/h < v < 30 km/h - Hat der Lenkwinkel λ den vorgegebenen Schwellwert S überschritten:
λ > S - Ist der Blinker gesetzt:
-
- Blinker
- Ist die vorgegebene Zeit abgelaufen, in der Weise, dass mindestens eine Fahrzeugdrehung (Winkel des Fahrzeuges zur Straße) von Z° erreicht ist:
Δt = f(v, λ) => Z° mindestens erreicht? - Sind alle Bedingungen erfüllt, wird der Außenspiegel
2 des Kraftfahrzeuges1 – jetzt in gestrichelter Position zur Straße – in die äußere Endposition Y° verstellt. Vorzugsweise findet eine Rückstellung des Außenspiegels2 in die Grundposition X° statt, wenn der Blinker automatisch oder manuell ausgeschaltet wird.
Claims (2)
- Verfahren zur automatischen Verstellung eines Außenspiegels an einem Kraftfahrzeug (
1 ) bei Kurvenfahrten, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenspiegel (2 ) ausgehend von einer Grundposition (X°) in eine vorgegebene äußere Endposition (Y°) gesteuert wird, wenn der Lenkwinkel (λ) einen vorgegebenen Schwellwert (S) überschritten hat und sich die Fahrzeuggeschwindigkeit (v) innerhalb eines definierten Bereiches (Δv) größer Null (0 km/h) und wesentlich unterhalb der Maximalgeschwindigkeit befindet, wobei der Außenspiegel (2 ) ausgehend von der Grundposition (X°) nur dann in die vorgegebene äußere Endposition (Y°) gesteuert wird, wenn eine vorgegebene Zeit (Δt) ab Erfüllen der vorgenannten Bedingungen verstrichen ist, die abhängig von der aktuellen Ist-Fahrzeuggeschwindigkeit (v) und/oder dem aktuellen Ist-Lenkwinkel (λ) definiert wird, und wobei die vorgegebene Zeit (Δt) derart definiert wird, dass das Fahrzeug eine abhängig von der aktuellen Ist-Fahrzeuggeschwindigkeit (v) und dem aktuellen Ist-Lenkwinkel (λ) geschätzte Mindestdrehung (Z°) erfahren hat. - Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenspiegel (
2 ) ausgehend von der Grundposition (X°) nur dann in die vorgegebene äußere Endposition (Y°) gesteuert wird, wenn zusätzlich der Blinker betätigt ist
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